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Ich bin seit 2012 Bloggerin und Ihr findet mich auf instagram unter: katisbuecherwelt

Bewertungen

Insgesamt 339 Bewertungen
Bewertung vom 07.01.2026
Fried, Jana

Wiedersehen mit Herznote


gut

Zum Cover:

Für mich ist dieses Cover ein echtes Wohlfühlbild: eine wunderschöne Landschaft, die zum Träumen einlädt und sofort Lust macht, dem Alltag zu entfliehen. Es verspricht Emotionen, Nähe und Herzensmomente und passt damit perfekt zu einem Roman, der offenbar von Wiederbegegnungen, Gefühlen und inneren Reisen erzählt. Allein das Betrachten weckt Fernwehfeeling pur und macht neugierig auf die Geschichte, die sich hinter dieser Kulisse verbirgt.

Meine Meinung:

Mit großer Vorfreude habe ich zu „Wiedersehen mit Herznote“ gegriffen, denn ich war sehr gespannt auf diese Fortsetzung. Endlich durfte ich Mira und Alessandro wiedersehen und erfahren, wie es mit ihnen weitergeht. Nach einem kurzen Prolog als Rückblende knüpft die Geschichte nahtlos an Band eins an – und ich war sofort wieder mitten im Geschehen. Vertraute Orte und Erinnerungen kamen direkt zurück, was mir besonders gut gefallen hat.

Die Landschaftsbeschreibungen sind erneut wunderschön und schaffen eine dichte, bildhafte Atmosphäre. Beim Lesen fühlte es sich an, als würde ich selbst Sirmione am Gardasee erkunden. Ein absoluter Lesegenuss mit starkem Urlaubsfeeling.

Besonders schön fand ich das zarte Band der frischen Liebe zwischen Mira und Alessandro. Vorsichtig nähern sich die beiden an, während Mira noch sehr mit den Verletzungen aus ihrer Beziehung mit Max kämpft. Ihre Zurückhaltung schenkte mir viele echte Herzklopfmomente.

Gleichzeitig wurde das Bild der verletzten Mira sehr häufig wiederholt. Immer wieder fragte ich mich, warum sie trotz neuer Gefühle nicht loslassen kann. Die ständigen Vergleiche zwischen Max und Alessandro wirkten auf mich mit der Zeit etwas ermüdend, auch wenn sie inhaltlich nachvollziehbar sind.

Die tiefsinnigen Gespräche regten mich oft zum Nachdenken an und wurden durch humorvolle Dialoge angenehm aufgelockert. Schön eingebaut sind auch kleine Wissensmomente aus der Natur, die durch Alessandros Beruf als Biologe einfließen.

Der Schreibstil ist frisch und flüssig, man fliegt durch die Seiten, auch wenn ich zwischendurch bewusst innehalten musste, um das Gelesene wirken zu lassen.

Miras wiederkehrende Gedankenspiralen und Panikattacken waren mir auf Dauer etwas zu häufig und ausführlich beschrieben. Zudem wirkten einige Szenenübergänge sehr abrupt – etwa bei wichtigen Ereignissen, die plötzlich vorbei waren, ohne dass man sie richtig miterlebt hat.

Auch Miras starker Wunsch nach einer eigenen Familie ging mir persönlich etwas zu schnell, da sie emotional noch mitten in einem Neubeginn steckt.

Das Ende war emotional, ließ für mich jedoch einige zentrale Fragen offen – besonders rund um das geplante Kinderdorf und familiäre Begegnungen, die ich gern miterlebt hätte.

Fazit:

Insgesamt hat mir dieser zweite Band “Wiedersehen mit Herznote” gefallen, wirkte auf mich jedoch etwas schwächer als der erste. Trotz kleiner Schwächen bleibt es ein emotionaler Roman mit Tiefgang, wunderschöner Kulisse und vielen intensiven Momenten.

⭐ 3,5 von 5 Sternen für einen unterhaltsamen Liebesroman mit Urlaubsflair.

Bewertung vom 07.01.2026
Lindberg, Karin

Winterknistern auf Schottisch (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Meine Meinung:

“Winterknistern auf Schottisch” ist bereits der siebte Band der „Liebe in Loch Ness“-Reihe, lässt sich aber völlig unabhängig lesen. Für mich war es das erste Buch der Reihe – und ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Ganz im Gegenteil: Die Geschichte hat in mir sofort die Neugier geweckt, auch die anderen Bände lesen zu wollen, besonders die von Deirdre. Eine winterliche Lovestory in Schottland, die mein Herz berührt und mir viele wohlige Lesestunden geschenkt hat.

Maggy sieht sich selbst als Nerd, kleidet sich unauffällig und fühlt sich am wohlsten auf Online-Gaming-Plattformen. Beruflich arbeitet sie im Personalwesen – ein Job, den sie hasst, den sie aber aus finanziellen Gründen und vor allem aus Rücksicht auf die Erwartungen ihres Vaters ausübt. Eigentlich träumt sie von etwas Kreativem, doch den Mut, sich von seinem Wunsch zu lösen, konnte sie bisher nicht aufbringen. Besonders ihr unterkühltes Verhältnis zu ihrem Vater ging mir sehr nahe: Nach dem Tod ihrer Mutter fehlt ihr jeglicher Halt, Liebe oder Anerkennung. Egal, was sie tut – sie scheint ihm nie zu genügen. Das tat beim Lesen wirklich weh.

Umso erleichterter war Maggy, dass ihre Freundin Deirdre sie nicht dazu zwingt, ihr Versprechen einzulösen, mit ihr shoppen zu gehen – denn Maggy hasst Shopping. Stattdessen lädt Deirdre sie spontan übers Wochenende nach Schottland ein. Eine Einladung, die für Maggy mehr verändert, als sie je erwartet hätte.

