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Insgesamt 294 Bewertungen
Bewertung vom 26.05.2025
Brunjes, Julia

Karaokemord auf Wangerooge. Ostfrieslandkrimi (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Kommissarin Jule Hibenga hat Geburtstag und möchte diesen Tag mit ihren Freunden aus alten Tagen inder neuen Karaokebar auf Wangerooge feiern. Besonders freut sie sich auf das Wiedersehen mit Arnim, einem Kollegen von der Küstenwache, der auch kommen wird, obwohl er Jules Freunde nicht kennt.
Doch dann geschieht etwas Unvorstellbares – der neue Partner ihrer ehemaligen Mitbewohnerin Rieke wird in der Karaokebar erstochen.

Julia Brunjes erzählt im 12. Fall der INSEL Polizistinnen eine ungewöhnliche und fesselnde Geschichte. Wer ist der Täter und was für ein Motiv hatte er? Bei ihren Recherchen nehmen die beiden, Nele und Jule, sich der Reihe nach alle aus der Gruppe vor. Dabei stoßen sie auf Dinge, die Jule ihren Freunden nie zugetraut hätte. Wie gut kannte sie ihre Freunde wirklich? Es gibt viele dunkle Geheimnisse und Jule weiß gar nicht mehr, wem sie wirklich vertrauen kann.

Als sie auf dem Laptop des Opfers Constantin auf eine geheime Datei, genauer gesagt auf ein Dossier, stoßen, das auch Jules Namen enthält, muss Nele stark bleiben, um ihrer Tochter weiter zu vertrauen. Das Verhältnis von Mutter und Tochter wird auf die Probe gestellt.
Der Schreibstil von Julia Brunjes ist präzise, flüssig und fesselnd. Sie beschreibt die schwierige Situation sehr anschaulich und nachvollziehbar.

Doch die Spannung steigt noch weiter, als während der Ermittlungen unerwartet ein zweiter Mord geschieht. Jetzt rückt die Karaokebar ins Zentrum der Untersuchungen. Mehr möchte ich nicht verraten, denn es bleibt spannend bis zum Ende. Wie Armin von der Küstenwache zu einer gro0en Hilfe wird und ob aus Jule und ihm ein paar wird, das muss jeder Leser selbst herausfinden.
Die Lösung des Falls ist in sich schlüssig und überraschend. Es ist definitiv der persönlichste Fall von Jule Hibenga.

Fazit:
Ein gelungener Krimi mit viel Lokalkolorit, der von Beginn an unterhält und mit vielen unerwarteten Wendungen punkten kann. „Karaokemord auf Wangerooge“ ist Lesevergnügen pur. Spannend und unterhaltsam – deshalb vergebe ich gern 5 Sterne und empfehle das Buch allen Freunden von guten Ostfrieslandkrimis.

Bewertung vom 07.05.2025
Jensen, Dörte

Borkumer Piratenbrut. Ostfrieslandkrimi (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Die beschauliche und schöne Insel Borkum ist nicht wieder zu erkennen. Urlauber verlassen fluchtartig die Insel, Ferienunterkünfte werden storniert, die Strandpromenade ist verwaist und die Immobilienpreise befinden sich im freien Fall.

Was ist passiert? Motorradfahrer terrorisieren die Insel, sie bedrohen und überfallen einheimische Geschäftsleute und verschwinden spurlos. Die Inselpolizei steht hilflos da und verliert das Vertrauen der Bevölkerung.
Die beiden Ermittler sind der eigenwillige Ragnar Hansen und der pflichtbewusste junge Jan Jepsen, die jedes Mal zu spät kommen. Die Täter sind immer schneller.

Wer steckt hinter den maskierten Ledermännern? Verschwunden bleiben auch die schweren Motorräder. Wie kann das auf einer kleinen Insel wie Borkum geschehen? Es muss Hilfe von Einheimischen geben.
Als die Polizisten endlich eine vielversprechende Spur finden, ist der Verdächtige tot.

Dörte Jensen erzählt sehr flüssig und spannend, unter Einbeziehung von Perpektivwechseln, eine interessante und fesselnde Geschichte. Die Suche nach Täter und Motiv ist alles als einfach für die Kriminalpolizisten. Hansen und Jepsen müssen das Puzzle aus sich scheinbar widersprechenden Informationen zusammensetzen und werden doch immer wieder von den Ereignissen eingeholt.

