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kleinbrina
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Köln

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Insgesamt 1388 Bewertungen
Bewertung vom 21.12.2016
Green, John; Johnson, Maureen; Myracle, Lauren

Tage wie diese


ausgezeichnet

"Tage wie diese" habe ich bereits vor einigen Jahren gelesen, als das Buch noch frisch erschienen war. Da ich mal wieder Lust auf die drei Geschichten hatte, habe ich sie aus dem Regal gefischt und das Buch relativ zügig ausgelesen. Interessant war dabei für mich, ob ich die Geschichten noch genauso gut finden würde, wie schon vor vier bis fünf Jahren und ich muss sagen, dass mir "Tage wie diese" auch heute noch gefällt.

Hier erlebt man gleich drei Geschichten, die jeweils aus der Feder von Maureen Johnson, John Green und Lauren Myracle stammen. Das Buch beginnt mit "Der Jubilee-Express" von Mauren Johnson, geht weiter mit "Ein cheer unglaubliches Weihnachtswunder" von John Green und endet mit "Der Schutzheilige der Schweine" von der doch in Deutschland leider noch recht unbekannten Lauren Myracle.

Alle drei Geschichten sind an sich eigenständig, allerdings stellt man immer wieder fest, dass die drei Geschichten auch sehr gut zusammenpassen und sich stellenweise auch ergänzen. Obwohl mich John Green in "Tage wie diese" wieder einmal am meisten überzeugen konnte, haben mich auch die anderen beiden Autorinnen gut unterhalten. Alle Geschichten lesen sich leicht und flüssig, sind mal romantisch, mal humorvoll, aber stets passend zur Weihnachtszeit, sodass es für mich ein absolutes Weihnachtsbuch ist.

Das Cover ist schlicht, aber durchaus schön anzusehen. Hier mag ich besonders die Farbgestaltung und die vielen Sterne, die das Highlight des Covers sind. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich bereits vor etlichen Jahren neugierig gemacht, sodass ich "Tage wie diese" gerne ein zweites Mal gelesen habe.

Kurz gesagt: "Tage wie diese" umfasst insgesamt drei unterhaltsame und schöne Geschichten, die perfekt in die Weihnachtszeit passen und mich mit interessanten Figuren und tollen Ideen begeistern konnte. Ich kann dieses Buch somit nur empfehlen und hoffe, dass besonders Lauren Myracle in Deutschland ein wenig bekannter wird.

Bewertung vom 18.12.2016
Lynn, J.

Hände weg vom Trauzeugen / Tempting Love Bd.1


sehr gut

Ich habe schon einige Bücher aus der Feder von J. Lynn bzw. Jennifer L. Armentrout gelesen und war auch fast immer begeistert, von daher war ich schon sehr gespannt auf "Tempting Love - Hände weg vom Trauzeugen", dem ersten Band der "Gamble Brothers"-Trilogie. Hier habe ich mir eine unterhaltsame und prickelnde Geschichte erhofft, die ich auch zum Glück erhalten habe.

Die Geschichte liest sich aufgrund des angenehmen Schreibstils sehr flott, flüssig und oftmals auch humorvoll, sodass ich durch das doch recht dünne Buch nur so geflogen bin. Die erotischen Momente sind prickelnd geschrieben, ohne dabei unfreiwillig komisch zu wirken und auch Dialoge konnten mich stets überzeugen. Auch die Figuren fand ich interessant und oftmals sympathisch.

Hierbei handelt es sich um den ersten Band der "Gamble Brothers"-Trilogie. Chase Gamble macht dabei den Anfang, allerdings sind auch seine beiden Brüder bereits mit von der Partie, auch wenn die sich in "Hände weg vom Trauzeugen" noch eher im Hintergrund halten. Dabei ist die Geschichte schnell erzählt: Chase ist auf der Hochzeit seines besten Freundes der Trauzeuge und trifft dabei auf dessen Schwester Madison, auf die er schon lange ein Auge geworfen hat. Obwohl Madison ebenfalls seit langer Zeit für Chase schwärmt, hat Chase dennoch erhebliche Zweifel an sich und einer möglichen Beziehung, da er immer die Sorge hat, dass er wie sein Vater wird, der von Treue nie wirklich viel gehalten hat. Als sich die beiden jedoch aufgrund eines Fehlers ein Hotelzimmer teilen müssen, muss er sich nach und nach seinen Gefühlen und Ängsten stellen...

