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kleinbrina
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Köln

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Insgesamt 1388 Bewertungen
Bewertung vom 06.10.2016
Crossan, Sarah

Apple und Rain


sehr gut

Nachdem ich zuletzt innerhalb von zwei Tagen zwei Bücher von Sarah Crossan verschlungen habe, stand für mich schnell fest, dass ich auch unbedingt ihr neuestes Werk "Apple und Rain" lesen möchte. Meine Erwartungen an die Geschichten waren riesig und ich wurde zum Glück nicht enttäuscht.

Sarah Crossan beweist hierbei wieder einmal, wie einfühlsam ihre Sprache doch ist. Oberflächlichkeiten sind hier Mangelware und die Geschichte liest sich trotz der doch ernsten Thematik leicht und flüssig, sodass ich leider viel zu schnell durch die Seiten geflogen bin. Dazu sind die Figuren liebevoll gezeichnet und ich konnte mich besonders in Apollinia, genannt Apple, hineinversetzen.

Hier geht es um Apple, die trotz ihres Alters von gerade einmal vierzehn Jahren sehr reif wirkt, da sie bereits einiges mitmachen musste. Ihre Eltern hatten immer wieder andere Hoffnungen, Wünsche und Ziele, bei denen Apple immer wieder nur im Weg stand, sodass sie seit ihrem dritten Lebensjahr bei ihrer Großmutter aufgewachsen ist. Als ihre Mutter sich nach elf Jahren allerdings meldet und ihre Tochter wieder zu sich holen möchte, glaubt Apple zunächst, dass all ihre Wünsche damit in Erfüllung gegangen sind und sie endlich wieder bei ihrer Mutter leben darf, allerdings stellt sich schnell heraus, dass ihre Mutter ihre ganz eigenen Ziele mit ihr verfolgt und Apple somit noch mehr ein Stück von ihrer Kindheit verliert.

Neben Apple, ihrer Mutter und ihrer Großmutter spielen auch Rain und Del eine wichtige Rolle. Sämtliche Figuren sind dabei gut ausgearbeitet und besitzen eine gewisse Tiefe. Ich muss zwar sagen, dass besonders Apples Mutter nicht wirklich sympathisch war, ich sie aber dennoch in gewisser Art und Weise verstehen konnte. Am meisten habe ich jedoch Apple ins Herz geschlossen, denn diese war mir nicht nur sehr sympathisch, sondern ich konnte auch mit ihr mitfühlen und mich somit in sie hineinversetzen.

Das Cover verbreitet eine gewisse Melancholie, ist aber dennoch schön anzusehen und passt hervorragend zur Geschichte. Dazu finde ich es sehr gut, dass der Verlag das Original-Cover weitgehend unverändert gelassen hat. Die Kurzbeschreibung liest sich ebenfalls sehr gut und hat mich direkt neugierig gemacht.

Kurz gesagt: "Apple und Rain" ist eine schöne und melancholische Geschichte, die mich mit einem wunderbaren Schreibstil und interessanten Figuren direkt in den Bann ziehen konnte. Hier kann ich der Werbung des Verlags nur zustimmen: "Eine Geschichte, die gebrochene Herzen heilt." Für mich gibt es somit eine klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 30.09.2016
Jonas, Anna

Das Hotel am Drachenfels / Hotel Hohenstein Bd.1


sehr gut

Da ich bereits häufiger kleinere Ausflüge zum Drachenfels gemacht habe und dabei auch die Gegend relativ gut kenne, war ich sehr gespannt auf "Das Hotel am Drachenfels", Band 1 der "Hotel Hohenstein"-Reihe. Hier habe ich eine spannende und ereignisreiche Geschichte erwartet, die ich auch zum Großteil erhalten habe.

Anna Jonas besitzt einen angenehmen Schreibstil, der sich leicht und flüssig lesen lässt. Dazu hat sie ihre Sprache so angepasst, dass diese perfekt in das Jahr 1904 passt. Das Hotel, der Drachenfels und die Umgebung an sich werden detailiert und malerisch beschrieben, sodass ich das Gefühl hatte, als wäre ich selbst wieder vor Ort.

Die Geschichte an sich ist stellenweise spannend, aber auch durchaus unterhaltsam. Hierbei geht es um eine Faamiliengeschichte, die nahezu alles mitbringt, was man sich vorstellen kann: Die berühmten schwarzen Schafe, zahlreiche Intrigen, oftmals grenzenloses Chaos, aber auch die ruhigen Momente, wo sich die Familie halbwegs zusammenrauft. Dabei wird auch das ein oder andere Geheimnis gelüftet, dass für so manche Überraschung sorgt.

