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mellidiezahnfee
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Upgant - Schott

Bewertungen

Insgesamt 447 Bewertungen
Bewertung vom 24.09.2023
Poznanski, Ursula

Oracle


ausgezeichnet

Dieses Buch habe ich heute Nachmittag in einem Rutsch durchgelesen. Damit hatte ich nicht gerechnet, ich war eher skeptisch, da es sich a.) um ein Jugendbuch handelt und b.) der Klappentext auf eine Geschichte hindeutet, die sehr mystisch werden könnte.

Aber von der ersten Seite an hat mich das Buch gefesselt und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Die Geschichte ist in sich absolut rund und durchweg gelungen.
Julian, der Hauptprotagonist, ist treffend und altersgemäß charakterisiert, und all seine Unsicherheiten machen ihn eher sympathisch als unglaubwürdig. Es geht um die Abnabelung von zu Hause, den Beginn eines Studiums mit all seinen Risiken und Nebenwirkungen. Wobei all diese Themen für Julian noch unangenehmer sind als für andere Jugendliche. Das Thema "Anderssein" ist in der heutigen Zeit ein ziemlich komplexes Themenfeld, was an Julians Mitbewohner Robin sehr gut deutlich wird.
Auch das Thema Social Media wird im Hintergrund genutzt, um die Geschichte voranzutreiben und die Gefahren aufzuzeigen, die der Umgang mit diesen Plattformen manchmal mit sich bringt.
Die Umsetzung des Themas Visionen fand ich sehr gelungen. Scharf und nah an der absoluten Realität, aber dennoch so kalkuliert, dass alles möglich erscheint und kein Detail unglaubwürdig wirkt. Außerdem habe ich mich sehr oft bei dem Gedanken ertappt, wie schön es wäre, wenn ich diese Gabe auch hätte... .....
Oder doch nicht?

Fazit: Dieses Buch hat mich umgehauen und ich kann es jedem empfehlen, der gerne intelligente Thriller liest. Allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es sich um ein Jugendbuch handelt und die Protagonisten dementsprechend altersgemäß handeln :)

Bewertung vom 24.09.2023
Tsokos, Michael

Mit kalter Präzision / Die Sabine Yao-Reihe Bd.1


ausgezeichnet

Auch dieses Buch hat mich wieder begeistert. Der Schreibstil des Autors gefällt mir sehr gut und er weiß auch, wovon er schreibt.
Das kann die eine oder andere längere Schilderung aus dem Sektionssaal sein, oder auch schon recht detaillierte Schilderungen, waie es in der Rechtsmedizin so zugeht. Aber das ist eben auch ein Alleinstellungsmerkmal dieses Autors. Und das gefällt mir persönlich sehr gut, diese andere Sichtweise und Ermittlungsweise.
Wobei die Figur der Sabine Yao , ja ein bisschen so angelegt ist, dass sie in die Welt der polizeilichen Ermittlungen eintauchen kann. Was mir auch sehr gut gefällt, ist, dass Herr Tsokos mit immer wiederkehrenden Figuren arbeitet, die auch ein paar charakteristische Eigenheiten mitbringen, so dass man sie serienübergreifend ganz gut einordnen kann. Alle Protagonisten auf Seiten der Polizei sind sehr gut ausgearbeitet und stehen auf der richtigen Seite des Gesetzes. Auch die Mischung zwischen privaten Befindlichkeiten und Problemen und dem eigentlichen Fallensemble ist sehr gut ausbalanciert.
Man weiß immer genauso viel wie die Ermittler, was die Spannung die ganze Zeit über hoch hält, obwohl die Auflösung relativ früh kommt. Aber dann bezieht das Buch seine Spannung aus dem Charakter des Antagonisten und der Frage, welche perfiden Tricks es in der Rechtsmedizin wirklich gibt.
Zwei Gegner auf Augenhöhe, so könnte die Überschrift lauten, wobei Sabine Yao durch und durch zu den Guten gehört.
Das Ende des Buches war mir etwas zu rasant, ich persönlich hätte mir einen anderen Showdown gewünscht. Aber gut, das ist Meckern auf hohem Niveau.

Fazit: Ein toller Thriller mit vielen forensischen Elementen, spannend und irgendwie freut man sich als Leser schon auf eine mögliche Fortsetzung.

