Benutzer
Top-Rezensenten Übersicht

Benutzername: 
www.katisbuecherwelt.de
Wohnort: 
Witten

Bewertungen

Insgesamt 229 Bewertungen
Bewertung vom 06.05.2022
Hätt' ich ein Kind
Streisand, Lea

Hätt' ich ein Kind


gut

Meine Meinung:

In "Hätt ich ein Kind" erzählt die Kolumnistin und Schriftstellerin Lea Streisand die Geschichte eines Pärchens, die über einen steinigen Weg führend zum Wunschkind finden. Ich selbst habe mich eine lange Zeit mit diesem Thema befasst und war gespannt, wie Kathi und David diesen Weg gemeinsam bestreiten würden.



Der Schreibstil von Lea Streisand war flüssig zu lesen und ich bekam das Gefühl, als würde mir die Protagonistin Kathi höchst persönlich ihre Geschichte erzählen. Schnell konnte ich mich in die Erzählung einfinden und hineinfühlen. Dabei entdeckte ich einige Parallelen zu Gedankengängen, die ich selbst einmal hatte, als das Thema Kinderwunsch für mich ein unerfüllter Traum war, leider aber auch dabei geblieben ist. 

Die Protagonistin Kathi ist mir sehr ans Herz gewachsen und ihre Art sich über sich selbst lustig zu machen, fand ich erfrischend und lenkte ein klein wenig von dem Gefühlschaos ab, was das Paar durchleben musste. Eine Adoption ist nicht mal eben hinter sich gebracht, sondern ist ein langwieriger und harter Prozess, der hier sehr gut beschrieben und vermittelt wurde. Jeder der diesen Weg einschlagen möchte, bekommt durch diese Story einen kleinen Einblick, wie es ablaufen kann. Die Fragestellungen, die die Autorin mit auf dem Weg gab, wie z.B. "Kann ich eine gute Mutter sein?", "Kann ich das Kind wie mein eigenes lieben?" oder "Was macht eine Familie für mich aus?" waren interessante Denkanstöße und hilfreich, um eigene Selbstzweifel niederzulegen. 


Kathi und David haben sich zur Adoption entschieden und einen langen bürokratischen Weg eingeschlagen. Interessant fand ich die Darstellung der Sachbearbeiterin beim Adoptionsamt, die zwar freundlich und hilfsbereit schien, aber das Pärchen immer wieder vertröstete, es sei noch kein passendes Adoptivkind gefunden. Nach monatelangen Warten und der Schwangerschaft von Effi, fasst Kathi den Entschluss, noch intensiver beim Amt nachzuhacken und fordert eine neue Sachbearbeiterin an. Überrascht war ich nicht, dass mit einer neuen Sachbearbeiterin auf einmal das Adoptionsverfahren weiter vorangeht. Dennoch finde ich es fragwürdig (an die Adoptionsämter), "Warum muss ein Paar, was ein Kind adoptieren und Liebe schenken möchte, einen zweiten Antrag stellen und das gesamte Adoptionsverfahren neu durchlaufen, wenn dies doch bereits geschehen ist?". Warum diese doppelte Antragstellung? Warum können die Sachbearbeiter nicht zusammen als Team arbeiten und bereits gesammelte Informationen über die Familien weitergeben? Ein System, was ich nicht verstehen kann und eine Qual für die Familien, die sich nichts sehnlicher wünschen, als ein Kind aufzuziehen. 


Gebannt habe ich den Weg von Kathi und David verfolgt und auch den Weg von Effi, die auf natürliche Weise die Schwangerschaft erlebt hat. Die beiden Frauen hielten zusammen, egal was kommen sollte, und das fand ich großartig. Die Geschichte berichtet über zwei verschiedene Wege, eine Familie zu gründen und das schonungslos ehrlich und authentisch ohne irgendwelchen Beschönigungen. Am Ende zählt jedoch, egal wie hart und steinig der Weg war, es lohnt sich niemals aufzugeben! Und genau das wird in dieser Erzählung deutlich gemacht. 


Abgelenkt haben mich die Passagen, in denen es um die Doktorarbeit von Kathi ging, in der sie Ableitungen der Märchen Gebrüder Grimm zur Mutterschaft webte. Anfänglich fand ich diese Informationen interessant, doch je intensiver sich die Autorin mit der Thematik befasste, blieb die Haupthandlung, die mich am meisten interessierte, auf der Strecke stehen. Ich empfand diese Abschnitte mit der Zeit zäh und langweilig, und musste mich teilweise zwingen, diese nicht zu überfliegen. Auf diese Abschnitte hätte ich gern verzichtet und mehr über Davids Gefühle und Gedanken während des gesamten Adoptionsverfahrens erfahren. Im Hauptfokus stand hier überwiegend Kathi. 


Fazit:

"Hätt`ich ein Kind" von Lea Streisand erzählt die Geschichte eines Pärchens, die keine

Bewertung vom 18.04.2022
Aufbruch in ein neues Leben / Die Landärztin Bd.1
Otten, Felicia

Aufbruch in ein neues Leben / Die Landärztin Bd.1


ausgezeichnet

Meine Meinung:
Mit “Die Landärztin - Aufbruch in ein neues Leben” hat mich Felicia Otten absolut begeistern können und ich kann es kaum erwarten, dass im Mai 2022 der zweite Teil der Dilogie erscheinen wird.

