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Benutzername: olgica
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Bewertungen

Insgesamt 108 Bewertungen
Bewertung vom 17.03.2010
Amerika
Kafka, Franz

Amerika


sehr gut

Der 16jährige Karl Rossmann wird von seinem Dienstmädchen verführt und schwängert dieses dabei. Um einen Skandal zu vermeiden, wird er daraufhin von Prag nach New York zu seinem Onkel geschickt. Genauso naiv wie er sich in dieser Angelegenheit verhielt, benimmt er sich auch in der Neuen Welt. Kurz nach der Ankunft bei seinem Onkel, lässt Karl sich von einem Bekannten zu einem Aufenthalt auf dessen Landsitz überreden, woraufhin ihn sein Onkel nicht mehr bei sich haben will. Karl beschließt darauf sein Glück im Westen zu suchen. Doch unterwegs trifft Karl auf zwei zwielichtige Männer die ihn überreden sich ihnen anzuschließen. Dass die Männer ihn nur ausnutzen merkt der Jugendliche nicht und seine Lage verschlimmert sich immer mehr.

Das Buch war mein erstes von Franz Kafka und ich war überrascht wie leicht es zu lesen war. Hatte ich doch mit einer weitaus negativeren und "kafkaesken" Prosa gerechnet. Der Schreibstil war flüssig und die Geschichte verlief leicht und unterhaltsam. Kafka bedient sich einer schönen, schnörkellosen Sprache, welche gut mit der Aussage des Romans harmoniert. An seinem Stil lässt sich auch ermessen, dass das Buch bereits vor einigen Jahrzehnten verfasst wurde. Die Thematik ist nichtsdestotrotz aktuell, wenn es auch die Rahmenbedingungen und Lebensweise nicht mehr ist. Der Protagonist hat mich mit seiner grenzenlosen Naivität an vielen Stellen genervt, da er aus seiner Gutgläubigkeit nie etwas gelernt hat, obwohl er dadurch oft Nachteile erlitt. Obwohl die Lektüre Spaß machte, hat sie oft auch Unbehagen bereitet, ob des unbeholfenen Protagonisten und der schlechten Menschen, welche dessen schwachen Charakter ausnutzen. Dieses Verhalten spiegelt gut die Natur des Menschen wider und bezeugt auch, dass zur Ausbeutung immer zwei Seiten gehören - Täter und Opfer.

Bewertung vom 17.03.2010
Amerika
Kafka, Franz

Amerika


sehr gut

Der 16jährige Karl Rossmann wird von seinem Dienstmädchen verführt und schwängert dieses dabei. Um einen Skandal zu vermeiden, wird er daraufhin von Deutschland nach New York zu seinem Onkel geschickt. Genauso naiv wie er sich in dieser Angelegenheit verhielt, benimmt er sich auch in der Neuen Welt. Kurz nach der Ankunft bei seinem Onkel, lässt Karl sich von einem Bekannten zu einem Aufenthalt auf dessen Landsitz überreden, woraufhin ihn sein Onkel nicht mehr bei sich haben will. Karl beschließt darauf sein Glück im Westen zu suchen. Doch unterwegs trifft Karl auf zwei zwielichtige Männer die ihn überreden sich ihnen anzuschließen. Dass die Männer ihn nur ausnutzen merkt der Jugendliche nicht und seine Lage verschlimmert sich immer mehr.

Das Buch war mein erstes von Franz Kafka und ich war überrascht wie leicht es zu lesen war. Hatte ich doch mit einer weitaus negativeren und "kafkaesken" Prosa gerechnet. Der Schreibstil war flüssig und die Geschichte verlief leicht und unterhaltsam. Kafka bedient sich einer schönen, schnörkellosen Sprache, welche gut mit der Aussage des Romans harmoniert. An seinem Stil lässt sich auch ermessen, dass das Buch bereits vor einigen Jahrzehnten verfasst wurde. Die Thematik ist nichtsdestotrotz aktuell, wenn es auch die Rahmenbedingungen und Lebensweise nicht mehr ist. Der Protagonist hat mich mit seiner grenzenlosen Naivität an vielen Stellen genervt, da er aus seiner Gutgläubigkeit nie etwas gelernt hat, obwohl er dadurch oft Nachteile erlitt. Obwohl die Lektüre Spaß machte, hat sie oft auch Unbehagen bereitet, ob des unbeholfenen Protagonisten und der schlechten Menschen, welche dessen schwachen Charakter ausnutzen. Dieses Verhalten spiegelt gut die Natur des Menschen wider und bezeugt auch, dass zur Ausbeutung immer zwei Seiten gehören - Täter und Opfer.

