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kleinbrina
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Köln

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Insgesamt 1388 Bewertungen
Bewertung vom 12.10.2022
Sabbag, Britta

Ich will so sein wie du


ausgezeichnet

In den letzten Jahren habe ich schon so manches Buch von Britta Sabbag gelesen. Egal, ob Liebesroman, Jugendbuch oder kleine Bilderbücher, die Autorin überzeugt immer mit tollen Ideen und einem interessanten und liebevollen Schreibstil und somit konnte mich auch „Ich will so sein wie du“ wieder einmal überzeugen.

„Ich will so sein wie du“ erzählt die Geschichte von Löwe und Tiger, die sich immer gegenseitig aus dem Weg gehen, da sie neidisch aufeinander sind und immer Selbstzweifel bekommen, wenn sie in der Nähe des anderen sind. Während der Löwe den Tiger um seine Streifen bewundert, wünscht sich Tiger eine so volle Mähne wie der Löwe. Doch erst als beide dem anderen nacheifern wollen, merken sie, dass sie von anderen Tieren nicht nur anders wahrgenommen werden, sondern sich auch immer mehr selbst verlieren.

Die Botschaft, dass man sich immer selbst so lieben und akzeptieren soll, wie man ist, wird sehr schön an jüngere Leser vermittelt und zeigt, dass jeder seine Schwächen und Stärken hat und auf seine eigene Art und Weise einzigartig ist.

Auch die vielen detailreichen Illustrationen von Igor Lange sind wunderschön und passen immer perfekt zur Geschichte. Besonders schön ist auch, dass in den Illustrationen ein kleines Suchspiel eingebaut ist, denn auf jeder Seite ist eine kleine Schildkröte versteckt, die man suchen soll.

Somit ist „Ich will so sein wie du“ insgesamt eine schöne Geschichte mit einer starken Botschaft, die mich voll und ganz überzeugen konnte. Perfekt zum Vorlesen oder für Erstleser geeignet!

Bewertung vom 18.08.2022
Canepa, Barbara;Merli, Anna

End Band 01. Elisabeth


weniger gut

Düstere Graphic Novels habe ich schon immer ganz besonders gemocht, denn meistens finde ich die Zeichnungen dabei einfach wunderbar. Somit habe ich mich sehr auf „Elisabeth“, Band 1 der „End“-Reihe, von Barbara Canepa und Anna Merli gefreut, das ich erfreulicherweise in einem öffentlichen Bücherschrank entdeckt habe. Leider muss ich jedoch sagen, dass ich am Ende doch sehr enttäuscht bin.

„Elisabeth“ besticht zwar mit wunderschönen Zeichnungen, die sehr detailverliebt und düster sind, allerdings hat die Geschichte selbst nicht viel zu bieten. Eine düstere Stimmung ist hier praktisch nicht spürbar, vielmehr wurde ich mit der Zeit eher ungeduldig und habe darauf gewartet, dass endlich etwas passiert.

Elisabeth ist Internatsschülerin und im Alter von 13 Jahren verstorben. Sie lebt als eine Art Geist mit Fabelwesen zusammen in einem Mausoleum, in dem praktisch die Zeit stehen geblieben ist und nichts passiert. Elisabeth selbst hat in der Zeit auch nicht viel zu sagen, außer, dass sie wieder leben möchte. Andere Internatsschülerinnen wollen dagegen herausfinden, wie Elisabeth ums Leben gekommen ist, denn über ihren Tod gibt es gleich mehrere Mythen, auf die jedoch so gut wie gar nicht eingegangen wird.

Eine weitere Sache, die ich als sehr störend empfand ist die Darstellung von Elisabeth, denn das Mädchen wird gleich mehrfach halbnackt gezeichnet, was meiner Meinung nach nicht hätte sein müssen, zumal sie erst dreizehn Jahre alt ist.

Allgemein wirkt die Geschichte sehr unfertig und vieles wird von den Autorinnen nur angedeutet, aber nie wirklich aufgelöst oder weitergesponnen, sodass die Geschichte sich letztendlich im Sande verläuft. Dazu wird seit mehr als neun Jahren ein zweiter Band namens „Nora“ angekündigt, der jedoch bislang nie erschienen ist, sodass man davon ausgehen kann, dass die Fortsetzung auch nicht mehr erscheinen wird, was sehr schade ist, da Nora als Strippenzieherin galt, die mehr über den Tod von Elisabeth herausfinden möchte.

