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Ich bin seit 2012 Bloggerin und Ihr findet mich auf instagram unter: katisbuecherwelt

Bewertungen

Insgesamt 327 Bewertungen
Bewertung vom 30.09.2013

Schwarzer Humor


weniger gut

Zum Buch:
Das Buch ist gebunden und liegt durch eine Wattierung im Buchdeckel und der Buchrückseite sehr angenehm in der Hand. Durch den kleinen schwarzen Teufel wirkt es sehr bösartig und macht neugierig. Zudem ist die Aufmachung des Buches durch zahlreiche bunte Illustrationen besonders in Szene gesetzt, was mir sehr gut gefallen hat.

Erster Satz:
Wann ist Humor schwarz? „Scharfzüngig, boshaft, politisch unkorrekt“, so lautet der Untertitel dieses Zitatenschatzes.

Meine Meinung:
Durch die anderen Bände „Die Wahrheit über Frauen“ und „Die Wahrheit über Männer“ bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Ich habe wieder sehr humorvolle und wirklich boshafte Zitate erwartet, doch leider wurde ich in diesem Band ein wenig enttäuscht.
Es sind eine Menge Zitate dabei, die mich wirklich zum Lachen gebracht haben, aber auch viele, die ich schon aus den vorherigen Bänden zu kennen glaube.

Die Illustrationen zu den Zitaten und die gesamte Gestaltung des Buches sind auch in diesem Teil sehr aufwändig. Es ist ein ideales Buch zum Verschenken und gemeinsamen Lesen.
Die meisten Zitate kommen eher als ein erzählter Witz rüber und für „Schwarzen Humor“ war es doch noch recht flach. Ich hätte zu dem Titel boshaftere Sprüche erwartet.

Ich empfehle dieses Buch nicht in einem zu lesen, um den humorvollen Part aufrecht zu erhalten, da es sonst nach einer Zeit doch zunehmend flacher wirken lässt.

Fazit:
Eine humorvolle Sprüchesammlung, die leider ein wenig am „Schwarzen Humor“ vorbeigeschlittert ist, dennoch sehr unterhaltsam und für Zwischendurch oder als Mitbringsel ideal geeignet.

Meine Wertung: 2,5 von 5 Vögel

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 24.09.2013
Harvey, Sarah N.

Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren


ausgezeichnet

Zum Buch:
Das Cover gefällt mir richtig gut und es erstrahlt in einem leuchtenden Türkis. Der Hintergrund im Retrolook mit Lichtreflexen, im Vordergrund der wundervolle alte T-Bird, der in dieser Geschichte eine Rolle spielen wird.
Das Auto sowie der Schriftzug „Arthur“ sind glänzend hervorgehoben. Das Buch ist eine hochwertige Klappbroschüre und ich empfand das Aufklappen sehr straff, was teilweise leider etwas anstrengend war, es beim Lesen offen zu halten.

Erster Satz:
„Ich halte das nicht mehr aus!“

Meine Meinung:
Die Autorin Sarah N. Harvey schaffte es, mich mit ihrem Jugendbuch zu Tränen zu rühren. Anfangs dachte ich an einem frischen Roman für zwischendurch, doch nach einer Wendung überraschte dieser mich mit einem tiefgründigen und emotionalen Teil.

Royce ist auf Grund seines Pfeifferischen Drüsenfiebers seit einiger Zeit nicht mehr in der Schule und soll erst nach den Ferien wieder in den Unterricht. Nicht nur, dass er kurz vorher einen Umzug quer durch Kanada durchmachen und seine Freunde zurück lassen musste. Es kommt nun noch schlimmer. Er soll sich um seinen Großvater Arthur kümmern. Royce muss nicht lange überlegen, denn das Geld, das er damit verdient, kann er sehr gut für seinen ersten eigenen Wagen gebrauchen. Doch Arthur ist nicht einfach. Er meckert, was das Zeug hält und ist ungenießbar. Er wirkt oftmals nicht ganz klar und ein wenig dement. Royce versucht, das Beste daraus zu machen, doch schon bald merkt man, dass die beiden sich immer näher kommen und beginnen, eigene Touren zu unternehmen. Nach einiger Zeit lassen Arthurs Kräfte immer mehr nach und Royce plagen Schuldgefühle …

Diese Geschichte wirkte auf mich zuerst wie ein frischer, humorvoller Roman über eine Annäherung zwischen Enkel und Großvater. Der Großvater als ein zäher Griesgram, dem man nichts recht machen kann und Royce, einem heranwachsenden Jungen, der dies alles ertragen muss. Sehr realitätsbezogen erzählt die Autorin über die Beziehung der beiden, wie verschiedene Generationen aufeinander treffen.

