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jutscha
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Hunsrück

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Insgesamt 164 Bewertungen
Bewertung vom 31.12.2025
Schattmann, Daniela

Rot: Rubikon


sehr gut

Mein erster Social-Media-Stalker-Thriller - anfangs etwas zäh, später mega spannend

Protagonist Norik ist Social-Media-Star, ein sogenannter Twitch-Streamer, und hat vieles erreicht wie eine große Community, eine eigene Firma, einen bekannten Podcast und ein sehr gutes Auskommen. Alles läuft perfekt, bis er eines Tages einen roten Brief bekommt. Es ist der erste einer Reihe von Briefen, die zunächst harmlos und schmeichelnd daherkommen, später aber immer intimer und bedrohlicher werden. Der Absender nennt sich Rubikon und behauptet, Norik besser zu kennen als andere und er sich selbst. Mit perfiden Mitteln schafft er es, sein Vertrauen zu gewinnen und ihn zu manipulieren. Norik gerät in einen Strudel aus Angst und Abhängigkeit, weiß nicht mehr, wem er vertrauen kann. Sein bester Freund will ihm helfen, doch kann er gegen Rubikon und dessen psychischer Manipulation ankommen?

Ich muss zugeben, dass ich den Anfang sehr zäh fand und mindestens 100 Seiten gebraucht habe, um in der Geschichte anzukommen. Ich glaube, dass es daran lag, dass ich die ganzen Begriffe rund um Social Media nicht wirklich kenne. Im Anhang am Ende des Buches gibt es eine Liste mit Erläuterungen, die es einfacher machen. Leider habe ich diese erst entdeckt, als ich mit der Geschichte schon durch war. Besser aufgehoben wäre sie meiner Meinung nach am Anfang des Buches. Außerdem gibt es dort eine Liste mit Übersetzungen aus englischen, italienischen und rumänischen Begriffen, die in der Geschichte auftauchen. Da sich beim Lesen jedoch vieles aus dem Kontext ergibt, habe ich sie nicht wirklich gebraucht, aber es war interessant, sie zu lesen.
Ich bin 59 Jahre alt und - wie ich jetzt weiß - definitiv nicht die Zielgruppe dieses Thrillers. Das liegt wahrscheinlich am Thema Social Media, mit dem ich nicht wirklich tief vertraut bin. Dennoch hat sich mein Durchhalten am Ende gelohnt.

Anfangs dachte ich, der Geschichte nicht mehr als 3 Sterne vergeben zu können, am Ende jedoch waren es klare 5 Sterne, weil es mich irgendwann gepackt hatte und ich unbedingt wissen wollte, ob Norik es schafft, unbeschadet aus der Situation herauszukommen. Der Roman wartet mit unerwarteten Wendungen auf, und das ständig. Dadurch hat mich die Geschichte mehr und mehr fasziniert, auch wenn ich die Chat-Kommentare teilweise nur überflogen habe, weil mich diese Jugendsprache etwas genervt hat. Aber das waren nur einzelne Stellen im Roman und daher kann ich darüber hinwegsehen.

Tatsache ist, dass mich die Geschichte mehr und mehr gefesselt hat und das ist es doch, was einen guten Thriller ausmacht. Aus den 3 Sternen vom zähen Anfang und den 5 Sternen vom grandiosen Ende ergeben sich im Schnitt gute 4 Sterne.

Nicht fehlen sollte eine Triggerwarnung zum Thema Stalking. Wer damit ein Problem hat, sollte diesen Thriller besser meiden. Allen anderen eine klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 30.12.2025
Uhmann, Maggie

Eine Strandvilla zum Verlieben


ausgezeichnet

Wundervoller Wohlfühlroman mit Setting auf Mallorca

Nach Österreich und Florida hat mich die Autorin nun mit ihrem neuen Buch nach Mallorca entführt und ich habe mich von der 1. Seite an sehr wohlgefühlt. Geschichten von Maggie Uhmann sind für mich immer ein Garant für gute Unterhaltung.

