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Insgesamt 1463 Bewertungen
Bewertung vom 09.06.2025
St. Aubin, Cynthia

Perfect Girl Paradox


sehr gut

eine unperfekte Lovestory

Am Anfang dachte ich, das Buch ist wie eine Ohrfeige. Lark, die alles hat und trotzdem so verloren, so unglücklich, so wenig ist. Die quasi an den Privilegien ihres überbehüteten, leichten Lebens erstickt. Aber mit fortschreitenden Seiten wächst Lark über sich und das ihr vorbestimmte Leben heraus.

Da hier ja mit Mental-Health beworben wird, hätte das für meinen Geschmack gerne vertieft werden können, denn die gegenseitige Anziehung der Protagonisten stiehlt hier ein bisschen sehr die Show. Das war nicht schlecht zu lesen und als Romance funktioniert das alles super, ich hatte mir nur irgendwie mehr Tiefe, mehr Konfrontation und unbequeme Ehrlichkeit gewünscht. Vor allem das Ende kam mir da sehr weichgespült vor. Das muss nichts schlechtes sein und auch ich bin ein Fan von Happy Ends, aber irgendwie kam mir das alles zu reibungslos vor.

Ich mochte die Nebencharaktere, vor allem Tammy und Linda, aber auch Nicks Mom fast schon lieber als die beiden Protagonisten, einfach weil die kein Blatt vor den Mund nehmen und sehr erfrischend witzig sind. Bei den Protagonisten gibt es zwar Entwicklung, aber da hats für mich nicht so ganz geklickt. Irgendwie hat mir da was gefehlt.

Liest sich super weg, Spicefaktor ist vorhanden, für wen das wichtig ist, hält sich aber in angenehmen Grenzen.
Ich habs quasi in einen Rutsch gelesen, weil es einfach sehr kurzweilig war.

Bewertung vom 09.06.2025
Amelia, Judith

Oath & Betrayal


gut

Hat Potential

Bin zwar nicht der größte Fan der „grauen Maus“-Vibes, die Hailey verströmt (vor allem weil Nate natürlich der total begabte, starke, reiche und tolle Hecht ist), aber ansonsten mochte ich sie als Protagonistin ganz gern. Ihre Gabe, sowie auch die von Nate kamen mir innerhalb der Geschichte insgesamt ein bisschen so kurz und ich hätte generell auch gerne noch mehr andere Gaben gesehen.

Dafür dass es am Anfang des Buches ja sogar ein Glossar für die magischen Begriffe gibt, fand ich die Fantasyelemente eher rar gesäht. Im letzten Drittel wird es etwas mehr und dadurch auch spannender, die Suspense-Momente nehmen zu. Das Ende ist sogar ziemlich gut. Ich glaube der Folgeband hat richtig Potential.

Die Chemie zwischen den Protas fand ich so lala. Es gab ein paar schöne Momente, aber genau wie die Nebenfiguren bleibt die Beziehung zwischen den Beiden eher oberflächlich.

Für mich ein eher mäßiger erster Band, der aber den Grundstein dafür gelegt hat, dass der nächste Teil ziemlich prekär und spannend werden könnte. Liest sich aber angenehm weg, sodass ich das Buch unterm Strich ganz gut fand.

Bewertung vom 06.06.2025
Oecal, Achim

Fast & Tasty


sehr gut

Schönes Kochbuch mit neuen Ideen

Ich koche schon an sich gerne, habe aber festgestellt, dass mir am Ende des Tages die Lust auf aufwendige und zeitintensive Gerichte absolut vergangen ist. Da kommt dieses Buch wie gerufen. Perfekt für alle, die ihre Freizeit nicht länger als nötig hinterm Herd verbringen wollen.

Ich finde dies ist ein sehr bodenständiges Kochbuch. Es braucht eigentlich keine ausgefallenen Zutaten, entsprechend der vorangehenden Küchenphilosophie kann man viele der Zutaten bereits als Vorräte daheim haben und die Sachen, die man kaufen muss, findet man eigentlich in jedem gut sortierten Supermarkt.

Das Buch bedient jetzt meinem Eindruck nach keine bestimmte Ernährungsweise, es sind viele verschiedene, ausgewogene Rezepte enthalten, die sich auch gut entsprechend persönlicher Referenzen abwandeln lassen, ohne ihre Raffinesse zu verlieren.

