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Annabell

Bewertungen

Insgesamt 468 Bewertungen
Bewertung vom 28.08.2023
Elbern, Christoph

Hafenmörder


gut

1904: Im Hamburger Hafen werden mehrere Männer ermordet aufgefunden. Sie tragen alle ein eingeritztes Zeichen auf der Stirn. Eines der Opfer scheint an der Cholera erkrankt zu sein und so wird der Bakteriologe Carl-Jacob Melcher hinzugezogen. Die Cholera-Epidemie liegt noch nicht ganz so lange zurück, umso größer ist nun die Angst, dass sie zurückkehren könnte. Die Stimmung in der Stadt ist außerdem aufgeheizt, die Wahl zur nächsten Bürgerschaft steht an. Carl-Jacob sucht mit seinem Freund, dem Polizisten, Martin Bucher zwischen Ganoven und reichen Kaufleuten nach dem Mörder und stoßen auf einen erschreckenden Verdacht.

"Hafenmörder" ist der erste Band mit dem ermittelnden Bakteriologen Carl-Jacob Melcher.

Die Handlung wird praktisch als Rückblende aus der Sicht von Carl-Jacob erzählt. Anfangs fand ich es sehr spannend und interessant zu lesen, doch im weiteren Verlauf zog es sich dann leider in die Länge. Es glich dann mehr wie einen langweiligen Bericht. Erst zum Ende hin wurde es nochmal interessant mit einer unerwarteten Wendung.

Durch die Erzählperspektive fehlte mir die Tiefe der Charaktere. Man konnte sich zwar ein gutes Bild von Carl-Jacob machen, doch die wirklichen Gefühle wollten nicht so recht rüber kommen.

Wo von ich mir mehr erhofft hätte, wäre der Bezug zur wissenschaftlichen Berufung von Carl-Jacob und dem Thema um die Cholera. Das wurde leider ziemlich schnell abgehandelt ohne, dass es im weiteren Verlauf nochmal zum Thema wurde. Das fand ich schade.

Der historische Lokalkolorit aus Hamburg und dem Hafen haben mir dafür recht gut gefallen und ich fand ihn auch sehr gut in die Handlung eingebunden.

Mein Fazit:
Ein historischer Krimi noch mit deutlich Luft nach oben. Anfangs sehr spannend, doch danach zog es sich leider in die Länge.

Bewertung vom 27.08.2023
Backman, Elina

Brandmal / Saana Havas Bd.1


sehr gut

Nach ihrem Jobverlust nimmt sich Saana Havas bei ihrer Tante auf dem Land erstmal eine Auszeit. Hier stößt sie auf einen alten Fall aus dem Jahr 1989. In den Stromschnellen des Flusses wurde die 15-jährige Helena eines Morgenes tot aufgefunden. Man ging damals von einem Unfall oder Selbstmord aus. Saana beginnt auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Da wird im Ort ein Mann ermordet, gezeichnet mit einer Dornenkrone als Brandmal. Aus Helsinki schaltet sich nun Kommissar Jan Leino ein, denn bereits zuvor wurde in der Hauptstadt ebenfalls eine Leiche mit einem solchen Brandmal gefunden. Beide haben ebenfalls etwas gemeinsam - sie kannten Helena.

"Brandmal" ist der Auftakt in eine neue Reihe. Für einen Thriller war hier noch deutlich Luft nach oben. Die düstere Atmosphäre für einen skandinavischen Thriller und die dazugehörige Spannung mit Nervenkitzel blieb leider noch aus. Teilweise wurde die Handlung zu ausschweifend erzählt. Weniger wäre vielleicht etwas mehr gewesen.

Dafür war aber der Plot zwischen den beiden Hauptprotagonisten Saana Havas & Jan Leino sehr schön. Ich würde mal sagen, man kann es schon zu Cozy-Crime zählen. Allerdings findet man zwischen den beiden auch sehr viel Klischee wieder und es scheint alles zu perfekt und rund zu sein, noch ohne Ecken und Kanten. Da bin ich mal gespannt wie es sich im Fortgang der Reihe noch entwickeln wird.

