Benutzer
Benutzername: 
books

Bewertungen

Insgesamt 82 Bewertungen
Bewertung vom 17.01.2026
Schwarzer, Elke

Mord im Nacktschnecken-Milieu


ausgezeichnet

Verbrechen im Garten
„Mord im Nacktschnecken-Milieu“ von Elke Schwarzer ist ein sehr unterhaltsames und einfallsreiches Buch, welches zwanzig geheimnisvolle Fälle aus dem Garten behandelt. Die humorvolle Weise ist sehr ansprechend und gleichzeitig erhält man viele Informationen. Die Täter in diesen Fällen sind unter anderem Insekten, Schnecken, kleine Tiere und Pflanzen. Die Aufmachung des Buches ergänzt den Inhalt illustrativ sehr gut, des Weiteren sind zu jedem Fall Spuren und Zeugenaussagen vorgegeben und in Betracht kommende Verdächtige werden sodann vorgestellt. Am Ende eines jeden Falles wird der Täter dann genauer beschrieben. Durch die Gliederung in Form von Tatort, Indizien und Vorstellung der Verdächtigen macht das Lesen viel Spaß und ermöglicht den Lesenden einen Zugang zu den Themen Natur und Garten. Ein wirklich originelles sowie informatives Buch für Gartenfreunde und für all jene, die es vielleicht durch dieses Buch werden!!

Bewertung vom 17.01.2026
Müller, Carsten;Bohle, Steffi

Jetzt mal ehrlich?!: Meine Gefühle, mein Körper, meine Regeln! Ein wirksames Aufklärungsbuch für Kinder zur Prävention von sexuellem Missbrauch


sehr gut

Wichtige Aufklärungsarbeit!
Das Sachbuch für Kinder „Jetzt mal ehrlich?!: Meine Gefühle, mein Körper, meine Regeln!“, geschrieben von Steffi Bohle und Carsten Müller sowie illustriert von Emily Claire Völker, befasst sich mit einem immens wichtigen und gleichzeitig sensiblen Thema.
Es werden Fragen zu den Themen Gefühle, Körper, Grenzen sowie Missbrauch aufgegriffen und wichtiges Wissen vermittelt. Die Informationen sind eindrücklich und gleichzeitig mit einer Leichtigkeit zugänglich gemacht. Ein weiterer Pluspunkt ist die Diversität, die gut umgesetzt wurde. Ergänzend zu den Inhalten für die Kinder gibt es farblich hinterlegte Infokästen, die zur Unterstützung der Erwachsenen beim Besprechen der behandelten Themen dienen sollen.
Die Texte sind hin und wieder sehr direkt, was für manche Kinder eventuell zu viel sein könnte. Ein Inhaltsverzeichnis hätte das Buch noch abrunden können, damit man die verschiedenen Themen direkt aufschlagen kann. Alles in allem aber ein super empfehlenswertes Sachbuch!

Bewertung vom 10.12.2025
Pierbattisti-Spira, Sara;Wick, Katharina

Freier Kopf statt Mental Load


sehr gut

Guter Einstieg in Mental Load
„Freier Kopf statt Mental Load“ soll einen Einblick in das Thema Mental Load geben. Das Buch ist sprachlich leicht verständlich und inhaltlich gut gegliedert. Es sind schöne Visualisierungen eingepflegt sowie praktisch umsetzbare Übungen, die in den Alltag integriert werden können. Wobei hier auch klar genannt werden muss, dass der Fokus auf Müttern mit (kleinen) Kindern liegt, was mir nicht sehr gefallen hat. Aus dem Titel und dem Beschreibungstext ging das nicht deutlich hervor.
Die Lektüre gibt einen guten Überblick und ist als Einstieg gut geeignet. Es lädt dazu ein, verschiedene Themen bei Interesse näher zu beleuchten und sich damit auseinanderzusetzen. Für einen ersten Zugang ist „Freier Kopf statt Mental Load“ ein guter Wegbegleiter. Wenn man jedoch bereits unter Mental Load leidet oder sich schon im Zuge einer Depression bzw. eines Burn-Outs befindet, kann professionelle Hilfe besser und gezielter greifen.

