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Koriander
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Penzberg

Bewertungen

Insgesamt 507 Bewertungen
Bewertung vom 20.04.2023
Albert, Sandrine

Mord in Bordeaux / Claire Molinet ermittelt Bd.2


ausgezeichnet

Ein düsterer und sehr spannender Fall mit erschreckendem Hintergrund
Ein exklusives Diner in einem renommierten Lokal, so wollte Claire Molinet den Abend genießen, und wird dabei Zeuge eines Zusammenbruchs am Nachbartisch. Als für den bekannten Gast jede Hilfe zu spät kommt, wird der Verdacht auf einen Giftmord laut und Claire, anerkannte Privatdetektivin, nimmt gemeinsam mit Commandant Raoul Chénier die Ermittlungen auf. Nicht ahnend, in welche Gefahr auf sie wartet.
MORD IN BORDEAUX trägt wieder völlig zu Recht den Untertitel „Ein kulinarischer Krimi“. Auch Band zwei um die Detektivin Claire Molinet ist Sandrine Albert wieder wunderbar gelungen, er kann aber absolut ohne Vorkenntnisse genossen werden. Ihr Krimi ist flüssig geschrieben, angenehm zu lesen, stilsicher, lebendig und farbig! Man darf Claire bei ihren Recherchen über die Schulter schauen und erfährt dabei Erstaunliches und Erschreckendes aus Frankreichs Vergangenheit, das seine Schatten bis in die Gegenwart wirft. Sandrine Albert schafft es wieder spielerisch, zwischen knisternder Spannung und liebenswerten Details zu besonderen Delikatessen zu wechseln. Man möchte am liebsten nach Aquitanien reisen!
Mit Claire Molinet und Raoul Chénier sind ihr zwei ausgesprochen sympathische, sehr menschliche und gradlinige Protagonisten gelungen, die mit ihrer hartnäckigen Spurensuche für jede Menge Spannung sorgen und den Leser zum Miträtseln anregen. Dabei erfährt man auch viel über Land und Leute und spürt die Zuneigung der Autorin zu dieser zauberhaften Gegend.
Ein herrlich ausgewogener Krimi in einem wunderschönen Ambiente, spannend und mit überzeugendem Plot! Absolut empfehlenswert!

Bewertung vom 20.04.2023
Yagisawa, Satoshi

Die Tage in der Buchhandlung Morisaki


ausgezeichnet

Eine bewegende Geschichte von Menschen, Büchern und dem Schicksal

Takako ist gerade einmal 25 Jahre alt, gut situiert mit Studium, Job und eigener Wohnung, als ihre intakte Welt plötzlich und unvorhersehbar in Scherben zerspringt. Ihr Liebeskummer ist so übermächtig, dass sie alles aufgibt und auf den Rat ihrer Mutter hin bei deren Bruder im alt eingesessenen Antiquariat der Familie Unterschlupf sucht.

Schon das liebevoll und fein gezeichnete Cover verrät es, Takako wohnt über dem Antiquariat ihres Onkels. Beide tragen eine Last mit sich, deren Bürde nur mittels Flucht in die Welt der Bücher erträglich wird. Satoshi Yagisawa erzählt eine bewegende Geschichte mit klaren, schnörkellosen Worten, sein Stil ist leicht und unbeschwert, obwohl hinter seinem wohl gewählten Ausdruck sehr viel Lebensweisheit und Menschlichkeit steckt. Man taucht unweigerlich ein in Takakos Leben und wünscht sich, selbst einmal Tokios berühmtes Bücherviertel erkunden zu dürfen. Diese eigentlich locker erzählte Geschichte mit so viel Tiefgang hat einen Sog entwickelt, dem ich mich nicht mehr entziehen konnte. Ein wunderbares Buch für Menschen, die das Lesen und das Leben lieben.