Erzählt wurde die Handlung aus unterschiedlichen Perspektiven im Wechsel und auch in Helenas Vergangenheit zurückgeblickt. Dadurch hat man beim Lesen Abwechslung bekommen.

Mein Fazit:
Man darf hier keine düstere Atmosphäre und Nervenkitzel erwarten, dafür mehr Cozy-Crime. Trotzdem ein toller Plot und zudem noch gut und flüssig geschrieben.

Bewertung vom 27.08.2023
Wacker, Florian

Die Spur der Aale / Ein Fall für Greta Vogelsang Bd.1


sehr gut

Umweltverbrechen
Die Staatsanwältin Greta Vogelsang wird während ihres Bereitschaftsdienst in Frankfurt an den Main gerufen. Die Polizei hat hier eine Wasserleiche geborgen. Bei der Leiche handelt es sich um den Zollfahnder Lars Mathissen. Zunächst übernimmt die Abteilung "Kapitalverbrechen" aber Greta Vogelsang lässt der Fall nicht los. Immerhin hat Mathissen ihr einige Hinweise um den Schmuggel von Glasaalen vorgelegt. Vogelsang beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und stößt dabei tatsächlich auf Indizien. Ihre Kollegen bleiben weiterhin skeptisch, doch als sie dann selbst in die Schusslinie gerät, ist allen klar, dass es sich hier um etwas Größeres handeln muss.

"Die Spur der Aale" ist der Band einer neuen Reihe mit der Staatsanwältin Greta Vogelsang.

Greta Vogelsang ist eine sehr interessante Protagonistin. Sie folgt ihrem Bauchgefühl, ist zielstrebig und scheut sich auch nicht vor Gefahren. Das macht sie zu einer sehr sympathischen Person. Durch die Einblicke in ihr Privatleben wirkt sie zudem auch noch menschlich und nahbar. Bei den anderen Charakteren hatte ich allerdings leichte Schwierigkeiten sie zuzuordnen. Mir fehlte da die Tiefe an den restlichen Charakteren.

Die Thematisierung um den Schmuggel der Jungaale (auch Glasaale) ist hier sehr gut gelungen und als Leser bekommt man auch noch interessantes Hintergrundwissen dazu. Der Fall war spannend aufgebaut, es hätte aber durchaus noch ein bisschen mehr Spannung und Dramatik sein dürfen.

Mein Fazit:
Ein gut gelungener Einstieg in eine neue Reihe. Es war auch mal etwas anderes mit einer Staatsanwältin als Hauptprotagonistin.

Bewertung vom 26.08.2023
Griffin, Martin

Zwei Fremde


weniger gut

Ausgerechnet am letzten Tag der Saison wird das Hotel in den Highlands von einem Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten. Nichts geht mehr - kein Telefon, kein Internet. Immerhin funktioniert das Notstromaggregat. Dann stehen nacheinander zwei Männer vor der Tür und jeder behauptet von sich selbst Polizist zu sein und den entflohenen Häftling zu suchen und die Hotelgäste vor dem Mörder beschützen zu wollen. Remie Yorke arbeitet als Managerin in dem Hotel und sie weiß ganz genau, dass einer von den beiden Männern lügt. Doch nur wer? Sie hat eine 50:50 Chance sich richtig zu entscheiden. Wird sie es?

Leider konnte mich dieser Thriller nicht wirklich überzeugen. Mir fehlte hier dieser richtige Spannungsbogen und der fesselnde Schreibstil. Der Schreibstil hatte irgendwie nichts an sich, was mich fesseln konnte. Die Handlung kam nicht wirklich in Gang. Anfangs hat sich alles immer nur wiederholt und drehte sich im Kreis. Es passierte nicht wirklich etwas und der Autor ist ständig in Remies Vergangenheit abgeschiffen. Somit dauerte es eine gefühlte Ewigkeit, bis die beiden Männer wirklich vor der Hoteltür standen.

Obwohl viel in Remies Vergangenheit abgeschwiffen worden ist, konnte ich nicht wirklich mit ihr warm werden und so auch nicht mit ihr mitfühlen. Alles wirkte zu konstruiert. Die beiden Männer blieben ebenfalls sehr blass.