Im Verlaufe der Geschichte wird es sehr tiefgründig und emotional, womit ich gar nicht gerechnet habe und was mir sehr gut gefallen hat. In einigen Szenen musste ich das Lesen stoppen, um das Gelesene verarbeiten zu können, oder weil mir die Tränen in den Augen standen. Viele Aktionen kamen mir aus meinen Erlebnissen bekannt vor und dies machte diese Geschichte für mich zu etwas ganz Besonderem.

Sehr schön auch die Recherche über die familiären Hintergründe von Royce. Mit Hilfe einiger Familienalben schafft er es, die Lebensgeschichte seines Großvaters zu verstehen und festzuhalten.

Ein Jugendbuch, welches für Erwachsene ebenfalls geeignet ist und Leser zum Schmunzeln und Nachdenken bringt, aber auch zu Tränen rührt.

Fazit: Ein humorvolles Jugendbuch welches über eine Annäherung zwischen Enkel und Großvater erzählt, mitunter sehr tiefgründig und emotional über Ängste, Verlust und Trauer. Eine Geschichte, die zum Schmunzeln, Nachdenken und Weinen einlädt!

Bewertung vom 20.09.2013

Die Wahrheit über Männer


sehr gut

Zum Buch:
Das Buch wurde mit Schaumstoff wattiert und fühlt sich sehr schön an. Die Sprüche sind durch farbige humorvolle Illustrationen hervorgehoben und geben eine zusätzliche humorvolle Note.

Erster Satz:
Lieber Leser und liebe selbstkritische Leserin, die Männer … meistens kommt es uns Frauen doch so vor, als kämen sie von einem anderen Stern, als hätten wir Frauen genetisch und emotional gar viel mehr Gemeinsamkeiten mit unseren weiblichen Geschlechtsgenossinnen unter den Schimpansen als mit unseren männlichen Artgenossen!

Meine Meinung:
Die Männer werden in dieser Spruchsammlung boshaft runtergeputzt. Teilweise auch mit einer Portion schwarzen Humor bespickt. Jedoch waren mir schon so einige Sprüche bekannt, dennoch sehr interessant, wer diese Sprüche eigentlich mal gesagt hat. Denn unter jedem Spruch ist eine Angabe mit Namen, sowie der Beruf und die Lebenszeit, des jeweiligen Sprücheklopfers.

Sehr viele Klischees aus der Männerwelt sind hier vertreten und entsprechen den Tatsachen. Ein Büchlein, welches man auch sehr gut in der Runde zusammen lesen und diskutieren kann.
Ich hatte eine Menge Spaß mit diesem Buch, auch die Illustrationen machen sehr viel Spaß diese zu betrachten und auch das hineininterpretieren in den verschiedensten Abbildungen bereitet sehr viel Freude.

Schade fand ich, das der Brief an die Leser fast identisch ist wie in den anderen Teilen der Sprüchesammlungen und nur einzelne Wörter ausgetauscht wurden.

Zitate:
Wann sind die Männer am intelligentesten? Beim Sex, weil sie da an den Zentralrechner angeschlossen sind. (Unbekannt Seite 51)
Die Fantasie des Mannes ist die beste Waffe der Frau. (Sophie Loren; italienische Schauspielerin (*1934) Seite 167)

Fazit: Eine humorvolle Sprüchesammlung, in dem die Männerwelt nichts zu lachen hat. Verschiedene Klischees werden zu Tage gerückt und als Wahrheit bestätigt. Ein Buch was auch in der Runde gelesen sehr viel Spaß bereitet!

Bewertung vom 19.09.2013
Meyer, Daniel; Amend, Lars

Dieses bescheuerte Herz


gut

Meine Meinung:
Ich wurde auf dieses Buch durch die Medien aufmerksam und war sehr gespannt auf Daniels Geschichte und wie Lars Amend ihm seine Herzenswünsche erfüllen konnte. Jedoch ging ich mit einer ganz anderen Erwartung an dieses Buch heran.