Bewertung vom 19.04.2023
Teichert, Fritzi

Storchenherzen / Die Hebammen vom Storchennest Bd.1 (MP3-Download)


ausgezeichnet

Zauberhafte und bewegende Geschichte um den ältesten Beruf der Welt

Helga hat die vierzig überschritten und betreibt mit Kollegin Monika eine kleine Hebammenpraxis. Madita hat erst vor kurzem ausgelernt und brennt für ihren Beruf. Sie bringt nicht nur ordentlich viel frischen Wind in die Praxis, sondern auch in Helgas Leben.

Fritzi Teichert hat sich eine ganz und gar zauberhafte Geschichte ausgedacht. Es geht um die grundlegenden Dinge, die ein Frauenleben beeinflussen: Ein Beruf, der Freude und Abwechslung bringt, Liebe, Zuneigung, Freundschaft und die Geburt eines Kindes. Im Grunde verfolgen Helga und Madita dasselbe Ziel, beide wollen helfen. Aber man spürt den Generationenunterschied, darf sich herrlich über die unbeschwerte Madita amüsieren und kann auch gleichzeitig Helgas Sorgen verstehen. Die Story ist erfrischend jung und modern, unglaublich lebendig und bewegend und wird von Sandra Voss und Anne Sofie Schietzold so mitreißend gelesen, dass man sich die Charaktere wie auch die Szenen lebhaft vorstellen kann. Und ungeduldig auf die Fortsetzung wartet!

Bewertung vom 17.04.2023
Reader's Digest Deutschland, Schweiz, Österreich - Verlag Das Beste GmbH Stuttgart, Appenzell, Wien

Die mediterrane Küche - vielfältig, bunt und gesund


ausgezeichnet

Geniale Rezepte und betörende Aromen bringen das Mittelmeer in die Küche

„Die mediterrane Küche“ ist ein ganz wunderbares Buch, das mit einer unglaublichen Vielfalt an Rezepten und betörenden Aromen beeindruckt. Die farbenfrohe, liebevolle Gestaltung des Layouts erinnert auf jeder Seite an den Süden, an rustikale Tavernen und charmante Cafés und bringt einen Hauch Urlaub in jeden Haushalt.

Aber am allermeisten haben mich die Rezepte überzeugt. Schon die reichhaltige Inhaltsübersicht macht neugierig und weckt die Lust zum Kochen. Die Angaben zu Portionen und Rezepten sind einfach und überschaubar, trotz fantastischer und manchmal exotischer Gewürzideen leicht nachzuvollziehen, und die Zubereitung so gut und detailliert beschrieben, das keine Fragen aufkommen. Die Zutaten sind bodenständig, schmackhaft und gesund und auch für Vegetarier ist viel geboten! Dazu gibt es noch einige Tipps und Tricks. Hier wird jeder Fan der mediterranen Küche fündig und selbst die Klassiker sind sehr einfallsreich interpretiert! Ein fantastisches Kochbuch, das ich unbedingt empfehlen kann!

Bewertung vom 11.04.2023
Ludwig, Stephan

Der nette Herr Heinlein und die Leichen im Keller


ausgezeichnet

Ein Unglück kommt selten allein
Herr Heinlein ist ein ehrenwerter Delikatessenhändler der alten Schule, seine Kundschaft steht für ihn an erster Stelle. Als durch einen unglücklichen Zufall ein Kunde zu Tode kommt, beginnt eine unaufhaltsame Verkettung verhängnisvoller Umstände.
Stephan Ludwig ist ein genialer Autor, der es wunderbar versteht, seine Protagonisten so lebendig zu gestalten, dass sie vor dem inneren Auge entstehen. Und so darf man miterleben, wie der liebenswerte Herr Heinlein, ehrenwert und anständig, in einen Strudel der Geschehnisse gerät. Dabei erzählt Stephan Ludwig sehr gekonnt eine so unfassbare Geschichte, das man einerseits aus dem Staunen nicht mehr herauskommt, andererseits in ständiger Sorge und stets voller Befürchtungen ist. Unerwartete Wendungen und seltsame Vorkommnisse sorgen für reichlich Nervenkitzel und Abwechslung, das Ende ist überhaupt nicht absehbar und kommt einigermaßen überraschend. Ein Buch, das skurril, umwerfend, tricky und bestechend unterhaltsam ist!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 07.04.2023

