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Wolly
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Kempten

Bewertungen

Insgesamt 247 Bewertungen
Bewertung vom 04.03.2020
Lloyd, Christopher

Einfach alles!


sehr gut

Christopher Lloyd hat versucht, mit diesem Buch einen umfassenden Einblick in die Geschichte unseres Universums zu geben – von der Entstehung bis heute. Und ich finde, das ist ihm gelungen. Dieses Buch ist ein informativer Wälzer, der sich einen Platz in jedem Kinderzimmer verdient hätte. Doch nicht nur junge Leser können mit dem geballten Wissen etwas anfangen. Auch für Erwachsene ist das Buch nützlich, um das Allgemeinwissen hier und da wieder aufzufrischen.

Die Kapitel sind chronologisch sortiert und durch farbig markierte Ränder finden sich einzelne Themen schnell wieder. Dies erleichter das Nachschlagen konkreter Fragen ungemein. Ebenso sorgen Fotos und Zeichnungen für eine gute Übersichtlichkeit und angenehme Abwechselung. Sie verdeutlichen die Inhalte und lassen das Lexikon interessanter wirken. Reiner Text wäre gerade für junge Leser sicherlich wenig ansprechend gewesen, obwohl sich die Inhalte sehr angenehm lesen lassen.
Weiter gefällt mir an der Aufmachung die gesamte Wertigkeit des Buches. Es handelt sich wirklich um einen soliden Wälzer, der sehr gut verarbeitet ist und bestimmt auch nach Jahren im Regal noch neuwertig aussieht. Für ein Buch, in dem man immer wieder nachschlagen möchte, ein wichtiger Aspekt.

So gut mir dieses Werk insgesamt auch gefällt, gibt es aber auch einen deutlichen Kritikpunkt – das Lektorat. Das Buch hat wirklich einiges an Rechtschreibfehlern zu bieten, was gerade bei einer Ansammlung von Wissen nicht der Fall sein sollte. Besonders auf den ersten Seiten sieht es düster aus. Zum Glück wird es im Verlauf des Buches etwas besser. Ich vermute, es werden sich einige Leser aufgrund dessen vom Kauf abhalten lassen, was dem Inhalt des Buches leider nicht gerecht wird

Bewertung vom 02.03.2020
Wallat, Astrida

Dolce Vesuvio


sehr gut

Meinung:
Dolce Vesuvio entführt seine Leser unweigerlich nach Italien. Man hat nicht die geringste Chance dem südländischen Flair zu entgehen und von der nächsten Reise dorthin zu träumen.
Tolles Essen, temperamentvolle Menschen und ganz viel Amore schaffen den Rahmen für diesen schönen Wohlfühlroman, der aber noch einiges mehr zu bieten hat.
Die Besonderheit an diesem Buch ist das historische Flair, das durch die Ausgrabungen zustande kommt. Die Autorin verknüpft hier Liebesgeschichte mit Geschichtsunterricht in unterhaltsamer Form. Wir lernen eine Menge über das Unglück von Pompeji, die großen Dichter und Denker der Antike, ein paar Vokabeln Latein und natürlich ein wenig Italienisch. So ist für Abwechselung gesorgt und für ein wenig mehr Anspruch, als in den meisten Liebesromanen.

Leider gibt es aber auch Stellen, die für mich typisch für dieses Genre sind und die ich nicht besonders schätze. Die strahlende Protagonistin beispielsweise, der sämtliche Männer verfallen, obwohl nur Gott weiß, warum sich überhaupt jemand in sie verliebt. Denn Carlotta ist für mich persönlich mit Abstand der größte Kritikpunkt. Sie ist zickig, extrem launisch und ziemlich undankbar, ohne das ich ihr Verhalten irgendwie nachvollziehen könnte. Da bin ich froh um die anderen Figuren, wie beispielsweise die herzliche Anna, die Carlotta und auch den schönen Alessandro wieder etwas entschärfen. Auch der humorige Stil von Wallat schafft es, bei mancher Szene, das ganze mit einem lächelnden Kopfschütteln abzutun, statt sich aufzuregen. Dieser Schreibstil hat mir schon bei Pikkolo und Panettone gefallen und dafür gesorgt, das ich auch ihr neuestes Werk lesen wollte.

Fazit:
Hätte es weniger Klischee und weniger Protagonistin gegeben, hätte das Buch von mir die volle Punktzahl bekommen. So werden es 4 Sterne für einen sehr schönen Unterhaltungsroman mit tollem Flair und lehrreichen Infos. Wer Lust auf Italien in Buchform hat, ist hier genau richtig.

