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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Biggifee
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Bewertungen

Insgesamt 20 Bewertungen
12
Bewertung vom 26.11.2014
Lügentanz (eBook, ePUB)
Keller, Ivonne

Lügentanz (eBook, ePUB)


weniger gut

Michaela wird heute 36 und hat liebevoll den Frühstückstisch für sich und David gedeckt. Bei Tisch möchte er wissen wer angerufen hat, doch Michaela weiß nichts von einem Telefonat und auch nicht von dem Krach den er vorhin von der Straße gehört haben will. Sie plaudern ungezwungen, als sie ihn auf einmal fragt ob er sie noch liebt. Er sieht sie eigenartig an, als er mit einem Nein antwortet. Michaela räumt mechanisch den Tisch ab, während sie David mit dem Rad davonfahren sieht.
Katharina und Regina sind sprachlos als Michaela am Nachmittag beim Kaffee erzählt das David sie verlassen will. Michaela wünschte so sehr Bea wäre jetzt bei ihr. Ohne Bea wäre sie damals im Heim verloren gewesen. Sie war ihre beste Freundin, als ihr wertvolles Kästchen mit den einzig verbliebenen Fotos der Eltern und anderen Heiligtümern darin gestohlen wurde, als ihr Stofftier verloren ging und schließlich das geliebte Schmusekissen weg war. Als sie Bea telefonisch nicht erreichen kann schreibt sie eine SMS. Bestimmt ist Bea mit der Ausstellung im Ludwig Museum beschäftigt. Sie liebt Kunst und ihre Unabhängikeit über alles.
Michaela beginnt Staub zu wischen bis sie sieht das David zurückgeradelt kommt. Vor dem Haus wird er von Katherina und Regina in die Mangel genommen und steht wie ein Idiot fassungslos vor ihnen. Kurz darauf setzt er sich liebevoll besorgt zu ihr auf´s Sofa und will wissen ob es ihr gut geht. Er möchte wissen wie Katherina und Regina darauf kommen das er sie verlassen will, während er zärtlich eine Haarsträhne aus ihrem Gesicht streicht. Er lächelt und streitet es ab, als sie ihn auf das Gespräch beim Frühstück anspricht. Als das Telefon klingelt erfahren sie, das Ihre Tochter Karla einen Unfall hatte. Die Klassenlehrerin hat bereits heute morgen angerufen, mit Michaela gesprochen und war erstaunt, das sie immer noch nicht vor Ort waren. Was ist denn nur mit ihr los? Michaela weiß nichts von einem Telefonat - das hätte sie doch nicht vergessen? Und das Gespräch mit David, dessen Wortlaut sie noch ganz genau wusste hat es gar nicht gegeben? Solche Aussetzer hatte sie vor zehn Jahren das letzte Mal - ging nun alles von vorne los?
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Lena steht am Fenster einer Wohnung in Berlin Lichtenberg. Der elfte Stock - das müsste reichen denkt sie als sie das Fenster schließt. Insgesamt haben sich nur zehn Ínteressenten in der Wohnung eingefunden. Sie wohnt bei Tom, aber dort muss sie raus. Sie fragt die Frau von der Wohnungsbaugesellschaft nach einer höher gelegenen Wohnung, am besten im 20. Stock. Darauf entgegnet diese unerschrocken, sie soll doch einfach in der Heimannstrasse klingeln, nix wie hoch und springen falls sie das will und sie können sich weitere Gespräche sparen. Am besten geht sie ganz woanders hin und krempelt ihr Leben komplett um. Tom hat sie verraten und alle wissen Bescheid...