Es war einmal in Venedig


ausgezeichnet

Gleichermaßen spannend wie zu Herzen gehend! Eine Ode an die Liebe!
Julia und Ella, junge Studentinnen, machen sich 1973 in einem Käfer auf eine Reise nach Italien, das erträumte Ziel: Venedig! Während Ella mit ihrem italienischen Schwarm den Tag verbringt, zieht es Julia in die verwinkelten Gässchen Venedigs. Im dortigen Ghetto trifft sie auf David. Und danach ist in ihrem Leben nichts mehr, wie es vorher war.
Andrea und Wilfried Herz haben mich mit ihrem Buch absolut überwältigt. Julias Geschichte, die auch mit den historischen Nachwehen des Krieges verbunden ist, hat eine starke Kraft und entwickelt schnell einen immensen Sog, so dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Ich war ungemein ergriffen von der rückblickenden Perspektive Julias und zugleich von ihren Erlebnissen, die an Spannung nichts zu wünschen übrig ließen und geradezu kriminalistische Züge entwickeln. Es steckt eine große Weisheit, aber auch Demut vor der Liebe und dem Leben in diesen Zeilen, die sehr berühren und zum Nachdenken anregen. Eine grandiose, spannende und zu Herzen gehende Geschichte!

Bewertung vom 06.04.2023
da Silva, Mariana

Südlich von Porto lauert der Tod


ausgezeichnet

Mysteriöser Fall vor idyllischer Kulisse, ein Krimi mit Suchtfaktor!
Ria, Polizistin in Stuttgart und eigentlich Kommissarin, kehrt in den Schoss ihrer Familie an den malerischen Küstenort Torreira zurück. Zwar ist der Tod ihres geliebten Großvaters der traurige Anlass, aber Ria fühlt sich sofort wieder geborgen und aufgenommen. Als ihr unerfahrener Cousin Joao plötzlich im Fall einer verschwundenen Toten ermitteln soll, erwacht bei Ria trotz Urlaub sofort der Ermittlerinstinkt.
Mariana da Silva ist eine wundervolle Kombination aus spannendem, mysteriösem Krimi und absolutem Wohlfühlflair gelungen. Ria und ihre portugiesische Familie sind einfach unschlagbar liebenswert, eine Bande, die zusammenhält und gemeinsam alles stemmt. Und während der Leser die malerische Atlantikküste und deren kulinarische Köstlichkeiten genießen darf, tragen die Spürnasen Puzzleteilchen zusammen, die zu einem überraschenden und schockierendem Ergebnis führen. Die Protagonisten, durchaus auch mit Ecken und Kanten, sind unglaublich real beschrieben, die Szenen sehr lebendig und detailreich, und so entsteht großes Kopfkino und geradezu eine Sehnsucht nach Strand und Meer. Dabei hat die Autorin sehr geschickt so manche Wendung eingebaut und versteht es, die Spannung perfekt zu halten. Ein Krimi zum Schaudern und Genießen, den man kaum mehr aus der Hand legen kann!

Bewertung vom 03.04.2023
Corbet, Ellis

Das Schweigen der Klippen / Guernsey-Krimi Bd.2


ausgezeichnet

Eine dramatische Vergangenheit, deren tödliche Folgen bis in die Gegenwart reichen

Auf der malerischen Insel Guernsey wird eine alte Frau tot in den Klippen gefunden. Wie war die demente Dame aus dem Seniorenheim dorthin gelangt? Polizeibeamtin Kate Langlois hat schnell Zweifel an dem Unglücksfall und beginnt zu ermitteln.

