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Lilofee
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Berlin

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Insgesamt 301 Bewertungen
Bewertung vom 16.11.2022
Donato, Marta

Gardasee-Gold


ausgezeichnet

Georg Breitwieser, Kommissar aus Traunstein, möchte in diesem Jahr
endlich mal die internationale Fachmesse Vinitaly besuchen.
Dann könnte er bei dieser Gelegenheit auch die schöne Winzerin
Stefania wiedersehen. Mit seinem neuen Alfa macht er sich auf
den Weg. Es kommt aber alles anders. Nicht nur, dass er Stefania tot auffindet,
er wird auch noch selbst verdächtigt.

Das wunderschöne Cover lässt schon ahnen, in welche Richtung dieser Krimi geht.
Die Kapitel Vignetten sind hübsch gestaltet und machen es dem Leser
leichter sich zurechtzufinden.
Es gibt sehr viel Lokalkolorit und die Geschichte an sich ist sehr authentisch.
Die Autorin nimmt uns mit in die Welt des Weinanbaus.
Ihre Beschreibungen sind atmosphärisch dicht.
Die Landschaft wird wunderschön und sehr ausführlich beschrieben.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und es fällt schwer das Buch aus der Hand zulegen.
Atmosphärisch dicht und sehr authentisch wird die Ermittlung geführt.

Auch sind alle Elemente, die für einen klassischen Kriminalroman wichtig sind, vorhanden.
Rätselhafte Verbrechen, die psychologischen Momente, die den Verbrecher antreiben,
die guten Milieubeschreibungen.
Die Charaktere sind bis in die Nebenrollen so liebevoll gezeichnet, dass man schnell
Sympathien oder auch Antipathien hegt.
Die Art der Ermittlung ist erfrischend anders.
Das bayerische/italienische Duo Breitwieser und Fontanaro sind sehr sympathische
und eigenwillige Charaktere und ergänzen sich wunderbar.
Stück für Stück wird das Rätsel gelöst.
Ein hervorragendes Hintergrundwissen machen diesen Krimi zu einem Leseerlebnis.
Es geht nicht nur um Wein und Oliven, es geht auch um Skandale betreffs des
Wein- und Oliven-Anbaus. Um Biozertifikate, Pestizide und um chinesische Großproduzenten.
Alles in allem handelt es sich hier um einen klassischen Kriminalroman.
Eine Mischung aus Genuss, Spannung und wunderschöner Landschaft.
Der Spannungsbogen steigt langsam bis zum überraschenden Ende.
Wer einen klassischen Kriminalroman ohne große Action erwartet, wird nicht enttäuscht.
Mir hat dieser Ausflug nach Verona sehr gut gefallen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 04.11.2022
Sokol, Andrea

Das Gute-Laune-Kochbuch


sehr gut

Optisch macht das Buch schon gute Laune.

Auch inhaltlich wird man nicht enttäuscht.

Inhalt:

Zuerst die Theorie:

Nach einer kleinen Einleitung, was Glück ist, gibt es viel Wissenswertes

über die Gute Laune und unserem Körper.

Über Zusatzstoffe und die richtige Nährstoffzufuhr.

Das ist auch gut bebildert.

Lebensmittel und Rezepte:

Jedes Gemüse bekommt seinen Auftritt.

Es wird viel erklärt, es gibt gute Gesundheitstipps.

Kräuter und Gewürze spielen eine große Rolle.

Die Rezepte sind vielseitig und sehr abwechslungsreich.

Schöne Fotos machen Lust zum Nachkochen.

Alle Rezepte sind gut gegliedert, die Arbeitsschritte ausführlich beschrieben und in Etappen kurz zusammengefasst.

Die Liste für die Zutaten wurde gut aufgeteilt und ist dadurch sehr übersichtlich.

Fazit:

Die von mir getesteten Gerichte sind alle gelungen und haben auch sehr gut geschmeckt.

Zum Beispiel die gebratenen Rosenkohlröschen auf Linsen, oder auch der Rosenkohlsalat mit Äpfeln.

Die Gerichte sind so lecker und vielseitig, dass man Fleisch überhaupt nicht vermisst.

Es gibt noch so einiges, was ich probieren möchte.

