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Mabla59

Bewertungen

Insgesamt 36 Bewertungen
Bewertung vom 20.03.2023
Pearse, Sarah

Das Sanatorium / Ein Fall für Elin Warner Bd.1


sehr gut

Das Cover zu "Das Sanatorium" von Sarah Pearse kommt eigentlich ganz stimmungsvoll daher, der Inhalt jedoch ist spannend.
Die Polizistin Elin macht gerade nach einem traumatischen Fall eine Arbeitspause. Dazu ist ihre Beziehung zu ihrem Bruder, den Elin lange nicht gesehen hat, belastet. Als sie jedoch zu seiner Hochzeit in ein abgelegenes, ehemaliges Sanatorium, das zum Luxushotel umgebaut wurde, anreist, ist die Vergangenheit trotz Umbau noch spür- und sichtbar. Kurz danach kommt es zu brutalen Morden. Elin übernimmt die Ermittlungen.
Sarah Pearse schafft es großartig, eine beklemmende, spannungsgeladene Atmosphäre aufzubauen, so das man das Buch schwer aus der Hand legen kann.
In Crans-Montana, Schweiz, gibt es seit dem späten 19.Jahrhundert mehrere imposante Sanatorien. Die Kulisse von Sarah Pearse's Roman ist also durchaus real.

Bewertung vom 02.03.2023
Kilic, Fatmanur

Fatmanurs fabelhafte Backwelt


sehr gut

"Fatmanurs Fabelhafte Backwelt" ist eine Sammlung des TikTok und Instagram Stars Fatmanur Kilic, die auch dort als "Kilic Story" aktiv ist. Für mich persönlich absolutes Neuland, jedoch das Backbuch begeistert mich.
Als Einstieg ins Buch stellt sich die Autorin vor und erzählt, wie alles begann. Dann folgen praktische Tipps und die Einführung zu den Basisteigen und Buttercremes als Füllung.
Der Rezeptteil enthält ein reichhaltiges Sortiment an leckeren Backrezepten, von süß bis salzig, von einfach bis professionell ist für jeden etwas dabei.
Jedes Rezept wird von appetitlichen Fotos begleitet und auf den meisten Seiten wird mittels eines QR Codes zu einem Instagram Post der Autorin geführt, wo das Rezept anschaulich vorgeführt wird.
Alles in allem ein gutes, alltagstaugliches Backbuch für Anfänger wie für Profis.

Bewertung vom 01.03.2023
Strobel, Arno

Mit den Augen des Opfers / Max Bischoff - Mörderfinder Bd.3


ausgezeichnet

Das Cover ist unverkennbar als eines aus der "Mörderfinder" Reihe anzusehen.
Max Bischoff wird von Polizeirätin Eslem Keskin, die ihn eigentlich nicht leiden kann und ihn wegen seiner Sichtweise als Fallanalytiker immer kritisch beäugt, gebeten, sich eines Tagebucheintrages ihrer Freundin anzunehmen. Diese ist gerade an Krebs gestorben und berichtet von einer über zwanzig Jahre alten Schuld.
Max reist dazu in einen kleinen Ort an die Mosel, wo unmittelbar nachdem er sich des Falles angenommen hat, eine junge Frau ermordet.
Und ein ganzes Dorf schweigt zu den Geschehnissen von vor zwanzig Jahren!
Dieser dritte Fall für Max Bischoff ist erneut ein hervorragendes Werk aus der Feder von Arno Strobel. Besonders gut gefallen hat mir, daß der Psychologe Marvin Wagner wieder eingebunden wurde.
Ich freue mich schon heute auf weitere Fälle für Max Bischoff.

Bewertung vom 23.02.2023
Teige, Trude

Als Großmutter im Regen tanzte


ausgezeichnet

Das Cover kommt sehr fröhlich daher, jedoch bereits der Klappentext lässt erahnen, dass es sich hierbei beileibe nicht um ein fröhliches Thema handelt.
Juni hat das Haus ihrer Mutter geerbt, das zuvor schon ihrer Großmutter gehört hat. Auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann reist sie auf die Insel, um den Nachlass zu regeln. Dabei findet sie ein Foto das ihre Großmutter mit einem deutschen Soldaten zeigt. Um diesem Foto auf den Grund zu gehen, beginnt Juni zu recherchieren. Ihre Recherchen führen sie in die Nachkriegszeit. Und ins ostdeutsche Demmin. Dort erfährt sie von den Gräueln des Zweiten Weltkrieges auf russischer und deutscher Seite. Die Autorin schreibt aus zwei Perspektiven, nämlich Junis Recherche und die Geschichte ihrer Großmutter Tekla. Der Schreibstil ist flüssig und eindrucksvoll. Es ist eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt, gerade im Hinblick auf den unsinnigen Krieg, der zurzeit in Europa geführt wird. Und es zeigt, wie das Geschehene sich auf zukünftige Generationen auswirkt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich vergebe sehr gerne fünf Sterne.

