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Benutzername: Nica
Wohnort: Hamburg
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Bewertungen

Insgesamt 14 Bewertungen
12
Bewertung vom 18.04.2014
Half Bad - Das Dunkle in mir / Half Life Trilogie Bd.1
Green, Sally

Half Bad - Das Dunkle in mir / Half Life Trilogie Bd.1


gut

Der Einstieg ist zunächst extrem seltsam. Der Leser wird direkt angesprochen, gemeint ist aber der Erzähler. „Da sind diese beiden Jungen. Du bist der Linke“ […]
Es wird was von einem Trick und einem Käfig gesprochen und man denkt gleich am Anfang einfach nur: Häh?! Ich zumindest fand den Anfang extrem seltsam, den Schreibstil so anders.
Ein Erzähler, der von sich nicht in der 3. Person sondern in der 2. Person erzählt. Uff. Dazu einen „Mittendrin-Einstieg“.

Der Erzähler ist der 16 jährige Junge Nathan, der – gefangen in einem Käfig, Tag und Nacht bewacht Befehle befolgen muss, insgeheim aber Pläne schmiedet, wie er flüchten kann. In Rückblenden erfährt man über Nathans Kindheit und Leben bis zu dem gegenwärtigen Zeitpunkt, wo er im Käfig liegt.

Nathan wächst mit seinen Halbgeschwistern bei seiner Großmutter auf – eine Familie bestehend aus weißen Hexen. Was ihn so besonders macht, ist die Tatsache, dass sein Vater der mächtigste und meist gefürchtetste schwarze Hexer aller Zeiten ist. Seine Mutter hat sich das Leben genommen und besonders eine seiner Schwestern hasst ihn abgrundtief und macht ihm die Kindheit zur Hölle.

Er wird oft gequält und misshandelt, was so manches Mal gut beschrieben wird, so manches Mal aber auch nur angedeutet und so der Fantasie überlassen wird. Insgesamt dachte ich aber des Öfteren: Oh man… wäh!
Es wurde schon manchmal recht eklig. Das Buch ist ab 14 Jahre. Ich hab darüber nachgedacht, wie weit ich mit 14 Jahren so war. Ich hab da noch mit Puppen gespielt und für mich wäre die eine oder andere Szene „ too much“ gewesen. Ich schätze aber mal, die heutigen 14 Jährigen sind doch einiges weiter. Dennoch habe ich das Gefühl, die weiblichen 14 jährigen Leserinnen werden eher denken: „Bäähhh, widerlich, das will ich nicht weiterlesen“ und die männlichen 14 jährigen Leser werden mehr sagen: „Wow… voll cool das Buch“.

Obwohl Nathan so unglaublich viel durchleiden muss und er mir wirklich leid tat und ich mir dachte: „Was muss der Arme alles ertragen? Er kann doch nichts dafür, dass er halb schwarzer und halb weißer Hexer ist“, fehlte es mir einfach an echtem Interesse an ihm.
Denn durch den Schreibstil fiel es mir irgendwie schwer, echte Sympathie für Nathan zu empfinden. Insgesamt wirkten die meisten Charaktere auf mich leider recht oberflächlich und ich verspürte den Stil als irgendwie „trocken“ (schwer zu erklären). Das hatte zur Folge, dass das Buch schon mal einige Tage unbeachtet in der Ecke lag und mir der Elan zum Weiterlesen fehlte.

Doch der Reiz an dem Buch macht dann doch die Story aus. Auch wenn mir die Charaktere nicht so zu Herzen gingen, dachte ich dann doch wieder: „Verdammt, ich will jetzt aber wissen, ob Nathan es aus dem Gefängnis schafft“. Man ist einfach auf den Fortgang der Geschichte gespannt, wie die Autorin die Story weiterspinnt und werde Hürden Nathan wohl noch auf sich nehmen muss.

Denn was mir an den Charakteren fehlte, findet man in der Story: Den nötigen Tiefgang. So war ich schließlich doch soweit gefesselt, dass ich das Buch zumindest zu Ende lesen musste – wenn auch nicht so schnell wie manch andere Bücher, die mich echt berühren.

Insgesamt bildet „Das Dunkle in mir“ einen soliden und guten Trilogie-Auftakt mit neuen, frischen Ideen, der für mich jedoch noch viel Potenzial nach oben hin besitzt. Ich würde mir wünschen, dass die Fortsetzung von der Story her nicht schwächelt, sondern mit mehr Spannungen und unerwarteten Wendungen aufwartet. Aber auch, dass mich diesmal zusätzlich noch die Charaktere packen können, so dass ich von Herzen mitfiebern kann, wie es ihnen ergeht.

