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Everett
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Barsinghausen

Bewertungen

Insgesamt 701 Bewertungen
Bewertung vom 20.02.2020
Nichell, Joshi

Volles Glück voraus


sehr gut

Für die Zeit nach dem Abitur reift in Joshi Nichell ein Traum heran. Südamerika besonders Chile per Anhalter zu bereisen. Das setzt er dann auch um und überquert sogar den Atlantik per Anhalter. Eine mir bisher unbekannte Variante, doch es zeigt sich, dass auch das funkti-oniert. Joshi beschreibt die verschiedenen Begegnungen mit doch so unterschiedlichen Men-schen in einer einfachen, einfühlsamen Art. Diese Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft die ihm überall begegnet, auch wenn sich die Suche nach einem Schiff schwieriger gestaltet als nach einer Mitfahrgelegenheit per Auto. Über Martinique und Guadeloupe geht es im Westen von Südamerika von Kolumbien südwärts nach Chile und Feuerland. Joshi reist wirklich ohne Ansprüche, immer offen für die Menschen die ihm begegnen. Und ihm passieren wirklich unglaubliche Dine. Ob es die Herzlichkeit der verschiedensten Leute ist, oder die fantasti-schen Naturerlebnisse. Einige hat Joshi mit der Kamera eingefangen und diese sind im Buch zu sehen, beeindruckend.
Mir hat dieser sehr persönliche und ungewöhnliche Reisebericht gut gefallen und der Stil ließ sich gut lesen. Dieses Buch hat mir ganz andere Einblicke beschert und ich wünsche Joshi für sein Leben viele interessante Erlebnisse. Lebe Deinen Traum!

Bewertung vom 11.02.2020
Johanning, Marion

Die siebte Schwester


ausgezeichnet

Im Jahr 1215 lebt die junge Tryngen als Novizin und Heilerin in einem kleinen Kloster in der Nähe von Köln. Dann wird der Alltag aufgewirbelt und durch dieses Ereignis wird Tryngen an den Hof des Kölner Domprobstes bestellt. Hier muss sie sich gegen einen an-deren Medicus beweisen, denn sonst droht ihr eine ungewollte Heirat.
Die Geschehnisse um den Domprobst Engelbert werden mit der Zeit gefährlich, je näher die Wahl zum Erzbischof rückt und auch Tryngen gerät in Gefahr. Doch sie erweist sich als mutiger und pfiffiger als viele denken.
Schon den Einstieg bei diesem Roman fand ich sehr gelungen. Man lernt Tryngen gleich gut kennen und ist schnell im Geschehen drin. Die Vorkommnisse sind gut geschildert und ich fand die Spannung um den Domprobst und Tryngen angenehm aufgebaut. Mir hat dieses Buch wirklich gut gefallen. Das Thema an sich umfangreich, da der historische Ro-man die damalige Zeit recht gut darstellt und dazu Intrigen um die Macht, auch bei kirch-lichen Würdenträgern, die damals wesentlich mehr Einfluss hatten. Ich habe Die siebte Schwester sehr gerne gelesen, der Schreibstil hat mir gut gefallen und der Roman war viel zu schnell durchgelesen.

