Benutzer
Benutzername: 
Dark Rose
Wohnort: 
NRW
Über mich: 
Ich bin Viel-, Schnell- und Stressleserin :-)

Bewertungen

Insgesamt 699 Bewertungen
Bewertung vom 09.07.2020
O'Leary, Beth

Time to Love - Tausche altes Leben gegen neue Liebe


gut

Leider war ein Handlungsstrang nicht meins, der andere dafür schon

Nach einer Panikattacke während einer sehr wichtigen Präsentation, wird Leena für 2 Monate in Urlaub geschickt. Sie beschließt mit ihrer Großmutter Eileen die Wohnungen zu tauschen, da Eileen dringend ein Abenteuer gebrauchen kann und in ihrem kleinen Dorf keinen Mann findet, der dazu taugen würde.
Doch kann das gut gehen?


Ich hatte von Anfang an meine Probleme mit Leena. Sie war immer sehr distanziert. Gut, es gab auch tolle Szenen mit ihr, aber ihr ganzer Handlungsstrang war für mich eher anstrengend als unterhaltend.

Leena kommt am Anfang im Dorf nicht gut zurecht. Sie eckt an, sorgt für ganz viel Chaos und stolpert immer wieder über Jackson, den sie schon ewig kennt. Immer wieder wirbelt sie sein Leben durcheinander und versucht dann irgendwie das Chaos zu beseitigen. Ab und an könnte man meinen, dass es zwischen ihnen funkt, aber das kann nicht sein. Leena hat einen Freund, Ethan. Gut, er hat quasi nie Zeit für sie, außer er braucht ihre Hilfe bei der Arbeit, aber trotzdem ist er ihr Freund.
Zudem gibt sich Jackson auch alle Mühe einen kleinen Klein-Krieg zwischen ihnen aufleben zu lassen, der immer lächerlichere Züge annimmt.

Eileen ist absolut bewundernswert. Ihr Mann hat sie sitzenlassen und trotzdem will sie sich wieder ins Leben stürzen. Sie ist ein Wirbelsturm. Kaum in London angekommen wirbelt sie das Leben aller durcheinander. Sie haut sie einfach um. Sie ist aber auch sehr einfühlsam und gibt sich alle Mühe, dass am Ende alle glücklich sind – ob sie wollen oder nicht.


Ich fand die Handlung rund um Eileen richtig toll. Sie war mir direkt sympathisch und ich lese gern über ihre Abenteuer. Vor allem, weil endlich mal Liebe und Sex im Alter thematisiert werden. Normalerweise erwecken Liebesromane den Eindruck, dass Verfallsdatum einer Frau läge bei maximal 40 und danach ist alles hoffnungslos. Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß! Natürlich darf eine Dame ü70 sich nach Liebe und Sex sehnen!

Die Handlung rund um Leena war leider nicht wirklich meins. Ich fand das Gezicke zwischen ihr und Jackson lange Zeit einfach nur nervig und kindisch. Ja, die Parallelen waren nett gemacht, aber trotzdem, mir war es zu viel. Zu viel Kitsch, eine Überdosis Klischee und so schön ich das Ende auch fand, aber der Epilog war mir auch zu übertrieben.


Fazit: Ich fand das Buch nicht schlecht. Die Handlung aus Eileens Sicht gefiel mir sehr gut, die aus Leenas leider weniger. Eileen war mir sympathisch und ich bin gern ihren Abenteuern gefolgt. Leena hielt mich bis ganz kurz vor Schluss immer aus Distanz. Es wird erklärt warum, aber ich kam dadurch nicht an sie heran. Ihr Handlungsstrang war mir immer wieder zu übertrieben in mehreren Belangen.
Das Dorf war echt niedlich und die Bewohner teilweise auch. Vor allem Arnold fand ich ganz toll und Hank.

Leider konnte mich das Buch nicht so mitreißen, wie das Erstlingswerk der Autorin. Von mir bekommt es 3 Sterne, mehr war leider nicht drin.

Bewertung vom 05.07.2020
Cherry, Brittainy

Wie die Ruhe vor dem Sturm / Chances Bd.1 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Bis auf die Wendung richtig gut!