Fazit: Für mich kein absolutes Must-Read, aber auch keine Zeitverschwendung. Fehlende Sympatie zum Hauptprotagonisten und (für mich!!! Ich bin ein Weichei ;)) zu brutale Szenen gaben bei mir einen Anlass für Punkteabzug. 3 von 5 Sterne.

P.S: Cliffhanger-Hasser können bei diesem ersten Band getrost zugreifen.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.01.2012
Die Bestimmung / Die Bestimmung Trilogie Bd.1
Roth, Veronica

Die Bestimmung / Die Bestimmung Trilogie Bd.1


ausgezeichnet

Wir begleiten Beatrice - später Tris - wie sie eine schwere Entscheidung trifft und ihre Fraktion verlässt. Schon lange hat sie gespürt, dass sie nicht so selbstlos ist, wie sie als Altruan sein sollte und so entscheidet sie sich für die Ferox - die Mutigen, obwohl beim Test herauskommt, dass sie eine Unbestimmte ist. Schon bald erfährt sie, dass es gefährlich sein kann eine Unbestimmte zu sein und sie dies Geheimnis unbedingt für sich behalten sollte.

Bei den Ferox muss sie mehr als einmal ihre Angst überwinden und ihr wird so von einigen Leuten das Leben schwer gemacht. Einige Initianten (Bewerber für die Ferox) mobben sie, weil sie die Altruan nicht leiden können und sie eine von ihnen ist. Aber auch der Ausbilder Four ist undurchsichtig für sie und doch fühlt sie sich bald zu ihm hingezogen.

Tris muss damit klar kommen, dass ihre Eltern sie vielleicht nie wieder sehen wollen, weil sie die Fraktion gewechselt hat. Abgesehen davon gilt von nun an: Fraktion vor Blut! Ihre Fraktion ist von nun also wichtiger als die Familie. Und sie muss mit dem Wissen klar kommen, dass die Aufnahme bei den Ferox ein harter Wettkampf ist. Denn nur die besten zehn Bewerber werden aufgenommen, der Rest wird Fraktionslos - das Schlimmste was einem in dieser Welt passieren kann.

Das Buch ist geschrieben in der Ich-Perspektive / Gegenwart aus der Sicht von Beatrice (Tris).


Ich bin geflasht!!!!
Was ist mit mir los? Ich.. die doch sonst einfach nur Schnulz mit Happy-End brauchte.


Die Bestimmung habe ich fast inhaliert! Man durfte mich in der Mittagspause bitte nicht ansprechen: Ich musste lesen!!!

Ich kann gar nicht soviel sagen zu dem Buch, außer: Spannend vom ersten bis zum letzten Satz!
Was muss ein Goldstatus-Buch für mich haben?

Es darf keine langweiligen Stellen haben.
Die Story muss mich fesseln können.
Es sollte nicht komplett vorhersehbar sein.
Es muss eine Liebesstory geben mit einem anbetungswürdigen männlichen Hauptprotagonisten.
Die Liebesstory darf nicht zu kitschig sein, aber auch nicht so unterschwellig, dass ich nicht mitschmachten kann.
Am Ende muss ich zufrieden sein mit dem Ausgang - entweder ist es ein Einteiler und es gab mein Happy End und alle Fragen sind geklärt. Oder es ist ein Mehrteiler und es gibt keinen extrem fiesen Cliffhanger oder es passiert noch was schlimmes, mit dem ich nicht leben kann.

Bei diesem Buch konnte ich alle Punkte abhaken.

Veronica Roth hat mit ihrer Dystopie einen genialen Roman verfasst.
Die Idee dieser verschiedenen Fraktionen, gepaart mit unglaublichen Hauptfiguren und interessanten Nebencharakteren haben für mich ein perfektes Buch ergeben. Der Schreibstil ist fesselnd und erlaubt es einem, dass Buch zügig zu lesen.


"Die Bestimmung" ist eine Dystopie vom Feinsten!!

Es ist eine Qual für mich zu wissen, dass es noch eine gefühlte Ewigkeit bis zur Fortsetzung dauern wird!

Das Jahr hat gerade erst angefangen und schon gab es so ein Lesehighlight 2012.
Ich mag Dystopien immer mehr und auch wenn ich Neva, die Tribute von Panem, die Enklave etc. großartig fand: ich persönlich halte "Die Bestimmung" bisher für die beste Dystopie von allen.

Wieder einmal verfluche ich, dass ich mein Englisch zwar für recht okay halte, mich an Englische Bücher aber dennoch nicht heran traue :( Ich freu mich aber schon jetzt darauf, dass ich es einfach nochmal lesen werde zur Auffrischung, sobald die Fortsetzung auf Deutsch erscheint. Ich liebe dieses Buch einfach!

