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kleinbrina
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Köln

Bewertungen

Insgesamt 1388 Bewertungen
Bewertung vom 23.10.2016
Röhrig, Tilman

Die Flügel der Freiheit


sehr gut

Obwohl mir schon häufiger Bücher von Tilman Röhrig empfohlen wurden, ist "Die Flügel der Freiheit" tatsächlich das erste Werk, das ich von dem Autor gelesen habe. Dabei hatte ich hohe Erwartungen und wurde zum Glück nicht enttäuscht.

Tilman Röhrig verwendet dabei einen interessanten Schreibstil, der komplett ohne Längen auskommt und sich flüssig und leicht liest. Interessant ist dabei auch, dass man hier die Realität mit fiktiven Ereignissen gemischt hat, was eine perfekte Mischung ist und mich in den Bann ziehen konnte. Dazu sind die Figuren allesamt gut ausgearbeitet und besitzen eine gewisse Tiefe. Ich muss zwar sagen, dass mir nicht alle von ihnen tatsächlich sympathisch waren, allerdings kann ich damit sehr gut leben.

Wer hier zunächst denkt, dass es sich hierbei um eine Art Biographie von Luther handelt, der wird hierbei wohl ein wenig enttäuscht sein, denn hier gibt es so viel mehr zu entdecken, sodass man einen rundum gelungenen Roman erhält. Besonders interessant ist dabei u.a. auch eine Liebesgeschichte zwischen Dorothea und Bartel, aber auch die Themen Politik oder auch Religion. Wer also gerne historische Romane liest, der wird mit diesem Werk mehr als zufrieden sein.

Das Cover wirkt sehr edel und passt perfekt zu einem historischen Roman, dazu passt das Cover dazu auch noch hervorragend zur Geschichte. Die Kurzbeschreibung ist gelungen und hat mich direkt angesprochen, sodass ich "Die Flügel der Freiheit" sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Die Flügel der Freiheit" ist eine spannende Geschichte mit einer tollen Thematik, sodass ich durch die knapp 480 Seiten nur so geflogen bin und das Buch sehr genossen habe. Somit kann ich diesen historischen Roman nur empfehlen.

Bewertung vom 23.10.2016
MacKay, Nina

Plötzlich Banshee


sehr gut

Bücher, die im großen Stil oftmals von allen Seiten gehypt werden, haben es bei mir häufig sehr schwer, da ich da enorm skeptisch bin und bei solchen Hype-Büchern oftmals auf die Nase gefallen bin. Dennoch war ich bei "Plötzlich Banshee" so neugierig, dass ich es unbedingt versuchen wollte und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde.

Nina MacKay besitzt zwar an sich einen recht einfach gehaltenen Schreibstil, allerdings hat mich dies nicht gestört und ich habe mich bestens unterhalten gefühlt. "Plötzlich Banshee" liest sich nicht nur sehr leicht und flüssig, sondern besitzt dazu auch noch jede Menge Humor und Sarkasmus. Gleiches gilt auch für die Figuren, die oftmals sehr schlagfertig sind und das Herz auf der Zunge tragen.

Mit Alana lernt man eine sehr interessante und sympathische Figur kennen, die als Privatdetektivin arbeitet und dabei die Fähigkeit besitzt, zu erkennen, wann ein Mensch sterben muss. Obwohl ihr Freund Clay bereits den verdacht geschöpft hat, dass sie möglicherweise eine Banshee sein könnte, glaubt Alana zunächst nicht daran, bis sie allerdings erkennen muss, dass sie alle Anzeichen für eine Banshee besitzt. Dass sie damit auch anderen Menschen auffällt, ganz besonders Detective Dylan Shane, hilft ihr dann auch nicht, ihre Arbeit als Privatdetektiv normal nachzugehen - besonders nicht, als einige Todesfälle und Entführungen die Stadt überschatten...

Da ich bereits einige Bücher über Banshees gelesen habe, war ich zunächst ein wenig skeptisch, allerdings muss ich sagen, dass Nina MacKay das Thema sehr gut umgesetzt hat, dem Ganzen eine tolle Prise Humor eingeschenkt hat und mich auch die Figuren überzeugen konnten. Sowohl Alana als auch Clay oder auch Dylan fand ich allesamt interessant und auch oftmals sympathisch, sodass ich ihre Geschichte sehr gerne verfolgt habe.

Dazu mangelt es der Geschichte auch nicht an Spannung. Besonders das Ende ist hierbei sehr gelungen, da ich oftmals noch nicht wusste, wohin das Ganze führen wird, allerdings muss ich letztendlich sagen, dass ich mit dem Ausgang zufrieden bin.