Kurz gesagt: So gern ich „Elisabeth“ aufgrund der Kurzbeschreibung auch mögen wollte, so sehr hat mich die ereignislose Geschichte mit flachen Figuren und wenig Handlung enttäuscht. Sehr schade, denn die eigentlich tollen Zeichnungen hätten eine bessere Geschichte verdient gehabt.

Bewertung vom 16.08.2022
King, Stephen

Billy Summers


sehr gut

Obwohl ich bereits seit sehr vielen Jahren ein riesengroßer Fan von Stephen King bin und praktisch jedes Buch vom Autor blind kaufe, war ich bei "Billy Summers" tatsächlich ein wenig skeptisch, da ich normalerweise kein großer Fan von Büchern bin, in denen Auftragskiller eine große Rolle spielen. Da ich Stephen Kings Fähigkeiten jedoch auch bei diesem Werk vertraut habe, habe ich auch diesem Buch eine Chance gegeben und wurde nicht enttäuscht.

Ich muss zwar zugeben, dass "Billy Summers" es nicht in meine Favoriten-Liste von Stephen King geschafft hat, allerdings bekommt man hier einen soliden, hochintelligenten Thriller, der seine spannenden, aber auch ruhigen Momente mit sich bringt. Die Geschichte ist häufig salopp geschrieben und der typische King-Stil ist auch deutlich spürbar. "Billy Summers" liest sich durchgehend flüssig, spannend, unterhaltsam, aber auch häufig vulgär. Gleichzeitig ist "Billy Summers" auch gesellschaftskritisch und mit kleinen Spitzen versehen, was mir jedoch gut gefallen hat, da diese kleinen Spitzen immer in den richtigen Momenten aufgetaucht sind.

Auch die Figuren, allen voran Billy selbst, sind gut ausgearbeitet, oftmals aber auch roh von der Art her, was jedoch gut passt. Billy ist ein Kriegsveteran, der bereits viel erlebt hat und mitansehen musste und nun, wo er wieder im Land ist, nicht wirklich weiß, wo sein Platz auf der Welt ist. Um sich über Wasser zu halten, wird er zum Auftragskiller, verliert dabei aber nicht seine Menschlichkeit, sondern kann grundsätzlich noch von gut und böse unterscheiden. Sein nächster Auftrag soll der letzte sein, denn dieser ist finanziell so lukrativ, dass er es endlich schaffen möchte, ein normales Leben zu führen, ohne sich dabei auf den nächsten Mord vorbereiten zu müssen. Dies ist allerdings schnell vergessen, als er selbst ins Fadenkreuz gerät und auf der Flucht immer mehr zu sich selbst findet und dabei sein Leben überdenkt und die weiteren Schritte plant.

Eine weitere wichtige Person in dem Buch ist Alice, eine junge Frau, die von Billy gerettet wird, nachdem sie von mehreren Männern vergewaltigt wurde. Die beiden freunden sich an und sind gemeinsam auf der Flucht. Für Billy ist Alice' Zustand nur schwer zu ertragen und somit nimmt er Rache an den Männern. Beide fliehen von Ort und zu Ort und erhalten immer wieder Untertützung und Unterschlüpfe, sodass man "Billy Summers" teilweise auch als Road Trip bezeichnen kann. Als Leser*in sollte man jedoch stets bedenken, dass keine der Figuren wirklich sonderlich sympathisch ist und man nur wenig mit ihnen mitfühlen kann, denn alle haben etwas unrechtes getan und somit fällt es schwer sich mit den Figuren anzufreunden. Dennoch hat das Buch eine gewisse Faszination auf mich gehabt, denn es wird so bildgewaltig erzählt, dass ich mir das Werk immer wieder wie einen Film vorstellen konnte.

Kurz gesagt: "Billy Summers" ist ein spannender und facettenreicher Thriller, der mit actiongeladenen Szenen, aber auch mit teilweise ruhigen Momenten begeistern kann. Zwar kommt das Werk nicht an Meisterwerke wie "Shining", "Joyland" oder "ES" heran, ist aber dennoch ein Muss für jeden King-Fan und diejenigen, die sich für Auftragskiller-Romane interessieren.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 16.08.2022
Baumeister, Inge;Schmid, Anja

Windows 10 für Senioren


ausgezeichnet

Windows 10 ist mittlerweile für mich ein liebgewonnenes Betriebssystem, das ich gerne und täglich nutze. Da jedoch auch die Schwiegermutter mehr über Windows 10 erfahren und dies besser nutzen möchte und man nicht immer alles selbst genau erklären kann, kam uns „Windows 10 für Senioren“ von Inge Baumeister und Anja Schmid genau recht, denn hier wird in relativ leichter Schrift und vielen Bildern Windows 10 gut erklärt, sodass auch Anfänger in dem Bereich gut mithalten dürften.

