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SaintGermain
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Insgesamt 1004 Bewertungen
Bewertung vom 20.08.2022
Zwirner, Teresa

Die magische Tafel


sehr gut

Die 15-jährige Rikki, die nur Emma zu ihren Freunden zählt, ist tieftraurig als diese wegzieht. Sie ist überzeugt davon, dass es nicht mehr schlimmer kommen kann. Als ein mysteriöser Junge im Schulbus und dann auch noch in ihrer Nachbarschaft auftaucht und dort zu graben beginnt, wird sie immer neugieriger. Vor einigen Jahren hat sie, wo jetzt gesucht wird, nämlich eine alte Tafel gefunden. Als Rikki sie wieder hervorholt taucht sie in die Geheimnisse anderer Menschen ein. Doch neben den 2 Jungs Chuck und Tristan sind auch noch dunklere bewaffnete Leute hinter der Tafel her.

Das Cover des Buches macht neugierig, ist hübsch gemacht und passend zum Buch. Nur die Person, die gezeigt wird, passt meiner Meinung nach nicht wirklich, denn zwischen der Beschreibung von Rikki und der Frau auf dem Cover bestehen nur marginale Ähnlichkeiten, da auch das Alter nicht passend erscheint.

Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden bildhaft beschrieben.

Der Plot ist für mich mal was ganz Neues und Interessantes gewesen, da es Zeitreise nur bedingt verwendet und auch ohne magische Wesen auskommt - nur eben diese spezielle magische Tafel.

Die Charaktere fand ich ebenfalls ausgezeichnet ausgewählt und absolut passend zum Buch.

Die Story dahinter ist allerdings ausbaufähig. Zum einen hätte ich gerne noch mehr über die 5 Brüder erfahren, zum anderen sind es zu Beginn eben 5 Brüder, dann ist aber nur mehr von 4 Brüdern die Rede. Hat sich hier ein Fehler eingeschlichen? Oder plant die Autorin eine Fortsetzung, wo dies geklärt wird? Dies fände ich eine gute Idee, da man die Story ruhig noch ausbauen hätte können - auf ein längeres Buch oder eben einen Mehrteiler. Auch das Ende konnte mich nicht ganz befriedigen. Auch dieser Kritikpunkt wäre bei einer Fortsetzung natürlich hinfällig.

Außerdem würde ich das Buch nochmals korrigieren (lassen), da sich doch ein paar Fehler in Grammatik und Rechtschreibung eingeschlichen haben.

Trotz dieser Kritikpunkte fühlte ich mich aber wundervoll unterhalten und hoffe wie gesagt auf eine Fortsetzung oder ein Spin-Off.

Fazit: Tolle, neue Story mit noch etwas Potential nach oben. 4,5 von 5 Sternen

Bewertung vom 18.08.2022
McIlvanney, William;Rankin, Ian

Das Dunkle bleibt


ausgezeichnet

Bobby Carter, ein Anwalt der Unterwelt wird ermordet in einer Gasse in Glasgow aufgefunden. Mafiöse Bandenstrukturen teilen sich Glasgow und Bobbys Auffindungsort gehört einem Rivalen. Jetzt droht ein Bandenkrieg. DC Jack Laidlaw, der alles andere als ein Teamplayer ist, arbeitet zusammen mit DS Bob Lilley zusammen. Sie freunden sich auf sonderbare Weise an, sodass auch die Familien untereinander Kontakt haben; und das obwohl auch im familären Verbund Laidlaw ein Einzelgänger ist. Während Lilley aber eher ihrem Vorgesetzten Milligan folgen will, der sich in eine falsche Theorie versteift, geht Laidlaw vielen anderen Spuren nach. Aber auch die Banden versuchen den Mörder zu finden.

Das Cover ist, auch wenn das Cover wohl eher nur auf den Einzelgänger Laidlaw bezogen ist, ausgezeichnet gelungen und lädt dazu ein das Buch in einer Buchhandlung genauer unter die Lupe zu nehmen. Das übrigen tun dann die Autoren dazu, obwohl mir nur Ian Rankin bekannt war und ich die Laidlaw-Trilogie und dessen Autor bisher nicht kannte.