Das Cover ist ein absoluter Hingucker, der einen perfekten Blick auf die Landschaft wirft und das Schloss zeigt, das ich bereits so häufig besuchen durfte. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich direkt angesprochen.

Kurz gesagt: "Das Hotel am Drachenfels" ist eine spannende Familiengeschichte ganz im Stil von "Downtown Abbey", sodass das Buch aufgrund seiner Geheimnisse und Intrigen noch hoffentlich viele Leser finden wird. Ich kann es nur empfehlen.

Bewertung vom 26.09.2016
King, Stephen

Mind Control / Bill Hodges Bd.3


sehr gut

Nachdem ich „Mr. Mercedes“ und "Finderlohn", die ersten beiden Bände der „Bill Hodges“-Trilogie in kürzester Zeit verschlungen habe, stand für mich schnell fest, dass ich auch den letzten Band "Mind Control" unbedingt lesen möchte und auch dieser hat mir wieder einmal gut gefallen.

Der Schreibstil ist typisch Stephen King: Sehr spannend, oftmals verwirrend und salopp, gerne mit ein paar Flüchen versehen und immer wieder geradeaus ohne etwas zu beschönigen. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, die Dialoge sarkastisch, aber auch wahnsinnig interessant und der Verlauf der Geschichte ist fast immer unvorhersehbar.

Bill Hodges hat sich gut weiterentwickelt. Zwar ist er immer noch ein hartes und scharfsinniges Kerlchen, der oftmals mit seiner Art recht schroff rüberkommt, allerdings habe ich ich den alternden Detective außer Dienst trotz seiner Schwächen ins Herz geschlossen. Die Geschichte rund um Brady, den man bereits aus den ersten beiden Bänden kennt und der "Mr. Mercedes" verkörpert hat, ist sehr spannend und interessant geschildert, sodass ich diese sehr gerne verfolgt habe.

Die Idee, dass Brady trotz seines Zustandes fähig ist, gewisse Dinge zu fädeln, fand ich spannend und interessant. Dazu war es interessant zu beobachten, wie sich die jeweiligen Menschen anhand von Telekinese verhalten und wie die Selbstmorde aufgeklärt werden. Man muss allerdings auch sagen, dass der Geschichte am Ende ein wenig an Tiefe gefehlt hat, was ich dem Autor jedoch sehr gerne verzeihe, da "Mind Control" letztendlich eine hervorragend ausgearbeitete und spannende Geschichte ist, die sich stets weiterentwickelt und mich oftmals überraschen konnte.

Interessant ist hierbei auch, wie sich die Trilogie im Laufe der Zeit entwickelt. Während der erste Band eher wie ein Krimi daherkam, ging der zweite Band eher in Richtung Thriller mit einer Spur Horror. Selbiges gilt nun auch für "Mind Control", das schon fast an ältere Werke von Stephen King erinnert, denn dieser verknüpft eher den klassischen Horror mit Thriller-Elementen.

Das Cover ist gelungen, passt sehr gut zur Geschichte und hat mich direkt angesprochen. Gleiches gilt für die Kurzbeschreibung, die dem Leser hier eine spannende und ereignisreiche Geschichte verspricht, die man letztendlich auch bekommt.

Kurz gesagt: "Mind Control" ist ein spannender und ereignisreicher Abschluss der "Bill Hodges"-Trilogie und steht seinem Vorgänger "Finderlohn" in Nichts nach. Durch den grandiosen Schreibstil in typischer King-Manier habe ich schnell in die Geschichte hineingefunden und diese regelrecht verschlungen, von daher gibt es eine glasklare Leseempfehlung.

Bewertung vom 17.09.2016

Life will never be the same (eBook, ePUB)


gut

Nachdem ich schon sämtliche bereits veröffentlichte Werke von Anna Todd gelesen habe, war ich schon sehr auf das Fanbuch "Life will never be the same again" gespannt, welcher vom Heyne Verlag herausgegeben wurde. Hier war ich besonders gespannt darauf, ob vielleicht noch das ein oder andere Detail erfahre, das bislang in der "After"-Reihe möglicherweise untergegangen ist.