Protagonistin Anna ist studierte Psychologin, doch ihre Karriere endet abrupt. Sie wagt einen kompletten Neuanfang als Maklerin auf Mallorca. Anfangs darf sie nur Mietobjekte vermitteln, doch sie geht mit viel Einfühlungsvermögen auf ihre Kunden zu und entscheidet sich auch schonmal für unübliche Wege wie „spirituelle energetische Ausräucherung von Wohnungen“. Dadurch bekommt sie auch Mieter für Ladenhüter. Ihr Chef bietet ihr als Dank unverhofft die Möglichkeit, eine Strandvilla zu verkaufen. Dumm nur, dass es sich hierbei um ein ziemlich hässliches Objekt mit enorm hohem Preis handelt, das als extrem schwer vermittelbar gilt, aber in 5 Monaten verkauft sein muss. Sie nimmt die Herausforderung an und hofft auf eine gute Provision.

Dumm nur, dass sie sich nun mit dem Architekten Alvaro abgeben muss, der das Haus aufhübschen soll. Sie ist von seinen Sprüchen genervt und er ist auch nicht gerade darauf verpicht, sich mit einer Frau mit psychologischem Durchblick einzulassen. Doch seltsamerweise findet Anna einen Draht zu seiner Tochter und er beginnt, sie mit anderen Augen zu sehen.

Werden die beiden es schaffen, die Renovierung in so kurzer Zeit zu realisieren? Wird sich dann auch ein Käufer finden lassen? Für Anna steht viel auf dem Spiel, aber auch Alvaro hat sein Päckchen zu tragen.

Ich habe mich mit dem Setting und mit dem tollen Schreibstil von Meggie Uhmann sofort wohlgefühlt in der Geschichte. Auch ich bin in der Immobilienbranche tätig und fand allein deshalb die Renovierung und Vermarktung der Villa sehr interessant. Aber auch die Beschreibungen der Insel haben mich eingeladen, dem Alltag zu entfliehen und gedanklich mit nach Mallorca zu reisen. Die Geschichte hat mich sehr gut unterhalten und mir ein paar schöne Lesestunden beschert.

Ich gebe diesem schönen Liebesroman daher verdiente von 5 Sternen und eine Leseempfehlung an alle, die dieses Genre lieben.

Bewertung vom 09.07.2025
Lausen, Bettina

Neue Zeiten auf der Kö - Die Fotografin (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Auch Band 2 der Düsseldorf-Saga hat mich wieder vollends überzeugt

Bei „Neue Zeiten auf der Kö - Die Fotografin“ handelt es sich um Band 2 der Düsseldorf-Saga. Es war für mich von Vorteil, Band 1 bereits gelesen zu haben. Die Geschichte ist jedoch in sich abgeschlossen und auch ohne Vorkenntnisse lesbar.

Die Geschichte spielt im Jahr 1953 in Düsseldorf. Jüdin Zuria, 26 Jahre alt, ist im Krieg zu ihrer Tante nach London geflohen. Sie hat sich in der Stadt gut eingelebt und ist mit einem Modehausbesitzer verlobt. Sie dachte bisher, ihre Eltern und ihre Schwester seien im KZ gestorben. Doch ein Brief beweist, dass ihre Schwester Jalda noch lebt - ausgerechnet in ihrer Heimatstadt Düsseldorf. Zuria hat sich geschworen, nie mehr einen Fuß auf deutsches Land zu setzen, doch sie überwindet ihre Ängste, um Jalda zu überreden, zu ihr nach London zu ziehen.

Jalda allerdings möchte das nicht. Sie hat sich ein Leben als Mannequin aufgebaut und träumt von einer Karriere als Fotomodell. Das passt erstaunlich gut zu Zurias Traum, Modefotografin zu werden und plötzlich scheinen sich Wege zu ergeben, die ihr ein komplett anderes Leben ermöglichen. Als sie auch noch ihre Jugendliebe Kurt trifft, weiß Zuria nicht mehr, ob sie wirklich nach London zurückkehren möchte.

Wird Zuria sich von ihrem Verlobten trennen, um mit Kurt zu leben? Kann sie ihm seinen Verrat in früheren Zeiten vertrauen? Wird sie jemals erfahren, was aus ihren Eltern geworden ist? Wird sie überhaupt jemals frei sein in einem Land, in dem ihr so viel Leid angetan wurde?