Hamburg 1950: Die junge verwitwete Ärztin Thea Graven ist eine Angestellte der Universitätsklinik in Hamburg und ihr größter Traum ist es, in der Fachrichtung Gynäkologie tätig zu werden. Als Thea ihren hoch angesehenen Professor bei einer Routine OP assistiert, passiert ein folgenschwerer Fehler. Der Professor erleidet einen Schwächeanfall und verletzt den Patienten dabei tödlich. Er vertuscht den Vorfall, doch Thea kann damit nicht leben und zeigt den Kunstfehler an. Zum Leidwesen ihrer Kariere, denn sie wird mit sofortiger Wirkung fristlos entlassen. Mittlerweile hat sich das Verfahren und ihr Handeln herumgesprochen und keiner möchte sie einstellen. Ist Theas Traum damit zunichte?
Sie entschließt sich zu ihrer Familie in die Eifel zu ziehen, um dort einen Neuanfang zu wagen.
In der Eifel angekommen ist die Freude bei ihren Schwestern und Neffen groß, wenn da nicht ihr Vater wäre, mit dem sie seit einigen Jahren im Streit ist.
Nichtsdestotrotz hat Thea ein Ziel vor Augen und ein kleiner Lichtblick ist zum Greifen nahe. Eine Stellenausschreibung zur Landärztin in Eichenborn scheint ein kleiner Lichtblick zu sein. Wenn da nicht ihr neuer Chef Dr. Berger wäre, den sie von ihren Leistungen überzeugen muss, sondern auch die mürrischen Landsleute, die ihr völlige Ablehnung entgegenbringen.

Zu Beginn hatte ich ein wenig Ehrfurcht vor diesem dicken Wälzer, was sich schnell änderte, denn die Seiten verflogen nur so vor meinen Augen. Der Schreibstil war flüssig und lebendig zu lesen und schnell fand ich mich in die Erzählung ein. Ich verschmolz sprichwörtlich mit der Umgebung und fühlte mich mit den Protagonisten eng verbunden.
Jeder einzelne der Charaktere, sei es der rüpelhafte Dr. Georg Berger, die Dorfbewohner, die Familie von Thea, alle hatte etwas ganz Besonderes an sich und machten das Lesen zu einem Genuss.
Mit Thea durchlebte ich viele emotionale Höhen und Tiefen. Sie musste sich den Dorfbewohnern beweisen, gegen Intrigen und Gewalt ankämpfen. Sie ist eine starke Persönlichkeit, und ich bewunderte ihr Durchhaltungsvermögens und ihre hilfsbereite und liebenswerte Art.
Dr. Georg Berger war anfänglich ein richtiger Miesepeter und nur schwer zu beeindrucken. Doch umso mehr ich ihn kennenlernte, umso mehr mochte ich ihn und seine Eigenarten. Denn auch er, hat tiefe Wunden, die er mit sich trägt und erst mit der Zeit zum Vorschein bringt.

Die Geschichte spielt in der Nachkriegszeit und die Schriftstellerin hat eine gesunde Mischung gefunden, um nicht zu sehr ins Detail der politischen Machenschaften und Hintergründe zu gehen. So waren die wirtschaftlichen Zustände, die Trauer und Leid der Menschen spürbar, dennoch ging es nicht zu sehr in die Tiefe der Geschichte ein und im Mittelpunkt stand das Leben von Thea Graven.

Beeindruckt haben mich nicht nur die beschriebenen Umgebungen, die ich mir bildlich vorstellen konnte, sondern auch die medizinischen Behandlungsmethoden, wie damals mit nur wenigen Instrumenten und Medikamenten die Patienten behandelt wurden.

Diese Geschichte war von Beginn bis Ende durchweg spannend und mitreißend geschrieben. Das Ende bleibt zum Teil offen und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.

Fazit:
Mit “Die Landärztin - Aufbruch in ein neues Leben” schrieb sich die Autorin Felicia Otten in mein Herz. Ein atemberaubender erster Teil, der mich bis zur letzten Seite gefesselt hat. Eine Story, in der Nachkriegszeit spielend, um eine Landärztin aus Leidenschaft, die viele Intrigen und Schicksalsschlägen ausgesetzt ist.

~ fesselnd und bildhaft beschrieben ~ ein Buch zum Wohlfühlen und mitfiebern ~ eine absolute Leseempfehlung - hier möchte man nicht mehr aufhören zu lesen … ~

Bewertung vom 15.04.2022
With you I dream / Belmont Bay Bd.1
Pust, Justine

With you I dream / Belmont Bay Bd.1


sehr gut

Zum Buch:
Das Cover ist wunderschön und ein absoluter Eyecatcher. Das Zentrum zeigt eine teils durchsichtige, marine farbige, gezeichnete Blume, ähnlich der Klatschmohnblüte. Als Highlight ziert das Cover goldene Glitzerfarbflecken, die haptisch hervorgehoben sind. Im Inneren der Klappbroschüre fand ich Bilder vom Ort Belmont Bay, das Diner und den berühmten Milchshake von Connor. Eine rundherum gelungene Gestaltung, die mir sehr gut gefallen hat.

