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kleinbrina
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Köln

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Insgesamt 1388 Bewertungen
Bewertung vom 03.12.2016
Belitz, Bettina

La Lobas Versprechen / Diamantkrieger-Saga Bd.2


sehr gut

Nachdem mir bereits der erste Band "Damirs Schwur" gut gefallen hat, wollte ich unbedingt wissen, wie es mit der Geschichte und besonders mit Sara weitergehen geht. Hierbei hatte ich sehr hohe Erwartungen und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde, denn "La Lobas Versprechen" kann gegenüber "Damirs Schwur" locker mithalten.

Hierbei besitzt die Autorin wieder einmal einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich locker, leicht und spannend lesen lässt. Das Setting ist weiterhin düster und perfekt ausgewählt, die Dialoge gut durchdacht und auch die Figuren konnten mich auch aufgrund ihrer Weiterentwicklung überzeugen. Ich fand einige zwar auch weiterhin eher unsympathisch, allerdings sind sie allesamt glaubwürdig und auch ihre stete Entwicklung ist mehr als gelungen.

Saras Geschichte wird weiterhin sehr spannend erzählt. Sie ist überglücklich, dass Damir trotz seiner Verbundenheit zu einer anderen Frau wieder an ihrer Seite ist und somit genießt sie ihre geheimen Treffen mit ihm um so mehr. Gleichzeitig erfährt man auch sehr viel mehr aus Saras Leben und ihrer Mutter, sodass ich sie nun viel besser verstehen und stellenweise sogar ins Herz schließen konnte. Auch der Geheimbund ist weiterhin ein großes Thema und birgt - wie soll es auch anders sein - so manches Geheimnis und viele Gefahren mit sich.

Man muss zwar sagen, dass die Geschichte fast schon zu ruhig beginnt und vieles erst im Mittelteil und zum Schluss passiert, allerdings mochte ich auch die ruhigen Momente, die genutzt wurden, um die Figuren noch besser vorzustellen. Gleichzeitig hat mir das Ende sehr gut gefallen, allerdings sollte man sich hierbei auch auf einen ziemlich fiesen Cliffhanger einstellen.

Das Cover ist wunderschön und ein absoluter Hingucker. Hier passt einfach alles: Die wunderschöne Farbgestaltung, die Umgebung und die glänzenden Elemente. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und für mich der Grund, weshalb ich auch dem zweiten Band unbedingt eine Chance geben wollte.

Kurz gesagt: "La Lobas Versprechen" ist eine gut durchdachte und spannende Weiterführung der "Diamantkrieger-Saga", die mich wieder einmal in den Bann ziehen konnte. Die Figuren entwickeln sich stets glaubwürdig weiter und auch das düstere Setting konnte mich wieder einmal überzeugen. Bitte mehr davon!

Bewertung vom 03.12.2016
Leighton, M.

Erkenne mich / All the pretty lies Bd.1


sehr gut

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich vor "Erkenne mich" noch kein einziges Buch von M. Leighton gelesen habe, obwohl ich bereits diverse Bücher von ihr besitze. Da "Erkenne mich" jedoch so interessant klang, wollte ich dem Buch unbedingt eine Chance geben und wurde trotz kleinerer Schwächen nicht enttäuscht.

Der Schreibstil ist an sich ganz angenehm, da man bei der Geschichte nur so durch die Seiten fliegt, allerdings finde ich dennoch, dass dieser ein wenig anspruchsvoller hätte ausfallen können. M. Leighton kann definitiv schreiben und hat auch ihre Figuren wunderbar gezeichnet, allerdings hätte ich mir dennoch ein wenig mehr Tiefe gewünscht. Auch die Dialoge schwächeln stellenweise ein wenig, da diese sich manchmal holprig lesen, dennoch muss ich sagen, dass ich insgesamt da zufrieden bin - auch wenn ich glaube, dass es die Autorin noch besser kann.

Erzählt wird hier die Geschichte von Sloane und Hemi. Während Hemi als Tätowierer arbeitet und Sloane ihr erstes Tattoo sticht, wird Sloane, nachdem sie ihr ganzes Leben lang von ihrem Vater und ihren Brüdern beschützt wurde, zur Rebellin und möchte sich gegen sie behaupten und aus dem sicheren Nest ausbrechen. Selbstverständlich kommt dabei das, was kommen muss und zwischen ihnen funkt es, allerdings wird auch schnell klar, dass die Beziehung aus Lügen aufgebaut wird, was für jede Menge dramatische und fast schon skurrile Momente sorgt.