Zugegeben: Die Thematik, dass Männer mehr oder weniger Bedenken wegen einer Beziehung haben, weil sie entweder zu sehr ihre Freiheit genießen oder eben nicht so sein wollen wie andere, in dem Fall der Vater, ist alles andere als neu und bietet nicht wirklich viele Überraschungsmomente. Dennoch hat mir die Geschichte gut gefallen, sodass ich sie gerne gelesen habe. Dies liegt besonders an der Chemie zwischen Madison und Chase, die mehr als gelungen ist.

Das Cover ist zwar an sich nicht unbedingt unansehnlich, allerdings habe ich mir hier für die Geschichte eine doch etwas schönere Gestaltung gewünscht. Zwar passen die Rosenblüten und auch die Krawatte durchaus zur Geschichte, allerdings trifft das Cover dennoch nicht ganz meinen Geschmack. Von der Kurzbeschreibung war ich dagegen schon mehr begeistert, denn diese hat mir so gut gefallen, dass ich dem Buch unbedingt eine Chance geben wollte.

Kurz gesagt: "Tempting Love - Hände weg vom Trauzeugen" ist zwar von der Thematik her nicht zwingend neu, allerdings konnte mich die Autorin dennoch wieder einmal mit einem tollen Schreibstil und vielseitigen Figuren begeistern, sodass ich die Geschichte nur empfehlen kann. Wer bereits einige Bücher von J. Lynn bzw. Jennifer L. Armentrout gelesen hat, sollte sich auch dieses nicht entgehen lassen.

Bewertung vom 18.12.2016
Fitzek, Sebastian

Das Paket


sehr gut

Da ich nahezu alle Bücher von Sebastian Fitzek gelesen habe, war auch sein neuestes Werk "Das Paket" ein absolutes Muss für mich. Aufgrund der wunderbaren Aufmachung des Buches und der Kurzbeschreibung hatte ich hier enorm hohe Erwartungen und ich bin froh, dass ich letztendlich nicht enttäuscht wurde.

Der Schreibstil liest sich wieder einmal durchweg spannend und überaus angenehm, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, man lernt sie ausreichend kennen und auch die jeweiligen Szenen sind so gut und detailverliebt ausgearbeitet, dass man sich vieles bildlich vorstellen konnte. Da es in der Geschichte gleich mehrere Zeitsprünge gibt, lernt man die Psychiaterin Emma nicht nur als Kind kennen, sondern auch viele Jahre später als Erwachsene.

Emma war mir zwar nicht immer wirklich sympathisch, was auch gleichzeitig für die anderen Figuren gilt, allerdings fand ich sie allesamt dennoch interessant und vielseitig, sodass ich die Geschichte gerne verfolgt habe. "Das Paket" ist dabei schnell erzählt: Nachdem Emma in einem Hotelzimmer vergewaltigt wurde, fühlt sie sich nirgendwo mehr in Sicherheit und ist sich sicher, dass sie eines der Opfer des sogenannten Friseurs, einem Serienkiller, ist. Problem ist jedoch, dass sich herausstellt, dass es dieses Hotelzimmer angeblich nicht gibt, sodass Emma schnell als Lügnerin bezeichnet wird. Für sie keine leichte Zeit und somit verschanzt sie sich immer mehr in ihrem Haus, bis sie eines Tages ein Paket für einen Nachbarn annehmen soll, von dem sie allerdings noch nie etwas gehört hat...

Bei "Das Paket" ist es besonders interessant, dass man als Leser nie genau weiß, woran man ist. Man ist sich nie sicher, ob sich Emma bestimmte Momente nur einbildet oder ob tatsächlich alles so geschehen ist, wie sie es hinterher ihrem Anwalt Konrad schildert. So kam es auch häufiger vor, dass ich mir immer mehr Gedanken über die Geschichte gemacht habe und dabei auch oftmals überrascht wurde, da Sebastian Fitzek die Geschichte stellenweise so komplex aufgebaut hat, dass es doch einige Zeit braucht, bis man weiß, was mit Emma los ist.