Die Rezepte sind in Kategorien wie Snacks, Salate, Veggie, Fleischgerichte und Desserts/Backwaren unterteilt. Mich haben vor allem die Snacks und Salate angesprochen, während ich bei Fleisch und Süßem nicht so ganz fündig geworden bin. Das finde ich nicht schlimm, man kann eben nicht alles mögen und Fleisch kommt bei uns kaum auf den Tisch.

Die Rezepte punkten eigentlich alle damit, dass sie relativ simpel und zeitsparend sind. Der Aufwand hält sich wirklich in grenzen und viele der Sachen eignen sich zum Beispiel auch gut als Mealprep. Teilweise fand ich die Rezepte wirklich neu und kreativ und das Nachkochen hat großen Spaß gemacht.

Ich hab so 1-2 neue Lieblingsrezepte für mich gefunden

Bewertung vom 06.06.2025
Ross, Rebecca

Dreams Lie Beneath


ausgezeichnet

Was deine Albträume offenbaren

Alles an diesem Buch strömt diese Art düstere Mystik aus, die ich bei magisch angehauchten Romanen so liebe. Dieses Buch ist eine unglaublich gelungene Mischung aus Folklore, Fantasy und Magie. Hat mir richtig richtig gut gefallen.

Das Worldbuilding und Magiekonzept sind sehr stimmig, wenn auch nicht allzu komplex. Erinnert ein bisschen an Mittelalter ähnliche Verhältnisse. Alles rund um die Albträume und das Spiel der sieben Geister war super spannend und atmosphärisch angelegt.

Und Clem ist einfach eine ganz besondere Protagonistin, die mir schon nach kurzer Zeit ans Herz gewachsen ist. Ich mochte einfach alles an dieser Geschichte: die Charakterentwicklungen und Enthüllungen im Handlungsverlaufen sorgen dafür, dass es durchweg interessant und unterhaltsam bleibt.

Dazu ist der Schreibstil super einnehmend, flüssig zu lesen und hat ein gutes Tempo, sodass das Gesamtkonzept sehr stimmig und unterhaltsam ist. Zwischenzeitlich wirds auch ganz schön düster und gefährlich, was mir richtig gut gefallen hat.
Freue mich sehr auf den Folgeband.

Bewertung vom 06.06.2025
Herzel

Vergessene Sterne / Die Lichter unter London Bd.2


sehr gut

Flucht nach vorn

Band 1 der Dilogie fand ich vor allem aufgrund des Settings richtig cool und mochte den düster abenteuerlichen Charakter, den die Geschichte sich auch hier beibehalten hat. Gefühlt ist dies kein klassischer zweiter Band, da es wenig neues und kaum Entwicklung gibt. Vielmehr fühlt es sich wie ein Werk an, dass man einfach in zwei Bücher aufgeteilt hat.

Wie im ersten Teil ist die Handlung auch hier wieder etwas sprunghaft erzählt: nicht alle Szenen werden auserzählt, sondern es gibt einfach Cuts zum nächsten Schlüsselmoment. Maeve und Blaise haben auch hier wieder an verschiedenen Stellen Glück, ohne dass genau erklärt wird, wieso eigentlich, es scheint sich vieles einfach passend zu fügen.

Das Worldbuilding mit den Drops gefällt mir nach wie vor gut. Vor allem die siebte Tiefenebene fand ich richtig stark, auch wenn so ein bisschen der Charme der oberen Welten fehlte. Gefühlt gibt es dieses Mal weniger Bündnisse und auch weniger Begegnungen mit den Mudlarks und ihren interessanten Erfindungen. Stattdessen stehen die Kluft zwischen Ober- und Unterwelt sowie Maeves Gewissenskonflikte mehr im Fokus der Geschichte.

Ein paar Antworten bekommt man aber zumindest, was für mich vor allem Blaises Geschichte rund machte. Es ist alles in allem wieder temporeich, ab und zu mal ansprechend düster und der actionreiche Erzählcharakter zieht sich bis zum Ende durch. Mochte ich, bin jetzt aber auch fein damit, dass die Story auserzählt ist.

Bewertung vom 06.06.2025
Silver, Elsie

Wild Eyes / Rose Hill Bd.2


sehr gut

trifft mitten ins Herz

Elsie Silver hat mich mit ihrer neuen Reihe total in ihren Bann geschlagen. Ich habe schon den ersten Band rund um Rose Hill quasi weginhaliert und auch Band 2 legt super stark nach und hat mir wieder unfassbar gut gefallen.