Auch Ellis Corbets’ zweiter Krimi spielt auf Guernsey und zieht den Leser sofort in den Bann der idyllischen Insel. Sie beschreibt die Menschen, das Dorfleben und die bezaubernde Landschaft sehr anschaulich und detailreich – perfekt für großes Kopfkino und Sehnsucht nach Meer. Kate Langlois, sympathische und kluge Polizistin, ermittelt hartnäckig, aber mit Bedacht und Spürsinn. Ich mag den harmonischen Stil von Ellis Corbet. Ihre Geschichte ist sanft und ruhig, bietet aber durchaus Spannung und Abwechslung, und dazu ein überraschendes Ende. Ein Krimi, der von akribischer, erfolgreicher Ermittlungsarbeit erzählt und bei dem auch ab und zu, Dank Nicolas Arture, dem forensischen Archäologen, einige Fünkchen springen!

Bewertung vom 31.03.2023
Janz, Tanja

Fiese Brise in St. Peter-(M)Ording / St. Peter-Mording-Reihe Bd.2


sehr gut

Humorvolles und turbulentes Lesevergnügen mit einer Prise Spannung und viel Küstenflair
In St.Peter-Ording geht es zur Sache: das alljährliche Kegelturnier steht an und der ganze Ort ist auf den Füßen. Leider ereilt einen der Favoriten ein unnatürlicher Tod. Und obwohl dieser nicht gerade beliebt war, stehen die Menschen unter Schock. Die Polizei beginnt zu ermitteln, und auch Schwester Ilva steckt ihre Spürnase in ungeklärte Dinge.
Tanja Janz entführt den Leser an die wunderschöne Nordseeküste in das muntere St. Peter-Ording, dessen Bewohner liebenswert, aber auch mal kantig sind. Turbulent geht es zu, man benötigt schon ein paar Seiten, um die familiären Zusammenhänge zu erkennen, aber dann stürzt man sich mit hinein in das Getümmel rund um das große Kegelevent. Erschreckende Todesfälle können der eingeschworenen Gemeinschaft nichts anhaben, schnell erahnt die quirlige Ilva, Schwester des Polizeichefs, wer hinter den Grausamkeiten stecken könnte und treibt die Ermittlungen auf ihre ganz sympathische Art voran.
Ein humorvoller, sehr lebendiger Krimi, flüssig und atmosphärisch geschrieben, der Spannung und vor allem wunderbares Küstenflair bietet!

Bewertung vom 28.03.2023
Suter, Martin

Melody


ausgezeichnet

Martin Suters neuer Geniestreich! Melody fesselt und berührt!
Dr. Peter Stotz, bestsituierter smarter Selfmademan und hoch angesehener Gast auf allen Parketten der Gesellschaft, sieht seinem Ende entgegen und beauftragt den Studenten Tom Elmer, seinen Nachlass zu regeln. Unter dem Dach seines Auftraggebers genießt Tom nicht nur die Früchte eines erfolgreichen Unternehmerlebens, sondern erfährt auch von dessen Schicksal und seinem traurigen Sehnen.
Martin Suter ist einfach ein genialer Autor mit Ideen, die den Leser fesseln, berühren und zum Staunen bringen. Das Schicksal stellt die Weichen und die Menschen vor Entscheidungen, die ihr Leben grundlegend verändern.
„Melody“ ist ein wahrer Pageturner. Atemlos liest man, wie sich Dr. Stotz dem jungen Tom öffnet und die Geschichte einer großen, unerfüllten Liebe offenbart. Martin Suter versteht es wie kein anderer, fließend, lebendig und detailreich zu schreiben. Er weckt die Neugier, streut Hinweise und erzeugt einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Und überrascht am Ende in vielerlei Hinsicht.
Ich bin völlig hingerissen von dieser spannenden wie auch berührenden Geschichte, mit der Martin Suter wieder ein Geniestreich gelungen ist!