Bewertung vom 23.09.2023
Völler, Eva

Helle Tage, dunkle Schuld / Kriminalinspektor Carl Bruns Bd.1


ausgezeichnet

Ich fand es sehr mutig, dieses Buch zu schreiben. Über eine Zeit zu schreiben, über die es verpönt ist zu sprechen, fand ich sehr ungewöhnlich und unglaublich spannend.
Carl ist einer der Protagonisten, Kriminalbeamter und auf der Suche nach dem Mörder von Adelheid Hoffmann. Dabei trifft er seine alte Jugendliebe Anna wieder. Hoffnung keimt auf, sowohl auf eine bessere Zukunft als auch auf einen neuen gemeinsamen Lebensabschnitt.
Anna ist ein absoluter Familienmensch. Ihre Schwestern und ihr Neffe sind ihr das Wichtigste. Als Krankenschwester hat auch Anne viel Zerstörung, Armut und Krieg miterlebt.
Der Autorin gelingt es sehr gut, die Spannung hoch zu halten, obwohl schon früh Hinweise auf den Täter auftauchen. Trotzdem oder gerade deshalb lebt das Buch von den gegenseitigen Verdächtigungen, die alle Protagonisten erleben und erleiden müssen. Und das in einer Zeit, in der generell jeder verdächtigt wurde, eine braune Vergangenheit zu haben.
Ich finde dieses Zeitportrait unglaublich gut gelungen und es hat mich überhaupt nicht gestört, dass der Kriminalfall manchmal etwas in den Hintergrund gerückt ist. Diese unvorstellbaren Zustände, die damals geherrscht haben, sind für mich unfassbar. Ich kenne weder Hunger noch Kälte oder das Gefühl, mit wildfremden Menschen eine Wohnung teilen zu müssen.
Dies ist eines der Bücher, die ich nicht so schnell vergessen werde, gerade weil es in einer besonderen Zeit spielt und die Autorin es fantastisch geschafft hat, alles unter einen Hut zu bringen. Eine tolle Milieuschilderung der damaligen Zeit, kombiniert mit einem Kriminalfall, der perfekt in die damalige Zeit passt, und das alles in einem schnörkellosen Schreibstil, der sofort das Kopfkino in Gang setzt. ( Was ich persönlich nicht so toll fand, da diese Zeit nicht wirklich für Kopfkino geeignet ist :).
Fazit: Zwei Worte: Bitte lesen!

Bewertung vom 14.09.2023
Hanke, Kathrin;Plähn, Dirk

Mein Leben als Tatortreiniger


sehr gut

Dieses Buch gibt unverfälschte Einblicke in das Leben eines Tatortreinigers. Herr Plähn beschreibt sehr anschaulich und empathisch seine Arbeit in den Häusern und Wohnungen fremder Menschen. Vorzugsweise nach deren Ableben , was die ganze Arbeit oft sehr mühevoll macht, aber auch sehr lohnend. Kann er den Angehörigen, Mitbewohnern oder auch den Behörden ein Stück Normalität zurückgeben.
Sehr präzise beschreibt er seinen Alltag, mit all seinen Tücken, Reinigungsmitteln und Schutzanzügen.
Manchmal war mir der Sprachstil ein wenig zu ungenau und flapsig, was das Buch aber auch sehr angenehm zu lesen machte.
Ein wenig mehr hätte ich mir vom Autor persönlich gewünscht, ja , er erzählt kurz seinen Werdegang, aber eher sehr oberflächlich, da hätte ich mir ein bisschen mehr Input gewünscht. Was für mich auch nicht anmaßend gewesen wäre, sondern die Person Herr Plähn eher noch ein bisschen greifbarer gemacht hätte. So bleibt er eher eine verschwommene , putzende Figur im Schutzanzug.
Sehr schön ausgewählt fand ich die beschriebenen Begebenheiten, man mag sie auch Tatorte nennen, also die Orte, an denen sein Wissen und seine Muskelkraft gebraucht werden.
Es ist alles dabei: vom echten Tatort bis hin zur Messiewohnung, manchmal skurril, manchmal traurig, aber immer empathisch und mit Herz für seinen Beruf geschildert.

Jedoch waren mir sowohl die Beschreibungen , als auch der Schreibstil ein wenig zu ungenau, zu oberflächlich und nicht so recht auf den Punkt. Dadurch ist das Buch so richtig herzlich und spiegelt den Autor in jedem Satz wider, für die sachliche Ebene war es mir leider etwas zu wenig, da hätten es noch viele Hintergründe, Anfahrtswege, Beschreibungen (auch gerne der Utensilien etc ) mehr sein können.

Vier wunderbare Sterne, für ein Buch, das bestens unterhält und einen tollen Einblick gibt in das Leben eines Tatortreinigers.

Bewertung vom 12.09.2023
Strobel, Arno

Der Trip - Du hast dich frei gefühlt. Bis er dich fand.


sehr gut

Mit diesem Buch habe ich mich etwas schwer getan. Natürlich haben die Bücher von Arno Strobel immer eine Bestsellergarantie und auch in diesem Buch muss ich sagen, dass die Spannung wirklich gut aufgebaut ist. Man fiebert atemlos mit, wer denn nun der Täter sein könnte. Herr Strobel schafft es grandios, mit seinem Schreibstil subtile Untertöne einzustreuen, die den Leser auf einige falsche Fährten locken. Dazu kommt noch die Spannung, was mit Fabian passiert ist.
So weit, so gut, auch der Rest ist klasse. Die Beschreibungen der Umgebung, die verschiedenen Erzählperspektiven und natürlich das Setting auf einem Campingplatz. Hier fühlt man sich auch ohne Serienkiller ein bisschen unheimlich.
Allerdings - und jetzt kommt das Aber - fand ich das Buch nicht so toll wie andere Bücher des Autors, was für mich an der etwas unglücklichen Charakterisierung der Hauptprotagonisten liegt. Evelyn war mir von Herzen unsympathisch, obwohl ich durchaus nachvollziehen kann, dass sie so lebt, wie sie lebt. Hier hätten vielleicht ein paar andere Nebencharakterisierungen (evtl. doch eine letzte verbliebene Freundin etc.) diese Person weicher oder facettenreicher gemacht. So war sie für mich auf die Zweidimensionalität der On-Off-Beziehung zu Gerhard und den unverarbeiteten Verlust ihres Bruders reduziert. Und dadurch, dass Gerhard sich doch sehr subjektiv, um nicht zu sagen exzessiv, um Evelyn, ihre Gefühle und ihr Wohlergehen kümmert, macht mir diese Nebencharakterisierung Evelyn noch unsympathischer. Zumal Gerhard für mich nicht eindeutig charakterisiert ist, da fehlen mir eigentlich auch einige Charakterzüge, eben abgesehen von seinem Verhalten Evelyn gegenüber.
Ich verstehe die Intention des Autors, alle Personen möglichst undurchsichtig zu charakterisieren, um möglichst viele Verdächtige zu generieren, aber das hat sich diesmal auf die Sympathiewirkung der Hauptcharaktere ausgewirkt, was es mir teilweise wirklich schwer gemacht hat weiterzulesen, da ich mit der Protagonistin null Komma null mitfühlen konnte.
Fazit: Ein cleverer Effektthriller mit ordentlich Spannung, aber leider zu merkwürdigen Protagonisten.

Bewertung vom 12.09.2023
Paganini, Simone;Huncke, Sebastian

Wer zur Hölle ist der Teufel?


ausgezeichnet

Dieses Buch hat mich auf unterhaltsame Weise überzeugt. Als bekennender Heide war es sehr spannend, etwas über die Hintergründe und die Entstehung dieses Phänomens zu erfahren.
Ich fand das Buch sehr gut strukturiert und die Kapitel von der Länge her genau richtig. Auch thematisch passt alles zusammen und die Autoren schlagen einen großen Bogen durch die Weltgeschichte, in der es zu allen Zeiten mal mehr und mal weniger Teufelsglauben gab.
Gut gelöst fand ich die im Buch absolut herausgestellte Nicht-Exklusivität dieses Teufels. Letztendlich ist er in jeder religiösen Strömung und Weltreligionsgemeinschaft zu finden. Zu Recht, denn ohne seine Anwesenheit (oder die theoretische Annahme seiner Existenz) wäre wohl jede Religion ziemlich langweilig.

Jede Geschichte lebt schließlich von der Dynamik der Hauptprotagonisten :)

Auch der Sprachstil hat mir gefallen. Etwas trocken und manchmal sehr wissenschaftlich, aber trotzdem gut und verständlich erklärt. Die Mischung der Auroren (So, und den Tippfehler lasse ich jetzt mal so stehen, das passt so gut zum Thema, auch wenn es von Harry Potter geklaut ist :),
der Autoren natürlich, als Theologe und Historiker macht das Buch rund und beleuchtet die Thematik quer durch alle Epochen und über alle Religionsgrenzen hinweg, außerdem ist das Buch stellenweise recht amüsant geschrieben, gerade wenn es um die verschiedenen Beschwörungspraktiken geht.
Auch die Illustrationen sind sehr passend.
Ein Sachbuch, das man mit Interesse lesen kann, ohne dass es langweilig wird.

Bewertung vom 03.09.2023
Blum, Charlotte

Spiel auf Leben und Tod / Fräulein vom Amt Bd.3


ausgezeichnet

Auch der dritte Teil hat mich wieder begeistert, ich musste das Buch in einem Rutsch durchlesen.
Die Autorinnen schaffen es perfekt , den Leser mitzunehmen in ein Deutschland, der 20er Jahre. Hier ist das Leben noch ein wenig anders, woran gerade Alma sehr zu knabbern hat. Ludwig möchte heiraten, Alma auch, aber dennoch nicht, denn dann darf sie nicht mehr arbeiten. Unvorstellbar heutzutage. Alle Figuren sind extrem lebendig und schaffen eine wundervolle Atmosphäre, geprägt von der Freundschaft von Emmi und Alma. Aus dieser Grundlage heraus, sind die schlimmen Dinge, die Alma manchmal passieren, schon gar nicht mehr so schlimm. Das ganze Buch ist getragen von Freundschaft, Liebe und der Hoffnung darauf, dass alle einen guten Weg durchs Leben finden. Die Nebenfiguren sind zwar recht zahlreich, aber so akribisch charakterisiert, dass man sie sofort wiedererkennt, und dadurch nicht durcheinander kommt. Ich finde auch die Mischung aus Kriminalfall, und Umgebungsbeschreibungen perfekt. Als roter Faden dient ein großes Schachturnier, in dessen Nebengefüge es zu zahlreichen Diebstählen kommt. Zudem werden Menschen ermordet, und ein Großteil der Ermittlungen bleibt bei Alma hängen, da die Polizei nicht so recht tätig wird. Blitzgescheit und mitten im Leben stehend, macht Alma das ganz hervorragend, sie zieht die richtigen Schlussfolgerungen und durch Emmis zahlreiche Kontakte findet sich auch immer eine weiterführende Spur. Manchmal klingt ein wenig Kritik am damaligen Leben an , wenn sich Alma zum Beispiel eine Dienstmarke wünscht, oder um ihren Job fürchtet, aber diese Sequenzen machen die Protagonistin so richtig erlebbar und sympathisch.


Fazit: Ein tolles Buch und wirklich jedem zu empfehlen, der historische Kriminalromane mag.

Bewertung vom 03.09.2023
Harris, C. S.

Das Geheimnis von Camlet Moat


ausgezeichnet

Auch diesen siebten Band der Reihe habe ich wieder gerne gelesen. Die Autorin hat sehr prägnante Hauptcharaktere erschaffen, mit einem hohen Wiedererkennungswert.
Zudem führt sie den Leser zurück ins London der Jahre um 1812, was an sich auch schon sehr reizvoll ist. Abzutauchen in eine völlig andere Welt. Hier gibt es keine forensischen Institute, sondern alles läuft auf die gute, alte Kombinationsgabe hinaus. Wer könnte ein Motiv haben, und wer kennt jemanden, der darüber berichten könnte. Alle Figuren sind sehr lebhaft geschildert und die Autorin versteht es auch, die Vergangenheit der Protagonisten so geschickt mit einzuweben, sodass abseits des Kriminalfalles immer wieder neue Überraschungsmomente entstehen, die den Leser dazu verleiten, auch den nächsten Band noch lesen zu wollen. Wer ist Jamie Knox wirklich? Und welches Geschlecht wird das Baby haben? Finden Hero und Sebastian weiter zusammen? All diese Fragen bringen ebenfalls eine gewisse Spannung in das Buch. Zudem ist sehr deutlich zu lesen, wie die Vermögensverhältnisse früher waren. Bettelarm , die meisten Menschen, ohne Lobby, reduziert auf ihre Arbeitskraft und ihren Überlebenswillen.
Hier findet Sebastian eine gute Balance zwischen seinem Stand und dem Miteinander mit seinen Mitmenschen. Den Fall um Heros ermordetet Freundin fand ich ebenfalls spannend und gut ausgearbeitet. Eine Menge Verdächtige tummeln sich, und das Ende ist dann dennoch überraschend.


Fazit: Ein schillernder und facettenreicher Krimi, mit vielen wunderbar ausgearbeiteten Protagonisten und einer schönen , mörderischen Geschichte. Eine klare Leseempfehlung für alle, die historische Krimis lieben .

Bewertung vom 30.08.2023
Bott, Ingo

Gefährlicher Freispruch / Strafverteidiger Pirlo Bd.3


ausgezeichnet

Auch im dritten Teil bin ich wieder durch die Seiten geflogen. Man muss sich allerdings in dieser Reihe auf drei Dinge einlassen können.
Erstens: Pirlo, ein Genie im Gerichtssaal, privat eher ein chaotischer Querkopf mit Hang zu falschen Frauen und zur Melancholie. Der in zwei verschiedenen Welten lebt, und beide nicht miteinander vereinen kann und schon gar nicht will. Was ihn einsam macht. Und irgendwie auch starrköpfig, und geheimnistuerisch.
Zweitens: Sophie. Sie bleibt sich treu. Brillant in ihren Gedächtnisleistungen, jedoch mangelt es anderen Körperteilen an Zuwendung. Hier versucht sie Abhilfe zu schaffen, und findet einige Kandidaten, die mehr oder weniger interessant sind. Aber wem gehört ihr Herz wirklich?
Drittens: Der Schreibstil, und die Art, wie das Buch aufgebaut ist. Es geht teilweise sehr klamaukig zu, das muss man mögen. Wobei die Wortschöpfungen absolut genial sind. Und die verschiedenen Zustandsbeschreibungen tragen nicht gerade zum Heben der Spannung bei, sind aber wahnsinnig scharfsinnig und direkt aus dem Leben. Es gibt in dieser Reihe keinerlei Ermittlungsarbeit seitens der Polizei, sondern es dreht sich alles um die juristische Seite, wobei der Autor es da durchaus schafft, all diese furchtbaren Paragrafen erlebbar, und das Justizwesen an sich verstehbar zu machen. Gut fand ich, dass der Autor das Thema Pandemie aufgearbeitet hat, denn es passt hervorragend zum schnodderigen Sprachstil, dass man als Leser eh die (umgangssprachlich: Mund) voll hat von dem Thema.
Einige Passagen hätten ein wenig besser ausgearbeitet sein können, um dem Leser einen besseren Überblick über das Geschehen vermitteln zu können, gerade zum Ende hin war es mir zu wenig Erklärung der Auflösung. Ich liebe den Stil des Autors, der mit manchmal recht verrückten Wortschöpfungen und jeder Menge pauschaler Überzeichnung Gegebenheiten zu Papier bringt, die nahezu jeden Menschen tatsächlich berühren, anfassen, anfressen, oder mutlos werden lassen. Wie z. B. das Thema Subventionen für Corona – Start – Ups. Oder das Thema, welchen Typen Sophie wohl mit nach Hause nehmen sollte :).

Wieder ein klasse Buch mit zwei erinnerungswürdigen Protagonisten.

Bewertung vom 29.08.2023
Walker, Julie Ann

Back in Black (Black Knights Inc: Reloaded, #1) (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

And within the first few pages, I realized how much I missed them. There is a brand new team, but the setting is the same. This one is about Hunter Jackson and Grace Beacham.
They met a while ago and couldn't get over each other. Now Grace needs help. Appearance Hunter
And, oh man, they have a lot to go through. They have to play hide and seek with Grace's department and a highly armed henchman, also known as Orpheus.
The plot is gripping from the first page, with many twists and turns and packed with action. That's the style I like to read. When danger and love hold the balance and you turn page after page to find out what happens next.
Hunter is kind of a part-time recluse, but Grace takes the edge off his pain. Grace has a great family, but is disappointed in her current life. So Hunter can help her out of that. I love these two characters, they show strength and try to support each other, certainly with the help of the rest of the BKI team. It is a lot of fun to read that Julie Ann Walker has always had a glimpse of the next couple, in this case especially Sam and Hannah. The bickering overlays the current danger and makes for a lot of fun and some breathing room in a packed action story. I also love the way she describes everything from different points of view. What the person thinks about themselves and how the person they are facing thinks about them. So the reader gets many views of the same person from different angles, and that makes everyone in this book wonderfully described and characterized. I can hardly wait to see what Hurricane Hannah and Sam will experience.