Ganz ehrlich, wie cute will eine kleine Familie bitte sein? West ist mit seinen Kindern, seiner bodenständigen und unerschütterlichen Art und dem guten Verhältnis zu seiner Ex so eine riesige White Flag, dass es ja fast schon bodenlos ist. Einfach super schöner Vibe, generell diese unaufgeregte Art in Rose Hill.

Klar ist Sky ein Star, aber das wird hier eigentlich gar nicht weiter thematisiert, was ich super angenehm fand. Auch ihre offene Art über ihren Job, den Druck durch ihre Eltern und ihr Körperbild zu reden, fand ich super angenehm und nahbar. Dadurch hat die Handlung auch ehrliche Tiefe bekommen.

Dazu liebe ich den charmanten, chaotischen Humor der Geschichte, seien es die Spitznamen, das überaus gefährliche Meet-Cute oder die Fußball-Eskapade. Dieses Buch ist Wohlfühlatmosphäre pur. Der Spice ist schon ziemlich spicy, das war mir fast einen Ticken zu viel und überraschend derb vom Ton, aber geht auch klar.

Gefällt mir sogar besser als Band 1. mochte ich einfach total.

Bewertung vom 06.06.2025
Whyte, Nicola

Marchfield Square


sehr gut

Wie gut kennst du deine Nachbarn?

Ich liebe einfach das Cover, das trifft bei mir total nen Nerv und man bekommt richtig Lust auf die Geschichte dahinter. Hatte direkt auch Assoziationen zu „only murders in the building“. Hat mir gut gefallen, auch wenn ich die Auflösung schon recht früh habe kommen sehen.

Die Kombination aus Möchtegern-Schriftsteller und Putzfrau als Ermittlerduo scheint grade irgendwie en vogue zu sein. Muss sagen, ich mag diese Kluft nicht, die auch hier bei Lewis immer wieder durchgeschlagen ist. Dabei hat Audrey so viel mehr auf dem Kasten. Und als sie dann auch ihre eigene Geschichte offenbart kann man eigentlich nicht anders als vor ihr den Hut zu ziehen. Lewis ist dagegen eher flach und seine eingestreuten Texte, für die er sich Inspiration am Tod seiner Nachbarn holt, hätte es für mich nicht unbedingt gebraucht.

Die Geheimnisse der Bewohner machen hier eindeutig den Charme der Geschichte aus, denn es gibt ein paar prekäre Offenbarungen, die ziemlich cool sind und die man den Bewohnern einer derart gesitteten Wohnanlage gar nicht unbedingt zugetraut hätte. Bin gespannt ob etwaige Folgebände dann den Fokus auf immer andere Bewohner legen, denn für mich wirkte das schon so, als könnte es weitere Bände rund um die Bewohner des Marchfield Square geben.

Den Schreibstil fand ich angenehm, eher einfach gehalten. Natürlich gibt es ein paar Zufälle zu viel was die privaten Ermittlungen des ungewöhnlichen Duos angeht, aber die braucht es eben für den Fortgang der Handlung. Finds durchaus charmant und kurzweilig. Ist jetzt nicht super spannend, sondern ein eher seichterer Kriminalroman, kann man aber auf jeden Fall lesen.

Bewertung vom 06.06.2025
Kemp, Kate

Lauter kleine Lügen


gut

Wie die Ruhe vor dem Sturm

Ich liebe ja so Kleinstadt-Geschichten in denen jeder etwas zu verbergen hat. Und genauso startet dieses Buch sehr vielversprechend in die Handlung. Leider flaute der Spannungsbogen zwischendurch immer wieder ganz schön ab

Was ich super schade fand war, dass sich aus den wenigsten, teilweise sehr alltäglichen Geheimnissen, tatsächliche Konfrontationen mit den zugrundeliegenden Themen ergeben. Dabei deutet sich das Konfliktpotential sehr deutlich an, die Eskalation bleibt aber meist aus oder findet nur in sehr salonfähiger Form statt.

