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jutscha
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Hunsrück

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Insgesamt 164 Bewertungen
Bewertung vom 29.12.2021
Gercke, Martina

Liebe unverhofft


ausgezeichnet

Ich liebe die Geschichten von Martine Gercke einfach!

Protagonistin Stella, genannt Ella, erwischt ihren Bräutigam und ihre beste Freundin am Tag der Trauung in flagranti in einem Nebenraum der Kirche. Das war es mit der Ehe. Sie flieht aus der Kirche, trampt nach New York und wacht am nächsten Tag völlig verkatert auf einer Bank im Central Park auf. Dummerweise steht ein sexy Sportler vor ihr, der sie kritisch betrachtet und leider irgendwie im Weg steht am schlimmsten Tag ihres Lebens. Am liebsten würde sie diesen Tag vergessen, doch leider läuft ihr Nick, der Ex-Footballstar, irgendwie ständig über die Füße.

Auch Nick, bisher ein Frauenheld, geht die blonde Ella mit ihrem verdreckten Brautkleid und den traurigen Augen nicht mehr aus dem Kopf. Dummerweise hat er nicht nach ihrer Nummer gefragt, aber zum Glück läuft sie ihm bald wieder über den Weg. Leider will sie gar nicht so wie er…

Ich habe schon mehrere Bücher der Autorin Martina Gercke gelesen und fand ihren Humor bisher einfach immer super. Auch den Schreibstil finde ich toll. Daher waren meine Erwartungen an diese Geschichte hier auch relativ hoch. Doch sie hat mich nicht enttäuscht. Ich habe aufgrund der Konstellation der Protagonisten eine Geschichte erwartet, bei der es Verwicklungen und lustige Szenen gibt. Die habe ich bekommen, und ein paar Mal musste ich wirklich laut lachen. Ich habe mich wunderbar amüsiert und tatsächlich zum Ende hin auch ein paar Tränchen verdrückt.

Ella ist eine Protagonistin, die mir sogleich sehr sympathisch war und die ich mir gut als Freundin vorstellen könnte. Sie ist gradlinig, fleißig und ehrlich und bezeichnet sich selbst als Landei, wie ich selbst auch eines bin. Vielleicht konnte ich mich deshalb so gut in sie einfühlen. Der Schreibstil ist wunderbar fließend und locker geschrieben, so dass ich gut in die Geschichte eintauchen konnte. Das Tüpfelchen auf dem i sind die witzigen Dialoge und die flotten Sprüche, die mich immer wieder zum Schmunzeln brachten.

Ich fand die Geschichte sehr unterhaltsam und ideal als leichte Lektüre zu jeder Jahreszeit. Auch das Quentchen Romantik und Liebe hat nicht gefehlt. Ich gebe dieser wundervollen Geschichte 5 von 5 Sternen und eine unbedingte Leseempfehlung an alle, die dieses Genre lieben.

Bewertung vom 20.11.2021
Hell, Jane

Fischbrötchen und Zimtsterne


ausgezeichnet

Auch Band 3 der Fördeliebe hat mich wieder voll überzeugt

Protagonistin Laura ist des Jobs wegen von Eckernförde nach Sylt gezogen und hat sich in ihren Chef verliebt. Leider hat er sich auch nach vielen Monaten noch immer nicht von seiner Frau getrennt und erfindet immer wieder neue Ausreden. Ob eine räumliche Trennung seine Sehnsucht nach ihr wieder entfacht und er sich dann endlich trennt? Ein Versuch ist es wert, und so nimmt Laura einen Job daheim in Eckernförde als Touristikerin an und zieht wieder in ihr altes Kinderzimmer.

Als ein Freund ihr Tinder auf ihrem Handy installiert, hat sie sogleich ein „Match“ und trifft sich mit Ben, der ihr ausnehmend gut gefällt.

Als erstes großes Projekt im neuen Job wird ihr die Umgestaltung des Weihnachtsmarktes für das kommende Jahr anvertraut. Sie kniet sich voller Elan in die neue Aufgabe, doch ausgerechnet Ben scheint mit ihrer Arbeit überhaupt nicht einverstanden zu sein und stellt sich ihr in die Quere.

Was hat Ben gegen ihre Pläne? Und warum ist er manchmal von einer Minute auf die andere so abweisend? Und nimmt Lauras Ex-Chef ihren Umzug einfach so hin oder trennt er sich nun endlich von seiner Frau?

