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Melanie T.
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Vettweiß
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Bewertungen

Insgesamt 480 Bewertungen
Bewertung vom 05.06.2023
Osygus, Dirk

Selbstvergeltung


ausgezeichnet

Durch das Cover fühle ich mich beobachtet, ins Visier genommen. Passt gut zum Thema Jagd, die hier eine große Rolle spielt.

Der Schreibstil hat mich sofort in den Bann gezogen. Man gleitet richtiggehend durch die Geschichte. Nette und humorvolle Ermittler in einem toll funktionierenden Team begleiten das Lesevergnügen.

Das Thema der Jagd liegt mir eigentlich gar nicht, daher bin ich da sehr unbedarft. Ich konnte hier viel erfahren und viel lernen. Hier ist auf jeden Fall von Autorenseite Hintergrundwissen gefragt.

Interessant ist auch die Kapitelaufteilung. Man wird von verschiedenen Seiten über die aktuell bzw. in der Vergangenheit geschehenen Ereignisse auf einen Stand gebracht. Besonders ist hier auch, dass man von Anfang an im Columbo-Style den Täter kennt und man mit ihm mitfiebern kann.

Was für eine Geschichte und was für ein fulminantes Ende. Damit hätte ich nicht gerechnet. Hoffentlich wird man mehr von Kommissar Gerste lesen.

Bewertung vom 05.06.2023
Gronover, Sabine

Falkenmord


ausgezeichnet

Dies ist der vierte Münsterland-Krimi um die Kommissare Schmitt und Kemper, ich bin mit diesem Band in die Reihe eingestiegen. Dies ist aber nicht von Nachteil, man wird von der Autorin auch als Späteinsteiger gut abgeholt. Die Ermittler sind allesamt sympathisch, der Schreibstil klar und angenehm. Nach und nach nimmt die Story an Fahrt auf. Alles ist vorhanden: eine dumme Polizeischülerin, seltsame Exfrauen, eine schwangere Exfreundin, ein lebensmüder Sohn und ein komischer Therapeut. Was für eine Mischung. Zum Glück gibt es ja John, den Dackel der Dackel. Die Auflösung ist absolut stimmig und für mich unerwartet. Dieser Krimi hat mir sehr gut gefallen, ich habe für mich eine neue Reihe entdeckt.

Bewertung vom 30.05.2023
Meyer, Chris

Der Follower / Tom-Bachmann-Serie Bd.3


ausgezeichnet

Der dritte Teil der Tom Bachmann Reihe steht den Vorgängern in nichts nach. Ein perfides Spiel eines Instagram Followers zieht eine ganze Menge Leichen nach sich und das Team rund um Tom Bachmann bekommt alle Hände voll zu tun. Die Spuren führen zunächst nirgendwohin, bis endlich eine Spur aufkommt die es zu verfolgen gibt. Auch rund um Tom Bachmanns Leben und Vergangenheit kommt es zu einem großen Showdown, der seinesgleichen sucht. Endlich erfährt man noch mehr über seine Kind- und Jugendzeit und lernt seine Leidensgenossen besser kennen. Insgesamt eine Jagd durch ganz Deutschland, die in Köln beginnt und letztlich auch endet. Selbst Kölnerin gruselt es mich schon ein bisschen, was in unserer schönen Stadt so alles möglich gemacht wird – in des Autors Phantasie. Für mich ist Chris Meyer auf dem besten Weg, ein Chris Carter zu werden. Ich freue mich auf weitere Bände, die es sicherlich geben wird. Nicht nur die Story überzeugt, auch das einfach gehaltene Cover überzeugt und der Schreibstil samt der kurzen Kapitel macht aus diesem Thriller einfach nur einen wahrer Pageturner.

