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Leseschneckchen
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Insgesamt 313 Bewertungen
Bewertung vom 06.08.2018
Herzog, Katharina

Immer wieder im Sommer / Farben des Sommers Bd.1


ausgezeichnet

Ein Buch, das niemals enden sollte…

Die alleinerziehende Anna erinnert sich zu gern an den Sommer mit ihrer Jugendliebe Jan zurück. Als sie durch Zufall erfährt, dass er ebenfalls wieder Single ist und auf der Insel Amrum lebt, beschließt sie ganz spontan, einen kleinen Urlaubstrip in seine Nähe zu unternehmen. Ihr Plan lautet, ihre Töchter Nelly und Sophie bei ihrem Vater abzusetzen, bei dem sie die Ferien verbringen sollen und danach direkt weiterzufahren. Doch ihr Schicksal hat ganz andere Pläne, denn plötzlich bekommt sie eine Nachricht von ihrer Mutter, die sie seit 18 Jahren nicht gesehen hat. Sie beschließt, bei ihr vorbeizufahren und auf einmal sitzt nicht nur ihre Mutter mit in ihrem VW-Bus, sondern auch ihr Exmann Max und ihre beiden Töchter. Das kann ja heiter werden…

Mein Einstieg in dieses wunderbare Buch war so leicht und hat mir nicht nur Spaß, sondern mich direkt süchtig gemacht. Oft ist es so, dass ich erst einen Anlauf brauche, um in eine Geschichte einzutauchen. Hier war das Gegenteil der Fall, denn die Personen in dieser Erzählung sind so einzigartig, sympathisch und nah, als würde man sie persönlich kennen und haben mich direkt abgeholt. Jeder Charakter wurde besonders gemacht und hatte seine ganz eigene Story zu erzählen. Abwechselnd wird die Geschichte aus Annas, Oma Friedas und Tochter Sophies Sicht erzählt und es ist eine wahre Freude jedem einzelnen zu lauschen. Die Autorin beschreibt Kleinigkeiten so bildlich und echt, dass man meint, sie direkt vor sich zu sehen. Man fühlt mit der alleinerziehenden Anna mit, die einfach nur etwas Liebe sucht und längst nicht mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen hat. Ebenso leidet und lacht man mit Frieda, die durch ihre Krankheit einiges aufzuarbeiten und vorzubereiten hat. Am amüsantesten aber war für mich der Teeny Sophie, mit der man die Höhen und Tiefen der Pubertät und die erste Liebe erleben darf. Ich habe so viele Stimmungen von Lachen bis Weinen, von ernsthaft bis heiter, von tiefgründig bis leicht und unbeschwert erlebt. Hier waren Gefühle im Spiel, die mich diesen Roman haben leben und lieben lassen. Ich bin sehr berührt davon und restlos begeistert, denn es fehlte diesem Buch an nichts. Ab der Hälfte habe ich bereits bedauert, dass die Seiten weniger werden und die Geschichte irgendwann ein Ende hat. Mit diesem Buch habe ich eine neue Lieblingsautorin gewonnen. Ich freue mich genauso auf ihre Vorgänger wie auf ihren neuen Roman, der im April 2019 erscheinen wird.

Bewertung vom 06.08.2018
Remington, Laurel

Scarlett Bd.1


ausgezeichnet

Eine Prise Lachen, ein Päckchen Spannung, ein großer Becher Magie und ein ganzes Herz voll Liebe

In der Schule läuft es für Scarlett nicht gut, Freunde sind Fehlanzeige und das alles seit ihre Mutter diesen Blog hat und ständig die peinlichsten Dinge über ihre Töchter postet. Alle in der Schule kennen Scarletts Gedanken und wissen, was um sie herum passiert, denn ihre Mutter ist sehr erfolgreich mit dem was sie tut. Scarletts Leben und das ihrer kleinen Schwester Kelsie ist praktisch ein offenes Buch und die beiden Mädchen haben sehr darunter zu leiden. Bedauerlicherweise bemerkt das ihre Mutter nicht. Als Scarlett sich eines Tages in der zauberhaften Küche der Nachbarin Mrs. Simpson widerfindet, entdeckt sie die Freude am Kochen und Backen und ganz plötzlich, als wäre Magie mit im Spiel, verändert sich alles in ihrem Umfeld und es wird besser…

