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Rebecca1120
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Oranienburg
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bin eine absolute Leseratte; besonders gerne lese ich Krimis, Thriller und historische Romane

Bewertungen

Insgesamt 1008 Bewertungen
Bewertung vom 01.02.2024
Bernstein, Lilly

Sturmmädchen


ausgezeichnet

Sie sind Freundinnen – für immer. Das schwören sich Margot, Käthe und Elli, die sich seit Kindertagen kennen. Doch das Schicksal will es anders. Die Herrschaft der Nazis wirbelt ihre Lebensträume durcheinander und stellt ihre Freundschaft auf eine harte Probe, die nicht jede der drei Freundinnen besteht…..
Es war für mich ein Roman, dem ich eine kurze Nacht und dafür aber spannende Lesestunden verdankt habe. Die Autorin hat die Charaktere so lebensecht beschrieben, mit all ihren Sorgen und Zweifeln, dass während des Lesens schon mal eine Träne geflossen ist. Elli, die im Dorf wegen ihres verkürzten und unterentwickelten rechten Beins von vielen Hinkefüsschen genannt wird und die diesen Makel und damit verbundene Einschränkungen immer verstecken möchte, habe ich in mein Herz geschlossen. Einschränkungen lässt ihr starker Wille nicht zu. An ihren Wertvorstellungen hält sie fest, selbst wenn dadurch ihr Lebensglück und -traum zerstört wird. Wie Elli mit ihrer Mutter in diesen ärmlichen Verhältnissen lebt, wider ihre Schmerzen im Bein ihre Arbeiten verrichtet und trotzdem noch helfend und die eigene Gesundheit und Sicherheit aufs Spiel setzt, um noch Bedürftigere zu unterstützen, ist bewundernswert. Nebenbei fand ich es auch interessant, wie erfinderisch Alma und Elli in den 30er Jahren waren, um mit dem wenigen was sie hatten über den Winter zu kommen und wenn andere noch weniger hatten, ihre Vorräte noch teilten.
Geschichtlich belegte Entwicklungen, wie der Bau des Westwalls oder die Rassenideologie der Nazis fließen glaubhaft in die Geschichte mit ein und lassen den Geist der damaligen Zeit nachempfinden. Von mir gibt’s eine uneingeschränkte Leseempfehlung und 5 Lese-Sterne.

Bewertung vom 30.01.2024
Blum, Antonia

Geteilte Träume / Kinderklinik Weißensee Bd. 4


ausgezeichnet

Auch in diesem Buch der Kinderklinik Weißensee macht es die Autorin dem Leser leicht in
den letzten Band einzusteigen. Es beginnt auch gleich dramatisch, denn Marlene, Lissis Tante, muss gemeinsam mit Ehemann Maximilian aus der Villa fliehen, um einer Verhaftung zu entgehen. Das bleibt aber nicht Marlenes einziger Schicksalsschlag. Zum ersten Mal hadert Marlene mit ihrem Schicksal und fällt in ein tiefes Loch. Ob sie da wieder herausfindet, sollte jeder selbst lesen.
Hauptfigur ist in diesem Band ist aber Elisabeth, Emmas ehrgeizige Tochter, die von allen Lissi genannt wird. Sie übernimmt die Assistenzarztstelle in der Klinik und muss sich gegenüber Professor Nowikow, dem Klinikdirektor, beweisen. Er macht es ihr nicht leicht. Selbstzweifel, wegen ihrer fehlenden Erfahrung, aber auch wegen ihrer körperlichen Einschränkung machen ihr zu schaffen. Doch Lissi will ihren Traum, Kinderärztin zu sein, unbedingt verwirklichen.
Ich finde es immer wieder ans Herz gehend, wie Antonia Blum dem Leser die innere Zerrissenheit der Figuren nachvollziehbar vermittelt. So, dass man mit den Figuren mitfiebert. Durch kleine Andeutungen während der Schilderungen sät sie Zweifel an der Redlichkeit der Figuren und bringt damit Spannung in die Geschichte. Sehr gut gefallen hat mir, dass das Marode der Klinik hier so gut in die Handlung eingearbeitet wurde. Ist doch der Verfall dieses geschichtsträchtigen Hauses, sein Schicksal. Wie Emma, ohne Fachkenntnisse und ohne Materialien versucht gegen den Verfall anzukämpfen und den Klinikbetrieb aufrecht zu erhalten, hat mich überzeugt. Auch wenn sie dabei an ihre Grenzen stößt, ist sie eine beherzte, mutige Frau. Für mich ist das ein gelungener Abschluss. Darum gibt’s auch 5 Lese-Sterne.