Lewis ist ebenfalls ein Nerd, arbeitet in der IT-Branche und entwickelt Computerspiele. Nach außen wirkt er wie ein arroganter, zerstreuter Freigeist mit deutlichen Spice-Vibes. Er ist Single, glaubt nicht mehr an die Liebe und lenkt sich mit wechselnden Bettgeschichten ab. Beruflich steckt er allerdings in einer kreativen Krise. Sein Freund Stuart (Deirdres Partner) rät ihm, für eine Weile komplett auf Frauen zu verzichten, um seine Kreativität wieder anzukurbeln. Genervt von den ständigen Ratschlägen schlägt Lewis auf eine Challenge ein: drei Monate kein sexueller Kontakt. Direkt nach der Zusage bereut er sie – und genau da nimmt die Geschichte Fahrt auf.

Die erste Begegnung zwischen Maggy und Lewis ist herrlich skurril – die zweite, bei der Maggy sich ausgerechnet bei ihm um einen Job bewirbt, noch mehr. Anfangs ist Maggy extrem nervös, doch sobald sie etwas auftaut, entstehen wunderbare, spitze Dialoge, bei denen ich mehrfach schmunzeln musste.

Besonders gefallen hat mir Maggys Entwicklung: Ihr Mut, London hinter sich zu lassen und in Schottland neu anzufangen – und das auch noch in einem völlig anderen Job – ist beeindruckend. Trotz ihrer schwierigen Kindheit und des lieblosen Elternhauses wirkt sie unglaublich stark. Mit jeder Seite wird sie selbstbewusster, findet zu sich selbst und lernt sogar, ihrem Vater endlich Grenzen zu setzen.

Lewis wiederum entpuppt sich hinter seiner lockeren, fast chaotischen Fassade als vielschichtiger Charakter. Sein Job war spannend zu verfolgen, und ich habe es geliebt, ihn gedanklich nach Tokio und auf die Malediven zu begleiten. Diese Einblicke haben der Geschichte zusätzlich Tiefe gegeben.

Die Nebencharaktere bestehen größtenteils aus glücklichen Paaren aus den vorherigen Bänden. Auch wenn man deren Vorgeschichten nicht kennt, fügen sie sich harmonisch ein und machen Lust, ihre eigenen Geschichten kennenzulernen.

Die Handlung spielt im winterlichen Schottland, ist aber zu jeder Jahreszeit wunderbar lesbar. Die Atmosphäre ist warm, gefühlvoll und lädt zum Abschalten und Genießen ein.

Der Schreibstil ist locker, frisch und sehr flüssig. Das Buch liest sich schnell weg und bietet pure Wohlfühllektüre. Besonders gefallen hat mir, wie zart und glaubwürdig sich das Band zwischen Maggy und Lewis entwickelt. Das langsame Kennenlernen, die leisen Herzklopfmomente und das zunehmende Knistern waren einfach wunderschön.

Ganz ohne seitenlange Spice-Szenen entfaltet die Geschichte eine enorme romantische Wirkung – genau mein Geschmack.

Ein kleiner Kritikpunkt: Die Darstellung von Maggys schlimmstem Vorgesetzten in London und dessen Verhalten gegenüber Deirdre wurde mir etwas zu häufig betont. Wenn man den vorherigen Band nicht kennt, entsteht kurz das Gefühl, einen Teil der Geschichte verpasst zu haben.

Fazit:

“Winterknistern auf Schottisch” ist eine gefühlvolle, unterhaltsame und romantische Lovestory, die das Herz zum Schmelzen bringt. Die Charaktere entwickeln sich glaubwürdig weiter, die Dialoge sind charmant und das Knistern zwischen Maggy und Lewis wächst ganz wunderbar – leise, intensiv und voller Emotionen.

⭐ 5 von 5 Sternen für diese gelungene Geschichte mit Herzmomenten und liebevollen Liebesgeständnissen.

Bewertung vom 07.01.2026
Buchholz, Andreas K.

Morden ohne Sorgen - Eine Flussfahrt, die ist tödlich


sehr gut

Zum Cover:

Dieses Cover hat mich sofort gepackt. Dackel Wilhelm blickt mich an – und als bekennender Dackelfan war ich augenblicklich schockverliebt. Diesem typischen Dackelblick kann man einfach nicht entkommen.

Mit Kapitänsmütze im Boot versprüht Wilhelm Charme, Neugier und genau die richtige Portion Humor. Für mich verkörpert er perfekt das, was ich mir von einem Cosy Crime erhoffe: Spannung mit Augenzwinkern und Wohlfühlfaktor.

Besonders schön finde ich den Schriftzug auf der tafelförmigen Gestaltung, die zugleich als Wiedererkennungsmerkmal der Reihe dient. Die Flusskulisse rundet das Cover stimmig ab und macht sofort Lust auf eine mörderisch gute Lektüre.

Meine Meinung:

Mit “Eine Flussfahrt, die ist tödlich” dem vierten Band der “Morden ohne Sorgen-Reihe” bin ich erneut in die wunderbar schräge und zugleich gemütliche Cosy-Crime-Welt von Andreas K. Buchholz eingetaucht – und ich habe mich vom ersten Moment an wieder wohlgefühlt. Sein Humor ist genau mein Geschmack: pointiert, manchmal herrlich makaber und durchzogen von Dialogen, bei denen ich mir das Schmunzeln nicht verkneifen konnte. Es fühlte sich ein bisschen an wie ein Wiedersehen mit guten Bekannten – nur eben mit Mordfall.

Es war einfach schön, all die altbekannten Figuren wiederzutreffen und gemeinsam mit ihnen in einen neuen Mordfall zu starten. Beim Lesen wurde ich selbst zum kleinen Kommissar und habe mitgerätselt, auch wenn mir der Fall bis zum Schluss nicht wirklich einsehbar war. Ein klein wenig mehr Irreführung oder falsche Fährten hätten mir hier noch zusätzliche Rätselfreude bereitet.

