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marielu
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Mainbernheim

Bewertungen

Insgesamt 213 Bewertungen
Bewertung vom 13.04.2018
Axelsson, Majgull

Ich heiße nicht Miriam (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Zum Inhalt:
Miriam erhält von ihrer Familie zu ihrem 85. Geburtstag ein Armband mit ihrem Namen. Ihre Enkelin erwähnt, dass dies von Romas hergestellt wurde. Erinnerungen, die Miriam geheimnisvoll hütet werden geweckt und ihr entfährt der Satz „Ich heiße nicht Miriam“. An diesem Tag gibt sich Miriam, mehr als sonst, ihren Erinnerungen hin. Niemand ahnt von ihren wahren Wurzeln und welche Ängste sie immer noch aussteht. Denn Miriam/Marika wurde als „Mischling“ eines Roma und einer Deutschen geboren. Doch mit der Machtübernahme Hitlers findet sie sich rasch in den Konzentrationslagern Auschwitz und Ravensbrück wieder. Der Kampf ums Überleben beginnt, der nicht mit der Befreiung aus dem Lager endet. Denn auch in Schweden, wo Miriam jetzt lebt gibt es nach wie vor Ablehnung, Vorurteile und Verachtung für bestimmte Menschengruppen. Dennoch ist es für Miriam ein Paradies. Aber Miriam muss selbst in ihrer Familie ihr Geheimnis gut hüten.
Meine Meinung:
Die ersten Seiten, ließen mich zögern ob ich das Buch weiter lesen soll. An den Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen und etwas irritiert war ich über die Zwischenwelt in die Miriam beim Aufwachen an diesem Morgen flieht. Doch das Weiterlesen überzeugte mich von diesem Buch.
Die Autorin Majgull Axelsson beschreibt in unterschiedlichen Zeitebenen bedrückend die Umstände in denen Miriam leben muss. Die Angst, die sie fast täglich verfolgt und sie dennoch dem Leben entgegen geht. Dabei spielt das Thema des Völkermords an die europäischen Roma und Sinti genauso wie an den Juden eine wesentliche Rolle. Aber sie zeigt auch auf, dass das Leben nach dem Dritten Reich für bestimmte Völkergruppen nicht leicht ist. Z.B. 1948 in der Stadt Jönköping, dort überfielen Einwohner das Wohnquartier der Roma, drangen in Wohnungen ein, zerstörten sie zum Teil und versuchten mit massiven Angriffen die Bewohner aus der Stadt zu vertreiben. Und gerade in unserer Zeit, in dem momentanen Zeitgeschehen finde ich es wichtig ein solches Buch zu lesen um sich zu erinnern was Fremdenfeindlichkeit und Hass auslösen kann.
Fazit:
Ein Roman über das Leben einer Frau, geprägt durch Fremdenfeindlichkeit und Hass, die aus einer Völkerrandgruppe stammt und ihr Leben lang um ihr Überleben kämpfen muss. Absolute Leseempfehlung

Bewertung vom 03.05.2016
Peters, Katharina

Leuchtturmmord / Romy Beccare Bd.5 (eBook, ePUB)


sehr gut

Zum Inhalt:
Merle, Ende zwanzig, wird am Leuchtturm der Insel Zudar tot aufgefunden. Wer hatte ein Interesse die junge Mutter, umzubringen? Romy Becaare fragt sich immer wieder nach dem Motiv für diesen brutalen Mord. In Verdacht geraten die ehemaligen Kameraden Christoph und Jacob, denen Merle früher einmal Schwierigkeiten bereitet hat. Doch diese können ein Alibi vorweisen. Als Romy und Kasper im Leben von Merle nachforschen, stellen sie fest, dass alle, bis auf Jurek Olhof aus Merles früherer Jugend-Clique durch Unfälle ums Leben gekommen sind. Und da ist auch noch Merles früherer Liebhaber. Romy beginnt die Fälle zusammen zu betrachten und kommt dadurch einen Mordfall im illegalen Boxerwettkampfmilieu näher, den ihr Lebenspartner Jan zusammen mit Olivia Durant bearbeitet. Hängen die beiden Fälle zusammen?
Meine Meinung:
Nun habe ich mein erstes Buch der Autorin Katharina Peters aus der Romy Becaare –Reihe gelesen. Da dies aber der 5. Teil der Reihe ist, fehlte mir leider die Nähe zu der Ermittlerin Romy, die vermutlich in den Vorgängern besser beschrieben wurde. Ebenfalls irritierte mich der zweite Fall, an denen ihr Lebensgefährte Jan mit Olivia arbeitet. Teilweise wusste ich nicht wer jetzt eigentlich die Hauptprotagonistin sein soll, Romy Becaare oder Olivia Durant und dabei tummelten sich noch weitere Personen in dem ganzem Geschehen, sodass ich da schon mal durcheinander kam, wer jetzt zu welchem Fall gehört. Der Schluss der Geschichte ließ für mich einige Fragen offen was ich sehr schade fand, so waren nicht alle „Unfälle“ offensichtlich geklärt, was das Ganze abgerundet hätte.
Nichts desto trotz, war es spannend zu lesen, wie ein Puzzleteil zum anderen fällt und wie das Ganze zusammen hängt. Deshalb werde ich auch vier Punkte vergeben. Der lebhafte und flüssige Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, weshalb ich sicher noch ein weiteres Buch von ihr lesen werde.