Bewertung vom 15.05.2023
McFadden, Freida

Wenn sie wüsste / The Housemaid Bd.1


ausgezeichnet

Ein Thriller, erzählt in drei Teilen. Zunächst wird Millie vorgestellt. Eine junge Frau, vor Kurzem aus dem Gefängnis entlassen und auf der Suche nach einem Job. Sie nimmt eine Stelle als Hausmädchen an und wird auch im Haus der Arbeitgeber leben. Im zweiten Teil wird die Geschichte der Arbeitgeberin Nina erzählt. Diese überzeugt den Leser, dass er im ersten Teil entweder nicht richtig aufgepasst, oder vielleicht teilweise etwas falsch verstanden hat. In Teil drei werden die Geschichten miteinander verknüpft und man erhält endlich Antworten auf viele Fragen, die man sich im Verlauf der Geschichte gestellt hat. Wer ist hier verrückt? Beide, niemand, oder vielleicht ein Dritter? Man wird immer wieder in falsche Richtungen geschickt und dem auf den Grund zu gehen macht einfach nur Spaß. Ein echtes Lesevergnügen für Menschen, die erst mal nicht unbedingt einen roten Faden für eine Geschichte benötigen sondern sich auch gerne am Ende mal überraschen lassen. Ich wünsche mir mehr solcher Psychothriller aus der Feder der Autorin.

Bewertung vom 15.05.2023
Klüpfel, Volker;Kobr, Michael

Die Revanche des Monsieur Lipaire / Die Unverbesserlichen Bd.2


ausgezeichnet

Der zweite Fall bzw. eher die Fortsetzung des ersten Falles der Unverbesserlichen kommt wieder mit viel Humor und einigen Fettnäpfchen um die Ecke.
Nachdem wir im ersten Teil bereits die Familie Vicomte und ihre Beziehungen in Port Grimaud kennen lernen durften wird es jetzt noch mal eine Spur heisser im beschaulichen französischen Örtchen. Die Vicomtes wollen ein Fürstentum ausrufen und sich selbst natürlich an die Spitze setzen. Da die Unverbesserlichen selbst stark betroffen sind von den Veränderungen die sich bereits ankündigen überlegen Sie sich verschiedene Taktiken, dies zu verhindern. Sie erhalten wieder Unterstützung von einem Freund, dem Phantom. Wer dies ist wird tatsächlich aufgeklärt und wird die Leser überraschen.
Ein französisch anmutendes Cover, nette aber teilweise dümmlich daherkommende Hauptakteure, raffiniert geplante Umsetzungen der Truppe mit kleinen Fehlern aber ohne große Folgen für das Gesamtergebnis und ein angenehm flüssiger Schreibstil machen dieses Buch zu einem absoluten Lesevergnügen. Vielleicht wird es ja mehr geben, das Ende könnte darauf hindeuten. Ich bin auf jeden Fall beim nächsten Mal wieder dabei, wenn die französischen Kluftingers wieder ermitteln.

Bewertung vom 08.05.2023
Kramer, Gerd

Friesische Giftküche


ausgezeichnet

Der zweite Band um Olivia, Johanna und Dörte ist nicht weniger verrückt als der erste Band „Friesisch morden“.

Absolut liebenswerte Protagonisten, die von einem Fettnäpfchen ins nächste treten, sich dabei aber immer mit Schlagfertigkeit und Witz aus der Affäre zu ziehen in der Lage sind.

Auch hier war ich traurig, als das letzte Kapitel angebrochen ist, allerdings lässt der Schluss darauf schließen, dass es ganz sicher auch einen dritten Band geben wird.

Dieser Krimi hat einfach Spaß gemacht und war an einem regnerischen Sonntag durchgelesen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 08.05.2023
Carter, Chris

Totenkünstler


ausgezeichnet

Der vierte Band der Hunter und Garcia Reihe kommt ganz besonders blutig daher. Ein Mörder, der seinesgleichen sucht. Ein Pageturner, immer auf der Jagd nach der nächsten Leiche.

Für dieses Buch muss man schon im gehobenen Level der Thriller-Leser angekommen sein. Wer über viel Vorstellungskraft verfügt könnte hier sonst leicht überfordert werden. Die Kunst des Täters wird sehr anschaulich beschrieben und der Fall scheint einfach nicht lösbar zu sein. Bis hier eine echte Spur verfolgt werden kann dauert es eine ganze Weile.

Ich fand auch diesen vierten Band herausragend und mag die Ermittler sehr gerne. Sie sind unkompliziert und denken auch schon mal um die Ecke.