Parallel zum Lesen habe ich das Hörbuch gehört – und das war ein echtes Highlight. Es fühlte sich fast wie ein Hörspiel an, es fehlten nur noch die Nebengeräusche. Der Sprecher hat eine wundervolle Stimme und haucht jeder einzelnen Figur Leben ein, sodass ich komplett in die Geschichte eingetaucht bin. Vor meinem inneren Auge lief die Handlung wie ein Film ab.

Was soll ich sagen: Dackel Wilhelm hat mein Herz endgültig erobert. Er ist niedlich, frech und lockert den Fall mit seinen Aktionen immer wieder auf. Besonders begeistert hat mich, dass Wilhelm in diesem Band deutlich mehr Raum bekommt – was ich sehr begrüßt habe.

Als Dackelfrauchen habe ich so viele typisch dackelige Eigenarten wiedererkannt und dabei unzählige Parallelen zu meiner eigenen Hündin entdeckt. Diese liebevolle und authentische Darstellung macht Wilhelm für mich zu einem absoluten Highlight der Reihe.

Neben dem Mordfall – der unter anderem durch Aberglaube rund um die Zahl 13 und verschiedene Vorkommnisse angestoßen wird – lebt die Geschichte vor allem von ihren Figuren. Loebell sehnt sich eigentlich nach Zweisamkeit mit Fleur, doch seine Freunde, Kollegen und der Redaktionsalltag beim Stadtanzeiger funken ihm ständig dazwischen. „Alles für die Eins, immer alles für die Eins“ – dieser Satz seines Chefs hat sich mir fest eingeprägt.

Besonders gelungen finde ich, wie der Autor jede Figur individuell zeichnet. Niemand verschwimmt, niemand ist austauschbar – alle sind Unikate. Alte Figuren entwickeln sich weiter, neue Charaktere fügen sich stimmig ein. Köstlich waren für mich vor allem Tuans Sprachnachrichten: Ich konnte sie innerlich hören und mir die Szenen bildlich vorstellen.

Fazit:

“Eine Flussfahrt, die ist tödlich” der vierte Band der “Morden ohne Sorgen-Reihe” ist für mich ein rundum humorvoller, spannender und sehr unterhaltsamer Cosy Crime, der vor allem durch seine Figuren, die Dialoge und den unverwechselbaren Humor von Andreas K. Buchholz lebt. Dackel Wilhelm ist für mich das Herzstück dieser Geschichte – und ich freue mich jetzt schon riesig auf den nächsten Fall der Truppe. Mein Herz habe ich definitiv an diesen Dackel verloren.

Meine Bewertung: 4,5 von 5 Sternen

Bewertung vom 29.12.2025
Fast, Brooke

To Cage a Wild Bird


ausgezeichnet

Zum Cover:

Schon beim ersten Blick hat mich das Cover völlig in seinen Bann gezogen. Die auffällige rote Farbe sticht sofort ins Auge und lässt erahnen, wie intensiv die Geschichte sein wird. Besonders schön finde ich die goldenen Vögel, die Eleganz und zugleich das zentrale Thema Freiheit widerspiegeln. Ein echtes Highlight ist außerdem der wunderschön gestaltete Farbschnitt, der das Buch zu einem Blickfang im Regal macht.

Richtig geflasht war ich beim Abnehmen des Schutzumschlags: Darunter ist das Buch weiß und von schwarzem Stacheldraht umzogen – ein starkes, inhaltlich perfekt passendes Detail. Auch im Inneren überzeugt die Gestaltung, denn an den Kapitelanfängen tauchen erneut die fliegenden Vögel auf, die man bereits vom Cover kennt.

Insgesamt bin ich total begeistert von der Gestaltung. Dieses Buch überzeugt nicht nur durch seinen Inhalt, sondern ist auch optisch ein echtes Highlight.

Meine Meinung:

Schon ab der ersten Seite hat mich “To Cage a Wild Bird” gepackt. Die Geschichte startet mitten im Geschehen und wirft einen direkt in eine neue, raue Welt – ohne große Schonfrist. Anfangs war ich ehrlich gesagt etwas gefordert, mich in Dividium und dem Gefängnis Endlock zurechtzufinden, doch genau das hat später seinen ganz eigenen Reiz entfaltet.

Dividium ist eine Gesellschaft, die klar in drei Ebenen unterteilt ist: Unter-, Mittel- und Oberschicht – zwischen bitterer Armut und luxuriösem Reichtum. Diese Ungleichheit zieht sich gnadenlos durch alle Lebensbereiche.

Besonders erschütternd fand ich das Gefängnis Endlock. Auch hier gibt es Ränge und Klassen, sichtbar durch Farben und deutlich spürbar durch die Lebensbedingungen.

Unterer Rang: kaum Nahrung, keine Hygiene

Mittlerer Rang: bessere Versorgung und Briefkontakt zur Außenwelt

Oberer Rang: Luxus, Freiheiten und Privilegien

Das grausame Highlight: die Jagd, bei der Gefangene ums Überleben kämpfen, während Gäste der oberen Gesellschaft Credits zahlen, um daran teilzunehmen. Dieser Aspekt war brutal, verstörend und gleichzeitig unfassbar spannend.

Die erste Jagd war für mich eines der intensivsten Leseerlebnisse seit Langem. Ich hatte Herzklopfen, habe stellenweise die Luft angehalten und war komplett gefesselt.

Der Schreibstil ist düster, rasant, emotional und sehr bildhaft. Nach der anfänglichen Einfindungsphase war ich vollkommen in dieser Welt gefangen. Parallelen zu “Panem” oder “Squid Game” sind erkennbar, fühlen sich aber nicht kopiert an – vielmehr frisch und eigenständig.

