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Benutzername: 
Susanne Kaminski
Wohnort: 
Dinslaken

Bewertungen

Insgesamt 3 Bewertungen
Bewertung vom 13.02.2022
Ostfriesensturm / Ann Kathrin Klaasen ermittelt Bd.16
Wolf, Klaus-Peter

Ostfriesensturm / Ann Kathrin Klaasen ermittelt Bd.16


ausgezeichnet

Welch ein Roman!

„Gegen die Sturmflut hatten sie Deiche gebaut. Aber vor dem, was dann kam, konnte kein Deich sie schüt-zen…“

Ich bin zutiefst ergriffen und berührt von dem neuesten Roman „Ostfriesensturm“ des Autors Klaus-Peter Wolf.

Es ist ein sehr persönlicher Roman von Klaus-Peter Wolf, denn es ist nicht „nur“ ein Krimi mit neuen Er-mittlungen von Ann Kathrin und ihrem Team, sondern der Roman gibt einen tiefen Einblick in die Seele des Autors. Klaus-Peter Wolf hat die Hölle seiner eigenen Kindheit durch seinen Protagonisten Niklas Wewes wiedergespiegelt und durchlebt.

„Ostfriesensturm“ spielt in Zeiten unserer Pandemie und des ersten Lockdown. Niemandem ist es bewusst, dass es so etwas überhaupt gibt, welche Ausmaße sie annimmt und wie die Pandemie die Menschen ver-ändert. In dieser furchtbar traurigen Realität zu leben ist schon eine große Herausforderung, aber diese Realität mit Fiktionen zu verknüpfen und zu einem spannenden Roman zu verbinden, ist noch einmal eine ganz andere Dimension.
Dem Autor Klaus-Peter Wolf ist das ganz brillant gelungen.

„Der Anruf erreicht Ann Kathrin Klaasen und Frank Weller beim Spaziergang am menschenleeren Strand. In einer Ferienwohnung auf Wangerooge wurde die Leiche eines Mannes gefunden. Die Tötungsart lässt ver-muten, dass hierfür das organisierte Verbrechen verantwortlich ist – ein Verdacht, der Ann Kathrin und ihr Team sofort in höchste Alarmbereitschaft versetzt. In einem Tierpark wird kurz darauf ein weiterer Toter gefunden. Nachdem alle Touristen Ostfriesland verlassen mussten, durchsucht die Polizei unter Hochdruck leer stehende Ferienwohnungen. Wo versteckt sich der Killer?“

So verlautet der Klappentext auf der Rückseite des Buches und die Spannung ist schon bei mir entfacht.
Durch die detailgenauen Beschreibungen des Autors kommt der Lokalkolorit in keiner Weise zu kurz.
Aber die Beschreibungen sind gänzlich anders als gewohnt – menschenleere Strände, Natur, - die ganz anders wahrgenommen wird -, geschlossene Geschäfte und Restaurants, einsame Promenaden, leere Ferienwohnungen und Hotels. Unvorstellbar,- aber real.
Für Ann Kathrin, Weller und Rupert beginnt eine Ermittlung unter noch nie dagewesenen Bedingungen.
Ihr Chef, Martin Büscher, ist ihnen bei den Ermittlungen keine große Hilfe. Vielmehr überlässt er sein Feld als Chef der Kripo, dem von allen gehassten BKA´ler Klatt. Bis Klatt selber in die Fänge des Killers ge-langt. Es zeigt sich ein wunderbares Zusammenspiel der Protagonisten und der Zusammenhalt der ostfrie-sischen Polizisten Ann Kathrin, Weller, Rupert und Marion (genannt Bratarsch) bekommt eine andere Prä-senz.
Wieder einmal gelingt es dem Autor Klaus-Peter Wolf erstklassig, die Handlungsstränge spannend zu-sammen zu führen.
Alte Bekannte tauchen auf – unter anderem auch der DOC (Dr. Bernhard Sommerfeldt) - und Fiktion und Realität spielen zusammen. Im Fokus steht allerdings der Unglaube und die Auswirkung der Pandemie, denn auch die Protagonisten wissen nicht so Recht, wie sie mit dieser – neuen - Situation umgehen sollen.

Fazit:

Dieses Buch ist kein Krimi wie wir ihn kennen. Vielmehr ist es ein Krimi und eine Autobiografie in einem Konstrukt und wohl einzigartig in der Literaturgeschichte. Die Windböen kommen aus allen Richtungen und „Ostfriesensturm“ mutiert zu einem literarischen Orkan.
Dieser Roman ist etwas ganz Besonderes!