Dieses wunderbare Buch, welches mich mit seinen zuckersüßen Kleinigkeiten schon beim Anblick des Covers verzaubert hat, bringt uns verlockende Speisen näher und verführt mit seinen süßen Gerüchen. Scarlett erfährt, was ihre Köstlichkeiten alles bewirken können. Sie selbst wird von ihren gezauberten, Leckereien überrascht und erntet Harmonie und positive Veränderungen. Plötzlich fügt sich alles zusammen und wendet sich zum Guten.
Die 41 Kapitel der Geschichte bleiben spannend und abwechslungsreich. Eine besondere Freude bereiten die niedlichen Zeichnungen zu Beginn jedes Kapitels, die aus meiner Sicht eine verspielte Abwechslung während des Lesens bieten. Der Text liest sich flüssig und locker, macht neugierig auf mehr und wird nicht zu lang.
Die zwölfjährige Scarlett, die ohnehin sehr selbstständig, verständnisvoll und einfühlsam ist, wird nach einer für sie schweren Zeit, endlich mit Freundschaften und Anerkennung belohnt. Sie erfährt das erste Verliebtsein, begegnet ganz neuen Situationen und lernt dabei fürs Leben. Scarlett und ihre neugewonnenen Freunde erlernen bei Mrs. Simpson Dinge, für die ihre Eltern keine Zeit mehr haben. Die alte Rosemarie dagegen nimmt sich diese Zeit, die heute überall fehlt und wird dafür mit der Fürsorge der kleinen Scarlett belohnt. Eine rührende Beziehung entwickelt sich.
Ein köstliches Gericht oder eine süße Nascherei können Dämme brechen, genauso, wie Liebe durch den Magen geht. Es ist wichtig, Spaß am Essen zu haben und wenn man gemeinsam ein Mahl einnimmt, führt es die Menschen zusammen. Wer etwas gibt, bekommt auch immer etwas zurück. All das wird in dieser wunderbar magischen Geschichte deutlich. Sie fasziniert den Leser, sie berührt und lässt ihn mit einem guten Gefühl zurück.

Bewertung vom 03.07.2018
Lester, Cas

Sprichst du Schokolade?


ausgezeichnet

Schokoladig süße Freundschaft
Josie ist Legasthenikerin und sitzt allein auf ihrem Platz in der Klasse. Das war nicht immer so, denn sonst saß Lily neben ihr. Nun sitzt Lily bei Kara und Josie ist außen vor. Umso besser, als Nadima in die Klasse kommt. Sie spricht kein Englisch, aber die zwei Mädchen lächeln sich an und das Eis ist gebrochen. Von nun an beginnt eine tolle Geschichte zwischen zwei Mädchen, die immer mehr, auch ohne viele Worte, zu festen Freundinnen zusammenwachsen.