Raven, unsere Protagonistin, hat mich tief beeindruckt. Sie gibt ihren Traum, Ärztin zu werden, auf, um für ihren Bruder Jed zu sorgen, nachdem ihre Eltern in Endlock ums Leben kamen. Um zu überleben, wird sie Kopfgeldjägerin – ein gut bezahlter, aber verachteter Beruf. Umso tragischer, dass sie schließlich selbst in Endlock landet, um Jed zu retten. Ihre Stärke, ihr Mut und ihre emotionale Tiefe haben sie für mich zu einer großartigen Hauptfigur gemacht.

Jed entwickelt sich vom ängstlichen jungen Mann zu jemandem, der Mut beweist und Verantwortung übernimmt. Seine Schuldgefühle gegenüber Raven haben mich sehr berührt.

Vale war von Beginn an mysteriös, anziehend und voller Geheimnisse. Die Spannung zwischen ihm und Raven war greifbar – ich habe jede gemeinsame Szene regelrecht inhaliert. Auch die Nebencharaktere waren facettenreich, mit Ecken und Kanten, manche liebenswert, manche nicht – genau das hat sie so real gemacht.

Die Spice-Szenen fügten sich für mich perfekt ein: prickelnd, leidenschaftlich, aber nie überladen oder dominierend. Sie waren ein gelungenes Beiwerk und haben die emotionale Tiefe der Geschichte verstärkt.

Das Ende war purer Nervenkitzel. Herzrasen, Atemaussetzer, Gänsehaut – ich war völlig fertig und wollte sofort wissen, wie es weitergeht. Dieses Buch hat mich nach anfänglicher Eingewöhnungsphase emotional und mental komplett abgeholt.

Fazit:

“To Cage a Wild Bird” ist eine düstere, spannende und emotionale Dystopie über Macht, Intrigen, Klassenunterschiede und den Kampf ums Überleben. Trotz einer kurzen Eingewöhnungsphase entfaltet sich eine faszinierende Welt, die mich nicht mehr losgelassen hat. Ich bin absolut begeistert und kann Band 2 kaum erwarten.

Bewertung vom 28.12.2025
Bailey, Ada;Gold, Alessia;Knopf, Anna

Meet Me Under the Mistletoe


gut

Zum Cover:

Schon optisch ist “Meet Me Under the Mistletoe” ein echtes Highlight. Das tiefgrüne Cover mit seinen goldenen Akzenten wirkt elegant und herrlich winterlich. Besonders der geprägte Titel hat es mir angetan – haptisch wunderschön, dazu glitzernd und funkelnd je nach Lichteinfall. Ein absolutes Highlight ist auch der traumhafte Farbschnitt, der das Buch im Regal zu einem echten Blickfang macht. Ein Cover, das sofort Lust auf gemütliche Weihnachtslesestunden weckt.

Meine Meinung:

“Meet Me Under the Mistletoe” versprach 24 (bzw. 25) romantische Kurzgeschichten für die Weihnachtszeit – perfekt portioniert für jeden Tag im Advent. Mit einer Mischung aus Romance, Fantasy, Queerness und Wintermagie war meine Erwartung hoch, besonders da mir die Adventskalenderbücher der letzten Jahre sehr gefallen haben.

Leider konnte mich diese Ausgabe nicht durchgehend überzeugen – auch wenn sie definitiv ihre Highlights hatte.

Diese Geschichten haben mich emotional abgeholt, berührt oder mir echtes Weihnachtsgefühl geschenkt:

A Second Chapter with You – Jennifer Wiley

Zweite Chancen, Wichtel, Kinder im Krankenhaus und leises Knistern. Sehr berührend erzählt und emotional tief für eine Kurzgeschichte.

Weihnachtszauber unter dem Mistelzweig – Sarah Saxx

Hotelsetting, ein überbelegtes Zimmer, ein Autor und eine schöne Überraschung. Stimmungsvolle Romantik pur.

Say it with Flowers – Christina Kaspar

Kleine Pechsträhnen, Weihnachtsmarkt und zwei Herzen, die zueinanderfinden. Wunderschön und gefühlvoll.

Silberne Tränen – Christian Handel

Queere Romantasy mit Tiefe: vergessene Vergangenheit, Spiegelstadt, Menschenwelt und eine Vernissage in einer Buchhandlung. Emotional und atmosphärisch stark.

Besonders schade fand ich, dass einige Stories eher wie Leseproben auf bestehende Romane der Autor:innen wirkten und kaum Raum ließen, um eine emotionale Bindung aufzubauen.

Fazit:

Meet Me Under the Mistletoe bot mir einige wunderschöne Highlights und hat mir neue Autor:innen nähergebracht, von denen ich definitiv mehr lesen möchte – darunter Christian Handel, Christina Kaspar, Jennifer Wiley und Sarah Saxx.

Insgesamt empfand ich dieses Adventskalenderbuch jedoch als schwächer und enttäuschender als die Ausgaben der letzten Jahre. Der weihnachtliche Zauber blieb für mich zu oft aus, viele Szenen waren schlicht zu kurz, um emotional wirklich anzukommen.

Trotzdem hatte das tägliche Lesen einer Kurzgeschichte seinen Reiz – und allein dafür hat sich das Buch gelohnt.

Meine Bewertung: 3,5 von 5 Sternen

Bewertung vom 28.12.2025
Römer, Lotte

Weihnachtsliebe auf den zweiten Blick


sehr gut

Zum Cover:

Schon beim ersten Blick auf das Cover von „Weihnachtsliebe auf den zweiten Blick“ war ich direkt verliebt. Die sanften Farben sind wunderschön aufeinander abgestimmt und versprühen sofort diese ruhige, gemütliche Winterstimmung, die man sich für eine Weihnachtslektüre wünscht.