Über die Covergestaltung, bzw. die gesamte Aufmachung kann man nur den Hut ziehen. Das Buch ist tatsächlich wie ein kleines Paket verpackt und passt somit bestens zur Geschichte. Auch die Kurzbeschreibung hat mich vom ersten Satz an überzeugen können, sodass ich schon sehr gespannt auf die Geschichte war.

Kurz gesagt: Sebastian Fitzek hat es wieder einmal geschafft, mich voll und ganz in den Bann zu ziehen! "Das Paket" liest sich nicht nur unglaublich spannend, sondern besticht auch mit interessanten und vielseitigen Figuren, sodass ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte. Klare Empfehlung!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 15.12.2016
Kuttner, Sarah

180 Grad Meer


gut

Bislang habe ich die Bücher und Kolumnen von Sarah Kuttner immer sehr gemocht, von daher habe ich mich auch sehr auf "180 Grad Meer" gefreut. Ich muss zwar gestehen, dass das Buch dann doch ganz schön lange ungelesen im Regal stand, ich mich dann aber auch sehr auf das Lesen gefreut habe. Leider verpuffte diese Freude doch recht schnell, denn leider konnte mich "180 Grad Meer" nicht so überzeugen, wie ich es zuvor erhofft habe.

Man muss zwar sagen, dass sich die Geschichte wieder einmal sehr flüssig und lebendig liest und auch wieder eine gewisse Melancholie auf jeder Seite spürbar ist, allerdings hat es mir dennoch dieses Mal an Emotionen gefehlt. Dies liegt wohl auch hauptsächlich an Jule. Diese ist zwar an sich gut ausgearbeitet, allerdings ist ihr vieles egal und sie erträgt ihr Leben eigentlich nur noch. Oftmals habe ich mich dabei gefragt, wieso mir etwas nicht egal sein soll, wenn mir in dem Buch doch vorgelebt wird, dass die Protagonistin eine "Null Bock"-Haltung hat und ihr alles egal ist. Da habe ich in der Vergangenheit mit anderen Figuren aus Büchern von Sarah Kuttner doch weitaus mehr mitgefühlt und mitgelitten.

Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Jule arbeitet als Sängerin in einem Restaurant mit einem Partner, den sie geradezu verabscheut. Auch in ihrer Beziehung läuft leider nicht alles glatt, da Jule immer mehr in ihrer eigenen Welt zu leben scheint und von ihrer Außenwelt, ganz besonders von ihrer Mutter, genervt ist. Um ihren Alltag zu entfliehen, sucht sie die Nähe zu ihrem Bruder, der in England lebt und möchte dort zur Ruhe kommen. Mit der Ruhe ist es jedoch dahin, als sie auf ihren Vater trifft, der im Sterben liegt. Für Jule, die sich von ihrem Vater immer in Stich gelassen fühlte, beginnt dabei eine aufwühlende Reise und Selbstfindungsphase.

An sich klingt die Geschichte wirklich interessant und man kann auch nicht behaupten, dass "180 Grad Meer" schlecht geschrieben wäre, mein Problem ist allerdings, dass es mir ein wenig an Tiefe gemangelt hat und ich das Buch nicht, wie z.B. "Mängelexemplar" in einem Rutsch durchgelesen habe. Stattdessen habe ich die Geschichte zwar an sich gemocht, aber der erhoffte Suchtfaktor und das ständige Anstreichen von Zitaten, blieben leider aus.

Das Cover ist schlicht, aber durchaus passend zur Geschichte, sodass es hierbei nichts zu bemängeln gibt. Auch die Kurzbeschreibung ist gelungen, fasst das Wesentliche zusammen und macht direkt Lust auf mehr, sodass ich das Buch auch direkt am Erscheinungstag kaufen musste.