Positiv ist dabei, dass man von Anfang an an die Hand genommen wird. So geht es bereits darum, dass Windows 10 genauestens installiert und soweit eingestellt wird, dass es nutzbar ist. Dazu erhält man anhand der vielen Bilder auch ein genaues Verständnis dafür, was man wann anzuklicken hat, um Apps zu öffnen, den Kalender zu bedienen, wie man im Internet surft oder auch Bilder und Dokumente speichert.

Besonders gelungen ist das Glossar, das nochmal sämtliche Begriffe erklärt und in das man immer wieder nachschlagen kann, wenn es doch mal während der Nutzung Fragen gibt.

Meine Schwiegermutter ist somit sehr begeistert.

Bewertung vom 16.08.2022
Baumeister, Inge;Schmid, Anja

Windows 11 für Senioren


ausgezeichnet

Windows 11 ist immer noch so eine Sache, mit der ich mich selbst noch auseinandersetzen muss, um dort vollständig zum Profi zu werden. Da jedoch auch die Schwiegermutter mehr über Windows 11 erfahren und dies besser nutzen möchte, kam uns „Windows 11 für Senioren“ von Inge Baumeister und Anja Schmid genau recht, denn hier wird in relativ leichter Schrift und vielen Bildern Windows 11 gut erklärt, sodass auch Anfänger in dem Bereich gut mithalten dürften.

Positiv ist dabei, dass man von Anfang an an die Hand genommen wird. So geht es bereits darum, dass Windows 11 genauestens installiert und soweit eingestellt wird, dass es nutzbar ist. Dazu erhält man anhand der vielen Bilder auch ein genaues Verständnis dafür, was man wann anzuklicken hat, um Apps zu öffnen, den Kalender zu bedienen, wie man im Internet surft oder auch Bilder und Dokumente speichert.

Besonders gelungen ist das Glossar, das nochmal sämtliche Begriffe erklärt und in das man immer wieder nachschlagen kann, wenn es doch mal während der Nutzung Fragen gibt.

Meine Schwiegermutter ist somit sehr begeistert.

Bewertung vom 11.08.2022
Kinsella, Sophie

Die Familienfeier


weniger gut

Sophie Kinsella und ich haben eine lange gemeinsame Vergangenheit, denn mittlerweile lese ich ihre Werke seit fast zwanzig Jahren und habe früher geradezu jedes Buch von ihr verschlungen. Mittlerweile hat sich dies ein wenig geändert, denn ihre letzten Werke haben mir fast alle nicht mehr so zugesagt und somit war ich auch dementsprechend skeptisch, als die sympathische Autorin mit „Die Familienfeier“ ein neues Buch auf den Markt gebracht hat. Obwohl ich bei dieser Geschichte nicht allzu viel erwartet habe, hat es mich letztendlich doch ein wenig enttäuscht zurückgelassen.

Ein Grund dafür ist der Schreibstil. Normalerweise mag ich die Art, wie Sophie Kinsella mit Worten umgeht und auf humorvolle Art und Weise Geschichten erzählt und ihren Figuren Leben einhaucht. Bei „Die Familienfeier“ wirkte auf mich jedoch alles ein wenig zu gewollt. Es werden zu viele Klischees bedient und es fehlte mir grundsätzlich an Sympathie und Verständnis für die Figuren, sodass sich für mich leider nur vieles vor sich hinplätscherte und ich so manches Mal leicht genervt die Augen verdreht habe.

Was hier auf den ersten Blick als eine Art Familien-Komödie mit jeder Menge Drama und Geheimnissen in Buchform verkauft wird, entpuppt sich jedoch als eine Geschichte voller Klischees und Fremdschäm-Momente, die ich nur selten unterhaltsam oder lustig fand. Das lag vor allem auch an den Figuren, die sich von anderen Figuren aus anderen Werken von Sophie Kinsella kaum unterscheiden.

Auch hier bekommt man es mit einer Protagonistin zu tun, die eher sehr eigenwillig ist, immer mit dem Kopf durch die Wand möchte und das Herz auf der Zunge trägt. An sich kann das ja nett sein – wenn man die anderen Werke von der Autorin nicht kennen würde. Aber hier bekommt man immer wieder eine Light-Version von Becky Bloomwood aus Kinsellas berühmter „Shopaholic“-Reihe, was ich sehr schade finde, denn normalerweise kann es Sophie Kinsella deutlich besser.