Besonders begeistert hat mich der Farbschnitt, der perfekt zum Cover passt. Er wirkt richtig hochwertig und macht das Buch zu einem echten Hingucker. Insgesamt erinnert mich das Design an eine gemalte Wunderwinterlandschaft – weich, verträumt und einfach zum Wohlfühlen.

Meine Meinung:

Schon auf den ersten Seiten hat mich diese Geschichte mitten ins Herz getroffen. Direkt zu Beginn empfing mich purer Weihnachtszauber – allerdings mit einem tragischen Unterton. In einem Rückblick in Hannahs und Mias Kindheit erlebt man ihre traditionellen Weihnachtsausflüge mit dem Vater, die einst voller Wärme und Geborgenheit waren. Umso schmerzhafter ist das Wissen, dass dieser Zauber für Hannah seit dem Tod ihrer Mutter vor 15 Jahren verloren gegangen ist. Ihre Welt steht still – und Weihnachten ist für sie nur noch eine schmerzhafte Erinnerung.

Hannah ist ein sehr kritischer Mensch und findet immer irgendwo einen Haken. Seit dem Verlust ihrer Mutter lehnt sie Weihnachten konsequent ab, denn mit ihr ist für Hannah der gesamte Weihnachtszauber gestorben. Ihr Verlustschmerz sitzt tief und bestimmt ihr ganzes Denken und Handeln.

Besonders spürbar wird das im Konflikt mit ihrer Schwester Mia. Hannah kann nicht nachvollziehen, wie Mia die Weihnachtsfreude wiederfinden konnte und das Fest genauso liebevoll zelebriert wie ihre Mutter früher. Für Hannah fühlt sich das wie Verrat an, während sie selbst noch nicht bereit ist, loszulassen. Das Leben dreht sich weiter – aber an diesem Punkt ist Hannah noch lange nicht.

Auch ihr Vater hat einen Weg gefunden, mit der Vergangenheit abzuschließen und wieder glücklich zu sein. Doch statt Trost empfindet Hannah auch das als schmerzhaft, weil sie noch an dem festhält, was war. Diese familiären Spannungen wirkten auf mich sehr authentisch und emotional nachvollziehbar.

Ein absolutes Highlight war für mich der Kramperllauf. Diese Mythologie kannte ich so noch gar nicht und fand sie unglaublich spannend. Lotte Römer schafft es, dieses Event so bildhaft zu beschreiben, dass ich die ausgelassene Stimmung, die fantasievollen Masken und das wilde Treiben förmlich vor mir sehen konnte.

Als Hannah einen Vorfall beobachtet – ein Kramperl überschreitet seine Grenzen, schubst einen anderen und schlägt Zuschauer mit der Rute –, nimmt die Geschichte eine unerwartet spannende Wendung. Hannah beschließt, den Schuldigen zu entlarven und wird schließlich selbst zur Kramperlläuferin. Besonders toll fand ich, dass nicht vorhersehbar war, wer der „böse Kramperl“ ist und was wirklich dahintersteckt.

Sehr gefallen haben mir auch die ruhigeren Szenen. Hannah arbeitet gemeinsam mit ihrer Freundin Cleo in einer Bäckerei, und die kurzen Einblicke in den Arbeitsalltag haben für echte Wohlfühlmomente gesorgt. Ich habe es sehr genossen, diesem Treiben zu folgen.

Cleo bringt dabei eine schöne Leichtigkeit in die Geschichte und ist fest davon überzeugt, dass Hannah lange genug allein war und dringend einen Mann braucht.

Zuckersüß ist außerdem Hannahs kleine Nichte Resi. Man merkt sofort, wie wichtig sie Hannah ist – für Resi würde sie alles tun. Diese Beziehung hat mich sehr berührt und zeigt, dass Hannah trotz ihrer verschlossenen Art ein großes Herz hat.

Die Geschichte handelt von Trauerbewältigung, vom Wiederfinden des Weihnachtszaubers, vom Loslassen und davon, neue Wege einzuschlagen. Tiefe Freundschaften entstehen, alte Wunden werden aufgerissen – und langsam beginnt Heilung.

Der Schreibstil ist warmherzig, mitfühlend und sehr bildhaft. Die Gefühlswelten der Charaktere sind stimmig und nachvollziehbar, und die Geschichte ist durchweg atmosphärisch geschrieben. Sie versprüht unheimlich viel Wärme und Weihnachtsmagie – ehrlich gesagt glaube ich, dass mit dieser Geschichte selbst der größte Grinch zum Weihnachtsliebhaber werden kann.

Romantik ist definitiv vorhanden, steht aber nicht im Mittelpunkt der Handlung. Mir persönlich hat ein wenig das Herzklopfen und das Knistern zwischen den Protagonisten gefehlt – hier hätte ich mir emotional noch etwas mehr Tiefe gewünscht. Dennoch passt die Zurückhaltung zur Geschichte und zu Hannahs innerem Zustand.

Fazit:

“Weihnachtsliebe auf den zweiten Blick” ist eine gefühlvolle, stimmungsvolle Weihnachtsgeschichte mit Tiefe, leiser Spannung und ganz viel Herz. Besonders die Themen Trauer, Familie und Neuanfang wurden für mich sehr authentisch umgesetzt. Kleine Abzüge gibt es für die etwas zurückhaltende Romantik, insgesamt hat mich das Buch aber wunderbar durch die Weihnachtszeit begleitet.