Ich habe das Buch in die Hand genommen und konnte es nicht wieder weglegen. Es macht einfach so viel Spaß diese Geschichte zu lesen. Sie hat 240 Seiten, 52 kurze Kapitel und wird locker und cool aus Josies Sicht erzählt. Genau passend für das Alter zwischen 10 und 14 Jahren. Es werden typische Mädchenprobleme geschildert, wie zum Beispiel Neid und Eifersüchteleien unter Freundinnen, Cliquenbildung und Anders sein. Aber auch Themen wie Unternehmungen mit Freunden, der Schulalltag und die Beziehungen zu den Eltern spielen eine große Rolle in diesem Buch.
Eine wunderbare Geschichte, die mir viele Male ein Lächeln ins Gesicht zauberte, aber auch ernste und sehr traurige Themen anspricht.
Im Vordergrund steht die Beziehung zwischen Josie und der neuen Schülerin Nadima, die aus Syrien geflüchtet ist und nun eine Schule in England besucht. Da die zwei Mädchen sich auf Anhieb sympathisch sind, sich aber in ihren unterschiedlichen Sprachen nicht unterhalten können, versuchen sie sich über eine andere Art und Weise zu verständigen. Es beginnt ein zarter Austausch über Süßigkeiten und eine sehr amüsante und geniale Verständigung per Handy mit dem Senden von Emojis. Zwei offene und lustige Mädchen, die immer mehr Gemeinsamkeiten entdecken und auch ohne viele Worte Spaß haben können. Allerdings wird die fröhliche Stimmung beider hin und wieder durch Missverständnisse getrübt. Josie hat den Hang dazu, unbedacht und vorschnell zu reagieren und tappt des Öfteren ins Fettnäpfchen. Meist handelt sie sich Ärger ein, den oft ihr Umfeld mitzutragen hat. Kleine Streitereien und Eifersüchteleien untereinander, mit anderen Klassenkameradinnen oder ihren Freundinnen treten immer wieder auf. So manche Szene erinnerte mich an den Alltag mit meinen eigenen Töchtern. Die Autorin hat in diesem Buch viele Ereignisse so echt und für dieses Alter absolut stimmig wiedergegeben.
Dazu gehören auch Hemmungen im Umgang mit Flüchtlingen. Josie kümmert sich rührend um ihre neue Freundin Nadima, doch entstehen Situationen, die für Josie anstrengend wirken und ihr vorerst Schwierigkeiten bereiten. Trotzdem stellt sie sich diesen und setzt sich für die Freundin ein. Gleichzeitig erhält man als Leser aber auch einen kleinen Einblick aus dem Leben eines Flüchtlings. Die Trauer um Familienangehörige, das Verarbeiten, der Erinnerungen oder Sorgen und Ängste, bei negativem Auffallen, wieder abgeschoben zu werden. Integration ist allerdings nicht das einzige Thema des Buches, welches die momentane Zeit widerspiegelt. Darunter gehört zum Beispiel auch die Trennung der Eltern. Jedes Mädchen hat in diesem Buch einen Schicksalsschlag erlitten, von dem es berichtet. Es gibt aber nicht nur traurige Momente, die dieses Buch besonders machen. Auch glückliche Szenen werden beschrieben, in denen der Zusammenhalt in der Familie von Nadima oder das tolle Verhältnis zwischen Josie und ihrer Mutter und ebensolches zu ihren Brüdern ganz deutlich spürbar wird.

Eine wundervolle Geschichte, die perfekt in unsere Zeit passt, aktuelle Probleme und Themen deutlich macht, aber nicht schwer wirkt, sondern dem Leser eine Freude bereitet. Absolut empfehlenswert!

Bewertung vom 25.06.2018
Hellberg, Åsa

Wir sehen uns im Sommer


ausgezeichnet

Sommerroman für die reife Frau
Die verstorbene Sonja bittet ihre drei Freundinnen Susanne, Maggan und Rebecka in einem Brief darum, ihre Asche zu verstreuen. Und zwar an den Orten, die ihr im Leben am meisten bedeutet haben. Sie schickt damit ihre Freundinnen auf eine Reise um die Welt. Erst sieben Jahre nach Sonjas Tod begeben sich die drei Frauen schließlich auf den Weg. Was sie dort erwartet, übertrifft allerdings die Vorstellung jeder einzelnen. An jedem neuen Ort angekommen, erwartet sie ein weiterer Brief, der sie nicht nur an den nächsten Zielort führt, sondern der auch Stück für Stück ein ganz besonderes Geheimnis ihrer Freundin lüftet. Sonja offenbart den drei Freundinnen in ihren Briefen die Liebe ihres Lebens. Ein Leben, von dem niemand etwas geahnt hatte. Mit einer unfassbar starken Liebe zu einem Mann. Nebenbei lernen die drei Frauen auf dieser Reise aber auch sich selbst besser kennen. Denn auch in ihrem Leben hat sich vieles verändert und so manche Veränderung steht noch bevor.