Obwohl ich mit Hemi und Sloani nie ganz warm wurde, muss dennoch gesagt werden, dass M. Leighton die beiden gut und ausführlich gezeichnet hat, sodass man sie bestens kennen lernt, sie allerdings nicht immer sympathisch findet. Dafür konnte ich ihre Lügen - so verwerflich sie auch sind - stellenweise sogar verstehen und ich mochte die Brisanz und Spannung, die sich dadurch entwickelt hat, denn dadurch wurde die Geschichte alles andere als langweilig.

Das Cover ist typisch für das Genre und bietet nur wenig Überraschungen, dennoch ist es aufgrund des Farbtons ein Hingucker, sodass das Buch sicherlich vielen Menschen in der Buchhandlung ins Auge fallen wird. Die Kurzbeschreibung liest sich interessant und somit habe ich dem Buch gerne eine Chance gegeben.

Kurz gesagt: "Erkenne mich" ist ein gelungener Auftakt mit interessanten und vielseitigen Figuren, sodass ich Solanes und Hemis Geschichte gerne mitverfolgt habe. An einigen Stellen, insbesondere beim Schreibstil, ist zwar noch ein wenig Luft nach oben, allerdings glaube ich fest daran, dass man beim zweiten Band "Befreie mich" noch eine Schippe drauflegen kann. Somit kann ich M. Leightons neuestes Werk nur empfehlen.

Bewertung vom 30.11.2016
Grey, S. L.

Under Ground


gut

„Under Ground“ ist mir bereits lange vor dem Erscheinungstag aufgefallen und ich habe dem Buch aufgrund der spannend klingenden Kurzbeschreibung lange entgegengefiebert. Somit war es auch kein Wunder, dass ich das Buch nach Erhalt direkt lesen musste. Hier habe ich mir eine spannende Dystopie erhofft, die ich jedoch nur zum Teil erhalten habe, sodass ich letztendlich doch ein wenig enttäuscht bin.

S.L. Grey ist das Pseudonym von den beiden Bestsellerautoren Sarah Lotz und Louis Greenburg. Da ich bereits zwei Bücher von Sarah Lotz gelesen habe, war ich somit umso gespannter, wie „Under Ground“ sein wird. Leider war es dann doch nicht das, was ich erhofft habe. Die Geschichte wird zwar an sich spannend erzählt, allerdings hatte die Geschichte oftmals ihre Längen und Wiederholungen, die nicht sein mussten. So wird z.B. immer wieder darauf hingewiesen, dass das sogenannte Sanctum zwar hochmodern, aber noch lange nicht fertig ist. Hätte man dies lediglich ein oder zweimal erwähnt, wäre es für mich noch in Ordnung gewesen, allerdings wird dies meist mindestens einmal pro Kapitel erwähnt, was mir dann doch zu viel war.

Auch die Figuren war leider nicht das Gelbe vom Ei, denn davon waren meiner Meinung nach nicht nur zu viel von vertreten, sondern sind diese auch noch sehr klischeebehaftet. Da gibt es die Waffennarren, die Rassisten, die Unsicheren, die Überheblichen und dazwischen die Normalos, die jedoch in dem ganzen Szenario ein wenig untergehen. Ich finde es zwar gut, dass die Kapitel abwechselnd aus der Sicht von den Figuren erzählt werden, allerdings hatte ich doch meine Schwierigkeiten, diese auseinanderzuhalten, was ich doch sehr schade fand.

Diese haben sich alle in einem Luxusbunker zusammengefunden, dem sogenannten Sanctum. Dies sind unterirdische Luxuswohnungen, die extra für Katastrophen gebaut wurden. Da nun eine solche Katastrophe ausgebrochen ist und ein tödlicher Grippevirus die Vereinigten Staaten und Asien beherrscht, haben gleich mehrere Familien dort Zuflucht gefunden. Diese sind alle – wie soll es auch anders sein – reich und haben bereits früh in die Luxuswohnungen investiert, sodass diese vor dem Virus geschützt sind. Dass hier aber nicht alles Gold ist, was glänzt, merkt man spätestens dann, als der Erbauer des Bunkers tot aufgefunden wird. Da nur er die nötigen Codes kennt, bricht auch unterirdisch ein ungeahnter Überlebenskampf aus.

