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Benutzername: apoitzsch
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Bewertungen

Insgesamt 26 Bewertungen
Bewertung vom 14.05.2013
Die Rebellion der Maddie Freeman / Maddie Bd.1
Kacvinsky, Katie

Die Rebellion der Maddie Freeman / Maddie Bd.1


sehr gut

USA, 2060. Madeline - „Maddie“ - Freemann, 17, lebt ein ganz normales Leben. Das glaubt sie zumindest. Denn ihre Welt besteht nur aus Computer, Digital School, Social Media und Onlinedates. Genau das ist für sie das normalste der Welt.
Doch so richtig glücklich scheint sie nicht zu sein.
Vor zwei Monaten hat sie in einer Online-Nachhilfegruppe Justin kennengelernt. Nach lange zögern geht sie dann doch auf sein Angebot ein, sich offline mit ihm zu treffen. Die einzige offline Aktivität, der Maddie sonst nachgeht, ist Fußballspielen. Kein Wunder, dass sie sich unwohl fühlt, bei dem Gedanken, sich mit jemanden aus dem Netz in einer Lerngruppe abseits der digitalen Welt zu treffen. Hier kann sie sich nicht hinter Avataren verstecken.
Doch dieses Treffen soll ihr Leben gehörig auf den Kopf stellen. Den nur durch reinen Zufall haben sich Madeline und Justin nicht kennengelernt.
Justin ist der Kopf der Digital-School-Gegner und möchte die Welt wieder so haben, wie sie einmal war. Das Problem an der Sache ist, das er gegen Maddies Vater kämpft, den dieser ist der Direktor der Digital School.
Eine Zerreißprobe für Maddie beginnt. Auf der einen Seite möchte sie ihre Freiheit genießen, ohne ständig verkabelt zu sein, möchte die Genüsse des offline seins kennenlernen, in Coffeeshops und auf Konzerte gehen, doch sie weiß, dass sie sich nicht noch einmal gegen ihren Vater stellen kann. Denn ist ist noch auf Bewährung, bis zu ihrem 18. Geburtstag. Ein Wettlauf beginnt.

Der Debütroman von Katie Kacvinsky hat eine an sich mitreißende Story und hat mich persönlich schon zum nachdenken angeregt. Wie sieht es mit unserer Zukunft aus? Werden wir auch abgeschottet von der Außenwelt uns in ein Zimmer verkriechen, die Welt nur noch virtuell erkunden und Freundschaften mehr online, mehr anonym pflegen? Heute schon gibt es viele soziale Netzwerke, die uns den Eindruck vermitteln, immer und überall mit der Welt verknüpft sein zu können, doch was ist mit dem realen Leben?
Ich finde es gut, das man durch die Dystopie sieht, wohin sich unser Umfeld entwickeln könnte.

Außerdem haben mir die Charaktere ganz gut gefallen. Im Prinzip sind drei Parteien auszumachen. Da ist Justin, der gegen die Digital School vorgehen möchte, um den Menschen freizustellen, ob die in einer Onlinewelt leben wollen oder lieber ihre Sinne ernsthaft gebrauchen wollen und ein „normales Leben“ führen wollen.
Ihm gegenüber steht Kevin Freeman, Maddies Vater, der Gründer der Digital School. Er will die Welt sicherer machen, Kriminalität verhindern, indem er den Menschen aufzwingt, ein verkabeltes Leben zu führen, sich in ihre Häuser zu verkriechen, da draußen, „das Monster“ wartet.
Und natürlich Maddie, die zwischen diesen beiden Parteien entscheiden muss. Auf der einen Seite hat sie sich in Justin Hals-über-Kopf verliebt und merkt selber, das sie mehr will, als nur anonym im Netz und sich hinter irgendwelchen Charakteren zu verstecken. Auf der anderen Seite liebt sie ihre Familie und will diese nicht noch einmal zerstören.

Der Plot verspricht Spannung, auch wenn sich die Handlung an manchen Stellen ein sehr lang hinzieht und nicht wirklich etwas spannendes passiert. Trotzdem habe ich das Buch genossen und werde wohl demnächst den zweiten Teil lesen.

Bewertung vom 13.05.2013
Ein Moment fürs Leben
Ahern, Cecelia

Ein Moment fürs Leben


ausgezeichnet

Wenn dich dein Leben um ein Treffen bitten würde ... würdet du dann hingehen? Genau dieser Frage muss Lucy Silchester ins Auge blicken, denn ihr Leben schreibt ihr Briefe und bittet um genau dieses Treffen. Doch Lucy verschließt die Augen vor der Realität und baut sich ein Netz aus Lügen auf, um sich ihr festgefahrenes Leben schön zu reden.
Alles begann mit der Trennung von ihrem perfekten Freund Blake. Um diese Trennung spinnt sie die erste Lüge. Aber aus einer wird eine zweite und immer mehr und schließlich ist Lucy's Leben eine einzige Lüge, die nicht nur ihr, sondern ihrem Leben zu schaffen macht.
Ihr Leben möchte endlich wieder glücklich sein und begleitet sie nun jede Sekunde. Und für jede Lüge, die Lucy ihren Freunden oder der Familie auftischt, erzählt es eine Wahrheit.
Das Leben der 29-jährigen verändert sich rasant.