Bewertung vom 18.02.2020

Kitchenkarma statt Küchendrama


ausgezeichnet

Kitchenkarma verspricht uns den leckeren Weg zur Erleuchtung. Ob es dieses Versprechen nun unbedingt halten kann, weiß ich nicht, aber eins sind die Gerichte auf jeden Fall – wirklich lecker!
Und das sollte schließlich das Ziel sein.

Aber beginnen wir erst mal mit dem Äußeren. Das Buch hat mich durch Format, wertige Verarbeitung und schöne Aufmachung direkt angesprochen. Die Rezepte sind sehr ansprechend bebildert, was ich persönlich sehr hilfreich finde. Eine Anleitung, bei der ich weiß wie das Endergebnis aussehen soll, lässt sich einfach leichter befolgen. Ohne Bilder würde man sich in diesem Küchenratgeber wohl auch nicht zurechtfinden. Die einzelnen Kapitel sind zwar themenorientiert, allerdings darf man hier keine klassische Aufteilung erwarten. Um das zu verdeutlichen, seht ihr im Folgenden mal einen Auszug der Kapitel in ihrer Reihenfolge:

Backen und das Leben wird bunt
Wohlfühlsuppen
Keep Calm and Cook Couscous
Regenbogen-Smoothies
Kurzgebratenes
……

Wen dieser quirlige Mix nicht stört und wer einfach Farbe in seine Küche bringen möchte, der ist hier goldrichtig. Denn die Rezepte sind einfach zuzubereiten, haben relativ gewöhnliche Zutaten und vieles ist auf die Gesundheit und das eigene Wohlbefinden bedacht.
Es sind sowohl Rezepte mit Fleisch als auch vegetarische/vegane Gerichte im Angebot. Dazu kommen hilfreiche Tipps für die Küche im Allgemeinen und Themenseiten wie beispielsweise die Regenbogen-Smoothies, die über die eigentlichen Rezepte hinaus, weitere mögliche Mixturen für den Leser zusammengestellt haben.


Ein kleines Manko bei den Zutatenlisten, sind die fehlenden Nährwertangaben, die für viele Menschen wichtig sind. Kalorien sind zwar angegeben, Kohlehydrate, Fette etc. aber nicht.
(Für mich sind diese Angaben allerdings auch eher ein Kann, als ein Muss.)
Des Weiteren fehlt es manchmal ein wenig an Würzung und an alternativen Gewürzvorschlägen.
Dies sind auf die Summe der positiven Eigenschaften dieses Kochbuchs aber wirklich nur kleine Kritikpunkte. Denn ich habe im Laufe meines Küchenlebens schon einige Rezeptbücher ausprobiert und nur wenige gefunden, bei denen so viele Gerichte in meinen dauerhaften Speiseplan einziehen werden. Den Acovacdo-Pistazien-Kuchen habe ich nun schon mehrfach gemacht und er wird in unserem Haushalt ein Klassiker werden. Ebenso werde ich vieles zum Thema Körner und Saaten immer wieder kochen. Für eine Familie, bei der so wenig Fleisch gegessen wird wie bei uns, ist dieses Buch eine echte Bereicherung.

Fazit: Ein treuer Begleiter für Spaß in der Küche

Bewertung vom 17.02.2020
Falkner, Alex

Das Geheimnis von Ray's Rock / Silberflut Bd.1


sehr gut

In Silberflut geht es um eine Gruppe Schüler, die eine zweiwöchige Klassenfahrt auf eine einsame Insel vor England unternehmen. Sie freuen sich auf die Tage ohne Eltern, die Spaß, Spannung und Abenteuer versprechen. Doch schon bald zieht ein seltsamer silberner Nebel auf und überrollt die Insel. Zurück bleibt nur, wer nicht direkt mit ihm in Berührung gekommen ist. Doch das ist nicht das einzig Seltsame an diesem abgelegenen Eiland. Die Insel scheint ein Eigenleben zu entwickeln und eine Horde aggressiver Kids, machen den verbliebenen Schülern das Leben schwer. Bald schon geht es um mehr als nur ein bisschen Abenteuer – es geht ums nackte Überleben.