Ein gutes, unkompliziertes Kochbuch mit frischen Ideen.

Bewertung vom 04.11.2022
Naumann, Kati

Die Sehnsucht nach Licht


sehr gut

Der Arbeitsplatz von Louisa Steiner befindet sich tief unter
der Erde. Sie kann sich nichts Schöneres vorstellen, als in
einem Besucherbergwerk im Schlematal zu arbeiten.
Tage ohne einen Sonnenstrahl, so wie ihre Vorfahren es schon
seit Jahrzehnten getan haben. Als Louisa beschließt, ihrer Tante Irma
zu helfen, dringt einiges an die Oberfläche. Ihr Großonkel ist
vor Jahrzehnten spurlos verschwunden, da ist vieles zu lange verborgen
geblieben. Nur die Sehnsucht nach Licht kann der Familie wieder ihren
Frieden geben.

Das Cover ist sehr hübsch gestaltet und passt gut zum Thema.
Ein liebliches Tal, im Nebel.
Die Geschichte der Familie Steiner wird in zwei Erzählsträngen erzählt.
Die Rückblenden gehen zurück bis ins Jahr 1908.
Alltagserfahrungen und historische Geschehnisse sind perfekt in diese Geschichte
verwoben.
Die Steiners führten ein Leben, das geprägt war von schwerer Arbeit.
Einer sehr gefährlichen Arbeit. Da wurde jede gemeinsame Minute voll ausgekostet.
Der Zusammenhalt einer Familie, das Festhalten an Traditionen.
Gemeinsam erleben sie Glück und Tragödien, Hungersnot und unerklärliche
Krankheiten.
Alles ist hier wunderbar recherchiert und in eine bewegende Familiengeschichte gepackt.
Das macht dieses Buch lebendig und teilweise auch etwas spannend.
Sehr flüssig geschrieben, ausgesprochen plastisch geschildert. Der Leser fliegt förmlich durch die Zeilen.
Ein tolles Buch auch über die politische Lage Deutschlands, dem Aufstieg und Fall der
des Erzgebirges. Nicht nur die Lebensumstände, sondern auch
die politische Seite ist sehr informativ.
Man bekommt schnell einen interessanten Einblick in die Denkweise der Menschen.
Die Beschreibung der Landschaft vermittelt einem das Gefühl, direkt vor Ort zu sein.
Die Charaktere und Ihre Entwicklungen sind gut beschrieben
und man kann sich mit ihnen identifizieren.
Ein schöner Roman, der das Leben und die Traditionen der Bergbauern im Erzgebirge
erzählt. Viel Wissen wird vermittelt, aber leider ist es auch etwas ober flächig geblieben.
Etwas mehr Tiefgang hätte meiner Meinung nach nicht geschadet.

Positiv zu erwähnen ist noch der Stammbaum Familie Steiner vorne im Buch,
der Grundriss vom Schlematal und die Zeittafel zum Bergbau im Schlematal, Erzgebirge hinten im Buch.

Bewertung vom 04.11.2022
Sten, Viveca

Kalt und still / Hanna Ahlander Bd.1


sehr gut

Als das Leben der Stockholmer Polizistin Hanna Ahlander
zusammenbricht, sucht sie Zuflucht in den Bergen.
Schwester Lydia gibt ihr den Schlüssel für ihr Ferienhaus
in Jämtland hoch im Norden Schwedens. Dort soll Hanna etwas
zur Ruhe kommen.
Doch bald ist das Bergdorf in großer Aufregung.
Die junge Amanda ist spurlos über Nacht verschwunden.
Bei Temperaturen um Minus 20 Grad zählt jede Stunde.
Hanna bietet der örtlichen Polizei ihre Hilfe an.
Bald kann sie sich zusammen mit dem Kriminalkommissar Lindskog
in die Ermittlungen stürzen. Dabei begibt sich Hanna in große Gefahr.

Das Cover ist sehr gut getroffen und gibt die eisige Kälte und die Stille hoch oben in den Bergen wieder.

Der erste Band der neuen Reihe um die Polizistin Hanna Ahlander
ist recht vielschichtig und sehr gesellschaftskritisch.

