Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: buchleserin
Wohnort: Deutschland
Über mich:
Danksagungen: 107 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 286 Bewertungen
Bewertung vom 19.11.2018
Ofirs Küche
Graizer, Ofir Raul

Ofirs Küche


ausgezeichnet

Das Kochbuch „Ofirs Küche“ aus dem Insel-Verlag macht einen sehr wertigen Eindruck. Es ist sehr stabil, etwas schwer, hat dennoch ein handliches Format und es besitzt ein Lesebändchen.
Das Buch beinhaltet 80 vegetarische israelisch-palästinensische Familienrezepte, die Ofir Raul Graizer hier in einem Kochbuch zusammengestellt hat. Ofir Graizer, der Kochkurse in Berlin gibt, verrät uns die Rezepte seiner Familie.

Diese Rezepte sind unterteilt in folgende Kapitel:

- Traditionelle Brote und herzhaftes Gebäck
- Beilagen, Salate, Dips
- Gemüse rösten, grillen und braten
- Köstliche Beilagen
- Sesampaste und ihre farbigen Varianten
- Nicht nur Shakshuka, sondern viele Dinge mehr
- Gefüllt, gebacken und sehr beliebt
- Suppen und Eintöpfe aus Reis, Bulgur und Freekeh
- Salate für jeden Tag
- Desserts, Süßigkeiten und Getränke
- Wissenswertes: Typische Zutaten, die dazugehörigen Kräuter, Maßtabelle

Zu jedem Rezept gibt es ein sehr ansprechendes Foto. Mir gefällt es immer sehr gut, wenn ich mir die Resultate der Rezepte schon vorher ansehen kann, besonders bei Zutaten, die ich noch nicht kenne oder die mir nicht ganz so geläufig sind und die ich mir für das Rezept erst noch besorgen muss.
Die Rezepte sind sehr gut gegliedert, die Arbeitsschritte ausführlich beschrieben und zu Anfang kurz zusammengefasst (Tacheles). Die Zutatenlisten sind nicht zu lang. Mit wenigen Zutaten entstehen einfache, gesunde und leicht nachzukochende Gerichte.
Ein sehr ansprechendes Kochbuch, besonders begeistert bin ich von den süßen Gerichten, aber auch die Brotrezepte gefallen mir sehr gut. Ich habe einige Rezepte in diesem schönen Buch gefunden, die ich nachkochen möchte. Einige der Zutaten muss ich mir jedoch erst noch besorgen.
Wer auf der Suche nach Rezepten für vegetarische Gerichte ist, dem kann ich dieses Kochbuch empfehlen.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 09.11.2018
Mörderische Renovierung
Cantero, Edgar

Mörderische Renovierung


sehr gut

Ein unheimliches Haus in Virginia wird mit samt dem Butler vererbt, doch dieser ist verschwunden. Es handelt sich um das Axton House der Familie Wells. Der letzte Eigentümer ist aus dem Fenster gesprungen. Der 23-jährige Erbe A. zieht dort mit seiner stummen Freundin Niamh ein. In dem Anwesen soll es spuken. Das junge Pärchen ist ganz neugierig auf das Axton House.

Der Erzählstil ist etwas ungewöhnlich, diese ganze Geschichte besteht größtenteils aus einer Anreihung verschiedener Dokumente. Niamh macht sich Notizen und kommuniziert so mit A., dadurch protokolliert sie die stattgefundenen Gespräche, auch mit anderen Leuten. A. schreibt Briefe an Tante Eliza und führt ein Traumtagebuch, es gibt Video- und Tonaufzeichnungen, verschlüsselte Schreiben und andere Dokumente. Diese Ansammlung von Dokumenten haben den Lesefluss doch etwas gestört, besonders diese verschlüsselten Dokumente und welche verschiedenen Codes es gibt und wie was entschlüsselt wird. Für manch einen vielleicht sehr interessant, aber ich habe diese Stellen irgendwann nur noch überflogen. Durch die Anreihung der unterschiedlichen Dokumente ließ sich dieser Roman nicht so leicht und flüssig lesen. Es war aber mal etwas anderes und ungewöhnlich.
Die Handlung fand ich jedoch interessant und hat mir gut gefallen. Ein mysteriöses Anwesen, in dem Geister ihr Unwesen treiben, ein verschwundener Butler, eine geheime Gesellschaft. Das hört sich ja alles schon spannend an. A. und Niamh arbeiten sich durch verschiedene Dokumente und versuchen zu verstehen, was es mit dem Axton House, dem Fluch und der Geheimgesellschaft auf sich hat. Niamh installiert überall im Haus Kameras und Tonaufzeichnungsgeräte.
Das Pärchen hat mir sehr gut gefallen, besonders Niamh fand ich sehr sympathisch und witzig. Ihre Dialoge per Notizen haben mir am besten gefallen von den ganzen Dokumenten. Die anderen Charaktere haben mich nicht so sonderlich begeistert, waren aber ganz okay. Die Handlung war schon spannend, jedoch ließ sich das Buch durch die Unterbrechungen durch die verschiedenen Dokumente eben nicht so flüssig lesen. Man hätte da ein paar Schreiben weglassen sollen.
Von mir dennoch 4 Sterne für die spannende Handlung und vor allem wegen Niamh.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 04.11.2018
Lenz / Kommissar Eschenbach Bd.6
Theurillat, Michael