Asa Hellbergs neuer Sommerroman ist der erste, den ich von ihr gelesen habe. Der Titel des Buches und die Leseprobe hatten meine Neugierde geweckt. Der Schreibstil ist flüssig und der kurze Einblick in das Leben der drei Freundinnen schien mir interessant. Aber ganz besonders gespannt war ich auf die Liebesgeschichte der verstorbenen Sonja. Zu Beginn war mir nicht klar, dass es sich hier überwiegend um einen Roman für die reifere Frau handelt. Die Freundinnen befinden sich alle im mittleren Alter, jede führt zwar einen anderen, aber doch luxuriösen Lebensstil und ich konnte mich erst einmal mit keiner von ihnen identifizieren. Dennoch entwickelten Sonjas Briefe, die sie an ihre Freundinnen geschrieben hatte, ihre ganz eigene Geschichte und so wuchs mir der Roman mit der Zeit immer mehr ans Herz. Sonja erzählt in ihren Briefen von der Liebe ihres Lebens. Eine rührende Liebesgeschichte, schmerzhaft und erfüllend zugleich, nicht genug, aber dennoch viel mehr, als mancher sich vorstellen mag. Mit all diesen Gefühlen überrascht sie die Freundinnen, die bis hierher nicht einmal ahnten, dass es im Leben von Sonja einen ganz besonderen Menschen gab. Aber nicht nur das Geständnis von ihr kommt auf dieser Reise auf den Tisch. Jede der Freundinnen hat etwas zu erzählen. Rebecca, die Trauernde, die nicht nur versucht mit dem Verlust ihrer Freundin, sondern auch dem ihres geliebten Mannes klar zu kommen. Susanne, die selbstbewusste, freiheitsliebende Frau von Welt, die sich nicht binden möchte, und die Vorstellung von Beziehung nicht mit ihrem Partner teilen kann. Oder Maggan, die Vorsichtige, die sich verbiegt für Mann und Familie, damit aber auch nicht den richtigen Weg einschlägt. Alle drei zusammen bilden ein wunderbares Team und stehen sich gegenseitig zur Seite. Sie alle haben ein gemeinsames Ziel, das sie bewegt und dem sie folgen. Auf dieser Reise begeben sie sich nicht nur an verschiedene Orte der Welt, sondern gehen einen weiteren Schritt in ihrem eigenen Leben und treffen wichtige Entscheidungen.
Eine unterhaltsame Sommergeschichte, durchweg interessant, aber erst das Ende konnte mich wirklich in seinen Bann ziehen und mich schließlich ebenso packen wie berühren.

Bewertung vom 08.05.2018
Coplin, Lea

Nichts ist gut. Ohne dich.