Bewertung vom 21.12.2025
Freud, Emily

Her Last Summer


sehr gut

Zum Cover:

Das Cover wirkt sofort atmosphärisch und spannungsgeladen und es hat mich persönlich auf Anhieb begeistert. Im oberen Teil sieht man eine kleine, dicht bewachsenen Tropeninsel - ein idyllisches, aber zugleich unheimliches Bild. Die Horizontlinie teilt das Cover in zwei Bereiche: Über Wasser herrscht sommerliches Licht und klare Tropenoptik, während unter der Wasseroberfläche eine dunklere, geheimnisvolle Stimmung entsteht. Die Gestaltung hat sofort meine Neugier geweckt: Es wirkt modern, tropisch und gleichzeitig bedrohlich - eine perfekte Kombination. Ein Thriller-Cover, das nicht nur ins Auge fällt, sondern wirklich unter die Haut geht.

Meine Meinung:

Manchmal begegnet einem ein Buch, das schon beim ersten Blick aufs Cover ein leichtes Kribbeln auslöst - und genauso ging es mir mit “Her last Summer“ von Emily Freud. Die düstere, tropische Atmosphäre versprach Spannung pur, und genau das habe ich bekommen: einen Thriller, der sich wie eine Mischung aus True-Crime-Dokumentation und packender Abenteuergeschichte liest. Mitreißend, geheimnisvoll und voller Gänsehautmomente.

Schon ab den ersten Seiten hat mich die Story vollkommen in seinen Bann gezogen. Die Kulissenbeschreibungen sind absolut genial. Emily Freud versteht es, den Dschungel Thailands so eindrücklich zu schildern, dass ich mich fühlte, als wäre ich selbst vor Ort: die drückende Tropenhitze, das Summen unsichtbarer Insekten, das Gefühl, dass hinter jedem Blatt eine Gefahr lauern könnte. Diese intensive Umgebung trägt maßgeblich zum Sog des Buches bei.

Besonders spannend fand ich die Erzählform. Die Geschichte wird aus der Sicht der Filmemacherin Cassidy erzählt, die unaufgelöste Fälle mit ihrem Team recherchiert und mit Hilfe von Interviews versucht, verborgene Wahrheiten aufzudecken. Abwechselnd zwischen gegenwärtiger Erzählperspektive und authentisch wirkenden Interviewpassagen gestaltet, hatte das Ganze für mich fast den Charakter einer echten Dokumentation - so real und greifbar fühlte es sich an.

Cassidy war für mich eine äußerst authentische Hauptfigur. Ihre dunkle Vergangenheit begleitet sie spürbar durch die Handlung, ohne sie zu erdrücken, und macht sie emotional greifbar und vielschichtig. Luke hingegen wirkte von Anfang an mysteriös auf mich. Obwohl er stellenweise sympathisch gezeichnet wird, haftet ihm stets eine düstere Aura an, die meine Skepsis nicht losließ. Auch die Nebencharaktere wurden facettenreich und glaubwürdig beschrieben - niemand blieb blass oder austauschbar.

Die Spannung ist ab Kapitel 1 spürbar und hält sich konstant bis zum Ende. Überraschende Wendungen sorgen dafür, dass man nie zu sicher sein kann. Gerade als ich dachte: Jetzt habe ich alles verstanden, überrascht mich die Autorin erneut mit einer Schockerkenntnis. Das Ende ist heftig, unerwartet und trifft mitten ins Mark - und dennoch bleiben keine offenen Fragen zurück.

Ich würde mich freuen, wenn Cassidys Geschichte in einem weiteren Buch weitergeführt würde. Ihre Vergangenheit und ihre Persönlichkeit bieten so viel potenzielles Erzählspektrum, dass es sich absolut lohnen würde, tiefer in ihr Leben einzutauchen.

Paralell zum Lesen habe ich auch das Hörbuch gehört, das mir insgesamt sehr gut gefallen hat - einzig die sehr ausgeprägten Zischlaute der Sprecherin Demet Fey haben mich zwischendurch etwas gestört.

Fazit:

“Her last Summer” von Emily Freud überzeugt mit einer dichten Atmosphäre, starken Charakteren, packender Spannung und einem Finale, das noch lange nachhallt. Für mich ein 4,5-Sterne-Buch, das mich bestens unterhalten, überrascht und begeistert hat.

Bewertung vom 16.12.2025
Sanders, Clara

Winterherzen in Chanting Hills (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Zum Cover:

Das Cover besticht durch eine stilvolle, nostalgische Gestaltung, die sofort ins Auge fällt. Die winterliche Landschaft mit dem liebevoll illustrierten Cottage wirkt traumhaft schön und lädt direkt zum Träumen ein. Besonders gelungen sind die feinen Glitzerelemente, die als Oberflächenveredelung den Schnee festlicher und lebendiger erscheinen lassen – ein Hauch von Wintermagie, der das gesamte Motiv veredelt.

Der geschwungene Titelschriftzug in glänzendem, metallic schimmerndem Rot fügt sich harmonisch in das Gesamtbild ein und verleiht dem Cover eine elegante, warme Note. Insgesamt entsteht ein stimmungsvoller erster Eindruck, der neugierig auf die Geschichte macht und perfekt in die winterliche Lesezeit passt. Ich persönlich finde dieses Cover wunderschön - ein echtes Highlight, das sofort ins Herz trifft.

Meine Meinung:

Schon auf den ersten Seiten wurde ich mitten ins Geschehen geworfen – ein Einstieg, der mich sofort abgeholt hat. Schritt für Schritt wurde ich an die Geschichte und ihre Charaktere herangeführt, sodass ich ohne Umschweife in der Handlung ankam und vollkommen darin eintauchen konnte.

Der Schreibstil ist unglaublich flüssig und angenehm zu lesen – die Seiten sind nur so an mir vorbeigerauscht. Dadurch konnte ich mich mühelos in die Geschichte fallenlassen und jedes Kapitel genießen. Parallel habe ich einige Passagen über das Hörbuch gehört, und die Sprecherin hat den emotionalen Ton der Geschichte perfekt eingefangen. Ihre warme, beruhigende Stimme hat der ohnehin berührenden Story noch mehr Tiefe verliehen.