Immer wenn ich dachte, so.. jetzt kommt die Geschichte langsam mal zur Ruhe, wird man wieder von heftigen Wendungen überrascht. Dieses Buch ist das Debüt von Veronica Roth?? Wahnsinn!

Absoluter Pageturner und für Dystopien-Fans ist dies Buch ein MUSS !!!!

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 11.01.2012
In Liebe, Brooklyn
Schroeder, Lisa

In Liebe, Brooklyn


ausgezeichnet

Für die Leserinnen, die schöne Zitate sammeln, wird dies Buch ein wahrer Schatz sein, denn man könnte hier so unendlich viele schöne oder auch traurige Sätze rausschreiben!

Das Buch ist in kurzen besonderen Sätzen geschrieben, die einen einfach bewegen.

Brooklyn hat vor einem Jahr ihren Freund Lucca verloren, doch auch nach einem Jahr ist sie nicht wirklich in der Lage, über den schweren Verlust hinweg zu kommen. Noch immer schreibt sie ihm täglich Briefe und es scheint kaum eine Besserung in Sicht zu sein.

Alles wird noch viel schlimmer für Brooklyn, als sich auch noch ein guter Freund von ihr das Leben nimmt. Er war der beste Freund von Lucca, der mit im Auto beim tödlichen Unfall saß, diesen aber überlebt hat.

Und dann ist da Nico, der Bruder vom verstorbenen Lucca. Auch er hat nach einem Jahr noch Probleme, mit dem Tod seines Bruders klar zu kommen. Vereinfacht wird es ihm auch nicht durch das Gefühl, Lucca war der Perfekte von den Beiden - Super Lucca, mit dem Nico es nie hätte aufnehmen können und mit dem er doch immer verglichen wird.

Eines Tages scheint es, als wenn Nico von seinem toten Bruder heimgesucht wird. Ein Buch mit dem Titel "Der Hilferuf" taucht immer wieder in Nicos Umgebung auf und seltsame Botschaften mit "Hilf Brooklyn" erscheinen wie von Geisterhand. Nico weiß zunächst gar nicht, was er tun soll. Doch dann nimmt er Kontakt zu Brooklyn auf.

Viel mehr möchte ich zum Inhalt nicht verraten. Das Büchlein ist voller Gefühle und Gedanken, vermischt mit ein wenig Paranormalen. Manchmal hätte ich mir ein wenig mehr Text gewünscht und doch wird in dem Buch alles gesagt. Durch die kurzen Sätze ist man in Gefahr, dass man das Büchlein viel zu schnell durchliest, obwohl dazu die Aufmachung und der Schreibstil viel zu Schade sind.

"In Liebe, Brooklyn" verzichtet auf jegliche Nebenhandlung und auch weitere Charaktere kommen nur nebensächlich vor. Der Hauptaugenmerk ist wirklich auf die Gefühle von Brooklyn und Nico gelegt, ohne, dass das Buch langweilig wird.. im Gegenteil, es lebt dadurch. Die Gefühle wirken authentisch und ergreifend. Ein kleines Buch mit wirklich großen Inhalt, dass die volle Punktzahl bekommen hätte, wenn man doch noch länger etwas von dem kleinen Schmuckstück hätte. Gerade wenn mir ein Buch so gut gefällt, möchte ich länger als 3 Stunden in die Geschichte eintauchen können und mich nicht schon so schnell von den lieb gewonnenen Protagonisten trennen müssen.

Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass ich es dafür nicht zum letzten Mal gelesen hat.
Wer nah am Wasser gebaut ist, sollte bei diesem Buch sicherlich Taschentücher parat halten, denn Lisa Schroeder schafft es, einen auf poetische Art die Sehnsucht von Brooklyn förmlich spüren zu lassen.

Aufgrund der Größe wanderte das süße Büchlein in meine Handtasche, als ich letztes WE mit meinem Freund nach Berlin fuhr. Nicht selten las ich eine Seite und starrte danach eine Weile aus dem Fenster unseres Autos. Manchmal musste ich ein paar Sätze einfach auf mich wirken lassen und so vergingen die 2,5 Stunden Fahrt wie im Flug, denn "In Liebe, Brooklyn" konnte mich fesseln.

Auch mein Romantikherz war sehr zufrieden mit der Geschichte. Ich bin nun neugierig auf andere Bücher von Lisa Schroeder. "In Liebe, Brooklyn" bekommt auf jedenfall ein schönes Plätzchen in meinem Regal, griffbereit, um doch noch das ein oder andere Mal darin einzutauchen.