Nun, eingefleischte Fans der Reihe erhalten hier nur wenig neue Informationen, dafür aber mehr oder weniger eine kleine Auffrischung der ersten vier Bände, was doch immerhin auch schon etwas ist. Die einzelnen Fakten werden schön aufgelistet, sodass man alles auf einen Blick erhält, allerdings gibt es auch ein paar Dinge, die ich nicht zwingend gebraucht hätte.

Ich finde es an sich immer schön, wenn es sogenannte Fan-Guides gibt, bei denen man noch näher an die Reihe herankommen kann, was jedoch irgendwelche Fan-Fotos, wie z.B. die Tattoos von Leserinnen oder auch deren Fingernägel hier in diesem Buch zu suchen haben, muss ich nicht wirklich verstehen. Gleiches gilt leider auch für die Lesereise durch Deutschland von Anna Todd. An sich ganz interessant, hat aber - bis auf die Tatsache, dass sie dort aus der Reihe vorgelesen hat - nichts großartig mit dem Buch zu tun, sodass ich auch dies nicht zwingend gebraucht hätte.

Schön finde ich dagegen, dass hierbei auch Leseproben von "After passion", "Before Us" und "Nothing More" enthalten sind, denn so können besonders Leser, die noch nicht alle Bände gelesen haben, hier einen kleinen Einblick in das Geschehen erhalten. Da ich jedoch bereits die kompletten Bände gelesen habe, habe ich diese persönlich nicht mehr gelesen.

Manches mag hier sicherlich auf den ersten Blick recht belanglos wirken, wie z.B. Selfies mit Anna Todd, allerdings muss ich sagen, dass mir ein enthaltenes Interview mit Anna Todd sehr gut gefallen hat. Auch der gesamte Aufbau des Buches ist sehr gut gelungen, da dieser sehr übersichtlich ist und auch oftmals interessante - wenn auch nicht neue - Fakten und Zitate aufgelistet werden.

Kurz gesagt: Eingefleischte Fans der Reihe, die bereits jedes Buch gelesen haben, werden hier vielleicht nicht mit neuen Informationen über Hardin und Tessa überschüttet, allerdings fand ich den Aufbau von "Life will never be the same" doch recht ansehnlich. Ich fand es bis auf einige Ausnahmen interessant, ob dieses allerdings für Fans ein absolutes Muss ist, sollte wohl jeder Fan für sich selbst entscheiden.

Bewertung vom 16.09.2016
Raabe, Melanie

Die Wahrheit


sehr gut

Nachdem ich bereits im letzten Jahr sehr begeistert von "Die Falle" von Melanie Raabe war, habe ich mich sehr auf ihren neuesten Thriller "Die Wahrheit" gefreut. Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch und ich habe mir einige spannende und ereignisreiche Lesestunden erhofft. Zum Glück wurde ich auch dieses Mal nicht enttäuscht, denn "Die Wahrheit" hat mir gut gefallen.

Der Schreibstil ist wieder einmal hervorragend. Die Geschichte liest sich durchweg spannend, besitzt keine unnötigen Längen und auch die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet. Dazu wird die Geschichte auch noch aus zwei Perspektiven erzählt, was mir immer besonders gut gefällt, denn so lernt man nicht nur Sarah sehr gut kennen, sondern auch den sogenannten Fremden.

Hier geht es hauptsächlich um Sarah und ihren kleinen Sohn, die bereits einiges durchmachen mussten, denn vor sieben Jahren ist Sarahs Ehemann Philipp während einer Geschäftsreise spurlos verschwunden, sodass Sarah seitdem vergebens auf ein Lebenszeichen gehofftt hat und ihr Leben für sich und ihren Sohn neu aufbauen musste.

Plötzlich erfährt sie jedoch, dass ihr Mann angeblich noch am Leben sei, doch der zurückgekehrte Philipp ist ganz anders als der Mann, mit dem sie zuvor noch verheiratet war, denn er ist ihr vollkommen fremd, was im Laufe der Geschichte den ein oder anderen spannenden Moment mit sich bringt.

Interessant ist hierbei nicht nur die Thematik und der Aufbau der Geschichte, sondern auch die Tatsache, dass die Geschichte durchgehend authentisch wirkt und man den Eindruck erhält, dass dies jedem Menschen passieren könnte. Dadurch konnte ich mich sehr gut in Sarah hineinversetzen, aber auch den Gefühlen und Gedanken des sogenannten Fremden gut folgen, sodass die Geschichte letztendlich mitsamt seiner Auflösung recht rund wirkt.

Das Cover ist schlicht, aber durchaus passend und somit auch ein kleiner Hingucker. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich direkt in den Bann gezogen, sodass ich unbedingt erfahren wollte, was es mit der Geschichte auf sich hat.