Doch es kommt noch ärger. Die Beziehung von Jan zu der Buchhändlerin Heike wird auf eine harte Bewährungsprobe gestellt und droht zu zerbrechen. Als Heike dem Täter zu nahe kommt, scheint alles verloren. Kann sie noch auf rechtzeitige Unterstützung hoffen oder ist es schon zu spät?
In einem dramatischen Finale steigt die Spannung noch weiter an – aber mehr möchte ich nicht verraten.

Fazit:
Ein gelungener Krimi mit viel Lokalkolorit, der von Beginn an unterhält und mit vielen unerwarteten Wendungen punkten kann. „Borkumer Piratenbrut“ ist Lesevergnügen pur. Spannend und unterhaltsam – deshalb vergebe ich gern 5 Sterne und empfehle das Buch allen Freunden von guten Ostfrieslandkrimis.

Bewertung vom 06.05.2025
Almstädt, Eva

Ostseedämmerung / Pia Korittki Bd.20 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Schauplatz des neuen 20. Falls von Pia Korittki ist das beschauliche Dorf Hövelau in Ostseenähe. Hier finden Kinder beim Spielen im Teich eine Wikinger-Fibel.
Mit diesem kleinen Schmuckstück zusammen verschwand vor über einem Jahr die Archäologie- Studentin Mira. Das Artefakt war bereits erfasst und katalogisiert. So wird der alte Vermisstenfall wieder neu aufgerollt. Die Auswertung der alten Akten bringt Pia und ihr Team nicht wirklich weiter. Deshalb wird das familiäre und berufliche Umfeld der verschwundenen Mira noch einmal genauer untersucht. Bei den akribischen Befragungen des Ehemanns, der Eltern, der Kollegen und der Dorfbewohner erschließt sich nach und nach den Ermittlern und dem Leser ein immer genaueres Bild. So gelingt Eva Almstädt eine präzise Personen- und Charakterbeschreibung, die hilft sich alles gut vorzustellen.
Als kurze Zeit später in einem ca. 3 km entfernten Waldstück Miras Leiche gefunden wird, ergeben die gerichtsmedizinischen Untersuchungen schnell, dass es ein Mord war.
Bei der Suche nach dem Mordmotiv und dem Täter stoßen Pia und ihre Kollegen immer wieder auf Ungereimtheiten und Geheimnisse. Plötzlich gibt es mehrere Verdächtige, doch ein schlüssiges Motiv fehlt lange Zeit. Die Lösung des Falls gestaltet sich schwierig. Irgendetwas verschweigen die Dorfbewohner, obwohl sie kooperativ erscheinen.
Als Pias Kollege Broders plötzlich spurlos verschwindet und ein Toter gefunden wird, nimmt der Krimi weiter an Tempo auf. Die Spannung steigt permanent und ich konnte nicht aufhören zu lesen.
Die Ermittlungen sind spannend. Der Krimi liest sich ausgezeichnet, denn der Schreibstil von Eva Almstädt ist fesselnd, flüssig und packend. Auch die Informationen zu Pias Privatleben und dem der Verdächtigen fügt sich perfekt in die Ermittlungsarbeit ein und bereichert den Krimi.
Wie es Pia Korittki und ihren Kollegen gelingt Licht in das Dunkel zu bringen und die Mordfälle zu lösen möchte ich nicht verraten, denn den Leser und die Ermittler erwarten noch einige Überraschungen.
Fazit:
Der Krimi ist gut strukturiert aufgebaut, hat viele Handlungsansätze, die nicht geradlinig zur Lösung führen. Ein gut ausgedachte Geschichte, die in sich schlüssig gelöst wurde und eine gelungene Jubiläumsfortsetzung der erfolgreichen Reihe.
Gern vergebe ich 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 24.04.2025
Brunjes, Julia

Zornesmord auf Wangerooge. Ostfrieslandkrimi (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Vor einiger Zeit ist der Journalist Frank Bolten auf die Insel Wangerooge gezogen. Für den Ruhestand ist er eigentlich noch zu jung, doch über seine derzeitige Tätigkeit ist auch nicht allzu viel bekannt. Er engagiert sich in der Laienspielgruppe und ist in den sozialen Netzwerken aktiv.