Kurz gesagt: Obwohl "180 Grad Meer" an sich eine tolle Geschichte ist, konnte sie mich dennoch nicht so packen und mitfühlen lassen, wie ich es zuvor erhofft habe. Zwar wurden die Figuren wieder einmal gut ausgearbeitet, allerdings bin ich der Meinung, dass Sarah Kuttner es deutlich besser kann. Von daher ist "180 Grad Meer" zwar an sich gut, für mich aber das schwächste Buch von der Autorin.

Bewertung vom 14.12.2016
Ahern, Cecelia

Das Jahr, in dem ich dich traf


sehr gut

Cecelia Ahern gehört bereits seit vielen Jahren zu meinen Lieblingsautorinnen, von daher war es mal wieder Zeit ein weiteres Buch von der sympathischen Autorin zu lesen. Die Wahl fiel dabei auf "Das Jahr, in dem ich dich traf", das bereits viel zu lange ungelesen im Regal stand. Aufgrund von vielen positiven Bewertungen waren meine Erwartungen enorm hoch und ich bin froh, dass ich nicht enttäuscht wurde.

Der Schreibstil ist mal wieder typisch für die Autorin: Locker, leicht, sehr flüssig, äußerst angenehm und dennoch schafft es die Autorin immer wieder, mich mit ihren Büchern zum Nachdenken anzuregen. Die Dialoge sind mal witzig, mal tiefgründig, aber nie holprig. Auch die Figuren sind gelungen. Sie sind zum Großteil sehr sympathisch, vielseitig und nie langweilig, sodass ich schnell in die Geschichte hineingefunden und besonders Jasmine auf ihrem Weg sehr gerne begleitet habe.

Ich muss zwar zugeben, dass ich besonders am Anfang nicht mit Jasmine warm wurde, allerdings hat sich dies nach einiger Zeit gelegt und ich konnte mich immer mehr auf ihre Gedanken und Gefühle einlassen, sodass ich sie letztendlich doch noch ins Herz schließen konnte. Ihre Geschichte ist dabei schnell erzählt: Jasmine wird aus ihrem Job entlassen und darf ein Jahr lang keine andere Stelle annehmen. Dabei kommt sie sich vollkommen verloren vor und weiß mit ihrer Zeit gar nichts mehr anzufangen.

So verbringt sie viel Zeit mit ihrer Familie, gestaltet ihren Vorgarten komplett um und beobachtet für ihr Leben gern ihre Nachbarschaft. Dabei begegnet sie auch immer ihren Nachbarn Matt, der ebenfalls seinen Job verloren hat und den sie zutiefst verachtet. Dennoch beobachtet sie immer wieder sein Haus und macht sich Gedanken über ihn und sein Leben.

Aber nicht nur Jasmine und ihr Nachbar Matt sind interessant, sondern auch besonders Jasmines Schwester Heather, die man einfach nur ins Herz schließen kann. Auch andere Figuren wie ihr Cousin Kevin oder auch Scott sind gut ausgearbeitet, sodass man sie ausreichend kennen lernt.

Obwohl Cecelia Ahern für ihre Liebesgeschichten bekannt ist, spielt die Liebe in dieser Geschichte nur eine kleine Rolle, denn hierbei geht es vielmehr um die Frage, wer man ist und wo man letztendlich sein möchte. Dabei macht Jasmine eine sehr gute Entwicklung durch und ich bin dankbar, dass ich sie auf ihrem Weg begleiten durfte.

Das Cover ist schön anzusehen und passt perfekt zu den Momenten, in denen Jasmine einfach nur aus dem Fenster schaut und dabei ihre Nachbarn und die Welt um sich herum beobachtet. Die Kurzbeschreibung ist dagegen ein wenig schwammig, denn das Buch bietet so viel mehr als nur den Handlungsstrang, der hier thematisiert wird.

Kurz gesagt: "Das Jahr, in dem ich dich traf" ist eine stimmige und schöne Geschichte, die sich leicht und schnell lesen lässt und dazu ans Herz geht und mich zum Nachdenken anregen konnte. Ich habe Jasmine und die anderen Figuren trotz kleinerer Schwächen sehr gerne begleitet, sodass mir die Geschichte gut gefallen hat und ich diese somit nur empfehlen kann.