Erster Satz:
"Das Leben ist ein Theaterstück, und wir alle spielen die eigene Hauptrolle."

Meine Meinung:
Die Autorin Justine Pust kannte ich bereits aus dem Social Media Bereich und war sehr gespannt auf ihre neue Belmont Bay Reihe, die mit dem Titel "With you - I dream" startete. Für mich war es das erste Werk, was ich von der Schriftstellerin gelesen habe und freue mich, dass die Buchserie nun anstatt einer Dilogie, eine Trilogie werden wird.

Mia studiert Medizin in New York, doch Hals über Kopf flüchtet sie zu ihrer Adoptivschwester Megan nach Belmont Bay in Idaho, einer Kleinstadt umgeben von wunderschönen Seen und den Rocky Mountains. Mia hat New York hinter sich gelassen, ihr Studium abgebrochen und das aus Angst vor ihrem Ex-Freund Kevin, der sie mehrfach verprügelt hat. In Belmont Bay möchte sie einen Neuanfang wagen. Anfänglich verschweigt Mia ihre wahren Gründe der Flucht und nach und nach verliert sie ihr Herz an die Kleinstadt und der Umgebung. Als Mia eine Panikattacke erleidet, kommt ihr der mürrische Connor zur Hilfe, der im Diner arbeitet und Mia verspürt heftiges Herzklopfen in seiner Nähe. Kann sie nach der vergangenen Beziehung, die sie innerlich gebrochen hat, einen Neuanfang in der Liebe wagen oder sind die Narben ihrer Seele zu frisch, sich jemand Neuen anzuvertrauen und Nähe zuzulassen?
Connor jagt seiner Vergangenheit nach und Schuldgefühle scheinen ihn gefangenzuhalten - bis er auf Mia trifft. Kann er seine Vergangenheit verarbeiten und sich endlich dem Hier und Jetzt widmen?

Geschrieben ist die Geschichte in den Sichtweisen von Mia und Connor, was mir gefallen hat. Schnell konnte ich mich im Geschehen und in den Gefühlswelten der Protas hineindenken und fühlen. Mia ist in manchen Hinsichten etwas naiv gestrickt, dennoch sehr liebevoll und ich mochte sie auf Anhieb, ebenso ihre Schwester Megan, die sich um sie sorgt und ihr Unterstützung gibt. Connor ist ein Herzensbrecher, nach außen hin ein harter Kerl mit einem weichen Kern, der nach und nach zum Vorschein dringt. Seine Vergangenheit hat Spuren hinterlassen.

Die Autorin hat es geschafft den Protas Leben einzuhauchen und mit der Zeit wachsen die Persönlichkeiten in ihrem Handeln. Teilweise hat mir allerdings das gewisse Extra gefehlt. Die Story konnte mich nicht durchweg fesseln, obwohl es emotional geschrieben war und mich berührte. Bei Mia und Connor haben mir einige Informationen aus der Vergangenheit gefehlt, die für mich mehr Tiefe gegeben hätten.

Wunderschön beschrieben wurde die Umgebung von Belmont Bay, und das Flair der Kleinstadt vermittelt. Ich habe mich sehr wohl in dem Ort gefühlt.

Im Nachwort von Justine Pust erfuhr ich, dass sie selbst häusliche Gewalt durchlitten hatte, wie Mia und vielleicht auch deshalb nicht explizit ins Detail gegangen ist, was Mia's Vergangenheit betrifft. Die Story handelt vom Heilen der Wunden und dem Danach. Das Nachwort gab mir noch einmal eine ganz andere Sichtweise auf die Geschichte.

Das Ende war bereits früh zu erahnen, dennoch war ich am Schluss zufrieden und glücklich wie es ausgegangen ist. Nur schwer konnte ich mich von Mia und Connor verabschieden. Ich freue mich auf die Fortsetzung im Juli 2022, in dem es um Megan gehen wird und auf ein Wiedersehen mit Connor und Mia.

Am Ende gibt es noch eine Triggerliste, die den Inhalt in einigen Punkten spoilert, aber für Betroffene wichtig sein kann, zu wissen, worauf sie in dieser Erzählung stoßen werden.


Mein Fazit:
In "With you - I dream" von Justine Pust fand ich einen e

Bewertung vom 08.04.2022
Langenscheidt Krimis für Kids - Where is Mrs Parker? - Wo ist Mrs Parker?
Weber, Annette

Langenscheidt Krimis für Kids - Where is Mrs Parker? - Wo ist Mrs Parker?


sehr gut

Zum Buch:
Das Cover zeigt das typische Langenscheidt Logo am linken Rand und eine kindgerechte Illustration, die sich im Inneren des Buches wiederfindet. Die Zeichnungen fangen bestimmte Situationen aus der Geschichte ein. Eine ansprechende Gestaltung, die mir gut gefallen hat.

Meine Meinung:
Auf den Langenscheidt Krimi für Kids "Where is Mrs. Parker" von Annette Weber war ich sehr gespannt und wurde überrascht, wie leicht es ist, englische Texte zu lesen und zu verstehen.