Bewertung vom 26.01.2024
Sjöberg, Agneta

Der Tote auf Öland


weniger gut

Nachdem die örtlichen Streifenpolizisten Anka und Sören zum gemeldeten Leichenfundort, einem Besuchermagnet für Touristen, eintreffen, wird schnell klar, dass die männliche völlig nackte Leiche keines natürlichen Todes gestorben ist und die Kommissare Luna Bofink und Alban Larsson übernehmen die Ermittlungen….
Also ganz ehrlich, die beiden konnten mich mit ihrer Arbeit gar nicht überzeugen. Von Professionalität keine Spur. Mir kamen die beiden nur verwirrt, mit weiteren Leichenfunden überfordert und völlig inkompetent vor. Sie sind von den Ereignissen überrollt worden.
Die Autorin hat versucht mit verschiedenen Einblendungen Spannung zu erzeugen. Da gab es Rückblenden zu brutalen Menschentransporten, Einblicke zu einer Sekte und, und, und.
Diese Wechsel wirkten auf mich abrupt und haben keinesfalls zum Aufbau eines Spannungsbogens geführt. Im Gegenteil, es hat mich genervt, dass kein roter Faden erkennbar war. Gekämpft habe ich auch mit dem Schreibstil. Der Satzbau war zum Teil gewöhnungsbedürftig, so dass ich Sätze mehrmals lesen musste. Ich kann natürlich nicht einschätzen, ob das der Übersetzung geschuldet war oder im Original ebenso. Auf jeden Fall habe ich mich bis zum Ende durchgekämpft, in der Hoffnung hier noch eine völlig überraschende Wendung zu erleben, die aber nicht kam. Ein Leseempfehlung kann ich daher nicht aussprechen und vergebe auch nur 2 Lese-Sterne.

Bewertung vom 23.01.2024
Johannsen, Anna

Enna Andersen und das weite Land


gut

Auf Bitte ihres alten Chefs, Albrecht Heinzen, rollen Enna und ihr Team den zwanzig Jahre alten Vermisstenfall der Eheleute Feddersen auf. Denn jetzt nach mehr als 20 Jahren wurden endlich die Leichen von Tjark und Eefke gefunden. Vergraben auf einer ehemaligen Weidefläche, die Tjarks Bruder einmal gehört hat. Leider kann die Rechtsmedizin anhand der Knochenfunde nichts Näheres zur Todesursache mehr feststellen. Für Ennas Team heißt es also alles nochmal aufrollen, ehemalige Zeugen nochmals befragen, alles aus den alten Akten auswerten und neu bewerten. Keine leichte Aufgabe, denn die Polizeiakten sind bereits vernichtet und nur noch die Akten der Staatsanwaltschaft stehen ihnen zur Verfügung.
Jetzt wird auch noch Tjarks Bruder Hinnerk ermordet aufgefunden. Hängen beide Fälle zusammen. Untersucht wird der aktuelle Mord an Hinnerk vom Hajo Greven und der ist alles andere als kooperativ. Aus Angst den Mordfall an das LKA Niedersachsen, in Persona Enna Andersen, abzugeben, mauert er, hält Informationen von ihr fern. Und auch der zuständige Staatsanwalt ist alles andere als kooperativ. Ein Ärgernis, dass sich Enna nicht lange gefallen lässt und das ihre Arbeit nicht unbedingt erleichtert.
Auch in diesem Band ist Enna wieder sehr engagiert, beweist wie gut ihr Team zusammenarbeitet. Doch leider machen ihr die Parallelen zu ihrem eigenen Schicksal emotional mehr zu schaffen als sie zugeben will. Sehr gut und detailliert schildert die Autorin die beharrliche Suche der Ermittler. Immer wieder werden neue, mögliche Tatabläufe gedanklich durchgespielt, verworfen und neue aufgestellt. Bis in der Diskussion alle den neuen Ermittlungsansätzen zustimmen. Leider hat sich durch diese detailgenauen Beschreibungen bei mir keine richtige Spannung aufgebaut. Schade, da habe ich schon spannendere Bücher der Autorin gelesen. Insgesamt gibt es von mir daher auch nur 3 Lese-Sterne.