Traurig, ergreifend, emotional, hoffnungsvoll.... eine große Geschichte in einem kleinen Buch.
Mir wird es sicher noch eine Weile im Kopf bleiben. *Schluchz*

2 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 11.01.2012
Forbidden
Suzuma, Tabitha

Forbidden


sehr gut

Eigentlich möchte ich diesem Buch gar keine Bewertung geben, da es kaum möglich ist, diesem Buch eine passende Bewertung zu geben.
Ich kann nicht so objektiv sein, da mich die Geschichte so sehr hin und her gerissen hat. Es ist erstaunlich, was ein Buch über ein Tabuthema in einem auslöst, wie schnell man sich unbewusst eine eigene Meinung bildet. Meine schien definitiv zu sein: Das zwischen den Beiden - das darf nicht sein.. das ist.. bäh!!


So wollte ich wohl sogar noch mehr Punkte finden, die mir nicht gefallen. Auf der Mag-Ich-Nicht-Liste stand auch die Namenswahl ganz weit oben. Der Hauptprotagonist heißt Lochan! Seine Brüder Tiffin und Kit und seine kleine Schwester Willa. Nur der Name Maya gefiel mir. Aber im Ernst, die Namen im Buch "Die Enklave" waren noch viel schlimmer und haben mich aufgrund der tollen Story dann gar nicht mehr gestörrt. Wohl leider ein Zeichen, dass ich dieses Buch nicht mögen wollte - obwohl ich so unfassbar gespannt war und das Buch ganz weit oben auf meinem Wunschzettel stand. Ich merkte dies aber wirklich erst nach dem ich schon mit dem Buch begonnen hatte.


Und so fühlte ich mich die ganze Zeit beim Lesen seltsam bedrückt.. hatte manchmal das Bedürfnis das Buch wegzulegen und wollte einfach nicht mehr lesen, wie sie sich küssen.
Deswegen kann ich nur ganz klar sagen: Achtet nicht auf meine Bewertung! Wenn Euch das Buch interessiert und ihr denkt, ihr könnt es lesen.. dann lest es!


Denn auch wenn das Thema wirklich heikel ist, das Buch ist wunderschön geschrieben. Wären es keine Geschwister, wäre mein Romantik und Schmachtfaktor ganz weit oben gewesen... auch wenn mir die Dramatik schon fast zuviel war - dies ewige: Wir dürfen nicht... ich will aber... aber wir dürfen nicht.
Obwohl es natürlich passt, dieses Hin und Her... alles andere wäre unrealistisch gewesen und doch konnte ich es kaum ertragen.
Dann wieder hab ich gehofft, dass sie sich näher kommen.. fand die romantischen Szenen toll - und fühlte mich gleichzeitig schlecht dabei, bedrückt, mit dem Gefühl: Du darfst das nicht schön finden!


Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Buch Meinungen spaltet und man es entweder ganz toll findet.. oder eher schrecklich. Ich würde dem Buch für mich sogar noch schlechter bewerten.. einfach weil ich gemerkt hab, puh, das Thema ist nichts für mich, ich fühle mich mit dem Buch nicht wohl.
Aber dennoch wäre es unfair, denn ich denke, genau das wollte die Autorin auch erreichen... das man sich mit dem Thema befasst, darüber nachdenkt und alleine dafür, dass sie dies geschafft hat, lässt die Bewertung wieder steigen.


Genauso wie sie es geschafft hat, dass man innerlich zerrissen ist zwischen Mitleid mit den Beiden - man mag sie. Vor allem Maya war mir absolut symphatisch und doch war da diese Liebe, die mich abstieß.
Ich konnte das Buch aber nicht weglegen und habe es beendet. Mit dem Ergebnis, dass ich am Ende auch noch tierisch heulen musste! Warum werde ich jetzt natürlich nicht verraten.
Aber auch das zeigte wieder, das Buch ließ mich alles andere als kalt. Es hat mich berührt und abgestoßen gleichzeitig. Wie seltsam. Ich kann das Buch jetzt noch kaum anschauen, ohne dabei das Gesicht zu verziehen... und doch denke ich noch immer viel über die Geschichte nach.


Ein Buch, dass einem extrem an die Nieren geht und noch sehr sehr lange nachklingt. Ich weiß nicht, ob ich es jemals nochmal lesen könnte. Ich bin aber sicher, dass mir Maya und Lochan nicht mehr so schnell aus dem Kopf gehen, das hat die Autorin wirklich wunderbar geschafft.


