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Odina
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Bernau

Bewertungen

Insgesamt 104 Bewertungen
Bewertung vom 01.01.2026
Winning, Josh

Verbrenn das Negativ


sehr gut

Der Thriller „Verbrenn das Negativ" wurde von Josh Winning verfasst und erschien am 15. Dezember im Suhrkamp Verlag. Das Buch umfasst 374 Seiten und das atmosphärische Cover ist passend zum Titel gestaltet. In der Geschichte geht es um die Journalistin Laura Warren, die nach Los Angeles reist, um über das Remake eines Horrorfilms zu berichten, in dem sie als Kind selbst mitgespielt hat. Damals kam es am Set zu mysteriösen Todesfällen, die ihr Leben erschütterten. Kaum beginnen die neuen Dreharbeiten, sterben erneut Menschen. Laura muss sich ihrer Vergangenheit stellen, um dem tödlichen Fluch ein Ende zu setzen. Der Autor schreibt fesselnd und leicht verständlich. Durch eingestreute Drehbuchszenen, Interviews und Zeitungsartikel gewinnt der Roman an Dynamik und Authentizität. Die Spannung ist von Anfang an präsent und wird durch geschickt eingesetzte Horrorelemente zusätzlich verstärkt. Immer wieder wird man in die Irre geführt und überrascht. Die Figuren sind klar gezeichnet, besonders Laura steht im Mittelpunkt. Sie bleibt jedoch teils etwas blass. Die Nebencharaktere unterstützen die Handlung, bleiben aber für mich unauffällig. Insgesamt ist das Buch ein moderner Thriller, vor allem für Horror-Fans!

Bewertung vom 30.12.2025
Ware, Ruth

The Woman in Suite 11


ausgezeichnet

Der Thriller „The Woman in Suite 11" wurde Ruth Ware verfasst und erschien am 29. Dezember 2025 im dtv Verlag. Das Buch umfasst 416 Seiten und das mysteriöse Cover ist passend zum Titel gewählt. Die Geschichte setzt die Ereignisse aus dem Vorgänger "The Woman in Cabin 10" fort. Es geht um Lo Blacklock, die nach den traumatischen Ereignissen auf dem Kreuzfahrtschiff eine Einladung zur Eröffnung eines Luxushotels am Genfer See erhält. Dort hofft sie auf einen beruflichen Neuanfang und ein exklusives Interview mit dem Hotelbesitzer Marcus Leidmann. Doch als sie nachts in seine Suite gebeten wird, trifft sie auf eine unbekannte Frau, die sich als Marcus Geliebte ausgibt und behauptet, in Gefahr zu sein. Damit gerät Lo erneut in ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel. Die Autorin überzeugt mit ihrem eingängigen und fesselnden Schreibstil. Der Spannungsbogen ist sehr hoch und die Handlung wendungsreich. Die Figuren sind klar gezeichnet und übersichtlich angelegt. Besonders Lo als Hauptfigur hat mir sehr gut gefallen. Ihre Entwicklung, ihre Zweifel und ihre Entschlossenheit sind nachvollziehbar und machen sie zu einer glaubwürdigen, sympathischen Protagonistin. Insgesamt ist das Buch ein sehr guter Thriller, der sowohl Spannung als auch Tiefe bietet.