Lenz / Kommissar Eschenbach Bd.6


gut

Kommissar Eschenbach ermittelt diesmal auf eigene Faust. Sein Freund Ewald Lenz ist verschwunden und nach ihm wird gefahndet. Eschenbach glaubt nicht daran, dass Lenz die Seiten gewechselt haben soll. Ein Biologe nimmt ein Gespräch, Erläuterungen zum Verhalten der Menschen, für einen Freund mit dem Diktiergerät auf. Im Auktionshaus Christies bietet ein anonymer Mann fast 5 Millionen Dollar für eine vergoldete Medaille von Alfred Nobel. Was hat Lenz mit der Sache zu tun?

Dieser Kriminalroman fängt interessant an und lässt sich gut lesen. Die Leseprobe hatte mich neugierig gemacht auf die weitere Handlung. Wird Kommissar Eschenbach seinem Freund helfen können und die Wahrheit aufdecken? Ich war gespannt auf die Ermittlungen.
Die Idee dieses Romans hat mir ganz gut gefallen, jedoch fand ich die Umsetzung nicht so ganz gelungen. Einige Kapitel fand ich doch sehr langatmig und zäh zu lesen. Ich hatte auf etwas mehr Spannung gehofft. Kommissar Eschenbach hat mir als Ermittler ganz gut gefallen und auch seine nervenden Nachfragen. Nach einer Auszeit ermittelt er nun wieder . Die anderen Charaktere fand ich nicht so interessant. Der Anfang dieses Kriminalromans war ganz interessant, der Mittelteil sehr zäh und langatmig. Der Schluss hat mir wiederum ganz gut gefallen. Die Verknüpfung der Erzählstränge ist gut gelungen. Insgesamt konnte mich die Handlung leider nur so mittelmäßig begeistern. Aber das ist meine Meinung. Ich kenne auch die vorherigen Kommissar Eschenbach Romane nicht.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 30.10.2018
Nanos - Sie bestimmen, was du denkst / Malek Wutkowski Bd.1
Leibig, Timo

Nanos - Sie bestimmen, was du denkst / Malek Wutkowski Bd.1


ausgezeichnet

Dieser Zukunftsthriller von Timo Leibig spielt in Deutschland 2028. Die Regierung manipuliert die Menschen durch Nanoteilchen, die über Lebensmitteln und Trinkwasser verabreicht werden. Bundeskanzler Johann Kehlis macht die Leute infolgedessen gefügig, so wie er sie am besten für sich einsetzen kann. Die Grenzen wurden inzwischen geschlossen. Kehlis macht seine eigene Politik. Seine Fa. vertreibt die JKs Produkte. Doch es gibt auch Menschen, die resistent gegen diese Nanos sind. Einige von ihnen haben sich zu einer Rebellengruppe zusammengeschlossen, die Kehlis entmachten wollen. Die Rebellen gewähren dem entflohenen Sträfling Malek Wutkowski Unterschlupf. Dieser ist auf der Suche nach Maria, der Schwester seines bestens Freundes.

Mir hat dieser Thriller sehr gut gefallen. Das Buch ließ sich sehr zügig lesen. Ein erschreckenes Szenario, Nanos die ins Gehirn eindringen und die Menschen manipulieren. Die Handlung war von Anfang bis Ende spannend, ein sehr fesselnder Roman. Das Thema ist ziemlich interessant. Eine wirklich erschreckende Zukunft. Die Protagonisten Malek und Maria haben mir auch sehr gut gefallen, aber auch Jannah, die Tochter der Rebellenführerin. Malek hat seinem sterbenden Freund Tymon versprochen, dessen untergetauchte Schwester Maria zu finden und sich um sie zu kümmern. Die Handlung wechselt zwischen den verschieden Protagonisten und Handlungsorten hin und her. Bei jedem Kapitel wird der Handlungsort genannt und das Geschehen ist so gut nachvollziehbar.