Die Geschichte hat mich nahezu von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen. Der Schreibstil ist wunderbar fließend und locker geschrieben, dabei aber absolut fesselnd, so dass ich gleich in die Geschichte eintauchen konnte. Zudem stand immer eine gewisse Spannung im Raum. So liebe ich es.

Zuria ist eine Protagonistin, die mir sogleich sehr sympathisch war und die ich mir gut als Freundin vorstellen könnte. Sie ist gradlinig und ehrlich. Ich konnte mich problemlos in sie hineinversetzen und ihren inneren Zwiespalt verstehen.

Die Wirren des Krieges haben auch Düsseldorf, den Heimatort unserer Protagonistin, extrem getroffen und waren auch in den frühen 50er Jahren noch sehr zu spüren. Was mir an dieser Geschichte besonders gut gefallen hat, waren die vielen kleinen Hilfen untereinander, und das oft ohne die Herkunft des anderen zu beachten. Außerdem ist das damalige Frauenbild von der Autorin sehr gut herausgearbeitet. Die Schwierigkeiten, mit denen Frauen damals zu kämpfen hatten, waren elementar für deren Leben. Auch war der geschichtliche Hintergrund super recherchiert.

Ich fand die Geschichte einfach super. Vor allem das damalige Rollenbild der Frau fand ich sehr interessant. Es war total spannend zu erleben, wie schwierig als Frau damals ein selbstbestimmtes Leben war und wie Zuria es geschafft hat, sich durchzusetzen und Erfolg zu haben.

Den Roman kann ich wirklich empfehlen. Er hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und ist für mich 5 von 5 Sternen und eine uneingeschränkte Leseempfehlung wert.

Bewertung vom 09.07.2025
Capellmann, Carla

Über Stock und Mörderstein


ausgezeichnet

Wundervoller Wanderkrimi mit viel Eifeler Lokalkolorit

Ich mag die Krimis von Carla Capellmann und ich mag das Wandern. Daher schien ihr neuer Wanderkrimi wie gemacht für mich. Dass er auch noch in der Eifel spielt, war ein zusätzliches Schmankerl für mich, denn die Eifel ist von meinem Wohnort nur einen Katzensprung entfernt.

Dieses Mal geht es um Privatdetektivin Ellen Engels. Sie hat von einer Kundin den Auftrag erhalten, ihren Ehemann zu beschatten, denn sie befürchtet, dass er sich während einer Gruppenwanderung auf dem Eifelsteig mit gestohlenen Diamanten und seiner Geliebten absetzen möchte. Mit dieser Befürchtung scheint sie zumindest in Teilen recht zu haben, denn gleich am ersten Abend erwischt Ellen ihn mit einer Frau. Dummerweise stürzt der Mann in der folgenden Nacht in den Tod. War es ein Unfall oder gar Mord? Leider fehlt von den Diamanten jede Spur. Ellen hält ihre Tarnung während der weiteren Wanderung aufrecht und merkt bald, dass noch jemand hinter den Diamanten her ist. Ist dieser Jemand auch der Mörder?

Carla Capellmanns neuester Krimi, der wieder dem Genre Cosy Crime zuzuordnen ist, hat mich erneut in seinen Bann gezogen. Ich liebe ihren Wortwitz und die Wortspiele, ihr Humor ist einfach unschlagbar und bringt mich immer wieder zum Lachen. Protagonistin Ellen ist absolut sympathisch und ich habe mich sehr gut in sie hineinversetzen können. Sie ist auch genau so, wie man sich eine gute Freundin vorstellt. Die Geschichte hat mir absolut Lust auf eine Wandertour über den Eifelsteig gemacht.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Was mir besonders gut gefallen hat, sind wie bereits erwähnt die Wortspiele und der Wortwitz, einfach nur großartig! Die Geschichte ist durchdacht, nachvollziehbar und zeugt von Ortskenntnis. Bis zum Schluss war ich mir nicht sicher, wer der Mörder ist. So gehört sich das bei einem guten Krimi. Die Geschichte hat mir sehr viel Spaß gemacht und mich wieder wunderbar unterhalten. Gerne gebe ich diesem Krimi 5 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung an alle, die dieses Genre lieben.