Meinung:
Silberflut ist genau das Richtige für abenteuerlustige Kids. Es gibt auf der Insel immer wieder neue Orte zu entdecken und es passieren immer wieder mysteriöse neue Dinge. Manche dieser Vorfälle erklären sich im Laufe des Buches, das Haupträtsel spart sich der Autor aber für den zweiten Teil auf.
Die 7 Schüler, die die Truppe der „Überlebenden“ bildet, sind gut zusammengefügt.
Es sind ganz unterschiedliche Charaktere, die alle ihre eigenen Vor- und Nachteile haben, sodass wohl die meisten Kids beim Lesen jemanden finden, mit dem sie sich identifizieren können.
Auch moderne Anspielungen auf Dinge wie bspw. Fortnight oder Berlin Tag und Nacht sorgen bei vielen jungen Lesern sicherlich für einen gewissen Wohlfühleffekt. Als erwachsene Leserin kann ich damit weniger anfangen, aber das finde ich nicht tragisch. Ansonsten kann das Buch auch als netter Zeitvertreib von älteren Lesern gekauft werden, denn Geschichte, Stil und Haptik des Buches passen. Besonders die unterschiedlichen Erzählperspektiven sind hier noch ein Plus.
Für eine volle Sternebewertung fehlen mir allerdings liebevolle Details, die Kinderbücher oft ausmachen. Daran hat der Autor ein wenig gespart.

Fazit:
Gerade für Leser zwischen ca. 10 und 14 Jahren bestimmt ein Buch, das sie abholt.

Bewertung vom 08.02.2020
Bardugo, Leigh

Das neunte Haus / Alex Stern Bd.1


gut

Meinung:
Dieses Werk war mein erstes Buch von Leigh Bardugo. Nachdem so viele Leser von ihren Reihen schwärmen, dachte ich, ich versuche es auch mal mit ihr. Das Ergebnis ist ein wenig ernüchternd irgendwie. Ich hatte mit diesem Buch nämlich erhebliche Startschwierigkeiten. Ich brauchte lange um die einzelnen Häuser, Menschen und Umgebungen auseinander zuhalten, da sie doch recht zahlreich sind. Zusätzlich kommen dann auch noch Zeitsprünge hinzu, die natürlich wieder andere Gegebenheiten mit sich bringen und die Sache nicht gerade vereinfachen. Ich mag an sich komplexere Settings, hier bremsten sie allerdings die Story gerade am Anfang aber ziemlich aus.
Im Laufe des Buches wurde die Orientierung dann besser und ich konnte mich auf die Geschichte einlassen. Trotzdem schaffte es das Buch nicht mich komplett zu fesseln. Denn auch hier war es mir zu viel von allem – Drogen, Sex, Körperverletzungen und Erniedrigungen aller Art. Natürlich darf und sollte meiner Meinung nach Magie auch düster sein, aber man kann es auch übertreiben.
Für die reine Story hätte dieses Buch nur 2 Sterne bekommen. Im Endeffekt bekommt es aber 3 aufgrund der Charaktere. Diese hatten zwar auch alle einen beträchtlichen Schatten, aber waren wenigstens nicht weichgespült. Gerade Alex als Protagonistin ist tough, was mir lieber ist als ein nettes Mädchen. Aber auch sie ist zeitweise einfach nur drüber in ihrem Verhalten.

Fazit:
Für mich wäre weniger hier mehr gewesen. Ich denke ich versuche es nochmal mit einem anderen Werk der Autorin. Dieses hier konnte mich nicht wirklich überzeugen.

Bewertung vom 30.01.2020
Hardy, Vashti

Das Wolkenschiff - Aufbruch nach Südpolaris (Das Wolkenschiff 1)


ausgezeichnet

Heute gibt es eine Rezi zu einem wunderbaren Kinderbuch, das sowohl für Kinder als auch für Erwachsene schön zu lesen ist. Vorweg mag ich sagen, dass die Altersbeschränkung ab 10 Jahren ernstzunehmen ist. Je nachdem wie zart besaitet das eigene Kind ist, vielleicht auch erst ab 12 Jahren, denn stellenweise ist das Buch grausam. Es ist keine rein geschönte Märchenwelt, in der alles nach Wunsch läuft.
Wer damit aber umgehen kann, wird mit einer wirklich guten Geschichte belohnt.