Achtung: Band 1 einer Reihe (aber in sich abgeschlossen)

2003: Ellie passt nicht wirklich in diese Welt. Sie liebt Bücher – vor allem Harry Potter – über alles und sie helfen ihr auch die gemeinen Kommentare ihrer Mitschüler zu ignorieren. Sie hat liebende Eltern und alles scheint einfach perfekt. Doch dann erhält ihre Mutter die Diagnose Brustkrebs und Ellies Leben zerfällt. Genau in diesem Moment tritt Greyson in ihr Leben. Er ist beliebt und Ellie will ihn nicht mögen, aber trotzdem tut sie es. Sie ahnt nicht, dass der Greyson, den jeder kennt, so gar nichts mit dem echten Grey zu tun hat, der auch sehr leidet. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein – in so ziemlich allem – soziale Herkunft, Familiensituation, Beliebtheits-Level, einfach alles. Aber Grey steht Ellie in der schlimmsten Phase ihres Lebens bei. Doch dann verlieren sie sich aus den Augen.

2018: 15 Jahre nachdem die einander verloren haben, finden sich Grey und Ellie wieder, doch Greyson hat nichts mehr mit dem Jungen gemein, der er einmal war. Er hat seine Frau verloren und ist eiskalt. Er leidet, aber lässt diesen Schmerz nicht zu, er blockt alles und jeden ab. Doch er braucht eine Nanny und gibt Ellie den Job, allerdings besteht er auf Distanz. Er ist Mr. East und sie nur die Nanny. Doch kann das wirklich alles sein, nachdem sie einander einst so nah waren?


Dieses Buch hat mir so oft das Herz gebrochen und mich zum Weinen gebracht. Ich habe so viele Taschentücher verbraucht, aber auch regelmäßig mein Kissen verprügelt, weil ich Grey den Hals umdrehen wollte. Er hat immer wieder extreme A…-Phasen und da möchte man ihm echt ins Gesicht schlagen!

Ellie hatte mich sofort. Sie war mir direkt sympathisch. Sie ist genauso büchersüchtig, wie ich - auch ich habe auf der einzigen Party, zu der ich jemals mitgeschleift wurde, gelesen.
Die Krebsdiagnose ihrer Mutter war heftig und sie hat mich da so oft zum Weinen gebracht. Eleanor hat ein tolles Verhältnis zu ihren Eltern, ganz anders als Greyson. Er ist sozial gesehen das Gegenteil von Eleanor, er ist total beliebt, sieht gut aus, ist reich und sie wird nur als „das Ding mit Zahnspangen“ bezeichnet. Aber was ihre Familiensituation anbelangt sind sie auch gegenteilig. Eleanor hat ihre liebenden Eltern, Greyson nur eine Katastrophe.
Als Erwachsene arbeitet Ellie als Nanny und wird von ihren Arbeitgebern als Dienstbotin angesehen, das zeigt deren Verhalten mehr als deutlich. Sie ist Personal und kein Mensch und schon gleich gar nicht ebenbürtig oder mit Respekt zu behandeln. Trotzdem engagiert sie sich für die Kinder und Familien, für die sie arbeitet.

Greyson war als Junge unglaublich süß. Er war einfach so lieb und nett und das totale Gegenteil von dem Mann, den man im Gegenwarts-Teil kennenlernt. Man kann kaum glauben, dass dieser eiskalte, gemeine Kerl, der gleiche Mann sein soll. Er benimmt sich Ellie gegenüber mehrmals wirklich mies und auch seinen Kindern gegenüber zeigt er sich vor allem kalt. Man weiß einfach nie, ob man ihn in den Arm nehmen soll, weil er so furchtbar leidet, oder ob man ihn verprügeln will, weil er so ein A… ist.




Fazit: Dieses Buch hat mich so oft zum Weinen gebracht. Ellie und Grey leiden beide wirklich ganz furchtbar und man wünscht sich so sehr ein Happy End für sie.
Was mir besonders gut gefiel, war die Darstellung der Trauer und die Parallelen zwischen den Charakteren in den Phasen der Trauer. Man konnte das wirklich alles so mitfühlen und auch die Folgen für die Angehörigen miterleben.