Bewertung vom 19.02.2023
Kent, Kathleen

Der Weg ins Feuer


sehr gut

"Der Weg ins Feuer" von Kathleen Kent ist der zweite Teil um die exzentrische Ermittlerin Betty Rhyzyk
Aus dem Klappentext:
"Ein neuer Player eines mexikanischen Kartells ist aufgetaucht – El Cuchillo, »das Messer«, ein besonders brutaler Killer. Noch mehr belastet Betty aber, dass ihr Partner Seth im Verdacht steht, selbst Drogen zu nehmen und korrupt geworden zu sein. Und dann ist da noch Evangeline Roy, die zweifellos auf Rache aus ist"
Das Cover kommt im Gegensatz zu anderen Thrillern dieser Art recht schlicht daher, doch der Inhalt ist dagegen spannend.
Ein actionreiches, spannungsgeladenes Polizeidrama! Die Autorin nimmt den Leser erneut mit auf eine Achterbahnfahrt, die Sie auf Trab hält und Lust auf mehr macht.
Die Spannung lässt den Leser das Buch kaum aus der Hand legen. Toller Schreibstil, mit liebenswerten Charakteren und einer Handlung, die einem bis zum Ende raten lässt, bis zur Auflösung.
Ich freue schon jetzt auf den nächsten Teil um Betty.

Bewertung vom 19.02.2023
Grangé, Jean-Christophe

Die marmornen Träume


sehr gut

"Die marmornen Träume" von Jean-Christophe Grange empfängt den Leser mit einem stimmungsvollen Cover in blutrot.
Der Autor war mir bisher nur bekannt der Weltbestseller "Die purpurnen Flüsse". Und auch von diesem historischen Berlin-Thriller wurde ich nicht enttäuscht.
Er spielt zur unmittelbar vor dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges und führt in die obersten Führungskreise des Regimes.
Die Jagd nach einem blutrünstigen Serienmörder der Frauen von Regime-Würdenträgern im Berlin der 1930er Jahre hält den Leser in Atem.
Eine düstere Atmosphäre schaffen ein Trio aus einem alkoholkranken Psychiatrieleiter, einem Gigolo-Psychiater und Meistersänger und einem SS-Gestapo-Offizier.
Für mich ist das Einer seiner besten Thriller, der etwas aussagt. Originell und umwerfend.
Mit einem großen Talent für Spannung führt uns Jean Christophe Grange in die Spirale des Nazi-Wahnsinns im medizinischen Sinne des Wortes.
Spannend und lesenswert

Bewertung vom 14.02.2023
Berry, Flynn

Northern Spy - Die Jagd


sehr gut

Tessa ist eine alleinerziehende Mutter in Irland. sie arbeitet in Belfast für die BBC. Eines Tages ist Tessas Schwester auf einem Überwachungsvideo beim Überfall auf eine Tankstelle zu sehen. Anscheinend ist sie ein Mitglied der IRA. Tessa will nicht glauben das Marian sich radikalisiert hat. Es Sprechen allerdings einige Indizien genau dafür.
Als Tessa die Wahrheit über ihre Schwester erfährt, muss sie sich entscheiden. Zwischen ihren Idealen und ihrer Familie, zwischen Unbeteiligtheit und Handeln. Und darüber, was sie tun muss, um die einzige Person zu schützen, die sie noch mehr liebt als ihre Schwester: ihren kleinen Sohn.
Ich war zunächst skeptisch das "Nothern Spy" ein trockenes, politisches Thema behandelt, jedoch steht es der Autor dieses Thema hochspannend und emotional zu schreiben. Der Stil ist flüssig und äußerst spannend, der Spannungsbogen wird bis zum Schluss hoch gehalten. Ich habe mich manchmal gefragt, wie ich in einer ähnlichen Situation gehandelt hätte. Die Sprecherin dieses Hörbuchs, Corinna Dorenkamp, hat alle Emotionen hervorragend herübergebracht. Ihre Stimme hat der Erzählung ein Gesicht gegeben. Uneingeschränkt hörenswert.