Mein Fazit:
Mit diesem Thriller konnte ich leider nicht warm werden. Es wirkte zu konstruiert und statt mich zu fesseln, hat es mich eher gelangweilt. Mein Geschmack hat er leider nicht getroffen, daher kann ich hier auch keine Leseempfehlung geben.

Bewertung vom 17.08.2023
Sander, Karen

Der Strand - Vergessen / Engelhardt & Krieger ermitteln Bd.3


ausgezeichnet

Mittlerweile sind nun drei Wochen vergangen und Lilli Sternberg konnte noch nicht gefunden werden. Die mysteriösen Botschaften haben inzwischen auch aufgehört und niemand glaubt mehr, dass sie Lilli lebend finden. Das Ermittlerduo Engelhardt und Krieger graben noch tiefer in Lillis Leben und stoßen dabei auf eine Spur. Möglicherweise hängt ihr Verschwinden mit dem Tod ihrer Mutter von 18 Jahren zusammen. Wurde damals der falsche Täter für das Verbrechen verurteilt und der wahre Mörder ihrer Mutter läuft noch auf freiem Fuß und hat nun auch Lilli auf dem Gewissen?

"Der Strand - Vergessen" ist der Abschluss der spannenen Ostsee-Trilogie. Da alle drei Teile aufeinander aufbauen und der Fall um Lillis Verschwinden erst in diesem letzten Teil zum Abschluss gebracht wird, sollte man die Trilogie in der Reihenfolge lesen und mit Band 1 beginnen.

Wie auch die beiden Trilogie-Teile zuvor ist es sehr ruhig, was die Spannung angeht. Man spürt jetzt nicht den großen Nervenkitzel und es sind auch nur wenig Überraschungen was die Ermittlungsarbeit angeht, aber dennoch liegt eine gewisse Spannung in der Luft, da man doch wissen will was noch als Nächstes passiert und wie es zu Ende geht. Als Leser hat man leider nur nicht viel die Chance mitzurätseln, da alles sehr schnell aufgeklärt wird.

Die beiden Hauptprotagonisten finde ich nach wie vor sehr sympathisch und beide haben auch eine starke gemeinsame Entwicklung durchgemacht. Da ist auf jeden Fall noch viel Potenzial für weitere Fälle da.

Mein Fazit:
Ein großartiger und runder Abschluss dieser Trilogie um Lillis Verschwinden. Auch ohne großen Nervenkitzel spannend bis zum Ende und von daher eine klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 23.07.2023
Raiser, Nadja

Die Weltenseglerin


ausgezeichnet

Portugal, um 1519: Mariella Alvaro, die Nichte von dem berühmten Fernando Magellan, soll einen Trinker heiraten. Doch um dieser Ehe zu entgehen, flüchtet sie sich als Mann verkleidet auf eins der Schiffe aus der Flotte, mit denen Magellan sich auf seine Expedition aufmachen will die Welt westlich zu umsegeln. Doch schnell fliegt Mariellas Tarnung auf und sie muss sich nun nicht nur gegen lebensbedrohliche Stürme und Flauten behaupten, sondern auch gegen die Seemänner, die fest der Überzeugung sind, eine Frau gehöre nicht an Bord. Mariella bringt sich jedoch selbst in Gefahr als sie ihr Herz an den ehemaligen Kapitän Juan Sebastián de Elcano verliert.

Die Handlung wird aus den verschiedenen Perspektiven der beiden Hauptprotagonisten Mariella und Juan erzählt. So konnte man in beide Gefühlswelten eintauchen und mit beiden Hauptprotagonisten mitfühlen, aber auch mitbangen. Die Spannung wurde dadurch ebenso gesteigert.

Durch den flüssigen Schreibstil und den sehr detaillierten Beschreibungen der Handlungsorte, aber auch der Protagonisten, ließ es sich gut und schnell weglesen und man konnte sich alles sehr gut bildlich vorstellen. Teilweise konnte es dann auch mal sehr ekelhaft sein mit dem Gestank und Dreck auf dem Schiff. Was die Menschen damals aushalten mussten, ist heute kaum noch vorstellbar.