Die wirre Geschichte um eine junge Frau, deren Verlust der Eltern während der Kindheit und Schwangerschaftsdepressionen Jahre später emotionale Aussetzer verursachen oder doch ein Intrigen spinnender Ehemann, der seine psychisch angeknackste Frau in den Wahn treiben will lassen nichts Neues erwarten.
Die paralell dazu verlaufende Geschichte um die junge Lena, die um des tollen Ausblicks wegen eine höher gelegene Wohnung sucht oder doch Selbstmord begehen will, andererseits aber eine Wohnung und Job in Frankfurt in Erwägung zieht wirk etwas frecher aber auch nicht überraschend.

Bewertung vom 20.11.2014
Engelsschmerz (eBook, ePUB)
Martens, Anna

Engelsschmerz (eBook, ePUB)


gut

Jule lässt ihre verzweifelten Blicke abermals über den kalten Fliesenboden der Küche gleiten, dessen getrocknete Spuren aus Blut bizarre Figuren bilden. Schmutzig ist es hier und der Geruch von Kot überlagert alles, während sie ihre wunden Handgelenke in den Fesseln aus Eisen windet. Sie ist wütend auf sich und selbst an ihrem Schicksal schuld. Alles ist still. Wie schon oft in den Tagen zuvor klopft sie mit dem Topfdeckel an die Wand. Sie ist hungrig. Längst sind die Vorräte aus den Schränken, die sie trotz der Fesseln erreichen kann aufgebraucht. Es wird schon wieder dunkel...

E-mail vom 19.07. Seelentröster an Jule: Seelentröster bedankt sich für Jules Bild und ist fasziniert von ihrer Schönheit. Er betet sie an und liebt sie. Er fühlt sich ihr nicht gewachsen und fühlt sich nicht würdig von ihr geliebt zu werden. Er sagt ihr Lebewohl, weil er sie nicht in die Dunkelheit mitreißen will anstatt neben ihr zu leuchten.

Am 15.09. ist Ulrike auf dem Weg zur Polizei. Zitternd und mit schweißnassen Händen klingelt sie nach langem suchen endlich bei der Polizeiinspektion. Die Aussage zur Vermisstenmeldung fällt ihr schwer und der Polizist flößt ihr schon alleine durch seine Körperfülle zusätzlichen Respekt ein.

E-mail vom 20.07. Jule ist verwzweifelt und bittet Seelentröster sie nicht zu verlassen. Sie fleht darum, ihn sehen und kennenlernen zu dürfen.

Ulrike erzählt dem Beamten von Jule. Ihre Tochter studiert in München, während sie und ihr Mann im entfernten Münster leben. Sie hatten zuletzt vor sechs Wochen telefonischen Kontakt. Obwohl sehr fürsorglich und liebevoll bemüht, wird sie von der Tochter oft abgewimmelt. Jule möchte alleine klarkommen und ist sehr selbstbewusst. Als sie heute besorgt Jules Wohnung zwar ordentlich aber staubbedeckt und mit eingetrockneten Zimmerpflanzen vorfindet, ist sie alarmiert. Sie erzählt dem Beamten davon. Er ist zunächst unbeeindruckt und fragt ob Freunde oder Bekannte nicht wissen wo Jule steckt oder ob sie während der Ferien im Urlaub ist. Daran hat Ulrike gar nicht gedacht...

Am 27.07. rennt Jule ungeduldig auf den leeren Platz und startet ihr Emailprogramm. Keine Nachricht. Sie hat ihm seit vergangenen Sonntag jeden Tag geschrieben - er reagiert nicht mehr.

16.09.: Kriminalhauptkommissarin Anette Kirchgessner erklimmt die Stufen, immer zwei auf einmal, bis zum dritten Stock. Hier steht bereits ein Polizeibeamter und weißt ihr den Weg. Als sie durch ein weiteres Büro läuft, hört sie bereits eine Frau schluchzen. Bestimmt die Sekretärin, die die Leiche gefunden hat. Der Tote sitzt auf einem ledernen Sessel, den Kopf nach vorne auf sein blutiges Hemd geneigt. Das ist kein Mord denkt sie als Stöckl, den sie schon aus vorherigen Ermittlungen kennt sie anspricht. Auch heute sieht er sie dabei nicht an. Er geht von Mord aus, weil der Revolver nicht auf den Toten registriert ist. Sie werden sich nicht einig - sie geht.