Eines Morgen als der Leiter der Tourismusinformation zu seinem Arbeitsplatz kommt, findet er Frank Bolten tot davor. Sofort ruft er seine Frau an, die Polizeistation auf der Insel leitet. Auch die gemeinsame Tochter Nele arbeitet dort.

Julia Brunjes erzählt im 11. Fall der INSEL Polizistinnen eine ungewöhnliche und fesselnde Geschichte. Wer ist der mit einem Brieföffner erstochene Mann wirklich? Bei ihren Recherchen stoßen Nele und Jule Hibenga auf viele Ungereimtheiten und dunkle Geheimnisse.

Im verwüsteten Arbeitszimmer des Toten, wo der Mord geschah, ist vieles durchwühlt und in Unordnung. Was hat der Täter gesucht? Bald finden die beiden Polizistinnen auch Menschen, die nicht gut auf Frank Bolten zu sprechen sind.

Hat er belastendes Material über bestimmte Personen gesammelt und auch davon Gebrauch gemacht?

Julia Brunjes erzählt eine spannende und gut durchdachte Geschichte. Ihr Schreibstil ist flüssig und liest sich ausgezeichnet. Ich konnte mir alle beschriebenen Charaktere sehr gut vorstellen und war, genau wie die beiden Ermittlerinnen, immer wieder überrascht von der Entwicklung des Falls. Als es Nele mit Hilfe von Frank Boltens Handys gelingt auf die in der Cloud gespeicherten Daten des verschwundenen Computers zuzugreifen, findet sie eine vielversprechende Spur, die in Kombination mit einer Kopfverletzung direkt zur erfolgreichen und schlüssigen Lösung des Falls führt.

Fazit:
Ein gelungener Krimi mit viel Lokalkolorit, der von Beginn an unterhält und mit vielen unerwarteten Wendungen punkten kann. „Zornesmord auf Wangerooge“ ist Lesevergnügen pur. Spannend und unterhaltsam – deshalb vergebe ich gern 5 Sterne und empfehle das Buch allen Freunden von guten Ostfrieslandkrimis.

Bewertung vom 18.04.2025
Menzel, Marlene

Insellüge auf Spiekeroog. Ostfrieslandkrimi (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Es ist kalt auf Spiekeroog – eisige Luft und niedrige Temperaturen bringen die Fischerei zum Erliegen. Deshalb nutzen der alte Tjark und sein Sohn Justus die unfreiwillige Pause, um ihren Krabbenkutter „Emma“ zu warten. Nach getaner Arbeit wollen sie sich noch ein Friesenbier in der „Alten Pinte“ gönnen.

Auf dem Weg zum Hafen ist es bitterkalt und das Wasser beginnt schon zu frieren. Nebel zieht auf – doch irgendetwas Rotes ist im Hafenbecken zu erkennen. Tatsächlich ein lebloser Körper, steifgefroren, treibt in der Nähe der Kaimauer.

Der mittlerweile 9. Fall für die Inselkommissare Reik Büttner und Anke Petersen hat es in sich, denn zunächst muss die Identität des Toten geklärt werden. Wie kam er zu Tode? Es gibt mehr Fragen als Antworten.
Bei ihren Recherchen finden sie heraus, dass der Tote, Weert Björnson, nirgendwo auf der Insel gemeldet war. Doch es gibt eine Person mit dem gleichen Nachnamen – sein Vater Benno, der mit den Mitarbeitern seiner Firma auf Spiekeroog zu einem Meeting ist.

Doch bei all ihren Fragen an die Mitarbeiter stoßen sie auf eine Mauer des Schweigens. Die Tote war allseits beliebt und niemand wusste von seinem Inselaufenthalt.
Erst als sie sich näher mit den Forschungszwecken des Unternehmens beschäftigen, kommt ein Verdacht auf.
Marlene Menzel erzählt mit Humor eine unterhaltsame und spannende Geschichte, die alles enthält, was man von einem ostfriesischen Krimi erwartet: ein ungleiches Ermittlerduo, liebenswerte Inselfriesen, alte Sagen, die einmalige Natur und einen kniffligen Fall.