Marie wollte zusammen mit ihrer besten Freundin in den Ferien in einer englischen Gastfamilie verbringen, um ihre Englischkenntnisse zu verbessern. Doch ihre Freundin erkrankt und Marie fährt mit gemischten Gefühlen alleine. In der Gastfamilie angekommen, lernt sie den Gastsohn Lee kennen, der, wie sie dachte, eigentlich ein Mädchen sei. Schnell spürt Marie, dass Lee gar keine Lust darauf hat, sie in den Ferien herumzuführen und lieber seine eigenen Interessen nachgehen möchte. Lee führt Marie in verschiedene Sehenswürdigkeiten umher und nimmt sie anschließend mit zu Mrs. Parkers Haus. Lee hat der älteren Dame versprochen, sich um ihre Katzen zu kümmern und die Blumen in ihrer Abwesenheit zu bewässern. Mrs. Parker wollte ihrer Schwester in London besuchen.
Dabei stellen die beiden Kids fest, dass sie nicht alleine im Haus sind. Schnell finden sie heraus, dass es sich um die Verwandtschaft der älteren Dame handelt. Mit Schrecken belauschen die Beiden, dass Mrs. Parker verstorben sei und finden einen mysteriösen Abschiedsbrief. Ist Mrs. Parker wirklich verstorben? Marie und Lee begeben sich auf Erkundungstour und werden dabei am Ende überrascht.

Die Story ist kurzweilig und schnell durchschaubar, aber das besondere daran ist der aufgebaute Text. Die Erzählungen sind in Deutsch geschrieben und die Gespräche zwischen den Protagonisten ins Englische übersetzt. Anfänglich war es etwas komisch so zu lesen, doch mit der Zeit verband sich der deutsch/englische Text zu einem Lesefluss. Ich merkte kaum noch, dass ich englische Passagen las und lernte dabei unbewusst neue Vokalen.

Auf jeder Seite sind neue Vokabeln schwarz hinterlegt und in der Fußzeile erklärt. So konnte man neue Vokabeln schnell nachlesen, erlernen und auffrischen. Die kurzen Kapitel der Story waren ideal zu lesen und gut geeignet für ein abendliches Leseritual.

Diese Geschichte ist ab dem 3. Lernjahr geeignet und es gibt bereits zahlreiche weitere Krimis für Kids im Langenscheidt Verlag ab dem 1. Lernjahr


Fazit:
"Where is Mrs. Parker?" von Annette Weber ist aus der Langenscheidt Krimi für Kids Reihe ab dem 3. Lernjahr und eignet sich ideal zum Lernen von neuen Vokabeln und das Lesen englischer Texte auf gespielt einfacher Art.
~ illustriert ~ spielend einfach Englisch lernen/auffrischen ~ kurzweilige und durchschaubare Story

Bewertung vom 25.02.2022
Warum nicht solo?!
Schiller, Hanna

Warum nicht solo?!


sehr gut

Zu Buch:
Das Cover ist zum Dahinschmelzen. Ein Baby ziert das Zentrum der Gestaltung und ist umgeben von einer Reihe an Kuscheltieren. Farblich passt es zu dem kleinen Jungen auf dem Bild und ich musste das Cover immer wieder betrachten, weil es einfach zu süß ausschaut, wie der Kleine friedlich schläft.


Meine Meinung:
Ich war sehr gespannt auf Hanna Schillers Geschichte "Warum nicht solo?! - Mama werden geht auch ohne Märchenprinz" und fand hier einen interessanten Erfahrungsbericht.

Hanna wünscht sich nichts sehnlicher, als Mama zu werden. Doch immer wieder gerät sie an diejenigen von Männer, die sich zwar eine Zukunft mit ihr vorstellen können, aber keine Kinder wollen. Sie beschließt sich für ihren Traum zu kämpfen und beendet ihre letzte Beziehung und geht ihrem Wunsch nach - endlich Mama zu werden. Denn es geht auch ohne den einen Märchenprinzen!

Ich selbst bin in dem Alter, in dem ich mir viele der Fragen von Hanna gestellt habe und fand es interessant zu lesen, was Hanna Schiller aus ihrem Wunsch gemacht hat - und das ohne Mann. Der Weg zu Ihrem Wunschkind war nicht immer einfach, dennoch hat sie es geschafft, mit all ihren Höhen und Tiefen. Von den Anträgen bis hin zu den Behandlungen, und der ersten Zeit mit Baby berichtet Hanna Schiller sehr ausführlich.

Mich hat Hannas Reise sehr interessiert und bewegt. Das Buch ist ausführlich recherchiert und bietet einige interessante Studien, von denen die Autorin berichtet. Mir waren diese vielen Studien mit der Zeit etwas zu viel, wo ich gestehen muss, diese hinterher überflogen zu haben. Mich hat mehr der Weg bis zu ihrem Wunschkind hin interessiert, anstatt die Studien. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass Frauen, die genau diesen Weg einschlagen wollen, diese Studien und Beiträge interessieren werden und helfen kann, Mama zu werden.

Am Ende des Buches sind einige hilfreiche Adressen und Ansprechpartner zu finden, die Hanna Schiller in Anspruch genommen hat und Betroffenen helfen kann.