16.09.: Tim Kruse wacht mit Kopfschmerzen auf, als das Telefon klingelt. Seit Jule ihn verlassen hat ist ihm alles egal. Schließlich greift er doch zum Hörer und erfährt von Ulrike von Jules Verschwinden. Er hat Jule immer um die fürsorliche Mutter beneidet. Jule hat stets genau abgewogen was die Menschen um sie herum über sie erfuhren und trotzdem war sie so bedingungslos loyal ihm gegenüber gewesen. Bis er sie mit Lena betrogen hat....mehrfach...

Die Sprünge zu den verschiedenen Orten und Personen nerven ein bisschen, doch die Spannung wächst und die Geschichte reißt den Leser mit. Guter, abwechslungsreicher Schreibstil ! Ich würde gerne mehr lesen...

Bewertung vom 20.11.2014
Engelsgleich / Kommissar Kalkbrenner Bd.4
Krist, Martin

Engelsgleich / Kommissar Kalkbrenner Bd.4


gut

Markus kommt zu sich. Seine Hose steht in Flammen, sein Oberschenkel schmerzt. Er hört sich selbst schreien, als er auf das brennende Haus vor sich blickt und sich im Garten umsieht, in den ihn die Explosion geschleudert hat. Die Küche und das Wohnzimmer brennen lichterloh. Er hört ein Kind heulen....
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Juli fühlt sich schrecklich. Sie hat ihre Tage und hat sich nur für einen Moment ins Badezimmer zurückgezogen, als ihre Pflegekinder aufgeregt um Hilfe rufen. Chuck, der geliebte Kater will durch ein Loch im Zaun flüchten. Yvonne eilt, aus dem Schlaf gerissen zu Hilfe und repariert kurzerhand den Zaun. Juli ist so froh, das sie sie hat. Einen Kopf kleiner und zierlich, aber durchtrainiert hält sie das 2-stöckige Häuschen und vor allem den Garten in Schuss, während Juli als Teilzeitlektorin arbeitet und sich um Haushalt und die Kids kümmert.
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Anezka liegt schon seit Stunden im Kofferraum. Ihre Arme und Beine kann sie kaum noch spüren und der tote Junge neben ihr lässt sie noch ein wenig lauter Schluchzen. Das Dröhnen des Autos erstickt jedes Geräusch. Pjtor hat ihr gedroht, falls er auch nur einen Ton von ihr hören sollte. Das Auto hält und der Kofferraum wird geöffnet. Leonid soll auf sie aufpassen. Er steht mit dem Rücken zu ihr und raucht, während Pjtor die Leiche heraushievt und den Jungen davonträgt. Anezka wälzt sich aus dem Kofferraum und rennt auf das Gebäude zu. Die Hälfte der Strecke hat sie geschafft, als sie von den Beinen gerissen hart mit der Stirn auf den Boden knallt. Sie spürt den Tritt in den Magen und hört die Eisenstange scheppern. Pjtor holt aus....
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Markus ist angespannt. Seine Hand fühlt den prallen Briefumschlag in der Jackentasche. Die beiden Typen, die sich gerade noch mit ihren kahlen Köpfen an die Hauswand gedrückt haben rennen plötzlich auf ihn zu. Markus spurtet los, doch die Verfolger holen auf. Er rennt in Bögen um die Gebäude und verschafft sich Abstand. Da steht ein Mann!
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Sandrine ist sauer und beschimpft Kevin. Das ist die letzte Open-Air Party in diesem Jahr! Sie wirft ihm das Tütchen an den Kopf. Beim Durchsuchen ihres Rucksackes haben die muskelbepackten Security Typen es herausgezogen. Sie streiten, während sie die Straße entlanglaufen und ein beleuchtetes Gebäude entdecken. Sie laufen darauf zu und sehen einen Mann darin verschwinden. Sandrine freut sich....bis sie gemeinsam die Halle betreten.
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Kriminalhauptkommissar Kalkbrenner betritt das Schlafzimmer, in dem der Tote hängt. Der junge Streifenbeamte atmet schwer, als sie das Zimmer durchsuchen. Keinerlei Spuren eines Kampfes oder von Gewalteinwirkung sind auszumachen. Die getrennt lebende Ehefrau hat ihn gefunden, als sie ihn wegen wiederholt nicht geleisteten Unterhaltszahlungen aufgesucht hat. Sera, die exotische Kollegin vom Morddezernat will sie mit ihm zusammen vernehmen.