Ich kenne die beiden ersten Bände der Fördeliebe, diemir sehr gut gefallen haben und hatte dadurch eine recht hohe Erwartungshaltung. Ich wurde nicht enttäuscht, und das ist eher außergewöhnlich, denn mir kommt es oft so vor, als wenn der Unterhaltungswert bei Reihen mit zunehmenden Bänden nachlassen. Das ist hier absolut nicht der Fall. Laura ist eine Protagonistin, die mir sogleich sehr sympathisch war, die ihr Herz am rechten Fleck hat und die ich mir gut als Freundin vorstellen könnte. Sie ist gradlinig, fleißig und ehrlich. Ich konnte ich mich sehr gut in die Protagonistin hineinfühlen.

Auch der Schreibstil ist wunderbar fließend und locker geschrieben, so dass ich gleich wieder in die Geschichte eintauchen konnte. So liebe ich es. Das Tüpfelchen auf dem i sind die witzigen Dialoge und die flotten Sprüche, die mich immer wieder zum Schmunzeln brachten. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass Charaktere aus Fördeliebe 1 und 2 wieder aufgetaucht sind. Ich habe sie als gute alte Bekannte begrüßt. Dennoch ist Fördeliebe 3 als Einzelgeschichte lesbar und abgeschlossen, so dass die Bände 1 und 2 keine Voraussetzung sind.

Ich fand die Geschichte sehr unterhaltsam und ideal als leichte Lektüre in der Vorweihnachtszeit. Auch das Quentchen Romantik und Liebe hat nicht gefehlt. Ich habe mich mit Laura und Ben in Eckernförde pudelwohl gefühlt und gebe dieser wundervollen Geschichte 5 von 5 Sternen und eine unbedingte Leseempfehlung an alle, die dieses Genre lieben.

Bewertung vom 15.11.2021
Garrett, C. P.

NINA (eBook, ePUB)


sehr gut

Endlich mal eine erotische Geschichte, bei der auch Hintergrundgeschichte und Spannung nicht zu kurz kommen

Zunächst muss ich eine Triggerwarnung vorschieben. Es geht in der Geschichte zum einen um Menschenhandel und zum anderen auch um harten Sex. Wer damit ein Problem hat, sollte diese Geschichte nicht lesen. Alle anderen: Viel Spaß!

Nina verliebt sich in den charismatischen und gutaussehenden Guido. Der erfahrene Mann weiß, wie er die 19jährige verführt und von ihm abhängig macht. Obwohl sie ihm persönlich sehr gut gefällt und er sie auch mag, benutzt er sie. Denn auch er wird benutzt und muss junge Mädchen zu einer Art Sklavin heranziehen, um sie dann zu verschachern. So findet sich Nina, die sich Guido immer mehr geöffnet hat und seinen immer außergewöhnlicheren Sexspielen nachgegeben hat, plötzlich in einer schlimmen Situation wieder, aus der sie es scheinbar aus eigener Kraft nicht mehr heraus schafft. Sie wurde benutzt und verraten. Wird sie es schaffen, ihr Leben wieder in geordnete Bahnen zu leiten?

In diesem Buch gibt es detaillierte und außergewöhnlich viele Sexszenen, die garantiert nicht jugendfrei sind, daher empfehle ich dieses Buch auch erst ab 18. Dahinter steht aber auch eine fesselnde und gleichzeitig verstörende Geschichte über Menschenhandel und Sexsklaven in Bordellen, junge Mädchen, die unfreiwillig dort sind und Männern und ihren heftigen Phantasien zur Verfügung stehen müssen. Die Erotik stand absolut im Vordergrund, aber gerade deshalb fand ich es gut, dass auch eine Geschichte dahinterstand, die wirklich so passiert sein könnte und die Augen öffnet, dass nicht jede Prostituierte freiwillig in diesem Job arbeitet.

Das Buch ist keine leichte Kost und hebt sich meiner Meinung nach von anderen erotischen Geschichten durch das Hintergrundthema Menschenhandel ab. Allerdings sind bei mir ein paar wenige Fragen offengeblieben, weshalb ich dieses Buch mit 4
von 5 Sternen bewerte.