Fazit:
"Warum nicht solo?! - Mama-Werden geht auch ohne Märchenprinz" von Hanna Schiller handelt von ihrer eigenen Lebensgeschichte. Ein Buch, was Betroffenen Mut und Halt gibt, das zu erreichen, wovon man träumt. Dem eigenen Babyglück ein Stück näherzukommen.
~ ausführlich recherchiert ~ emotional und offenherzig erzählt ~ mit vielen Kontakt- und Hilfeseiten -Quellen im Anhang

Bewertung vom 16.02.2022
Kissing Chloe Brown / Brown Sisters Bd.1
Hibbert, Talia

Kissing Chloe Brown / Brown Sisters Bd.1


weniger gut

"Kissing Chloe Brown" von Talia Hibbert ist der erste Band der Brown-Sisters Dilogie und hat einiges von mir abverlangt. Bereits kurz nach Erscheinen des Buches in Jahr 2020 habe ich das Buch das erste Mal begonnen zu lesen, und musste es nach der Hälfte abbrechen, weil ich überhaupt keinen Gefallen daran gefunden habe. Nun habe ich einen zweiten Versuch gestartet und leider konnte es mich auch jetzt nicht begeistern und abholen.

Chloe Brown leidet unter der Schmerzkrankheit Fibromyalgie und hat sich in ihr selbst erbautes Schneckenhaus zurückgezogen. Ihre Freunde konnten sich mit ihrer Erkrankung nicht zurechtfinden und auch ihr Verlobter trennte sich von ihr. Diesen Schmerz wollte sie einfach kein weiteres Mal erleben, so dass sie kaum noch Kontakte pflegte.
Dann lernt sie Red, den Hausmeister ihrer Wohnanlage kennen und mit kleinen Schritten öffnet sich Chloe und tritt aus ihrem Schneckenhaus hervor. Sie will endlich wieder am Leben teilhaben. Sie erstellt sich eine Liste mit Dingen, die sie gerne erleben möchte. Dabei spielt Red ebenfalls eine Rolle. Kann Chloe in ein neues Leben eintauchen und es wieder genießen, trotz der ständigen Schmerzen und Verletzungen der Vergangenheit? ...

Zu Beginn war ich noch euphorisch und die Geschichte baute sich langsam auf. Aber genau bei der Geschwindigkeit blieb es dann auch. Die Autorin hat einen flüssigen Schreibstil, dennoch blieb dieser Unerreichbar und ohne Tiefgang. Mich erreichten keine Emotionen oder den Drang weiterzulesen. Oftmals musste ich mich zwingen zu lesen. Die Story plätscherte vor sich hin und zog sich ins unermessliche. Es war teilweise ein Kampf, aber aufgeben wollte ich einfach nicht, denn neugierig war ich schlußendlich, was aus Red und Chloe werden würde.
Die beiden Protagonisten haben beide ihr Päckchen der Vergangenheit zu tragen, die immer wieder auftauchen aber auch hier wird immer nur an der Oberfläche gekratzt und ich konnte mich nicht in die Charaktere hineinfühlen.

Die Erzählung hat explizite Sexszenen, die ich gerne lese, doch auch hier entwickelte sich bei mir keinerlei Prickeln. Zudem waren diese Handlungssträngen weit in die Länge gezogen, dass es bereits nach einigen Seiten langweilig wurde. Ich mag erotische Szenen, die auch mal etwas länger sind, aber bei weit über 20 Seiten, vergeht einem leider die Leselust.

Der interessanteste Abschnitt war, als Chloe auf die Katze trifft. Da hat mich Talia Hibbert ein wenig zum Schmunzeln gebracht und mein Herz hüpfte ein klein wenig. Im späteres Verlauf war von dem angeprisenem Sarkasmus nichts mehr zu spüren.

Das Ende kam dann recht plötzlich und schnell, worüber ich erstmal froh war, dass es nun endlich zu Ende ist, doch im Vergleich zu dem ganzen Vorherigen Geplänkel einfach zu einfach gestaltet.

Es gibt bereits den 2. Teil, der von Chloes Schwester Dani handelt, mit dem Titel "Chasing Dani Brown". Nach langem Überlegen habe ich dennoch vor, diese zweite Geschichte zu lesen, einfach aus dem Grund, weil ich wissen möchte, ob es sich noch verbessert und mich packt.

Fazit:
"Kissing Chloe Brown" von Talia Hibbert war für mich eine Herausforderung, das Buch nicht ein zweites Mal abzubrechen. Ein interessanter Plot, der leider für mich eine riesen Enttäuschung in der Umsetzung war.
~ langatmig ~ Emotionslos und ohne Tiefgang ~ Seitenlange erotische Szenen, ohne Prickelfaktor.

Bewertung vom 10.02.2022
It was always love / Blakely Brüder Bd.2
Hotel, Nikola

It was always love / Blakely Brüder Bd.2


ausgezeichnet

Zum Buch:
Die Covergestaltung ist wieder einmal ein Traum zum stundenlangen Ansehen. Der Titel ist im Stil des Handletterings hervorgehoben und der Hintergrund in einem schönen Rottonverlauf gestaltet. Die vielen Lichtpunkte wirken bezaubernd und verträumt auf mich. Die Innengestaltung hat auch hier wieder zahlreiche wunderschöne Handletterings mit Sprüchen aus dem Buch. Viele davon habe ich mir notiert, weil sie einfach so toll aussehen und mich zum Nachdenken bewegt haben.