Bewertung vom 21.01.2024
Calden, Saskia

Der Puppenwald


ausgezeichnet

Die 16jährige Jessica ist entführt worden. Zum Glück ist ihr die Flucht aus der einsam inmitten des Schwarzwaldes gelegenen Waldhütte gelungen. Nun sitzt sie den Ermittlern Evelyn Holm und Anton Bolte von der Kripo Freiburg gegenüber und berichtet von ihrem Grauen. Wenn man von Entführung eines jungen Mädchens hört, assoziiert man das mit sexuellem Missbrauch. Bei Jessica traf das nicht zu. Doch was Jessica hier erleben musste, war in meinen Augen ebenso grausam und traumatisch. Sie musste die lebendige Puppe für die fast fünfjährige Tochter des Entführers spielen. Eine Aufgabe, die bei einem so verwöhnten Kind wie Clara nicht leicht ist. Clara ist nicht nur sehr fordernd, sie ist auch hinterhältig und intrigant. Auf jeden Fall transportiert die Autorin Jessicas Verzweiflung, kurzweilige Hoffnungsschimmer, die immer wieder erlöschen, sehr erfolgreich zum Leser. Genau wie Evelyn Holm, hat auch mir Jessica total leidgetan.
Der schwierigen Aufgabe diesen Entführer zu finden und weitere bestialische Taten zu stoppen, stellt sich Evelyn. Dabei steht ihr Team nicht unbedingt hinter ihr. Insbesondere Bolte neidet ihr die Leitung der Ermittlung, spielt sich immer wieder in den Vordergrund, ohne wirklich zur Aufklärung beizutragen. Evelyns Bauchgefühl sagt ihr, dass es eine Verbindung zu zwei alten Fällen, in denen Bolte damals ermittelt hat, geben muss. Ihr Bauchgefühlt hat recht, doch nie hätte ich gedacht, dass die Lösung des Falls sich so entwickelt. Der Weg dahin ist dank der Autorin ein spannendes Lesevergnügen. Von mir gibt’s daher 5 Lese-Sterne.

Bewertung vom 20.01.2024
Tsokos, Anja;Tsokos, Michael

Heinz Labensky - und seine Sicht auf die Dinge


gut

Heinz Labensky wird in Briesen, einem kleinen Dorf in Brandenburg geboren. Seine Mutter, ist alleinerziehend nachdem der Vater nicht aus dem Krieg gekommen ist. Viel Liebe hat sie ihm nicht zu geben. Err hatte keine einfache Jugend, denn schon bald wird Heinz in der Schule an seine geistigen Grenzen kommen. Er ist geistig nicht der Hellste. Die anderen Kinder meiden ihn, nur Rita, das Russenkind mit den mongolischen Zügen, nimmt sich seiner an, unterstützt ihn. Sie wird, zumindest für Heinz seine beste und einzige Freundin bleiben. Auch wenn ihre Wege sich trennen…
Den Autoren gelingt es uns Heinzis, so nennt Rita ihn, eingeschränkte Gedankenwelt durch sehr bildhafte Beschreibungen zu vermitteln. Denn wenn Heinz, der die Grundschule nie beendet hat, dem Förderungsunfähigkeit bescheinigt wird, etwas nicht versteht, dann macht er sich so seine eigenen Gedanken. Natürlich sind die dann oftmals fern jeder Realität. Er hat mich damit mehrmals zum Schmunzeln gebracht. Wie Heinzi die Entwicklungen in der DDR für sich interpretiert, wie arglos er an seine Beurteilungen geht, ist schon sehr erfrischend. Oft kamen bei den vielen, mir noch geläufigen Abkürzungen in der DDR alte Erinnerungen auf. Da diese Abkürzungen aber für Heinzi immer erklärt werden, schließlich vermutet er selbst die krudesten Wörter dahinter, denke ich, kommt jeder beim Lesen damit klar.
Heinz ist jetzt 79 Jahre, lebt in Erfurt im Feierabendheim. Auch wieder so ein Ostwort. Als er einen Brief von Ritas Tochter Rosa aus Warnemünde erhält, macht er sich auf den Weg zu ihr. Mit dem Flixbus. Während der Fahrt geht Heinzi seinen Erinnerungen an sein Leben und an seine Rita nach. Stück für Stück arbeitet er sein Leben, mal mit sich allein, mal mit Mitfahrern auf. Anfangs fand ich diese naive Sicht, die so lebendig vermittelt wird sehr unterhaltsam. Doch mit Lesefortschritt haben mich Labenskys Naivität, seine Fehleinschätzung und wie man ihn ausgenutzt hat, genervt. Da gab es zu viele Entwicklungen, die ich nicht glaubhaft fand. In meinen Augen wurde hier der Bogen überspannt. Insgesamt gebe ich daher 3 Lese-Sterne.

