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Benutzername: becca
Wohnort: Maulbronn
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Danksagungen: 5 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 15 Bewertungen
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Bewertung vom 28.02.2015
Kopf hoch, sprach der Henker
Werner, Michael-André

Kopf hoch, sprach der Henker


gut

Kein Entrinnen...
Der Titel dieses Buches begeisterte mich derart, dass ich sehr hohe Erwartungen an das Buch hatte, die es nicht ganz halten konnte. Die Geschichte der Stipendiaten/innen fängt mittendrin mit dem 19. Tag des Künstlerstipendiums im irischen Nirgendwo an. Sehr schnell wird klar, dass so gar nichts in Ordnung ist.
Dadurch war ich echt gespannt, wie es weitergeht, dann nachfolgend wird chronologisch aus der Sicht von Karsten erzählt, der sich dieses Stipendium erschlichen hat und ein sympathischer „Nichtkünstler“ und ein eher unabsichtlich egoistischer Lebenskünstler ist. Teilweise wird es etwas zäh, denn die Tage schleichen so dahin, die meisten langweilen sich, weil kein Arbeitsmaterial da ist, denn der egoistische Organisator ist extrem vergesslich und hat kein Interesse an den Teilnehmern. So habe ich mich als Leser auch teilweise gelangweilt.
Doch die Geschichte nimmt Fahrt auf, teilweise erinnerte mich das Techtelmechtel an Klassenausfahrten, nur dass halt noch eine Leiche auftaucht und so spitzt sich die Geschichte mit einem steten Augenzwinkern rasant zu.
Denn aus der maroden Einöde gibt es anscheinend kein Entrinnen, da kein Handyempfang noch ein Telefonanschluss vorhanden ist.
Der Schluss gefiel mir, dramatisch, aber nicht unrealistisch, er regte mich auch zum Nachdenken an.

Bewertung vom 28.02.2015
Broken Dolls - Er tötet ihre Seelen / Jefferson Winter Bd.1
Carol, James

Broken Dolls - Er tötet ihre Seelen / Jefferson Winter Bd.1


sehr gut

Spannend!
Dieser Thriller ist spannend bis auf die letzte Seite. Jefferson Winter muss damit leben, dass sein Vater ein Serienkiller war und evtl. auch etwas davon in den Genen hat.
Seine Hochbegabung und Haare hat er schon einmal geerbt. So jagt er als Profiler einen Serienmörder nach dem anderen und jettet über die ganze Welt.
Auch in London muss er den dortigen Ermittlern unter die Arme greifen. Als Unterstützung hat er die wunderschöne Polizistin Templeton, mit der er immer wieder mal verbal herumplänkelt. Dies lockert die tragischen Vorkommnisse in diesem Buch auf. Der Leser lernt die fünfte Frau kennen und verstehen, erlebt mit, wie sie entführt und gequält wird. Diese Szenen sind glücklicherweise nicht ganz so eklig, wie ich sie erwartet hatte. Die Jagd nach diesen perfiden Killer, er raubte vier Frauen ein Teil des Gehirns, wird bis zur Unerträglichkeit spannend. Auch wird das bisschen Leben der vier sehr geschädigten Frauen eindrucksvoll geschildert.
Der Schluss war mir zu übertrieben, wie ein amerikanischer Aktionsstreifen. Eine Tatsache fand ich am Ende unlogisch, so dass ich einen Punkt in der Bewertung abziehe. Dennoch hoffe ich, dass bald ein weiterer Fall für Jeffeson Winter niedergeschrieben wird und ich hoffe, dass auch die Polizistin Templeton wieder mit von der Partie ist.

Bewertung vom 30.11.2014
Waidmannstod / Kommissar Voss Bd.1
Leo, Maxim

Waidmannstod / Kommissar Voss Bd.1


sehr gut

Waidmannstod ist ein Krimi, der langsam anfängt aber dann immer spannender wird und bis zum Schluss wusste ich nicht, wer der Mörder ist. Der Krimi passt sehr gut zum November. Draußen nasskalt und daheim schön kuschelig. Die Leichen werden im modrigen Herbstwald gefunden, die erste unmittelbar nach einer Treibjagd. Ein im Wald hingerichteter Toter und viele Jäger. Ich konnte beim Lesen förmlich den Wald und die Jagdhörner riechen. Der gespenstische Wald mit den gefährlichen Moorschlammlöchern liegt im tiefsten Brandenburg. Dies ist die Heimat von Kommissar Daniel Voss, ein unverheirateter Mittvierziger. Er kehrte nur zurück, weil sein Vater gestorben ist und seine Mutter auf sich allein gestellt und ein Pflegefall ist. So halten ihn nicht nur die Mordfälle auf Trab, sondern auch seine Mutter und ihre polnische Pflegerin. Denn was Frauen anbelangt, ist er ein noch wenig beschriebenes Blatt. Aber auch die schweigsamen Brandenburger sind für seine Ermittlungen nicht gerade förderlich. Wobei Voss natürlich auch nicht gerne viel redet. Da es in seinem Dorf nicht viele Alternativen gibt, angeln dort die meisten Männer oder jagen. Doch die Jäger halten alle zusammen und machen die Ermittlungen schwierig. Der Autor nimmt auch das brisante Thema der Windkraftanlagen in sein Buch auf und macht es damit hochaktuell. Das machte mir das Buch noch interessanter. Auch sehr gut gefallen hat mir die prägnante Beschreibung des Waldes und der Vögel. Der Autor scheint die Natur zu mögen. Ein sehr lesenswerter Krimi der mir gut gefallen hat.