Daniel ist 15, und sein Wunsch ist es, seinen 16 Geburtstag zu erleben. Daniels Herz ist krank und er wird es nicht mehr lange schaffen. Durch eine Schwester im Hospitz lernt er Lars kennen und die beiden verstehen sich auf Anhieb. Sie fühlen sich stark verbunden und nehmen sich als Brüder an. Sie fertigen eine Liste über Dinge, die Daniel erleben möchte, die da wären:

- Nach Berlin fahren;
- Ein fremdes Mädchen küssen;
- In einem 5-Sterne-Hotel übernachten und beim Zimmerservice bestellen;
- Mal ohne Aufpasser zu sein uva.

Lars verbringt viel Zeit mit Daniel und erfüllt ihm seine Wünsche. Die beiden gehen aus, trinken Alkohol (Daniel jedoch alkoholfreies Bier) und treffen sich mit heißen Frauen. Aber auch während der schlechten Tage ist Lars immer für ihn da, wenn er mal wieder kraftlos ist oder wegen Schmerzen ins Krankenhaus muss. Ist er mal nicht bei ihm, so telefonieren beide mehrmals täglich, einfach nur, um die Stimme des Anderen zu hören.

Daniel erzählt hier seine Erlebnisse mit Lars, was ein Abschiedsgeschenk für seine Mutter Debbie sein soll. Doch war ich hier etwas irritiert, denn Daniel putzt seine Mutter schon ziemlich runter mit Beschimpfungen oder ähnlichem, was auf seinem Zustand zurückzuführen ist. Doch auch Mutter Debbie hat es wahrlich nicht einfach, sie weint sehr viel. Die Familienzustände sind nur vage angedeutet und es bleibt offen, was es genau mit seiner Übersiedlung von Südafrika nach Deutschland auf sich hat. Weshalb haben sich die Eltern damals getrennt und warum hat seine Mutter Debbie ihn damals beim Vater gelassen? Ich fand es schade, dass diese Fragen nicht aufgeklärt wurden, wenn diese doch schon angeschnitten werden.

Einige Zusammenhänge fand ich auch nicht logisch. Daniel will mit heißen Mädchen ausgehen und mit ihnen Sex haben, Alkohol trinken und andere erwachsene Dinge tun, doch dann auf einmal ist er wieder down, spielt mit Puppen und Autos. Er will erwachsen sein, wenn andere um ihn herum sind, doch wenn er in vertrauter Umgebung ist, ist er wieder das Kind und dies passte leider nicht ganz zusammen. Zudem wird hier sehr viel von Alkohol und heißen Mädchen erzählt, was für mich mit der Zeit etwas langatmig wurde.

Schrecklich empfand ich die Schulkameraden von Daniel. Während seiner Schulzeit hatte er es mit ihnen nicht einfach und Mobbing war ein großes Thema.

Mir haben die medizinischen Informationen über seine Krankheit sehr gefehlt. Ich hätte gerne gelesen, was genau Daniel hat. In dieser Geschichte steht der ärztliche Aspekt nicht im Vordergrund, sondern wie er seine Wünsche auslebt, sein Kampf ums Überleben und wie er die restliche Zeit erleben kann, um diese nicht ungenutzt verstreichen zu lassen.

Mir hat dieses Buch gut gefallen, aber durch die vielen aufkommenden Fragen oder einige Ereignisse, die einfach nicht passten, konnte es mich leider nicht ganz überzeugen. Es gab einige Stellen, bei denen ich einen dicken Kloß im Hals hatte und den Tränen nahe war, doch im Gesamtbild wurde mir als Leser durch die Medien etwas anderes vermittelt, als ich es beim Lesen empfand.

Dieses Buch macht Betroffenen Mut, weiter zu kämpfen und zeigt, dass man auch mit einer solchen Krankheit den Lebensmut und die Lebensfreude nicht verlieren sollte.

Fazit:
Ein mutmachendes Buch eines herzkranken Jungens, der seine Herzenswünsche auslebt.Hier wird eine Reise voller verschiedener Abenteuer und Erlebnisse erzählt; ganz ohne ärztlichen Aspekt zur Krankheit des Protagonisten.