Die Familienfeier selbst ist an sich gar nicht mal so uninteressant, denn Effie bekommt dabei einen ganz anderen Eindruck von ihrer Familie und kann mit so manchem Vorurteil aufräumen, allerdings ist sie dabei auch oft viel zu aufgesetzt, stur und teilweise auch unsympathisch. Trotz aller Slapstick-Momente, die bei Kinsella irgendwie immer dazugehören, hätte ich mir hier gewünscht, dass man die Familie, die vielen Veränderungen und teilweise auch negativen Gefühle, die sich im Laufe der Zeit bei den Familienmitgliedern angesammelt haben, ein wenig ernster hätte erzählen können. Dies hätte auch die Gefühle, Vorurteile und teilweise auch Verbitterungen einiger Familienmitglieder etwas authentischer erscheinen lassen.

Kurz gesagt: Ich muss mir wohl eingestehen, dass ich aus den Werken von Sophie Kinsella herausgewachsen bin, denn leider konnte mich auch „Die Familienfeier“ aufgrund der Figuren und doch eher flachen und vorhersehbaren Handlung nicht abholen. Somit kann ich leider auch keine Empfehlung aussprechen.

Bewertung vom 27.07.2022
Valentino, Serena;Disney, Walt

Die Schönste im ganzen Land / Disney - Villains Bd.1


weniger gut

Seit Kindheit an bin ich ein großer Fan von Märchen und Disney-Filmen und bin mit Klassikern wie "Schneewittchen und die sieben Zwerge", "Arielle die Meerjungfrau", "Peter Pan", "Cinderella" und Co. aufgewachsen, die ich selbst bis heute unzählige Male gesehen habe. Somit ist die "Disney Villains"-Reihe von Serena Valentino ein absolutes Muss für mich, um mehr über die sogenannten Bösewichte aus den Disney-Klassikern zu erfahren.

Den Anfang macht dabei "Die Schönste im ganzen Land", der sich mit dem Leben und der Entwicklung der bösen Königin und Stiefmutter von Schneewittchen auseinandersetzt. Fairerweise muss ich dazu sagen, dass ich nicht die höchsten Erwartungen an das Buch hatte, da ich nie ein großer Fan von Schneewittchen war und letztendlich war dies auch gut so, denn das Buch hat mich doch ein wenig enttäuscht zurückgelassen.

Bereits der Schreibstil entpuppte sich für mich als große Herausforderung, denn diesen habe ich trotz des eigentlich schönen Märchenstils als anstrengend empfunden. Grund dafür sind die zu vielen Wiederholungen. So wird auf nahezu den ersten fünfzig Seiten immer wieder erwähnt, wie unsicher die Königin doch ist und wie liebevoll sie ihre Stieftochter immer anschauen würde. Dazu bekommt Schneewittchen auch zusätzlich noch die beiden Spitznamen "Schnee" und "Schneechen", die ebenfalls auf nahezu jeder Seite gleich mehrfach erwähnt werden, was für mich einfach zu viel war. Dies hätte man meiner Meinung nach alles mehr umgehen können.

Die Geschichte selbst, die sich teilweise wie eine Fanfiction liest, ist nur auf den letzten Seiten wirklich interessant, denn vorher ist es ein einziger Dialog zwischen der Königin und Schneewittchen oder auch mit ihrer Kammerzofe. Dazu immer wieder Gespräche mit ihrem Ehemann, dem König, die aber so einfach gehalten sind, dass man das Gefühl hat, dass in dem kompletten Buch nur Fremde miteinander sprechen würden. Positiv ist dagegen, dass die Entwicklung der Königin nachvollziehbar und glaubwürdig erfolgt, was mich mit dem Buch einigermaßen versöhnt.

Dennoch fällt es mir schwer, letztendlich hier eine Empfehlung auszusprechen. Schön ist die Idee, das Leben der Königin aus "Schneewittchen und die sieben Zwerge" zu durchleuchten allemal, allerdings empfand ich das Werk insgesamt als sehr unpersönlich und den Schreibstil als sehr anstrengend. Fans von Schneewittchen oder Märchen allgemein sollten hier definitiv einen Blick riskieren und sich selbst einen Blick machen, aber eine uneingeschränkte Leseempfehlung kann ich leider nicht aussprechen.

Bewertung vom 29.06.2022
Klingner, Kathrin

Katze hasst Welt


gut

Ich muss gestehen, dass ich mehr der Hunde-Freund bin und Katzen zwar mag, aber kein großer Fan von ihnen bin. Somit bin ich auch ein wenig skeptisch gewesen, als ich "Katze hasst Welt" von Kathrin Klingner in einem offenen Bücherschrank entdeckt und spontan mitgenommen habe. Letztendlich konnte mich die Kurzbeschreibung dann doch überzeugen, sodass ich der Geschichte zumindest eine Chance geben wollte.

