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Florianimgarten

Bewertungen

Insgesamt 691 Bewertungen
Bewertung vom 21.04.2018
Carr, Robyn

Erfüllte Träume in Thunder Point / Thunder Point Bd.9


ausgezeichnet

Lin Su arbeitet als Krankenschwester bei einer an ALS erkrankten Patientin. Ihren vierzehnjährigen asthmakranken Sohn Charlie musste sie alleine aufziehen . Im Nachbarhaus ihrer Patientin zieht der attraktive Sportler Blake ein. Charlie ist sofort begeistert von dem neuen Nachbarn und auch Lin Su kann sich seiner Anziehungskraft kaum wiedersetzen. Aber da ist ihre Vergangenheit und das Milieu aus dem sie kommt. Ein neuer Anfang wäre so schön, aber es erscheint ihr unmöglich. Durch ein dramatisches Ereignis werden die Weichen neu gestellt und Lin Su muss eine Entscheidung treffen.

Dies ist der neunte Band der Thunder Point Serie und er ist in sich abgeschlossen. Diese Serie kannte ich bisher nicht, aber andere Bücher der Autorin und so wußte ich, dass mir der Schreibstil gefallen würde. Man ist schnell in der Geschichte drin und die Seiten fliegen nur so vorbei. Die Charaktere werden sehr gut dargestellt, so dass man sie sich sehr gut vorstellen kann und auch ihre Beweggründe sehr gut versteht.

Thunder Point ist wirklich ein toller Ort und man bekommt durch das Buch direkt Lust, auch die anderen Bände der Serie zu lesen, da man immer wieder die netten Nebenfiguren der Serie kennenlernt und neugierig auf ihre Geschichte wird. Das Buch ist herrlich entspannend mit einem Schuß Romantik. Die Beziehung zwischen Blake und Lin Su ist nicht ganz einfach und wird sehr von der Vergangenheit geprägt. Im Laufe der Geschichte wird aber deutlich, dass man die Zukunft ändern kann. Blake und Lin Su finden ihren Weg und besonders Charlie hat eine wichtige Rolle. Am liebsten wäre ich noch etwas in Thunder Point geblieben , aber das Buch ist leider schon zu Ende und so bleibt nur die anderen acht Bände zu lesen.

Bewertung vom 01.04.2018
Wingate, Lisa

Libellenschwestern


ausgezeichnet

Das Buch "Libellenschwestern" ist eine ergreifende Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht. In der Mitte des letzten Jahrhunderts erlangt eine Frau, Georgia Tann, große Berühmtheit, als sie sich um Waisenkinder bemüht und sich für ihre Adoption in wohlhabende Familien einsetzt. Was zu dem damaligen Zeitpunkt kaum jemand wußte, diese Kinder wurden größtenteil ihren Eltern geraubt, weil diese arm oder alleinerziehend waren. Mehr als einmal ließ Frau Tanner Mütter in Wehen, Dokumente unterschreiben, die ihr Verfügungsgewalt über ihre Kinder gab, unter falschen Angaben. Die Mütter sahen ihre Kinder nie wieder. Die Politik, die Polizei und einflussreiche Persönlichkeiten deckten ihr Tun, so dass die Bevölkerung nichts darüber mitbekam. Als die Sache endlich aufflog, starb Frau Tanner an einer Krebserkrankung. Hunderte Kinder waren zu diesem Zeitpunkt tot, viele durch ihre falschen neuen Identitäten nicht auffindbar und nur wenige Kinder konnten zu ihren Eltern zurück. Georgia Tanner hatte unfassbares Leid über die Kinder und ihre Familien gebracht und dabei ging es nur um viel Geld. Die Kinder haben schlimmer seelische und körperliche Mißhandlungen erlebt, die ihr Leben wohl für immer geprägt haben.

Dieser Roman greift eine fiktive Familie heraus und erzählt über dieses dunkle Kapitel in der Geschichte von Memphis. Im zweiten Erzählstrang erleben wir Avery, rund 70 Jahre später, die durch ein Libellenarmband und eine alte Dame in einem Altersheim in diese Geschichte verwickelt wird.