Zu dem Cover kann man eigentlich nur sagen, dass es der absolute Knaller ist und mit seinen vielen Farben einfach sehr gut aussieht. Auch die Kurzbeschreibung konnte mich auf Anhieb überzeugen, sodass ich "Plötzlich Banshee" sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Plötzlich Banshee" ist eine gut ausgearbeitete, spannende und vor allem humorvolle Geschichte, die mich aufgrund der vielseitigen Figuren direkt in den Bann ziehen konnte. Ich bin somit begeistert und freue mich auf viele Bücher von der Autorin.

Bewertung vom 23.10.2016
Engelmann, Julia

Jetzt, Baby


sehr gut

Nachdem ich bereits "Eines Tages, Baby" und "Wir können alles sein, Baby" von Julia Engelmann gelesen habe und dabei oftmals sehr skeptisch aufgrund einiger Texte war, war ich umso entspannter auf ihr neuestes Werk "Jetzt, Baby", welches ebenfalls Poetry-Slam Texte beinhaltet. Hier muss ich sagen, dass ich "Jetzt, Baby" als bislang beste Textsammlung empfinde, da mich die Texte stellenweise sehr berührt und zum Nachdenken angeregt haben.

„Jetzt, Baby“ besteht aus zahlreichen Texten und Illustrationen von Julia Engelmann, die sich bei der Ausarbeitung des Buches wieder einmal wirklich große Mühe gegeben hat. Ich muss zwar sagen, dass ich auch hier einige Texte wieder als sehr kommerziell und zu durchdacht empfunden habe, allerdings muss ich auch sagen, dass mir sehr viele Texte sehr zugesagt und aus dem Herzen gesprochen haben, sodass man aus den Texten definitiv einiges mitnehmen kann.

Positiv ist auch, dass die Texte sich mittlerweile deutlich erwachsener und reifer lesen. Julia Engelmann hat zwar immer eine gewisse Tiefe in ihre Texte gelegt, allerdings empfand ich diese weitaus tiefgründiger als ihre bisherigen Veröffentlichungen. Dazu fand ich die Themen wie Geschwisterliebe, Loyalität und die Akzeptanz, dass die Zeit vergänglich ist, sehr interessant und bin froh, dass das Thema "Liebe" hierbei nicht allzu stark im Vordergrund liegt, sondern sich die Autorin eher mit Themen auseinandersetzt, die in der heutigen Zeit kaum noch zählen.

Wunderschön ist wieder einmal die Aufmachung des Buches. Obwohl dies wieder relativ dünn ist, hat man sich dennoch wieder sehr viel Mühe gegeben. Dies fängt mit der Covergestaltung an und endet mit den Zeichnungen im Buch, die gut zu den einzelnen Texten passen. Die Kurzbeschreibung ist wieder einmal schwammig, allerdings habe ich hierbei auch nicht allzu viel erwartet, da man die Texte schließlich nicht vorweg nehmen kann.

Kurz gesagt: "Jetzt, Baby" ist für mich die bislang beste Textsammlung von Julia Engelmann, die mich mit ihren Texten berühren und zum Nachdenken anregen konnte. Ich bin somit begeistert und freue mich bereits auf weitere Werke von ihr.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 17.10.2016
Thor, Brad

Die Löwen von Luzern


schlecht

"Die Löwen von Luzern" klang zunächst nach einem interessanten und spannenden Thriller, von daher habe ich das Werk von Brad Thor direkt nach Erhalt begonnen und hatte hohe Erwartungen. Leider habe ich das Buch dann allerdings abbrechen müssen, da ich die Geschichte zu überspitzt fand und mit den Figuren überhaupt nicht warm wurde, sodass mir deren Schicksal letztendlich egal waren.

Dennoch habe ich knapp die Hälfte der Länge über durchgehalten, weil ich immer wieder gehofft habe, dass ich mich doch noch mit den Figuren anfreunden und mich somit mehr auf die Geschichte einlassen könnte. Man muss zwar sagen, dass Brad Thor versucht hat, die Geschichte spannend und abwechslungsreich zu gestalten, allerdings wollte der Funke bei mir leider überspringen.

Sehr schade, aber manchmal soll es wohl einfach nicht sein.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 13.10.2016
Kabus, Christine

Das Geheimnis der Mittsommernacht


sehr gut

"Das Geheimnis der Mittsommernacht" ist mein erster Roman von der hochgelobten Christine Kabus, von daher war ich hier besonders gespannt, ob sie mich mit ihrem Norwegenroman überzeugen kann. Meine Erwartungen waren hoch und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde.