Ein spannender Zukunftsthriller von Timo Leibig. Ich bin schon sehr auf den nächsten Band gespannt.
Von mir eine ganz klare Leseempfehlung.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.10.2018
Höllenjazz in New Orleans / City-Blues-Quartett Bd.1
Celestin, Ray

Höllenjazz in New Orleans / City-Blues-Quartett Bd.1


gut

Den Axeman gab es wirklich. Zwischen 1918 – 1919 wurden damals sechs Menschen in New Orleans getötet. Ray Celestin hat recherchiert und einen Debütroman geschrieben.
Die Leseprobe begann ziemlich fesselnd und hatte mich gleich in ihren Bann gezogen. Das Buch musste ich also unbedingt lesen. Eine interessante Geschichte um den mysteriösen Axeman-Mörder von New Orleans.
In New Orleans geht 1919 ein brutaler Mörder um. Der „Axeman“, wie er von der Polizei genannt wird, schickt der Presse Briefe. John Riley von der Times-Picayune liest den Brief, den die Redaktion erhalten hat. In dem Brief kündigt er sich an und schreibt, wer Jazz spielt ist sicher. Die anderen müssen die Axt fürchten. Ein unheimlicher Brief. Detective Michael Talbot ermittelt in dem Fall und sogar die Mafia sucht den mysteriösen Mörder mit der Axt.
Die Handlung fing sehr spannend an und die Story hatte mich gleich in ihren Bann gezogen. Auch die Ermittler fand ich anfangs ganz interessant. Im Mittelteil ging die Spannung jedoch irgendwie verloren und die Handlung wurde sehr langatmig und war zäh zu lesen. Zum Schluss fand ich das Geschehen wieder spannender, aber insgesamt wurden meine Erwartungen nicht so ganz erfüllt. Auch die Charaktere konnten mich nicht so richtig begeistern. Mehrere Ermittler: Detective Michael Talbot, der mit dem Fall beauftragt ist, Luca D’Andrea, ein ehemaliger Polizist sucht im Auftrag der Mafia nach dem Axeman und Ida, Sekretärin einer Detektivagentur, ermittelt zusammen mit ihrem besten Freund Louis Armstrong.
Insgesamt fand ich den Roman nur mäßig spannend. Ich hatte wohl zu hohe Erwartungen.
Das Cover ist übrigens sehr gelungen, ein richtiger Eye-Catcher und zieht die Blicke sofort auf sich.

Bewertung vom 10.10.2018
Liebe Mrs. Bird
Pearce, AJ

Liebe Mrs. Bird


ausgezeichnet

„Liebe Mrs. Bird“ ist das Romandebüt von AJ Pearce.
Die Geschichte spielt in London 1941 während des Zweiten Weltkrieges. Emmeline Lake nimmt einen Job beim London Evening Chronicle an. Ihr großer Wunsch ist es, Kriegsreporterin zu werden. Doch diese Stelle ist anders als von ihr erwartet, denn sie wird als Sekretärin der Kummerkastentante Henrietta Bird eingestellt und sortiert für sie die Leserbriefe. Anstößige Briefe sollen in den Papierkorb, Hernietta Bird hat da ihre eigenen Regeln. Doch Emmy liest mitfühlend die Briefe und antwortet den Frauen im Namen von Mrs. Bird.
„Liebe Mrs. Bird“ ist ein sehr bewegender und mitfühlender Roman, der sich sehr flüssig lesen lässt. Die Handlung ist unterhaltsam und es gibt auch bewegende Momente. Es geht nicht nur um diese Briefe der Frauen, sondern auch um Emmeline, ihr Liebesleben und die Freundschaft zu ihrer besten Freundin Bunty, um ihre anderen Freunde, ihre Kollegen und auch um ihre Schichten auf der Feuerwache. Und schließlich sind da auch noch die Angriffe der Deutschen Luftwaffe auf London. Immer wieder wird die Stadt bombardiert und Emmy hat Angst um ihre Freunde, Familie und auch um ihre Kollegen, die Feuerwehrmänner, die im Einsatz sind, unter ihnen Buntys Freund William. Emmy sitzt während ihrer Schichten bei der Feuerwache am Telefon, um Notrufe entgegen zu nehmen.