Selbige Geschichte handelt von den Zwillingen Arthur und Marie. Sie sind Kinder eines Entdeckers, der von seiner letzten Expedition nicht nach Hause gekommen ist und als verschollen bzw. tot gilt. Nur gerüchteweise ist bekannt, was in Südpolaris geschehen ist, sodass die Geschwister im ungewissen bleiben. Dies wollen sie nicht hinnehmen und begeben sich deshalb selbst auf die gefährlichste Reise ihres Lebens. Zusammen mit der waghalsigen Forscherin Harriet Culpfeffer machen sie sich auf in Richtung Südpolaris, um nach Spuren zu suchen und erleben dabei ein Abenteuer, das größer ist, als sie es sich hätten vorstellen können.
Meinung:
Ich wurde über das ganze Buch hinweg wunderbar unterhalten. Egal ob es um traurige, warmherzige oder spannende Stellen ging, die Autorin hat ihre Geschichte nie aus den Augen verloren. Sie war bis auf ein, zwei kleine Makel in sich sehr stimmig und in ein gut durchdachtes Setting eingebaut. Das Steampunkszenario für Kinder umzusetzen, fand ich eine sehr schöne Idee, die schon beim Cover sehr hübsch begonnen hat und sich in der Geschichte weiterführt.
Das eigentlich Besondere war für mich allerdings nicht das Setting, sondern die Charaktere. Ganz viele starke, liebenswerte, einfallsreiche aber auch böse Figuren auf einem Haufen. Jede der Personen hat einen hohen Wiedererkennungswert und ist sehr individuell gestaltet. Durch einen Fokus auf eine begrenzte Anzahl Charaktere blieb genug Zeit, diese auch vernünftig auszubauen. Das schafft Bezug zu den Figuren und Kinder finden sich bestimmt schnell in ihnen wieder. Man ist nach dem Lesen geneigt, gleich wieder mit ihnen auf die Reise gehen zu wollen, sodass man auch ohne Cliffhanger dranbleiben möchte.

Fazit:
Achtung wegen des Alters und ansonsten einfach schön.

Bewertung vom 18.01.2020
Schwab, V. E.

Vicious - Das Böse in uns / Vicious & Vengeful Bd.1


sehr gut

Mit Vicious bringt die versierte Autorin Victoria Schwab einen Fantasythriller heraus, der nicht nur auf dem Cover einen unheimlichen Eindruck macht. Das geschriebene ist noch eine ganze Ecke düsterer und führt uns zu (un)menschlichen Abgründen.

Gründe dafür sind unter anderem die Protagonisten Victor und Eli. Beide sind ehemalige brillante Medizinstudenten, die vorhaben sich selbst umzubringen. Doch nicht, um dem Leben zu entkommen, sondern um durch die Nahtoderfahrung Superkräfte zu entwickeln. Bei beiden gelingen die Experimente und sie überleben den eigenen Tod. Doch schnell wird klar das sie nicht nur außergewöhnliche Kräfte bekommen haben, sonder dafür auch etwas Entscheidendes abgeben mussten. Sie müssen erkennen, dass alles im Leben seinen Preis hat…

Meinung:
Vicious hat zwar fantastische Elemente durch die speziellen Kräfte, ist in meinen Augen aber eigentlich viel mehr ein klassischer Thriller. Morde, Ermittler, Motive und alles andere was einen Thriller ausmacht, sind bei diesem Werk vorhanden. Ein klassisches Gut gegen Böse, auch wenn keiner so recht weiß, wer dabei welche Rolle übernimmt.
Dies lässt sich manchmal wie im echten Leben auch, wohl nicht so pauschal sagen. Eigentlich sind in diesem Buch nämlich alle Gestalten zumindest zweifelhaft, was die Sache interessant macht. Wir haben weder klassisch gute Menschen, noch ein süßliches Happy End, noch eine wirkliche Liebesgeschichte. Stattdessen ist alles hauptsächlich düster, brutal und sehr abgeklärt (was es deutlich brutaler wirken lässt, als es die eigentliche Handlung wäre). Ich mochte diese seelischen Abgründe, weil sie im Fantasybereich eine nette Abwechselung zu den vielen lieblichen Geschichten darstellen.

Auch die eher speziellen Charaktere waren angenehm, weil sie aufzeigen, dass niemand nur gut oder böse ist. Besonders Mitch, ein Baum von einem Mann, dessen Lieblingsgetränk Schokomilch immer vorrätig sein sollte, führt einem so manches Klischee vor Augen. Zum Glück beschränken sich diese Klischees hauptsächlich auf solche Dinge und sind keine Basis des Buches. Denn die Geschichte basiert viel eher auf Spannung, psychologischer Raffinesse und brutaler Ehrlichkeit. Bis zum Ende gelingt der Autorin mit kleinen Abstrichen ein guter Thriller, der meiner Ansicht nach, aber keine Fortsetzung bräuchte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese sich elementar vom ersten Buch unterscheiden würde.