An sich klingt das alles sehr spannend, was es auch zum Großteil ist, allerdings musste ich leider schon sehr früh feststellen, dass ich mit der Geschichte nicht warm wurde. Zu viele Charaktere, die unnahbar wirkten, sorgten zusätzlich dafür, dass ich mit den meisten Figuren nicht mitfiebern konnte, was ich sehr schade fand. Auch sonst entstand im Laufe der Geschichte immer mehr der Eindruck, dass hier noch deutlich mehr drin gewesen wäre und man das vorhandene Potenzial nicht gänzlich genutzt hat.

Das Cover ist an sich gelungen und zeigt auf, dass es in die Tiefe geht, von daher kann man sich über das Cover nicht beklagen, auch wenn dies nicht der allergrößte Hingucker ist. Die Kurzbeschreibung liest sich dagegen richtig klasse und hat direkt mein Interesse geweckt, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: „Under Ground“ ist an sich eine spannende Geschichte, allerdings hätte man hier deutlich mehr raus machen können. Schuld daran sind die oftmals viel zu oberflächlichen und klischeebehafteten Figuren, die mir den Spaß an der Geschichte genommen haben. Dennoch sollte jeder, der sich für solche Endzeitszenarien interessiert, dem Buch eine Chance geben.

Bewertung vom 24.11.2016
Tyler, Anne;Tyler, Anne

Die störrische Braut


sehr gut

"Die störrische Braut" von Anne Tyler habe ich ehrlich gesagt nur durch Zufall entdeckt, sodass meine Erwartungen nicht allzu hoch waren. Dennoch habe ich mir hier eine humorvolle Geschichte gewünscht, die eventuell auch ab und zu zum Nachdenken anregt und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde.

Zwar hat mich die Geschichte nicht zum Nachdenken anregen können, allerdings konnte mich die Autorin dennoch mit ihren angenehmen Schreibstil, der sich leicht und flüssig lesen lässt, überzeugen. Lediglich an Tiefe hat es in der Geschichte ein wenig gemangelt, was ich jedoch verschmerzen kann, da der Rest der Geschichte doch sehr stimmig ist und mich stellenweise sehr begeistern konnte. Die Figuren sind dagegen gut ausgearbeitet und stellenweise doch sehr skurril, aber dennoch in gewisser Art und Weise sympathisch, sodass ich ihre Geschichte gerne verfolgt habe.

Hier geht es um die Familie Battista, einer Familie, in der oftmals das Chaos herrscht und besonders die 29-jährige Kate zu leiden hat. An sich hat Kate einen guten Job, allerdings lebt sie mit 29 Jahren immer noch zu Hause und kümmert sich aufopferungsvoll um ihre 15-jährige Schwester, während sich ihr Vater immer mehr in sein Labor verkriecht und Haushalt und Co. vollkommen ignoriert.

Als dann jedoch seinem Assistenten Pjotr die Abschiebung droht, interessiert er sich plötzlich doch für seine Familie, denn dieser ist der Meinung, dass sich sämtliche Probleme in Luft auflösen, wenn Kate und Pjotr heiraten würden, doch da hat er nicht mit Kates Reaktion gerechnet...

Das Cover ist an sich nicht schlecht, sieht aber stellenweise leider ein wenig altbacken aus, sodass ich mir für die Geschichte ein anderes, weniger austauschbares Cover, gewünscht hätte. Die Kurzbeschreibung konnte mich dagegen direkt überzeugen, sodass ich "Die störrische Braut" gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: Auch wenn ich mir für "Die störrische Braut" mehr Tiefe gewünscht hätte, ist die Geschichte dennoch durchaus unterhaltsam und mit sympathischen Figuren versehen, sodass man hier durchaus seinen Spaß haben kann, solange man nicht zu viel Ernsthaftigkeit erwartet. Mir hat die Geschichte dennoch gefallen, sodass ich sie nur empfehlen kann.