Bewertung vom 10.11.2025
Bhatter, Ina

Drei Tage im Schnee


sehr gut

Cozy

„Drei Tage im Schnee“ ist ein Buch, das von der Aufmachung und dem Titel sehr gut zur Winterzeit passt. Eine Frau verbringt mitten im Winter einige Tage in einer abgeschotteten Hütte, um Abstand zum alltäglichen Leben zu gewinnen. In dieser Zeit trifft sie auf die kleine Sophie und beide kommen beim Bauen von Iglus und Schneeengeln ins Gespräch. Dabei reflektiert Hannah über das eigene Leben und über das, was man zum Leben braucht bzw. denkt zu brauchen.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, der Umfang des Buches mit 176 Seiten auch überschaubar, sodass man sich ein gemütliches Wochenende mit „Drei Tage im Schnee“ machen kann. Die Erzählung strahlt eine Ruhe aus und bringt eine innere Einkehr hervor, die im Vergleich zum schnelllebigen Alltag wirklich guttut und entschleunigt. Man beschäftigt sich mit sich selbst und überdenkt die eigene Sicht auf bestimmte Sachen im Leben.

Bewertung vom 05.11.2025
Durkin, Frances;Löwenberg, Ute

Geniale Frauen, geniale Forschung


ausgezeichnet

Pionierinnen

Das Buch „Geniale Frauen, geniale Forschung“ befasst sich mit Frauen, die in der Forschung Bahnbrechendes geleistet haben. Auf jeder Doppelseite werden eine Person und ihre wichtigen Forschungen dargestellt, wobei auch mir einige der aufgeführten Persönlichkeiten bis dato nicht bekannt waren. Die Auswahl ist sehr vielfältig getroffen und zeigt die Bandbreite an Forschungsfeldern auf.
Die Inhalte sind altersgerecht aufgebaut, die Informationen und Illustrationen sind auf einem Niveau, das Kinder und Jugendliche verstehen können. Zudem gibt es viele Experimente, die selbst ausprobiert werden können, um die Forschungsarbeiten besser nachzuvollziehen und selbst in die Rolle als Entdecker zu schlüpfen.
Ein sehr inspirierendes und starkes Sachbuch, das aufzeigt, dass Wissenschaft keinesfalls als Männerdomäne zu verstehen ist.

Bewertung vom 05.11.2025
Henn, Carsten Sebastian

Sonnenaufgang Nr. 5


ausgezeichnet

Das Leben Revue passieren lassen

In „Sonnenaufgang Nr. 5“ beschreibt Carsten Henn die Geschichte mehrerer Personen. Der 19-jährige Jonas sticht hierbei insbesondere durch seine einfühlsame Art hervor. Dieser hat vor Kurzem sein Germanistikstudium geschmissen und möchte sich als Ghostwriter etwas Geld verdienen. In diesem Kontext trifft er auf Stelle, eine ältere Dame, mit der er auf Erinnerungsreise geht. Sie treffen bei dieser Reise auf unterschiedliche Menschen, wie beispielsweise Maler Geraldo, der in Stella verliebt ist.
Es folgen viele interessante Gespräche und Einblicke in Stellas Leben, aber auch Jonas hat in seiner Biographie bereits schwierige Zeiten überwunden, die ebenfalls in Erscheinung treten. Ich fand es schön, dass lebensphilosophische Themen sowie gesellschaftliche Probleme aufgegriffen wurden. Henn schreibt sehr behutsam und gleichzeitig kann er eine gute Prise an Humor einbauen, wodurch das Lesen noch mehr Spaß macht.

Bewertung vom 24.09.2025
Sahin, Reyhan

Amazonenbrüste


ausgezeichnet

Schonungslos und eindrucksvoll!
Ich kannte die Autorin Reyhan Şahin im Rahmen ihrer Rap-Karriere oder ihrem akademischen Werdegang tatsächlich nicht, der Klappentext sowie das Cover des Buches haben aber mein Interesse geweckt. In „Amazonenbrüste“ setzt sie sich schonungslos mit dem Thema Brustkrebs auseinander. Der Schreibstil ist hierbei sehr direkt, für manche vielleicht zu derb.
Sie beschreibt Gefühle wie Scham, Wut und Angst sehr eindrucksvoll und eröffnet somit einen Zugang in ihre Gefühlswelt. Die Leserschaft begleitet Reyhan Şahin anhand ihrer authentischen Schilderungen auf ihrer Reise vom ersten Arztbesuch bis hin zur Bekämpfung des Krebses. Besonders hervorzuheben ist der Spagat zwischen Humor und Hoffnung, welcher der Autorin sehr gut gelingt.
Ihr Lebensweg ist inspirierend und macht Hoffnung für all jene, die mit solch einer schweren Diagnose konfrontiert werden.