Bewertung vom 17.03.2010
Amerika
Kafka, Franz

Amerika


sehr gut

Der 16jährige Karl Rossmann wird von seinem Dienstmädchen verführt und schwängert dieses dabei. Um einen Skandal zu vermeiden, wird er daraufhin von Deutschland nach New York zu seinem Onkel geschickt. Genauso naiv wie er sich in dieser Angelegenheit verhielt, benimmt er sich auch in der Neuen Welt. Kurz nach der Ankunft bei seinem Onkel, lässt Karl sich von einem Bekannten zu einem Aufenthalt auf dessen Landsitz überreden, woraufhin ihn sein Onkel nicht mehr bei sich haben will. Karl beschließt darauf sein Glück im Westen zu suchen. Doch unterwegs trifft Karl auf zwei zwielichtige Männer die ihn überreden sich ihnen anzuschließen. Dass die Männer ihn nur ausnutzen merkt der Jugendliche nicht und seine Lage verschlimmert sich immer mehr.

Das Buch war mein erstes von Franz Kafka und ich war überrascht wie leicht es zu lesen war. Hatte ich doch mit einer weitaus negativeren und "kafkaesken" Prosa gerechnet. Der Schreibstil war flüssig und die Geschichte verlief leicht und unterhaltsam. Kafka bedient sich einer schönen, schnörkellosen Sprache, welche gut mit der Aussage des Romans harmoniert. An seinem Stil lässt sich auch ermessen, dass das Buch bereits vor einigen Jahrzehnten verfasst wurde. Die Thematik ist nichtsdestotrotz aktuell, wenn es auch die Rahmenbedingungen und Lebensweise nicht mehr ist. Der Protagonist hat mich mit seiner grenzenlosen Naivität an vielen Stellen genervt, da er aus seiner Gutgläubigkeit nie etwas gelernt hat, obwohl er dadurch oft Nachteile erlitt. Obwohl die Lektüre Spaß machte, hat sie oft auch Unbehagen bereitet, ob des unbeholfenen Protagonisten und der schlechten Menschen, welche dessen schwachen Charakter ausnutzen. Dieses Verhalten spiegelt gut die Natur des Menschen wider und bezeugt auch, dass zur Ausbeutung immer zwei Seiten gehören - Täter und Opfer.

Bewertung vom 15.03.2010
Das periodische System
Levi, Primo

Das periodische System


sehr gut

In 21 Kapiteln, benannt nach chemischen Elementen, schildert der jüdische Wissenschaftler Primo Levi interessantes aus seinem Leben. Angefangen bei "Argon" mit seinen Vorfahren, die vermutlich im 16. Jahrhundert nach Italien kamen und dort Seide produzierten, über seine Zeit während des Zweiten Weltkrieges, bis zu seinem Werdegang als Wissenschaftler bezieht er sich auf chemische Elemente und schreibt dazu Erlebnisse und Geschichten die er damit verbindet. Nur zu zwei Elementen finden wir Geschichten, die nichts mit Levis Vergangenheit zu tun haben.

Im Anhang befinden sich Anmerkungen zu besonderen Ausdrücken, Personen und Werken die im Laufe des Buches erwähnt werden. Zwischendurch sind immer wieder Chemische Elemente bebildert dargestellt. Dies fand ich als Chemielaie gut, weil im Text auch oft die Rede davon war, wie sich einzelne Verbindungen zusammensetzen und mir die Bilder dies verdeutlichten. Primo Levis Sprache ist sehr angenehm, ich war positiv überrascht von der Leichtigkeit mit der er erzählt. Auch wenn viele der Geschichten tatsächliche Erlebnisse des Autoren beinhalten, ist das Buch keine eigentliche Biografie. Es ist auch kein Chemiebuch, trotz der Erkenntnisse dieser Naturwissenschaft, die man bei der Lektüre gewinnt. Der Autor selbst sagte, dass es keine Autobiografie sei, "aber irgendwie Geschichte ist es doch"

Bewertung vom 15.03.2010
Der Simulant
Palahniuk, Chuck

Der Simulant


sehr gut

Victor Mancini ist ein sexsüchtiger Hochstapler. Seinen Lebensunterhalt bestreitet er damit, allabendlich in Restaurants sein Ersticken vorzutäuschen und von seinen Lebensrettern auch noch Geld dafür zu kassieren. Auch für die Befriedigung seiner Sexsucht hat er eine ungewöhnliche Methode parat. Doch die ergaunerten Beträge reichen bei weitem nicht aus, um seine in einer psychiatrischen Klinik untergebrachten Mutter rundum zu versorgen. Trotz seiner ausgefüllten Tage fühlt er eine Leere in sich, dies scheint sich erst zu ändern, als er im Heim seiner Mutter der Ärztin Dr. Marshall begegnet.

Chuck Palahniuk hat eine wahnwitzige Geschichte voller Absurdität und Ironie zu Buche gebracht. Seine plastischen Beschreibungen und genauen Erläuterungen abstruser Begebenheiten machen die Lektüre zu einem kurzweiligen Genuss. Ebenso der ganze Irrsinn der Gesellschaft die amüsant wiedergespiegelt wird. Im Kontrast hierzu war das Ende nicht ganz so ausführlich und weniger furios, dadurch etwas enttäuschend. Zwischen den oberflächlichen Tagesabläufen des Protagonisten, geht es nur bei den Rückblenden über die verrückte und dadurch traurige Kindheit desselbigen ernst zu. Diese Tiefe ist verborgen zwischen ordinärer Sprache und dem ganz alltäglichen Wahnsinn des Victor Mancini. Es bleibt dem Leser selbst überlassen das Buch als amüsante Unterhaltung oder als Gesellschaftskritik zu sehen

