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Melanie T.
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Vettweiß
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Bewertungen

Insgesamt 480 Bewertungen
Bewertung vom 06.04.2021
Habekost, Britta;Habekost, Christian

Rieslingmord / Elwenfels Bd.3


ausgezeichnet

Im nunmehr dritten Elwenfels-Krimi bekommen es die Bewohner mit einer neuen Spezies zu tun, spirituelle Aussteiger aus Indien. Das Dorf und seine Bewohner haben sich verändert, Yoga Matten und ayurvedische Tees sind im Dorf eingezogen.

Aber Elwenfels wäre nicht Elwenfels, wenn da nicht etwas im Argen läge und ein Mord geschehen würde. Jedenfalls ein Fast-Mord.

Erneut ein fesselnder Cosy Crime, bei dem man sich als Leser "daheim" fühlt. Man riecht förmlich die Zimtschnecken, man schmeckt die Riesling Schorle, man wandert über den Dorfplatz. Die Beschreibungen sind so detailgetreu, dass man sich mittendrin statt nur dabei fühlt.

Ich freue mich schon sehr auf den bald erscheinenden vierten Teil der Reihe. Das Ende lässt erneut Spannung erwarten.

Bewertung vom 29.03.2021
Almstädt, Eva

Ostseefalle / Pia Korittki Bd.16


gut

Der mittlerweile 16. Fall von Pia Korittki führt uns weit in die Vergangenheit. Ein Schädel wird gefunden, der zu einem Vermisstenfall von vor 10 Jahren passt. Sie und ihr Kollege Broders sollen diesen Fall alleine lösen, da für Cold Cases keine Kapazitäten zur Verfügung gestellt werden. Der Fall entwickelt sich dahin, dass Pia entführt wird.
Wieder einmal ist man mit Pia und ihrer teilweise recht unorthodoxen Ermittlungsart unterwegs. Dazu kommen die ein oder anderen Problemchen, die man aus ihrem privaten Umfeld ja schon kennt. Weder der Fall noch die Entführung sind wahnsinnig mitreißend, es fehlt der Spannungsbogen. Von Anfang bis Ende dümpeln diese beiden Geschichten so dahin bis es am Ende nicht zu einem Schlagabtausch, sondern zu einem offenen Ende kommt.
Als Pia Korittki Fan kann man gut über dieses Manko hinwegsehen, wäre es mein erster Fall aus dieser Reihe gewesen würde ich wahrscheinlich nicht dran bleiben. Meiner Meinung nach das schwächste Buch der Reihe

Bewertung vom 16.03.2021
Klüpfel, Volker;Kobr, Michael

Kluftinger / Kommissar Kluftinger Bd.10


sehr gut

Kommissar Kluftinger in Lebensgefahr - heisst es auf der Rückseite des Covers. Und das ist nicht weit hergeholt.

Es tut sich viel in diesem 10. und somit irgendwie Jubiläumsband.

Man lernt Klufti auf zwei ganz neuen Wegen kennen. Einmal gibt es viele Abschnitte über seine Jugendzeit, andererseits ist er Opa geworden und zwar ein sehr stolzer Opa.

Die Entwicklung in dieser Serie zu sehen macht Spaß, man lernt ihn hier tatsächlich wieder ganz neu kennen. Er wird immer mehr zum Menschen- aber auch zum Tierfreund.

Die Geschichte ist spannend, auch oder gerade wegen der Ausflüge in seine Vergangenheit.

Ich freue mich schon auf den neuen Band und bleibe gerne dabei.

Bewertung vom 10.03.2021
Brisby, Zoe

Reise mit zwei Unbekannten


sehr gut

Ein Roman, der es in sich hat.

Zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, brechen zusammen auf. Jeder hat sein Ziel, doch jeder wird von seinem Ziel letztendlich abgebracht.

Alex und Maxine lernen sich aufgrund einer Mitfahrgelegenheit kennen - und auf gewisse Weise lieben. Er ist 25, sie ist 95. Die Beiden trennen 70 Jahre, doch sie entwickeln eine Beziehung zueinander, die absolut einzigartig ist.

Es gibt lustige und traurige Momente, sie erleben Abenteuer und reisen zusammen sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft.

Der Schreibstil ist mitreissend, die Kapitel fliegen beim Lesen nur so dahin. Man sitzt mit im Twingo und erlebt die Reise förmlich mit. Die kurzen Kapitel verleiten zum schnellen Lesen.

Dieser Roman ist ein ausserordentliches Vergnügen, man lernt fürs Leben aus dem Leben der Reisenden.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 01.03.2021
Dix, Elsa

Der tote Rittmeister / Viktoria Berg Bd.2


ausgezeichnet

Mein erster Seebad-Krimi, der im Jahr 1913 auf Norderney spielt, hat mir aussergewöhnlich gut gefallen.

Die Beschreibungen sind so detailliert, dass man sich wirklich in die "Sommerfrische" hineinversetzt fühlt, die Kleider sehen und die frische Luft riechen kann.

Die Protagonisten sind toll herausgearbeitet, die Geschichte gut durchdacht. Man lernt viel über diese Vorkriegszeit und ist regelmässig froh, dass sich in den letzten hundert Jahren so viel getan hat.

Die Spannung ist nicht überragend, aber man ist immer wieder auf einer neuen Fährte und genießt die Stimmung.