Bewertung vom 28.12.2025
Hooton, Richard

Der Tag, an dem Barbara starb


gut

Der Krimi "Der Tag, an dem Barbara starb“ wurde von Richard Hooton verfasst und erschien am 13. November 2025 im dtv Verlag. Das Buch umfasst 384 Seiten und das Cover ist passend zum Titel gestaltet. In der Geschichte geht es um die 89-jährige Margaret, die in ihrem nordenglischen Dorf auf eigene Faust ermittelt, als ihre Nachbarin Barbara ermordet wird. Unterstützung bekommt sie von ihrem 15-jährigen Enkel James, der ihr hilft, sich an eine wichtige Information zu erinnern, die Barbara ihr kurz vor ihrem Tod anvertraut hat. Der Schreibstil ist insgesamt flüssig und gut verständlich, jedoch werden die zahlreichen und ausführlichen Erinnerungen Margarets an ihren verstorbenen Ehemann mit der Zeit etwas langatmig und gewöhnungsbedürftig. Diese Rückblenden verlangsamen die Handlung und mindern die Spannung. Die Figuren sind übersichtlich und klar gezeichnet. Während einige Nebencharaktere eher blass bleiben, wirken Margaret und vor allem ihr Enkel James sympathisch. Auch der Umgang der Familie mit Margarets Gedächtnisproblemen wird einfühlsam dargestellt. Insgesamt ist das Buch ein eher mittelmäßiger Krimi mit mehr Warmherzigkeit anstatt Nervenkitzel.

Bewertung vom 11.12.2025
Johann, Petra

Wem du traust


ausgezeichnet

Der Krimi „Wem du traust“ wurde von Petra Johann verfasst und erschien am 8. Dezember 2025 im Aufbau Verlag. Das Buch umfasst 428 Seiten und das düstere, mysteriös gestaltete Cover macht bereits neugierig. In der Geschichte geht es um Eva, deren Leben aus den Fugen gerät, als Babysitterin Sofia nach einer Nacht mit Evas Mann Daniel spurlos verschwindet. Die Suche nach dem Mädchen bringt Angst und Zweifel und Eva fragt sich, ob sie Daniel noch trauen kann. Die Autorin überzeugt mit einem sehr flüssigen und bildhaften Schreibstil, der es leicht macht, in die Handlung einzutauchen. Die Spannung bleibt durchgehend hoch, sodass ich regelrecht durch die Seiten geflogen bin. Die Kapitel sind angenehm kurz, die Figuren klar gezeichnet. Besonders Eva und Susanne sind sehr nahbar und ihre Emotionen werden glaubhaft vermittelt, während die männlichen Charaktere eher distanziert und unsympathisch wirken. Insgesamt ist das Buch ein gelungener, wendungsreicher Krimi, den man nicht beiseite legen möchte.

Bewertung vom 06.12.2025
Marshall, Kate Alice

Eisnebel


ausgezeichnet

Der Thriller „Eisnebel“ wurde Kate Alice Marshall verfasst und erschien am 28. November 2025 im Piper Verlag. Das Buch umfasst 432 Seiten und das stimmungsvolle Cover macht bereits neugierig. In der Geschichte geht es um Theodora, die mit ihrem Verlobten Connor das abgelegene Idlewood-Anwesen besucht. Dort fühlt sie sich unerwünscht, wird von Drohnachrichten bedroht und von alten Albträumen verfolgt. Als sie eine erschütternde Entdeckung macht, beginnt für sie eine gefährliche Suche nach der Wahrheit über ihre eigene Vergangenheit. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm lesbar und sehr anschaulich. Besonders die winterliche Umgebung wird atmosphärisch und lebendig beschrieben und man findet auch schnell in die Handlung rein. Es ist durchgehend hochspannend. Immer wieder gibt es überraschende Wendungen, die die Handlung in eine neue Richtung lenken und das Bedürfnis wecken, immer weiterzulesen. Die Figuren sind klar und übersichtlich gezeichnet. Besonders Theo überzeugt als tiefgründige und starke Hauptfigur. Ihre Unsicherheit, ihre Verzweiflung und ihr Wille, die Wahrheit herauszufinden, sind authentisch und nachvollziehbar beschrieben. Dadurch wächst sie einem schnell ans Herz und man fiebert mit ihr mit. Insgesamt ist das Buch ein gelungener Thriller, den ich gerne weiterempfehle.