Die Schreibweise ist gewohnt fließend und sehr detailliert
und nimmt einen mit in die eisige Kälte Jämtlands.
Dabei baut sich eine gewisse Spannung, auf, die langsam steigt.
Die Charaktere sind wunderbar beschrieben. Bei den Ermittlern
spürt man die Zerrissenheit zwischen Arbeit und Privatleben.
Vor allem, wenn das Privatleben der Ermittler mehr
und mehr in den Vordergrund tritt.

Dazu erhält dieser Krimi sehr viel Lokalkolorit.
Die Orte sind sehr anschaulich und bildhaft beschrieben.
Überhaupt wird alles sehr detailliert dargestellt.
Das nimmt aber nicht die Spannung, im Gegenteil.
Die recht kurz gehaltenen Kapitel verführen immer weiterzulesen.
Man spürt die eisige Kälte zwischen den Seiten, alles wird greifbar.
Dabei geht es ziemlich unblutig zu.

Ein sehr gelungener, 1. Band der neuen Reihe um Hanna Ahlander.
Ein atmosphärisch dichter Krimi mit viel Wendungen vor aktuellem Hintergrund.

Bewertung vom 17.10.2022
Wood, Dany R.

Nur Rita raste rasanter


sehr gut

Dorfpolizist Jupp Backes hat es wahrlich nicht leicht.
Ehefrau Inge will den Führerschein machen und nervt den
Jupp sehr. Derweilen wird Manni, der Fahrlehrer nach
dem Unterricht über den Haufen gefahren. Fahrerflucht!
Käthe, seine Schwiegermutter, eröffnet nebenan ein Bed & Breakfast.
Zudem kommt noch ein Kriminalkommissar aus Schweden nach Hirschweiler.
Es geht dabei um länderübergreifende Zusammenarbeit.
Die Polizeiarbeit und vor allem Jupp laufen auf Hochtouren.

Das Schöne an dieser Reihe ist, dass man auch den 6. Band lesen kann, ohne die anderen vorher gelesen zu haben.

Die Schreibweise ist wie immer sehr mitreißend und auch in diesem Band
überzeugt wieder der Sprachwitz und der wunderbare Humor.
Auch wenn es manchmal politisch unkorrekt zugeht, man kann dem Jupp
einfach nicht böse sein. Es macht einfach Spaß, ihn bei seinen
Ermittlungen zu begleiten.
Die Charaktere sind herrlich authentisch.
Lebensfroh, bodenständig und gewitzt.
Die saarländische Lebensart wird so wunderbar wiedergegeben.
Es menschelt auch so schön zwischen den Geschlechtern.
Auch dieser Band überzeugt wieder durch Sprachwitz und Situationskomik.
Skurril, temporeich und gespickt mit köstlich witzigen Dialogen.
Ein ganzer Ort voller bodenständiger Saarländer und jeder ist irgendwie
in die Sache involviert und damit auch verdächtig.
Es wird wieder so herrlich unkonventionell ermittelt.
Man hat das Gefühl, dabei zu sein. Das Kopfkino läuft auf Hochtouren.
Die Spannung kommt immer nicht zu kurz.
Kurzum, ein richtig guter Dorf-Krimi mit ganz viel Humor und Lokalkolorit.

Bewertung vom 18.09.2022
Korn, Carmen

Zwischen heute und morgen / Drei-Städte-Saga Bd.2


sehr gut

Das schöne Cover verspricht nicht zu viel.
Auch im zweiten Band steht das Lebensgefühl und der Zeitgeist an erster Stelle.
Ein neues Jahrzehnt bricht an. Dieses Mal sind es die 1960er Jahre.
Die versprechen Aufbruch, Wohlstand, Lebensfreude.
Da denkt man an Wirtschaftswunder und die Swinging Sixties.
Wieder geht es um die Freundesfamilien aus Köln, Hamburg und San Remo.
Das Lebensgefühl und der Zeitgeist werden auch im zweiten Band sehr gut wiedergegeben.
Man erlebt alle Höhen und Tiefen hautnah mit. Es gab halt nicht nur das Wirtschaftswunder, es gab auch noch eine andere, nicht so schöne Seite.
Die wollte nur niemand mehr sehen, nach vorne schauen und endlich Leben hieß die Devise.
Die Schreibweise der Autorin ist voller Esprit und von einer erfrischenden Leichtigkeit.
Man fühlt sich gleich sehr verbunden mit den Charakteren.
Der Erzählstil ist sehr gut.
Immer schön, wenn einzelne Tage, besondere Ereignisse hervorgehoben werden, denn dadurch wird die Geschichte sehr lebendig.
Eine wirklich gelungene Zeitreise in ein Deutschland kurz nach dem 2. Weltkrieg, der noch lange Schatten wirft.
Ein lese Highlight!