Ein schöner Roman, der zum einen zum nachdenken anregt, wie man mit sich uns seinem eigenen Leben den so umgeht. Zum anderen auch Freundschaft und Liebe mit einbezieht und die Stärken dieser Beziehung, wie auch die Schwächen aufzeigt.
Sehr empfehlenswert.

9 von 10 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 13.05.2013
Ein Sommer am Chiemsee
Nellon, Johanna

Ein Sommer am Chiemsee


sehr gut

Für Hannah bricht eine Welt zusammen. Von einem Tag auf den anderen verliert sie nicht nur ihre komplette Existenz sondern auch ihren Freund Jo. Diesen erwischt sie mit ihrer besten Freundin im Bett. Hannah weiß sich keinen anderen Ausweg, außer zu fliehen. Da sie durch Jo in finanziellen Schwierigkeiten steckt, ruft sie ihren Vetter Bastian an, der sie mit offenen Armen am Chiemsee empfängt.
Es scheint, als könnte Hannah hier ihre Sorgen endlich vergessen, doch Jo folgt ihr und das Leben für Hannah hat hier, trotz neuem Job und neuer Perspektiven, wieder Höhen und Tiefen.
Die Charaktere im Buch sind sehr schön beschrieben und es ist für jeden etwas dabei: der liebenswerte Cousin Bastian, sein Lebenspartner Ulli, der sich als kleine "Diva" entpuppt, der aufdringliche Chef, die unglücklich verliebte Haushälterin und der viel zu sehr von sich überzeugte Exfreund.
In "Ein Sommer am Chiemsee" ist das Geschehen, wie auch das dortige Wetter, es kann von Sonnenschein schnell zu Gewitter wechseln und das macht es auch so spannend, dieses Buch zu lesen.

Das einzige, was mir persönlich nicht so gefallen hat, ist die Art der Annäherung zwischen Hannah und Stefan. Die Beziehung zwischen den beiden, grad von seiner Seite aus gesehen, ging mir ein bisschen zu schnell. Aber das ist meine persönliche Auffassung.
Dennoch würde ich das Buch sehr empfehlen.

Bewertung vom 13.05.2013
Albert - Ein glorreiches Schnabeltier
Anderson, Howard L.

Albert - Ein glorreiches Schnabeltier


sehr gut

Den ganzen Tag im Zoo hinter Gittern sitzen und von Menschen begafft werden - wer könnte sich so ein Leben schon vorstellen? Genau so geht es Albert. Als kleines Schnabeltier wurde seine Mutter von Hunden getötet und er in den Zoo von Adeleide gebracht. Doch hier fühlt er sich keinesfalls wohl. Geschichten vom Alten Australien, dem „Paradies der Tiere“ verführen ihn dazu, aus dem Zoo auszubrechen und sich auf die Suche nach genau diesem Ort zu machen.
Allerdings hat Albert sich dabei keine Gedanken gemacht, was alles auf ihn zukommt. Mitten in der Wüste, nur mit einer Limonadenflasche, die leer ist, steht er kurz vor dem Sterben, als er das Wombat Jack kennenlernt. Jack führt ihn in die Modalitäten der Kneipenwelt von Ponsby Station ein, dem Glücksspiel und rettet Albert aus einer schwierigen Situation - mit einem Feuer. Und genau dieses Feuer wird Albert im weiteren Verlauf zum Verhängnis. Als Kleinkrimineller ist er auf der Flucht in der Wüste, wird fast überfallen und kann sich mit viel Glück auch aus dieser verfahrenen Situation retten, mit Hilfe von TJ. Terrance James Walcott - TJ - der Waschbär scheint das Abenteuer und das illegale zu lieben, er überfällt andere Tiere und räubert sich so durchs Leben.
Albert wird immer mehr bewusst, dass das Alte Australien, wie er es sich vorstellt nicht existiert. Dennoch wächst er in sein neues Leben hinein, wenn auch anders als gedacht.

Albert - Ein glorreiches Schnabeltier ist ein Buch, was wohl eher für Männer geschrieben wurde. Mit viel Alkohol, Schießereien, aber auch einer Portion Humor kann man es flüssig lesen und auch mich hat es an der ein oder anderen Stelle zum Schmunzeln gebracht. Auch finde ich die Freundschaften, die entstehen und die Beschreibungen des Zusammenhaltens wunderbar. Alles in allem ein wirklich empfehlenswertes Buch.