Die Wendung war mir aber leider zu vorhersehbar. Das fand ich schade. Ich hatte gehofft, dass sie etwas origineller ausfallen würde. Aber das ist auch mein einziger Kritikpunkt. Trotzdem bekommt das Buch von mir volle 5 Sterne, einfach, weil es mich so sehr berührt hat.

Bewertung vom 05.07.2020
Hibbert, Talia

Kissing Chloe Brown / Brown Sisters Bd.1 (eBook, ePUB)


gut

Die erste Hälfte fand ich furchtbar langweilig, die zweite dafür deutlich besser

Chloe Brown leidet unter Fibromyalgie, eine chronische Krankheit die mit allerlei einschränkenden Symptomen einhergeht, darunter auch sehr starke körperliche Schmerzen. Nach einem Nahtoderlebnis beschließt sie endlich ihr Leben in die Hand zu nehmen und schreibt eine Liste.
Red ist Künstler, hat aber das Vertrauen in sich durch eine Missbrauchs-Beziehung verloren. Er arbeitet als Hausmeister und begegnet dabei immer wieder Chloe Brown, die ihn regelmäßig triggert. Sie regt ihn einfach ganz schrecklich auf, aber was ihn am meisten stört ist, dass sie ihn auch anzieht, wie keine Frau zuvor.


Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich meine Probleme mit dem Buch hatte. Die erste Hälfte empfand ich als sehr anstrengend und immer wieder auch langweilig. Das liegt, denke ich, auch viel am Schreibstil, der einfach ganz eigen ist. Ich würde in jedem Fall empfehlen zuerst die Leseprobe zu lesen!

Die zweite Hälfte fand ich um Längen besser, wobei mich auch die nicht zu 100% überzeugen konnte. Aber der Reihe nach:

Der Schreibstil hat es mir anfangs sehr schwer gemacht mit Chloe warm zu werden. Ich fühlte mich sehr auf Abstand gehalten. Klar, tut sie einem unglaublich leid, sie muss echt einiges mitmachen und die Einschränkungen, mit denen sie leben muss, sind wirklich heftig. Zudem hat sie, bis auf ihre Familie, jeder fallen lassen.
Ihre Art ist aber sehr gewöhnungsbedürftig. Chloe ist oft sehr schroff und ihren Humor versteht man auch erst sehr spät. Ihre Art hat mit ihren chronischen Schmerzen zu tun, das passt auch, aber macht es trotzdem nicht leichter als Leser mit ihr klar zu kommen.

Red wird einem anfangs als Sunny Boy verkauft. Immer gut gelaunt, immer freundlich, etc. Aber auch er trägt sein eigenes Trauma mit sich herum. Seine Ex hat ihn emotional missbraucht und auch physisch verletzt. Chloe erinnert ihn immer wieder an sie und das macht es nicht leicht mit ihr umzugehen.

Die erste Hälfte empfand ich ehrlich gesagt als ziemlich langweilig. Es gab zwar auch immer wieder mal schöne Szenen, aber wenige. Ich musste mich echt zwingend weiterzulesen. Ich bin aber froh, es getan zu haben, denn die zweite Hälfte war wirklich deutlich besser. Man konnte viel mehr mit Chloe mitfühlen und auch mit Red. Es gab einige Szenen, die echt total berührend waren.
Allerdings war die Wendung für mich zu vorhersehbar und das Ende kam dann doch recht abrupt.


Fazit: Insgesamt gesehen finde ich es toll, dass das Buch zwei wichtige Themen anspricht: Fibromyalgie, eine Krankheit, deren Betroffene sehr leiden müssen, aber meistens als Simulanten abgetan werden, weil es kaum Möglichkeiten zur Diagnose gibt. Und Männer als Opfer von Missbrauchs-Beziehungen. Es wird bis heute oft todgeschwiegen, dass auch Frauen Täter sein können. Männer gehen weniger oft damit an die Öffentlichkeit, weil sie sich schämen und die Verletzungen auch nicht immer so schwer sind, wie umgekehrt. Aber es gibt sie und ich finde es ganz toll, dass dieses Buch ein Schlaglicht darauf wirft.