Bewertung vom 01.02.2020
Flynn, Avery

Heartbreaker / Harbor City Bd.1


gut

Auftakt der dreiteiligen Harbor City Reihe. Sawyer Carlyle leitet das international erfolgrei-che Bauunternehmen nach dem Tod seines Vaters. Er kennt nur die Arbeit und seine Mutter will ihn unbedingt verkuppeln. Um das zu beenden wird ein „Puffer“ engagiert und Clover Lee als Verlobte ausgegeben damit Sawyer seine Ruhe hat. Doch so einfach das nicht, denn es funkt gewaltig zwischen ihnen. Doch vorerst wird am geschäftlichen Abkommen festge-halten, obwohl das doch wirklich nicht durchführbar scheint.
Das erste Drittel des Buches hat mir gut gefallen. Die Dialoge, besonders dieser Abtausch zwischen Sawyer und Clover, sind super. Der Schreibstil ist auch gut zu lesen und der Start war auf jeden Fall vielversprechend. Leider ist die Geschichte dann nach unten abgerutscht. Da sind zwei intelligente, erwachsene Menschen und gestehen sich ihre Gefühle nicht ein, natürlich wieder herausragend der Mann. Dazu haben Clover und Sawyer hauptsächlich nur Sex. In bzw. nach Situationen, wo das für mich gar keinen Sinn macht. Zur Problemlösung findet auch nur Sex statt und Sawyer ist plötzlich nur noch auf seinen Unterleib fixiert. Mir war das einfach zu viel, das braucht es nicht. Es brachte die Geschichte nicht vorwärts und ließ mich an den beiden Protagonisten etwas zweifeln.
Der Erzählstil hat nach dem tollen Start des Romans schon nachgelassen und driftet ins kli-scheehafte ab. Ja, es gibt, wie üblich, ein happy end, doch der Weg dorthin war nach dem tollen Start doch enttäuschend für mich.

Bewertung vom 31.01.2020
Hansen, Dagmar

Alle Tage, die wir leben


sehr gut

Kurz vor ihrem sechzigsten Geburtstag endet Tildas Beziehung zu Günter und sie verliert ihren wichtigsten Auftraggeber für ihr Schreibbüro. Bei der Suche nach einem Job bei ebay stößt sie auf die Anzeige der 84-jährigen Ruth, die eine Assistentin sucht. Diese möchte mit Unterstützung aufräumen, ihre Angelegenheiten ordnen.
Mit Ruth und Tilda treffen zwei unterschiedliche Charaktere aufeinander, wo die Jüngere sehr gut von der Älteren lernen kann. Egal wie alt man ist, das Leben ist immer für eine Überraschung gut.
Der gemeinsame Weg von Ruth und Tilda lässt sich gut lesen, der Schreibstil ist leicht und locker und doch gibt die Geschichte dem Leser Stoff zum Nachdenken.
Allein der Spruch am Beginn des Buches ist so schön und passend: „ Charlie Brown und Snoopy sitzen auf einem Bootssteg. Charlie sagt traurig: ach, Snoopy, eines Tages müssen wir alle sterben. Snoopy antwortet ja, aber die anderen Tage leben wir.“ Das ist so leicht gesagt, doch im Alltag schon schwierig. Dieser Roman unterhält sehr schön, hat mir gut gefallen und hält ein Stück Lebensmut bereit, auch wenn es zum Ende ein wenig heile Welt Stimmung gibt.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 26.01.2020
Ebert, Sabine

Meister der Täuschung / Schwert und Krone Bd.1


sehr gut

Das heutige Deutschland Ende des Jahres 1137. Kaiser Lothar stirbt und der Kampf um die Thronfolge entbrennt unter den Fürsten und der Geistlichkeit. Es stehen sich Welfen und Staufer gegenüber. Fürsten und Adelshäuser müssen auf die entsprechende Seite ge-bracht werden, die Kirche mischt mit. Krieg überzieht das Land und das einfache Volk hat darunter zu leiden.
Die ganzen Personen auseinander zu halten und zu sortieren hat bei mir am Anfang etwas gedauert. Gewisse Namen kommen dann häufiger vor. Doch dann war ich im Lesefluss drin und die Geschichte ist wirklich sehr umfangreich. Kompliment an die Autorin, die diese Zeit so gut recherchiert hat und zu einem Roman zusammen getragen hat. Es war interessant festzustellen, dass der König dann nicht automatisch die Macht hat sondern die Fürsten auf seine Seite ziehen muss, mit welchen Mitteln auch immer. So ist mir z.B. Konrad von Meißen als wirklich Stratege in Erinnerung geblieben. Und die jungen Adeli-gen, wie der zukünftige Barbarossa, tauchen auch schon auf. Erschreckend sind dann die Lebensverhältnisse. Ich glaube, da könnten wir von heute gar nicht überleben. Die Frauen sind ohne Mann nichts und mit Mann eher schönes Beiwerk. Selten, dass eine mal etwas zu sagen hat, kommt aber vor.
Ein historisch interessantes und intensives Leseerlebnis. Die Autorin hat es ihrem Schreib-stil sehr gut getroffen. Auf den nächsten Band der Reihe bin ich schon gespannt.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 29.12.2019
Oppenlander, Annette