Fazit:
Ein guter Thriller, mit fantastischen Aspekten, der eher Freunde der finsteren menschlichen Züge anspricht. Wer ein „nettes“ Buch sucht, ist hier falsch.

Bewertung vom 13.01.2020
Awe, Mareike

Wohlfühlgewicht


sehr gut

Wohlfühlgewicht ist ein Ratgeber, von dem ich mir erhoffe einen Weg zu finden eben Selbiges zu erreichen und vor allem dauerhaft zu halten. Natürlich kann ich bei einer Neuerscheinung noch keine Auskunft über den tatsächlichen Erfolg der Methode geben, aber das Konzept klingt wirklich vielversprechend.

Denn es geht nicht um eine Diät oder eine dauerhafte Ernährungsumstellung im klassischen Sinne. Es geht darum, sich selbst zu akzeptieren, auf den eigenen Körper und seine Signale zu achten und wieder mit Spaß und ohne schlechtes Gewissen zu essen. Denn wie bei vielen Dingen ist auch in Sachen Gewicht unser Kopf unser größter Feind. Dabei kann er, richtig eingesetzt, auch zum größten Freund werden.
In diesem Punkt will die Autorin eigene Erfahrungen an uns weitergeben und uns helfen wieder intuitiv zu essen. Zusätzlich zum Buch gibt es das bereits seit Längerem anwendbare Programm intueat, was ich aber nur am Rande erwähnen möchte. Wer das Buch liest, wird auch so oft genug auf die eigenen Produkte verwiesen. Nachvollziehbar, aber für mich als Leser nicht immer angenehm.

Viel wichtiger finde ich aber den sonstigen Inhalt des Ratgebers. Dieser setzt sich zusammen aus theoretischen Abschnitten, die auf wissenschaftlicher Basis erklären wie beispielsweise Heißhunger entsteht, was emotionaler Hunger ist und wie ich alte Trampelpfade im Gehirn in neue Denkstrukturen umwandele. Hinzukommen praktische Übungen, die ich grob unter Meditationen zusammenfassen würde, die helfen sollen das eigene Verhalten zu überdenken. Dabei geht es allerdings nicht darum, sich selbst zu rügen, sondern sich bewusster Gedanken um die Nahrungsaufnahme zu machen. Welche Lebensmittel tun mir gut? Warum möchte ich gerade etwas essen? Was will mein Körper mir sagen?
Diese Übungen sollen helfen, jeden individuell auf seinem Weg zu unterstützen, denn jeder kämpft aus anderen Gründen mit seinem Körper.

Wichtig an diesem ganzen Thema war es mir vorallendingen, das es keine Diät ist. Es geht nicht um dauerhaften Verzicht, Verbote und Jojoeffekte. Sondern um ein gesundes Verhältnis zum eigenen Körper. Dazu gehört für mich neben Ernährung und Einstellung unbedingt auch das Thema Sport/Bewegung. Dieser Bereich wir in diesem Buch ein wenig stiefmütterlich behandelt, was ich schade finde. Hier fehlt mir einfach etwas, das für mich das Konzept erst komplett macht.

Fazit:
Ich werde mich noch lange mit diesem Buch beschäftigen, weil dies das erste Buch zu diesem Thema ist, das mir wirklich realistisch und logisch erscheint.

Bewertung vom 20.12.2019
Greifenstein, Gina

1 Teig - 50 Kuchen


sehr gut

Heute kommt der dritte und letzte Teil der G|U Küchenratgebervorstellung. Dieses Mal geht es um den ultimativen Teig. Den Teig, der immer gelingt (kann ich wirklich bestätigen, er ist narrensicher) und der super vielseitig ist. 50 Rezepte sind hier schon vereint und Tausende weitere Variationen sind möglich.
Die vorhandenen Rezepte sind für Einsteiger genauso geeignet wie für erfahrene Hobbybäcker, denn es gibt alles von der einfachen Schnitte bis hin zur aufwendigen Torte. Das besondere an diesem Buch ist dabei einfach, das alle Naschereien mit demselben Grundteig gefertigt werden. So muss man sich nicht immer wieder umstellen und nur die Mengen je nach Anleitung leicht variieren.