Bewertung vom 09.07.2025
Böhm, Jule

Ein Kräutergarten zum Verlieben


ausgezeichnet

Ich liebe Kräuter und mag Liebesromane - dieses Buch vereint beides und ist absolut fesselnd

Protagonistin Liv erbt zusammen mit ihrer Schwester Maike den alten Bauernhof ihrer Eltern. Die beiden sind sich fremd geworden, beschließen aber, das Haus zu renovieren, um anschließend bei einem Verkauf einen bestmöglichen Preis zu erzielen. Für beide ist es ein absoluter Glücksfall, dass sich Jasper, ein Tischler auf der Walz, bereit erklärt, ihnen dabei zu helfen. Schon bald merkt Liv, dass sie ihn sehr mag. Doch er ist auf der Walz und kann nicht bleiben.

Während der Tage auf dem Hof erinnert sich Liv an ihren Lebenstraum, mit Naturkräutern zu arbeiten und damit Geld zu verdienen. Als Apothekerin hat sie den richtigen Beruf, aber bisher konnte sie sich nicht dazu entschließen. Finanzielles Risiko, falscher Ort, falsche Zeit, was auch immer. Doch je länger sie auf dem Hof ist, desto stärker wird ihr Wunsch, sich diesen Traum zu erfüllen. Könnte das wirklich klappen? Doch dazu müsste sie sich mit Maike einig werden und den Hof behalten.

Der Hof, der Streit mit Maike, Jasper, der auf der Walz ist - es gibt einige Baustellen, mit denen Liv zu kämpfen hat. Wird sie es schaffen, Ihren Lebenstraum zu erfüllen? Lasst Euch überraschen!

Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und kann mich jedes Mal emotional tief in die Geschichte fallen lassen. Liv ist eine Protagonistin, die mir sogleich sehr sympathisch war, die ihr Herz am rechten Fleck hat und die ich mir gut als Freundin vorstellen könnte. Sie ist gradlinig, fleißig und ehrlich. Ich konnte ich mich sehr gut in sie hineinfühlen. Auch das Thema Kräuter, das sich durch das ganze Buch zieht, ist absolut meins, denn auch ich interessiere mich für Wildkräuter, ihre Wirkungsweise und wie man sie in der Küche einsetzen kann.

Der Schreibstil ist wunderbar fließend und locker geschrieben, so dass ich gleich in die Geschichte eintauchen konnte. So liebe ich es. Auch Landschaftsbeschreibungen und Gefühle kamen nicht zu kurz. Ich habe den Duft der Kräuter gerochen, bin mit Liv durch die Wiesen gestreift und habe mit ihr in der Küche gestanden. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil es mich extrem gefesselt hat.

Ich habe mich mit Liv auf ihrem Bauernhof pudelwohl gefühlt und gebe dieser wundervollen Geschichte 5 von 5 Sternen und eine unbedingte Leseempfehlung an alle, die dieses Genre lieben.

Bewertung vom 30.04.2025
Lloyd, Josie

Der Bright-Side-Running-Club


ausgezeichnet

Mein bisheriges absolutes Jahreshighlight - unbedingte Leseempfehlung

Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich das Cover nicht wirklich ansprechend fand und das Buch deswegen in der Buchhandlung wahrscheinlich nicht in die Hand genommen hätte. Zum Glück habe ich aber den Klappentext durchgelesen, denn ich hätte definitiv etwas verpasst.

Es geht um Keira, Ehefrau, Mutter und Geschäftsinhaberin eines kleinen Keramikladens. Sie ist glücklich verheiratet, hat drei Kinder und einen großen Freundeskreis. Als bei einer Routineuntersuchung Brustkrebs festgestellt wird, will sie es zuerst gar nicht glauben. Müsste man das nicht merken? Ihr geht es doch gut. Eine Mutter am Schultor gab ihr den Rat, sie müsse sich fit halten.

Sie trifft eine Läuferin, die nicht wirklich fit aussieht und auch ziemlich langsam läuft. Keira erfährt, dass auch diese fremde Frau Krebs hat und eigentlich Leistungssportlerin ist. Sie lädt Keira ein, sich ihr anzuschließen. Zu viert rennen sie im Bride-Siede-Running-Club gegen die Krankheit an, die das Leben der Frauen auf den Kopf stellt. Sie unterstützen einander und machen sich gegenseitig Mut, und immer mehr Frauen schließen sich ihnen an.