Chanting Hills versprühte eine wunderschöne, warmherzige Atmosphäre. Beim Lesen bekam ich richtig Lust, selbst in dieses kleine, liebevoll geschmückte Dorf zu ziehen. Die winterlichen Gassen, die charmanten Cafés und die zauberhafte Umgebung wirkten so lebendig, dass ich sie am liebsten persönlich entdeckt hätte. Ein kleines i-Tüpfelchen wäre noch gewesen, ein paar Dorfbewohner mehr kennenzulernen, um das Gemeinschaftsgefühl noch stärker zu spüren – aber auch so war das Setting voller Winterzauber.

Die Charaktere waren allesamt sympathisch und authentisch. Isla ist mir sofort ans Herz gewachsen. Ihre warmherzige, kluge Art und ihre tiefe Liebe zu ihrer Kindertagesstätte „Fairyland“ waren absolut spürbar. Die Szenen mit den drei kleinen Kindern waren herzerwärmend und süß – und auch ihre Sorgen um ihren Sohn Ben oder um die Existenz ihrer Einrichtung waren greifbar und emotional nachvollziehbar.

Ben, ihr 15-jähriger Sohn, macht eine schwierige Phase durch. Sein Verhalten, seine Verschlossenheit und die schulischen Probleme wirkten absolut realistisch. Umso schöner war sein Wandel, als er in Chanting Hills Oliver und dessen Hündin Lou kennenlernt. Schritt für Schritt öffnet er sich wieder – ein leiser, aber berührender Entwicklungsbogen.

Oliver war mir ebenfalls von Anfang an sympathisch. Besonders sein Beruf hat mich fasziniert: Er baut Krippen mit einer Leidenschaft, die man in jeder Szene spürt. Die Annäherung zwischen ihm und Isla war sanft, glaubwürdig und warm – bis Missverständnisse die aufkommenden Gefühle auf die Probe stellen.

Ganz anders hingegen Harry, Olivers Onkel. Anfangs wirkte er wie ein verbitterter älterer Mann, der nur sein Business im Blick hat. Verbissen versucht er, die Tagesstätte zu sabotieren, um selbst zu expandieren. Doch im Laufe der Geschichte erfahren wir, warum er so hart und verschlossen geworden ist – und genau dieser Wandel war für mich ein echter Herzensmoment. Seine Hintergrundgeschichte hat mich tief berührt, und am Krippenspielabend, als ein klärendes Gespräch alles veränderte, flossen bei mir sogar Tränen. Ein absoluter Winterzauber-Moment.

Die zarte Liebesgeschichte zwischen Isla und Oliver ist präsent, aber angenehm zurückhaltend. Gleichzeitig rücken wichtige Themen wie die Existenzangst rund um „Fairyland“ sowie Mobbing unter Kindern in den Vordergrund. Diese Mischung ist wunderbar gelungen und gibt der Story viel emotionale Tiefe.

Fazit:

Winterherzen in Chanting Hills ist eine wunderschöne, winterliche Geschichte voller Wärme, Herz und Magie. Sie hat mich verzaubert, mir gemütliche Lesestunden geschenkt und mich emotional vollkommen abgeholt. Die Mischung aus Weihnachtszauber, Romantik und ernsten Alltagsproblemen ist hervorragend gelungen.

Ein kleiner Epilog nach Weihnachten hätte mich noch glücklich gemacht – einfach um zu erfahren, wie es den Charakteren weiter erging. Von mir gibt es klare 5 von 5 Sternen. Ein echtes Herzensbuch!

Bewertung vom 10.12.2025
Filz, Sylvia; Konopatzki, Sigrid

Tierisch schöne Winterzeit (MP3-Download)


sehr gut

Zum Cover:

Schon beim ersten Blick hat mich dieses wunderschöne Cover verzaubert. Die glänzenden Prägungen der Rentiere und des Titelschriftzuges lassen das Buch richtig edel wirken und fangen perfekt die winterliche Stimmung ein.

Auch die Rückseite begeistert mit einer verträumten Schneelandschaft, die das Wintergefühl stimmungsvoll weiterträgt. Der passend gewählte Farbschnitt (bestellbar über die Autorinnen) rundet das Gesamtbild ab und macht das Buch zu einem echten Hingucker.

Im Inneren sorgen kleine, niedliche Weihnachtsgrafiken an den Kapitelanfängen für zusätzlichen Charme – ein liebevolles Detail, das mir besonders gut gefallen hat.

Meine Meinung:

Schon nach wenigen Seiten fühlte es sich für mich an, als würde ich selbst durch eine verschneite, beruhigende Winterlandschaft Finnlands wandern. Das Buch schenkt genau dieses Gefühl: Natur, Stille, Wärme – und ein tiefes Wholesome-Herzklopfen.

Die Autorinnen entführen erneut in eine wunderschöne, verschneite Winterlandschaft Finnlands, die so viel Naturverbundenheit und innere Ruhe ausstrahlt, dass ich mich selbst wie vor Ort fühlte. Die bildhaften Beschreibungen versprühen ein pures Wohlfühlgefühl – perfekt für alle, die sich nach Wintermagie sehnen.

Besonders schön war für mich, altbekannte Figuren aus Band 1 wiederzutreffen. Es war wie ein liebevolles Zurückkommen, begleitet von kleinen Erinnerungen, die immer wieder aufblitzten. Anuk – verwitwet, warmherzig, authentisch. Sie führt eine kleine Rentierfarm und bietet Schlittenfahrten an. Man wünscht ihr beim Lesen einfach nur das Beste und ich genoss es, sie mit ihren Tieren zu erleben - mit voller Hingabe & Liebe. Tim – naturverbundener Tierarzt, der seinen Job liebt, manchmal aus Sicht seiner Freundin aber zu viel Herzblut hineinlegt, was seine Beziehung belastet. Und Elena – die zickige, verwöhnte Glamour-Freundin, ein Gegenpol zu Tim. Ihr Verhalten brachte mich oft zum Augenrollen, aber gleichzeitig tat sie mir auch leid. Sie kennt es nicht anders und gerät dadurch immer wieder in Konflikte. Was ich besonders positiv hervorheben möchte: Der Zusammenhalt aller Figuren ist wieder wunderbar warmherzig und hat mich mitten ins Herz getroffen.