Meine Meinung:
Auf den zweiten Teil der Blakely-Brüder "It was always love" von Nikola Hotel habe ich sehnsüchtig gewartet, nachdem mir der erste Teil schon so gut gefallen hat. Auch dieser Teil konnte mich sofort in seinen Bann ziehen und am liebsten hätte ich nie mit dem Lesen darin aufhören wollen.

Aubree ist gebrochen, nachdem sie erfährt, was ihr auf der Studentenparty widerfahren ist. Sie kann sich an den Abend auf der Party überhaupt nicht mehr erinnern, doch dann taucht ein schreckliches Bild von Ihr auf und viele Hassnachrichten erreichen sie über Instagram. Sie fühlt sich schmutzig und die Ungewissheit, was passiert ist, macht sie wahnsinnig vor Angst. Was würde nur ihrer Mutter zu diesem Bild sagen und wie reagiert ihre beste Freundin Ivy darauf, wenn sie es erfährt. Dabei möchte Aubree, doch nur alles vergessen, es ungeschehen machen.
Aubree packt ihre Sachen und fährt zu Ivy in die Studentenwohnung, um dort das Geschehen hinter sich zu lassen. Dabei trifft sie auf Iys Bruder Noah, der ihr den Atem raubt. Doch kann sie jemals wieder jemanden vertrauen nach den Ereignissen? Was wird Aubree tun, nachdem sie auch ihr Studium verloren hat? Ihr Leben scheint ein reinster Scherbenhaufen zu sein ...

Diese Story war einfach der Wahnsinn. Von Anfang an war ich wieder mittendrin im Geschehen und obwohl ich mir das Ende denken konnte, war es spannend bis zur letzten Seite, wie es dazukommen wird und was dabei noch alles aufgedeckt wird.
Der Schreibstil von Nikola Hotel ist faszinierend authentisch und sie schaffte es mal wieder, dass ich mich dabei fühlte, als wäre ich selbst ein Teil der Story. Die Liebesszenen sind prickelnd und mit viel Herzklopfen verbunden beschrieben. Teilweise hatte ich das Gefühl, mir stolpert gleich mein Herz aus der Brust, weil ich so aufgeregt und aufgewühlt war.

Noah und Aubree mochte ich als Nebencharaktere bereits im ersten Teil der Reihe und hier konnte ich die beiden noch näher kennenlernen. Noah ist äußerlich ein richtiger Bad-Boy durch und durch, hat seine Gedanken auf der Zunge und eine sehr sensiblen Ader. Sein Charakter ist einfach zum Verlieben schön. Etwas vermisst habe ich Asher, obwohl er einige Mal Teil des Geschehens ist.

Das Ende war in sich aufgeklärt, dennoch habe ich gehofft, dass das Gespräch zwischen Noah und seinem Vater etwas ausführlicher beschrieben worden wäre. Gerne hätte ich erfahren, was die beiden besprochen haben. In einer Szene mit Aubree und Noah sind mir die Tränen geflossen. In der Handlung treffen seine Ängste, die Schuldgefühle und die Liebe eine sehr große Rolle. Dieser Moment, als Noah sich dem stellt und sich von allem löst, hat mich stark berührt.

Diese Geschichte ist mir sehr nahe gegangen, und obwohl ich aufgrund des Endes zufrieden war, war ich dennoch sehr traurig. Denn jetzt hieß es Abschied nehmen von Ivy und Asher und Aubree und Noah. Diesen Abschied kann ich nur schweren Herzens überwinden. Ich hoffe, Nikola Hotel hat erbarmen und schreibt vielleicht noch einmal zwei weitere Titel. Vielleicht mit Sam und Jenna?
Was würde Noah dazu sagen? ... FUCK , FUCK, FUCK ... es muss eine Fortsetzung geben ...!

Fazit:
Mit "It was always love" dem zweiten Teil der Blakely-Brüder schreibt Nikola Hotel einen grandiosen Abschluss der Reihe, obwohl mir lieber wäre, es würde eine Fortsetzung geben. Ein wunderschönes Buch über Freundschaft, Mobbing im Social-Media-Bereich, starken Gefühlen und Ängsten. Dieses Buch hat mich wahnsinnig gemacht, weil es mich halb um den

Bewertung vom 31.01.2022
Willkommen im kleinen Grand Hotel / Charming Street Bd.1
Pickford, Felicity

Willkommen im kleinen Grand Hotel / Charming Street Bd.1


weniger gut

“Willkommen im kleinen Grand Hotel” von Felicity Pickford habe ich beim Stöbern in der Buchhandlung auf einem Weihnachtstisch gefunden. Sofort war mein Interesse anhand des Covers geweckt und der Klappentext ließ mich auf einen gemütlichen Weihnachtsroman hoffen. Doch schon schnell wurde meine Begeisterung gestoppt.

Zu Beginn des Buches war ich Feuer und Flamme und tauchte schnell in die Geschichte ein und das weihnachtliche Feeling breitete sich in mir aus. Ich war begeistert, von der Idee, mit der Einladungskarte für Charlotte ins 24 Charming Street Grand Hotel zu reisen, um sich dort von allem zu erholen und gutgehen zu lassen. Die Neugierde war geweckt, was es mit dem Zauber um die Einladung auf sich hat.
Liebevoll beschreibt Felicity Pickford die Protagonistin und die Belegschaft des Hotels. Eine kleine eingeschworene Gemeinschaft, die sich um das Wohl der Gäste kümmert, mit voller Hingabe. In den ganzen 10 Tagen, in denen Charlotte Gast im Grand Hotel ist, hat sie schöne Erlebnisse erlebt und interessante Menschen kennengelernt. Dabei entdeckt sie einen Skandal und versucht das schlimmste zu verhindern.