ausgezeichnet

Liebe kann so schwer sein
Jana und Leander, zwei junge Menschen, die sich sehr mögen und durch einen schrecklichen Vorfall aus den Augen verlieren. Ein Unfall, bei dem Jana’s Bruder ums Leben kommt und an dem Leander die Schuld trägt.
Jahre vergehen, in denen die beiden sich nicht sehen und plötzlich stehen sie sich gegenüber. Schaffen sie es, sich wieder nahe zu sein, nachdem dieser eine Tag das Leben der zwei und ihren Familien zerrüttet hat? Und warum fühlen sie sich voneinander so sehr angezogen, nach all dem, was in der Vergangenheit passiert ist? Haben sie eine Chance, die schrecklichen Erinnerungen hinter sich zu lassen? Eine berührende Liebesgeschichte mit vielen im Weg liegenden Steinen, die überwunden werden müssen.
Mich persönlich hatte bereits die Leseprobe überzeugt, der weitere Verlauf der Geschichte stimmte mich jedoch erst einmal extrem traurig. Ich habe mich im ersten Drittel tatsächlich gefragt, wo in so viel Tragik noch eine Liebesgeschichte Platz haben soll. Doch die Geschichte baute stetig auf, wurde spannender, impulsiver, gefühlsgeladener und endete schließlich in einem Emotionsgewitter. Abwechselnd erzählt, aus der Sicht von Jana und Leander, empfand man die Stimmungen der beiden Protagonisten sehr gut mit. Der einfühlsame Leander zog mich sofort in seinen Bann, doch mit der manchmal sehr sturköpfigen Jana hatte ich zuerst Schwierigkeiten. Meiner Meinung nach reift sie aber im Laufe dieser Geschichte und wurde mir von Seite zu Seite sympathischer.
Eine ergreifende Geschichte mit vielen Sorgen, Problemen und Schicksalsschlägen, wie sie auch im wahren Leben vorkommen. Von der Autorin sehr echt und emotional wiedergegeben. Nach einem holprigen Anfang hat mich die Geschichte im Mittelteil gepackt und zum Schluss vollends überzeugen können. Ich vergebe fünf Sterne.

Bewertung vom 04.05.2018
Jacobsen, Juliane

Leni und das Eichhörnchen


ausgezeichnet

Starterlektüre für kleine Tierfreunde
Auf der Suche nach dem bösen Nachbarsjungen Fabian, der mit seiner Schleuder auf das Vogelhäuschen in ihrem Garten zielte, treffen Leni und ihre Mutter im Wald auf ein Eichhörnchenbaby. Da dieses sich ganz allein überlassen ist, beschließen Leni und ihre Mama, das Kleine mit nach Hause zu nehmen und es dort zu versorgen. Sie holen sich Ratschläge bei der Eichhörnchenhilfe und kümmern sich um das kleine Tier.
In diesem Buch geht es um eine liebevoll erzählte Kindergeschichte, in der man nicht nur gute Tipps zur Eichhörnchenpflege erhält, sondern auch wichtige Werte zum friedlichen Miteinander vermittelt bekommt. Es geht um Achtsamkeit gegenüber Mensch und Tier, um Vergeben und Verzeihen, darüber, dass man nicht stehlen und ebenso wenig lügen darf. Das alles verpackt in eine wunderschöne Tiergeschichte mit vielen besonders entzückenden Bildern. Allein das Anschauen der niedlichen Zeichnungen ist ein reinstes Vergnügen.
Leni und das Eichhörnchen ist ein Kinderbuch aus der „Lies mit mir“- Reihe vom SCM Verlag, der für christliche Medien steht. Es eignet sich ausgezeichnet für Leseanfänger, sowie für geübte Leser im Grundschulalter. Das Buch hat 77 herrlich bebilderte Seiten und ist in 16 kurze Kapitel aufgeteilt. In übersichtlicher Druckschrift geschrieben, beinhaltet es einzelne Abschnitte mit kurzen Sätzen in extra großer Schrift. Diese eignen sich hervorragend für Erstleser. So können Eltern mit ihren Kindern gemeinsam eine Geschichte lesen, bei der sich abgewechselt wird. Gerade Leseanfänger nehmen dadurch viel mehr von der Geschichte auf und fühlen sich nicht gleich vom langen Text überfordert. Geübtere Leser können das Buch auch allein lesen.
Ich habe das Buch mit meiner siebenjährigen Tochter gelesen und nicht nur ich, sondern auch sie war begeistert und möchte das Buch ein weiteres Mal lesen. Hier hat einfach alles gepasst, angefangen bei der Handlung mit tollem Lerneffekt, über die bezaubernden Bilder, bis hin zur perfekten Länge der Kapitel und Leseabschnitte. Fünf Sterne von uns in jedem Bereich.