Familiäre Verstrickungen, Firmenintrigen, illegale Forschungen und rätselhafte Verletzungen an der Leiche sorgen für Spannung. Die Handlung war durchweg fesselnd, mit vielen überraschenden Wendungen. Wer hätte gedacht, dass der alte Tjark auf seinen Widersacher aus Jugendtagen trifft?

Der Schreibstil von Marlene Menzel ist flüssig, informativ und sehr gut lesbar. Die facettenreichen Ermittlungen und Spuren werden gekonnt zu einem unerwarteten Finale geführt. Es passt alles. Doch das Ende macht nicht nur die beiden Ermittler nachdenklich.

Fazit:
„Insellüge auf Spiekeroog" ist ein absolut gelungener Ostfrieslandkrimi, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Ich kann das Buch allen Krimifans wärmstens empfehlen, die auf der Suche nach einem packenden Rätsel sind. Ich freue mich schon auf neue Fälle des Spiekerooger Teams. Gern vergebe ich 5 Sterne.

Bewertung vom 26.03.2025
Vertidi, Nikola

Barbarisches Kreta (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

„Barbarisches Kreta“ ist siebente Krimi um den griechisch-deutschen Kommissar Galavakis den die deutschen Autorin Nikola Vertidi, verfasst hat. Sie lebt seit drei Jahren mehrere Monate auf der Insel Kreta und wurde hier für ihre Krimireihe inspiriert.
Als ein deutsches Paar vermisst wird, bittet man Kommissar Galavakis um Hilfe, denn er ist in Deutschland aufgewachsen und kann mit der besorgten Mutter sprechen.
Doch als Fischer einen Arm vor der Küste finden und dieser von der Gerichtsmedizinerin Penelope genauer untersucht wird gewinnt der Krimi schnell an Spannung, denn die Strömungsverhältnisse deuten auf die Insel Dia, wo der Arm der jungen Frau das Meer erreichte.
Bei ihrer Suche auf der Insel finden Kommissar Galavakis und Penelope die junge Frau, die den Arm verlor. Es ist eine Griechin.
Der Besitzer einer Ferienanlage meldet ein verschwundenes französisches Paar.
Die Geschichten, die Nikola Vertidi gekonnt und flüssig auf verschiedenen Ebenen und aus der Sicht unterschiedlicher Personen erzählt, haben einen direkten Bezug zu den Ermittlungen und werden geschickt miteinander verknüpft. So lernt der Leser die beiden Paare kennen und einen mysteriösen Unbekannten, der ein großes und geheimes Ziel verfolgt. Doch die Zusammenhänge bleiben verborgen.
Die Ermittlungen gestalten sich schwierig und fordern viel von den Ermittlern, die in ihrer Polizeieinheit ein gut eingespieltes Team sind. Da der Tourismus für Kreta ein wichtiger Wirtschaftszweig ist, holen sie dieses Mal von Beginn an den Geheimdienstchef Dimitris Stefanakis ins Boot, damit er sie unterstützt und ihre Arbeit nicht behindert.
Hyeronimos Galavakis ist ein Kommissar mit einem besonderen Gespür. Er sieht die Aura der Menschen als Farbschimmer um den Körper. Dadurch nimmt er mehr wahr als andere. Diese Fähigkeit hilft ihm dabei Lügen schnell als solche zu erkennen.
Bald wird er gefordert, denn als es einen Schwerverletzten gibt, muss unter den bisher vermissten Pärchen ermittelt werden. Dabei stoßen die Ermittler auf neue Ungereimtheiten und die Kunde einen mysteriösen Schatz.
Mehr möchte ich hier nicht verraten, denn es bleibt bis zum Schluss spannend. Sogar Penelopes Partnerin, die Influencerin Eleni, gerät noch in eine gefährliche Situation, obwohl sie gar nicht auf Kreta ist.
Nikola Vertidi ist es gelungen einen komplexen und spannenden Krimi zu erzählen, der die poetischen Seiten Kretas mit menschlichen Abgründen wie Habsucht, Gier und Vorteilsnahme verknüpft.
Aus meiner Sicht eine gelungene Fortsetzung dieser Reihe. Ich freue mich schon auf die neuen Fälle und würde gern Kommissar Galavakis bei seinen Ermittlungen begleiten. Mich hat „Barbarisches Kreta“ gefesselt und mir eine wirklich spannende Lesezeit beschert. Deshalb vergebe ich eine 5 Sterne sowie eine klare und eindeutige Leseempfehlung.