Die erste Hälfte des Buches war leider so gar nicht meins. Ich habe mich gelangweilt und wollte gar nicht mehr weiterlesen. Die zweite Hälfte war deutlich besser, obwohl ich die Wendung zu vorhersehbar fand und mir das Ende zu abrupt kam. Aber so konnte die zweite Hälfte das Buch noch deutlich puschen. Hier konnte ich wirklich mitfühlen und es gab sehr emotionale Szenen.

Von mir gibt es 3 Sterne.

Bewertung vom 24.06.2020
Reid, Penny

Factually married / Knitting in the City Bd.3 (eBook, ePUB)


gut

Kommt für mich nicht an Band 1 heran, aber es gibt witzige Szenen

Achtung: Band 3 einer Reihe!

Janie und Quinn sind glücklich. Doch seit kurzem ist Quinn immer wieder so verschlossen und weigert sich Janie zu sagen, was los ist. Auch Janie hat kleine Geheimnisse vor ihm. Als Quinn ihr einen Antrag macht, fällt sie aus allen Wolken. Es ist doch noch viel zu früh! Einen Antrag macht man im Durchschnitt nach über 2 Jahren und nicht nach 5 Wochen! Woher soll Janie wissen, dass ihre Beziehung auch eine potentiell lebenslange Ehe aushält und sie sich nicht beim ersten Streit gegenseitig zerfleischen?
Quinn will nur eins: Janie – für immer. Janie setzt dagegen alles daran, die Verlobungszeit so stressig wie möglich zu gestalten. Immerhin muss sie zwei Jahre Stress und Streit in drei Monate quetschen.


Ich fand es schön, dass man erfährt, wie es mit Quinn und Janie aus Band 1 weitergeht. Ich fand die zwei ja so süß! Aber mir persönlich war es ein bisschen zu viel. Die Konflikte waren für mich am Anfang immer wieder zu gewollt.
Ich habe ziemlich lange gebraucht, bis ich wieder im Buch angekommen war, mir war es einfach immer wieder zu übertrieben und das hat mich auf Distanz gehalten. Zum Glück hat sich das aber geändert und ich bekam Quinn und Janie zurück, so wie ich sie mag: schräg, eigenwillig, witzig und zum dahinschmelzen.

In diesem Band gibt es einige Überschneidungen mit Band 2, in dem Elizabeth und Nico die Hauptrolle spielen. Ich fand das aber schön, wie man in Band 2 ein bisschen über Band 3 erfahren hat und umgekehrt.

Ich liebe die Strickclub-Mädels sie sind einfach unglaublich. Ich fand es schön, dass sie auch ein paar verrückte Aktionen angezettelt haben und man so ein paar Hinweise bekommen hat, wie es mit ihnen weitergehen könnte. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf Band 4!

Ich fand es schade, dass immer wieder so ganz leicht eine Spannungshandlung angedeutet wurde, sie aber nie wirklich kam. Ich hatte gedacht, es würde wieder hoch her gehen, aber nichts kam. Das sorgte dafür, dass ich irgendwie das Gefühl hatte, dass da noch was fehlt.

Zu Beginn fand ich das alles mit der großen Hochzeit und dem künstlichen Stress übertrieben. Ich hatte richtig Probleme bei der Stange zu bleiben und fühlte mich irgendwie verloren. Zum Glück hat das Buch aber kurz vor der Hälfte noch die Kurve gekriegt und sich auf die witzige Stimmung zurückbesinnt, die durch die Strickclub-Mädels in immer neue Höhen geschraubt wird.

Es wurde auch ziemlich gefühlvoll kurz vor Schluss, als Janie einige tiefgreifende Erkenntnisse gekommen sind. Da musste ich schon ein bisschen mit den Mitgefühls-Tränchen kämpfen.

Fazit: Ich finde Band 1 immer noch am besten. Ich habe mich bis kurz vor der Mitte mit Band 3 schwergetan. Quinn war so oft distanziert und irgendwie nicht mehr Quinn und der Hochzeitstrubel war mir zu übertrieben. Doch dann hat sich das Buch zum Glück auf seine Qualitäten zurückbesinnt und es wurde wieder witzig, romantisch und berührend.

Von mir bekommt das Buch 3 Sterne, mehr ist leider nicht drin. Ich freue mich aber schon auf Band 4 und hoffe, dass mir dieser Band dann wieder besser gefällt.