Im Mittelteil zog sich der Roman für mein Empfinden ein bisschen zu sehr. Die Spannung und Anspannung ist generell eher subtil, die Themen zwar vielfältig gestreut und dadurch sehr authentisch und nachvollziehbar, gehen aber nicht so richtig in die Tiefe. Man bekommt zwischenzeitlich das Gefühl als würde das Buch nicht zu unbequem sein wollen.

Die dörfliche Kleingeistigkeit kommt zwar rüber, hätte aber gerne noch pointierter sein können. Die Auflösung des Falls gestaltet sich dann überraschend perfide, das hat mir wieder gut gefallen.
Insgesamt für mich ein Buch, das sein Potential nicht voll ausschöpft, das man aber gut weglesen kann.

Bewertung vom 22.05.2025
Kullmann, Katja

Stars


sehr gut

Das Leben steht in den Sternen

Ich fand ja, dass hier bereits der Klappentext super neugierig macht und der vor allem auch die Kennzeichnung als Hochstapler-Geschichte hat mich wahnsinnig ansprechen, weil ich solche Storys einfach liebe. Ich bin zwar selbst der Astrologie eher nicht zugetan, empfinde dem Thema gegenüber aber durchaus eine Art voyeuristischer Neugierde und die wurde hier halt einfach total bedient. Ich fand dieses Buch absolut grandios und den Witz dahinter unendlich köstlich.

Die Geschichte fängt denkbar skurril an und führt die Protagonistin im wahrsten Sinne mit einem Knall ein- und einem Ziegelstein. Dieser irrwitzige Start hat bei mir direkt das Eis gebrochen und ich habe gebannt an den Seiten gehangen. Protagonistin Carla ist ziemlich speziell, ein bisschen auf Abwege geraten, eigentlich zu talentiert und gebildet für ihre nichtssagenden Existenz und den unspektakulären Teilzeitjob. Interessant wird sie durch ihre Nebentätigkeit als Hobbyastrologin, bzw. später karriereorientierte Astrophilisophin. Da beginnt es so richtig spannend zu werden.

Für mich war dies hier keine klassische Hochstapler-Geschichte. Macht aber nichts, weil das nicht im mindesten den Unterhaltungswert schmälert, der für mich in der trockenen, aber opportunistischen Art der Protagonistin und den irrwitzigen Begegnungen mit ihren Kunden begründet liegt. Die Erzählung ist absolut einnehmend, wunderbar pointiert erzählt mit einem sehr charmanten Humor. Das hat total meinen Geschmack getroffen.

Was mir auch gefallen hat: die Story wird nicht unnötig aufgebläht. Es wird zwar ein bisschen Hintergrund gegeben, aber die Geschichte schweift nicht ab, zieht sogar eher Tempo an, als es hintenraus zu verlieren und hat damit ordentlich Pfiff.

Ich habe mich durchweg bestens unterhalten gefühlt und kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

Bewertung vom 22.05.2025
McBride, Hazel

A Fate Forged in Fire - Aus Flammen geboren


sehr gut

Wow, einfach atemberaubend

Ich liebe Drachenfantasy und diese hier ist überhaupt nicht weichgespült und romantisiert, sondern hat diesen hartgesottenen und unbarmherzigen Vibe wie man ihn z.B auch aus Game of Thrones kennt. Einfach stark geplottet und eine unfassbar nervenzehrende Atmosphäre.

Ich fand die Hintergrundstory zu den Göttinnen, dem Matriarchat und den Drachen einfach richtig stark angelegt. Es geht hier nicht nur um den Thron und höfische Intrigen, es geht auch um die Rolle der Frau in der Welt, um Magie und Macht und eine gefährliche religiöse Bewegung. Also eigentlich alles, was ein starkes Fantasyepos braucht.

Und Aemyra ist eine Wahnsinns-Protagonistin, etwas rau und ungeschliffen, aber mutig, stark und unerschütterlich. Sie ist Strategin, Kämpferin, Königin, Schwester, Tochter, Freundin. Bei Fioreans gehts bei mir tatsächlich eher in die Hate-Richtung, auch wenn er aus seiner Familie vermutlich noch der angenehmste Geselle ist. Er ist zwar ein barbarischer Grobian, aber zumindest hat er mit Grips. Die Hassliebe zwischen den beiden fand ich ok, Enemies to Lovers Vibes sind schon vorhanden.

Das Ende ist super überraschend und ich bin absolut geschockt. Ich brauch ganz unbedingt Band 2.