Bewertung vom 14.11.2021
Jaeggi, Christine

Die Magnolienfrauen


ausgezeichnet

Die Geschichte um ein altes Familiengeheimnis ist so spannend, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte

Dieses Buch war das zweite, das ich von der Autorin Christine Jaeggi gelesen habe, und es war genauso fesselnd wie das erste. Der tolle Schreibstil hat mich wunderbar abgeholt und ich bin direkt gestartet in diese spannende Familiengeschichte. Christine Jaeggi hat immer wieder großartige Landschafts- und Pflanzenbeschreibungen in die Geschichte eingewebt, die es mir leicht gemacht haben, mich gedanklich in den Tessin und diese wunderschöne alte Villa zu versetzen. Auch die Geschichte des Tessin kam nicht zu kurz, so dass ich so ganz nebenbei auch noch einiges für meine Allgemeinbildung getan habe.

Die Geschichte handelt von Felicia, genannt Fee, die nach einem Überfall auf ein Juweliergeschäft, bei der ihre beste Freundin starb, unter Angstzuständen leidet und ihren Beruf als Schmuckdesignerin nicht mehr ausüben kann. Als ihre Großmutter, die sie sehr geliebt hat, überraschend stirbt, erbt sie deren Eigentumsanteil an einer Villa im Tessin. Die Großmutter haderte Zeit ihres Lebens an einem schlimmen Familiengeheimnis, doch kurz vor ihrem Tod vertraute sie Fee an, dass sie es bedauert, nie an dessen Verarbeitung oder Aufklärung interessiert gewesen zu sein.

Fee will das nun für ihre Oma nachholen und fährt kurzentschlossen ins Tessin. Dort ist sie jedoch nicht wirklich willkommen. Dennoch bleibt sie und versucht, alles friedlich zu regeln und dahinter zu kommen, was in dieser Familie so Schlimmes passiert ist. Dabei gibt ein Brief von ihrer Urgroßmutter an ihre Oma, den diese nie geöffnet hat, ihr unerwartete Hinweise. So erfährt sie auch Dank des sympathischen Nachbarn und Anwalts Nando, welches große Unrecht ihrer Familie widerfahren ist.

Ein zweiter Erzählstrang handelt von Alice, Fees Urgroßmutter. Parallel zu Fees Nachforschungen wird hier langsam klar, wie es schlussendlich zur Katastrophe kommen konnte.

Wird Fee es schaffen, hinter das Geheimnis zu kommen? Was wird mit dem Haus passieren? Und warum ist ihre Großtante so abweisend zu ihr? Und wird die große Frage, wie Alice´ Leben nach der Katastrophe verlaufen ist, geklärt werden?

Ich kann jedem, der Romane mit Familiengeheimnis und einem wundervollen Setting mag, diesen Roman wärmstens empfehlen. Ich habe mich im Tessin, dem wunderbaren Herrenhaus und den alten Magnolien im Garten sehr wohl gefühlt, auch wenn die Bewohner nicht immer freundlich waren. Dabei war die Geschichte absolut nicht vorhersehbar. Ständig gab es dramatische Wendungen, was ich persönlich sehr mag. Bis zum Schluss hatte ich keine Ahnung, wie sie ausgeht. Auch mag ich persönlich Geschichten mit verschiedenen Zeitsträngen sehr. Diese hier ließ definitiv keinen Wunsch offen

Ich gebe auch dieser wundervollen Geschichte 5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung an alle, die dieses Genre lieben.

Bewertung vom 10.11.2021
McGary, Megan

BlueChristMess


sehr gut

Liebesgeschichte im Polizeiumfeld mit sehr witzigen Dialogen

Lex kommt als zeitlich befristete Vertretung des verletzten Polizeichefs nach Carol Bay. Er hat sein ganz persönliches Päckchen zu tragen, und das beinhaltet, dass er die Zeit um Weihnachten und Silvester hasst. Dummerweise ist es genau diese Zeit, in der er nach Carol Bay versetzt wird. Und diese Kleinstadt ist auch noch ausgerechnet berühmt für seine weihnachtlichen Dekorationen, so dass Lex die Tage zählt, bis er endlich wieder in die Großstadt darf.