In dem Comic geht es um eine Katze in den Zwanzigern, die in Hamburg lebt und an einer Kunsthochschule studiert. Katze ist grundsätzlich unzufrieden und unglücklich mit sich und der Welt und tritt dementsprechend auf, indem sie den meisten Menschen, aber auch Tieren gegenüber gleichgültig wirkt. Die Kunsthochschule fällt ihr zunehmends schwer und sie lässt nur wenige Menschen in ihr Leben hinein, wie z.B. Panda. Panda ist das Gegenteil von Katze: Aufgeschlossen, freundlich und herzlich. Dass dabei zwei vollkommen andere Welten aufeinandertreffen, ist schnell klar und somit lässt sich schnell erahnen, wie die Beziehung zwischen den beiden endet.

Interessant ist dabei, dass die Geschichte rückwärts erzählt wird, sodass man die Beziehung der beiden, aber auch Katzes Leben an der Kunsthochschule noch intensiver wahrnimmt. Gleichzeitig ist in "Katze hasst Welt" eine deutliche Melancholie und phasenweise auch Gleichgültigkeit spürbar, die sich teilweise auch auf die Leser*innen überträgt, was dazu geführt hat, dass ich trotz der Unnahbarkeit der Katze mit ihr mitfühlen konnte.

Somit ist "Katze hasst Welt" ein Comic, der zwar im Großen und Ganzen in Ordnung, mich allerdings bei Weitem nicht so begeistern konnte, wie ich es mir aufgrund der Kurzbeschreibung erhofft habe. Für Zwischendurch ist der Comic sicherlich einen Blick wert, aber mehr auch nicht. Katzen-Fans könnte der Comic allerdings deutlich besser gefallen.

Bewertung vom 29.06.2022
Telgemeier, Raina

Smile (Smile-Reihe, Band 1)


sehr gut

Da ich schon immer eine Schwäche für Comics und Graphic Novels hatte, bin ich immer nach der Suche nach neuen Geschichten und bin dabei auf "Smile" von Raina Telgemeier gestoßen. Mehr als zehn Jahre nach Ersterscheinung sind vergangenen, ehe das Werk es auch den Weg nach Deutschland geschafft hat und somit bin ich umso gespannter, was es mit hochgelobtem Comic auf sich hat.

"Smile" ist dabei eine Autobiographie von Raina Telgemeier, die über ihre Schulzeit berichtet und wie sie nach einem Unfall, bei dem sie die Vorderzähne verloren hat und jahrelang mit Zahnspangen und Operationen zu kämpfen hatte. Auf humorvolle Art und Weise beschreibt sie dabei ihre Zeit an der Junior High und später an der High School Anfang der Neunziger Jahre, wo sie sich nie wirklich wohlgefühlt hat und oftmals anders an die anderen Kinder war.

Während alle anderen Mädchen sich zunehmend für Make Up, Jungs und die nächste Party interessiert haben, entdeckt Raina zwar auch das andere Geschlecht, allerdings interessierte sie sich auch weiterhin für Videospiele und ihre Pfadfindergruppe. Allerdings merkt sie selbst im Freundeskreis, dass sie nur eine Außenseiterin ist, die von den meisten nur mehr geduldet wird oder dazu da ist, damit sich andere über sie lustig machen.

Erst auf der High School erkennt sie immer mehr, wer sie wirklich ist, was sie im Leben will und dass sie zukünftig auf falsche Freunde verzichten kann, die sie nicht nehmen, wie sie ist. Gleichzeitig dürfen natürlich auch die ersten Verliebtheiten nicht zu kurz kommen.

Positiv ist bei "Smile", dass sich sowohl Jugendliche als auch Erwachsene in die Geschichte und in Reina hineinversetzen können, denn jeder hatte einmal mit Unsicherheiten, Zahnspangen oder falschen Freundschaften zu kämpfen. Dazu ist "Smile" herrlich selbstironisch, erzähl ungeschönt von der Pubertät, Unsicherheiten und dem Wunsch, irgendwo dazuzugehören.

Somit hat mir "Smile" aufgrund der selbstironischen Erzählungen und den tollen Zeichen enorm gut gefallen und ich konnte nicht nur mit Reinas mitfühlen, sondern mich auch in sie hineinversetzen, denn sind wir mal ehrlich: Die Pubertät ist kein Zuckerschlecken. Hoffentlich werden auch die anderen beiden Bände "Sisters" und "Guts" ins Deutsche übersetzt.