Einmal angefangen, kann man diesen Roman schwer aus der Hand legen. Die ganze Geschichte, so schrecklich sie auch ist, fesselt ungemein. Sehr eindrücklich schildert die Autorin die einzelnen Schicksale, die fiktiv sind, aber auf wahren Tatsachen beruhen. Mehr als einmal wird man als Leser vom Schrecken der Ereignisse überrollt und dank der Geschichte um Avery kann man zwischendurch aufatmen und Hoffnung schöpfen. Dieses Buch ist nicht leicht zu lesen. Es ist aber eine Geschichte, die unbedingt erzählt werden muss. Doch nicht nur in Memphis sind schreckliche Dinge an Kindern geschehen. Immer wieder erfährt man auch heute von anderen schrecklichen Ereignissen, die Kindern passiert sind.

Dieser Roman bietet neben der Unterhaltung, die hier ein wenig untergeordnet ist, ein bedrückendes Zeugnis aus der Geschichte. Ein Ereignis, dass nicht vergessen werden darf und zugleich eine Mahnung sein sollte, dass so etwas nie wieder passiert. Ein absolutes Leseerlebnis, dass man noch lange im Gedächtnis behält und unbedingt eine Leseempfehlung !

Bewertung vom 12.03.2018
Boie, Kirsten

Ein Sommer in Sommerby / Sommerby Bd.1


ausgezeichnet

Als die Mutter der drei Kinder Martha, Mats und Mikkel einen Unfall im Ausland erleidet, nehmen die Ferien eine andere Wendung. Der Papa muss zur Mama ans Krankenbett und die Kinder kommen zur Oma, weil sonst niemand auf sie aufpassen kann. Die Oma haben sie noch nie gesehen und als sie ankommen, stellen sie fest, dass hier noch alles anders ist. Oma hat keinen Fernseher und kein WLAN. Ein Festnetzanschluß gibt es auch nicht. Oma kocht Marmelade und verteidigt sich im Notfall mit der Flinte. Und schon sind die drei in einem aufregenden Ferienabenteuer angekommen.

Das Buch ist so toll, wie es sich anhört. Das Cover ist mir hier zuerst aufgefallen und nach dem Klappentext war ich mir sicher, dass mir das Buch gefallen würde. Die Geschichte ist toll für Kinder und für Erwachsene ein Stück Reise in die Vergangenheit. In die Geschichte verpackt ist auch die Modernisierung, die vielerorts stattfindet ein Thema. Unberührte Natur, wunderschöne Landschaften werden zugebaut. Was hier im Buch auf Omas Art gelöst wird, habe ich selbst in meinem Geburtsort erlebt und dort sieht es mittlerweile schrecklich aus.

Kind und Mama fanden dieses Buch sehr spannend und unterhaltsam. Während für Kinder die Dinge im Vordergrund stehen, die die Kinder im Buch erleben, ist für Erwachsene die Geschichte mitunter eine Reise in die Vergangenheit. Hätte ich eine solche Oma, würde ich sie möglichst oft besuchen. Die Atmosphäre dort ist sehr idylisch und vermittelt ein Gefühl von Heimat. Der Autorin ist es wunderbar gelungen, eine Atmosphäre einzufangen, die es früher mal gab, die heute aber meist verloren gegangen ist. Neben der tollen Geschichte verbirgt dieses Buch viele Erinnerungen.

Wer ein tolles Sommerbuch lesen möchte, ist hier genau richtig. Auch Erwachsene werden ihre Freude an der Geschichte haben. Ein schönes Geschenk für die Sommerferien ist dieses Buch. Danach sehen die Ferien anders aus.

2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 03.03.2018

Mutige Herzen, DVD-Video


ausgezeichnet

Diese 5. Folge der 4. Staffel der Coal Valley Saga lässt den Zuschauer sehr dem Staffelfinale entgegenfiebern. Von Jack gibt es diesmal nicht viel zu sehen. Elizabeth muss dafür viel Mut beweisen , um dem mächtigen Boss der Eisenbahngesellschaft entgegenzutreten. Und Bill sucht den Zeugen, der gegen den Bürgermeister Henry aussagen soll....