Die Handlung hat mir sehr gut gefallen und auch die Charaktere, ob nun sympathisch oder auch unsympathisch dargestellt, allen voran Emmy, ein ganz starker Charakter, sehr sympathisch und auch die guten Freunde oder die schrullige Mrs. Bird. Das Buch ließ sich sehr flüssig lesen, man taucht gleich ein in diese wunderbare Geschichte, ich fand das Buch von Anfang bis Ende fesselnd. Ein wirklich gelungener Debütroman.
Von mir eine ganz klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 09.10.2018
Alchimie einer Mordnacht
Black, Benjamin; Banville, John

Alchimie einer Mordnacht


gut

Der Protagonist Christian Stern erzählt von seiner Vergangenheit, wie er im Winter 1599 als junger gelehrter nach Prag kam und dort die Leiche eines Mädchens findet, es wurde brutal ermordet. Es ist Magdalena, die Tochter von Dr. Kroll, Hofarzt des Kaisers (Knochensäger und Magier). Vom Kaiser erhält Christian Stern den Auftrag, den Mörder zu finden.
Die Handlung dieses historischen Kriminalromans beginnt ganz gemächlich. Christian Stern erzählt von seiner Studentenzeit und von zu Hause. Er ist ein unehelicher Sohn des Bischofs und berichtet von seinem Ziehvater Stern. Man erfährt also erst einmal einiges über Christian Stern, bis er schließlich auf die Leiche eines Mädchens trifft, die er auch an Ort und Stelle begutachtet. In Würzburg hat er 12 Monate Medizin studiert. Christian gerät selbst in Verdacht und schließlich mitten zwischen die Intrigen am Hofe des Habsburger Kaisers Rudolf II.
Die Handlung war für mich leider nicht so spannend wie erhofft. Ich fand so einige Kapitel doch sehr langatmig und zähflüssig zu lesen. Der Beginn dieses Romans war ja schon langsam bis Christian Stern die Leiche findet. Dann wurde es auch interessant. Christian Stern geriet selbst unter Mordverdacht. Doch großartig ermittelt wurde irgendwie nicht, die ganzen Intrigen und Beziehungen der Protagonisten standen hier im Vordergrund. Caterina Sardo, die Mätresse des Kaisers Rudolf II, mit der auch Christan Stern sich einlässt, hat mir ganz gut gefallen. Die anderen Charaktere fand ich blass und uninteressant. Auch Christian Stern, anfangs noch ganz interessant, konnte mich nicht so richtig begeistern. Insgesamt ist „Alchimie einer Mordnacht“ für mich nur ein mittelmäßiger historischer Roman. Die Handlung hätte spannender sein können, lieber spannende Ermittlungsarbeit und dafür weniger Bettszenen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 06.10.2018
Hippie
Coelho, Paulo

Hippie


gut

Die Geschichte, die Paulo Coelho hier schreibt, hat sich wirklich so zugetragen, er hat nur einige Namen geändert und erzählt hier in der dritten Person. Es ist eine autobiographische Erzählung seiner Erlebnisse zur Hippie-Zeit, als er sich mit einer jungen Frau, der er in Amsterdam begegnet, zusammen auf die Reise im Magic Bus macht, der von Amsterdam nach Kathmandu fährt.
Paulo Coelho , schreibt, dass er diese Geschichte selbst erlebt hat, dazu gehören auch Aufenthalte in psychiatrischen Einrichtungen, in die er drei Mal von seinen Eltern eingewiesen wurde und Behandlungen mit Elektroschocks. Das ist schon heftig. Hier erfährt man unerwartete Ereignisse aus seiner Vergangenheit.
Sein Schreibstil des Autors ist sehr angenehm zu lesen, mir hat „Die Spionin“ von ihm sehr gefallen. Und ich war gespannt auf die Erlebnisse des bekannten Schriftstellers während seiner Tour mit dem Magic Bus auf dem Hippie-Trail. Eine interessante und auch bewegende Story, die von Paulo Coelhos rebellischen Leben während der Hippie-Zeit erzählt und uns an seinen damaligen Erlebnissen teilhaben lässt. Es gibt jedoch auch einige langatmige Kapitel und auch die Tour geht nicht so richtig voran. Auch endet der Verlauf Paulo Coelhos Reise anders als erwartet, das fand ich doch etwas enttäuschend. Insgesamt hatte ich mir etwas mehr von dieser Geschichte erhofft.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 27.09.2018
Blut und Gold / Helga Finnsdottir Bd.1
Kristjánsson, Snorri