Bewertung vom 24.11.2016
Sigurdardóttir, Yrsa

DNA / Kommissar Huldar Bd.1


sehr gut

Ich habe schon mehrfach die Bücher von Yrsa Sigurdardóttir in der Hand gehabt, zu meiner Schande allerdings nie gelesen. Ihr neuestes Werk "DNA" klang jedoch so spannend und vielversprechend, dass ich mir endlich einen Ruck gegeben und dem Buch eine Chance gegeben habe - und ich habe es zum Glück nicht bereut.

Die Autorin besitzt einen angenehmen Schreibstil, der sich spannend, aber dennoch sehr leicht lesen lässt. Manches klingt zwar aufgrund der Übersetzung ein wenig holprig, allerdings konnte ich da größtenteils drüber hinwegsehen. Figuren und Dialoge sind gut ausgearbeitet und zudem besitzen die Figuren auch eine gewisse Tiefe, die ich oftmals in dem Genre vermisse. Der Einstieg war für mich anfangs ein wenig schwierig, allerdings konnte ich mich recht schnell auf die Geschichte einlassen, sodass ich Kommissar Huldar und Freyja sehr gerne bei ihrer Arbeit beobachtet habe.

Freyja und Huldar haben mir sehr gut gefallen, ganz besonders die Spannungen, die zwischen ihnen herrschen, nachdem sie erst vor wenigen Wochen eine einmalige Nacht miteinander verbracht haben. Da Freyja allerdings nicht wusste, dass Huldar Kommissar ist, kommt es zu einem unangenehmen und vor allem überraschenden Moment, als die beiden plötzlich wegen zwei sehr brutalen Morden an Frauen zusammenarbeiten müssen.

Der Fall selbst wird spannend beschrieben, sodass ich stellenweise eine Gänsehaut bekam, wenn es an die Ermittlungen ging. Ich finde zwar, dass einige Ermittlungen ihre Längen hatten, die nicht nötig waren, allerdings hat dies der nötigen Spannung nicht geschadet, da sich die Autorin ausführlich mit den Morden und den Geschichten der beiden Frauen beschäftigt hat.

Die Auflösung fand ich gut gewählt und ich konnte stellenweise sogar überrascht werden - auch wenn ich bereits geahnt habe, wohin die Geschichte führen könnte. Somit kann ich nur hoffen, dass es noch weitere Geschichten von Freyja und Huldar geben wird, da sie mir als Duo sehr gut gefallen haben.

Obwohl das Cover doch eher schlicht ist, hat es in meinen Augen eine gewisse Anziehungskraft, sodass ich direkt neugierig geworden bin. Gleiches gilt auch für die Kurzbeschreibung, die sich spannend liest und die Geschichte gut zusammenfasst, ohne dabei jedoch zu viel zu verraten.

Kurz gesagt: "DNA" ist ein spannender Thriller mit interessanten und vielseitigen Figuren und einem mehr als angenehmen Schreibstil, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Dies wird somit mit Sicherheit nicht mein letztes Buch von der Autorin gewesen sein.

Bewertung vom 22.11.2016
Hassell, Birgitta E.;Magnadóttir, Marta Hlín

Besessen / Dämmerhöhe Bd.3


weniger gut

Nachdem ich vom ersten Band "Lautlos" eher enttäuscht war und mich der zweite Band "Eiskalt" begeistern konnte, war ich schon sehr gespannt darauf, wie der dritte Band "Besessen" bei mir ankommen wird. Da die Geschichte sehr interessant klang, hatte ich relativ hohe Erwartungen, allerdings muss ich leider sagen, dass ich am Ende doch ein wenig enttäuscht war.

Obwohl ich mich bereits an den eher einfachen und anspruchslosen Schreibstil von den Autorinnen gewöhnt habe, muss ich dennoch sagen, dass ich auch hier ein wenig enttäuscht bin, denn besonders bei dieser Thematik habe ich mir hier deutlich mehr erhofft. Hier hätte man so viel mehr ausschmücken und spannender gestalten können, allerdings blieb die Geschichte fast durchweg flach und ich hatte auch nicht den Eindruck, als hätte man sich große Gedanken bei den Figuren gemacht. Dies war beim zweiten Band "Eiskalt" deutlich besser, allerdings konnte ich hier mit Kristofer rein gar nichts anfangen, denn man erfahrt so gut wie nichts über ihn.