Die Geschichte hat zwar durchaus seine Längen und wäre mit Sicherheit auch ohne gut fünfzig Seiten weniger bestens ausgekommen, allerdings konnte mich das Buch aufgrund der tollen Atmosphäre und den interessanten Figuren durchaus in den Bann ziehen, sodass die Geschichte sehr schnell ausgelesen war.

Zuerst einmal soll gesagt werden, dass man sich schon in gewisser Art und Weise für Norwegen und die Geschichte des Landes interessieren sollte, wenn man sich voll und ganz auf "Das Geheimnis der Mittsommernacht" einlassen möchte, denn hier geht es nicht nur um Sofie Svarstein und Clara Ordal, sondern auch um das Land an sich, was ich sehr interessant fand.

Sofie Svarstein und Clara Ordal könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Sofie bei ihrer Familie todunglücklich ist und mit ihrem Vater nur schwer klar kommt, wollte Clara eigentlich mit ihrem Mann aus Liebe nach Deutsch-Samoa auswandern, allerdings kam dann ein verhängnisvoller Brief dazwischen, der ihren Mann dazu zwingt, zurück in seine Heimat Norwegen zu gehen, wo seine Mutter, mit der er seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte, im Sterben liegt.

Dadurch, dass die Geschichte aus zwei Sichten erzählt wird und somit zwei Erzählstränge besitzt, lernt man Sofie und Clara und ihre Lebensgeschichten gleichermaßen gut kennen und ich empfand beide als sympathisch. Bis sie sich treffen, hat es allerdings eine ganze Weile gedauert, sodass man hier einiges an Geduld aufbringen muss.

Das Cover ist hübsch anzusehen und passt perfekt in die Geschichte hinein. Ich habe zwar schon gelesen, dass es gleichzeitig auch sehr altbacken wirken soll, allerdings kann ich dies nicht bestätigen. Auch die Kurzbeschreibung ist durchaus gelungen, auch wenn ich hierbei sagen muss, dass das angekündigte Geheimnis doch eher ein laues Lüftchen ist und somit nicht ganz den Erwartungen entspricht.

Kurz gesagt: Wer sich für historische Romane und Norwegen interessiert, der wird an "das Geheimnis der Mittsommernacht" durchaus seinen Spaß haben, denn die Geschichte besticht gleichzeitig auch mit einer tollen Atmosphäre und interessanten Figuren, sodass ich das Buch nur empfehlen kann.

Bewertung vom 09.10.2016
Laymon, Richard

Das Ufer


gut

Ich habe in den letzten Monaten bereits einige Bücher von Richard Laymon gelesen und war von denen meist auch sehr begeistert, von daher war ich schon sehr auf "Das ufer" gespannt und hatte doch recht hohe Erwartungen an die Geschichte. Leider war dies ein Fehler, denn ich musste bereits früh feststellen, dass die Geschichte leider nicht mit anderen Werken des Autors mithalten kann.

Richard Laymon besitzt hier zwar wieder seine oftmals saloppe, sehr direkte und einfach gehaltene Sprache, die mir immer sehr zugesagt hat, allerdings wollte bei "Das Ufer" nie ganz der Funke überspringen. Das Buch liest sich recht flüssig und leicht, besitzt den ein oder anderen Schocker und auch die Figuren sind im Großen und Ganzen gut ausgearbeitet, allerdings hat mir hier die Besonderheit gefehlt, um voll und ganz ans Buch gefesselt zu werden.

Ich fand die Idee mit dem verlassenen Haus am See sehr interessant und auch zum Großteil umgesetzt und auch die Tatsache, dass hier wiederkehrende Ereignisse auch nach Jahren noch vorkommen, allerdings hatte ich oftmals das Gefühl, als hätte ich genau solche Momente bereits in sehr vielen Horrorfilmen erlebt, sodass ich zwar doch das ein oder andere mal geschockt war, aber die ganz großen Schockmomente und Highlights sind leider ausgeblieben.

Die Figuren sind aber relativ gut ausgearbeitet. Leigh und ihre Tochter Deana haben für mich gut funktioniert, kommen jedoch nicht ohne das ein oder andere Klischee aus. Während Leigh bereits sehr viel im Leben durchmachen musste, hat Deana noch schlimme Dinge vor sich, denn ihr Freund stirbt nach einer gemeinsamen Nacht und auch sie befindet sich plötzlich in Gefahr, sodass hierbei nicht nur die Suche nach dem Mörder beginnt, sondern auch ein Überlebenskampf, der oftmals recht ausschweifend und brutal geschildert wird.