Bewertung vom 12.02.2023
Jordan, Jack

Die Herzchirurgin


ausgezeichnet

Das Cover zu "Die Herzchirurgin" ist schon ein Hingucker. Ein überdimensionaler Blutstropfen, selbstverständlich in blutrot.
Anna ist eine hochkarätige Chirurgin, die vor einer schwierigen Scheidung steht und versucht, ihre Karriere damit zu vereinbaren, eine gute Mutter zu sein.
Als sie beauftragt wird, eine routinemäßige Herzoperation an einem lokalen Abgeordneten durchzuführen, gerät ihr Leben aus den Fugen. Ihr 8-jähriger Junge wird entführt und ihr wird befohlen, entweder den Patienten auf dem Operationstisch zu töten oder ihren Sohn nie wieder zu sehen.
Genial geschrieben und recherchiert, mit kurzen und bissigen Kapiteln, die dich mit einer Art Cliffhanger zurücklassen, so das du es kaum erwarten kannst, in das nächste Kapitel einzutauchen. Verzweifelte Situationen, in denen du sicher bist, dass es keinen Ausweg gibt.
Dieses Buch hat alles, man sich von einem Thriller wünschen kann.
Hochspannung bis zur letzten Seite.

Bewertung vom 31.01.2023
Janesch, Sabrina

Sibir


gut

Das Cover zum Buch "Sibir" von Sabrina Janesch hat mir wenig zugesagt, dafür der Klappentext umso mehr.
Ich habe es als Hörbuch in der ungekürzten Fassung angehört.
Die Erzählung erstreckt sich über zwei Zeitebenen von den Kindheiten des Josef Ambacher und dessen Tochter Leila.
Als Zehnjähriger wird Josef mit seiner Familie im Jahr 1945 von der Sowjetarmee verschleppt.
In Kasachstan wartet eine harte Zeit auf die Familie.
Josef verbringt in der Steppe seine Kindheit.
Entbehrung, Mangel an Lebensmitteln, die rauhe Umgebung fordern den Menschen alles ab.
Das Überleben steht dabei an erster Stelle.
Als 1990, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, die ersten Aussiedler in die kleine Stadt Mühlheide in Niedersachsen ankommen, ist Tochter Leila gefragt, ihren Vater zu helfen, mit den Dämonen der Vergangenheit fertig zu werden.
Leider war es nicht ganz einfach der Handlung zu folgen, da, zumindest im Hörbuch, die Hinweise fehlten, in welchem Zeitabschnitt sich die Handlung gerade abspielte.
Ohne diese Information war das Folgen der Handlung störend.
Nicht zuletzt deshalb war es für mich anstrengend, dieses Hörbuch anzuhören.
Allein der tollen Erzählerin Julia Nachtmann ist es zu verdanken, dass ich bis zuletzt durchgehalten habe. Ihr Vortrag hat zumindest die Emotionen hervorragend herüber gebracht.
Deshalb vergebe ich drei Sterne.

Bewertung vom 26.01.2023
Furre, Heidi

Macht


sehr gut

Zuerst ist mir die schöne altrosa Farbe des Covers ins Auge gefallen und erst auf dem zweiten Blick habe ich die Scherben darin erkannt.
Liv ist Mitte dreißig , lebt und arbeitet als Krankenschwester In Oslo und hat einen Ehemann, Terje, und zwei Kinder, Rosa und Johannes. Vor fünfzehn Jahren wurde sie von einem Mann vergewaltigt. Von diesem Vorfall hat sie jedoch niemanden, auch ihrem Mann nicht, etwas erzählt.
Diese Buch zeigt deutlich: Sprache ist Macht. Sprache kann das Unsichtbare hervorheben, sichtbar machen, wo vorher nur Dunkelheit war. Heidi Furre hat eine schöne und zum Nachdenken anregende Sprache, die beschreibt, wie sich eine Vergewaltigung um jeden Preis in ein Leben einschleicht. Sie ist eine Wunde, die nie verheilt.
Sie beschreibt eindringlich,wie die Vergewaltigung das gesamte Leben der Hauptfigur von Tag zu Tag durchdringt.
"Macht" ist Heidi Furres vierter Roman. Ich habe bisher keinen anderen gelesen, werde das aber bestimmt nachholen, denn dieses Buch macht nachdenklich und wird noch länger nachhallen.