Kristofer geht in die achte Klasse und ist mit einigen seiner Freunde in einer Parcour-Gruppe. Da sie täglich gemeinsam trainieren, suchen sie stets neue Herausforderungen und somit geht es für die Jungs direkt in die sogenannten Ruinen, einer verlassenen Siedlung, die aufgrund von diversen Unglücken von den Menschen schlagartig verlassen wurde. Dort entdeckt er in einem verlassenen Keller eine Puppe, die er unbedingt seiner Schwester zum Geburtstag schenken möchte. Was er jedoch nicht ahnt, ist, dass die Puppe eine gewisse Anziehungskraft ausstrahlt, die weit über Bewunderung hinausgeht...

Wer bereits Horrofilme wie "Annabelle" gesehen hat, der weiß, was für eine Anziehungskraft Puppen haben können und stellenweise oft nicht das sind, was sie zu sein scheinen, von daher konnte man in "Besessen" schon erahnen, was einen erwarten könnte. Da die Geschichte allerdings extrem flach ist und auch die Spannung immer mehr nachgelassen hat, konnte ich mich nicht allzu sehr darauf einlassen, zumal auch vieles zu vorhersehbar war. Dies ist sehr schade, denn man hätte hier deutlich mehr raus machen können.

Das Cover ist für mich leider nicht der größte Hingucker. Man sieht hier zwar viele Vögel und auch eine Art Hochhaussiedlung, allerdings ist beides kein Bestandteil der Geschichte, sodass ich das Cover als unglücklich gewählt ansehe. Die Kurzbeschreibung hat mich dagegen direkt angesprochen, sodass ich auch dem zweiten Band gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: Obwohl "Besessen" zunächst wahnsinnig interessant und vor allem spannend klang, entpuppte sich die Geschichte leider als eine nur mäßig spannende und eher flache Geschichte ohne große Schockeffekte und mit unsympathischen Figuren, sodass ich letztendlich eher enttäuscht als begeistert war. Ich kann somit nur hoffen, dass der vierte Band "Glutrot" wieder besser sein wird.

Bewertung vom 22.11.2016
Bergmann, Sophia

Zum Glück ein Jahr


sehr gut

Als ich den Klappentext zu "Zum Glück ein Jahr" von Sophia Bergmann gelesen habe, hat mich dieser sofort an die Bücher von Cecelia Ahern erinnert, von der ich bereits seit Jahren ein großer Fan bin. Ich wurde somit direkt neugierig und habe dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben und hatte doch recht hohe Erwartungen. Zum Glück wurde ich dabei nicht enttäuscht, denn das Buch war bereits in Kürze ausgelesen.

Sophia Bergmann verwendet hier zwar eine recht einfache und lockere Sprache, allerdings ist diese auch durchaus angenehm, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Hierbei mangelt es zudem nicht an Humor, sodass ich über viele Situationen schmunzeln musste und somit bestens unterhalten wurde. Nelly und Julia sowie die Nebencharaktere sind sehr gut gezeichnet, man lernt sie ausreichend kennen und besonders ihre Gespräche haben mich sehr unterhalten.

Obwohl Nelly und Julia stellenweise doch sehr unterschiedlich sind, harmonieren sie sehr gut miteinander und ergänzen sich oftmals sehr gut. Ich fand beide Frauen auf ihre ganz eigene Art und Weise sympathisch und habe mitgefiebert, welche Wünsche sie sich letztendlich erfüllen können. Dabei ist es oftmals ein wenig chaotisch und manche Wünsche konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen, aber dennoch bleiben die Figuren bis zum Schluss liebenswert, sodass ich ihr Jahr sehr gerne mitverfolgt habe.

Das Cover ist nicht nur wunderschön anzusehen und sehr farbenfroh, sondern passt auch hervorragend zur Geschichte, denn die Blätter stehen für jeweils einen Monat und ergeben somit logischerweise ein ganzes Jahr. Die Kurzbeschreibung liest sich ebenfalls sehr gut, sodass ich dem Buch unbedingt eine Chance geben wollte.

Kurz gesagt: "Zum Glück ein Jahr" ist eine humorvolle Geschichte mit interessanten Figuren, die mich stellenweise auch zum Nachdenken anregen konnte. Wer Bücher von Cecelia Ahern oder auch Lisa Jewell mag, der wird an diesem Buch seine wahre Freude haben. Ich kann es somit nur empfehlen.