Ich kann Euch also kaum einen Rat geben - außer vielleicht: lest die Leseprobe und fühlt in Euch hinein, ob ihr Euch beim Lesen wohl fühlt. Wenn ja, dann lest es unbedingt, denn wenn man die eigenen Gefühlen dabei missachtet, ist es ein wirklich gutes Buch. Aber auch hier: Haltet Taschentücher bereit... zumindest im letzten Teil.

1 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 11.01.2012
Winterwunder / Dash & Lily Bd.1
Cohn, Rachel; Levithan, David

Winterwunder / Dash & Lily Bd.1


gut

Die Verzauberung blieb bei mir leider aus :(


Hmm.. das zu erklären wird schwierig. Ich fand die Idee ganz großartig und liebe außerdem Bücher, bei denen sich die Kapitel zwischen den Hauptprotagonisten abwechseln. Die Idee der Story fand ich grandios: Ein Junge findet ein Buch von einem unbekannten Mädchen und folgt ihren Hinweisen, wie bei einer Schnitzeljagd.
Ich war sicher, dass ich das Buch lieben werde!!


Zunächst war ich auch gefesselt. Gleich die ersten Aufgaben - großartig! Dash wird in einer Buchhandlung hin und hergescheucht und muss bestimmte Bücher finden, um dort Wörter rauszuschreiben.
Eines davon steht in der Abteilung für Aufklärung etc. und so sucht er nach dem Buch "The Joy of Gay Sex" - klar, dass genau in diesem Moment eine Bekannte erscheint und ihn prompt mit diesem Buch in der Hand erwischt. Ich fands witzig und war mehr als gespannt, wohin Lily den armen Dash noch so führen wird.


Doch dann kommen immer so viele Stellen.. hmm.. Dash bzw. Lily erwähnt nebenbei etwas, aber statt dass es dabei bleibt, wird ewwwwig lang eine Geschichte dazu erzählt, eine, die mich in der eigentlichen Geschichte nicht so ganz weiterbrachte und mir teilweise wie eine künstliche Verlängerung des Buches vorkam.


Zum Teil fand ich diese Geschichten aber auch sehr lustig und einmal musste ich wirklich laut loslachen.
Dennoch, Dash & Lily waren mir zwar sympatisch, aber weder kam ein Schmachtfaktor auf, noch haben sie mich so sehr berührt, dass ich den Wunsch verspürte, mit einem von Beiden befreundet zu sein. Durch die ganzen Erzählungen wird versucht den Protagonisten Tiefe zu geben (es wird z.B lange erklärt, woher Lily den Spitznamen "Schrilli" hat), aber für mich blieben sie dennoch zu oberflächlich. :(


Ich hatte eher den Wunsch nach einem roten Moleskin-Notizbuch und einer Schnitzeljagd ;)
Und ich hab den Wunsch, so ein paar Sehenswürdigkeiten aus dem Buch in New York auch eines Tages mit eigenen Augen sehen zu können. Aber Dash & Lily dürfen dabei leider zu Hause bleiben :(


Natürlich hab ich das Buch aber zu Ende gelesen und - wenn es nicht gerade wieder in der eigentlichen Geschichte stehenblieb - auch sehr genossen. Im Großen und Ganzen hat mich das Buch also wirklich sehr gut unterhalten... aber leider auch nur das.


Jetzt für die Weihnachtszeit als leichte nette Unterhaltung wirklich super, aber für mich leider kein Buch, dass ich jedes Jahr zu Weihnachten wieder hervorholen werde, um es erneut zu lesen.
(Ich hoffe, ich finde vielleicht mal ein tolles Weihnachtsbuch...so wie ich jedes Jahr zur Weihnachtszeit 3 Filme anschauen muss: "Liebe braucht keine Ferien", "Weil es Dich gibt" und "Tatsächlich....Liebe" )
Dieses Buch wirds leider nicht.


Trotzdem süße Geschichte und tolle Idee, von mir aber leider nur 3 Punkte

Bewertung vom 11.01.2012
City of Fallen Angels / Chroniken der Unterwelt Bd.4
Clare, Cassandra