Bewertung vom 22.09.2025
Dröscher, Daniela

Junge Frau mit Katze


gut

So lala...
In „Lügen über meine Mutter“ schilderte Daniele Dröscher die Geschichte einer Mutter, die aufgrund ihrer Körpermaße nicht unbedingt dem Durchschnitt entspricht. In ihrem neuen Roman forciert Dröscher nun die Perspektive von Ela, die gesundheitliche Veränderungen durchmacht und sich mit ihren Lebensumständen auseinandersetzt. So findet sich Ela unter anderem zwischen beruflicher Überlastung und familiären Verpflichtungen wieder.
Leider hat mich Elas Geschichte vergleichsweise nicht abholen können, teilweise fiel es mir schwer, ihre starken Reaktionen nachzuvollziehen. Ihre Baustellen sind zum Teil von ihr selbst gemacht und sie müsste sich mal aus der ganzen Situation herausnehmen, um die Gegebenheiten neu zu betrachten und zu bewerten. Zudem hätte ich mich gewünscht, dass die familiären Verflechtungen in ihrer Tiefe präsenter gewesen wären.
„Junge Frau mit Katze“ ist trotz dessen lesenswert und Daniela Dröscher versteht ihr Handwerk.

Bewertung vom 04.09.2025
Engler, Leon

Botanik des Wahnsinns


gut

Wahnsinnig?
In seinem Debütroman „Botanik des Wohnsinns“ thematisiert Leon Engler die psychischen Dynamiken innerhalb einer Familie, bei der über Generationen hinweg psychische Erkrankungen vorherrschen.
Der Protagonist hat aufgrund des familiären Hintergrunds Angst davor, selbst eines Tages an einer psychischen Erkrankung zu leiden und in den Wahnsinn zu rutschen. Hierbei ist der Erzähler selbst Psychologe, sodass dieses Thema narrativ als auch fachlich betrachtet wird. Erinnerungen und Imagination verschwimmen miteinander und eine klare Grenzziehung zwischen Realität und Funktion ist nicht möglich. Der Ich-Erzähler reflektiert über die verschiedenen Krankheitsbilder wie Schizophrenie und Depression, aber auch das Thema Abhängigkeit sowie Betäubungsmittel werden in diesem Kontext aufgegriffen.
Der Roman ist insbesondere für Lesende sicherlich von Interesse, die sich gerne mit dem Thema psychischer Erkrankungen beschäftigen.

Bewertung vom 03.09.2025
Noort, Tamar

Der Schlaf der Anderen


sehr gut

Erschöpft...
Janis arbeitet als Aufsichtsperson in einem Schlaflabor. Dort begegnet sie der Lehrerin Sina, die dort Hilfe für ihre Schlaflosigkeit sucht. Beide könnten kaum unterschiedlicher sein, und doch besteht eine Verbundenheit. Sie sind in ihrem Alltag festgefahren und ihr jeweiliger Leidensdruck wird eindrücklich dargestellt.
Tamar Noort kann die Gefühlswelt dieser beiden Damen feinfühlig und einfühlsam beschreiben. In Zuge dessen werden Fragen aufgeworfen, die gesellschaftliche Dynamiken, wie beispielsweise das Rollenbild als Frau bzw. Mutter, sowie die allgemeine Arbeitswelt unter Kritik nehmen. Inhaltlich passieren keine großen Sachen, aber es werden sehr viele Themen angesprochen, sodass die intensivere Auseinandersetzung mit diesen nicht immer den benötigten Raum bekommt. Trotz allem habe ich den Roman gerne gelesen!