Und als ob die Krankheit nicht genug an Keira zehren würde, versucht auch noch ihre Geschäftspartnerin, sie über den Tisch zu ziehen. Doch Keira wäre nicht Keira, würde sie einfach alles so schlucken…

Ich habe eine sehr gute Freundin an den Krebs verloren und laufe selbst seit etwa 8 Jahren. Ich konnte gar nicht anders, als diese Geschichte zu lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht, denn es ist einfach ein wundervoller Roman. Alle Facetten des Lebens mit der Krankheit werden aufgezeigt, sowohl die Tiefschläge, Tränen, Mutlosigkeit und Schmerzen als auch Hoffnung, Liebe, Freundschaft und Unterstützung sind Thema, eine wahrhafte Achterbahn der Gefühle.

Die Autorin hatte selbst Brustkrebs und hat ihre Erfahrungen mit der Krankheit und der Laufgruppe im Roman verarbeitet. Ich habe so sehr mit der Protagonistin gelitten und gehofft, dass ich das Buch absolut nicht mehr aus der Hand legen konnte. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich auf den ersten Seiten mit dem Schreibstil gehadert habe. Aber nach wenigen Kapiteln hatte ich mich daran gewöhnt und konnte mich voll und ganz auf die Geschichte einlassen.

Diese wundervolle Geschichte ist mein bisheriges Jahreshighlight und ich kann die Lektüre absolut empfehlen. 5 von 5 Punkten sind fast zu wenig, denn dieses Buch hat weit mehr verdient. Einfach nur großartig!

Bewertung vom 24.04.2025
Arnold, Susanne

Das Rot der Stiefmütterchen


ausgezeichnet

Band 4 der Krimireihe aus Kent ist mein bisheriges Highlight

Ich bin absoluter Fan der Krimireihe aus Kent von Susanne Arnold. Daher war ich extrem gespannt auf Band 4 - Das Rot der Stiefmütterchen.

Cover und Titel haben Wiedererkennungswert. Farben und Blumen sind in jedem Titel enthalten. Mir persönlich gefallen die Cover so gut, dass ich die Bücher in der Buchhandlung auf jeden Fall in die Hand genommen hätte, um den Klappentext zu lesen. Somit haben die Cover zumindest bei mir ihren Zweck absolut erfüllt.

Protagonistinnen aller Bände dieser Cosy Crime-Reihe sind die älteren englischen Ladys Elisabeth und Margret, die zusammen eine kleine WG bilden. Elisabeth ist leicht korpulent und etwas behäbig, aber unglaublich liebenswert. Margret ist agil, zielstrebig und hat einen messerscharfen Verstand. Wenn sie sich in eine Idee verbeißt, verbringt sie Stunden auf dem Boden, um ihre Theorien auf der Rückseite einer Tapete darzulegen. Auch wenn ihre Kritzeleien niemand anderem etwas sagen, so hilft ihr das doch, Klarheit zu bekommen und alle Fakten quasi „auf die Tapete“ zu legen. Elisabeth kommt da nicht mit, aber das macht auch nichts, denn sie hat wahrhaft andere Qualitäten.

In „Das Rot der Stiefmütterchen“ kommt eine berühmte Theatergruppe nach Rosefield, deren Chef Chester Winterbottom ein Freund des Pfarrers ist. Er ist es auch, der die Einwohner ermuntert, Schauspieler aufzunehmen und sich beim Aufbau und Catering zu engagieren. Margret und Elisabeth trauen der Sache nicht, doch auch sie helfen mit, dass die Aufführung zu einem Erfolg wird. Zeitgleich treibt ein Mörder in Canterbury sein Unwesen, der seine Opfer ersticht und den Tatort anschließend mit roten Stiefmütterchen schmückt. Elisabeth ist der Ansicht, Canterbury sei weit weg, doch nach der ersten Theateraufführung geschieht auch in Rosefield ein Mord. Und auch hier findet man rote Stiefmütterchen.