Ein Highlight war für mich erneut der kleine Handarbeitsladen von Anuk, Paula, Ilvy und den Frauen des Handarbeitsclubs. Es machte so viel Spaß, dem Treiben dort zu folgen. Die Szenen wecken die Lust aufs Stricken, Häkeln und natürlich aufs Wolle-Shoppen. Einzig schade: Im letzten Drittel nahm der Laden weniger Raum ein – da hätte ich mir noch etwas mehr gewünscht.

Eine Szene, die ich besonders geliebt habe, war die Rentierschlittenfahrt mit Anuk und Tim. Die Atmosphäre war entschleunigend, friedlich, fast magisch – ich konnte die Stille förmlich spüren.

Die sanfte, langsam aufblühende Liebesgeschichte hat mein Herz ganz leise ergriffen. Zu sehen, wie sich die Funken entwickeln, war richtig schön.

Zum Schluss wurde die zuvor so ruhige, angenehme Erzählatmosphäre etwas hastig. Einige Dinge wurden sehr schnell aufgelöst und ließen ein paar offene Fragen zurück. Dennoch hat mich das Ende sehr glücklich gemacht – besonders wegen einer ganz besonderen Überraschung, mit der ich nicht gerechnet hatte. Ein kleiner Epilog hätte mich noch mehr erfüllt, um zu erfahren, wie es für die Figuren weitergeht.

Der Roman ist unabhängig vom ersten Band lesbar, aber wer Band 1 kennt, wird sich wie beim Nach-Hause-Kommen fühlen.

Fazit:

“Tierisch schöne Winterzeit “ ist ein schneller, flüssiger, wohliger Winterroman, vorhersehbar, aber dennoch wunderschön erzählt. Die Seiten fliegen nur so dahin – und trotzdem ist das Buch viel zu schnell zu Ende.

Ich hoffe sehr, dass dies nicht der letzte Band der „Winterzauberliebe in Finnland“-Reihe bleibt. Ich würde so gerne noch mehr Zeit mit diesen liebgewonnenen Charakteren verbringen.

Meine Bewertung: 4,5 von 5 Sternen

Bewertung vom 06.12.2025
Ware, Ruth

One Perfect Couple


gut

Zum Cover:

Das Cover von “One perfect Couple” strahlt pures Urlaubsfeeling aus - türkisblaues Meer, Palmen und ein Sonnenuntergang in leuchtenden Farben. Es wirkt auf den ersten Blick wie das perfekte Urlaubsidyll - friedlich, sonnig und einladend. Doch der Kontrast zum düsteren Untertitel verrät schon, dass hinter der Idylle etwas Bedrohliches lauert. Mir gefällt besonders, wie das Cover diese Mischung aus tropischer Schönheit und unterschwelliger Spannung einfängt - perfekt für einen Thriller auf einer einsamen Insel.

Meine Meinung:

Ruth Ware entführte mich in eine Welt, die auf den ersten Blick glitzert und nach Sonne, Luxus und TV-Glamour aussieht - doch von Anfang an lag ein ungutes Gefühl in der Luft. Diese Scheinwelt , die so perfekt scheint, bröckelt mit jeder Seite ein Stück mehr und offenbart schnell ihre dunkle Seite.

Als Fan von Reality-TV-Shows fand ich die Grundidee des Buches unglaublich spannend: Eine Gruppe von Paaren kämpft auf einer einsamen Insel um Ruhm, Liebe - und am Ende ums Überleben. Die beklemmende Atmosphäre zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und lässt früh erahnen, dass dieses Spiel kein gutes Ende nehmen wird.

Die Hauptprotagonistin Layla wirkte zu Beginn sympathisch, klug und reflektiert - gefangen in einer Beziehung, die von Ungleichheit geprägt ist. Ich habe mich oft gefragt, warum sie sich Nicos Wünschen immer wieder fügt. Während der erste Teil des Buches mit Tempo und Spannung überzeugt, verliert die Geschichte ab der Mitte an Dynamik. Die Charaktere, anfangs vielversprechend angelegt, verlieren zunehmend an Tiefe, sodass ich emotional kaum noch mitfiebern konnte.

Ruth Wares Schreibstil ist flüssig und bildhaft - man fliegt förmlich durch die Seiten. Dennoch empfand ich einige Handlungsstränge als zu konstruiert oder zu kurz angerissen. Manche Wendungen wirkten an den Haaren herbeigezogen, was meine Lesefreude immer wieder bremste. Das Buch ist in drei Teile gegliedert:

Teil 1: Vorstellung der Reality-Show und Teilnehmer auf der Insel “Ever After”

Teil 2: Der Sturm bringt Chaos, die Gruppenstruktur veränder sich

Teil 3: Auflösung - teils plausible, aber zu früh und zu konstruiert, wodurch Spannung verloren geht

Fazit:

“One perfect Couple” hat eine spannende Idee, einen flüssigen Stil und eine dichte Atmosphäre - verliert aber unterwegs etwas von seiner Kraft. Die Figuren, anfangs vielversprechend, bleiben am Ende blass, und die Handlung wirkt stellenweise zu überzogen. Trotzdem hat mich die Geschichte unterhalten und ich mochte den Reality-TV-Ansatz sehr. 3 von 5 Sternen - ein solider Thriller für Zwischendurch, unterhaltsam, aber nicht ganz so fesselnd, wie ich es mir erhofft hatte.