Meine Wertung: 3,0 von 5 Voegel

2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 16.09.2013
Crossan, Sarah

Die Sprache des Wassers


gut

Zum Buch:
Das Cover besteht komplett aus einer Art Leinen, auf welches die Grafik gedruckt wurde. Es fühlt sich sehr angenehm, wie Stoff, an. Der rote Koffer, die Tropfen und dazu der Titel haben mich als erstes an Tränen und viele Emotionen denken lassen.

Erster Satz:
„Die Rollen unseres Koffers sind schon hinüber,
noch bevor wir den Danziger Hauptbahnhof
hinter uns gelassen haben.“

Meine Meinung:
Die Autorin Sarah Crossan war mir vorab bereits durch ihre Jugendbuchreihe „Breathe“, bekannt, doch der Schreibstil dieser Geschichte weicht von dem des Jugendbuches enorm ab.

Kasienka ein junges polnisches Mädchen macht sich mit ihrer Mutter auf den Weg von Danzig nach Stansted/England. Ihr Vater Tata hat sich aus dem Staub gemacht und ihre Mutter ist am Boden zerstört. Sie will Tata suchen und nach Hause zurückholen.
Doch der Start in der neuen Umgebung verläuft alles andere als schön. Kasienka muss sich ein heruntergekommenes Zimmer mit ihrer Mutter teilen. Das Geld ist knapp.
Kasienka besucht zudem dort auch die Schule, in der sie so gar nicht wirklich ankommt. Sie wird von ihren Mitschülern gemobbt. Doch dann lernt sie William kennen und die Suche nach ihrem Dad beginnt.
Am Anfang hatte ich einige Probleme in den Schreibstil und die Art der Prosa hineinzufinden. Doch mit der Zeit las sich dieses Buch recht zügig. Der Lesestoff ließ mich oftmals schlucken, denn die Mobbingattacken auf Kasienka waren nicht ohne. Oftmals habe ich mich fragen müssen, warum Kinder nur so grausam sind! Oder wie kann ein Familienvater einfach seine Familie verlassen, ohne etwas zu sagen?

Kasienka ist eine starke Persönlichkeit, die trotz der negativen Erlebnisse immer weiter kämpft um daraus das Beste zu machen. Dennoch hat sie einen weichen Kern, der immer mal wieder aus ihr herauszubrechen scheint. Ihre Mutter ist dagegen eine gebrochene Frau, die wieder ins Leben zurück finden muss.

Dieser Schreibstil war für mich sehr ungewohnt, hat mir aber eine Menge gegeben, was mich nachdenklich stimmte. Diese Geschichte war ein kurzweiliges Leseerlebnis, dennoch mit einer bleibenden Erinnerung.

Fazit:
Eine traurige Geschichte über eine starke Protagonistin, die ihren Weg beschreitet, egal wie schwer dieser scheint. Es geht um eine Suche nach Antworten und einem neuen Leben, durchzogen von negativen Erlebnissen, wie dem Mobbing und dem Verlassen werden, aber auch von der ersten Liebe. Ein sehr poetisches Buch, welches zum Nachdenken anregt zudem emotional auf den Leser wirkt.

Meine Wertung: 3,5 von 5 Vögel

Bewertung vom 10.09.2013
Rowen, Michelle

Dark Kiss


sehr gut

Zum Buch:
Das Cover zeigt einen recht anziehenden Mann mit Engelsflügeln. Hier gefällt mir allerdings die Brust des Engels überhaupt nicht. Die Schattierungen des Covers ziehen sich über den Oberkörper und das sieht aus, als hätte der Engel eine starke Brustbehaarung. Im Hintergrund, der sehr düster wirkt, zeigt sich eine Skyline, die glänzend hervorgehoben ist. Das Buch ist eine Klappbroschüre und auf dem Buchrücken ist ebenfalls der Engel abgebildet, was im Regal sehr schön aussieht. Das Format des Buches gleicht einem gebundenen Buch und ist in der Breite weiter als ein normales Taschenbuch. Es liegt dennoch gut in der Hand.

Erster Satz:
„Das wird höllisch wehtun.“

Meine Meinung:
Dieses Buch habe ich bei einer Aktion von BloggdeinBuch als Überraschungstitel erhalten. Bisher habe ich noch kein Buch der Autorin Michelle Rowen gelesen und ging somit ohne Vorkenntnisse in dieses Buchgeschehen.