Bewertung vom 06.08.2022
Heiland, Julie

Die Freundinnen vom Strandbad - Wogen der Freiheit / Die Müggelsee-Saga Bd.2


gut

Auch im zweiten Band steht das Lebensgefühl
und der Zeitgeist an erster Stelle.
Die schwierigen Zeiten, die Teilung der Stadt, werden sehr
gut beschrieben.
Der historische Hintergrund wird wunderbar in die Geschichte eingebunden.
Eine fiktive Geschichte, historische Fakten, dies alles hat die Autorin
geschickt verbunden. Die Charaktere sind gut gezeichnet. Sie sind sehr
realistisch, mit ihren Ecken und Kanten.
So hätte es bleiben sollen.
Leider lässt das ab der Hälfte des Buches nach.
Es geht immer mehr um das Liebesleben der Hauptfiguren.
Im Ostteil der Stadt scheint alles möglich. Widerstand und auch reisen
in den Westteil.
In West-Berlin erwartet Clara eine gute Fee und danach ein Leben im Luxus.
Das ist alles sehr weichgespült und der historische Hintergrund verschwimmt
immer mehr. Im Grunde genommen läuft es auf Friede, Freude, Eierkuchen
hinaus. Jede der Frauen ist hübsch und so was von Taff. Jede der Frauen hat
einen Verehrer, der auf sie wartet.
Der historische Hintergrund verschwindet zusehends.
Im Galopp erleben wir noch den Fall der Mauer.
Übrig bleibt ein netter Roman über eine Frauenfreundschaft.
Schade!

Bewertung vom 25.07.2022
Simons, Martin

Beifang


sehr gut

Die Zechensiedlung Beifang am Rande des Ruhrgebiets.
Hier lebt in den Nachkriegsjahren der Hilfsarbeiter und
zwölffache Vater Winfried Zimmermann ein Leben zwischen Armut
und Verzweiflung.
Sein Enkel, Frank Zimmermann arbeitet als Dialogautor für Werbefilme
in Berlin. Von Frau und Sohn lebt er getrennt.
Gelegentlich trifft er die gut situierte Marie aus Leipzig.
Marie ermuntert den zu Schwermut Frank, sich stärker mit seiner Herkunft
auseinanderzusetzen.
Denn: Erwachsenwerden heißt eben auch zu wissen,
was vor der eigenen Geburt geschehen ist.

Es geht im Wesentlichen um drei Fragen.
Was war Winfried für ein Mensch?
War er wirklich bei der Waffen-SS?
Wurde er später von einem seiner Söhne ermordet?
Jedes seiner Kinder erzählt seine eigene Wahrheit.
Auch lässt sich der Großvater nicht in eine Schublade stecken.

Es gibt viele Wahrheiten und es steht schnell fest,
sichere Antworten gibt es nicht.
Nur die eine: Blutsbande sind enger als Freundschaften.

Das erzählt Martin Simons so wunderbar messerscharf und doch
auch sehr einfühlsam.
Er kann die Momente der wahren Empfindung gekonnt sammeln und
literarisch auf den Punkt bringen.
Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet und mit ihren Ecken und
Kanten sehr authentisch.

Eine gut ausgearbeitete Handlung, die Suche nach den familiären Wurzeln.
Man kann sich sehr gut in diese Nachkriegszeit, in die Enge des
Zechenhauses und dem Kampf gegen die Armut hineinversetzen.
Das alles mit einem zutiefst traumatisierten Vater und einer gänzlich
überforderten Mutter.
Ein sehr interessanter Roman über eine ungewöhnliche Familie und ihr
Kampf um das Dasein.