Die Geschischte ist von Anfang an packend geschrieben und verspricht noch besser zu werden. Wie fügen sich die Bruchstücke der verschiedenen Geschichten zusammen und wie ergeht es den Protagonisten? Die Leseprobe macht Lust auf mehr ;-)

0 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 18.11.2014
Fronleichnamsmord / Kommissarin Jo Weber Bd.3
Rauenthal, Bea

Fronleichnamsmord / Kommissarin Jo Weber Bd.3


weniger gut

Blinzelnd kommt Hauptkommisar Lutz Jäger zu sich. Er steht am Rand einer Menschenmenge auf einer Wiese. Süßlicher Geruch aus Dope, Zigarettenqualm und Joints erfüllt die kühle, feuchte Nachtluft. Bunte Schwaden, durch farbige Scheinwerfer beleuchtet erhellen den Nachhimmel und die vier Musiker. Lutz träg wie alle Gäste eine abgewetzte Jeans, ein Batikshirt und langes Haar. Die Tänzer um ihn herum haben die Augen geschlossen oder hüpfen klatschend umher. In der Gegenwart hat ihn sein Chef gerade mit einem Fall aus dem Jahr 1974 betraut. Also ist er schon wieder Zeitgereist und verpasst die WM 2014.....

Zwei Tage zuvor ist Hauptkommissarin Jo Weber auf ihren Krücken ins Büro gehumpelt. Sie bekam den Auftrag einen Mordfall der vor 40 Jahren verübt wurde erneut zu untersuchen. Stundenten der Gerichtsmedizin hatten bei einer Untersuchung Ungereimtheiten entdeckt.
Bernward Hilgers trug einst blondes oder graues Haar, eine Narbe auf der rechten Wange und war Anfang 50. Er sah richtig gut aus - zumindest auf diesem Foto.
Klaus Hilgers, sein Neffe und Staatssekretär im Innenministerium besteht nach den neuen Erkenntnissen durch die Studenten um Wiederaufnahme. Hilgers war seinerzeit Geschäftsführer der Kaufhauskette Meerheimer. Als er in der Ebersheimer Zentrale versuchte in der Tatnacht einen Brand zu löschen, kam er ums Leben.
Durch modernste Untersuchungsmethoden gelang es den Studenten herauszufinden, das eine Schussverletzung im Schädel todesursächlich war. Als Jo die Röntgenbilder studiert, bemerkt sie Rauch um sich herum und die Umgebung verschwimmt vor ihren Augen. Bitte keine Zeitreise denkt sie noch......

Sie und Lutz hatten eine Menge Spaß miteinander, als sie sich auf einer Zeitreise kennen gelernt und zurück in der Gegenwart eine leidenschaftliche Nacht miteinander verbracht hatten. Als sie kurz darauf erfuhr, das er Vater werden würde hat allerdings das klärende Gespräch der beiden alles zerstört.