Kurz gesagt: Melanie Raabe hat es wieder einmal geschafft, mich mit einer spannenden Geschichte, vielseitigen Figuren und einem großartigen Schreibstil in den Bann zu ziehen. Wer bereits ihr erstes Werk "Die Falle" mochte, sollte auch dieses Werk unbedingt lesen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 14.09.2016
Todd, Anna

Nothing more / After Bd.6


gut

Nachdem ich bereits die Geschichte von Hardin und Tessa in insgesamt fünf Banden mit Spannung verfolgt habe, war ich schon sehr neugierig auf "Nothing More", wo es zum ersten Mal um Landon geht. Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch, allerdings musste ich mir schnell eingestehen, dass die Geschichte dann doch schwächer als die bisherigen Bände ist.

Landon war an sich schon immer ein Charakter, der vom ersten Band einfach nur da war und als bester Freund von Tessa in Erscheinung trat. Dieser ist einfach nur nett und vertrauenswürdig, besaß bislang allerdings kaum Ecken und Kanten, sodass ich Landon bislang zwar immer auf den ersten Blick sympathisch fand, er mir jedoch fremd blieb. Ich habe gehofft, dass sich dies mit "Nothing More" ändern wird, allerdings war dies nur selten der Fall, denn Landon ist leider nur nett und somit ist seine Geschichten stellenweise recht belanglos.

Dabei weiß ich noch nicht einmal, ob man Anna Todd dabei tatsächlich einen großen Vorwurf machen kann, denn sie hat einfach nur Landons Verhalten von Anfang bis Ende konsequent durchgezogen. Hätte er sich nun vom vierten Band bis hierhin enorm in die andere Richtung entwickelt, wäre es nicht glaubwürdig gewesen. So ist es allerdings der Fall, dass sich die Geschichte zwar an sich wieder einmal recht flüssig und leicht ließ, mir allerdings dieses "WOW"-Gefühl gefehlt hat.

So gern ich Landon auch gemocht hätte, das Problem ist, dass man ihn auch weiterhin nicht ausreichend kennen lernt. Zwar lernt man mehr über seine Gedanken- und Gefühlswelt kennen, allerdings dreht sich dabei enorm viel im Kreis, sodass Landon oftmals auf der Stelle blieb und keine Weiterentwicklung spürbar ist.

Auch die Liebesgeschichte, die in diesem Buch thematisiert wird, will für mich nicht so richtig passen, denn Landon habe ich nie in einer Dreiecksgeschichte gesehen, da dies absolut nicht zu ihm passt und mir diese auch stellenweise zu gewollt erschien. Dazu kommen immer wieder Details über ihn zum Vorschein, die ihn alles andere als zum leidenschaftlichen Lover machen, sondern eher zu einem netten Jungen, der allerdings immer in der zweiten Reihe tanzt und nie wirklich großartig auffällt. Gleiches gilt leider auch für seine Exfreundin Dakota, aber auch für Nora. Diese sind in der Geschichte oftmals einfach nur da, ohne jedoch wirklich Eindruck zu hinterlassen.

Dennoch ist hier nicht alles schlecht, denn die Geschichte konnte mich trotz seiner Schwächen und Belanglosigkeiten über weite Strecken unterhalten, denn ich liebe einfach den Stil von Anna Todd und würde wohl auch bedrucktes Toilettenpapier von ihr lesen, falls das nötig wäre. Dazu besitzt die Geschichte auch tatsächlich eine Art von Humor, ob dies jedoch so geplant war, sei mal dahin gestellt, denn oftmals sind hier so viele unfreiwillig komische Szenen vorhanden, dass ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen konnte.

Das Cover ist dagegen wieder einmal wunderschön und wirkt sehr edel, dazu passt es hervorragend zu den anderen Bänden, sodass es ein toller Hingucker ist. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls in Ordnung und war mit ein Auslöser, weshalb ich das Buch unbedingt lesen wollte.