Bewertung vom 30.11.2014
myboshi - 4 Seasons
Jaenisch, Thomas; Rohland, Felix

myboshi - 4 Seasons


ausgezeichnet

Dieses Boshi-Buch hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen. Dies ist mein drittes Boshi-Buch und ich bin im 7. Häkelhimmel.
Es ist für jeden und für jede Jahreszeit etwas dabei. Der Schwierigkeitsgrad ist mit Eicheln gekennzeichnet. So haben auch Anfänger schnell Erfolgserlebnisse.
Aber auch für Häkelspezialisten sind tolle Muster dabei. Sehr angetan bin ich von der Mütze „Shiga“, eine sehr raffinierte Mützen, die an Eiszapfen erinnert. Ich freue mich schon regelrecht auf die kalten Tage, damit ich diese tolle Mütze tragen kann.
Begeistert hat mich auch das Kuscheltier, ein putziger Igel, den ich mir als Sofakissen häkeln werde.
Auch pfiffige Strickmodelle sind erklärt, doch da habe ich mich noch nicht herangetraut, aber kommt sicherlich noch, denn das Stricktop und den Loopschal finde ich sehr ansprechend.
Das Buch ist sehr hochwertig gestaltet, mit Hardcover, Schutzumschlag und Boshi-Labels, die aufgebügelt werden können. Dies funktioniert gut. Abwechslungsreich finde ich die anschaulichen und gut erklärte Online-Anleitungsvideos, die mit dem QR-code angeschaut werden können. Oder die Webadresse im Browser eingeben, funktioniert auch.
Auch in diesem Buch vermisse ich eine Erklärung, wie eine gerade Naht gehäkelt werden kann, wenn in Runden gehäkelt wird. Dies wäre das absolute i-Tüpfelchen. Doch sonst ist alles gut erklärt, es gibt einen ausführlichen Anhang mit zusätzlichen Links mit Anleitungsvideos. Sogar eines für Linkshänder.
Ein sehr zu empfehlendes Buch und ein tolles Weihnachtsgeschenk für Häkelfans.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 30.09.2014
Arztroman
Magnusson, Kristof

Arztroman


sehr gut

Die Leidenschaft, wie die Notärztin ihren Beruf in der Rettungswache eines großen Berliner Krankenhauses ausübt, kann nur beneidet werden. Denn der Beruf ist alles andere als einfach, wie auch anschaulich beschrieben wird. Die medizinische Fachkenntnis der Notfallmedizin in diesem Buch beeindruckt sehr.
Ihr Exmann, auch Arzt, wird beinahe auch zu einem Notfall, als sie ihn zugedröhnt mit Narkosemittel auf einer Krankenhaustoilette entdeckt. Sie fühlt sich immer noch für ihn verantwortlich und möchte ihm helfen, aber wie?
Zudem entfremdet sich ihr eigener Sohn immer mehr von ihr. Dieser lebt bei ihrem Exmann und dessen neuer Partnerin Heidi. Ihr jugendlicher Sohn möchte es allen recht machen und übernimmt ihre selbstgefälligen Sprüche, so was wie: dass jeder für sein Schicksal selbst schuld sei usw.
Wie ihren Sohn wieder für sich gewinnen? Diesen Aufgaben versucht sie sich neben ihren harten Beruf zu stellen und droht fast zu scheitern.
Mich hat das Buch beeindruckt und zum Nachdenken angeregt. Für Laien sind die Notfälle vielleicht zu medizinisch beschrieben. Dennoch ist es gut erzählt und die positive Entwicklung der Hauptpersonen ist gut beschrieben.

Bewertung vom 30.09.2014
Strawberry Icing (eBook, ePUB)
Blum, Daniela

Strawberry Icing (eBook, ePUB)