City of Fallen Angels / Chroniken der Unterwelt Bd.4


ausgezeichnet

Ich gehe davon aus, wer diese Rezension liest, hat auch die drei Teile davor gelesen und weiß, dass diese zwar offen enden, aber dennoch immer so, dass man mit dem Ende vorerst leben kann.
Natürlich freut man sich auf den Folgeband, aber man klappt das Buch nicht zu und denkt: NEIN! Ich muss SOFORT weiterlesen.
Doch dieses Mal entfuhr mir ein entsetzter Aufschrei als ich die letzte Seite las!!!!
Cassandra Clare hat es wirklich geschafft, dass ich behaupten würde - wer Teil 4 gelesen hat, will auch Teil 5 lesen - am liebsten sofort.
Auch ich hatte leichte Zweifel, ob ein vierter, fünfter und sechster Teil sein muss. Ob es nicht einfach nur ein Versuch ist, aus einer erfolgreichen Trilogie noch mehr Geld rauszuholen. Das Ende von Teil 3 ließ einen zufrieden zurück und im Grunde war auch alles geklärt. Happy End für die Trilogie... und plötzlich.. drei weitere Teile? Eine weitere Trilogie? Ist City of Fallen Angels ein Trilogie-Auftrakt? Eine Fortsetzung? Es weckte dann doch meine Neugierde, als ich las, diesmal geht es um Simon.
Ich kenne es mehr aus Serien, dass in jedem Buch eine andere Figur die Hauptperson ist, aber bei Trilogien? Würden Clary und Jace nur mal nebenbei erwähnt werden?
Wird die Geschichte einen Sinn machen? Mir war klar, es wird etwas sein wie: Der fiese Valentin ist tot... der große Dämonenangriff ist abgewendet, alles ist gut. Damit die Geschichte interessant wird, muss ja wieder etwas böses kommen... und damit sich das Buch zu den Vorgängern steigert, muss es noch mehr Action haben und noch einen viel fieseren Bösewicht - einem, vor dem selbst Valentin gezittert hätte.
Mein Gefühl war, Teil 4-6 wird eine aufgebauschte, leicht abgewandelter Abklatsch von Teil 1-3.
Aber nichts da!!! Cassandra Clare konnte mich wirklich überraschen. Ja natürlich - da ist wieder etwas Böses am Werk - aber worum es geht, kann man nur raten.
Während man versucht, herauszufinden, wer auf welcher Seite steht, wird man von Cassandra durch Gefühlswelten geschleudert.
Gefühlswelten ausgelöst durch Simon, der gar nicht mehr so recht weiß, wohin er gehört.
Ausgelöst durch Clary, die so verliebt ist und doch so frustriert und vor allem ausgelöst durch Jace, der mich beim Lesen halb in den Wahnsinn trieb und dem ich so manches Mal gerne mal ein wenig Vernunft eingeprügelt hätte. Innerlich hab ich geschrien: "Verdammt Jace, mach doch mal den Mund auf" und hab mit Clary gelitten, denn natürlich ist jetzt nicht Friede Freude Eierkuchen, nachdem die Beiden nun wissen, sie sind keine Geschwister.
Manchmal war ich schon kurz genervt von Jace´s Verhalten, dann aber wieder total hingerissen und manche Stellen waren einfach nur : *Schmacht-Schmacht-Schmacht* Mein Romantikherzchen hat mächtig mitgeklopft.
Und sind wir mal ehrlich - wäre wirklich nur Friede Freude Eierkuchen, dann hätte man sich auch gelangweilt, oder? ;)
Simon - den ich (trotz Gruppe Jace ;)) schon von Anfang an sehr mochte, entwickelt sich weiter, wirkt erwachsener und ernster und wird mir zunehmend symphatischer. Ich finde Cassandra Clare ist die Fortsetzung der Chroniken der Unterwelt Hexalogie sehr gelungen, denn mich konnte sie packen.
Erschrickt man erst vor der dicke des Buches, ist es einem am Ende nicht dick genug.

Wer von mir wissen möchte, ob er Teil 4 lesen soll - oder es lieber bei den ersten drei Bänden belässt, denen kann ich nur sagen: Euch entgeht eine spannende und packende Story in der es knistert und kracht, bei denen man selbst unsicher wird, was man von einigen halten soll. Aber das Ende hat es in sich!
Ich hab es auf keinen Fall bereut, dass ich die Reihe weiterlesen und kann jetzt nur hibbelig auf die Fortsetzung warten.
Fakt ist - ich liebe Jace, ich liebe Simon. Clary ist mir absolut symphatisch. Es gibt tolle Nebencharaktere, ob nun Maia, Alec, Isabell, Luke, Magnus.. ich liebe sie ALLE. Cassandras Schreibstil kann mich jedesmal aufs Neue überzeugen und lässt mich in ihre Unterwelt abtauchen. Würdige Fortsetzung der Hexalogie!