Den geschichtlichen Hintergrund, die Weltumsegelung aus den Augen von Mariella zu erleben, fand ich äußerst interessant. Man hat kaum gemerkt, was hier wahre Begebenheiten oder was hier Fiktion ist. Ebenso wurden die ganzen Risiken und Vorteile sehr gut dargestellt.

Mein Fazit:
Spannender und interessanter historischer Roman voll mit Dramatik, bildlichen Darstellungen und einer Prise schöner Liebesgeschichte. Das Buch muss man unbedingt gelesen haben.

Bewertung vom 23.07.2023
Schönberger, Kilian;Werner, Bastian

Vor der Tür


ausgezeichnet

Warum immer in ferne Länder reisen? Deutschland auch sehr schöne Ecken, vor allem auch für die Landschaftsfotografie. All das zeigt dieses Buch „Vor der Tür“. Hier stellen Kilian Schönberger und Bastian Werner ihre schönsten Foto-Locations vor.

Nach einer kurzen Einführung und Erläuterung des Aufbaus geht es dann einmal quer durch Deutschland. Aufgeteilt ist es nicht nach Bundesländern sondern nach Regionen wie bspw. dem Harz und Harzvorland, Thüringer Wald und Erzgebirge.

Jede neue Region beginnt mit einer sehr übersichtlichen Karte auf der die einzelnen Foto-Locations geografisch abgebildet sind. Danach gibt es zu jeder Region eine Auswahl an tollen Locations mit einer kurzen Beschreibung zum Hintergrund, aber auch was man dort alles erwarten kann. Zusätzlich ist an der Seite kurz, aber dennoch sehr detailliert aufgeführt wo (Koordinaten) und wie man die Location am besten erreichen kann.

Die Bilder zu jeder Location wurden auch sehr passend gewählt und dadurch hat man einen tollen Eindruck bekommen, was man für tolle Bilder machen kann. Manche Bilder fand ich nur leider etwas schlecht gewählt, vor lauter Nebel hat man z.T. nichts mehr erkennen können. Das fand ich ein wenig schade.
Leider konnten zu jeder Region nicht alle Locations aufgeführt werden, das habe ich allein schon in dem Regionsabschnitt gemerkt, wo ich lebe. Einiges habe ich wirklich vermisst, aber ich denke wenn die beiden Autoren wirklich alles genommen hätten, dann hätte das mit Sicherheit den Rahmen gesprengt.

Mein Fazit:
Ein wirklich toller und inspirierender Fotoreiseführer, der einen einmal quer durch Deutschland führt. Ich habe hier wirklich ein paar Locations gefunden, die ich so noch nicht kenne und die ich mir unbedingt ansehen will. Ganz klare Buchempfehlung für alle Natur- und Landschaftsfotografen.

Bewertung vom 23.07.2023
Westphalen, Christian

Die große Fotoschule


ausgezeichnet

„Die große Fotoschule“ ist sozusagen das Standardwerk zur digitalen Fotografie. Es vermittelt das komplette Wissen für die Fotopraxis vom Aufbau der Kamera, über den Umgang mit Licht und Beleuchtung bis hin zur letztendlichen Bildbearbeitung. Das Werk dient für Jedermann und ist für alle Fotogenres (Naturfotografie, Porträts usw.) geeignet.

Die einzelnen Lektionen finde ich sehr logisch aufgebaut und inhaltlich sehr umfassen, aktuell und es wirkt inspirierend. Der Inhalt wird verständlich erklärt und mit schönen Abbildungen dazu noch sehr veranschaulicht.

Mein Fazit:
Wirklich sehr detailliert und logisch erklärt. Die ein oder andere Inspiration habe ich daraus mitgenommen und versuche das ein oder andere mal umzusetzen und ausprobieren.

Bewertung vom 20.07.2023
Clarke, Lucy

One of the Girls


sehr gut

Gefährlicher Jungesellinnenabschied
Es sollte die perfekte Hen-Party werden. Lexi, die zukünftige Braut, reist mit ihren fünf Freundinnen für einen Kurzurlaub auf eine griechische Insel. Es scheint ein schöner Urlaub zu werden in der abgelegenen Villa mit Meerblick und den malerischen Tavernen im Städtchen. Doch der Schein bekommt schnell Risse. Alle Freundinnen haben etwas gemeinsam, sie versuchen jeweils ein Geheimnis vor den anderen zu verbergen. Nach und nach kommt immer mehr ans Licht - böse Absichten, Geheimnisse - bis dann eine Leiche auf den Klippen liegt.