Bewertung vom 20.06.2020
Reid, Penny

Friends without benefits / Knitting in the City Bd.2 (eBook, ePUB)


gut

Für meinen Geschmack zu Teenie, aber mit wirklich schönen Momenten

Achtung: Band 2 einer Reihe!

Elizabeth und Nico kennen sich bereits ihr Leben lang. Die meisten Zeit davon war Nico richtig gemein zu ihr und hat ihr das Leben in der Schule zur Hölle gemacht. Bis auf diese paar Monate, die die schlimmsten ihres Lebens waren. Doch Elizabeth ist weggerannt, aus Angst, einer Angst, die sie bis dahin immer verfolgt hat.
Jetzt treffen Elizabeth und Nico wieder aufeinander und beide haben sich verändert. Doch Nico stellt sehr schnell klar was er will: Elizabeth. Aber sie weiß nicht, was sie will. Sie will ihm nicht weh tun, glaubt aber nicht zu Liebe noch einmal fähig zu sein, nachdem sie ihre erste Liebe verloren hat.


Das Buch ist teilweise wirklich süß und wunderschön, aber für mich leider größtenteils einfach „too much“ – zu viel kindischer Kram, zu viel Teenie-Anfälle, zu viel irrationales Verhalten und zu viel Komplikationen.

Elizabeth war mir bereits aus Band 1 sehr sympathisch, wenn auch irgendwie merkwürdig. Das setzt sich in Band 2 so fort, nur, dass man jetzt eben auch erfährt, warum sie so ist. Sie hat einiges durchgemacht und panische Angst, einen Mann wirklich zu lieben also versucht sie alles, um das zu verhindern.
Doch Nico will genau das und schon viele, viele Jahre lang. Das war mal eine interessante Entwicklung und auch mal ungewöhnlich, normalerweise rennt sie Frau dem Typen ewig hinterher. Mir tat Nico leid, er hat einige Fehler gemacht und war wirklich schlimm früher, doch man merkt einfach wie tief seine Gefühle reichen.

Mich hat extrem gestört, dass es bei den beiden immer dieses ewige Hin und Her gab. Heiß und Kalt, Spielchen, Spielchen, Spielchen. Das war so nervig. Dämliche Aktionen, Wutanfälle und immer wieder hat einer etwas gesagt, was der andere viel zu extrem aufgenommen hat und schon war wieder Pause. Etwas weniger Dramen hätten dem Buch echt gut getan, vor allem gegen Ende war das für mich einfach viel zu viel.

Die Spannungshandlung fand ich toll gemacht, auch die Auflösung und Wendung war wieder sehr schön. Allerdings konnte sie für mich das Teenie-Drama und das Irrationale Verhalten nicht ganz ausgleichen.


Fazit: Mir hat Band 1 besser gefallen. Ich fand die Idee und die Grundstory zu Band 2 echt schön, aber für meinen Geschmack haben sich die Protagonisten zu sehr viel Teenies aufgeführt. Das ewige Hin und Her und die Spielchen haben mich irgendwann nur noch genervt. Kurz vor Schluss häuften sich die Klischees. Einfach schade. Wäre das weniger gewesen, hätte das Buch so schön sein können! Zum Glück gibt es die schönen Szenen, für die es sich lohnt, das Buch trotzdem zu lesen. Es wäre nur schöner gewesen, wenn das alles mehr im Gleichgewicht gewesen wäre.

Von mir bekommt es ganz knappe 3,5 Sterne.

Bewertung vom 19.06.2020
Toth, Sandra

Das Dorf / Finsterzeit Bd.1


sehr gut

Wirklich heftig, aber die Idee ist echt gut

Achtung: Band 1 einer Reihe!

Die Welt wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Jeder kämpft gegen jeden und was man selbst nicht zum Überleben braucht, wird zerstört, damit es kein anderer bekommt. In dieser Welt Leben Thomas und Lara jetzt. Sie versuchen sich zur „Festung“ durchzuschlagen, die von Thomas Großvater geführt wird, nicht ahnend, dass dieser Ort alles andere als sicher ist. Unterwegs treffen sie auf Viktor, den Anführer des „Dorfs“, einer Gruppe Überlebender, die einander unterstützen. Was sollen sie tun? Hoffen, dass das Dorf wirklich so „normal“ ist, wie es scheint, oder dem ursprünglichen Plan folgen? Dann werden sie von den Ereignissen überrannt und es gilt, um das eigene Leben zu kämpfen und um die, die man liebt.