Bewertung vom 16.04.2018
Lenoir, Frédéric

Der kleine Philosoph


sehr gut

Ein kleiner Leitfaden für den Weg zu einer besseren Welt
Auf 231 Seiten gibt Frederic Lenoir uns einen Einblick in die Philosophie und seine Arbeit mit den Kindern. Das Buch, indem uns der Autor von seinen Erfahrungen berichtet, beginnt mit einem Vorwort und einer Einleitung. Wir erhalten eine kleine Erklärung über die Meditation und deren Unterschiede. Denn seine Philosophiesitzungen, die Frederic Lenoir meist in Grundschulen abhält, startet er immer mit einer kleinen Meditation. Ebenso erhalten wir einen großzügigen Einblick aus dem Unterrichtsgeschehen und seinen Gesprächen mit den Kindern. Lehrer, Erzieher, wie auch Eltern erhalten an zehn Beispielen nützliche Tipps für den Einstieg in den Philosophieunterricht. Im letzten Drittel des Buches werden noch einmal zwanzig große philosophische Grundbegriffe auf den Punkt gebracht. Sie enthalten unter anderem Buch- und Filmempfehlungen, bekannte Zitate, sowie eine Anzahl an Fragen, die ebenfalls für eigene Philosophiestunden verwendet werden können.

„Die Erziehung der Kinder ist der Dreh- und Angelpunkt für eine bessere Welt“ sind Lenoirs Worte in diesem Buch und damit trifft er es meiner Meinung auf den Punkt. Um unseren Kindern eine gute, friedvolle Zukunft zu gewähren, sind Philosophiestunden, wie er sie abhält, eine Bereicherung für alle Schulen. Zuerst einmal kommen die Kinder durch Entspannungsübungen zur Ruhe, erlernen innere Unruhe auszugleichen und erlangen so mehr Konzentration im Unterricht. Zudem tauschen sie sich untereinander über wichtige Werte aus, diskutieren über unterschiedliche Empfindungen und lernen die Meinung des anderen zu akzeptieren. Ich war erstaunt über so manch tiefgründige Aussage der Kinder und fasziniert über ihre Ausdrucksweise. Selbst die jüngsten Kinder überraschten durch reife Antworten und klaren Verstand. Frederic Lenoir hat besondere Sätze dieser Kinder in kleinen Absätzen hervorgehoben.
Das Buch regt nicht nur zum Nachdenken an, sondern lenkt den Menschen wieder ein klein wenig in die richtige Richtung. Es lässt uns erkennen, wie wichtig es ist, die Gedanken über das Leben mit unseren Kindern zu teilen.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 02.04.2018
Murphy, Julie

DUMPLIN'


ausgezeichnet

Dumplin - Steh zu dir und lebe
Die 16-jährige Willowdean beschreibt sich selbst als die Dicke vom Dienst. Eigentlich fühlt sie sich wohl in ihrer Haut, aber dann gibt es da doch Momente, in denen sie an sich zweifelt. Erst recht, als sie den unbeschreiblich gutaussehenden Bo kennenlernt, der irgendetwas in ihr verändert, was sie völlig aus der Fassung bringt. Nach einem Kuß wird alles nur komplizierter. Spielt ihre Figur plötzlich doch eine Rolle? Um sich und der Welt etwas zu beweisen, meldet sie sich beim „Miss Teen Blue Bonnet“ -Schönheitswettbewerb an. Bei der Vorbereitung darauf verliert sie aber nicht, wie viele andere Mädchen ihre Pfunde, sondern ihre beste Freundin Ellen.