Vaterland, wo bist du?


ausgezeichnet

Die Autorin erzählt die wahre Geschichte ihrer Eltern ab Mai 1940 in Solingen. Eindringlich werden die Lebensumstände zur Zeit des zweiten Weltkrieges geschildert. Die Entbehrun-gen, der immer währende Hunger und die Suche nach Essen. Nachdem der Vater und der ältere Bruder von Günter eingezogen wurden lastet sehr viel Verantwortung auf dem Jungen. Dazu die Gefahr, selbst noch in den Krieg geschickt zu werden. Lilly hat dagegen die Lieb-losigkeit der Mutter zu ertragen, die Bevorzugung des jüngeren Bruders. Die Angst vor den Bomben, die einen Großteil der Stadt in Trümmer legen kommt dazu. Und auch die Nach-kriegszeit ist erstmal nicht einfacher, der Hunger bleibt.
Es gibt einige Bücher aus dieser Zeit, die auch betroffen machen, die einen ungläubig, we-gen der unmenschlichen Taten, zurück lassen. Oft werden bei Reportagen die Soldaten, die Kriegsschauplätze gezeigt, was allein schon reicht. Doch das Leid der ganz normalen Bevöl-kerung wird eher selten erwähnt. Das passiert hier in diesem Buch sehr eindringlich.
Die wahre Geschichte von Lilly und Günter stellt zugleich auch die damalige Zeit in Deutschland dar. Wo alle unter dem Krieg zu leiden hatten und noch ein paar Blinde weiter den falschen Idealen anhängen.
Den Schreibstil finde ich einfach klasse. So eindrücklich und intensiv werden die Lebens-umstände von Günter und Lilly geschildert, ohne überflüssige Worte um beim Leser etwas auszulösen. Das kommt hier ganz von alleine.
Nicht umsonst hat das Buch in mehrere Auszeichnungen in den USA erhalten und ich finde, dass dieses Buch von Schülern und jungen Erwachsenen unbedingt gelesen werden muss!
Herzlichen Dank, dass ich Vaterland, wo bist Du? im Rahmen einer Leserunde lesen durfte. Der Roman hat auch mir nochmal einen sehr intensiven Eindruck dieser schlimmen Zeit verschafft.

Bewertung vom 23.12.2019
Rayven, Leisa

Mister Romance / Masters of Love Bd.1 (eBook, ePUB)


sehr gut

Eden ist Journalistin und braucht dringend eine mitreißende Story. Diese könnte die Ge-schichte über den sog. Mister Romance sein. Er trifft sich mit wohlhabenden Frauen und gibt ihnen, auch durch Rollenspiele, das Gefühl was sie nicht von ihren Männern bekommen. Sex ist dabei allerdings ausgeschlossen. Allein diesen Mann zu finden erweist sich als schwierig, doch dann lässt er sich darauf ein. Allerdings unter gewissen Voraussetzungen. Eden stören seine Bedingungen nicht, denn dass sie sich verliebt hält sie für ausgeschlossen.
So trifft Eden auf Max und interessante Dates nehmen ihren Lauf. Doch Max spielt Rollen und wie weit kann Eden ihm glauben?
Eine interessante Konstellation, zynische Journalistin trifft auf Edel-Escort. Und die ersten Zusammentreffen gestalten sich wirklich gut. Die Spannung zwischen den Beiden ist wirk-lich gut beschrieben. Doch zum Ende gibt es eine recht schnelle Wendung und für mich ver-liert die Geschichte in dem Bereich einiges von dem was am Anfang zu lesen ist. Gefallen hat mir, dass es hier mal eine Frau ist, die Probleme hat sich auf eine Beziehung einzulassen.
Der Schreibstil ist gut, was zwischen Eden und Max passiert lässt sich gut lesen.
Dieser Roman hat mir wieder gezeigt, dass es scheinbar gerade in diesem Genre schwierig ist, oder wird, eine komplett packende, runde Geschichte zu schreiben, auch mit guter Grundidee wie hier.