Ivy ist Polizistin und Lex unterstellt. Sie ist gut in ihrem Job und schreibt unter einem Pseudonym in ihrer Freizeit Erotikromane. Zwischen den beiden knistert es, aber beide haben schlechte Erfahrungen in der Liebe gemacht und sind nicht bereit für eine neue Beziehung. Doch als Ivys Geheimnis bekannt wird, steht Lex hinter ihr. Und auch Ivys weihnachtliche Bucket List lässt ihn nicht unberührt.

BlueChristMess ist meine erste Geschichte der Autorin und mir haben vor allem die witzigen Dialoge von Anfang an sehr gut gefallen. Die Protagonistin ist ungemein schlagfertig, was bei mir teilweise lautes Lachen beim Lesen ausgelöst hat. Sowas liebe ich. Ich konnte mich auch sehr gut in die Protagonistin hineinfühlen, zumindest in den ersten zwei Dritteln des Buches. Zum Schluss hin gab es ein paar Längen, die ich nicht gebraucht hätte. Manchmal hätte ich er Protagonistin gerne einen Tritt in die richtige Richtung gegeben. Dadurch hat die Geschichte zum Ende hin leider etwas nachgelassen, wodurch sie in meiner Bewertung leider einen Stern eingebüßt hat.

Ansonsten ist sie wirklich lesenswert. Vor allem durch das zeitliche Setting in der Weihnachtszeit ist sie zum Lesen in der Adventszeit mit einer guten Tasse Tee vor dem Kamin sehr geeignet und stimmt auf Weihnachten ein. Ich habe mich in Carol Bay mit seinen schrulligen Bewohnern und den tollen Kollegen auf der Polizeiwache sehr wohl gefühlt und bewerte den Roman mit 4 von 5 Sternen und einer Leseempfehlung für alle, die dieses Genre lieben.

Bewertung vom 17.10.2021
Steuerwald, Sissi

Emely - (K)eine Liebe ohne Vergangenheit


ausgezeichnet

Die Geschichte entwickelt sich und wird von Seite zu Seite besser

Emely ist eine Studentin Anfang 20, die keine Party auslässt und auch schon mal Filmrisse hat. Doch eine Party am Rheinstrand endet mit einem Unfall, dessen Folge eine Amnesie ist. Emely wacht im Krankenhaus auf und kann sich an nichts erinnern. Sie weiß weder ihren Namen, noch kennt sie die Frau, die in ihr Zimmer rauscht, angeblich ihre Mutter sein soll und sie mit nach „Hause“ nehmen will. Emely hat weder Erinnerungen an die Unglücksnacht noch an ihr bisheriges Leben. Selbst Gerüche und Geschmäcker sind ihr fremd.

Die einzigen, die sich wirklich um sie kümmern, sind ihre langjährige beste Freundin Ramona und Chris, den sie mag, aber nicht einschätzen kann. Und was sie über Emelys Leben vor dem Unfall erzählen, klingt nicht sehr sympathisch. Wird sie je herausfinden, was wirklich passiert ist? Wird sie ihr Gedächtnis wiedererlangen? Was, wenn nicht???

Ich habe ein paar Kapitel gebraucht, bis ich in der Geschichte drin war. Emely fand ich auf den ersten Seiten sehr anstrengend und absolut unreif für ihre 20 Jahre. Ich habe mich zu Beginn wirklich gefragt, ob das die richtige Lektüre für mich mit meinen 55 Jahren ist, weil es sich eher nach Young Adult angefühlt hat. Dieses „Party machen“ fand ich alles etwas übertrieben, vor allem in die „alte“ Emely konnte ich mich überhaupt nicht einfühlen.

Von Kapitel zu Kapitel fand ich das Buch jedoch immer besser. Die Protagonistin lernt sich selbst neu kennen, realisiert, wie viel sie vor dem Unfall falsch gemacht hat. Sie hat den falschen Freunden vertraut und langjährige Vertraute vor dem Kopf gestoßen. Mit jeder neuen Erkenntnis konnte ich mich besser in Emely einfühlen. Der Zwiespalt, in dem Emely sich befindet, wurde von der Autorin wunderbar herausgearbeitet. Ich habe ihre Zweifel gespürt, den Ekel vor sich selbst und auch das Unverständnis, wie sie so geworden ist. Gleichzeitig hat sie Mühe, überhaupt wieder jemandem zu vertrauen und legt alles auf die Goldwaage mit dem Ergebnis, dass sie irgendwann gar nicht mehr weiter weiß.