sehr gut

Strawberry Icing ist wie ein modernes Märchen. Ein unsteter Sohn eines reichen Eventmamagers verliebt sich in eine wunderschöne blonde aber leider zickige Tochter eines Immobiliengiganten. Er fällt bei seinen Eltern wegen seines unehrenhaften Lebenswandels in Ungnade und darf seinen Auftrag, den 25. Geburtstag der reichen Tochter Antonia pompös auszurichten, nicht vermasseln.
Da er aber gerade von einer Expedition aus Peru kommend, sehr unattraktiv aussieht, fällt er bei ihr in Ungnade. Sie hat ohnehin schlechte Laune, da ihr Vater einen Heiratsmarkt reicher Söhne aus der Geburtstagsfeier gemacht hat. Nach der Geburtstagsfeier besäuft sie sich in einem Club in Las Vegas und findet sich am nächsten Morgen verheiratet mit einem tollen Typen, welcher sich als Konditor ausgibt, in einem billigen Hotel wieder. Mit der sofortigen Scheidung klappt es nicht und da ihr Vater sofort den Geldhahn zudreht, geht siegezwungenermaßen mit ihrem Mann in ein Provinzstädtchen in Tennessee.
Dank der Großmutter des Konditors gelingt ihr das Einleben so nach und nach. Bis dahin ist der Roman schön, leidenschaftlich und glaubhaft geschrieben. Wie ein Märchen eben. Doch dann beginnt es zäh zu werden. Manches empfinde ich dann als unlogisch, doch dann wird es sogar erotisch und die Geschichte gewinnt nochmals etwas Fahrt. Man schließt die Antonia während dem Lesen richtig ins Herz, sie macht eine tolle und glaubhafte Entwicklung zu einer charmanten tatkräftigen Frau durch. Sie und ihre beste Freundin machen das Buch lesenswert und trösten über den charakterschwachen Ehemann hinweg und daher als leichte Urlaubslektüre durchaus zu empfehlen.

Bewertung vom 31.08.2014
Der Klang der Lüge
Winterberg, Liv

Der Klang der Lüge


sehr gut

Es ist ein schöner Mittelalterroman, welcher hauptsächlich in einem Pyrenäendorf spielt.
Dies ist auch eines der Besonderheiten des Romans, dass das einfache Leben der Bauern geschildert wird. Die Dorfgemeinschaft wird sehr auf die Probe gestellt, als der zuständige Bischof feststellt, dass viele der Dorfgemeinschaft zu einer nicht geduldeten Religionsgemeinschaft der Katharer angehören. Diese Gemeinschaft möchte er nicht dulden und versucht diese mit viel Geschick abzuschaffen.
Einige ihr nahestehenden Menschen raten Alissende, eine Christin, dieses Dorf zu verlassen, auch der Schäfer, in den sie sich das erste Mal in ihrem Leben so richtig verliebt hat. Der stattliche Schafhirte Simon ist mehr in diese religiöse Gemeinschaft der "guten Menschen" verwickelt, als ihm lieb ist.
Doch Alissende wurde schon so oft verlassen und vertrieben, dass sie dem Dorf treu bleibt, welches sie so liebenswürdig aufgenommen hat. Als auch noch der Bauer, bei dem sie als Magd arbeitet, festgenommen und abgeschleppt wird und mit ihm fast alle Erwachsenen des Dorfes, wird ihr Entschluss auf eine harte Probe gestellt, da die Kinder des Dorfes ohne Fürsorge zurückbleiben.
Beeindruckt hat mich der Bischof Durant, welcher versucht hat, ohne viel Gewalt und Folter diesen bäuerlichen Menschen auf den Zahn zu fühlen. Tatsächlich hat dieser tatsächlich gelebt und der Roman basiert auf die erhaltenen Inquisitionsprozesse.
Die Liebesgeschichte der Alissende ist mir dabei etwas zu kurz geraten.

Bewertung vom 31.08.2014
Perfekt ist jetzt
Tharp, Tim

Perfekt ist jetzt


sehr gut

Langsame Wandlung
Sutter Keely ist ein sympathischer Kerl, 18 Jahre, der den Whisky mehr liebt, als er je zugeben würde.
Er trinkt ihn versteckt im 7Up, auch schon mal tagsüber. Er fährt alkoholisiert Auto, nimmt sogar einen kleinen Jungen mit. Zwar mit guten Absichten, er bringt ihn zurück, da er ausgebüchst ist, dennoch sieht er die Gefahr nicht ein. Denn er fühlt sich als „Gottes persönlicher Betrunkener“ und hat tatsächlich keine Unfälle, bis auf einmal. Er liebt seinen Rausch und Whisky, denn dann könnte er die ganze Welt umarmen. Tatsächlich kommt er auf jede Party gut an, ist beliebt. Doch seine Freundin Cassidy möchte mehr. Doch was ist mehr? Soll er so werden wie die Erwachsenen, die nur nach Geld und Macht streben?
Bei einer seiner Trinktouren schläft er in einem Vorgarten ein und wird von Aimee, einem unscheinbaren Mädchen, welche auch auf seine Schule geht, gefunden. Zuerst will er ihr nur aus ihrer tristen Welt helfen. Sie flüchtet aus dieser Welt bisher nur durch Lesen von Science-Fiction Romane und Lernen. Doch dabei verliebt er sich ungewollt in sie. Diesmal lässt er es auch ruhiger angehen, es ist nicht nur das eine im Spiel. Er bringt ihr natürlich das Trinken von Alkohol bei. Dies birgt natürlich so manche Gefahr. Aber er stärkt tatsächlich ihr Selbstbewusstsein. Doch kann er auch sich helfen? Diese Frage beantwortet das Buch nicht ganz und regt dadurch zu Nachdenken an. Es ist ein gutes Jugendbuch, gut für heranwachsende junge Männer. Es zeigt sensibel eine innere Wandlung eines auf den ersten Blick sorglosen jungen Mann auf und stellt auch den American Way of Life für Jugendliche anschaulich dar.

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