Und Ian Rankin - der wohl bekannteste schottische Krimiautor der Gegenwart - nahm sich hier eines Manuskriptes seines verstorbenen Autorenkollegen an, der mit seiner Laidlaw-Trilogie bekannt wurde, und 2015 verstarb.

Der Schreibstil ist hervorragend; Orte und Charaktere werden detailreich und bildhaft beschrieben.

Zu Beginn tat ich mir ein wenig schwer mit dem Buch; viele Namen in einem düsteren Setting musste ich erst einmal verdauen. Zudem ist auch das Thema Bandenkriminalität nicht so meins.

Ich kam dann aber - auch aufgrund des Schreibstil - immer besser ins Buch hinein. Man findet einige Gemeinsamkeiten zu den Rebus-Büchern von Ian Rankin, prinzipiell überwiegen aber die Unterschiede für mich.

Die Spannung war immer auf hohem Niveau; die Lösung kam dann auch für passionierte Krimi-Leser etwas überraschend, aber durchaus logisch, auch wenn das Ende etwas anders ist, aber seinen eigenen Charme besitzt.

Das Buch ist eindeutig dem Genre "Roman noir" ("Krimi noir") zuzuordnen und beschreibt das Genre auch sehr gut.

Ich durfte Laidlaw erstmals kennenlernen und werde in Kürze den 1. Teil der Trilogie "Laidlaw" lesen.

Fazit: Geniale Weiterführung, die eigentlich ein Auftakt (Prequel) ist. 4,5 von 5 Sternen

Bewertung vom 14.08.2022
Hochmuth, Teresa

Schwestern durch die Zeit - Comtesse in Turnschuhen


ausgezeichnet

Dottie bekommt zu ihrem 14. Geburtstag ein altes Pult. Sie liebt das 19. Jahrhundert und würde am liebsten in dieser Zeit leben. 200 Jahre zuvor besitzt Frieda dieses Pult. Auch sie feiert ihren 14-jährigen Geburtstag und muss sich als Adlige für den Debütantinnenball vorbereiten. Aber sie würde gerne fremde Orte sehen, forschen und Abenteuer erleben - zu jener Zeit ein absolutes No-Go. Als Dottie in ein Heft schreibt und es in das Pult legt, kann es Frieda herausnehmen und ebenfalls reinschreiben. So entsteht eine Brieffreundschaft der beiden Mädchen. Als Frieda das Heft nimmt, das Dottie gerade in das Pult legt, wird sie ebenfalls ins Jahr 1822 gezogen. Dottie und Frieda beschließen, sie als Comtesse aus England vorzustellen. Doch kann Dottie diesen Betrug aufrechterhalten?

Das Cover des Buches ist wunderbar gemacht. Es passt nicht nur ausgezeichnet zum Inhalt, sondern auch für die Lesergruppe, die dieses Buch ansprechen soll: bevorzugt Mädchen ab 12. Zudem ist die Haptik einfach perfekt gelungen.

Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt und das ganze Buch ist altersentsprechend geschrieben.

Der Plot ist ausgezeichnet gelungen und durch das Ende bietet es Raum für eine (oder mehrere) Fortsetzungen.

Der Spannungsbogen ist hoch gezogen und neben Humor bietet das Buch definitiv auch für Jugendliche ein wenig was zum Nachdenken.

Dafür dass Dottie und Frieda sehr unterschiedliche Personen sind, haben sie doch auch einiges gemeinsam.

Dazu gibt es sehr interessante Nebencharaktere, wobei der eine oder andere dann auch hoffentlich in Folgebänden wieder mitspielen darf.

Interessant ist auch wie sich die Charaktere im Laufe des Buches entwickeln, was ebenfalls Lust auf weitere Bände macht.

Als Erwachsener hatte ich das Buch relativ schnell gelesen, was aber auch am Schreibstil und dem Witz mancher Situationen lag. Dabei fühlte ich mich ausgezeichnet unterhalten.