Samantha fühlt sich in ihrer Familie ungeliebt. Die Eltern sind getrennt und nur ihre beste Freundin Carly versteht sie. Doch schon sehr schnell ändert sich Samanthas Leben, als sie von ihrem Schwarm Stephen geküsst wird und danach ohnmächtig zusammen bricht. Stephen ist ein Dämon und hat Samantha ihre Seele ausgesaugt. Seitdem plagen sie die Kälte und ein Wahnsinns-Hunger, der nicht zu stillen ist. Doch dann trifft sie auf den Engel Bishop, der gesandt wurde, um die Menschen vor den Grays (den Seelenlosen) zu beschützen. Doch bei seiner Ankunft ist etwas schief gelaufen und er kann die anderen Engel sowie Dämonen nicht ohne Samanthas Hilfe finden. Kann Samantha ihm helfen? Und wird sie ihre Seele zurückbekommen? Eine Jagd beginnt, aber auch einige Enthüllungen zu Samanthas wahren Wurzeln werden preisgegeben.
Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen und lässt den Leser sehr schnell in die Handlungen eintauchen. Leider gab e zeitweise einige Stellen, an denen ich die Geschichte als in die Länge gezogen empfand. Außerdem konnte ich einige Stellen bereits erahnen.
Die Idee durch einen Kuss seine Seele zu verlieren, fand ich richtig spannend und neuartig. Die Charaktere lernt man im Geschichtenverlauf immer mehr kennen. Zudem geben neue Wendungen der Story einen weiteren Kick und halten die Spannung aufrecht.

Zusätzlich schafft die Autorin hier eine neue Gattung der Schattenwesen. Die Grays sind Seelenlose, die ohne Seele weiterleben können, dennoch aber charakterlich stark verändert sind. Sie stillen ihren Hunger durch das Aussaugen der Menschenseelen durch einen innigen Kuss.

Das Ende wurde sehr gut aufgelöst, obwohl doch noch einige Fragen offen stehen, welche mit dem zweiten Teil „grays kiss“ hoffentlich aufgeklärt werden.

Fazit:
Ein Fantasy-Jugendbuch über Engel und Dämonen sowie die Grays, einer neuen Gattung der Schattenwesen, ziehen den Leser mit einer Portion Spannung und Romantik in ihren Bann. Eine tolle Story die am Ende doch noch einige Fragen bereithält und auf eine baldige Fortsetzung hoffen lässt.

Meine Wertung: 4,0 von 5 Vögel

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 03.09.2013
Lauterberg, Brigitte

"Hab keine Angst"


ausgezeichnet

Klappentext:
Zusammen mit seiner Schwägerin Ulrike Lauterberg schuf Robert Lauterberg aus den Tagebuchaufzeichnungen seiner inzwischen verstorbenen Frau ein Buch, das ebenso wichtig wie bewegend ist. Und das auch nach dem Tod der Autorin immer noch ein gutes Werk tut, denn wie es ihrem Wunsch entsprach, spenden die Herausgeber ihre gesamten Honorare an Einrichtungen der Krebshilfe. Tun auch Sie ein gutes Werk mit dem Erwerb dieses Buches, das sich durchaus auch zum verschenken eignet! (Textquelle: amazon.de)

Zum Buch:
Das Cover ist in schwarz/weiß gehalten und zeigt ein Bild von Brigitte Lauterberg. Allein schon das Cover hat mich mitgenommen und es wird einem direkt bewusst, dass es hier um ein ernstes Thema geht, ein Abschied. Im Inneren sind zahlreiche Bilder von Brigitte abgebildet.

Erster Satz:
„1985 lernte ich Brigitte kennen.“

Meine Meinung:
Brigitte Lauterberg erhält die Diagnose „Eierstockkrebs“ und somit begann der Kampf und ihre Aufzeichnungen in einem Tagebuch. Sie stellt sich zunächst vor und schreibt über die gestellte Diagnose, sowie über den Verlauf der Krankheit. Sie schildert, wie sie sich fühlt, was alles unternommen wurde und zeigt einen enormen Kampfgeist, diese schlimme Krankheit zu besiegen.