Bewertung vom 19.11.2016
Maskame, Estelle

Dich darf ich nicht begehren / Dark love Bd.3


gut

Nachdem ich den ersten Band großartig fand und vom zweiten Band eher enttäuscht war, war ich sehr gespannt, wie mir "Dich darf ich nicht begehren", Band 3 der "DARK LOVE"-Trilogie gefallen wird. An sich war die Geschichte wieder einmal recht nett, allerdings muss ich sagen, dass mich das Buch nicht gänzlich begeistern konnte.

Die "DARK LOVE"-Trilogie gehört für mich in die Kategorie von Reihen, die stark beginnen und danach leider immer mehr nachlassen. Man muss zwar sagen, dass die Autorin auch weiterhin einen recht angenehmen Schreibstil besitzt und sich auch die Geschichte leicht und flüssig lesen lässt, allerdings hat mir hier das gewisse Etwas gefehlt und ich bekam im Laufe der Geschichte immer mehr das Gefühl, als wären gegen Ende die Ideen ausgegangen.

An sich mag ich Eden und Tyler sehr gerne und ich finde auch, dass sie sich im Laufe der Geschichte immens weiterentwickelt haben, dennoch habe ich hier irgendwie mehr erwartet. Ich konnte mit ihnen mitfühlen, konnte mich mit und über sie aufregen und habe ständig wegen Edens Vater und dessen Einstellung den Kopf geschüttelt. Ich konnte Edens Gefühle bestens nachvollziehen und mich auch halbwegs in sie hineinversetzen, allerdings blieb mir Tyler stets zu distanziert. Gleichzeitig taucht er mir immer wieder eine Spur zu plötzlich auf, sodass er urplötzlich da war, ich allerdings nur mit den Schultern gezuckt habe.

So ging es mir auch insgesamt bei den Gefühlen, denn mir hat hier das typische Kribbeln gefehlt, das ich besonders im ersten Band gespürt habe. Dies ist bereits beim zweiten Band ein wenig abgeflacht und in "Dich darf ich nicht begehren" habe ich die Geschichte nur noch verfolgt, aber nicht mehr das aufgeregte Kribbeln gespürt. Wie gesagt, die Geschichte ist nicht schlecht, nur irgendwie ist hier alles eher als "nett" zu bezeichnen ohne große Spannung oder das Mitfiebern, ob Tyler und Eden endlich glücklich sein dürfen.

Das Cover ist für mich leider nicht wirklich der größte Hingucker. Man muss zwar sagen, dass dies durchaus auffällt, allerdings sind mir die Bilder und die abgebildeten Personen dort zu perfekt. Dies mag zwar bei dem Genre durchaus normal zu sein, allerdings hat es mich letztendlich nicht wirklich angesprochen. Die Kurzbeschreibung hat mich dagegen umso mehr angesprochen, sodass ich auch dem dritten Band eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Dich darf ich nicht begehren" ist zwar nicht unbedingt der größte Reinfall, allerdings auch nicht der größte Kracher, sodass mich der Abschluss der "DARK LOVE"-Trilogie eher enttäuscht hat. Zwar haben sich die Figuren wieder einmal gut entwickelt, allerdings bekam ich immer mehr das Gefühl, als wären der Autorin gegen Ende die Ideen ausgegangen. Sehr schade, dennoch sollten alle, die gerne New Adult lesen, der Reihe eine Chance geben.

2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 17.11.2016
Vetten, Detlef

Sieger


ausgezeichnet

Biographien lese ich eigentlich eher selten, da mich "Sieger", die Geschichte von Gerd Schönfelder, allerdings sehr angesprochen hat, wollte ich dem Buch gerne eine Chance geben.

Geschrieben wurde die Biographie von Detlef Vetten, der über das ereignisreiche Leben von Deutschlands erfolgreichstem Ski-Sportler im Behindertensport schreibt. Dieser hat, weil er in jungen Jahren weder die Zeit, noch die Geduld hatte, bei einem Unfall mit einem Zug mehrere Finger, sowie seinen richten Arm verloren.

Während andere an so einem Schicksal zerbrochen wären, gab sich Gerd Schönfelder kämpferisch, überstand Operationen, Reha und Schmerzen fast schon mit Bravur und kämpfte sich ins Leben zurück, sodass er nach nur wenigen Monaten wieder auf seinen Skiern stand und zu einem der besten Skifahrern überhaupt wurde und mehrfach siegreich die Paralympics sowie Weltmeisterschaften verlassen konnte.