Blut und Gold / Helga Finnsdottir Bd.1


sehr gut

Wikinger Unnthor Reginsson hat seine Kinder auf sein Gut Flussfeste eingeladen. Karl, Bjorn, Aslak und Jorunn reisen mit ihren Familien an. Man munkelt, dass Unnthor einen Schatz versteckt hat. Als ein Mord passiert, fängt Helga Finnsdottir an zu ermitteln, ein Mädchen, das von Unnthor und seiner Frau Hildigunnur als Tochter aufgenommen wurde.
„Blut und Gold“ ist der Auftakt einer historischen Krimi-Reihe von Autor Snorri Kristjánsson. Der Schreibstil des Autors ist angenehm zu lesen. Man taucht sofort ein in die die Wikingerwelt von 970. Die Handlung beginnt ganz gemächlich. Zunächst einmal treffen nach und nach alle erwachsenen Kinder mit ihren Familien auf Unnthors Gut ein. Mutter Hildigunnur hat alle Hände voll zu tun um alle zu versorgen und wird dabei von ihrer Ziehtochter Helga unterstützt. Alles bisher ganz unterhaltsam, jedoch noch nicht so spannend. Es gibt Wettkämpfe und es wird gegessen und getrunken. Es gibt auch Streit zwischen den Geschwistern und schließlich einen Mord. Nun fängt der Krimi an, die Suche nach dem Mörder geht los und es wird spannend. Helga Finnsdottir hat mir als heimliche Ermittlerin sehr gut gefallen, wie sie von einem zum anderen geht und die Familienmitglieder beobachtet und aushorcht. Zusammen mit Helga habe ich mitgerätselt, wer der Mörder sein könnte.
Mir hat dieser historische Roman sehr gefallen, ich fand ihn unterhaltsam und spannend. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall für Helga.
„Blut und Gold“ ist ein guter Auftakt der Wikinger-Krimi-Reihe.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.09.2018
Der Spielmann / Die Geschichte des Johann Georg Faustus Bd.1
Pötzsch, Oliver

Der Spielmann / Die Geschichte des Johann Georg Faustus Bd.1


ausgezeichnet

„Der Spielmann“ ist die Geschichte des Johann Georg Faustus von Autor Oliver Pötzsch.
Gaukler kommen in die Stadt Knittlingen. Der kleine Johann, von seiner Mutter Faustus, der Glückliche, genannt, steht an der Straße und staunt. Er ist von den Darbietungen der Künstler völlig fasziniert. Zum Herbstmarkt strömen die Menschen von überall herbei. So lernt der kleine Faustus den Magier Tonio del Moravia kennen, einen unheimlichen Mann mit stechend schwarzen Augen.

Von Oliver Pötzschs Henkerstochter-Reihe bin ich absolut begeistert. Die spannende Handlung, Kuisls Kommentare und seinen Spürsinn. Daher war ich natürlich jetzt auch ziemlich neugierig auf das neue Werk von ihm, die Geschichte des Johann Georg Faustus.
Oliver Pötzsch hat einen so wunderbaren Erzählstil, bildhaft, detailliert und dabei ist die Handlung auch noch fesselnd und spannend. Man ist gleich mittendrin im Geschehen, als würde man Johann auf den Markt begleiten und den Gauklern zusehen. Johann lernt Zaubertricks und führt sie seiner Freundin Margarethe vor, in die er unsterblich verliebt ist.
Auch die weitere Handlung bleibt durchgehend spannend. Johann trifft Jahre später wieder auf Tonio del Moravia und wird sein Gehilfe, da er Knittlingen verlassen muss. Zusammen ziehen sie als Gaukler und Magier umher. Faustus, der Glückliche, der eigentlich gar nicht glücklich ist, vermutet, dass Tonio sich mit schwarzer Magie beschäftigt. Wo auch die Gaukler hinkommen, verschwinden plötzlich kleine Kinder. Es geht nicht mit rechten Dingen zu.
Mir hat die Handlung richtig gut gefallen, ein wunderbarer historischer Roman. Die Geschichte vom jungen Faustus bis zum bekannten Magier Doktor Johann Georg Faust. Auch die verschiedenen Charaktere haben mir sehr gefallen. Außer natürlich Faustus, hat mir auch Karl Wagner richtig gut gefallen. Die beiden sind ein tolles Team.
Im Nachwort erzählt Oliver Pötzsch noch, wie er zu der Idee kam, diesen historischen Roman zu schreiben und er gibt auch noch Wandertipps zu den verschiedenen Handlungsorten. Anschließend sind die Zitate aufgeführt, die der Autor verwendet hat aus Goethes Drama „Faust, Der Tragödie erster Teil.

„Der Spielmann“ ist ein wirklich gelungener Auftakt der Faustus-Reihe und ich bin schon sehr gespannt auf den Folgeband.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.