Bewertung vom 12.02.2025
Menzel, Marlene

Inseldate auf Spiekeroog. Ostfrieslandkrimi (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Der mittlerweile 8. Fall für das ungleiche Ermittlerduo Anke Petersen und Reik Büttner hat es in sich und fordert viel von den Inselpolizisten.

Im Watt entdeckt eine Spaziergängerin die Leiche einer jungen Frau. „Die Kommissare Anke Petersen und Reik Büttner begeben sich auf die Suche nach dem Unbekannten, doch im Laufe der Ermittlungen machen sie eine schockierende Entdeckung: Anscheinend wurden bereits vorher Frauen vom selben Typ wie die Ermordete in ganz Ostfriesland mit einer unbekannten Waffe umgebracht!“ (aus der Inhaltsangabe des Verlages).

Marlene Menzel erzählt mit Humor eine unterhaltsame und spannende Geschichte, die Anke nicht viel Zeit für ihr Privatleben lässt. Sie steht nämlich kurz vor einem ersten Date mit dem attraktiven Inselarzt Klaas, dem sie dafür aber immer wieder bei ihren Fällen begegnet.

Die Recherchen der beiden Ermittler gestalten sich schwierig. Es gibt kaum verwertbare Anhaltspunkte und die Tatwaffe bleibt ein Rätsel. Doch ein Tipp vom alten Tjark bringt den Durchbruch. Bald rückt auch eine Person in den Fokus der Tatverdächtigen, die durch falsche Aussagen die Polizei im Dunkeln tappen ließ.

Doch Reik mit seiner Erfahrung und Ankes Computerkenntnisse weisen bald in eine bestimmte Richtung. Obwohl alle bisherigen Taten in großem Abstand zueinander begangen wurden gibt es eine Gemeinsamkeit – schriftliche Hinweise, die verschiedene Personen erhalten haben, deuten auf Spiekeroog, wo sie etwas erfahren sollen.

Doch dann geschieht ein weiterer Mord, der nicht zu den bisherigen Fällen passt. Schnell nehmen die Ermittlungen an Tempo auf und es gelingt es ihnen durch perfekte Zusammenarbeit nicht nur neue und sondern auch alte Fälle zu lösen.

Die Handlung war durchweg fesselnd, mit vielen überraschenden Wendungen. Der Schreibstil von Marlene Menzel ist flüssig, informativ und sehr gut lesbar. Die facettenreichen Ermittlungen und Spuren werden gekonnt zu einer überzeugenden und in sich stimmigen Ende geführt.

Fazit:
Der Krimi ist gut strukturiert aufgebaut, hat viele Handlungsansätze, die nicht geradlinig zur Lösung führen. Ein phantasievoll ausgedachte Geschichte, die in sich schlüssig gelöst wurde. Mich hat „Inseldate auf Spiekeroog“ gefesselt und mir eine wirklich spannende Lesezeit beschert. Deshalb vergebe ich eine 5 Sterne sowie eine klare und eindeutige Leseempfehlung.

Bewertung vom 26.09.2024
Ohlandt, Nina; Wielpütz, Jan F.