Die Kapitel sind kurz, manche alten Begriffe musste ich tatsächlich nachschlagen und habe dabei wieder etwas Neues gelernt. Man fliegt nur so durch das Buch und kann es nicht zur Seite legen.

Für Krimiliebhaber, bei denen nicht unbedingt das Blut fließen muss hervorragend geeignet.

Bewertung vom 25.02.2021
Peters, Joachim H.

Der Tod der blauen Wale


ausgezeichnet

Dies war mein erstes Buch aus der Reihe um die Polizisten Kleekamp und Börns. Ich bin ein neuer Fan dieser beiden bodenständigen Polizisten.

Die Geschichte ist gut durchdacht, es laufen zwei Handlungsstränge gleichzeitig. Die Protagonisten sind durchweg detailreich beschrieben und sowohl sym- als auch empathisch.

Die Ausflüge in die private Umgebung der beiden Ermittler nimmt nicht zu viel Raum ein, bringt einem diese beiden Menschen aber näher.

Die Kapitel sind angenehm kurz, sodaß man schnell mal nebenbei eintauchen kann.

Die Spannung ist nicht überragend, aber doch so dass man immer dran bleibt.

Ich kann eine klare Leseempfehlung geben.

Bewertung vom 16.02.2021
Habekost, Britta;Habekost, Christian

Rebenopfer / Elwenfels Bd.1


ausgezeichnet

Ein Cover, das nach Urlaub aussieht. Ein Dorf, in dem man gerne selbst unterkommen möchte. Menschen, die ehrlich und herzlich sind, auch wenn sie etwas aus der Zeit gefallen zu sein scheinen. Das sind die Rahmenbedingungen zu diesem phantastischen Auftakt zu einer neuen Serie. Diese nennt sich "Ein Elwenfels-Krimi", wobei Krimi es eigentlich kaum trifft. Man sitzt nicht vor Spannung an Nägeln kauend auf dem Sofa, man hat nur deshalb schlaflose Nächte weil man sich als Elwenfels Besucher so wohl fühlt und diesen Ort gerne selbst erkunden, die Weinschorle testen möchte.

Ich bleibe auf jeden Fall dabei, wenn Carlos wieder ermittelt und mehr und mehr in den Bann der Bewohner und des einen besonderen Tropfens gezogen wird.

Bewertung vom 08.02.2021
Joy, Naomi

Flieh, so weit du kannst


sehr gut

Ein von Anfang bis Ende hochspannender Thriller mit sehr viel Vergangenheit und Tiefgang. Man spürt die Spannung schlicht beim Lesen in sich aufkeimen. Eine wirklich gute Geschichte mit einem zwar vorhersehbaren, dennoch überhaupt keinem langweiligen Ende. Die Protagonisten werden hervorragend beschrieben und in Szene gesetzt. Der Perspektivwechsel der Erzählungen zwischen den Hauptpersonen zeigt dem Leser, was die einzelnen Personen zur gleichen Zeit tun und denken. Dies deckt dann auch Ungereimtheiten auf, bringt aber auch neue Rätsel zutage. Die Kapitel sind recht kurz und verleiten dadurch zum schnellen Flug durch die Geschichte.
Dies ist der erste Roman der Autorin, man kann sich also auf weitere spannungsgeladene Bücher freuen. Ich bin auf jeden Fall dabei.

Bewertung vom 27.01.2021
Saunter, Mick

Tief im Keller (eBook, ePUB)


sehr gut

Ein Kriminalroman, bei dem man so richtig mitgenommen wird. Es geht um Themen, an die sich sonst selten Krimi-Autoren rantrauen: Behinderung und Organhandel. Von Beginn an ist die Spannung spürbar. Teilweise geht es Schlag auf Schlag, manchmal gibt es auch Phasen der Beruhigung. Durch die kurzen Kapitel und die verschiedenen Sichtweisen bleibt der Leser immer dran. Obwohl viele Seiten den Leser vom Ende trennen kommen keine Längen auf. Der Schreibstil ist ansprechend, die Protagonisten sowie der jeweilige Handlungsort sind detailreich beschrieben.
Ich hoffe sehr, dass es der Auftakt zu einer Serie wird, denn Kommissar Männer würde ich gerne bei weiteren Fällen begleiten

Bewertung vom 30.11.2020
Rauch, Josef;Gwaltinger, Xaver Maria

Tod in Oberammergau


gut

Ein ganz netter Krimi, wenn man für Großes gerade keine Zeit hat. Ich bin zunächst schwer reingekommen, die beiden "Ermittler" sind schon ganz besondere Vögel. Das gab sich dann aber schnell. Für Deutschland gab es ziemlich viel Verschwörung und ziemlich viele Tote. Leider war auch sehr schnell absehbar, wer hinter dieser Mordserie steckt. Damit blieb die Spannung leider ein wenig auf der Strecke. Durch die recht kurzen Kapitel, die abwechselnd aus der Perspektive des Emil Bär und des deutschen Philipp Marlowe - äh Merlein - geschrieben sind, kam man recht schnell voran. Ich persönlich werde die Serie nicht weiter verfolgen, ich konnte leider nicht angefixt werden. Es war ein ganz netter Zeitvertreib für zwei Abende. Das Cover ist im übrigen sehr bayrisch und passt somit hervorragend zum Titel.