Bewertung vom 23.07.2022
Fuchs, Felicitas

Minna. Kopf hoch, Schultern zurück / Mütter-Trilogie Bd.1


sehr gut

Düsseldorf 1924

Minna, eine junge Schneiderin, ist eine sehr selbstständige Persönlichkeit.
In ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, strebt sie nach höherem.
Ihr Wunsch ist es, sich aus der Armut befreien, glücklich zu werden und eine
Familie zu gründen.
Als sie Fred, aus gutem Hause kennenlernt, scheint das alles greifbar zu sein.
Doch ihre selbstbewusste Art und ihre Erfolge als Schneiderin und Geschäftsfrau
stellen ihre Ehe immer wieder auf die Probe.
Bald muss Minna sich entscheiden. Frauen, die eigene Entscheidungen treffen
sind in diesen Zeiten nicht erwünscht.
Doch Minna ist bereit, um ihr Glück zu kämpfen.

Das Lebensgefühl und der Zeitgeist dieser Jahrzehnte wird sehr gut
wiedergegeben und wunderbar in die Geschichte eingebunden.
Ob Weltwirtschaftskrise, Naziterror und oder auch die Nachkriegszeit
das Frauenbild wird geschickt miteinander verknüpft.
Es geht um die Liebe, um Träume, Machtkämpfe und um ein selbstbestimmtes Leben.

Dank der wirklich sehr lebendigen Schreibweise hat man das Gefühl ein Teil zu sein.
Man erlebt alle Höhen und Tiefen hautnah mit. Das Leiden der Menschen wird
schonungslos wiedergegeben.
Die Geschehnisse sind sehr echt und packend beschrieben.
Die Mischung zwischen Dichtung und Wahrheit ist wunderbar gelungen.
Sehr ernste Töne und Begebenheiten sind durchaus vorhanden, aber
es gibt auch viel erfrischende Leichtigkeit. Genau diese Mischung
macht aus diesem Buch ein Leseerlebnis. Dazu kommt die Schreibweise
der Autorin, die voller Esprit und Leidenschaft ist.
Ein sehr gelungener, 1. Band der Mütter-Trilogie.

Bewertung vom 22.07.2022
Penner, Sarah

Die versteckte Apotheke


sehr gut

London 1791
Die Apothekerin Nella hat es sich zur Aufgabe gemacht,
Frauen, die von ihren Männern betrogen oder enttäuscht wurden
zu helfen. Sie betreibt eine geheime Apotheke mit tödlichen
Arzneien.
Gegenwart
Caroline, eine junge Historikerin,
will ihren 10. Hochzeit gemeinsam mit ihrem Mann James
feiern. Aber als sie feststellt, dass James sie hintergangen hat
reist Caroline allein nach London. Als sie im Schlamm der Themse
ein geheimnisvolles Fläschchen entdeckt, erwacht ihre Neugier und
sie fängt an, nachzuforschen. Sie macht sich nicht nur auf die Suche
nach der Wahrheit um Nella. Caroline muss sich selbst finden und
klären, was sie wirklich will.

Die Autorin hat eine bezaubernde Art zu schreiben.
Ihr Schreibstil ist wie ein Eintritt in eine andere Welt.
Es macht sehr viel Spaß, mit den Charakteren in ein längst vergangene
Zeit zu reisen und das London von vor 200 Jahren zu erleben.
Atmosphärisch dicht und sehr detailgetreu werden die Erlebnisse
wieder gegeben. Man hat das Gefühl, direkt mit vor Ort zu sein.

Erzählt wird auf zwei Zeitebenen.
Die Figuren sind bis in die Nebenrollen liebevoll gezeichnet, sodass man ganz
schnell Sympathien oder auch Antipathien hegt.
Und genau diese Fehler und Macken lassen sie so natürlich und echt wirken.
Während der Erzählstrang über Nella mich richtig mitgerissen hat,
fand ich den Zweiten weniger fesselnd.
Alles in allen aber ist es eine schöne Geschichte über die Liebe,
Rache, Gift und einem geheimen Frauenbund.
Ein magisches Lesevergnügen.

Erwähnenswert ist noch der schöne Stadtplan Londons um 1781 und
der alte Apothekerschwur.