Chapeau lieber Klaus-Peter Wolf!
Ich ziehe meinen Hut vor Dir, danke Dir von ganzem Herzen für diesen wunderbaren Roman und bewunde-re Dich für Deine mentale Offenheit, Deinen großen Mut - öffentlich zu machen, worüber man nicht spricht -, Dein Vertrauen und den Einblick in die Tiefe Deiner Seele.
Jeder von uns trägt einen Rucksack mit sich, den er lieber gar nicht auspacken möchte, aber Du zeigst mir, - und ich denke vielen Deiner Leser/innen ebenfalls -, dass man sich seiner Vergangenheit stellen sollte, damit die Dämonen der Vergangenheit an Schrecken verlieren.

DANKE DAFÜR!!!

Bewertung vom 21.04.2020
Ostfriesenhölle / Ann Kathrin Klaasen ermittelt Bd.14 (eBook, ePUB)
Wolf, Klaus-Peter

Ostfriesenhölle / Ann Kathrin Klaasen ermittelt Bd.14 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Ostfriesenhölle

„Kalte Berechnung oder pure Verzweiflung:
Ist der verschwundene YouTube-Star Täter oder Opfer?
Nur ein genialer Plan kann Ann Kathrin Klaasen in diesem Fall weiterhelfen.“

So verlautet der 14. Fall von Bestseller-Autor Klaus-Peter Wolf und 505 Seiten geballte Spannung erwarten mich. Meine Erwartungen werden wieder mehr als erfüllt und es fällt mir ausgesprochen schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

„Ostfriesenhölle“ ist ein Roman, der wieder sehr aktuelle Themen behandelt – ein besonderes Genre des Autors Klaus-Peter Wolf, dass er zeitgemäß und gekonnt in Szene setzt.
Ich bin sofort mitten im Geschehen und treffe viele Bekannte wieder. Herrlich, denn irgendwie gehöre ich ja schon dazu.
Auch der Lokalkolorit kommt nicht im Entferntesten zu kurz, unvergleichbar präzise und authentisch wird er vom Autor beschrieben – eine wahre Freude beim Lesen.

Im Urlaub auf Langeoog fällt Cosmo tot vom Fahrrad und seine Mutter vermutet, das Marvin – sein Freund aus der gemeinsamen Band – etwas mit seinem Tod zu tun hätte. Cosmo ist mit Thallium vergiftet worden und Marvin ist der Enkel des Innenministers. Als die Leiche einer Frau gefunden wird, stellt sich für Ann Kathrin Klaasen eine große Herausforderung dar. - Wen sucht die Polizei eigentlich? Welche Verbindung gibt es zum Drogen- und Waffenhandel, und welche Rolle spielen die V-Leute?
Durch einen gekonnten Schachzug – Ann Kathrin Klaasen veranstaltet eine Pressekonferenz mit ausgesuchten Journalisten auf Wangerooge – lotst sie die Täter aus ihrer Reserve und in eine vermeintlich andere Sichtweise der bestehenden Situation. Das bringt eine ganz besondere Spannung zum Rollen...
Drogen, Gifte, Waffen und die persönliche Angriffsfläche eines Innenministers spielen eine große Rolle in diesem Roman. Wie weit geht die Priorität und Loyalität des Innenministers - als oberster Dienstherr der Polizei-, um das Leben seines Enkels nicht aufs Spiel zu setzen?
Die Spannung steigt!

Die Liebe des Autors Klaus-Peter Wolf zu Ostfriesland, und den Inseln im Besonderen in diesem Roman, ist klar und sehr souverän dargestellt. Durch die detailgenauen Beschreibungen der Orte komme ich mir vor, wie auf einer Reise durch Ostfriesland und mein Kopfkino rotiert.

Für die Auflockerung und das grandiose Schmunzeln in diesem Roman sorgt wieder einmal RUPERT.
Ich habe einmal geschrieben, dass das der Kollege ist, den jeder hat, aber keiner möchte.
Diesbezüglich muss ich meine Meinung revidieren..., gerade „er“ bringt mit seinem Verhalten und seinen vermeintlich plumpen Äußerungen Schwung in den Roman und stellenweise muss ich einfach nur schmunzeln.
Irgendwie ist er mir im Laufe der Zeit richtig ans Herz gewachsen und ich freue mich schon sehr auf sein eigenes Buch „Rupert Undercover“.

Fazit:
Wer gerne Ostfrieslandkrimis mit echten dargestellten reellen Protagonisten und erfundenen Protagonisten liest, für den ist es ein „MUSS“, diesen Roman zu lesen... und ich kann Euch garantieren ein wahrer Lesegenuss!!!