Das Buch malt eine erschreckende Zukunftsvision. Eine Dystopie vom Feinsten. Man weiß lange nicht, wer gut und wer „böse“ ist, wem man vertrauen kann und wem nicht und ob das Leben im Dorf oder in der Festung sicherer ist.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Lara, Viktor und Walter erzählt. Jeder erlebt ganz unterschiedliche Dinge, bis sich irgendwann ihre Wege kreuzen. Lara ist mit Thomas unterwegs, der alles tut, um sie zu beschützen und ihren Hund Katze. Doch Thomas hat auch viele Geheimnisse. Viktor ist der Anführer des Dorfs und man weiß anfangs nicht, was man von ihm halten soll. Walter lebt in der Festung und beschreibt uns das Leben an diesem Ort, der für Thomas und Lara etwas überspitzt ausgedrückt das gelobte Land darstellt. Ein Ort, an dem sie endlich sicher wären. Doch niemand ist in der Festung wirklich sicher. Auch dort geht es brutal und grausam zu – für meinen Geschmack etwas zu sehr.

Die Ereignisse sorgen dafür, dass Lara und Thomas im Dorf landen und nun müssen sie entscheiden, ob sie dort rasten oder gar bleiben wollen. Ist es hier wirklich sicher? Sind die Menschen wirklich die, die sie zu sein vorgeben? Und was ist mit der Festung? Wären sie dort nicht sicherer?

Durch die drei Sichtweisen bekommt man einen sehr guten Überblick über die Folgen des „Anschlags“, wie er genannt wird, der zu all dem geführt hat. Jeder hat seine eigenen Erlebnisse gemacht und grausame Dinge gesehen. Sie haben gelernt, dass jeder Mensch ein Feind ist und doch suchen sie alle drei nach der Menschlichkeit in ihrem Gegenüber.

Das Buch ist wirklich spannend und vor allem zum Ende hin, als die Weichen für Band 2 gestellt werden, wird es heftig. Ich bin richtig gespannt, wie es weitergeht, aber habe ich ziemliche Angst um die Charaktere.

Lara und Thomas waren mir direkt sympathisch – später kommen noch einige weitere Charaktere auf diese Liste –, aber von Anfang an merkt man, dass Thomas Geheimnisse hat. Er verbirgt so einiges und immer wieder verhält er sich wie ausgewechselt. Man weiß einfach nicht, was man von ihm halten soll. Man bewundert sein Können, aber diese Stimmungswechsel sind auch irgendwie gruselig.


Fazit: Ich fand das Buch wirklich sehr spannend. Die Charaktere waren sympathisch und man bekam viel zu tun, wenn man die Motive der einzelnen Personen herausbekommen wollte. Allerdings gab es immer wieder Momente, in denen ich die Charaktere verloren hatte und ein paar Seiten brauchte, um zu ihnen zurückzufinden. Ich vermute, damit sollte ein erlittener Schock dargestellt werden, zumindest würde es passen.
Mir persönlich war das Geschehen in der Festung ab und an eine Spur zu heftig. Aber das sind einfach meine persönlichen Vorlieben. Es gibt einfach Dinge, von denen ich nicht gern lese.
Band 2 verspricht ebenso spannend und heftig zu werden, allerdings unter anderen Voraussetzungen, aber ich will nicht zu viel verraten.

Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.

Bewertung vom 17.06.2020
Oram, Kelly

V is for Virgin / Kellywood-Dilogie Bd.1


ausgezeichnet

Ab und an etwas viel, aber wirklich schön zu lesen

Achtung: Band 1 einer Dilogie!