Gleichzeitig hat Gerd Schönfelder auch sein privates Glück gefunden, was man ihm nur von Herzen gönnen kann, da er nicht nur als Kämpfer hier beschrieben wird, sondern auch sehr sympathisch wirkt.

Für mich eine wirklich schöne und ausführliche Biographie, die sicherlich nicht nur für Fans vom Wintersport interessant sein dürfte.

Bewertung vom 15.11.2016
Magnadóttir, Marta Hlín;Hassell, Birgitta E.

Lautlos / Dämmerhöhe Bd.1


gut

"Lautlos", der erste Band der "Dämmerhöhe"-Reihe, habe ich mir spontan gekauft, da ich gelesen habe, dass die Reihe sehr gut mit der "Das Tal"-Reihe von Krystyna Kuhn vergleichbar ist. Da ich die "Tal"-Reihe super fand, habe ich es also darauf ankommen lassen und hatte recht hohe Erwartungen. Nun, diese wurden zwar nicht ganz erfüllt, allerdings besitzt "Dämmerhöhe" unglaublich viel Potential, sodass ich zumindest nicht enttäuscht wurde.

Der Schreibstil ist stellenweise sehr einfach gehalten und manches liest sich auch eher wie eine Art Schulaufsatz, was mich aber ehrlich gesagt nicht wirklich gestört hat, da sich "Lautlos" dennoch ganz angenehm lesen lässt und es auch nicht an Spannung mangelt. Allerdings gibt es auch hier die ein oder andere Schwäche, über die ich nicht hinwegschauen kann.

So sind die Dialoge meiner Meinung nach nicht immer gelungen, denn oftmals wirken mir diese zu flach, bzw. lesen sich holprig, was ich doch sehr schade finde, denn hier war besonders bei den Gesprächen zwischen Anna und dem Mädchen deutlich mehr drin. Eine weitere Schwäche in dem Buch sind die Figuren, die man nur oberflächlich kennenlernt, stellenweise sehr unsympathisch sind und kaum Tiefe besitzen.

Anna ist vierzehn Jahre alt und ist mit der Schule, ihren Freundinnen, ihrem Handballverein, den Tanzstunden und ihrem Snowboard vollends beschäftigt, lässt aber immer wieder die Hausaufgaben liegen, da für sie grundsätzlich alles wichtiger als die Schule ist. Da kommt ihr ein unbekanntes Mädchen, dass Annas Gestalt annehmen kann und sich um ihre Hausaufgaben kümmern möchte, gerade recht. Während das Mädchen also Annas schulische Verpflichtungen erledigt, kann sie sich endlich noch mehr auf ihre Freundinnen und Hobbies konzentrieren und merkt dabei nicht, wie sie immer mehr von dem Mädchen aus dem eigenen Leben herausgedrängt wird. Problem ist jedoch, dass Anna das Mädchen erst wieder los wird, wenn sie deren Namen errät, was sich als äußerst schwierig entpuppt...

An sich wurde hier ein interessantes Setting geschaffen, denn mit der Dämmerhöhe, eine alte verlassene Siedlung, die seit einem schrecklichen Unfall nicht mehr bewohnt ist, bekommt man hier einen düsteren und unheimlichen Ort, der es in sich hat. Dazu ist Island insgesamt sehr gut gewählt, da meiner Meinung nach viel zu wenig Bücher in diesem wunderbaren Land spielen. Dennoch hätte ich mir insgesamt etwas mehr Tiefe gewünscht, denn das hätte die Geschichte durchaus verdient gehabt.

Das Cover ist für mich leider nicht der größte Hingucker. Man sieht hier zwar viele Vögel und auch eine Art Hochhaussiedlung, allerdings ist beides kein Bestandteil im Buch, sodass ich das Cover als unglücklich gewählt ansehe. Die Kurzbeschreibung hat mich dagegen direkt angesprochen, sodass ich dem Buch gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: Obwohl "Lautlos" sicherlich die ein oder andere Schwäche im Schreibstil und bei den Figuren besitzt, wurde ich insgesamt ganz gut unterhalten und habe die Geschichte in einem Rutsch gelesen. Ich freue mich bereits auf die anderen Bände und bin gespannt, ob sich die Autorinnen dabei noch steigern können.