"Das Ufer" hat seine Höhen, aber auch viele Tiefen, über die ich nicht hinwegsehen kann. Grundsätzlich mag ich den Schreibstil des Autors sehr, allerdings empfand ich diesen hier auch viel zu ausschweifend. Hätte man bewusst einige Wiederholungen weggelassen und manches weniger ausgeschmückt, wäre die Geschichte nicht nur lebendiger, sondern auch spannender gewesen. Es wäre somit ratsam gewesen, wenn die Geschichte gut und gerne fünfzig bis hundert Seiten weniger gehabt hätte.

Das Cover trifft meinen Geschmack zwar nicht ganz, allerdings muss ich schon sagen, dass dies gut zur Geschichte passt und somit gelungen ist. Die Kurzbeschreibung liest sich dagegen richtig spannend und fasst nur das Nötigste zusammen, sodass man auf den Verlauf der Geschichte gespannt sein darf.

Kurz gesagt: „Das Ufer“ ist zwar an sich wieder einmal ein spannendes und stellenweise schockierendes Buch, allerdings hat der Autor schon deutlich bessere Geschichten abgeliefert, sodass dieses hier doch recht schnell wieder vergessen ist. Die Figuren sind zwar an sich gut ausgearbeitet und auch das Setting weiß zu überzeugen, allerdings hat bei mir der nötige Funke gefehlt, um vollends begeistert zu sein. Schade!

Bewertung vom 06.10.2016
Han, Jenny

To all the boys I've loved before / Liebesbrief-Trilogie Bd.1 (6 Audio-CDs)


sehr gut

Bücher von der bezaubernden Jenny Han habe ich schon immer gerne gelesen, von daher habe ich mich sehr gefreut, dass der erste Band ihrer neuesten Trilogie "To all the boys I've loved before" endlich übersetzt wurde. Hierbei habe ich mich für die Hörbuchfassung entschieden und hatte riesengroße Erwartungen.

Nun, man muss sagen, dass die Geschichte an sich wieder einmal wunderbar ist und den typischen Charme der Autorin versprüht und leicht und locker ist, aber auch eine gewisse Tiefe mit sich bringt. Die Sprecherin konnte mich dagegen leider nicht so überzeugen, wie ich es mir im Vorfeld gewünscht habe. An sich ist Leonie Landa eine gute Sprecherin und hat die Geschichte gut betont. Mein Problem ist jedoch, dass Leonie Landa, die u.a. schon Bücher von Antje Babendererde, Jodi Picoult und Cornelia Funke eingesprochen hat, viel zu jung klingt, sodass mich dies oftmals sehr irritiert hat und ich die Print-Ausgabe wohl viel mehr genossen hätte.

In "To all the boys I've loved before" geht es um Lara Jean, die mir auf Anhieb sehr sympathisch war und die ich mich sehr gut hineinversetzen konnte. Während andere Mädchen in ihrem Alter Liebesbriefe erhalten und diese sorgfältig aufbewahren, ist es Lara Jean, die bislang die Briefe immer nur geschrieben, aber nie abgeschickt hat. Stattdessen verwahrt sie diese sehr sorgfältig auf, da die Briefe weitaus mehr als nur reine Liebesbriefe sind.

Dabei hat sie sich dem jeweiligen Jungen, für den sie die Briefe geschrieben hat, komplett geöffnet und ihr Herz ausgeschüttet. Hierbei geht sie auch auf ihre Ängste und Gedanken ein, sodass sich wohl jedes Mädchen, bzw. Frau in sie hineinversetzen kann. Eigentlich sollten diese Briefe niemals an die jeweiligen Jungs abgeschickt werden, allerdings ist dies nun genau eingetroffen, sodass Lara Jean schnell in Panik gerät und mehr oder weniger das Chaos ausbricht.

Bei einer Länge von knapp sieben Stunden und 22 Minuten handelt es sich hierbei um die gekürzte Hörbuchfassung, allerdings hatte ich trotz der gekürzten Fassung nicht den Eindruck, als hätte ich irgendwas wichtiges verpasst.

Das Cover ist für mich ein toller Hingucker und passt für mich bestens zur Geschichte, da man hierbei Lara Jean beim Briefeschreiben beobachten kann. Dazu finde ich es sehr gut, dass man das Original-Cover übernommen hat. Die Kurzbeschreibung liest sich ebenfalls sehr gut und hat direkt mein Interesse geweckt.

Kurz gesagt: Könnte ich bei "To all the boys I've loved before" lediglich die Geschichte allein bewerten, würde diese wohl die volle Punktzahl bekommen, allerdings muss ich einen Punkt abziehen, da mir Leonie Landa als Sprecherin leider nicht immer zugesagt hat, da sie meiner Meinung nach zu jung für Lara Jean klingt. Dennoch: Eine tolle und unterhaltsame Geschichte mit interessanten Figuren, die mich gut unterhalten konnte.