Val ist im letzten Jahr der Highschool, 18 Jahre alt und noch Jungfrau. Das geht auch eigentlich niemanden etwas an, aber als ihr Freund unbedingt mit ihr schlafen will, sagt sie ihm, dass sie mit Sex bis zur Ehe warten will – nicht aus religiösen oder moralischen Gründen, sondern einfach, weil sie das für sich so entschieden hat. Ihre leibliche Mutter hat sie mit 15 bekommen und ihr in einem Brief einen Wunsch mit auf den Weg gegeben, sie soll mit Sex warten, bis es für sie der richtige Zeitpunkt ist und der, so Val, ist erst gekommen, wenn es der „richtige“ Mann für den Rest ihres Lebens ist.
Ihr Freund ist es offensichtlich nicht, denn er macht direkt mit ihr Schluss und verbreitet am nächsten Tag in der Schule der Grund für Trennung sei, dass sie so schlecht im Bett gewesen sei. Val rastet daraufhin aus und verkündet vor der gesamten Schule, was wirklich los ist. Daraufhin erntet sie sehr, sehr viel Spott aber geht auch viral. Von heute auf morgen ist sie „Virgin-Val“.
Als sie dann auch noch dem angehenden Rockstar Kyle begegnet, sieht er in ihr scheinbar seine größte Herausforderung. Er will unbedingt der sein, der „Virgin-Val“ auf den „richtigen“ Weg bringt. Oder ist da doch mehr?


Wir alle kennen ja die Berichte über die USA und den Kult, der dort regelrecht betrieben wird darum, mit Sex bis zur Ehe zu warten. Aber hier geht es eben nicht um so einen Kult. Es geht um ein Mädchen und ihre Entscheidung, die ungeahnte Wellen schlägt und sie plötzlich den Fokus der Aufmerksamkeit rückt. Die ganze Sache gerät vollkommen außer Kontrolle, aber anstatt sich zu verstecken, geht Val in die Offensive, jedes Mal. Sie merkt, dass sie für andere ein Vorbild ist, dass sie etwas bewirken und anderen helfen kann.

Ok, ja, manchmal ist es etwas viel und auch mal zu viel, aber die Geschichte an sich fand ich dafür so schön, dass sie das dann wieder ausgleichen konnte.

Ich liebe Val und ich bin richtig stolz auf sie! Sie wird in die Ecke gedrängt und geht in die Offensive. Sie wehr sich, verteidigt ihre Entscheidung und vor allem lässt sie sich nicht von Kyle einfach um den Finger wickeln. Ja, sie findet ihn heiß und er bringt ihre Hormone zum Amoklaufen, aber trotzdem wirft sie nicht direkt ihre Prinzipien über Bord. Im Gegenteil, sie gibt im Kontra!

Kyle ist ein Idiot. Von Anfang an und er hat auch immer wieder „Idiot-Anfälle“, aber er kann auch anders sein, nur zeigt er das so gut wie nie. Ich bin gespannt, ob sich das in Band 2 ändern wird. Ich muss ehrlich sagen, mehr als einmal hätte ich ihm gern eine geknallt, aber dann wieder war er fast süß mit seinen idiotischen Aktionen, hinter denen wohl auch eine gute Portion Unsicherheit steckt.


Fazit: Ich war skeptisch, aber ich fand das Buch wirklich richtig gut. Ich denke es kommt darauf an, wie sehr man sich mit Val identifiziert und wie sehr einem Kyle auf die Nerven geht, ob einem das Buch gefällt oder nicht. Immer wieder ist es ein wenig „over the top“ – zu viel.
Was ich aber echt toll fand war, wie Val ihre innere Stärke entdeckt. Sie kämpft für sich und für alle, die so sind wie sie und deswegen anecken. Ich meine, seien wir ehrlich, irgendwie reagieren wir alle mit Unverständnis, wenn sich jemand ü18 als Jungfrau outet und das, obwohl es uns wirklich nichts angeht. Es ist faszinierend, worüber wir uns alles ein Urteil erlauben und ein Buch, wie dieses, führt uns das vor Augen. Man mag von Vals Entscheidung und ihren Gründen halten, was man will, aber ich persönlich fand es wirklich passend. Ich kann ihre Gründe nachvollziehe und vor allem fand ich es toll, dass sie zwar Leute anspricht, aber niemanden missioniert. Sie versucht anderen nicht ihre Sicht der Dinge aufzudrängen, sie spricht sie nur drauf an und bringt sie zum Nachdenken.
Wie gesagt, Kyle ist ein Idiot und nervt immer wieder, er ist ziemlich unreif, kann aber auch anders, allerdings nur sehr selten.