Durch die zahlreichen Bilder ist man Brigitte sehr nahe und auf jeden ihrer Bilder hat sie trotz des harten Kampfes immer ein Lächeln im Gesicht. Ich bin sehr beeindruckt von Brigitte, wie sie versucht die Krankheit zu besiegen, die vielen Schmerzen überstanden hat, und immer die Hoffnung im Vordergrund stand. Ich denke ihr hat die Liebe, die sie in sich gespürt hat, sehr geholfen, sie wollte für sich und ihre Familie kämpfen. Leider hat sie dies am Ende nicht geschafft.

Dieses Buch ist wirklich keine leichte Lektüre, sondern ist sehr tiefgründig und emotional. Ich hatte oftmals Tränen in den Augen, jedoch konnte ich in einigen Situationen auch mit Brigitte schmunzeln. Ich selber habe schon Erfahrungen mit dieser Krankheit machen müssen, und weiß daher wie hart es auch für die Mitmenschen ist, vielleicht konnte ich mich auch deshalb so gut in deren Emotionen hineinversetzen.

Dieses Buch ist für die Hinterbliebenden eine schöne Erinnerung, aber auch eine Trauerbewältigung. Selbstbetroffene Krebspatienten und Angehörigen spendet dieses Buch Hoffnung. Es lohnt sich zu kämpfen, auch wenn es vielleicht derzeit keine Heilungschancen auf einigen Gebieten gibt, gewinnt man dennoch an Zeit, um sich zu verabschieden.

Ich weiß nicht, ob ich eine solche Kraft aufbringen könnte wie Brigitte, dennoch macht sie mit ihrer Geschichte Mut, an sich zu glauben.

Zitat:
"Letztendlich habe ich vor dem Tod keine Angst, eher vor der langen Leidenszeit, dem Ausgeliefertsein, der totalen Hilflosigkeit." (Quelle: Buchrückseite)

Fazit:
Ein sehr bewegendes Krebstagebuch einer lebensfrohen Frau, die den Kampf nicht gewonnen hat. Tief bewegend und emotional, ein Schicksal das anderen Mut und Hoffnung macht!

Meine Wertung: 5,0 von 5 Vögel

Bewertung vom 31.08.2013
Jungbluth, Roland

Remember


sehr gut

Zum Buch:
Das Cover ist ein richtiger Blickfang. Die kleinen schwarz/weißen Rauten, das leuchtend grüne Auge, welches einen beobachtet. Das Cover lässt einen schwindelig werden, sobald man still auf das Cover schaut und erinnert mich an diese Sinnesbilder, in denen man so einiges entdecken kann.

Erster Satz:
„Das bin ich, dachte Annabel und neigte den Kopf zur Seite.“

Meine Meinung:
Roland Jungbluth schaffte es mit seinem Debüt, mich an seine außergewöhnliche Geschichte zu fesseln.

Annabel erwacht mit drei weiteren flüchtig kennenden Schulkameraden in einer Irrenanstalt. Sie kann sich nicht erinnern, wie sie dorthin gekommen ist, und am schlimmsten, wer ihre Eltern sind. Doch auch die drei Jungs Michael, Eric und George können sich nicht an ihre Eltern erinnern. Wird ihnen hier etwas vorgespielt, oder sind sie wirklich alle verrückt?

Jeder einzelne hat verschiedene Albträume, die sie begleiten, aber auch ein tragischer Unfall, begleitet einer der Schüler. Die vier versuchen Informationen zu der Anstalt herauszufinden, und planen eine Flucht …

Die Tatsache in einer Irrenanstalt zu erwachen, nicht wissen wie man dorthin gekommen ist, und wenn einem dann noch die Eltern, die einem vorgesetzt werden, gar nicht kennt, fand ich richtig spannend und das Buch entwickelte sich anfangs zu einem richtigen Pageturner.

Es erfolgen verschiedene Hinweise die die vier Schüler nachgehen und versuchen zu lösen. Diese Schnitzeljagd, wird zu einer Zerreißprobe, nicht nur für die Charaktere, sondern auch für den Leser. Das rätseln über verschiedene Hinweise, das entschlüsseln der Botschaften empfand ich als sehr spannend und ich selbst versuchte diese zu lösen.

Leider wurde für meinen Teil die Geschichte in den letzten 150 Seiten etwas verworren und undurchschaubar. Ich hatte Schwierigkeiten den Hinweisen bzw. den Taten zu folgen um diese zu verstehen. Es wirkte auf einmal sehr holprig und als müsse die Geschichte nun schnell ein Ende finden. Wobei mich das Ende dann doch auch wieder begeistert hat, zumal ich mit einem solchen Ende nicht gerechnet habe, und einige Fragen zusätzlich noch beantwortet werden.