Kurz gesagt: "Nothing More" ist genauso wie Landon selbst: Nett, aber oftmals viel zu belanglos. Zwar ist hier nicht alles schlecht und die Geschichte konnte mich durchaus stellenweise unterhalten, allerdings hat mir leider der erhoffte "WOW"-Effekt gefehlt. Dennoch: Für echte Fans von Anna Todd ist auch dieses Buch ein absolutes Muss.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 14.09.2016
Sands, Kevin

Das Vermächtnis des Alchemisten / Der Blackthorn Code Bd.1


sehr gut

Über "Das Vermächtnis des Alchemisten", dem ersten Band der "Blackthorn-Code"-Reihe, habe ich schon vor dem offiziellen Erscheinungstag sehr viel gelesen und war dementsprechend froh, dass ich das Buch bereits vorab lesen durfte. Da ich Geschichten über Alchemisten allgemein sehr interessant finde, waren meine Erwartungen enorm hoch und ich wurde zum Glück nicht enttäuscht.

Hier fand ich es besonders interessant, dass das Buch als "Der Davinci-Code für Jugendliche" bezeichnet wurde und ich muss sagen, dass dies schon in gewisser Weise stimmt. Hier gibt es zwar nicht die enormen Ähnlichkeiten, allerdings drückt das Buch eine ebenso spannende Atmosphäre aus, sodass auch ältere Leser ihren Spaß an der Geschichte haben werden.

Kevin Sands besitzt dazu noch einen sehr angenehmen Schreibstil, der stets spannend ist, sich allerdings auch flüssig und leicht lesen lässt, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Dazu wurde das Thema Alchemie hervorragend recherchiert, sodass auch Leser, die sich mit der Thematik zuvor noch nicht auseinandergesetzt haben, hier sehr viele Informationen erhalten.

Gleichzeitig sind auch die Figuren liebevoll ausgearbeitet, man lernt sie ausreichend kennen und kann sich stellenweise auch in ihre Situationen hineinversetzen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Christopher, der im Mittelalter als Apothekerlehrling arbeitet. Dabei stellt sich jedoch schnell heraus, dass Christopher weit mehr als nur in Heiltränke und andere Medizin gelehrt wird, sondern ihm sein Ausbilder auch das Erkennen und Knacken von Codes sowie Geheimschriften lehrt. Noch ist zunächst nicht klar, wieso er dies alles erlernen soll, allerdings retten ihn genau solche Dinge das Leben, als ein paar Morde geschehen, von denen auch er schnell betroffen ist und um sein eigenes Leben fürchten muss.

Dabei ist die Geschichte zwar stellenweise durchaus brutal, meiner Meinung nach aber noch vollkommen im Rahmen der empfohlenen Altersklasse, auch wenn es meiner Meinung nach nicht brutaler sein dürfte. Dennoch stehen trotz brutaler Szenen auch oftmals die Freundschaft sowie Loyalität im Vordergrund, dazu ist die Geschichte durchweg spannend, düster und das Mittelalter fühlt sich so echt an, als wäre man in die Zeit hineinkatapultiert.

Das Cover sieht wunderschön aus und ist zudem sehr ausdrucksstark und passt hervorragend zur Geschichte. Gleiches gilt für die Kurzbeschreibung, die mich direkt angesprochen hat, sodass ich unbedingt mehr über die Geschichte erfahren wollte.

Kurz gesagt: "Das Vermächtnis des Alchemisten" ist ein spannender und ereignisreicher Auftakt der "Blackthorn-Code"-Reihe, der mich mit einem großartigen Schreibstil und vielseitigen Figuren direkt in den Bann ziehen konnte. Ich freue mich demnach bereits auf den zweiten Band "Mark of the Plague", der hoffentlich schon sehr bald übersetzt wird. Klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 10.09.2016
Eberlen, Kate

Miss you


gut

An "Miss You" scheiden sich ja derzeit die Geister, denn die einen lieben dieses Buch, die anderen hegen eher eine Abneigung. Da ich mal wieder neugierig war, wollte ich dem Buch trotz kleinerer Skepsis eine Chance geben und habe es fast in einem Rutsch gelesen.

Nun, in einem Rutsch durchlesen klingt ja eigentlich zunächst positiv, denn dies ist immerhin ein Zeichen dafür, dass sich die Geschichte leicht und schnell lesen lässt. Dennoch besitzt die Geschichte aber auch einige Schwächen, sodass ich ehrlich gesagt auch nach dem Lesen noch nicht so richtig weiß, was ich von der Geschichte halten soll.