Bewertung vom 16.06.2020
Marklund, Liza

Die Perlenfarm


schlecht

Ich fand das Buch leider sehr verwirrend, langweilig und deprimierend

Kiona lebt im Paradies. Ihr Zuhause ist eine kleine Insel, die zu den Cookinseln gehört und ihre Familie lebt von ihrer eigenen Perlenfarm. Natürlich ist das Leben dort nicht immer leicht, das weiß Kiona nur zu gut, immerhin hat sie durch einen Unfall beim Perlentauchen ihre Schwester verloren, doch sie kann sich auch kein anderes Leben vorstellen.

Als eines Tages ein Segelschiff am Riff aufsetzt und darin ein schwer verletzter Mann gefunden wird, ahnt Kiona nicht, dass sich ihr Leben von da an für immer verändern würde. Sie verliebt sich in Erik und alles scheint perfekt, doch Erik wird gesucht von gefährlichen Männern und als er von der Insel flieht, riskiert Kiona ihr eigenes Leben, um sich ihren Mann zurückzuholen, nicht wissend, ob er überhaupt noch lebt.

Ganz ehrlich? Ich hatte mir so viel von diesem Buch versprochen, es klang so interessant und der Anfang war auch noch interessant, als es ums Perlentauchen ging und Kionas Leben auf der Insel. Auch Eriks unkonventionelle Ankunft war noch interessant, aber danach ging es steil bergab.

Die Erzählung ist immer wieder ziemlich wirr und ich habe immer wieder den Überblick verloren, ob ich mich nun in der Gegenwart, oder einer Erinnerung oder einer Rückblende befinde. Die Handlung konnte mich nicht fesseln.

Schon auf der Insel, noch vor Eriks Flucht fing ich an, mich zu langweilen und Kionas Suche nach ihm empfand ich als langweilig und deprimierend. Es gab zwar Momente, in denen es für Kiona gefährlich wurde, aber Spannung kam bei mir einfach nicht auf.

Ich weiß nicht woran es lag, aber ich blieb das gesamte Buch über auf Distanz zu Kiona. Ich wurde nicht wirklich mit ihr warm. Ihre Erzählungen fühlten sich für mich oft so emotionslos an. Ab und an merkt man, dass sie leidet, aber sie konnte mich einfach nicht berühren. Ich habe nicht mit ihr mitgelitten oder ihr die Daumen gedrückt.

Ich habe immer wieder den Überblick verloren und die Reise quer über den Erdball war für mich nicht wirklich interessant, sondern vor allem verwirrend. Ich konnte Kionas Handlungen oft nicht nachvollziehen - auch die der anderen Charaktere machten für mich nicht immer Sinn.

Letztlich empfand ich das Buch vor allem als langweilig und deprimierend. Ich habe das Ende herbeigesehnt und mich selbst verflucht, weil ich das Buch so unbedingt hatte lesen wollen. Es war einfach nicht meins.

Fazit: Für mich war das positivste an diesem Buch der Anfang auf der Insel. Die Informationen über die Perlenfarm, wie die Arbeit ablief, wie das Leben auf den Cookinseln so ist und dergleichen, das war interessant. Der Rest des Buches hat mich überwiegend gelangweilt und deprimiert. Ich bin weder mit der Protagonistin richtig warm geworden, noch mit den anderen Charakteren. Ich fühlte mich immer auf Distanz gehalten und konnte dem Erzählstil oft nicht folgen. Die Handlung sprang hin und her und ich wusste oft nicht, wo ich gerade bin.

Ich konnte Kionas Handlungen oft nicht nachvollziehen und oft habe ich über sie nur den Kopf geschüttelt. Sie hat mich ebenso verwirrt, wie die gesamte Suche nach Erik.

Ich will nicht spoilern, deswegen kann ich zur Wendung und zum Ende nur so viel sagen, dass sie das Buch für mich nicht rausreißen konnten, ich empfand sie ebenso als verwirrend und deprimierend, wie den Rest des Buches.

Es tut mir echt leid, aber mehr als 1 Stern ist für mich echt nicht drin. Schon nach dem ersten Viertel des Buches, habe ich das Ende herbeigesehnt und es kam bei mir einfach keine Spannung auf. Das Buch ist einfach absolut nicht meins.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.