Das Thema Amnesie wurde hier sehr sensibel angepackt. Man kann die Zerrissenheit der Protagonistin quasi mit den Händen greifen, hat aber dennoch Hoffnung, dass es wieder gut wird. Gleichzeitig kam bei mir die Überlegung, was passiert, wenn die Erinnerungen nicht wieder kommen. Überhaupt hat mich die Geschichte viel zum Nachdenken angeregt. Sowas mag ich immer sehr.

Ich kann die Geschichte wirklich empfehlen und spreche eine klare Leseempfehlung aus, auch wenn mir der Anfang schwer fiel. Ich bewerte den Roman mit guten 4 von 5 Sternen.

Bewertung vom 21.09.2021
Uhmann, Maggie

Feudal verliebt


sehr gut

Schöne Liebesgeschichte mit unerwarteten Wendungen auf einem Schloss in der österreichischen Bergwelt - hat mich prima unterhalten

Protagonistin Annette ist in Augsburg aufgewachsen, gelernte Buchhalterin und arbeitet nach einem wenig rühmlichen Ende ihres bisherigen Jobes bei McDonalds. Ihre Mutter und Oma nerven sie ein wenig und einen Vater gibt es nicht. Das heißt, es gibt ihn eigentlich schon, aber Annette kennt ihn nicht, denn nach ihrer Geburt hat er die Mutter über einen Anwalt wissen lassen, dass er keinen Kontakt haben möchte. Mutter und Oma wollen das nun ändern und schenken Annette einen Aufenthalt in einem Luxushotel in Österreich, damit sie sich ein Bild von ihrem leiblichen Vater machen kann.

Während sie undercover in Sachen Familienzusammenführung unterwegs ist, läuft ihr immer wieder ein extrem gutaussehender Waldarbeiter über den Weg, der eigentlich der Burgherr der nahegelegenen Burg Ehrenfelsen ist. Und es gibt eine Gemeinsamkeit zwischen ihnen, denn auch er wird von den Geistern seiner Vergangenheit gejagt.

Wird Annette finden, wonach sie sucht? Ist Burgherr Matthias unerreichbar für sie, weil er in einer anderen Liga spielt?

Der Schreibstil ist einfach wunderbar und die Landschaftsbeschreibungen haben mich eingeladen, dem Alltag zu entfliehen und gedanklich mit nach Österreich zu reisen. Annette ist eine Protagonistin, die ich sofort in mein Herz geschlossen hatte. Sie ist gradlinig und ehrlich, dabei aber auch noch witzig und amüsant, und sie hat dieses Helfersyndrom in genau richtigem Maß, also genau so, wie man sich eine gute Freundin vorstellt. Zudem gab es in der Geschichte tolle Wendungen, die ich so nicht erwartet habe. Solche Überraschungen finde ich immer super. Es gab allerdings auch zwei Szenen, die mich nicht überzeugt haben, aber es waren auch wirklich NUR diese beiden Stellen, ansonsten war die Story rund und nachvollziehbar. Die Geschichte hat mich sehr gut unterhalten und mir ein paar schöne Lesestunden beschert.

Ich gebe dieser Geschichte daher gute 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung an alle, die dieses Genre lieben.

Bewertung vom 17.09.2021
McGregor, Charlotte

Ein Pub für Kirkby / Highland Hope Bd.2


ausgezeichnet

Ich bekam beim Lesen ständig Hunger - tolle Liebesgeschichte über eine Sterneköchin in Schottland

Protagonistin Isla Fraser ist Sterneköchin in Kirkby, einem kleinen Nest in Schottland. Auch Rodney Swinton ist Koch und eröffnet in der Nähe ein Bistro. Eigentlich müsste ihr das egal sein, doch sie kennt Rodney aus früheren Zeiten, und das weckt keine angenehmen Erinnerungen, denn es ist damals etwas vorgefallen, weswegen er ihr den Erfolg nicht gönnt. Dann taucht auch noch Jon Grant auf, der seinen Job in der Werbebranche geschmissen hat und nun in Kirkby den alten Pub zu neuem Leben erwecken will. Eigentlich fühlt sich Isla sehr zu Jon hingezogen. Aber er ist ein alter Bekannter von Rodney. Kann sie ihm wirklich trauen?