Bewertung vom 16.12.2019
O'Grey, Eric

Peety


sehr gut

Eric ist 53 Jahre alt, stark übergewichtig, alleine und kommt nur mal durch Dienstreisen aus seiner Wohnung. So eine Dienstreise, wo das Flugzeug wegen eines nicht passenden Gurts nicht starten konnte, bewegt ihn dazu etwas zu unternehmen. Ein Glück gerät er an eine Ärz-tin, die ihm eine Ernährungsumstellung empfiehlt, keine weiteren Tabletten, und einen Hund!
Im Tierheim findet Eric Peety, auch übergewichtig, und gemeinsam gehen sie Schritt für Schritt in ein anderes Leben.
Eric schildert prägnant was mit ihm in der Zeit mit Peety geschah. Wie sehr ihn dieser Hund motiviert, das Essen für beide vollkommen umgestellt wird, mit Wahnsinns Ergebnissen. Es zeigt auch wie sehr so ein Hund einem Menschen mehr Selbstvertrauen gibt, ihn in Kontakt mit anderen bringt und allein so schon das Leben verändert.
Erics Geschichte ist eine tolle Geschichte, was man alles erreichen kann. Manchmal liest es sich dann aber doch zu einfach- Als ob dieses extreme Abnehmen, vegan zu werden, so eben mal funktionierte, ohne Probleme. Aber auf jeden Fall eine beeindruckende Geschichte, die in einem gut lesbaren Stil geschrieben wurde. Dazu werden die Themen, die Eric aus dieser Zeit am Herzen liegen, deutlich gemacht. Wie Tierschutz und vegane Ernährung. Mir hätte es noch gefallen, wenn ein paar vegane Rezepte vorhanden gewesen wären. Da dieses lecke-re Essen so oft erwähnt wurde, wäre das nur passend gewesen.

Bewertung vom 01.12.2019
Oswald, Susanne

Der kleine Strickladen in den Highlands / Der kleine Strickladen Bd.1


sehr gut

Maighreads Partner trennt sich von ihr und damit verliert sie auch gleich ihren Job. Beim Aufräumen bei ihrer Mutter erfährt sie, dass sie doch Großeltern hat. Sie macht sich auf den Weg in die Highlands um diese kennen zu lernen. Durch eine Panne trifft sie auf Joshua, sie findet bei Chloe eine Unterkunft und eine Freundin. Auch Ideen für ihre Zukunft nehmen Gestalt an, es soll ein Strickladen werden. Allerdings scheint sich der Kontakt zu ihrer Großmutter schwierig zu gestalten. Na ja und es knistert zwischen Maighread und Joshua.
Der Weg von Maighread und Joshua zueinander ist schön gestaltet und gut geschildert. Dazu noch Maighreads Begeisterung für Wolle und die Annäherung zu ihrer Großmutter. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und es ist alles recht gefühlvoll geschrieben, aber nicht zu sehr. Das Ende ist vorhersehbar, kleinere Komplikationen sind eingefügt, aber die Geschich-te verströmt eine schöne Wohlfühlatmosphäre und lässt sich gut lesen. Der Roman hat mich gut unterhalten.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.