Diese Folge ist wieder mal sehr spannend. Besonders die Suche von Bill nach dem Zeugen. Elizabeth setzt wieder sehr für ihre Kinder ein und riskiert da wie immer sehr viel. Lustig wird es, als Lee nicht sprechen kann und Rosemry für ihn alle Verhandlungen übernimmt.

Gegen Ende der 4. Staffel bin ich jetzt sehr gespannt, wie es endet in der letzten Folge. Doch hier gilt es wieder zu warten. Coal Valley und seine Bewohner sind mir richtig ans Herz gewachsen und ich schaue die Serie richtig gerne. Trotzdem hoffe ich, dass sich die Geschichte zwischen Elizabeth und Jack nicht ewig zieht. Die Stadt bietet durchaus noch andere Charaktere, wie z.B. Abigail, die auch ihre Geschichte verdient haben. Der Stoff wird hier nicht so schnell ausgehen.

Wer bisher geschaut hat, wird gerne wieder zugreifen und wissen wollen, wie es weitergeht und dabei nicht enttäuscht werden.

Bewertung vom 24.02.2018
Chiew, Suzanne

Der kleine Bär und die Kummerkiste


ausgezeichnet

Alle Kinder haben schon mal Angst oder auch Sorgen. Aber was hilft ? In diesem Buch wird eine schöne Möglichkeit gezeigt. Der kleine Bär Paulchen hat ein Problem. Zu gerne würde er mit seiner Schwester Milli und Hoppel zum Wasserfall gehen, aber er hat schreckliche Angst. Gut, dass seine Schwester Milli eine Lösung für Paulchen hat.

Zuersteinmal fällt auf, dass dieses Bilderbuch wunderschöne Bilder hat. Es gibt viel für die Kinder anzuschauen. Angst ist natürlich ein Thema, dass viele Kinder immer wieder beschäftigt und da ist dieser Tip mit der Kummerkiste wirklich hilfreich. Sehr gut fand ich auch das Nachwort. So mache ich es sehr lange schon mit meinen Kindern. Bei einem Bilderbuch aus einem christlichen Verlag ist es durchaus sehr passend, dass man mit den Kindern auch darüber spricht, dass sie sich an Jesus wenden können.

Das Buch behandelt auch das Thema Freundschaft und anderen helfen. Sehr kindgerecht ist das in diese Geschichte verwoben, so dass die Kinder leicht merken, was z.B. ein wahrer Freund macht, andere nicht auslachen. Das ist wirklich ein Punkt, der Kinder auch immer wieder beschäftigt. Lachen andere über mich ? Hier darf der Hase Lara seine Ängste äußern und Paulchen nutzt eifrig seine Kummerkiste. Und die kleinen Zuhörer stellen fest, dass es Möglichkeiten gibt, um seine Ängste los zu werden oder zu verkleinern. Ein schönes Bilderbuch zu einem wichtigen thema.

Bewertung vom 24.02.2018
Hegarty, Patricia

Die kleine Raupe und das große Wunder


ausgezeichnet

Die kleine Raupe ist müde und freut sich schon aufs Bett. Unterwegs trifft sie die Spinne, die Honigbiene, die Ameisen, die Drossel und ihre Jungen sowie den Hasen. Die Raupe sagt allen Gute Nacht und legt sich schlafen. Als sie wieder aufwacht, ist sie nicht mehr die kleine Raupe...

Bei diesem Bilderbuch fällt direkt die Aussparung in Blattform im Cover auf. Auch die folgenden Seiten haben eine blattförmige Öffnung, die von Seite zu Seite kleiner wird. Der Text ist in Reimform geschrieben, der für die Kinder leicht zu verstehen und sehr eingängig ist. Die Seiten sind schön gezeichnet und vermitteln schon beim Anschauen das richtige Bettgefühl. Am Ende der Geschichte dürfte der kleine Zuhörer schon ein wenig müder sein.

Dieses Bilderbuch gefällt uns sehr gut. Es ist eine wunderschöne Gutenachtgeschichte für die Kleinsten. Das Bilderbuch fesselt durch die Reime, die schönen Bilder und nicht zuletzt durch die Aussparung im Cover. Sehr empfelenswert zum Vorlesen vor dem Schlafengehen.