Auf der einen Seite fand ich die Liebesgeschichte in diesem Buch wirklich schön, allerdings war es mir insgesamt zu viel Drama und die Steine, die einem immer wieder in den Weg gelegt werden, zu künstlich aufgebaut. Da reicht es nicht, dass Tess und Gus einen Schicksalsschlag hinnehmen müssen, sondern es muss gleich gefühlt eine ganze LKW-Ladung sein. So muss sich Tess gleich mit mehreren Problemen auseinandersetzen, die alle aufeinander aufbauen, denn nicht nur ihre geliebte Mutter ist gestorben und ihr Vater schwer alkoholkrank, sondern sie hat auch noch eine autistische Schwester, sodass quasi alles an ihr hängen bleibt und sie sich um sie kümmern muss.

An sich hat die Autorin die Geschichte gut erzählt, aber mir persönlich waren das zu viele Probleme und zu viele Momente, die die Figuren beeinflusst haben. So bekommt man zwar den Eindruck, dass sich die Figuren, allen voran Tess, stets weiterentwickeln, allerdings hätte ich mir eine leichtere und unbeschwertere Geschichte gewünscht.

Das Cover ist schlicht, aber dennoch durchaus schön anzusehen und passt für mich hervorragend zur Geschichte. Die Kurzbeschreibung verrät in diesem Fall nicht allzu viel, sodass man nicht genau weiß, was hier einen erwartet und man sich somit überraschen lassen muss, was ich jedoch vollkommen in Ordnung finde.

Kurz gesagt: "Miss You" ist an sich eine hochemotionale Geschichte mit interessanten Figuren, allerdings gab es mir hier auch zu viel Drama und zu viele Probleme, sodass man sich als Leser schon fast von all den Sorgen erschlagen fühlt. Hier wäre weniger weitaus mehr gewesen, sodass ich die Geschichte zwar an sich ganz nett fand, sie mich allerdings nicht vollends überzeugen konnte, was ich ein wenig schade finde.

Bewertung vom 10.09.2016
Hawley, Noah

Vor dem Fall


gut

"Vor dem Fall" von Noah Hawley klang im Vorfeld nach einer spannenden und ereignisreichen Geschichte, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe. Dennoch waren meine Erwartungen nicht allzu hoch angesetzt, was letztendlich auch gut war, denn das Buch bringt leider die ein oder andere Schwäche mit sich.

Dies beginnt leider schon beim Schreibstil. Im Grunde genommen liest dieser sich streckenweise sehr angenehm und durch die vielen Erzählstränge lernt man auch die Figuren und deren Sichtweisen gut kennen. Problem ist jedoch, dass die Geschichte oftmals viel zu langatmig ist und man hier gut und gerne mindestens fünfzig Seiten hätte weglassen können.

Auch mit den Figuren hatte ich meine Probleme. Diese sind zwar an sich stellenweise gut ausgearbeitet und man kann sich stellenweise auch ihre Leben hineinversetzen, allerdings muss man sich auch darauf einstellen, dass hier alles sehr patriotisch abläuft, was ich doch letztendlich auch als einfallslos empfunden habe.

Die Idee, dass hier das Leben der Menschen nach einem Flugzeugabsturz genauer durchleuchtet wird und dabei auch die ein oder andere Intrige aufgedeckt wird und man einen genauen Blick hinter ihre Kulissen erhält, fand ich dagegen sehr interessant, denn hier erkennt man, dass es nicht immer das ist, wie es auf dem ersten Blick scheint. Ebenfalls interessant sind die Ermittlungen, die wegen dem Absturz laufen, denn hier steht zunächst nicht fest, ob es sich um einen Anschlag oder gar nur menschliches Versagen handelt.

Man kann somit sagen, dass die Geschichte definitiv nicht schlecht ist, nur hätte man hier die Geschichte insgesamt etwas besser gestalten können, indem man auf Klischees verzichtet und den Figuren mehr Tiefe einverleibt hätte. Dies ist sehr schade, denn wären diese Kritikpunkte etwas besser ausgefallen, hätte ich richtigen Spaß an der Geschichte haben können.

Das Cover ist für mich jetzt nicht zwingend der größte Hingucker, geht allerdings vollkommen in Ordnung, da es es sich hierbei um keinen Totalausfall handelt. Die Kurzbeschreibung hat mir dagegen gut gefallen und mich direkt angesprochen, sodass ich dem Buch eine Chance geben wollte.

Kurz gesagt: "Vor dem Fall" ist sicherlich keine schlechte Geschichte und kann einen durchaus in den Bann ziehen. Mein Problem war jedoch der oftmals zu langatmige Schreibstil und die Figuren, die mir zu klischeehaft dargestellt wurden. Hier hätte deutlich mehr drin sein können, sodass ich die Geschichte nur als nett, aber nicht sonderlich spektakulär bezeichnen kann.