10 von 13 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 11.01.2012
Das Mädchen mit den gläsernen Füßen
Shaw, Ali

Das Mädchen mit den gläsernen Füßen


sehr gut

Dies Buch hat dafür gesorgt, dass ich gestern Abend tief ein und ausatmen musste, um am Ende nicht loszuflennen, denn die Tränen schossen mir fast im Sekundentakt in die Augen.
Ich habe für meine Verhältnisse extrem lange für dies Buch benötigt. Zum einen, weil ich leichte Startschwierigkeiten mit dem Buch hatte. Es vermittelt eine ganz eigene und irgendwie seltsame Stimmung, in die ich mich erst einfühlen musste. Zum anderen, da dieser Schreibstil so anders und besonders ist, dass es mir nicht möglich war, dies Buch in meiner gewohnten Geschwindigkeit zu lesen. Diese Schreibweise sollte man wirklich langsam genießen und jeden Satz bewusst wahr nehmen, um den ganzen Zauber des Buches zu erfassen.
Auch wenn die Geschichte so die eine oder andere Szene hat, die mich schmunzeln lies oder wo sich mein Gesicht verzückt verzog, so ist die Allgemeinstimmung doch leicht bedrücken und die ganze Geschichte sehr ruhig. So ruhig wie auch die Liebesgeschichte zwischen Midas und Ida.
Man muss schon genau lesen, um die Liebe zwischen den Beiden zu erkennen, da vor allem Midas ein sehr schüchternen, zurückhaltender und extrem introvertierter Mensch ist. Unfähig Gefühle zu zeigen oder Menschen zu berühren, sieht er seine Welt nur durch seinen größten Schatz - seine Kamera.
Dabei verachtet er sich fast selbst dafür, dass er so unfähig ist Gefühle zu zeigen, denn genau so war auch sein Vater und diesen hat Midas dafür gehasst.Umso gefühlvoller ist Ida, die sich sofort von den seltsamen Midas angezogen fühlt. Man bekommt ein gutes Bild davon, wie Ida früher gewesen war ... bevor sie anfing sich im wörtlichen Sinne in Glas zu verwandeln. Es dauert lange, bis auch Midas erste kleine Fortschritte in seinem Verhalten zeigt und so wird er zum wichtigsten Menschen für Ida, der ihr bei der Suche nach Heilung hilft.
Das Buch überrascht mit einigen Sprüngen durch die Leben verschiedener Figuren. Man erfährt nach und nach, was Midas Vater getan hat und wieso er so gefühllos war, was aus seiner Mutter geworden ist, wieso der Einsiedler Henry Fulwa die eine Begegnung mit Ida vor Jahren nicht vergessen konnte, was mit Idas Mutter geschah. Dabei gibt es viele zeitliche Sprünge, so dass der Leser per Rückblenden immer mehr Hintergründe erfährt.
Die Insel scheint sehr sonderbar zu sein und so hat Ali Shaw auch ein paar seltsame Wesen erschaffen, deren Bedeutung die ganze Zeit wichtig zu sein scheinen
Sehr frustriert war ich dann am Ende, als das letzte Wort gelesen war, ich jedoch mit vielen Fragen zurückblieb.
Das Ende ist für mich nachvollziehbar und passt sehr gut... Es ist also nicht der Ausgang der Geschichte, der mich am Ende doch etwas unglücklich hinterließ, denn mit dem Ende konnte ich leben. Es waren eher die vielen offenen Fragen.. die Wieso-Fragen, die mich noch quälen. Um komplett glücklich mit einem Buch zu sein, darf es mich nicht so völlig ruhelos zurücklassen - es sei denn, es ist eine Serie und ich weiß, ich erfahre bald, wie es weitergeht.
Ali Shaw zaubert eine wundervolle Geschichte auf einer seltsamen Insel, die durch ihre Natur was ganz besonderes ist. Aber gerade weil er diese Figuren so besonders gestaltet hat, gerade weil der Schreibstil die Insel so wunderbar fantasievoll und doch real erscheinen lässt, kann ich nicht verstehen, dass diese Figuren am Ende so gar keine Rolle gespielt haben, nicht irgendwie zur Auflösung beitrugen.
Dieses Gefühl von zu vielen offene Fragen brachte für mich einen dicken Punktabzug einer sonst wirklich wundervollen und gefühlvollen Geschichte. Schnulz, Kitsch und eine mitreissende Liebesgeschichte sucht man hier vergebens.
Dennoch, wer sich dies Buch kauft, hält damit eine ganz besondere Geschichte in den Händen, dass einem auch nach der Beendigung nicht ganz loslässt und das einem viel mitzuteilen hat, denn wer genau liest, wird auch die "Moral von der Geschicht" erkennen.
Traumhaft und doch bedrückend. Seltsam und berührend.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 19.07.2011
7 Souls / Seven Souls
Miller, Barnabas; Orlando, Jordan

7 Souls / Seven Souls


sehr gut

Das Buch beginnt aus der Sicht von Mary, die nackt in einem Kaufhaus aufwacht.. zur Begeisterung der Passanten, die vor dem großen Schaufenster stehen. Mary erinnert sich nicht, wie sie dorthin gekommen ist, wieso sie nackt ist und woher die Kratzer auf ihrem Rücken kommen. Da beginnt ein seltsamer Tag, bei dem sie sich vieles nicht erklären kann und sie das Gefühl hat, alle haben etwas gegen sie, wo sie doch sonst das beliebtestes Mädel der Schule war.