Wer nur meckern möchte, weil der Roman zu viel Realität beherbergt..., ja, wir kennen den Konditor,..., ja, wir kennen den Bauunternehmer,..., ja, wir kennen auch schon das Hotel,..., ja, wir kennen die Pommes-Bude,..., ja, wir wissen, das Monika Tapper die beste Freundin von Ann Kathrin Klaasen ist und wir wissen auch, das die zauberhafte Bettina Göschl mit ihren Songs alles heraus reißt, … der sollte einfach das Buch an die Seite legen und es damit gut sein lassen !!!

Ich für meinen Teil danke dem Autor für diesen tollen Roman! Er hat mir viele schöne Lesestunden beschert und ich freue mich sehr auf den neuen Roman.
Danke lieber Dichter!

Für alle Fans von Klaus-Peter Wolf:
Um die Wartezeit bis zum 15. Fall von Ann Kathrin Klaasen abzukürzen...
„Rupert Undercover“ erscheint am 18.06.2020 im Fischer Verlag.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 05.03.2019
Ostfriesennacht / Ann Kathrin Klaasen ermittelt Bd.13
Wolf, Klaus-Peter

Ostfriesennacht / Ann Kathrin Klaasen ermittelt Bd.13


ausgezeichnet

Schon der Klappentext verspricht einen mitreißenden, fesselnden Verlauf der Geschehnisse und 456 Seiten geballte Spannung erwarten mich.

Ich bin sofort wieder mitten im Geschehen, treffe viele Bekannte wieder und habe einfach schon das Gefühl dazu zu gehören.
Die Orte, die wieder unvergleichbar präzise und authentisch von dem Autor beschrieben werden, erscheinen mir in einem ganz anderen Licht und durch die detaillierten Beschreibungen empfinde ich eine ganz andere Wahrnehmung dieser Orte und Schauplätze. Es ist, als liefe ein Film vor meinen Augen ab.

Aber was hat der Serienkiller vor, was bewirkt er mit dem Herausschneiden der Tatoos bei seinen Opfern? Warum tötet er nur Frauen? Wer ist dieser Psychopath?
Der Autor Klaus-Peter Wolf zeichnet perfide das Psychogramm einer verletzten und kaputten Seele und lässt damit tief in diese Abgründe blicken.
Gekonnt und für den Leser fantastisch irreführend, baut der Autor die Handlungsstränge auf. Als Leserin bin ich hin- und hergerissen, wer wohl als Täter in Frage kommen würde.
Für Hauptkommissar Weller steht das aber schon sehr schnell fest und er „verbeißt“ sich regelrecht in die Annahme, dass der Täter der neue Freund seiner Tochter Jule ist. Emotionell so ergriffen verletzt er sämtliche Regeln und Dienstvorschriften und stößt Ann Kathrin mit seinen Alleingängen gewaltig vor den Kopf. Nicht nur, das sie und ihr Team unter erschwerten Bedingungen den Täter suchen – das BKA hat sich mittlerweile auch in diesen brisanten Fall eingeschaltet – , sie macht sich auch exorbitante Sorgen um Weller.
Der Protagonist Weller wird diesmal von dem Autor sehr emotional geladen dargestellt – fast wie ein Dinosaurier, der ohne Rücksicht auf Verluste, keine Grenzen kennt und alle Richtlinien außer Acht lässt. Und mag es auch manchem/er Leser/in ungeheuerlich erscheinen, wie er sich benimmt; Weller wird nur noch instinktiv von seinem Bauchgefühl geprägt und er ist nur noch Vater, dem das Wohl seiner Tochter über alles geht.
Hauptkommissar Rupert – der Kollege, den fast jeder hat, aber keiner leiden mag -, hat sehr stark gepunktet bei mir. Wieder einmal hat Rupert trotz seiner pietätlosen und indezenten, stumpfen Art gezeigt, das man in Gefahren- und vor allem in Notsituationen auf ihn zählen kann. Er wird fast zu einem guten Freund und Komplizen für Weller.
Mein Kopfkino rotierte bei vielen Passagen des Krimis, denn der Autor entlockte mir nicht nur ein Schmunzeln, sondern regelrechte Lacher bei den Vorstellungen von einigen dargestellten Situationen. Genial diese Kombination aus Spannung und Humor.

Was einen guten Krimi ausmacht hat Klaus-Peter Wolf wieder einmal unter Beweis gestellt und ich bedanke mich bei dem Autor für dieses tolle Lesevergnügen.

FAZIT: Unbedingt lesen, total spannend und doch wunderbar humorvoll geschrieben.

Ich freue mich schon auf den Sommer, wenn „Todesspiel im Hafen“ erscheint.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.