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Bewertung vom 18.01.2024
Nore, Aslak

Meeresfriedhof / Die Falck Saga Bd.1


sehr gut

Mich haben Titel, Cover und die Kurzbeschreibung neugierig auf das Buch gemacht. Danke an Kiwi-Verlag, dass ich es vorab lesen durfte.
Der Leser lernt die steinreiche und politisch einflussreiche norwegische Reeder-Familie Falck kennen. Die Immobilien der Familie, deren Wert bei mehreren Millionen liegt gehören Vera Lind, der Großmutter, während die SAGA-Stiftung von ihrem Sohn Olav verwaltet wird. Nun jährt sich das Familienunglück zum 75sten Mal. Dabei kam Veras Mann Thore beim Untergang eines seiner Schiffe ums Leben und Vera wie auch ihr kleiner Sohn Olav haben nur knapp überlebt. Am Jahrestag soll die Stelle an der die „Princess Ragnhild“ damals untergegangen ist, angesteuert werden. Zum Festakt gehört, dass Veras Enkeltochter Alexandra eine Rede zur Familiengeschichte hält. Schließlich ist die Familie dafür bekannt, dass sie den norwegischen Widerstand während des zweiten Weltkrieges unterstützt hat.
Kurz vorher nimmt sich Vera aber das Leben und ihr Testament verschwindet.
Anfangs habe ich mich etwas schwergetan, Zusammenhänge im Thriller zu erkennen. Lag sicher daran, dass der Autor immer wieder vom aktuellen Kriegsgeschehen im Nahen Osten und von Personen erzählte, die so gar nicht zur Familie Falck in Verbindung stehen. Doch das durchhalten beim Lesen wird belohnt. Der Autor entwickelt auf Grundlage eines 75 Jahre gehüteten Familiengeheimnisses einen spannenden Thriller. Über allem steht die Frage, was steht in Veras Testament und wer ist in dessen Besitz. Man erlebt ein ständiges Gezerre um Geheimnisse zu bewahren. So gehören manipulative Gespräche mit fein verpackten Drohungen zu Olafs Geschäftspolitik und zum Umgang innerhalb der Familie Falck. Fast scheint es, als herrsche in Norwegen Krieg, kalter Krieg, und all das nur, um mehr Macht, mehr Geld zu bekommen. Alles unter dem Deckmantel Norwegens heroische Geschichte, die so eng mit der der Familie Falck verankert ist, zu wahren.
Der Thriller fordert die volle Aufmerksamkeit des Lesers und entwickelt dabei aber eine Familiengeschichte, die so nie zu erahnen war. Ein wirklich spannender Thriller, dem ich 4 Lese-Sterne gebe.

Bewertung vom 15.01.2024
Bogdahn, Martina

Mühlensommer


ausgezeichnet

Maria, erfolgreiche Werbegrafikerin und Mutter zweier Teenager, fühlt sich wohl in ihrem Leben in der Stadt. Hier ist sie erfolgreich im Beruf, hat Freunde und genießt die Vorzüge des Stadtlebens. Doch dann während einer Bergtour mit Freunden erhält sie einen Anruf ihrer Mutter. Der Vater hätte im Wald einen Unfall gehabt, läge im Krankenhaus und ihre Hilfe wäre hier auf dem Mühlenhof dringend notwendig. Widerwillig folgt Marie dem Hilferuf. Was Maria dort erwartet ist eine aufgelöste Mutter, eine Äpfel schälende, demente Großmutter und Vieh, das versorgt werden muss. Wie von selbst kommen hier auf dem Birkenhof in ihrer alten Umgebung und nun auch mit den ihr vertrauten Aufgaben alte Erinnerungen aus der Kindheit wieder hoch. Dieser Wechsel im Buch zwischen jetzt und Maries Erinnerungen erfolgt spielerisch leicht und ließ auch mich eintauchen in meine Kindheit. Auch ich bin mit Nutztieren aufgewachsen, habe bei Hausschlachtungen genauso helfen müssen wie bei der Feld- und Wiesenarbeit und konnte von Urlaubsreisen während der Sommerferien nur träumen. Was Martina Bogdahn hier beschreibt ist absolut lebensecht. Gefallen haben mir im Roman auch die kleinen lustigen Begebenheiten, Omas Ritt und der McDonald-Besuch beispielsweise. Sie wirken erheiternd und genau solche Begebenheiten bleiben bei all der Mühsal schlussendlich auch in Erinnerung.
Bei all der notwendigen Arbeit genießt Maria diese Tage, macht regelrecht eine Metamorphose durch. Sie erkennt nicht nur den Wandel in der Landwirtschaft, sondern auch den Wert dieses naturverbundenen Lebens. Ich bin voll auf begeistert von diesem Buch und gebe daher auch 5 Lese-Sterne.