Ab der Hälfte des Buches nahm meine Begeisterung rapide ab. Das weihnachtliche Feeling wurde zerstört durch verworrene Enthüllungen um die Königsfamilie Englands, der ich nur noch schwer folgen konnte, da die Namen der Familie verändert wurden und in Nummern wie z.B. Thronfolger Nummer 4 umgewandelt wurden. Der gesamte Part um die Königsfamilie empfand ich als unnötig und es fiel mir schwer weiterzulesen. Der weihnachtliche Zauber ist ab diesem Punkt untergegangen.
Der Schreibstil veränderte sich schlagartig, der anfänglich flüssig zu lesen war, wurde holprig, durchzogen mit komplizierten Anmerkungen in Klammern, die meinen Lesefluss störten.
Der Zauber um die Einladung, und was es genau auf sich hat, verflog.

Das Ende war sehr enttäuschend. Es ließ mich mit vielen offenen Fragen zurück. Es gab keine Aufklärung rund um das Thema der Einladungskarte, noch erfährt man, wen Charlotte auf ihre Karte notiert hatte. All das hätte ich gerne erfahren, um wenigstens etwas befriedigt das Buch zuklappen zu können.


Mein Fazit:
“Willkommen im kleinen Grand Hotel” von Felicity Pickford konnte mich anfangs begeistern, doch ab der Hälfte des Buches war es kaum noch möglich in eine Wohlfühlgeschichte einzutauchen. Der Zauber rund um das Grandhotel verflog und es machte keinen Spaß mehr es zu lesen.

~ Grandioser Weihnachtsflair auf den ersten Seiten ~ perfekter Plot, aus dem etwas Wunderbares hätte werden können ~ ein enttäuschendes Ende mit wirren Zusammenhänge

Bewertung vom 27.01.2022
Endlich Ben
Melzer, Benjamin;Brosowski, Alexandra

Endlich Ben


sehr gut

Zum Buch:
Die Covergestaltung hat mir richtig gut gefallen, was nicht nur daran liegt, dass Ben Melzer ein attraktiver Man ist. Sein Ausdruck im Gesicht und die Vorstellung, dass er mal eine Frau war, machte mich neugierig auf seine Geschichte. Ich hätte mir allerdings gewünscht, es wäre eine kleine Fotostrecke mit dabei gewesen, wie er sich im Laufe der Zeit optisch verändert hat.

Meine Meinung:
IIn "Endlich Ben" erzählt der Autor Benjamin Melzer seine eigene Geschichte, die mich beeindruckt hat. Ich selber bin nicht betroffen, aber das Thema "Transgender" fand ich spannend und interessant. Ich musste unbedingt erfahren, wie sein Weg zum Mann und zu sich selbst verlaufen ist.

Schnell war ich in Bens Story eingetaucht. Er berichtet schonungslos ehrlich und offen über seinen steinigen Weg - seinen Wunsch, endlich körperlich ein Mann zu sein, in dem seine Seele seit Geburt an in einem Frauenkörper gefangen war. Er erzählt ab seiner frühen Kleinkindzeit, als er bemerkt, dass etwas anders ist, bis hin zur Vollendung seiner Transformation.
Sehr zu schaffen hat mir das Verhältnis zu seinem Vater gemacht. Doch zum Ende hin, konnte ich seinen Vater völlig verstehen und nachempfinden, dass er immer nur das beste für seinen Sohn wollte. Toll dagegen war seine Mama, die von Anfang an wusste, dass etwas nicht stimmt und es sofort akzeptiert hat und gemeinsam den Weg mit Ben gegangen ist - wie sein Dad schlussendlich auch.

Bens Einstellung, sich nicht von anderen Transgender leiten zu lassen und unvoreingenommen selbst Erfahrungen zu sammeln, hat mir imponiert und machte ihn für mich sehr sympathisch. Er hat seinen Weg für sich gewählt, egal, mit welchen Höhen und Tiefen er sich auseinandersetzen musste. Selbst, wenn er glaube, er kann nicht mehr, hat er daraus immer etwas Positives gezogen und sich und seinem Körper die Zeit gegeben, die er benötigte.
Seine Geschichte macht Mut und zeigt die negativen sowie positiven Aspekte auf, was vielen Frauen und Männer helfen kann. Nicht nur für den Transgender ist es eine schwere Zeit, sondern auch für die Familie und Freunde, die diesen Weg begleiten.

Ben Melzer berichtet nicht nur über die Anträge und den Operationen die anstehen, sondern ließ mich tief in seine Gedanken und Gefühle blicken. Er erzählt über seine erste Liebe und körperlichen Annäherungen, sei es zwischen den Operationen und seiner Umwandlung, und dem ersten Sex als Transgender.
Interessant waren auch die Passagen, als seine Eltern und seine Freundin zu Wort kommen und berichten, wie sie diese Zeit empfunden haben.