Bewertung vom 08.11.2025
Lillegraven, Ruth

Düsteres Tal


ausgezeichnet

Der Thriller „Düsteres Tal“ wurde von Ruth Lillegraven verfasst und erschien am 30. Oktober 2025 im List Verlag. Das Buch umfasst 368 Seiten und das geheimnisvolle Cover macht bereits neugierig. Obwohl es der dritte Band einer Trilogie ist, hatte ich keine Schwierigkeiten, in die Handlung einzusteigen. In der Geschichte geht es um Clara Lofthus, die mit ihrer Familie in Nairobi ein neues Leben begonnen hat und glaubt, ihre Vergangenheit hinter sich gelassen zu haben. Nach einer Heldentat während eines Terroranschlags wird sie in Norwegen gefeiert und zur Justizministerin ernannt. Doch als eine Leiche auftaucht und Journalisten ihre Vergangenheit aufdecken wollen, gerät Claras Leben erneut ins Wanken und sie weiß nicht mehr, wem sie noch trauen kann. Der Schreibstil ist sehr flüssig, die Kapitel sind eher kurz gehalten und wechseln zwischen verschiedenen Perspektiven, was die Spannung zusätzlich steigert. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen! Die Figuren sind klar und übersichtlich gezeichnet, vor allem Clara als Hauptfigur hat mich beeindruckt. Sie ist eine starke Persönlichkeit, bei der man immer wieder ins Grübeln kommt, was wirklich hinter ihrer Fassade steckt. Die Frage, wem sie trauen kann, zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman. Das Ende empfand ich als überraschend schnell und offen, auch ein wenig verwirrend. Insgesamt ist das Buch ein sehr gelungener kurzweiliger Thriller, den ich gerne weiterempfehle.

Bewertung vom 03.11.2025
Vego, Kristin

Spät am Tag


gut

Der Roman „Spät am Tag" wurde Kristin Vego verfasst und erschien am 18. August 2025 im Insel Verlag. Das Buch umfasst 141 Seiten und das Cover ist sommerlich gestaltet. In der Geschichte geht es um Johanne, eine Schriftstellerin Anfang dreißig, die auf der Suche nach Ruhe ein Zimmer in einem weißen Haus auf dem Land mietet. Dort entwickelt sich eine Beziehung zu Mikael, dem Bewohner des Hauses, und Johanne findet in der kargen Landschaft langsam ein neues Zuhause. Siebzehn Jahre später ist sie allein und beginnt, ihre Geschichte von Liebe, Verlust und den unsichtbaren Verbindungen zwischen Menschen und Orten aufzuschreiben. Die Autorin überzeugt mit einem flüssigen, bildhaften Schreibstil, besonders die stimmungsvollen Landschaftsbeschreibungen haben mir gut gefallen. Die Handlung verläuft jedoch ruhig und unspektakulär, Spannung bleibt weitgehend aus. Auch die Figuren bleiben eher oberflächlich und wirken auf Distanz gehalten. Insgesamt ist das Buch ein sehr kurzer durchschnittlicher Roman, der mich leider nicht überzeugen konnte.

Bewertung vom 01.11.2025
Åslund, Sandra

Dann ruhest auch du / Maya Topelius Bd.3


sehr gut

Der Krimi „Dann ruhest auch du“ wurde von Sandra Aslund verfasst und erschien am 30. Oktober im Ullstein Verlag. Das Buch umfasst 400 Seiten und das Cover ist im atmosphärischen Schwedenstil gehalten. Obwohl es sich um den dritten Band einer Reihe handelt, lässt sich das Buch problemlos eigenständig lesen. In der Geschichte geht es um Kriminalinspektorin Maya Topelius, die auf Öland in einer Schlossruine den Mord an einer Journalistin aufklären soll. Der Fall ist bereits der zweite seiner Art, und schon bald gibt es ein weiteres Opfer. Die Spur führt Maya und ihren Kollegen Pär tief in rechtsextreme Kreise. Als Maya eine Verbindung zu einem alten Trauma aus ihrer Schulzeit entdeckt, wird der Fall für sie persönlich und stellt sie vor große Herausforderungen. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und leicht verständlich, sodass ich förmlich durch die Seiten geflogen bin. Die angenehm kurzen Kapitel sorgen für einen konstanten Spannungsbogen. Die Figuren sind klar und lebendig gezeichnet, besonders Maya wirkt als Hauptfigur sympathisch und nahbar. Ihr persönlicher Bezug zum Fall macht sie menschlich, auch wenn mir nicht alle ihre Handlungen immer ganz schlüssig erschienen. Die Szenen mit ihren Freundinnen empfand ich teilweise als etwas langatmig und wenig relevant für die Haupthandlung. Insgesamt ist das Buch ein guter Krimi für alle Skandinavien-Fans.