Aufgeteilt ist der Ratgeber in 3 Kapitel:
Einfach schnell
Einfach schnittig
Einfach fein

Die Strukturierung sowie auch die Gestaltung sind auf gewohnt hohem Niveau, wie beim Verlag üblich. Das Buch ist ein Klappenbroschur, bei dem vorne und hinten noch allgemeine Backtipps zu finden sind. Alle Rezepte sind mit einem Foto und natürlich allen notwendigen Angaben zu Kalorien, Fettanteil etc. versehen.

Im Praxistest erwies sich die Umsetzung der Rezepte als relativ einfach. Die Konsistenzen der Kuchen/Torten waren allesamt gut, sodass man keine Angst vor staubtrockenen oder zu nassen Backwerken haben muss. Die trockenen Kuchen und auch die Schnitten gefielen mir von der Auswahl her gut und die von mir probierten Rezepte fand ich lecker. Bei den Torten allerdings muss ich klar einen Punkt abziehen, weil es hier sehr an Vielfalt mangelt. Sahne, Sahne, Sahne soweit das Auge reicht. Bis hin zu 1 Kilo Sahne pro Torte wird verarbeitet und zwar in jedem Rezept. Es gibt kein Einziges ohne diese Zutat. Dabei gibt es doch so viele schmackhafte Alternativen mit Joghurt, Frischkäse, Mascarpone usw.

Als Tipp würde ich hier wirklich sagen, nehmt den wunderbaren Grundteig und probiert euch selbst an Cremefüllungen aus oder greift auf eure bewährten Anleitungen zurück.

Fazit:
Wer bisher noch keinen geling sicheren Teig hat, sollte hier zugreifen. So ein Rezept ist Gold wert. Was die Torten angeht, muss ich einen Stern abziehen, sonst hätte es die volle Bewertung gegeben.

Bewertung vom 17.12.2019
Ilies, Angelika

One Pot Pasta


ausgezeichnet

Heute gibts Teil 2 zu den Erfahrungen mit den Küchenratgebern aus dem G|U Verlag. Diesemal geht es um das Buch One Pot Pasta von Angelika Ilies.
Ein Buch, bei dem sich alles um die Nudel in ihren verschiedensten Variationen dreht. Und damit sie besonders schnell und leicht zuzubereiten ist, wird einfach alles in einen Topf geworfen. Das spart Zeit, Platz und Geschirr und ist damit für jedermann geeignet.
Besonders praktisch finde ich diese Art der Zubereitung beispielsweise in Pantryküchen mit nur 1 oder 2 Herdplatten, im Wohnmobil etc.
Aber natürlich darf auch in jeder anderen Küche aus diesem Buch gekocht werden.

Eingeteilt ist das Buch in 3 Kapitel:
Vegetarisch
Fleisch & Wurst
Fisch & Meeresfrüchte

Die Strukturierung sowie auch die Gestaltung sind dabei auf gewohnt hohem Niveau, wie beim Verlag üblich. Das Buch ist ein Klappenbroschur, bei dem vorne und hinten noch allgemeine Kochtipps zu finden sind, die bei dieser Zubereitungsvariante wirklich hilfreich sind. Natürlich finden sich auch alle notwendigen Angaben zu Kalorien, Fettanteil etc. bei jedem Rezept.

Im Praxistest konnten die Rezepte mit ihrem Geschmack und ihrer Vielfalt punkten. Ich denke, es ist tatsächlich für alle etwas dabei bspw. für Kinder die Fischstäbchen-Nudeln, für Familien die klassische Carbonara und Gäste beeindruckt man vielleicht mit den Garnelen-Zitronen-Spaghettini.

Bei der Zubereitung sollte man sich wirklich weitestgehend an die vorgegebenen Zutaten halten, denn die One Pot Pasta ist ein wenig knifflig was die Garzeiten angeht. Hier müssen die einzelnen Komponenten gut aufeinander abgestimmt sein, damit hinterher alles den richtigen Biss hat. Deshalb habe ich hier nur in kleinen Punkten variiert und bspw. Kräuter und Gewürze hinzugefügt, um den Gerichten noch mehr Pfiff zu verleihen.
Mehr war allerdings auch nicht notwendig, da die Rezepte wirklich lecker sind.

Fazit:
Ich habe diese Zubereitungsart neu für mich entdeckt (auch wenn sie in vielen Ländern klassisch ist) und werde wohl immer wieder etwas aus dem Buch zubereiten. Für jeden PastaFan ist dieser Ratgeber eine Bereicherung im Regal.