Beim Lesen habe ich richtig schönes Urlaubsfeeling durch die Location bekommen. Die Autorin hat es geschafft die Umgebung detailliert zu beschreiben und dabei die Düfte der Kräuter usw. rüber zubringen.

Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen. Die Handlung wurde im Wechsel aus den unterschiedlichen Perspektiven der einzelnen Freundinnen erzählt. So hat sich die Spannung immer weiter aufgebaut und es kam immer mehr Verborgenes ans Tageslicht. Man kann dabei auch sehr gut miträtseln wer wohl am Ende die Unglückliche sein wird. Allerdings fand ich, dass es sich teilweise etwas in die Länge gezogen hat.

Durch die wechselnden Perspektiven zwischen den einzelnen Freundinnen hat man auch einen sehr guten Einblick in die Gefühlswelt der sechs Protagonistinnen bekommen. Manches war nur sehr klischeebehaftet.

Mein Fazit:
Ein guter Spannungsroman für zwischendurch, wo man ein wenig Urlaubsfeeling bekommt.

Bewertung vom 15.07.2023
Brand, Christine

Der Feind / Milla Nova ermittelt Bd.5


sehr gut

In einer Frauendisko in einem linken Kulturzentrum geschieht ein Amoklauf. Ein Mann schoss um sich und die Polizei um Sandro Bandinis Team vermutet einen rechtsextremen Hintergrund. Doch die Reporterin Milla Nova vermutet einen ganz anderen Hintergrund - Frauenhass. Zusammen mit ihrem blinden Freund Nathaniel taucht sie in die Incel-Szene ein. Zeitgleich zum Amoklauf wird ein toter Mann gefunden. Er ist nackt und trägt nur rote Stöckelschuhe an den Füßen. Bei den Ermittlungen stellt sich heraus, dass er zuvor Drohungen erhielt und er ist nicht der Einzige. Schon bald wird es weitere Opfer geben. Zwei Fälle, die den Hass des jeweils anderen Geschlechts widerspiegeln. Da kommt schnell die Frage, ob beides mit einander zusammenhängt.

"Der Feind" ist der fünfte Band in der Serie mit Kommissar Sandro Bandini und Reporterin Milla Nova. Man muss nicht unbedingt die Vorgängerbände gehen. Der Fall ist in sich abgeschlossen und auch die Protagonisten werden sehr gut dargestellt, dass die Vorkenntnisse nicht unbedingt nötig sind.

Dieses Mal dreht es sich gleich um zwei Fälle, die sich sehr ähnlich sind. Man taucht hier tief in die menschlichen Abgründe ein und manchmal fragt man sich wirklich wie Menschen dazu kommen. Die Incel-Szene war mir jetzt nicht unbekannt, aber trotzdem wurde sie hier nochmal sehr gut beschrieben und in die Handlung eingebunden.

Die Handlung wird in wechselnden Perspektiven erzählt zwischen Sandro, Nathaniel und Milla. Das sorgt für Abwechslung aber auch für Spannung. Nathaniel kam mir dieses Mal ein wenig zu kurz. Er hat hier eher eine etwas kleinere Rolle gespielt. Der Schreibstil war wie gewohnt sehr flüssig zu lesen. Bis zum Schluss hatte die Handlung unerwartete Wendungen und einige Überraschungen zu bieten. Auch wenn ich schon früh eine Ahnung hatte, wer hinter den Stöckelschuh-Morden steckt, fand ich es bis zum Schluss spannend.

Milla finde ich mit ihrer dektivischen Arbeit faszinierend, aber dennoch auch ein wenig eigensinnig, weil sie sich und andere immer wieder so in Gefahr begibt.

Mein Fazit:
Ein spannender Kriminalroman bis zum Schluss mit einem interessanten Thema. Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert.