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Ich bin seit 2012 Bloggerin und Ihr findet mich auf instagram unter: katisbuecherwelt

Bewertungen

Insgesamt 341 Bewertungen
Bewertung vom 21.01.2026
Stone, Emily

Mein Dezember mit dir


ausgezeichnet

Zum Cover:

Schon beim ersten Blick hat mich das Cover sofort in eine winterliche Wohlfühlstimmung versetzt. Besonders der perlmuttfarbene Überzug, der im Licht zart schimmert und die Farben lebendig wirken lässt, macht das Buch zu einem echten Blickfang. Das sanfte Grün, durchzogen von funkelnden Lichtpunkten, Schneeflocken und einem Hauch von Magie, erinnert an einen leuchtenden Dezemberhimmel. Wunderschön harmoniert dazu der weiße, geschwungene Titelschriftzug, der sich elegant und weich in diese Farbwelt einfügt.

Im unteren Bereich öffnet sich eine romantische Winterkulisse: eine verschneite Brücke, ein alter Laternenmast und ein Paar, das sich liebevoll in den Armen hält. Dieser ruhige Moment voller Nähe verstärkt das warme, verträumte Gesamtgefühl des Covers.

Ein stimmiges, atmosphärisches Cover, das mich mit seinem perlmuttfarbenen Glanz und der winterlichen Gestaltung sofort angesprochen hat.

Meine Meinung:

“Mein Dezember mit dir” von Emily Stone hat mein Herz tief berührt – von der ersten Seite an wusste ich, dass mich hier eine ganz besondere Reise erwartet.

Lexie war mir von Beginn an sehr sympathisch. Ihre offene, mutige Art zieht einen sofort hinein – auch wenn ich ihre kleinen Notlügen gegenüber ihrer Mutter und ihrer Freundin nicht immer ganz nachvollziehen konnte. Besonders ihr Schmerz über die Trennung ihrer Eltern war greifbar und sehr berührend. Ebenso ihre innere Zerissenheit gegenüber ihrer Halbschwester Rachel, die eine ganz andere Version ihres gemeinsamen Vaters erlebt hat. Dies zu akzeptieren, fiel Lexie sichtlich schwer – und genau das machte sie menschlich.

Wunderschön zu beobachten war, wie zwischen den Schwestern Stück für Stück ein zartes Band entsteht. Ein Band, das aus Unsicherheit wächst, durch Verständnis stärker wird und irgendwann zu echter Nähe führt.

Rachel selbst ist eine sehr emotionale Figur, deren Trauer tief unter die Haut geht. Auch sie trägt ihr eigenes Päckchen mit sich herum und hofft zugleich – vielleicht sogar unbewusst – auf Unterstützung von Lexie. Die Dynamik zwischen den beiden hat mich oft bewegt.

Theo hingegen steht als engagierter Mitarbeiter mitten im Druck der Firma. Er möchte Richards Erbe bewahren – koste es, was es wolle – und fühlt sich verpflichtet, seinen Platz gut auszufüllen. Lexies anfängliche Ablehnung gegenüber der Firma macht es ihm nicht leicht, und doch wächst zwischen ihnen langsam ein zarter Funken der Zuneigung. Die Liebesgeschichte entwickelt sich ruhig, natürlich und mit wunderbaren prickelnden Momenten.

Ein echter Herzenscharakter war für mich Ange – die gute Seele von R+L Travels. Sie hält alles zusammen, unterstützt jeden, und ohne es zu erzwingen, bringt sie Lexie und Theo durch liebevolle Schubs-Momente immer wieder auf den richtigen Weg.

Besonders gefallen haben mir die gemeinsamen Reisen nach Frankreich, Madrid und Island. Die Beschreibungen waren so bildhaft, dass ich das Gefühl hatte, gemeinsam mit Lexie durch kleine Gassen zu schlendern, neue Kulturen zu entdecken oder in einem Café innezuhalten. Diese Reiseelemente haben der Geschichte eine unglaublich lebendige Tiefe gegeben.

Auch das Treiben in der Firma selbst war spannend zu verfolgen. Zu sehen, wie Lexie sich immer mehr darauf einlässt, Verantwortung übernimmt und beginnt, sich um die Mitarbeiter zu sorgen, fand ich sehr authentisch. Ihre Entwicklung war nicht immer glatt, sondern geprägt von Ecken und Kanten – doch genau das macht sie so überzeugend.

Besonders berührt hat mich das Wunschglas, eine liebevolle Tradition zwischen Lexie und ihrem Vater Richard. So einfach, und doch so zauberhaft. Ein Glas voller kleiner Wünsche, Erinnerungen und Hoffnungen – ich kann mir gut vorstellen, selbst so ein Glas zu führen.

Das Buch ist kein klassischer Weihnachts- oder Winterroman, sondern begleitet seine Figuren über ein ganzes Jahr hinweg. Dadurch entsteht ein intensiver, natürlicher Verlauf, der Themen wie zweite Chancen, Trauer, Abschiednehmen und Neuanfänge sehr feinfühlig miteinander verbindet.

Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und vor allem emotional. Ich war beim Lesen komplett drin, habe mitgefiebert, mitgefühlt und an vielen Stellen innegehalten. Die Nebenfiguren fügen sich stimmig ein und geben der Geschichte zusätzlichen Tiefgang.

Diese Story hat mein Herz wirklich berührt – und ich denke, sie wird noch lange in mir nachklingen. Ich habe mich unglaublich wohl und angekommen in dieser Welt gefühlt und möchte definitiv mehr von der Autorin lesen.

Fazit:

Ein emotionaler Roman voller Wärme, Hoffnung und innerem Wachstum. Mit authentischen Charakteren, wunderschönen Reiseszenen und einer berührenden Familiengeschichte, die lange nachhallt. Das Wunschglas ist das besondere i-Tüpfelchen, das dieser Geschichte eine magische Note verleiht. Ein Buch, das mich tief berührt hat und das ich von Herzen weiterempfehlen kann.

Bewertung vom 18.01.2026
Herzog, Katharina

Eine Prise Liebe / A Taste of Cornwall Bd.1


ausgezeichnet

Meine Meinung:

Schon die Grundidee dieser Geschichte hat mich sofort abgeholt: Eine Foodblogger-Journalistin im Mittelpunkt, kombiniert mit Küche, Restaurantalltag und dem idyllischen Setting Cornwalls. Genau mein Ding. Und ich kann direkt vorwegnehmen: Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und mir unglaublich viel Freude bereitet.

Der Plot rund um Sophie, ihre Arbeit als Foodjournalistin und alles, was mit Foodblogging und Kochen zu tun hat, war für mich absolut faszinierend. Ich habe es geliebt, den Tätigkeiten in der Küche zu folgen – so sehr, dass ich beim Lesen selbst sofort Lust bekam, Neues auszuprobieren. Mir lief mehr als einmal das Wasser im Mund zusammen, denn die Gerichte sind so bildhaft beschrieben, dass ich sie förmlich vor mir sehen und fast riechen konnte.

Das Restaurant Smuggler’s Inn wurde derart lebendig dargestellt, dass ich das Gefühl hatte, mich darin blind zurechtzufinden. Besonders schön fand ich die Botschaft, dass kleine Erneuerungen oft schon ausreichen, um etwas wieder zum Laufen zu bringen – ohne alte Gegebenheiten und liebgewonnene Gewohnheiten komplett über Bord zu werfen, sondern sie behutsam zu integrieren.

Cornwall selbst ist ein absolutes Highlight: idyllisch, atmosphärisch und mit so viel Liebe beschrieben, dass ich mich gedanklich sofort in dieses Dorf versetzt habe. Ehrlich gesagt wollte ich dort am liebsten selbst einziehen.

Die urige, teils eigenwillige, aber durchweg liebenswerte Dorfgemeinschaft hat mich vom Fleck weg um den Finger gewickelt. Die Nebenfiguren mochte ich besonders gern – ich konnte sie mir perfekt an ihrem Stammtisch vorstellen, wie sie genüsslich essen und Neuerungen erst einmal skeptisch beäugen.

Sophie trägt ein schweres Päckchen: eine verlorene Kindheit, das schwierige Verhältnis zu ihrem Vater ohne echte Versöhnung vor seinem Tod, eine frische Scheidung und die Angst, sich jemals wieder auf die Liebe einzulassen. All das machte sie für mich sehr greifbar und authentisch.

Ihre Tochter Riley tat mir unglaublich leid. Erst der Shitstorm um ihre Mutter, dann die Trennung der Eltern und schließlich der unfreiwillige Umzug von London nach Cornwall – weg von allem, was sie kennt und liebt. Ihre Entwicklung zu verfolgen, war für mich besonders berührend. Zu sehen, wie sie Stück für Stück in Cornwall ankommt und wieder Lebensfreude findet, ging mir sehr ans Herz.

Tanya, Sophies Mutter, ist eine absolute Herzensfigur. Warmherzig, humorvoll und einfach liebenswert – allein die Geschichte mit den Haschkeksen in der Seniorenresidenz hat mich schmunzeln lassen. Sie weckte in mir den Wunsch nach genau so einer Oma, was mich gleichzeitig auch sehr emotional berührt hat.

Und dann ist da Lennox. Der Koch des Smuggler’s Inn. Anfangs etwas griesgrämig, aber mit einem unglaublich weichen Kern – und ja, auch optisch alles andere als uninteressant. Ich habe mich immer mehr in ihn verliebt. Die zarte Liebesgeschichte zwischen ihm und Sophie entwickelt sich langsam, gefühlvoll und sorgt für Herzklopfen, Prickelmomente und diese ganz besondere Spannung zwischen den Zeilen.

Die Geschichte wird überwiegend aus Sophies Perspektive erzählt, zwischendurch aber auch aus der Sicht anderer Figuren. Das hat mir sehr gefallen, da ich so einen tieferen Einblick in verschiedene Gefühlswelten bekommen habe. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und so atmosphärisch, dass ich mich beim Lesen gefühlt habe, als wäre ich selbst Teil der Dorfgemeinschaft.

Besonders spannend fand ich den Aspekt rund um Medien, Shitstorms und deren Auswirkungen. Sophie verliert nach einer ehrlichen – vielleicht etwas zu harten – Restaurantkritik ihren Job und sogar ihre eigene Show. Ihr verletztes Herz sprach in diesem Moment aus ihr. Die Geschichte zeigt sehr eindrücklich, was öffentliche Verurteilung mit einem Menschen machen kann und wie schwer, aber auch heilsam ein Neuanfang sein kann.

Fazit:

A Taste of Cornwall – Eine Prise Liebe ist für mich eine absolute Wohlfühlgeschichte mit Tiefe. Es geht um Verletzungen, Neuanfänge, Shitstorms im Medienbereich, Liebe und tiefe Freundschaften – eingebettet in eine warmherzige Dorfgemeinschaft, in der ich selbst nur zu gern leben würde.

Von Anfang bis Ende war ich vollkommen in der Geschichte versunken und nur ungern habe ich mich am Ende von all den liebgewonnenen Figuren verabschiedet. Auch wenn ich traurig war, Cornwall zunächst verlassen zu müssen, hat mir das Ende sehr gut gefallen. Umso größer ist nun meine Vorfreude auf Band 2 dieser Trilogie.

⭐ 5 von 5 Sternen – eine absolute Leseempfehlung mit Wholesome-Atmosphäre.

Bewertung vom 07.01.2026
Fried, Jana

Wiedersehen mit Herznote


gut

Zum Cover:

Für mich ist dieses Cover ein echtes Wohlfühlbild: eine wunderschöne Landschaft, die zum Träumen einlädt und sofort Lust macht, dem Alltag zu entfliehen. Es verspricht Emotionen, Nähe und Herzensmomente und passt damit perfekt zu einem Roman, der offenbar von Wiederbegegnungen, Gefühlen und inneren Reisen erzählt. Allein das Betrachten weckt Fernwehfeeling pur und macht neugierig auf die Geschichte, die sich hinter dieser Kulisse verbirgt.

Meine Meinung:

Mit großer Vorfreude habe ich zu „Wiedersehen mit Herznote“ gegriffen, denn ich war sehr gespannt auf diese Fortsetzung. Endlich durfte ich Mira und Alessandro wiedersehen und erfahren, wie es mit ihnen weitergeht. Nach einem kurzen Prolog als Rückblende knüpft die Geschichte nahtlos an Band eins an – und ich war sofort wieder mitten im Geschehen. Vertraute Orte und Erinnerungen kamen direkt zurück, was mir besonders gut gefallen hat.

Die Landschaftsbeschreibungen sind erneut wunderschön und schaffen eine dichte, bildhafte Atmosphäre. Beim Lesen fühlte es sich an, als würde ich selbst Sirmione am Gardasee erkunden. Ein absoluter Lesegenuss mit starkem Urlaubsfeeling.

Besonders schön fand ich das zarte Band der frischen Liebe zwischen Mira und Alessandro. Vorsichtig nähern sich die beiden an, während Mira noch sehr mit den Verletzungen aus ihrer Beziehung mit Max kämpft. Ihre Zurückhaltung schenkte mir viele echte Herzklopfmomente.

Gleichzeitig wurde das Bild der verletzten Mira sehr häufig wiederholt. Immer wieder fragte ich mich, warum sie trotz neuer Gefühle nicht loslassen kann. Die ständigen Vergleiche zwischen Max und Alessandro wirkten auf mich mit der Zeit etwas ermüdend, auch wenn sie inhaltlich nachvollziehbar sind.

Die tiefsinnigen Gespräche regten mich oft zum Nachdenken an und wurden durch humorvolle Dialoge angenehm aufgelockert. Schön eingebaut sind auch kleine Wissensmomente aus der Natur, die durch Alessandros Beruf als Biologe einfließen.

Der Schreibstil ist frisch und flüssig, man fliegt durch die Seiten, auch wenn ich zwischendurch bewusst innehalten musste, um das Gelesene wirken zu lassen.

Miras wiederkehrende Gedankenspiralen und Panikattacken waren mir auf Dauer etwas zu häufig und ausführlich beschrieben. Zudem wirkten einige Szenenübergänge sehr abrupt – etwa bei wichtigen Ereignissen, die plötzlich vorbei waren, ohne dass man sie richtig miterlebt hat.

Auch Miras starker Wunsch nach einer eigenen Familie ging mir persönlich etwas zu schnell, da sie emotional noch mitten in einem Neubeginn steckt.

Das Ende war emotional, ließ für mich jedoch einige zentrale Fragen offen – besonders rund um das geplante Kinderdorf und familiäre Begegnungen, die ich gern miterlebt hätte.

Fazit:

Insgesamt hat mir dieser zweite Band “Wiedersehen mit Herznote” gefallen, wirkte auf mich jedoch etwas schwächer als der erste. Trotz kleiner Schwächen bleibt es ein emotionaler Roman mit Tiefgang, wunderschöner Kulisse und vielen intensiven Momenten.

⭐ 3,5 von 5 Sternen für einen unterhaltsamen Liebesroman mit Urlaubsflair.

Bewertung vom 07.01.2026
Lindberg, Karin

Winterknistern auf Schottisch (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Meine Meinung:

“Winterknistern auf Schottisch” ist bereits der siebte Band der „Liebe in Loch Ness“-Reihe, lässt sich aber völlig unabhängig lesen. Für mich war es das erste Buch der Reihe – und ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Ganz im Gegenteil: Die Geschichte hat in mir sofort die Neugier geweckt, auch die anderen Bände lesen zu wollen, besonders die von Deirdre. Eine winterliche Lovestory in Schottland, die mein Herz berührt und mir viele wohlige Lesestunden geschenkt hat.

Maggy sieht sich selbst als Nerd, kleidet sich unauffällig und fühlt sich am wohlsten auf Online-Gaming-Plattformen. Beruflich arbeitet sie im Personalwesen – ein Job, den sie hasst, den sie aber aus finanziellen Gründen und vor allem aus Rücksicht auf die Erwartungen ihres Vaters ausübt. Eigentlich träumt sie von etwas Kreativem, doch den Mut, sich von seinem Wunsch zu lösen, konnte sie bisher nicht aufbringen. Besonders ihr unterkühltes Verhältnis zu ihrem Vater ging mir sehr nahe: Nach dem Tod ihrer Mutter fehlt ihr jeglicher Halt, Liebe oder Anerkennung. Egal, was sie tut – sie scheint ihm nie zu genügen. Das tat beim Lesen wirklich weh.

Umso erleichterter war Maggy, dass ihre Freundin Deirdre sie nicht dazu zwingt, ihr Versprechen einzulösen, mit ihr shoppen zu gehen – denn Maggy hasst Shopping. Stattdessen lädt Deirdre sie spontan übers Wochenende nach Schottland ein. Eine Einladung, die für Maggy mehr verändert, als sie je erwartet hätte.

Lewis ist ebenfalls ein Nerd, arbeitet in der IT-Branche und entwickelt Computerspiele. Nach außen wirkt er wie ein arroganter, zerstreuter Freigeist mit deutlichen Spice-Vibes. Er ist Single, glaubt nicht mehr an die Liebe und lenkt sich mit wechselnden Bettgeschichten ab. Beruflich steckt er allerdings in einer kreativen Krise. Sein Freund Stuart (Deirdres Partner) rät ihm, für eine Weile komplett auf Frauen zu verzichten, um seine Kreativität wieder anzukurbeln. Genervt von den ständigen Ratschlägen schlägt Lewis auf eine Challenge ein: drei Monate kein sexueller Kontakt. Direkt nach der Zusage bereut er sie – und genau da nimmt die Geschichte Fahrt auf.

Die erste Begegnung zwischen Maggy und Lewis ist herrlich skurril – die zweite, bei der Maggy sich ausgerechnet bei ihm um einen Job bewirbt, noch mehr. Anfangs ist Maggy extrem nervös, doch sobald sie etwas auftaut, entstehen wunderbare, spitze Dialoge, bei denen ich mehrfach schmunzeln musste.

Besonders gefallen hat mir Maggys Entwicklung: Ihr Mut, London hinter sich zu lassen und in Schottland neu anzufangen – und das auch noch in einem völlig anderen Job – ist beeindruckend. Trotz ihrer schwierigen Kindheit und des lieblosen Elternhauses wirkt sie unglaublich stark. Mit jeder Seite wird sie selbstbewusster, findet zu sich selbst und lernt sogar, ihrem Vater endlich Grenzen zu setzen.

Lewis wiederum entpuppt sich hinter seiner lockeren, fast chaotischen Fassade als vielschichtiger Charakter. Sein Job war spannend zu verfolgen, und ich habe es geliebt, ihn gedanklich nach Tokio und auf die Malediven zu begleiten. Diese Einblicke haben der Geschichte zusätzlich Tiefe gegeben.

Die Nebencharaktere bestehen größtenteils aus glücklichen Paaren aus den vorherigen Bänden. Auch wenn man deren Vorgeschichten nicht kennt, fügen sie sich harmonisch ein und machen Lust, ihre eigenen Geschichten kennenzulernen.

Die Handlung spielt im winterlichen Schottland, ist aber zu jeder Jahreszeit wunderbar lesbar. Die Atmosphäre ist warm, gefühlvoll und lädt zum Abschalten und Genießen ein.

Der Schreibstil ist locker, frisch und sehr flüssig. Das Buch liest sich schnell weg und bietet pure Wohlfühllektüre. Besonders gefallen hat mir, wie zart und glaubwürdig sich das Band zwischen Maggy und Lewis entwickelt. Das langsame Kennenlernen, die leisen Herzklopfmomente und das zunehmende Knistern waren einfach wunderschön.

Ganz ohne seitenlange Spice-Szenen entfaltet die Geschichte eine enorme romantische Wirkung – genau mein Geschmack.

Ein kleiner Kritikpunkt: Die Darstellung von Maggys schlimmstem Vorgesetzten in London und dessen Verhalten gegenüber Deirdre wurde mir etwas zu häufig betont. Wenn man den vorherigen Band nicht kennt, entsteht kurz das Gefühl, einen Teil der Geschichte verpasst zu haben.

Fazit:

“Winterknistern auf Schottisch” ist eine gefühlvolle, unterhaltsame und romantische Lovestory, die das Herz zum Schmelzen bringt. Die Charaktere entwickeln sich glaubwürdig weiter, die Dialoge sind charmant und das Knistern zwischen Maggy und Lewis wächst ganz wunderbar – leise, intensiv und voller Emotionen.

⭐ 5 von 5 Sternen für diese gelungene Geschichte mit Herzmomenten und liebevollen Liebesgeständnissen.

Bewertung vom 07.01.2026
Buchholz, Andreas K.

Morden ohne Sorgen - Eine Flussfahrt, die ist tödlich


sehr gut

Zum Cover:

Dieses Cover hat mich sofort gepackt. Dackel Wilhelm blickt mich an – und als bekennender Dackelfan war ich augenblicklich schockverliebt. Diesem typischen Dackelblick kann man einfach nicht entkommen.

Mit Kapitänsmütze im Boot versprüht Wilhelm Charme, Neugier und genau die richtige Portion Humor. Für mich verkörpert er perfekt das, was ich mir von einem Cosy Crime erhoffe: Spannung mit Augenzwinkern und Wohlfühlfaktor.

Besonders schön finde ich den Schriftzug auf der tafelförmigen Gestaltung, die zugleich als Wiedererkennungsmerkmal der Reihe dient. Die Flusskulisse rundet das Cover stimmig ab und macht sofort Lust auf eine mörderisch gute Lektüre.

Meine Meinung:

Mit “Eine Flussfahrt, die ist tödlich” dem vierten Band der “Morden ohne Sorgen-Reihe” bin ich erneut in die wunderbar schräge und zugleich gemütliche Cosy-Crime-Welt von Andreas K. Buchholz eingetaucht – und ich habe mich vom ersten Moment an wieder wohlgefühlt. Sein Humor ist genau mein Geschmack: pointiert, manchmal herrlich makaber und durchzogen von Dialogen, bei denen ich mir das Schmunzeln nicht verkneifen konnte. Es fühlte sich ein bisschen an wie ein Wiedersehen mit guten Bekannten – nur eben mit Mordfall.

Es war einfach schön, all die altbekannten Figuren wiederzutreffen und gemeinsam mit ihnen in einen neuen Mordfall zu starten. Beim Lesen wurde ich selbst zum kleinen Kommissar und habe mitgerätselt, auch wenn mir der Fall bis zum Schluss nicht wirklich einsehbar war. Ein klein wenig mehr Irreführung oder falsche Fährten hätten mir hier noch zusätzliche Rätselfreude bereitet.

Parallel zum Lesen habe ich das Hörbuch gehört – und das war ein echtes Highlight. Es fühlte sich fast wie ein Hörspiel an, es fehlten nur noch die Nebengeräusche. Der Sprecher hat eine wundervolle Stimme und haucht jeder einzelnen Figur Leben ein, sodass ich komplett in die Geschichte eingetaucht bin. Vor meinem inneren Auge lief die Handlung wie ein Film ab.

Was soll ich sagen: Dackel Wilhelm hat mein Herz endgültig erobert. Er ist niedlich, frech und lockert den Fall mit seinen Aktionen immer wieder auf. Besonders begeistert hat mich, dass Wilhelm in diesem Band deutlich mehr Raum bekommt – was ich sehr begrüßt habe.

Als Dackelfrauchen habe ich so viele typisch dackelige Eigenarten wiedererkannt und dabei unzählige Parallelen zu meiner eigenen Hündin entdeckt. Diese liebevolle und authentische Darstellung macht Wilhelm für mich zu einem absoluten Highlight der Reihe.

Neben dem Mordfall – der unter anderem durch Aberglaube rund um die Zahl 13 und verschiedene Vorkommnisse angestoßen wird – lebt die Geschichte vor allem von ihren Figuren. Loebell sehnt sich eigentlich nach Zweisamkeit mit Fleur, doch seine Freunde, Kollegen und der Redaktionsalltag beim Stadtanzeiger funken ihm ständig dazwischen. „Alles für die Eins, immer alles für die Eins“ – dieser Satz seines Chefs hat sich mir fest eingeprägt.

Besonders gelungen finde ich, wie der Autor jede Figur individuell zeichnet. Niemand verschwimmt, niemand ist austauschbar – alle sind Unikate. Alte Figuren entwickeln sich weiter, neue Charaktere fügen sich stimmig ein. Köstlich waren für mich vor allem Tuans Sprachnachrichten: Ich konnte sie innerlich hören und mir die Szenen bildlich vorstellen.

Fazit:

“Eine Flussfahrt, die ist tödlich” der vierte Band der “Morden ohne Sorgen-Reihe” ist für mich ein rundum humorvoller, spannender und sehr unterhaltsamer Cosy Crime, der vor allem durch seine Figuren, die Dialoge und den unverwechselbaren Humor von Andreas K. Buchholz lebt. Dackel Wilhelm ist für mich das Herzstück dieser Geschichte – und ich freue mich jetzt schon riesig auf den nächsten Fall der Truppe. Mein Herz habe ich definitiv an diesen Dackel verloren.

Meine Bewertung: 4,5 von 5 Sternen

Bewertung vom 29.12.2025
Fast, Brooke

To Cage a Wild Bird


ausgezeichnet

Zum Cover:

Schon beim ersten Blick hat mich das Cover völlig in seinen Bann gezogen. Die auffällige rote Farbe sticht sofort ins Auge und lässt erahnen, wie intensiv die Geschichte sein wird. Besonders schön finde ich die goldenen Vögel, die Eleganz und zugleich das zentrale Thema Freiheit widerspiegeln. Ein echtes Highlight ist außerdem der wunderschön gestaltete Farbschnitt, der das Buch zu einem Blickfang im Regal macht.

Richtig geflasht war ich beim Abnehmen des Schutzumschlags: Darunter ist das Buch weiß und von schwarzem Stacheldraht umzogen – ein starkes, inhaltlich perfekt passendes Detail. Auch im Inneren überzeugt die Gestaltung, denn an den Kapitelanfängen tauchen erneut die fliegenden Vögel auf, die man bereits vom Cover kennt.

Insgesamt bin ich total begeistert von der Gestaltung. Dieses Buch überzeugt nicht nur durch seinen Inhalt, sondern ist auch optisch ein echtes Highlight.

Meine Meinung:

Schon ab der ersten Seite hat mich “To Cage a Wild Bird” gepackt. Die Geschichte startet mitten im Geschehen und wirft einen direkt in eine neue, raue Welt – ohne große Schonfrist. Anfangs war ich ehrlich gesagt etwas gefordert, mich in Dividium und dem Gefängnis Endlock zurechtzufinden, doch genau das hat später seinen ganz eigenen Reiz entfaltet.

Dividium ist eine Gesellschaft, die klar in drei Ebenen unterteilt ist: Unter-, Mittel- und Oberschicht – zwischen bitterer Armut und luxuriösem Reichtum. Diese Ungleichheit zieht sich gnadenlos durch alle Lebensbereiche.

Besonders erschütternd fand ich das Gefängnis Endlock. Auch hier gibt es Ränge und Klassen, sichtbar durch Farben und deutlich spürbar durch die Lebensbedingungen.

Unterer Rang: kaum Nahrung, keine Hygiene

Mittlerer Rang: bessere Versorgung und Briefkontakt zur Außenwelt

Oberer Rang: Luxus, Freiheiten und Privilegien

Das grausame Highlight: die Jagd, bei der Gefangene ums Überleben kämpfen, während Gäste der oberen Gesellschaft Credits zahlen, um daran teilzunehmen. Dieser Aspekt war brutal, verstörend und gleichzeitig unfassbar spannend.

Die erste Jagd war für mich eines der intensivsten Leseerlebnisse seit Langem. Ich hatte Herzklopfen, habe stellenweise die Luft angehalten und war komplett gefesselt.

Der Schreibstil ist düster, rasant, emotional und sehr bildhaft. Nach der anfänglichen Einfindungsphase war ich vollkommen in dieser Welt gefangen. Parallelen zu “Panem” oder “Squid Game” sind erkennbar, fühlen sich aber nicht kopiert an – vielmehr frisch und eigenständig.

Raven, unsere Protagonistin, hat mich tief beeindruckt. Sie gibt ihren Traum, Ärztin zu werden, auf, um für ihren Bruder Jed zu sorgen, nachdem ihre Eltern in Endlock ums Leben kamen. Um zu überleben, wird sie Kopfgeldjägerin – ein gut bezahlter, aber verachteter Beruf. Umso tragischer, dass sie schließlich selbst in Endlock landet, um Jed zu retten. Ihre Stärke, ihr Mut und ihre emotionale Tiefe haben sie für mich zu einer großartigen Hauptfigur gemacht.

Jed entwickelt sich vom ängstlichen jungen Mann zu jemandem, der Mut beweist und Verantwortung übernimmt. Seine Schuldgefühle gegenüber Raven haben mich sehr berührt.

Vale war von Beginn an mysteriös, anziehend und voller Geheimnisse. Die Spannung zwischen ihm und Raven war greifbar – ich habe jede gemeinsame Szene regelrecht inhaliert. Auch die Nebencharaktere waren facettenreich, mit Ecken und Kanten, manche liebenswert, manche nicht – genau das hat sie so real gemacht.

Die Spice-Szenen fügten sich für mich perfekt ein: prickelnd, leidenschaftlich, aber nie überladen oder dominierend. Sie waren ein gelungenes Beiwerk und haben die emotionale Tiefe der Geschichte verstärkt.

Das Ende war purer Nervenkitzel. Herzrasen, Atemaussetzer, Gänsehaut – ich war völlig fertig und wollte sofort wissen, wie es weitergeht. Dieses Buch hat mich nach anfänglicher Eingewöhnungsphase emotional und mental komplett abgeholt.

Fazit:

“To Cage a Wild Bird” ist eine düstere, spannende und emotionale Dystopie über Macht, Intrigen, Klassenunterschiede und den Kampf ums Überleben. Trotz einer kurzen Eingewöhnungsphase entfaltet sich eine faszinierende Welt, die mich nicht mehr losgelassen hat. Ich bin absolut begeistert und kann Band 2 kaum erwarten.

Bewertung vom 28.12.2025
Bailey, Ada;Gold, Alessia;Knopf, Anna

Meet Me Under the Mistletoe


gut

Zum Cover:

Schon optisch ist “Meet Me Under the Mistletoe” ein echtes Highlight. Das tiefgrüne Cover mit seinen goldenen Akzenten wirkt elegant und herrlich winterlich. Besonders der geprägte Titel hat es mir angetan – haptisch wunderschön, dazu glitzernd und funkelnd je nach Lichteinfall. Ein absolutes Highlight ist auch der traumhafte Farbschnitt, der das Buch im Regal zu einem echten Blickfang macht. Ein Cover, das sofort Lust auf gemütliche Weihnachtslesestunden weckt.

Meine Meinung:

“Meet Me Under the Mistletoe” versprach 24 (bzw. 25) romantische Kurzgeschichten für die Weihnachtszeit – perfekt portioniert für jeden Tag im Advent. Mit einer Mischung aus Romance, Fantasy, Queerness und Wintermagie war meine Erwartung hoch, besonders da mir die Adventskalenderbücher der letzten Jahre sehr gefallen haben.

Leider konnte mich diese Ausgabe nicht durchgehend überzeugen – auch wenn sie definitiv ihre Highlights hatte.

Diese Geschichten haben mich emotional abgeholt, berührt oder mir echtes Weihnachtsgefühl geschenkt:

A Second Chapter with You – Jennifer Wiley

Zweite Chancen, Wichtel, Kinder im Krankenhaus und leises Knistern. Sehr berührend erzählt und emotional tief für eine Kurzgeschichte.

Weihnachtszauber unter dem Mistelzweig – Sarah Saxx

Hotelsetting, ein überbelegtes Zimmer, ein Autor und eine schöne Überraschung. Stimmungsvolle Romantik pur.

Say it with Flowers – Christina Kaspar

Kleine Pechsträhnen, Weihnachtsmarkt und zwei Herzen, die zueinanderfinden. Wunderschön und gefühlvoll.

Silberne Tränen – Christian Handel

Queere Romantasy mit Tiefe: vergessene Vergangenheit, Spiegelstadt, Menschenwelt und eine Vernissage in einer Buchhandlung. Emotional und atmosphärisch stark.

Besonders schade fand ich, dass einige Stories eher wie Leseproben auf bestehende Romane der Autor:innen wirkten und kaum Raum ließen, um eine emotionale Bindung aufzubauen.

Fazit:

Meet Me Under the Mistletoe bot mir einige wunderschöne Highlights und hat mir neue Autor:innen nähergebracht, von denen ich definitiv mehr lesen möchte – darunter Christian Handel, Christina Kaspar, Jennifer Wiley und Sarah Saxx.

Insgesamt empfand ich dieses Adventskalenderbuch jedoch als schwächer und enttäuschender als die Ausgaben der letzten Jahre. Der weihnachtliche Zauber blieb für mich zu oft aus, viele Szenen waren schlicht zu kurz, um emotional wirklich anzukommen.

Trotzdem hatte das tägliche Lesen einer Kurzgeschichte seinen Reiz – und allein dafür hat sich das Buch gelohnt.

Meine Bewertung: 3,5 von 5 Sternen

Bewertung vom 28.12.2025
Römer, Lotte

Weihnachtsliebe auf den zweiten Blick


sehr gut

Zum Cover:

Schon beim ersten Blick auf das Cover von „Weihnachtsliebe auf den zweiten Blick“ war ich direkt verliebt. Die sanften Farben sind wunderschön aufeinander abgestimmt und versprühen sofort diese ruhige, gemütliche Winterstimmung, die man sich für eine Weihnachtslektüre wünscht.

Besonders begeistert hat mich der Farbschnitt, der perfekt zum Cover passt. Er wirkt richtig hochwertig und macht das Buch zu einem echten Hingucker. Insgesamt erinnert mich das Design an eine gemalte Wunderwinterlandschaft – weich, verträumt und einfach zum Wohlfühlen.

Meine Meinung:

Schon auf den ersten Seiten hat mich diese Geschichte mitten ins Herz getroffen. Direkt zu Beginn empfing mich purer Weihnachtszauber – allerdings mit einem tragischen Unterton. In einem Rückblick in Hannahs und Mias Kindheit erlebt man ihre traditionellen Weihnachtsausflüge mit dem Vater, die einst voller Wärme und Geborgenheit waren. Umso schmerzhafter ist das Wissen, dass dieser Zauber für Hannah seit dem Tod ihrer Mutter vor 15 Jahren verloren gegangen ist. Ihre Welt steht still – und Weihnachten ist für sie nur noch eine schmerzhafte Erinnerung.

Hannah ist ein sehr kritischer Mensch und findet immer irgendwo einen Haken. Seit dem Verlust ihrer Mutter lehnt sie Weihnachten konsequent ab, denn mit ihr ist für Hannah der gesamte Weihnachtszauber gestorben. Ihr Verlustschmerz sitzt tief und bestimmt ihr ganzes Denken und Handeln.

Besonders spürbar wird das im Konflikt mit ihrer Schwester Mia. Hannah kann nicht nachvollziehen, wie Mia die Weihnachtsfreude wiederfinden konnte und das Fest genauso liebevoll zelebriert wie ihre Mutter früher. Für Hannah fühlt sich das wie Verrat an, während sie selbst noch nicht bereit ist, loszulassen. Das Leben dreht sich weiter – aber an diesem Punkt ist Hannah noch lange nicht.

Auch ihr Vater hat einen Weg gefunden, mit der Vergangenheit abzuschließen und wieder glücklich zu sein. Doch statt Trost empfindet Hannah auch das als schmerzhaft, weil sie noch an dem festhält, was war. Diese familiären Spannungen wirkten auf mich sehr authentisch und emotional nachvollziehbar.

Ein absolutes Highlight war für mich der Kramperllauf. Diese Mythologie kannte ich so noch gar nicht und fand sie unglaublich spannend. Lotte Römer schafft es, dieses Event so bildhaft zu beschreiben, dass ich die ausgelassene Stimmung, die fantasievollen Masken und das wilde Treiben förmlich vor mir sehen konnte.

Als Hannah einen Vorfall beobachtet – ein Kramperl überschreitet seine Grenzen, schubst einen anderen und schlägt Zuschauer mit der Rute –, nimmt die Geschichte eine unerwartet spannende Wendung. Hannah beschließt, den Schuldigen zu entlarven und wird schließlich selbst zur Kramperlläuferin. Besonders toll fand ich, dass nicht vorhersehbar war, wer der „böse Kramperl“ ist und was wirklich dahintersteckt.

Sehr gefallen haben mir auch die ruhigeren Szenen. Hannah arbeitet gemeinsam mit ihrer Freundin Cleo in einer Bäckerei, und die kurzen Einblicke in den Arbeitsalltag haben für echte Wohlfühlmomente gesorgt. Ich habe es sehr genossen, diesem Treiben zu folgen.

Cleo bringt dabei eine schöne Leichtigkeit in die Geschichte und ist fest davon überzeugt, dass Hannah lange genug allein war und dringend einen Mann braucht.

Zuckersüß ist außerdem Hannahs kleine Nichte Resi. Man merkt sofort, wie wichtig sie Hannah ist – für Resi würde sie alles tun. Diese Beziehung hat mich sehr berührt und zeigt, dass Hannah trotz ihrer verschlossenen Art ein großes Herz hat.

Die Geschichte handelt von Trauerbewältigung, vom Wiederfinden des Weihnachtszaubers, vom Loslassen und davon, neue Wege einzuschlagen. Tiefe Freundschaften entstehen, alte Wunden werden aufgerissen – und langsam beginnt Heilung.

Der Schreibstil ist warmherzig, mitfühlend und sehr bildhaft. Die Gefühlswelten der Charaktere sind stimmig und nachvollziehbar, und die Geschichte ist durchweg atmosphärisch geschrieben. Sie versprüht unheimlich viel Wärme und Weihnachtsmagie – ehrlich gesagt glaube ich, dass mit dieser Geschichte selbst der größte Grinch zum Weihnachtsliebhaber werden kann.

Romantik ist definitiv vorhanden, steht aber nicht im Mittelpunkt der Handlung. Mir persönlich hat ein wenig das Herzklopfen und das Knistern zwischen den Protagonisten gefehlt – hier hätte ich mir emotional noch etwas mehr Tiefe gewünscht. Dennoch passt die Zurückhaltung zur Geschichte und zu Hannahs innerem Zustand.

Fazit:

“Weihnachtsliebe auf den zweiten Blick” ist eine gefühlvolle, stimmungsvolle Weihnachtsgeschichte mit Tiefe, leiser Spannung und ganz viel Herz. Besonders die Themen Trauer, Familie und Neuanfang wurden für mich sehr authentisch umgesetzt. Kleine Abzüge gibt es für die etwas zurückhaltende Romantik, insgesamt hat mich das Buch aber wunderbar durch die Weihnachtszeit begleitet.

Bewertung vom 21.12.2025
Freud, Emily

Her Last Summer


sehr gut

Zum Cover:

Das Cover wirkt sofort atmosphärisch und spannungsgeladen und es hat mich persönlich auf Anhieb begeistert. Im oberen Teil sieht man eine kleine, dicht bewachsenen Tropeninsel - ein idyllisches, aber zugleich unheimliches Bild. Die Horizontlinie teilt das Cover in zwei Bereiche: Über Wasser herrscht sommerliches Licht und klare Tropenoptik, während unter der Wasseroberfläche eine dunklere, geheimnisvolle Stimmung entsteht. Die Gestaltung hat sofort meine Neugier geweckt: Es wirkt modern, tropisch und gleichzeitig bedrohlich - eine perfekte Kombination. Ein Thriller-Cover, das nicht nur ins Auge fällt, sondern wirklich unter die Haut geht.

Meine Meinung:

Manchmal begegnet einem ein Buch, das schon beim ersten Blick aufs Cover ein leichtes Kribbeln auslöst - und genauso ging es mir mit “Her last Summer“ von Emily Freud. Die düstere, tropische Atmosphäre versprach Spannung pur, und genau das habe ich bekommen: einen Thriller, der sich wie eine Mischung aus True-Crime-Dokumentation und packender Abenteuergeschichte liest. Mitreißend, geheimnisvoll und voller Gänsehautmomente.

Schon ab den ersten Seiten hat mich die Story vollkommen in seinen Bann gezogen. Die Kulissenbeschreibungen sind absolut genial. Emily Freud versteht es, den Dschungel Thailands so eindrücklich zu schildern, dass ich mich fühlte, als wäre ich selbst vor Ort: die drückende Tropenhitze, das Summen unsichtbarer Insekten, das Gefühl, dass hinter jedem Blatt eine Gefahr lauern könnte. Diese intensive Umgebung trägt maßgeblich zum Sog des Buches bei.

Besonders spannend fand ich die Erzählform. Die Geschichte wird aus der Sicht der Filmemacherin Cassidy erzählt, die unaufgelöste Fälle mit ihrem Team recherchiert und mit Hilfe von Interviews versucht, verborgene Wahrheiten aufzudecken. Abwechselnd zwischen gegenwärtiger Erzählperspektive und authentisch wirkenden Interviewpassagen gestaltet, hatte das Ganze für mich fast den Charakter einer echten Dokumentation - so real und greifbar fühlte es sich an.

Cassidy war für mich eine äußerst authentische Hauptfigur. Ihre dunkle Vergangenheit begleitet sie spürbar durch die Handlung, ohne sie zu erdrücken, und macht sie emotional greifbar und vielschichtig. Luke hingegen wirkte von Anfang an mysteriös auf mich. Obwohl er stellenweise sympathisch gezeichnet wird, haftet ihm stets eine düstere Aura an, die meine Skepsis nicht losließ. Auch die Nebencharaktere wurden facettenreich und glaubwürdig beschrieben - niemand blieb blass oder austauschbar.

Die Spannung ist ab Kapitel 1 spürbar und hält sich konstant bis zum Ende. Überraschende Wendungen sorgen dafür, dass man nie zu sicher sein kann. Gerade als ich dachte: Jetzt habe ich alles verstanden, überrascht mich die Autorin erneut mit einer Schockerkenntnis. Das Ende ist heftig, unerwartet und trifft mitten ins Mark - und dennoch bleiben keine offenen Fragen zurück.

Ich würde mich freuen, wenn Cassidys Geschichte in einem weiteren Buch weitergeführt würde. Ihre Vergangenheit und ihre Persönlichkeit bieten so viel potenzielles Erzählspektrum, dass es sich absolut lohnen würde, tiefer in ihr Leben einzutauchen.

Paralell zum Lesen habe ich auch das Hörbuch gehört, das mir insgesamt sehr gut gefallen hat - einzig die sehr ausgeprägten Zischlaute der Sprecherin Demet Fey haben mich zwischendurch etwas gestört.

Fazit:

“Her last Summer” von Emily Freud überzeugt mit einer dichten Atmosphäre, starken Charakteren, packender Spannung und einem Finale, das noch lange nachhallt. Für mich ein 4,5-Sterne-Buch, das mich bestens unterhalten, überrascht und begeistert hat.

Bewertung vom 16.12.2025
Sanders, Clara

Winterherzen in Chanting Hills (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Zum Cover:

Das Cover besticht durch eine stilvolle, nostalgische Gestaltung, die sofort ins Auge fällt. Die winterliche Landschaft mit dem liebevoll illustrierten Cottage wirkt traumhaft schön und lädt direkt zum Träumen ein. Besonders gelungen sind die feinen Glitzerelemente, die als Oberflächenveredelung den Schnee festlicher und lebendiger erscheinen lassen – ein Hauch von Wintermagie, der das gesamte Motiv veredelt.

Der geschwungene Titelschriftzug in glänzendem, metallic schimmerndem Rot fügt sich harmonisch in das Gesamtbild ein und verleiht dem Cover eine elegante, warme Note. Insgesamt entsteht ein stimmungsvoller erster Eindruck, der neugierig auf die Geschichte macht und perfekt in die winterliche Lesezeit passt. Ich persönlich finde dieses Cover wunderschön - ein echtes Highlight, das sofort ins Herz trifft.

Meine Meinung:

Schon auf den ersten Seiten wurde ich mitten ins Geschehen geworfen – ein Einstieg, der mich sofort abgeholt hat. Schritt für Schritt wurde ich an die Geschichte und ihre Charaktere herangeführt, sodass ich ohne Umschweife in der Handlung ankam und vollkommen darin eintauchen konnte.

Der Schreibstil ist unglaublich flüssig und angenehm zu lesen – die Seiten sind nur so an mir vorbeigerauscht. Dadurch konnte ich mich mühelos in die Geschichte fallenlassen und jedes Kapitel genießen. Parallel habe ich einige Passagen über das Hörbuch gehört, und die Sprecherin hat den emotionalen Ton der Geschichte perfekt eingefangen. Ihre warme, beruhigende Stimme hat der ohnehin berührenden Story noch mehr Tiefe verliehen.

Chanting Hills versprühte eine wunderschöne, warmherzige Atmosphäre. Beim Lesen bekam ich richtig Lust, selbst in dieses kleine, liebevoll geschmückte Dorf zu ziehen. Die winterlichen Gassen, die charmanten Cafés und die zauberhafte Umgebung wirkten so lebendig, dass ich sie am liebsten persönlich entdeckt hätte. Ein kleines i-Tüpfelchen wäre noch gewesen, ein paar Dorfbewohner mehr kennenzulernen, um das Gemeinschaftsgefühl noch stärker zu spüren – aber auch so war das Setting voller Winterzauber.

Die Charaktere waren allesamt sympathisch und authentisch. Isla ist mir sofort ans Herz gewachsen. Ihre warmherzige, kluge Art und ihre tiefe Liebe zu ihrer Kindertagesstätte „Fairyland“ waren absolut spürbar. Die Szenen mit den drei kleinen Kindern waren herzerwärmend und süß – und auch ihre Sorgen um ihren Sohn Ben oder um die Existenz ihrer Einrichtung waren greifbar und emotional nachvollziehbar.

Ben, ihr 15-jähriger Sohn, macht eine schwierige Phase durch. Sein Verhalten, seine Verschlossenheit und die schulischen Probleme wirkten absolut realistisch. Umso schöner war sein Wandel, als er in Chanting Hills Oliver und dessen Hündin Lou kennenlernt. Schritt für Schritt öffnet er sich wieder – ein leiser, aber berührender Entwicklungsbogen.

Oliver war mir ebenfalls von Anfang an sympathisch. Besonders sein Beruf hat mich fasziniert: Er baut Krippen mit einer Leidenschaft, die man in jeder Szene spürt. Die Annäherung zwischen ihm und Isla war sanft, glaubwürdig und warm – bis Missverständnisse die aufkommenden Gefühle auf die Probe stellen.

Ganz anders hingegen Harry, Olivers Onkel. Anfangs wirkte er wie ein verbitterter älterer Mann, der nur sein Business im Blick hat. Verbissen versucht er, die Tagesstätte zu sabotieren, um selbst zu expandieren. Doch im Laufe der Geschichte erfahren wir, warum er so hart und verschlossen geworden ist – und genau dieser Wandel war für mich ein echter Herzensmoment. Seine Hintergrundgeschichte hat mich tief berührt, und am Krippenspielabend, als ein klärendes Gespräch alles veränderte, flossen bei mir sogar Tränen. Ein absoluter Winterzauber-Moment.

Die zarte Liebesgeschichte zwischen Isla und Oliver ist präsent, aber angenehm zurückhaltend. Gleichzeitig rücken wichtige Themen wie die Existenzangst rund um „Fairyland“ sowie Mobbing unter Kindern in den Vordergrund. Diese Mischung ist wunderbar gelungen und gibt der Story viel emotionale Tiefe.

Fazit:

Winterherzen in Chanting Hills ist eine wunderschöne, winterliche Geschichte voller Wärme, Herz und Magie. Sie hat mich verzaubert, mir gemütliche Lesestunden geschenkt und mich emotional vollkommen abgeholt. Die Mischung aus Weihnachtszauber, Romantik und ernsten Alltagsproblemen ist hervorragend gelungen.

Ein kleiner Epilog nach Weihnachten hätte mich noch glücklich gemacht – einfach um zu erfahren, wie es den Charakteren weiter erging. Von mir gibt es klare 5 von 5 Sternen. Ein echtes Herzensbuch!