Als sie wieder klar sieht, befindet sie sich in einem spärlich eingerichteten Zimmer mit Schrankbett und Waschbecken. Sie ist Mitte 20 und trägt eine scheußliche Fönwelle. Im Kleiderschrank befinden sich knallbunte Hosen und Blusen, Schnürstiefel mit Keilabsätzen und Halbschuhe. In der Küche erfährt sie von der Hausdame das sie einen VW Käfer fährt. Im Radio hört sie die neuesten Meldungen zur bevorstehenden Fußball WM 1974. Auch hier ist sie Polizistin und wird bereits im Präsidium erwartet. Sie befindet sich im Zeitraum vor dem Mord an Hilgers - das hat sie noch nie erlebt....

Eigentlich spannend geschrieben, ist mir die Zeitreise von gleich zwei Hauptkommissaren und deren Liebesgeschichte zu abwegig und konnte mich nicht begeistern.

Bewertung vom 19.10.2014
Zwillingssterne
Moracho, Cristina

Zwillingssterne


weniger gut

Oliver zieht sie zu sich heran. Sanft zeichnet er ihr Wangenknochen nach, während die andere Hand auf ihrer Hüfte ruht. Althea legt ihre Arme um seine Taille. Er schließt die Augen und spürt ihr Blut in den Adern pochen. Schließlich begegnen sich ihr Lippen sanft zu einem ersten Kuss. Mit jeder Berührung, jedem Kuss lernt Oliver dazu und gewinnt Sicherheit. Zu Anfang noch sanft schwindet das Zögern und ihre Bewegungen werden drängender. Mit glasigen Augen lösen sie sich voneinander und noch während Althea ihren Rock glattstreicht beginnen sie aufgewühlt einen Wettlauf zu Altheas Elternhaus. Vor dem Haus hält Oliver inne und bittet sie zu warten. Althea ist ungeduldig - will es zu Ende bringen doch der Moment ist verflogen...
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Althea trägt Kuchen und Eistee zur Gartenlaube. Garth liest in einem Spionageroman. Sie albern herum und essen den Kuchen bevor Althea sich neben den Vater, mit dem Kopf auf dessen Oberschenkel legt. Oliver fehlt ihr. Was ist nur mit ihm los? Er schläft die ganze Zeit. Erst zwei Monate später treffen sie sich wieder. Sofort spürt Oliver wieder dieses unterschwellige Verlangen und will wissen ob sie nun mit Coby zusammen sein. Althea lacht darüber und meint, so lange könne er gar nicht schlafen.
Er denkt darüber nach, das beide noch nie einen Partner hatten - doch gemeinsamer Sex schien ihm zu gefährlich.
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Althea tritt aus dem Fahrstuhl. Sie hört Stimmen doch Oliver ist nicht dabei. Sie hat Sehnsucht nach ihm. Vermisst seinen Geruch und seine Umarmungen. Langsam geht sie weiter, hält am Empfangstresen kurz inne und lauscht. Als sie um die Ecke sieht, erblickt sie den Aufenthaltsraum. Hier im Krankenhaus fühlt sie die schwindelerregende Großstadt, die von außen an die Fenster brandet. Eine Türe öffnet sich und einer der Jungen im Aufenthaltsraum blickt auf und sieht sie an. Plötzlich ruft eine Krankenschwester und will wissen wer sie ist. Sie sucht nach jemandem erklärt sie und flüstert seinen Namen. Bin ich zu spät, fragt sie sich als sich ihre Augen mit Tränen füllen.

Die Fakten der Geschichte scheinen interessant, doch der fade Schreibstil macht das Lesen kaum zu einem Vergnügen. Mir fehlt eine anregende Beschreibung der Hauptpersonen und ein Einblick in deren Familien und ihre Lebensumstände. Schade

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 16.10.2014
Broken Dolls - Er tötet ihre Seelen / Jefferson Winter Bd.1
Carol, James