Bewertung vom 30.10.2025
Izquierdo, Andreas

Über die Toten nur Gutes / Ein Trauerredner ermittelt Bd.1


sehr gut

Der Krimi „Über die Toten nur Gutes“ wurde von Andreas Izquierdo verfasst und erschien am 16. September im Dumont Verlag. Das Buch umfasst 304 Seiten und das Cover ist humorvoll gestaltet. In der Geschichte geht es um Mads Madsen, der in Glücksburg an der Ostsee als Trauerredner arbeitet. Nach dem Tod seines alten Freundes Patrick soll er die Abschiedsrede halten. Bei seinen Nachforschungen stößt Mads auf dunkle Geheimnisse und ein Netz aus Lügen, das nicht nur ihn, sondern auch seine Familie und Freunde in Gefahr bringt. Schnell wird klar: Die Wahrheit könnte tödlich sein. Der Autor überzeugt mit einem angenehm flüssigen, lockeren und schlichten Schreibstil, der durch pointierten Humor und gut lesbare Sätze besticht. Dadurch gelingt es, unmittelbar in die Handlung einzutauchen. Die Spannung bleibt solide, mit einigen dezenten Wendungen, die die Geschichte interessant halten. Besonders gelungen sind die Figuren von Mads und seinem Vater Fridtjof, die sympathisch und authentisch wirken. Die Nebencharaktere bleiben dagegen etwas oberflächlich und hätten mehr Tiefe vertragen können. Insgesamt ist das Buch ein unterhaltsamer und lesenswerter Krimi, der mit Witz, Charme und einer originellen Handlung überzeugt.

Bewertung vom 28.10.2025
Hart, Emilia

Unbeugsam wie die See


gut

Der Roman „Unbeugsam wie die See" wurde von Emilia Hart verfasst und erschien am 26. August 2025 im HarperCollins Verlag. Das Buch umfasst 416 Seiten und das Cover ist ansprechend gestaltet. In der Geschichte geht es um drei Frauen, deren Leben über verschiedene Jahrhunderte hinweg mit dem Meer verbunden sind. 2019 flieht Lucy nach einem beängstigenden Vorfall zu ihrer Schwester Jess an die australische Küste, doch Jess ist verschwunden. In der Kleinstadt häufen sich mysteriöse Ereignisse: Männer verschwinden, ein Baby wird gefunden, Seeleute hören Frauenstimmen auf den Wellen. 1999 wächst die sechzehnjährige Jess isoliert in einer Kleinstadt auf, geplagt von einer Wasserallergie, bis eine Kunstlehrerin sie ermutigt. Im Jahr 1800 werden die Zwillinge Mary und Eliza nach Australien verbannt. Auf der Überfahrt spüren sie seltsame Veränderungen und das Meer scheint sie zu rufen. Die Autorin schreibt in einem flüssigen und bildhaften Stil und lässt die verschiedenen Zeitstränge abwechselnd zu Wort kommen, was für Abwechslung und Atmosphäre sorgt. Die Grundidee des Romans ist originell und stimmungsvoll, jedoch bleibt die Spannung über weite Strecken eher verhalten, manche Passagen wirken etwas langatmig. Die Figuren sind übersichtlich und klar gezeichnet, allerdings fehlt es an emotionaler Tiefe. Insgesamt ist das Buch ein durchschnittlicher Roman mit solider Umsetzung.