Fazit: Ein Jugendbuch über Zeitreise, dass auch ältere begeistern kann. 5 von 5 Sternen

Bewertung vom 13.08.2022
Ricek, L.G.

Wachauer Sagen von L.G. Ricek (1920) (MP3-Download)


ausgezeichnet

Der Melker Märchen Mönch hat sich ein Buch über Wachauer Sagen von Ludwig Georg Ricek aus dem Jahre 1920 genommen und es neu herausgebracht bzw. eingesprochen. Dabei erzählt er nicht nur 9 Sagen aus der Wachau, sondern erklärt auch Wörter die man heute kaum mehr verwendet bzw. kennt kindgerecht.

Das Cover ist absolut passend und ein echter Hingucker, weil es auch klar macht um was es in dem (Hör-)Buch geht.

Obwohl ich oft in der Wachau bin und zuerst bei Krems und jetzt bei Melk wohne, waren mir tatsächlich diese Sagen nicht bekannt, ebenso wie der Sprecher, der Melker Märchen Mönch.

Die Sagen selbst wurden 1920 bereits veröffentlicht, der Melker Märchen Mönch hat sie aber nicht nur eingesprochen, sondern nach einer kurzen Einleitung auch wieder zum Leben erweckt.

Wörter, die heutzutage kaum mehr verwendet werden, erklärt er nach der jeweiligen Sage kindgerecht.

Die Stimme und das Sprechtempo sind - ebenso wie die Betonung - ein echter Hörgenuss. Dabei klingt er aber nicht wie ein Hörbuchsprecher, sondern wie ein Vater, Onkel oder Großvater, der seinem Schützling die Sage vorliest. Und dies gefiel mir sehr gut, ebenso wie, dass der Sprecher von der Stimmfarbe ähnlich wie der österreichische Schauspieler Wolfgang Böck spricht.

Fazit: Wer Interesse an Sagen hat und diese mit angenehmer Stimme nicht nur vorgelesen, sondern auch erklärt haben will, ist hier vollkommen richtig. 5 von 5 Sternen

Bewertung vom 11.08.2022
Burow, Patrick

Ich habe nicht geschossen, nur ein bisschen


ausgezeichnet

Der Richter und Autor Patrick Burow stellt - nach Delikten geordnet - viele Ausreden, die vor Gericht eingebracht wurden, vor. Zwar brachten nur wenige davon etwas ein, dafür belustigen sie, wenn schon nicht den Richter, zumindest die LeserInnen.

Das Cover ist relativ einfach gemacht, passt aber definitiv zum Buch und weiß auch aufzufallen.

Der Schreibstil des Autors in diesem Buch ist nüchtern mit einem gehörigen Augenzwinkern und ab und zu ironischen Kommentaren.

Dazu wird die Quelle bei jeder Ausrede angegeben; das Buch ist daher natürlich auch gut recherchiert.

Manche Ausreden sind einfach nur skurril, während andere einfach lustig sind.

Der Autor beweist in diesem Buch, dass er neben spannenden Thrillern und Sachbüchern auch lustige Tatsachenberichte schreiben kann.

Fazit: Ausreden vor Gericht, die nicht weiterhelfen, aber sehr unterhaltsam sind. 5 von 5 Sternen

Bewertung vom 10.08.2022
Messenger, Shannon

Der Aufbruch / Keeper of the Lost Cities Bd.1


ausgezeichnet

Die 12-jährige Sophie Foster ist hochintelligent, hat ein fotografisches Gedächtnis, hat mehrere Klassen übersprungen und kann die Gedanken ihrer Mitmenschen lesen, was ihr aber lästig ist. Sie ist ein Außenseiter. Zudem gibt es andauernde Brände, die kaum zu löschen sind. Bei einer Exkursion ihrer Schule trifft sie auf den etwas älteren Fitz, der ihr mitteilt, dass sie eine Elfe ist. Im Elfenreich angekommen, darf sie die Foxfire, eine Zauberschule besuchen, darf aber nie wieder in die Menschenwelt zurück. Doch immer wieder wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt, denn sie wurde ja einst in der Welt der Menschen versteckt. Und schon bald entdeckt Sophie noch andere Fähigkeiten an ihr.