Bewertung vom 09.03.2010
Traumpfade
Chatwin, Bruce

Traumpfade


sehr gut

Durch ganz Australien ziehen sich seit ewigen Zeiten Traumpfade. Diese unsichtbaren Linien werden von den Aborigines von Generation zu Generation weitervererbt. Sie sind nicht nur heilige Stätten, auf denen die Ureinwohner umherwandern und singen sondern markieren auch Eigentumsverhältnisse. Der Engländer Bruce möchte vor Ort mehr über diese Songlines erfahren und lebt mit Aborigines zusammen, feiert und lernt mit ihnen. Doch die Idylle wird gestört, da die Zivilisation an den dortigen Bodenschätzen teilhaben will und daher die Eingeborenen von ihrem Land zu vertreiben plant.

Bruce Chatwin hat seine eigenen Reisen durch Australien in einen Roman gegossen. Angefangen als sein Protagonist den hochdotierten Posten in einem renommierten Auktionshaus verlässt um durch die Welt zu reisen, bishin zu den vielfältigen Eindrücken die Australien bei ihm hinterlassen hat. Er schildert authentisch und geschmückt durch viele eigene Erlebnisse wie die Aborigines heute leben. Dabei fließen viele Geschichten der Ahnen der Ureinwohner mit ein, die ihm auf dem Kontinent erzählt wurden. Untermalt wird der autobiografische Roman durch einige Auszüge aus Chatwins Notizbüchern. Neben Zitaten berühmter Philosophen finden sich dort Ausschnitte aus seinen Erlebnissen und Gedanken dazu, sowie Sprichwörter verschiedener Völker, die meist das Reisen zum Thema haben. Wunderschön sind seine sprachgewaltigen Schilderungen der Aboriginekultur und derem heutigen Leben.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 09.03.2010
Traumpfade
Chatwin, Bruce

Traumpfade


sehr gut

Durch ganz Australien ziehen sich seit ewigen Zeiten Traumpfade. Diese unsichtbaren Linien werden von den Aborigines von Generation zu Generation weitervererbt. Sie sind nicht nur heilige Stätten, auf denen die Ureinwohner umherwandern und singen sondern markieren auch Eigentumsverhältnisse. Der Engländer Bruce möchte vor Ort mehr über diese Songlines erfahren und lebt mit Aborigines zusammen, feiert und lernt mit ihnen. Doch die Idylle wird gestört, da die Zivilisation an den dortigen Bodenschätzen teilhaben will und daher die Eingeborenen von ihrem Land zu vertreiben plant.

Bruce Chatwin hat seine eigenen Reisen durch Australien in einen Roman gegossen. Angefangen als sein Protagonist den hochdotierten Posten in einem renommierten Auktionshaus verlässt um durch die Welt zu reisen, bishin zu den vielfältigen Eindrücken die Australien bei ihm hinterlassen hat. Er schildert authentisch und geschmückt durch viele eigene Erlebnisse wie die Aborigines heute leben. Dabei fließen viele Geschichten der Ahnen der Ureinwohner mit ein, die ihm auf dem Kontinent erzählt wurden. Untermalt wird der autobiografische Roman durch einige Auszüge aus Chatwins Notizbüchern. Neben Zitaten berühmter Philosophen finden sich dort Ausschnitte aus seinen Erlebnissen und Gedanken dazu, sowie Sprichwörter verschiedener Völker, die meist das Reisen zum Thema haben. Wunderschön sind seine sprachgewaltigen Schilderungen der Aboriginekultur und derem heutigen Leben.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 09.03.2010
Eine kurze Geschichte vom Glück
Bayer, Thommie

Eine kurze Geschichte vom Glück


sehr gut

Robert Allmanns Leben ändert sich schlagartig als er einen Anruf der Baden-Württembergischen Lotterie erhält. Zusammen mit seinem ehemaligen Kompagnon hat er den Jackpot geknackt und darf sich nun über 6,2 Millionen Euro freuen. Anfangs glaubt er noch nicht so recht daran, doch als er sein Glück realisiert hat, beginnt er viele Pläne für sein neues Leben zu schmieden. Doch nicht nur der Lottogewinn ändert sein Leben...
Kurzweilig und sehr locker erzählt Thommie Bayer über einen Mann dessen Leben aus den Bahnen gerät. Spaßige Pointen und viel Sprachwitz machen das Buch dabei zu einer äußerst angenehmen Lektüre. In die eigentliche Handlung sind viele Erinnerungen des Protagonisten an seine Jugend, Reisen und verflossene Lieben eingebunden. Die meiste Zeit haben wir an Roberts Gedanken, zu seinem bisherigen Leben und dem Leben an sich teil und es ereignet sich gar nicht viel. Dadurch baut sich eine ungeheure Spannung auf, was, wann und ob überhaupt etwas großes passieren wird. Der Autor hat mich mit seinem Sprachstil gefangen genommen und neugierig auf weitere Werke gemacht.

7 von 7 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.