Ich habe mich in Islas Restaurant in Schottland auf Anhieb wohlgefühlt und bei der Beschreibung der Gerichte ständig Hunger bekommen. Ich habe die Aufregung, die Freude und auch die Enttäuschung der Protagonistin gefühlt und konnte mich so komplett auf die Geschichte einlassen. Ich durfte Isla begleiten bei ihrem Weg, als Sterneköchin ihre Position zu behaupten.

Bei diesem Buch handelt es sich um den zweiten Band der Reihe um Kirkby. Band 1 hat mich schon sehr begeistert, und daher waren meine Erwartungen an die Fortsetzung recht hoch. Und ich wurde nicht enttäuscht. Ich habe alte Bekannte wiedergetroffen und so u.a. erfahren, wie es mit den Protagonisten aus Band 1 weitergeht. Zudem ist Ilsa eine Protagonistin, die mir sogleich sehr sympathisch war und die ich mir gut als Freundin vorstellen könnte. Sie ist gradlinig, fleißig und ehrlich. Der Schreibstil ist wunderbar fließend und locker geschrieben, so dass ich gut in die Geschichte eintauchen konnte. Auch Spannung und Romantik haben nicht gefehlt, so dass ich die Geschichte wirklich sehr mochte und auch die Finger nicht vom Buch lassen konnte. Ich sehe die Protagonistin quasi vor mir, wie sie im Restaurant ihre tollen Kreationen zaubert und nebenbei noch jedem hilft, der ihre Hilfe braucht und annimmt. Das zaubert auch mir ein Lächeln ins Gesicht.

Ich gebe dieser wundervollen Geschichte 5 von 5 Sternen und eine unbedingte Leseempfehlung an alle, die dieses Genre lieben.

Bewertung vom 15.09.2021
Schwarz-Pretner, Eva Maria

Das Immaguat (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Eine im wahrsten Sinne des Wortes phantastische Liebesgeschichte im schönen Wien

Die wundervolle Geschichte im Debütroman von Eva Maria Schwarz-Pretner spielt in Wien. In den ersten Kapiteln, die mit den jeweiligen Namen der Protagonisten überschrieben sind, geht es hauptsächlich darum, die Charaktere und ihre Eigenheiten vorzustellen. Ich muss zugeben, dass mich die vielen Namen zu Beginn etwas irritiert haben, aber das hat sich zum Glück schnell gelegt.

Da ist zum einen Markus, der Besitzer des Restaurants „Immaguat“ (für alle Nicht-Österreicher: auf Deutsch heißt es „Immergut“), der mit Gegenständen aus Holz und Glas kommunizieren kann und seine Gerichte nach seinem Befinden auswählt. Ist er verliebt, gibt es schon mal Gugelhupf.

In seiner Nachbarschaft betreibt Verena einen Blumenladen. Sie hat die Gabe, Blumen, denen es nicht gut geht, zu „heilen“. Auch findet sie genau die Blumen, die zu dem jeweiligen Kunden passt, was dazu führt, dass diese gerne wiederkommen, und sei es nur, um ein Schwätzchen zu halten.

Nicht weit entfernt lebt auch Angelika, eine angesehene Schauspielerin, die gerne mal einen Verehrer abschleppt und dann wieder fallen lässt.

Und auch Max, Alexander, Ingrid und Sandra sind Wiener, die der Zufall mit Markus, Verena und Angelika zusammenbringt. Und so nimmt diese phantastische Geschichte, in der Rosen eine ganz große Rolle spielen ihren Lauf.

Ich kenne bereits die Kinderbücher der Autorin und war natürlich gespannt auf ihren Debütroman. Und meine Erwartungen wurden absolut erfüllt. Von der ersten Seite an war ich vom außergewöhnlichen Schreibstil und dieser wundervollen Geschichte gefesselt. Die Protagonisten sind alle Individuen mit besonderen Fähigkeiten und Eigenschaften, die wirklich außergewöhnlich sind. Obwohl man von Beginn an ahnt, dass es sich um eine Liebesgeschichte handelt, kommt es doch so ganz anders als erwartet. Die Wendungen in der Geschichte haben mich immer wieder überrascht und erfreut. Besonders schön fand ich den Wiener Lokalkolorit, der sich auch in der Sprache wiederfindet.

Das Buch hat mich sehr gut unterhalten und ich kann hier nur eine absolute uneingeschränkte Leseempfehlung und volle 5 von 5 Sternen geben.