Mary selbst ist nur so halb-sympatisch. Wir begegnen wieder einem wunderschönen Mädchen, die total beliebt ist, von allen gleichermassen verehrt wie gehasst. Eine Schönheit, die aber zum Teil wieder nur eine Rolle spielt, denn eigentlich ist ihr Privatleben nicht so toll, wie sie in der Schule vorgibt und sie selbst kann sich am wenigsten leiden. Wieso - ist nicht ganz so klar. Aber sie verheimlicht allen, dass sie in Wahrheit in einer kleinen Wohnung lebt und die meisten Designerklamotten die sie trägt, Geschenke ihrer Freundin Amy sind.

Die Hälfte des Buches handelt von ihrem Tag, beginnend am Morgen. Es gibt ein paar Längen, die den Punktabzug brachten, aber dennoch ist man nicht in Gefahr, das Buch abzubrechen, da die Neugierde doch geweckt wird, was eigentlich passiert ist. Wie kam sie ins Kaufhaus? Wieso ist ihr Freund so komisch zu ihr? Warum verhält sich ihr Kumpel Scott so komisch? Wieso fehlen ihr Erinnerungen und auf der anderen Seite kommen ihr Bilder von einem unbekannten Gebäude in den Sinn?
Es gibt jede Menge Geheimnisse und vieles was an diesem Tag passiert und eher unwichtig erscheint, ergibt spätestens nach der zweiten Hälfte des Buches Sinn.

Man wird in eine andere spannende Geschichte verwickelt. Ein Puzzle, dass sich nach und nach auflöst und bei dem so manches Geheimnis aufgedeckt wird.

Ich glaube, die Meinungen zu diesem Buch werden sehr gemischt sein. Wer - wie ich - Geschichten mag, die etwas ins Paranormale oder wie hier eher in den Okkulten Bereich gehen - Geschichten, die etwas realitätsfern sind, eher unheimlich, dafür aber total rätselhaft und nicht so durchschaubar - der ist mit diesem Buch gut bedient.


Zwar war mir Mary nicht wirklich sympathisch und mir gingen die Charaktere nicht tief genug, dennoch fand ich die Story ziemlich durchdacht und spannend. Das Ende... nun ja... auch das ist Geschmackssache.


Vom Inhalt darf man nicht viel verraten, aber es beinhaltet viele Wendungen und die einzelnen Puzzleteile ergeben am Schluss eine spannende Story, die mich doch ziemlich gut unterhalten hat.


Ich weiß nicht, wieso ich immer an diesen Film denken muss, denn vom Inhalt hat er absolut nix mit dem Buch zu tun, aber kennt wer "Der verbotene Schlüssel" mit Kate Hudson? Man fragt sich, was ist da los?? Und die Story hat so einen mystischen, okkulten Touch? Wer den Film mag, wird dies Buch lieben!
Oder wer Filme in Richtung "The Game" und "Butterfly Effekt" mag... nein, sie sind Inhaltlich komplett anderes... aber wer diese Filme schon blöd fand.. hmm..dann würde ich von diesem Buch eher abraten. Alle anderen unbedingt zugreifen!!


Und die Moral dieser Geschichte - pass auf, wie Du Dich Deinem Mitmenschen gibst.. nutze sie nicht aus... achte auf deren Gefühle....manchmal sagt/tut man unbedacht etwas, was andere sehr verletzt. Ich finde, dies kam bei "Tote Mädchen lügen nicht" viel viel besser rüber, aber dennoch erkennt man den Hintergrundgedanke des Buches deutlich.


Der Schreibstil des Autorenduos ist flüssig und daher lässt sich das Buch recht schnell lesen. Es ist extrem spannend, nicht so vorhersehbar wie manche Stories.. genial gestrickte Geschichte, die anfänglich ein paar Längen hatten, aber spätestens zur zweiten Hälfte legt man das Buch nicht mehr weg und möchte alles wissen.


Mir hat es wirklich gut gefallen!!!

2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

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