Sehr interessant fand ich die Einspielungen eines wissenschaftlichen Interviews, welches doch ein wenig Klarheit in die Geschichte bringt. Und was genau remember ist, müsst ihr selbst herausfinden!

Fazit:
Eine fesselnde Utopie zwischen Realität und Irrsinn, geheimnisvolle Rätsel müssen entschlüsselt werden, um das „Spiel“ zu gewinnen. Auch wenn mich das Ende etwas verwirrt hat, eine irrsinnig spannende Lektüre, mit einer überraschenden Wendung , nicht nur für Jugendliche!

Meine Wertung: 4,0 von 5 Vögel

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 28.08.2013
McNight, Alexa

SehnSucht Erotischer Roman


sehr gut

Klappentext:
SehnSucht In The City

Über den Tod ihres Mannes tröstet sich Muriel mit Sex Abenteuern. Mal allein, oft zu zweit, aber auch zu dritt. Eine neue Beziehung lehnt sie kategorisch ab. Sie will nur noch Lust, nie wieder Liebe.
Bei einem ihrer OneNightStands »stolpert« sie jedoch über einen Mann, der ihr nicht mehr aus dem Sinn geht …

Zum Buch:
Das Cover zeigt eine wundervolle Frau, mit langen Wimpern, und einer prickelnd erotischen Ausstrahlung. Das Cover gefällt mir sehr gut und ich habe es immer wieder ansehen müssen beim Lesen.

Erster Satz:
„Der Film hielt in keiner Weise, was der Trailer versprochen hatte.”

Meine Meinung:
Muriel arbeitet bei einem Männermagazin namens KINGz als Kolumnistin, sowie ihre beste Freundin Emma. Muriel ist eine sehr starke Persönlichkeit, die sich nicht so schnell unterkriegen lässt. Nicht im Job und auch nicht in ihrem Privatleben. Denn erst vor einiger Zeit hat Muriel ihren geliebten Ehemann verloren, an dem sie noch sehr hängt und sich daher geschworen hat, keine feste Bindung einzugehen, sondern sich nur ihrer Lust hingeben möchte.

Doch schon bald, nach einem Sexabenteuer, geht ihr ein fremder Spielgefährte nicht mehr aus dem Sinn. Wer wohl dieser geheimnisvolle Typ ist?

Während sie immer wieder an diese Begegnung denkt, läuft es in ihrem Job nicht ganz so rund. Ihr Chef Leander beauftragt sie mit einem besonderen Fall und sie muss ihn immer öfter bei Veranstaltungen begleiten. Zudem fehlen ihr die genialen Einfälle. Wird sie ihren Chef zufrieden stellen und kann sie den unbekannten ausfindig machen?

Alexa McNight hat mich mit ihrem erotischen Roman sehr überrascht und direkt in ihren Bann gezogen. Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen, Umgebungen sowie die erotischen Szenen sind bildlich vorstellbar und bewirken ein prickelndes Leseerlebnis.

Die Mischung aus einer tragischen Vergangenheit, Karriere und prickelnder Erotik macht diesen Roman zu etwas ganz besonderem. Ich konnte nur sehr schwer das Buch zur Seite legen, denn ich wollte immer mehr über Muriel erfahren, sowie die erotischen Fantasien miterleben.

Sehnsucht ist nicht nur ein erotischer Roman, sondern hat zudem eine spannende Story, liebevolle Charaktere, eine traurige Vergangenheit aber auch eine wundervolle Liebesgeschichte im Gepäck.

Nach etwas über der Hälfte des Buches konnte ich mir denken, wer sich hinter dem geheimnisvollen Mann handelt. Doch es blieb weiterhin spannend bis zum Ende und ich fieberte dem Ende entgegen. Dieses Buch habe ich mit einem lächelnden aber auch weinenden Auge geschlossen, da ich am liebsten noch mehr gelesen hätte über Muriel.

Fazit:
Ein sinnlich erotischer Roman, mit einer tragischen Vergangenheit, fantasievollen Sexgeschichten und einer wundervollen neuen Liebe! Prickelnd und Spannend bis zur letzten Seite.

Meine Wertung: 4,5 von 5 Vögel

2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.