Stürmisch die Nacht (eBook, ePUB)


sehr gut

Der Kurzkrimi „Stürmisch die Nacht“ gehört in die Jahreszeitenreihe der Krimis von Nina Ohlandt. Leider verstarb die Autorin 2020 und Jan F. Wielpütz schrieb die Fortsetzung.
Auf Sylt besitzen der Flensburger Hauptkommissar John Benthien und sein Vater ein schönes altes Kapitänshaus und wollen Weihnachten gemütlich auf der Insel verbringen. In diesem Jahr ist es besonders stürmisch und Fischkutter suchen Zuflucht im Lister Hafen. Der Hafenmeister macht eine schreckliche Entdeckung: Thore Hansen, der Kapitän eines der Boote, treibt leblos im zugefrorenen Hafenbecken.
So stehen dem Team von John Benthien umfangreiche Recherchearbeiten bevor. Der Autor erzählt eine spannende Geschichte mit vielen unterschiedlichen Handlungssträngen. Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar.
Da die Anzahl Verdächtigen überschaubar ist und ein richtiges Motiv fehlt, gestalten sich die Ermittlungen zäh.
Lange bleibt es im Dunkeln welche Ermittlungsansätze zielführend sind und welche in Sackgassen enden. Dann geschieht ein zweiter Mord an dem Maschinisten des Kutters. Das Tempo bei den Ermittlungen nimmt zu und bald gibt es eine heiße Spur. So gelingt es dem Team die beiden Mordfälle, die in einem Zusammenhang stehen, schlüssig und nachvollziehbar aufzuklären.
Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar.
Fazit:
Ein interessanter Krimi mit Lokalkolorit, der mit einigen unerwarteten Wendungen punkten kann. Leider erreicht dieser Krimi nicht die maximale Spannung, die Nina Ohlandts Erzählweise auszeichnete. Auch bleiben die Protagonisten etwas farblos, obwohl Herr Wielpütz Komponenten aus früheren Fällen, wie den Foodblog und die Hilfe von Johns Vater einbaut. Deshalb vergebe ich nur 4 Sterne.

Bewertung vom 11.09.2024
Humberg, Christian

Mörderisches Santorin - Zoe und die tödliche Kreuzfahrt (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Zoe Dahlmann, die aufgrund eines geerbten Restaurants vor kurzem von Frankfurt nach Santorin ungezogen ist, hat sich mittlerweile auf der Insel Thirasia gut eingelebt und schnell Freunde gefunden. Ihr kleines Restaurant Sunrise läuft gut und ist bei Einheimischen und Touristen, die manchmal auch nach Thirasia kommen, sehr beliebt. Das hat sie der guten Küche von Alexandros, einem Einheimischen, der schon bei ihrer Tante Sophia geholfen hat zu verdanken. Mit Leon, der sie von Beginn an in allen Situationen, inklusive einer Mordaufklärung sehr unterstützt hat, ist sie inzwischen liiert.

Eines Tages kommt ihre beste Freundin Sonja zu Besuch, die in einem Preisausschreiben eine Kreuzfahrt nach Santorin gewonnen hat. Doch die Freude währt nur kurz, denn plötzlich steht Kommissar Spanos in der Tür und verhaftet Sonja wegen Mordverdacht. Für Zoe ist es ein déja-vu.

Was war passiert? Die Bewohnerin der Nachbarkabine von Sonja wurde tot aufgefunden. Zwischen beiden Schiffskabinen gab es eine Verbindungstür, die nicht verschlossen war. Beide Frauen stammten aus Frankfurt und die Ermordete war einmal Patientin im Krankenhaus, wo Sonja arbeitet und außerdem wohlhabend. Alles spricht für Kommissar Spanos dafür, dass Sonja die Mörderin ist. Zweifel hat er keine und für ihn ist der Fall schon gelöst.

Doch Zoe glaubt an die Unschuld ihrer Freundin und muss in diesem Fall wieder ermitteln, um den wahren Täter zu finden und ihn Kommissar Spanos präsentieren.
Es gibt einige Tatverdächtige, wie Zoe und Leon bald herausfinden. Sie recherchieren im privaten Umfeld der Toten und stoßen auf Erstaunliches. Dabei müssen sie natürlich auch auf dem Kreuzfahrtschiff recherchieren, was dank Sonjas Keycard kein Problem ist – bis sie sich beim ersten Besuch sich einer Waffe gegenüber sehen.
Welche Abenteuer die beiden noch erleben beschreibt Christian Humberg sehr anschaulich und humorvoll. Mit dem zweiten Krimi der Reihe Santorin – Sunrise „Mörderisches Santorin – Zoe und die tödliche Kreuzfahrt“ ist ihm ein perfekte Fortsetzung der Reihe gelungen. Sein Schreibstil ist flüssig und sehr gut lesbar. Der Autor beschreibt in diesem Krimi sehr anschaulich die wunderschöne Insel Santorin mit ihren traumhaften Meeresblicken und den weißen Häusern sowie das Leben auf einem Kreuzfahrtschiff. Ein Background mit Urlaubsfeeeling pur in diesem spannenden Krimi.