Margrets kriminalistische Spürnase beginnt sofort zu jucken und da ist es kein Wunder, dass sie sofort Parallelen zu den anderen Morden sieht. Die Tapete wird ausgerollt und ihre Bekannten erneut zu Hobbydetektiven ernannt. Werden sie es erneut schaffen, die Morde aufzuklären?

Susanne Arnold hat es wieder einmal geschafft, mich mit ihrem wundervollen Schreibstil und den subtil gestreuten Hinweisen sofort abzuholen. Die leicht versnobte englische Sprache der absolut liebenswerten älteren englischen Damen hatte ich quasi sofort wieder im Ohr. Es sind diese kleinen Dinge, die das Setting absolut authentisch wirken lassen. Das kann die Autorin wirklich gut. Ich konnte mich sehr gut in die Protagonistinnen hinein versetzen und fand es wunderbar, wie sie an die Sache herangegangen sind. Es gab viele Fragen, die sich zum Ende der Geschichte wunderbar aufgelöst haben. Alle Fäden sind zusammengelaufen und haben die Lösung des Falls sehr glaubhaft wirken lassen. Bis zum Schluss war ich mir nicht sicher, wer der Mörder ist. Das macht die Geschichten so spannend und lesenswert. Sie hat mich immer wieder überrascht. Ich freue mich auf weitere Geschichten über Fälle, die von Margret und Elisabeth gelöst werden können.

Ich gebe Teil 4 der Reihe volle 5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung an alle, die Cosy Crime mögen.

Bewertung vom 21.04.2025
KUNTH Verlag

KUNTH Unterwegs in Bayern


ausgezeichnet

Viele großformatige und wunderschöne Fotos machen Lust auf Urlaub im eigenen Land

Der Reiseführer „Unterwegs in Bayern - Das große Reisebuch“ wurde mir vom KUNTH-Verlag zwecks Rezension zur Verfügung gestellt, wofür ich mich herzlich bedanke.

Ich bin regelmäßig dienstlich in Bayern, hänge aber meist einen privaten Kurzurlaub dran. Allerdings wäre ich nie auf die Idee gekommen, mir hierfür einen Reiseführer zu kaufen. Ein Fehler, wie ich jetzt nach der Lektüre dieses Buches weiß. Denn Bayern hat nicht nur eine wundervolle Landschaft, die ständig ihr Gesicht wechselt, sondern auch tolle Städte, herrliche Kloster, Biergartenkultur, Alpenzauber, Brauchtum und vieles mehr.

Das Format ist mit ca. 19 x 27 cm recht groß, aber das Softcover macht es sehr angenehm, im Buch zu blättern. Die Haptik eines Buches ist für mich auch immer wichtig. Der Titel ist hier „erfühlbar“, das gefällt mir sehr. Die Innenseiten sind auf hochwertigem Papier gedruckt und schön glatt, die Fotos bestehen aus wundervollen Farben. Das Buch ist eine wunderbare Kombination aus Bildband, Reiseführer und Atlas und allein daher schon ein Ausnahme-Reiseführer, der mich sofort in seinen Bann gezogen hat.

Das Buch beginnt mit den schönsten Reisezielen als Überblick, aufgeteilt in Nord-, Ost- und Südbayern. Besonders schön finde ich die verschiedenen Reiserouten, die vorgestellt werden. So kann sich jeder Interessent das heraussuchen, was ihn am meisten interessiert. Auch ein Reiseatlas mit detaillierten Karten ist vorhanden, was ich immer sehr informativ und ideal auf der Reise finde.

Obwohl ich schon oft in Bayern war und schon vieles gesehen und erkundet habe, so habe ich doch auf Anhieb wundervolle Ziele entdeckt, die ich mir unbedingt noch ansehen muss. Zum Glück habe ich bald wieder Gelegenheit dazu, Bayern zu entdecken. Aber auch Kurioses habe ich gelernt. Wer weiß schon, dass mitten im oberbayerischen Reintal tibetische Gebetsfahnen wehen? Und ist es nicht unglaublich, dass es allein im Naturpark Steigerwald über 300 Bierbrauereien gibt? Ebenso faszinierend finde ich als passionierte Bücherliebhaberin, dass es im Kloster Metten eine Barockbibliothek mit einem Bestand von rd. 35.000 Büchern gibt.