Bewertung vom 04.05.2023
Wollschläger, Stefan

MBK Friesenhass - Diederike Dirks ermittelt 11


ausgezeichnet

Bei diesem Krimi handelt es sich um den elften Fall der Diederike Dirks Reihe. Auch wenn es sich um den elften Fall handelt und ich die Reihe bisher nicht kenne bin ich gut ohne Verluste in die Geschichte gestartet. Auch der elfte Fall ist somit für Anfänger der Reihe geeignet.
Ein sehr schönes Cover mit einem Segelboot, welches in der Geschichte eine Rolle spielt, angenehmer und flüssiger Schreibstil, Protagonisten die normal und aus dem echten Leben gegriffen erscheinen, Ermittlungsarbeit die man sich so vorstellen kann wie sie dargestellt wird.
Insgesamt ein Krimi mit viel Lokalkolorit, mit durchdachter Story und einer Wendung, wie ich sie als Leser zu keiner Zeit bis zur Auflösung erwartet habe.
Ich werde auf jeden Fall die ersten zehn Bände nachziehen, mit diesem Krimi habe ich mich sehr wohl gefühlt.

Bewertung vom 03.05.2023
Habekost, Britta;Habekost, Christian

Traubentod / Elwenfels Bd.5


ausgezeichnet

Bei diesem Regionalkrimi handelt es sich um den fünften Teil der Elwenfels-Reihe. Ich kenne die Vorgängerbände, bin allerdings sicher dass auch Einsteiger – durch Erklärungen aus der Vergangenheit – den Faden sofort aufnehmen können.

Das Cover passt zur bisherigen Reihe und fügt sich schön ins Regalbild ein. Im vorderen Teil gibt es eine Landkarte, um die Örtlichkeiten zuordnen zu können. Am Ende gibt es noch ein Glossar, das für den ein oder anderen Leser wichtig werden kann, da große Teile in „Pälzischer Mundart“ geschrieben sind. Dies macht auch neben der Geschichte den großen Charme aus.

Der heimlich eingebürgerte Privatermittler Carlos Herb wird mal wieder verfolgt und kann sich auf seine Freunde in Elwenfels verlassen. Wer hier einmal hingehört wird beschützt.

Eine verrückte Geschichte, in der Zusammenhalt ganz groß geschrieben wird. Viel Humor, dadurch schon eher in die Cosy Crime Ecke zu schieben, ein gefälliger Schreibstil und eine gelungene Gesamtstory machen das Lesen leicht.

Leider ist das Buch mit seinen ungefähr 380 Seiten viel zu schnell gelesen und das Warten auf Band 6 geht los.

Bewertung vom 24.04.2023
Selvig, Kim

Mutterliebe


sehr gut

Ein Justiz-Krimi, der es in sich hat. Eine Journalistin, die nicht nur recherchiert sondern auch ermittelt. Eine Angeklagte, die für die Zuschauer und Außenstehenden nicht einzuschätzen ist.
Dieser Justiz-Krimi wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und kommt dabei ganz ohne Kapitel-Überschriften aus. Man erkennt die Handlung ganz klar an den verschiedenen Schriftarten. In Normalschrift geht man mit der Journalistin auf Tour, in Kursivschrift ist es zumeist eine Rückblende aus Sicht der Angeklagten. Hier werden in starkem Maße Gefühlswelten beschrieben, die Frau wahrscheinlich besser nachvollziehen kann als Mann.
Auf den über 400 Seiten wird es nie langweilig. Meine Erwartung war eigentlich, dass ich viel Zeit im Gerichtssaal erleben werde. Aber weit gefehlt. Die Spannung steigt immer mal wieder, um dann wieder abzuflachen. Die Geschichte läuft so dahin, immer wieder erfährt man etwas Neues. Nicht immer sensationell und der geübte Krimi-Leser hat sicherlich sehr schnell eine Vermutung was hinter Allem steckt. Trotzdem konnte ich persönlich das Buch – einmal angefangen – nicht mehr zur Seite legen.
Leider kann ich aufgrund von Fehlern keine vollen 5 Sterne geben. Ohne zu viel zu verraten aber es trotzdem anzusprechen: Auf den letzten Seiten wird auf der gleichen Seite oben gesagt, der Täter sitze in Untersuchungshaft, unten wird dann beschrieben dass er letal durch einen Kopfschuss gebremst worden sei. So etwas darf weder dem Autor noch dem Lektorat passieren.
Ich habe mich insgesamt sehr gut unterhalten gefühlt und würde mich freuen, wenn eine Serie rund um Kiki Holland, ihren Maulwurf sowie die Torte entstehen würde. Ich wäre auf jeden Fall mit Freude wieder dabei.