Bewertung vom 14.01.2024
Browne, Robert Gregory

Totenkult - Finde die Wahrheit (eBook, ePUB)


sehr gut

Nick Vargas, Journalist mit negativem Image, will nun sein erstes Buch schreiben und dadurch vielleicht wieder berufliche Anerkennung zu finden und vor allem Geld verdienen. Sein Plan ist es die Nonnenmorde im Casa de la Muerte, dem Haus des Todes, kurz hinter der mexikanischen Grenze, in diesem Thriller zum Thema zu machen. Diese Morde wurden nie aufgeklärt. So lässt er sich von den beiden Bikern, die vor etwa einem Jahr die Leichen fanden, den Ort zeigen. Hier fallen Nick aber recht schnell Ungereimtheiten bei den Aussagen der beiden auf. Er beginnt weitere Nachforschungen und sticht dabei in ein Bienennest, das nicht nur sein Leben in Gefahr bringt….
Der Thriller ist spannend zu lesen, auch wenn Nick anfangs mehr plan- und orientierungslos beschrieben wird, so wird er doch bei seinen Recherchen immer hartnäckiger und mutiger. Dabei fordern Lügen, Bestechlichkeit und Machtmissbrauch ein sehr mutiges und geschicktes Vorgehen, um nicht selbst ein Opfer zu werden. So kommt und bleibt die Spannung in diesem Thriller auf ein recht hohes Niveau.
Nick gelingt es eines der Opfer, Beth Crawford, die wider Erwarten die schweren Verletzungen überlebt hat, aufzuspüren.
Beth Erlebnisse, besser gesagt ihre spärlichen Erinnerungen, und ihr Kampf gegen die Gedächtnislücken fand ich gelungen beschrieben. Erst ihr Bemühen ihre lebenshungrige Schwester Jen zu behüten, dann ihr Kampf um ihre Erinnerungen, immerhin fehlen ihr fast und schlussendlich ihre finale Entscheidung, das brachte richtig Drive in die Geschichte und Monate, hat mich für diese so mutige Frau eingenommen. Es gab aber auch Beschreibungen und Entwicklungen in der Handlung, die ich dem Autor so nicht abgenommen, der Dramatik wegen aber verziehen habe. Insgesamt gibt‘s von mir 4 Lese-Sterne.

Bewertung vom 10.01.2024
Shapiro, Dani

Leuchtfeuer


gut

Ende August 1985 ist durch Leichtsinnigkeit oder Übermut ein Unglück passiert. Der 15jährige Theo fährt mit dem Auto, animiert von seiner angetrunkenen großen Schwester Sarah und einer Freundin, obwohl er keinen Führerschein besitzt. Die Fahrt endet in einer Katastrophe….
Die Autorin erzählt in diesem Buch wie einschneidend durch diesen tragischen Unfall das Leben der Familie Wils sich verändert. Das macht die Autorin indem sie sprunghaft zwischen Gegenwart und Vergangenheit wechselt und die Sicht der einzelnen Figuren beschreibt. Der Leser kann hautnah und sehr einfühlsam erleben, wie unterschiedlich die Mitglieder der Familie Wils damit umgehen. Einschneidend war dieses Erlebnis für alle vier. Die Zeitsprünge vor und zurück haben mir nicht zugesagt. Die Geschichte kam mir dadurch etwas zerrissen vor und das Lesen war anstrengend. Auch wenn die Autorin laut ihrem Nachwort diese Art der Darstellung bewusst genutzt hat, es als Puzzleteile bezeichnet, hat sie mich damit nicht überzeugt. Wie Waldo, der Nachbarsjunge, im Gegensatz zu seinen sonstigen Verhalten mit Ben, den älteren Nachbarn, anfreundet. Zum ersten Mal findet er jemanden, der ihm zuhört, der versucht ihn zu verstehen. Das hat mich schon berührt. Trotzdem gebe ich insgesamt nur 3 Lese-Sterne.