Broken Dolls - Er tötet ihre Seelen / Jefferson Winter Bd.1


ausgezeichnet

Jefferson Winter ist ein erfolgreicher Profiler, aber auch der Sohn eines Serienmörders. Wieviel von dessen dunkler Seite hat er geerbt?
England:
bereits vier Frauen sind entführt worden und erst nach Wochen wieder aufgetaucht. Verwirrt, nicht mehr fähig zu kommunizieren und völlig abwesend irren sie umher. Von Narben übersät treten sie zurück in ein unwürdiges Leben: ihr Peiniger hat ihnen Teile des Gehirns entfernt. Nun wird bereits die fünfte Frau seit zwei Monaten vermisst.
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Als Jefferson Winter seinem Vater durch die Plexiglasscheibe hindurch Auge in Auge gegenübersteht, gibt es nur Vater und Sohn. In den vergangenen 12 Jahren hat er 15 Frauen getötet...
...und nichts davon tut ihm leid. Er hat sie entführt, in den Wäldern freigelassen, sie gnadenlos gejagt, gequält und schließlich abgeknallt.
Beide - Vater und Sohn haben bereits seit jungen Jahren schneeweißes Haar und sind knapp 1,80m groß. Sie haben einiges gemeinsam. Das ist Jefferson klar, als sein Vater auf die Todesliege geschnallt seine letzten Worte spricht. Sie erschüttern ihn zutiefst. Das darf nicht sein!
Sechs Minuten später ist er tot - drei verschiedene Substanzen vollstrecken sein Todesurteil, während Eltern und Geschwister der Opfer gemeinsam mit dem Sohn des Serienmörders der Vollstreckung beiwohnen.
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Die junge Frau liegt an Herz- und Lungenmaschine angeschlossen erschlafft in ihrem Krankenbett. Inspektor Mark Hatcher blickt starr auf sie herab. Jefferson kennt ihn bereits und weiß ihn zu schätzen. Doch nun hat ihn Mark um Hilfe gebeten. Seit seinem Ausscheiden beim FBI reist Jefferson durch die Welt und jagt Serientäter. Jeden Tag erreichen ihn neue Hilferufe und nun steht er hier, an Patricias Krankenbett. Sie ist erst 28 Jahre alt, ihr braunes Haar hat er abgeschnitten als er die Lobotomie durch die Augenhöhle vorgenommen und auch ihr, seinem vierten Opfer einen Teil des Gehirns entfernt hat.
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Rachel ist schon so aufgeregt. Heute Abend wird sie IHN treffen. Das teure Parfüm, ihr schickes, rotes Kleidchen und die schöne Unterwäsche - alles hat sie bereits unter ihrem Schreibtisch im Büro stehen. Wie verliebte Teenager schreiben sie sich seit Wochen verliebte SMSen. Als sie Stunden später aus dem Bus steigt und die Bar betritt, trifft sie auf niemanden der auf die Beschreibung passt. Sie wartet. Über eine Stunde später ist er immer noch nicht aufgetaucht und sie hat keine SMS bekommen. Enttäuscht trinkt sie aus und geht. Sie eilt in Richtung U-Bahn, als sie sein Rufen hört. Er entschuldigt sich charmant. Sein gepflegtes Äußeres und die tiefe, sexy Stimme tun ihr übriges. Als er sie in ein extravagantes Restaurant einlädt, steigt sie arglos in seinen Porsche, als er ihr die Türe aufhält. Sie sieht die Spritze nicht. Erst als sie den Stich im Oberschenkel spürt, bemerkt sie seinen veränderten Gesichtsausdruck. Sie greift nach dem Türgriff - doch er ist ohne Funktion. Sein Gesicht hat den Ausdruck eines Raubtieres. Sie greift nach dem Türknopf - es gibt keinen! Jetzt ist sie bereits bewegungsunfähig und fühlt sich tonnenschwer. Sie schreit....aber nur innerlich.
Hallo Nummer 5 raunt ihr Adam zu........