Was mich zum Ende des Buches ein wenig gestört hat war, dass Ben immer wieder von seiner neuen Arbeit erzählte, einer Firma für Haartransplantationen. Dies wirkte aufgrund der Häufigkeit wie eine penetrante Schleichwerbung. Um so öfter er davon berichtete, umso nerviger wurden diese Stellen für mich.



Fazit:
In "Endlich Ben - Transgender - Mein Weg vom Mädchen zum Mann" von Benjamin Melzer und Alexandra Brosowski berichtet der Autor von seiner eigenen Lebensgeschichte. Ein Buch was schonungslos ehrlich ist, mit allen Facetten der Transformation. Das Buch berichtet über Bens Erfahrungen und seinem persönlichen Weg zu einem glücklichen Ich.

~ informatives Buch zum Thema Transgender ~ für Gleichgesinnte und deren Familien ein Mutmachbuch, seinen Träumen nachzugehen ~

Bewertung vom 22.01.2022
It was always you / Blakely Brüder Bd.1
Hotel, Nikola

It was always you / Blakely Brüder Bd.1


ausgezeichnet

Mit “It was always you”, dem ersten Band der Dilogie “Die Blakely Brüder” von Nikola Hotel las ich das erste Buch der Autorin und bereits auf den ersten Seiten wusste ich, dass diese Geschichte mein erstes Jahreshighlight werden würde.

Ivy wohnt in New York mit ihrer besten Freundin Aubree zusammen und beide besuchen dort das College. Vor 4 Jahren lebte sie noch in New Hampshire bei ihrem Stiefvater Richard und ihren beiden Stiefbrüdern Asher und Noah. Doch nachdem ihre Mutter tödlich verunglückt ist und sie sich mal wieder mit Asher gestritten hatte, sieht ihr Stiefvater keine andere Möglichkeit, als Ivy sofort nach New York zu bringen in ein Internat. Das Verhältnis ist seither sehr angespannt. Ivy fühlt sich als Aussenseiterin der Familie und kämpft sich allein durch. Plötzlich erhält sie eine Nachricht von der Sekretärin ihres Stiefvaters. Sie soll sofort nach Hause kommen. Richard hat etwas dringendes zu besprechen. Was kann nur plötzlich so dringend sein?
Mit großer Angst und Selbstzweifeln setzt sich Ivy ins nächste Flugzeug. Es sind ja nur ein paar Tage und dann trifft sie das erste Mal auf Asher. Die Spannungen zwischen den Beiden sind gewaltig und was Ivy alles erfahren wird auf der Privatinsel ihrer Familie, lässt ihr ganzes Leben in sich zusammenfallen …

Ich weiß gar nicht wie ich es beschreiben soll, diese Geschichte hat mich vom ersten Augenblick an gefesselt. Ich habe es als Buch gelesen und nebenbei als Hörbuch gehört. Ich habe jede freie Minute ausgenutzt um Ivy weiter zu beleiten. Nikola Hotel hat sich in mein Herz geschrieben und ich war von ihrem Schreibstil überwältigt. Ich war komplett in der Story eingetaucht und fühlte den Schmerz, die Ängste und Sehnsüchte von den Protagonisten hautnah mit. Die romantischen Szenen waren überwältigend real geschrieben. Ich durchlebte eine Achterbahnfahrt nach der nächsten und fieberte mit Herzklopfen dem Verlauf mit.

Die Protagonisten mochte ich alle mit ihren vielen Facetten. Ivy und Aubree hätte ich am liebsten selbst als Freundinnen an meiner Seite und Asher raubte mir den Atem. Sein innerliche Kampf mit der Vergangenheit war spürbar und trotz seiner harten Schale und den Drang auf Konfrontation, steckte in ihm ein weicher Kern, der nach und nach zum Vorschein kam. Unheimlich sexy!
Über Noah musste ich oftmals schmunzeln und es war köstlich, was für Sprüche er manchmal auf Lager hatte. Seine Art hat mir total gefallen. Aber auch die Nebencharaktere, wie z.B. Sam, der jede freie Minute seine Nase in seine Bücher gesteckt hatte, waren mir sympathisch. Gerne wäre ich bei dem Campingausflug dabei gewesen, welchen die Freunde zusammen unternommen haben.

Mit einigen Höhen und Tiefen, Enthüllungen und Entscheidungen blieb die Geschichte durchweg spannend. Noch jetzt spüre ich eine Gänsehaut, wenn ich an alle Ereignisse denke, die die Protas erlebt haben. Ich habe mich nur ungern von Ivy und Asher getrennt. Ich hätte noch stundenlang weiterlesen können und freue mich daher jetzt schon auf den 2. Band ” It was always love” in dem die Hauptprotas Aubree und Noah sein werden.



Fazit:
Mit "It was always you", dem ersten Band der Blakely Brüder Dilogie schreibt sich Nikola Hotel in mein Herz. Ein atemberaubender Roman, über die Liebe, einer tragischen Vergangenheit mit vielen Geheimnissen und der Sehnsucht nach Familienzugehörigkeit. Mein Lesehighlight im Jahr 2022!
~ Pageturner ~ eine Achterbahnfahrt der Gefühle ~ unbeschreiblich gut