Die 400 Seiten des Jugendromans Dumplin kamen mir nur halb so lang vor, weil sie sich so locker und leicht lesen ließen. Ich war schon nach wenigen Seiten absolut hingerissen und überzeugt von dem Buch, was bei mir eher selten der Fall ist. Willowdean habe ich sehr schnell in mein Herz geschlossen und manchmal wurden Situationen mit ihr so real beschrieben, dass ich mich fühlte, als würde es mir selbst passieren. Ich konnte viele ihrer Gefühlsregungen absolut nachvollziehen. Überhaupt hat die Autorin jeden einzelnen der Charaktere sehr gut ausgearbeitet und besonders gemacht. Die Geschichte wimmelt nur so von Menschlichkeit und aussagekräftigen Persönlichkeiten. Willowdean erlebt viele Höhen und Tiefen in diesem Roman. Ihre Stimmungen gleichen einem typischen Teenager und sie muss sich Konflikten mit ihrer Mutter und ihrer besten Freundin stellen. Ebenso erntet sie aber auch neue Freundschaften und trifft auf die erste Liebe. Hin und wieder staunt man über einen taffen Teenager, doch leider hat Willowdean häufig mit starken Komplexen zu kämpfen und steht sich daher oftmals selbst im Weg. Manchmal haben mich ihre Selbstzweifel geradezu runtergezogen und ich war enttäuscht von Willowdean. Ich hatte zum Ende hin sogar die Befürchtung, das Buch könnte meine Erwartungen nicht erfüllen, doch hat sich auf den letzten Seiten noch vieles zum Guten entwickelt und so ließ mich der Roman zwar etwas neugierig, aber zufrieden zurück. Der Schluss viel ein wenig kurz aus, was mich aber auf einen Folgeband hoffen lässt. Ich würde mich sofort für den zweiten Teil entscheiden.

Bewertung vom 31.01.2017
Carlan, Audrey

Verzehrende Leidenschaft / Trinity Bd.1


sehr gut

Eine romantische Liebesgeschichte, wie man sie kennt, liebt und immer wieder lesen möchte. Die natürlich schöne Gillian aus einfachen Verhältnissen und der reiche, atemberaubende Chase, dem Keine widerstehen kann. Sie die Verletzliche und er der starke Mann, der das Verführen nach allen Regeln der Kunst zu beherrschen scheint und Gillian regelrecht den Verstand raubt.
Obwohl Gillian sich für eine neue Beziehung andere Ziele setzen wollte, ist sie Chase ganz und gar verfallen. In seiner Gegenwart kennt sie sich selbst nicht wieder, schmelzt förmlich dahin und reagiert wie ferngesteuert auf diesen einzigartigen Mann. Aber Chase ist nicht nur der Verführer schlechthin, er ist besessen von Gillian und möchte sie besitzen. Sein Reichtum macht ihn beherrschend. Seine Stärke und Willenskraft sind jedoch nur ein Teil von ihm, denn auf der anderen Seite ist er dieser Frau ebenso verfallen, wie sie ihm. Obwohl Chase seine Gefühle ganz offen preisgibt, ist es Gillian nicht immer klar, wie viel er für sie empfindet. So entsteht ein stetiges Auf und Ab der Emotionen.
Wenngleich dieser Roman vielen anderen in Handlung und Stil ähnelt, hat er seinen eigenen Charakter. Die erotischen Szenen hat die Autorin attraktiv umschrieben. Sie sind nicht platt, sondern werden mit Gefühl und Leidenschaft auf eine schöne Art zum Ausdruck gebracht. Zwischendurch wird die Geschichte immer wieder mit Spannungsmomenten angeheizt und macht die Lesezeit dadurch sehr kurzweilig. Der Schreibstil ist locker und flüssig. Einziges Manko sind einige Wiederholungen im Verlauf der Geschichte, der positive Gesamteindruck des Buches wiegt dieses aber für mich auf.
Ein lockeres kurzweiliges Lesevergnügen mit sympathischen Charakteren, echten Gefühlen und einer angenehmen Portion Erotik.