Fazit:
Eine gute Krimistory die mit Spannung Details verknüpft. Eventuell ist es sinnvoll die Vorgänger zu kennen.

Bewertung vom 01.04.2015
Conrat, Arantxa

10 Gebote in Pink (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Josis 10 neuzeitige Gebote
Josi ist tief beeindruckt von dem neuen Papst. Kurzerhand beschließt sie ihre eigenen, neuzeitlichen 10 Gebote aufzustellen und mindestens 6 Monate danach zu leben. Aber, sie braucht Unterstützung.
Ihre Freundin, mit abgeschlossenem Theologiestudium, bietet ihr an einen Studienkollegen zu fragen. Diese wittert damit ihre Chance ihre Freundin mit dem ausgesprochen gutaussehenden Peter zu verkuppeln, dem Josi nie eine Chance gegeben hat. Ohne zu ahnen dass hinter dem Pseudonym „Bruder Peterle“ ihr Feindbild Dr. Peter Lennart steckt stimmt sie zu. Und so kommt es zu einem regen E-Mail Verkehr zwischen Josi und „BruderPeterle“. Kann Peter Lennart Josi für sich gewinnen?
Gerne hätte ich so manches Mal Josi geschüttelt. Sie ist erfolgreich in der Marketingbranche und doch so natürlich, teilweise naiv und so wenig von sich selbst überzeugt. Kein Wunder das sie „Mr. Perfekt“ Peter aus dem Weg geht und nicht daran glaubt das er sich ernsthaft für sie interessieren könnte. Peter muss sich ganz schön ins Zeug legen um Josi näher zu kommen, denn hinter seiner Fassade steckt ein sehr empfindsames Herz.
Arantxa Conrats Idee der 10 neuzeitlichen Gebote (ich muss gestehen ich finde die Idee nicht schlecht, könnte man mal auch für sich selbst überdenken) sind in einem lockeren Schreibstil als E-Mail Verkehr geschrieben, noch dazu gewürzt mit etwas Humor und einer Liebesgeschichte sorgt das Buch für vergnügliche Lesestunden. Besonders hat mich aber der Schluss begeistert, indem Peter Josi auf eine Art 10-Gebote-Rallye schickt, das nenne ich mal kreativ.
Fazit: Ein gutes Frauenbuch für kurzweilige Lesestunden.

Bewertung vom 19.03.2015
Mey, Frida

Mord ahoi! / Elfie Ruhland Bd.3


ausgezeichnet

Elfie kanns nicht lassen
Elfie, Office Managerin, hat für Reeder Claasen einen Auftrag zu seiner Zufriedenheit beendet. Nun beauftragt er sie kurzfristig auf seinem Luxuskreuzfahrtschiff Aphrodite herauszufinden warum die Umsatzzahlen nicht stimmen. Es geht also auf große Seereise und sie darf sogar noch eine Begleitperson auf das Schiff mitnehmen, doch leider kann Paul-Friedrich nicht mit.
Gleichzeitig freut sich die Kommissarin Alexandra auf ihren Skiurlaub mit ihrem Freund Hubert, doch der sagt wegen eines Forschungsauftrags in den USA ihren gemeinsamen Urlaub ab. Alex erzählt Elfie wütend davon, da diese während ihres Skiurlaubs auf den Mops Amadeus aufpassen sollte. Elfie denkt nicht lange nach und nimmt kurzerhand Alexandra samt Amadeus mit auf die Aphrodite.
Da Elfie keine „Projekte zur Beseitigung fieser Vorgesetzter“ mehr durchführen will, erwartet sie eine ganz entspannte Seereise.
Doch da hat sie nicht mit dem Casinoleiter und Chefcroupier Leo Spielberg und dem Kreuzfahrtdirektor Kaiser gerechnet. Und so führt sie wieder mal fleißig ihre Plus- und Minusstrichliste. Als Spielberg spurlos verschwindet nimmt Alexandra die Ermittlung an Bord auf und bittet ausgerechnet Elfie um ihre Mithilfe, ob das gut geht?
Die Autorin Friedlind Lipsky, die sich hinter dem Pseudonym Frida Mey verbirgt, konnte mich in dem 3. Teil um Elfie Ruhland wieder von ihrem flüssigen, humorvollen und warmen Schreibstil überzeugen. Ich flog regelrecht durch die Seiten und konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Es bereitet richtig vergnügen Elfie zu begleiten, wie sie kleine Begebenheiten registriert und schließlich zu einem Ganzen zusammenfügt. Das Buchcover ziert den Mops Amadeus, diesmal auf einem Rettungsring und hat so einen Wiedererkennungswert zum 2. Teil. Die Hauptprotagonisten Elfie, Alex und der Mops Amadeus sind mir inzwischen sehr ans Herz gewachsen und ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung.
Fazit: Ein schönes Buch das für kurzweilige Lesestunden sorgt und Suchtgefahr auf die Elfie Ruhland Reihe birgt.