Das Cover des Buches ist liebevoll gestaltet, der Altersgruppe und dem Inhalt entsprechend.

Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet; Charaktere, Orte und Lebewesen werden bildhaft beschrieben.

Es ist der Auftakt zu einer 9 1/2-teiligen Jugend-Fantasy-Reihe, die in einigen Belangen etwas an Harry Potter erinnert und sich aber doch auch in vielem unterscheidet.

Das Buch ist ab ca. dem 12. Lebensjahr geeignet, aber auch Erwachsene werden sich gut unterhalten fühlen.

In den nächsten Jahren soll auch eine Verfilmung des 1. Teils herauskommen, auf den ich doch auch schon sehr gespannt bin.

Der Auftakt der Reihe bietet viele Fragen und ein paar Antworten, aber viele Geheimnisse bleiben noch zu lösen.

Was etwas nervt, ist dass sich Sophie sehr oft Wimpern ausreißt, sodass sie eigentlich keine mehr haben dürfte.

Für mich gibt es auch einen kleinen Logikfehler: Sophies Menschenfamilie kann man ja möglicherweise die Erinnerung an Sophie nehmen, was aber ist mit ihrer Schule, ihren Nachbarn und allen anderen, die sie kennen? Löscht man sie aus allen? Erwähnt wird es nicht und es erscheint auch etwas unglaubwürdig.

Auf der anderen Seite stört es aber nicht und ist eben auch für die Handlung wichtig.

Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt wie es weitergeht und welche Abenteuer Sophie noch bestehen darf.

Fazit: Nicht umsonst, wird diese Jugend-Fantasy-Reihe so gehypt. 5 von 5 Sternen

Bewertung vom 04.08.2022
Bjørk, Samuel

Dunkelschnee / Kommissar Munch Bd.4


ausgezeichnet

Auf einem Feld in Oslo werden 2 elfjährige Buben tot aufgefunden; der eine nackt, der andere nur in der Unterhose. Zwischen ihnen liegt ein toter Fuchs. Kommissar Holger Munch, der gerade zum Leiter einer neuen Einheit befördert wurde, und sein Team entdecken, dass es vor 8 Jahren einen sehr ähnlichen Fall in Schweden gab, nur statt dem Fuchs war damals ein weißer Hase bei den Leichen. Daraufhin holt Munch die Polizeischülerin Mia Krüger ins Team, die in der Akademie Spürsinn an den Tag legt und damit richtige Profiler-Qualitäten mit sich bringt. Und schon bald entdeckt sie auf den Tatortfotos wichtige Details.

Das Cover ist ausgezeichnet gemacht und passt zu einem skandinavischen Krimi/Thriller, auch wenn es wenig aussagekräftig ist.

Das einzige was mich beim Cover störte, war der deutsche Titel, der nur äußerst wenig mit dem Buch zu tun hatte. Im Original heißt das Buch "Ulven", was zu deutsch "Wolf" bedeutet und somit auch abolsut passend für das Buch ist. Warum man den Titel hier so zum Negativen verändern musste, ist mir nicht ganz erschließbar. Das Originalcover ist im Übrigen sehr düster und zeigt einen Wolf.

Es handelt sich um das 4. Buch mit Holger Munch in der Hauptrolle, und es ist das 1. in dem er mit Mia Krüger zusammenarbeitet. Obwohl es das erste Buch des Autors rund um Munch handelte, kann man das Buch auch für sich alleine lesen.

Der Schreibstil des Autors ist hervorragend; Charaktere und Orte werden bildhaft dargestellt.

Die Einheit von Munch ist aus sehr verschiedenen Charakteren besetzt, was mir hervorragend gefiel und Mia Krüger passt hier ausgezeichnet dazu, da auch sie keinem 08/15-Schema entstammt. Munch selbst ist hier noch der Unauffälligste und bringt - bis auf die Zusammenstellung des Teams mit Mia - eigentlich wenig mit. er selbst bringt den Fall kaum weiter, er reagiert mehr als er agiert.