Von Anfang an packend geschrieben. Interessante Charaktere und eine nicht vorhersehbare, Spannung verheißende Story. Wenn die Geschichte so weitergeht, wie es der Anfang verspricht freue ich mich auf mehr.....

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 15.10.2014
Der Sohn
Nesbø, Jo

Der Sohn


gut

Sanft legt Sonny eine Hand auf den kahlen Schädel des Gefangenen und redet beruhigend seine Formel:
"Alle irdischen und himmlischen Götter erbarmen sich deiner und vergeben dir deine Sünden. Du wirst sterben, aber die Seelen der Sünder, denen vergeben wurde werden ins Paradies eingehen. Amen"
Als Dank für die Absolution schenkt ihm der Mitgefangene ein Feuerzeug in Form einer Pistole. Er ist ein Waffennarr und für seine Umbauten und Waffengeschäfte bekannt.
Die 9mm Patronen sind im kleinen Lauf des Feuerzeugs verborgen.
Einst ein Musterschüler und begnadeter Ringer hat Sonny den Selbstmord seines Vaters nie verkraftet. Als durch dessen Abschiedsbrief bekannt wird, das er ein korrupter Polizeibeamter war, verliert Sonny die Perspektive für sein Leben und den Glauben an die Gerechtigkeit. Von nun an geht der 15jährige nur noch selten zu Schule.
Mittlerweile ist Sonny ein Junky und zweifacher Mörder und schon seit Jahren im Gefängnis. Stoisch, aber mit einem wohlwollenden Grinsen hört er sich immer wieder die Beichten der Gefangenen an und erteilt ihnen seinen Segen. Die meisten spüren Sonny´s Zugang zu ihren Seelen, aber nur wenige durchschauen, das er ihre Geheimnisse zu seinem Vorteil nutzen wird.
Der Pastor, der ihn seit Jahren betreut legt die Bibel vor ihm auf den Tisch. Er rät ihm eindringlich vorerst nichts bezüglich des erneuten Mordvorwurfs gegen ihn auszusagen. Während seines letzten Freigangs wurde unweit der Stelle an der er für Stunden verschwunden war eine fürchterlich zugerichtete Frauenleiche gefunden.
Er rät ihm den Mord bei der offiziellen Befragung zuzugeben um den für ihn sicheren Aufenthalt im Gefängnis zu verlängern...
Alle Details zum Mord hat er zusammen mit ein paar Päckchen Heroin in der holen Bibel versteckt.
Beim anschließenden Gespräch mit dem Gefängnisdirektor bittet der Pastor eindringlich darum sich aus der Affäre ziehen zu dürfen. Doch der hat ihn in der Hand - er weiß was der Pastor getan hat...

Der Anfang ließt sich schwierig und die Übergänge stiften Verwirrung.
Die Idee des Mörder mit übernatürlichen Fähigkeiten, der zum Spielball eines Seelsorgers und Gefängnisdirektors wird ist neu und vielleicht wird´s ja noch richtig spannend....

2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 03.10.2014
Und morgen du / Fabian Risk Bd.1
Ahnhem, Stefan

Und morgen du / Fabian Risk Bd.1


ausgezeichnet

SUPER!
Der interessante Schreibstil setzt die Charaktere so gekonnt in Szene das man von Anfang an in der Geschichte gefangen ist.

Unglaublich brutal ohne makaber zu wirken macht diese Leseprobe unheimliche Lust auf´s weiterlesen

Vielen Dank, sehr zu empfehlen

Bewertung vom 03.10.2014
Waidmannstod / Kommissar Voss Bd.1
Leo, Maxim

Waidmannstod / Kommissar Voss Bd.1


schlecht

Detailverliebte Sätze ziehen sich durch eine nette, kleine Geschichte ohne Überraschungen oder besonders markante Charaktere.

Die mühsam erzählten Einzelheiten ziehen sich zäh dahin und machen keine Lust auf´s weiterlesen.

Sorry, nicht mein Fall

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