In einem packenden und hochdramatischen Finale, wird der Fall logisch und in sich schlüssig gelöst. Zoe und Leon sind ein perfektes Team und habe es wieder einmal geschafft den wahren Täter zu entlarven. Die facettenreichen Ermittlungen und Spuren werden gekonnt zu einem packenden und unerwarteten Finale geführt.

Fazit:
Ein gut ausgedachte Geschichte, die in sich schlüssig gelöst wurde und eine gelungene Fortsetzung. Mich hat dieser Griechenland-Krimi gefesselt und mir eine wirklich spannende Lesezeit beschert. Deshalb vergebe ich nicht nur 5 Sterne, sondern auch eine klare und eindeutige Leseempfehlung. Ich freue mich schon auf die nächste Folge dieser Krimi-Reihe.

Bewertung vom 06.09.2024
Hardinghaus, Christian

Das Grab auf Norderney Ein nervenaufreibender Kriminalthriller an der Nordsee-Küste (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

„Das Grab auf Norderney“ von Christian Hardinghaus, erschienen im August 2023 bei dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH, ist die überarbeitete Neuauflage des Krimis „Die Hexe von Norderney“ und jetzt der Auftakt einer Norderney- Krimireihe.

„Die Leiche der seit zwei Tagen vermissten Merle Onken wird im Wattenmeer gefunden und für die Polizei in Norderney steht fest, dass es sich um einen tragischen Selbstmord handeln muss.“ (aus der Inhaltsangabe des Verlages). Nur ihre Mutter glaubt nicht daran, obwohl Merle wegen ihrer roten Haare und ihrer Interessen von den Mitschülern gemobbt wurde. Jedoch die Kripo Norden glaubt ihr nicht und will den Fall schnellstmöglich zu den Akten legen.

Aus ihrer Jugend kennt Merles Mutter den Bremer Kommissar Kummer und bittet ihn um Hilfe. Als er erfährt, dass Merle seine Tochter aus der kurzen Affäre mit ihrer Mutter ist, nimmt er sich der Sache an und erlebt selbst auf der Insel weitere Überraschungen. Irgendwie ist hier manches seltsam und skurril.

Als noch zwei weitere Jugendliche sterben werden auch von der Kripo Norden die Ermittlungen wiederaufgenommen und die Hilfe von Kommissar Kummer wird schnell akzeptiert.
Christian Hardinghaus erzählt auf wenigen Seiten eine sehr spannende Geschichte, die den Leser sofort in ihren Bann zieht. Die Schauplätze der Ermittlungen wechseln schnell und bringen Tempo. Die Spurensuche führt immer wieder in die Vergangenheit – hier scheint der Schlüssel für die Lösung zu liegen. Doch auch die Gegenwart darf nicht vernachlässigt werden.

Das Team der Nordener Kripo um Kommissar Rickmer hat mit dem Kriminaltechniker Bärlein einen äußerst kompetenten und fähigen Mitarbeiter in ihren Reihen, der schnell Sachverhalte analysieren und Zusammenhänge erkennen kann. So gelingt dem Team alles lückenlos aufzuklären und die Sicherheit auf Norderney für die Urlauber wieder herzustellen. Für Kommissar Kummer steht demnächst ein Umzug auf die Insel an, denn sein Lebensweg nimmt nach den Ermittlungen eine neue Richtung.

Fazit:
Ein kurzweiliger Krimi mit Lokalkolorit und Mystik, der von Beginn fesselt und mit einigen unerwarteten Wendungen punkten kann. „Das Grab auf Norderney“ ist absolut gelungen und Lesevergnügen pur. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und liest sich sehr gut. Spannend und unterhaltsam – deshalb vergebe ich gern 5 Sterne und empfehle das Buch allen Freunden von guten Ostfrieslandkrimis. Ich freue mich schon auf neue Fälle der Norderney-Reihe.