Der Plot ist perfekt ausgewählt und durchdacht; durch verschiedene Handlungsstränge, die sich erst langsam miteinander verknüpfen, wird die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite auf sehr hohem Niveau gehalten.

Auch Überraschungen gab es einige und selbst mich als erfahrenen Krimi-/Thrillerleser konnte der Autor auf eine falsche Fährte locken.

Überraschend war für mich auch, dass es für einen skandinavischen Thriller/Krimi gar nicht so düster bzw. dunkel war, wie bei den meisten anderen Vertretern dieses Genres. Umso irreführender finde ich daher auch den deutschen Titel.

Fazit: Mich konnte das Buch aufgrund vieler Dinge positiv überraschen und überzeugen. 5 von 5 Sternen

Bewertung vom 31.07.2022
Black, Joe

Babylons Vermächtnis (MP3-Download)


gut

Schriftrollen aus dem 7. Jahrhundert tauchen in Syrien auf, daher reist die Paläografin Ilana Shaik zur Untersuchung dieser nach Aleppo. Währenddessen findet der Unterwasserarchäologe Konstantin Nikolaidis eine versunkene Ruine vor der Hafenstadt Alexandria. Dort können einige Goldmünzen mit geheimnisvollen Inschriften geborgen werden, woraufhin Konstantin Hilfe bei Irina sucht. Sie finden heraus, dass die Münzen aus der Zeit der Templer stammen.

Das Cover des (Hör-) Buches ist ausgezeichnet gemacht und macht neugierig auf das Buch, das ebenso wie der Klappentext genau meinem Beuteschema entspricht.

Der Epilog des Buches war dann ebenfalls mein Geschmack als Einstimmung, wenn die Auflösung und der Tod der Tempelritter bildhaft beschreiben wird.

Danach ging es mit relativ kurzen Kapiteln weiter, die verschiedene Charaktere und Inhalte beinhalten. Vielleicht auch aufgrund dieser Kürze konnte ich allerdings mit den Charakteren auch wenig anfangen; keiner war mir sympathisch oder ist mir gar ans Herz gewachsen. Irgendwie konnte ich sie dann auch nur schwer auseinanderhalten; ein Bild entstand bei keinem vor meinem inneren Auge.

Nachdem Irina dann in Syrien angekommen ist, schweift das Buch zum Großteil so weit ab, dass die Haupthandlung vom Klappentext eigentlich nur noch ein Nebenschauplatz ist. Natürlich müssen auch die Kämpfe und der Krieg in Syrien Thema sein, aber nicht so weit, auch wenn es Action gab, die mich aber auch nicht abholen konnte.

Positiv zu erwähnen ist, dass das Buch sehr gut recherchiert ist und interessante Thesen aufstellt, die aber letztendlich dann auch nicht die große Überraschung sind. Irgendwie scheine ich schon einmal etwas gelesen zu haben, dass mir am Ende die Überraschung nahm.

Gesprochen wird das Hörbuch von Jonathan Springer, der versucht jedem Charakter seine eigene Stimme zu geben. Allerdings konnte er mich aufgrund seines Sprechtempos nicht überzeugen. Der oben angeführte Prolog war von ihm so langsam gesprochen, dass, wenn das Buch nicht so interessant begonnen hätte, fast schon eingeschlafen wäre. Dies änderte sich dann Gottseidank. Allerdings wechselt der Sprecher so oft und willkürlich das Sprechtempo zwischen sehr langsam bis fast zu schnell, dass ich mir dachte er schläft ein und will es schnell hinter sich bringen. Allerdings hat er auch eine angenehme Stimme. Wenn er das Sprechtempo richtig hinbekommt, würde ich jederzeit wieder Hörbücher mit ihm als Sprecher hören.

Fazit: Für mich war dieses Hörbuch - auch durch meine Erwartungen - eher ein Reinfall, auch wenn es positive Momente gab. 3 von 5 Sternen