Mit Bayern verbinde ich neben allen bisher genannten Attributen auch wundervolle Wandertouren. Auch hierüber gibt es viel Information und tolle Tipps.

Mir hat das Reisebuch absolute Lust auf Urlaub in Bayern gemacht. Ich mag großartige Landschaften, und genau diese zeigt das Buch ebenso wie barocke Stadtkerne, moderne Bauten wie die Allianz Arena mit ihren verschiedenen Farben, altertümliche Klöster und wundervolle Seen. Es ist somit ideal für Leser, die nach Ideen für Reisen in landschaftlich beeindruckende Landstriche als Nahreiseziel suchen. Ich habe literarisch diverse bayerische Städte besucht, die heimische Tierwelt entdeckt, Klöster besichtigt, wunderschöne Seen besucht, mich über die bayerische Geschichte informiert und auch - für mich als Leserin und Buchliebhaberin ganz wichtig - die diverse Büchereien in altehrwürdigen Gebäuden bewundert. Aber auch über Natur- und Denkmalschutz habe ich einiges erfahren.

„Unterwegs in Bayern - Das große Reisebuch“ weckt die Reiselust und kann helfen, Urlaub im eigenen Land zu planen. Denn ich persönlich finde Deutschland absolut schön und abwechslungsreich und immer eine (kleine) Reise wert.

Ich kann das Buch von Herzen empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen für dieses einmalige Leseerlebnis.

Bewertung vom 21.04.2025
Brunswig, Muriel

DuMont Reise-Taschenbuch Schwarzwald


ausgezeichnet

Praktischer Schwarzwald-Reiseführer in handlichem Format mit separater Karte

Der Reiseführer „Schwarzwald“ wurde mir vom DUMONT-Verlag zwecks Rezension zur Verfügung gestellt, wofür ich mich herzlich bedanke.

Ich war schon häufig im Schwarzwald, habe aber noch lange nicht alles dort gesehen. Da ohnehin ein weiterer Wochenendtrip dorthin anstand, habe ich mich sehr über den Reiseführer und die Gelegenheit, darüber mehr über Land und Leute zu erfahren, gefreut.

Das Format ist mit ca. 12 x 18,5 cm sehr handlich und passt in die Handtasche, was ich schonmal sehr gut finde. Die Haptik eines Buches ist für mich auch immer wichtig. Das Cover ist angenehm glatt und kühl, die Innenseiten sind auf hochwertigem und etwas dickerem Papier gedruckt und leicht angeraut, das macht das Blättern einfach. Auf der aufklappbaren Klappeninnenseite vorne ist eine grobe Übersichtskarte des Schwarzwaldes mit 10 im Reiseführer beschriebenen Highlights abgebildet. Hier kann man sich grob orientieren, was in der Nähe des Reiseziels liegt.

In der hinteren Klappe ist eine große gefaltete Reisekarte im Maßstab 1 : 200.000 mit Register und Entfernungstabelle eingeklebt, die sich leicht aufklappen, aber auch ganz entnehmen lässt, denn der Kleber lässt sich entfernen. Leider lassen sich Knicke nicht vermeiden, da der Platz in der hinteren Klappe doch recht knapp bemessen ist für das Kartenformat. Dennoch finde ich es gut, dass überhaupt eine Straßenkarte dabei ist. Ich mag das sehr und es ist wegen des ganzen Online-Angebots ja keine Selbstverständlichkeit mehr.

Gleich vorne im Buch findet man ein Inhaltsverzeichnis der Orte, die aufgeteilt sind nach den verschiedenen Gegenden des Schwarzwaldes, wie z.B. Nordschwarzwald, Kaiserstuhl, Freiburg und Umgebung etc. Im hinteren Bereich des Buches befindet sich ein weiteres alphabetisches Inhaltsverzeichnis, so das man genügend Suchmöglichkeiten hat.

Da es so viele Orte im Schwarzwald gibt, die nahezu alle beschrieben sind, bleibt es leider nicht aus, dass die Informationen zumindest zu den kleinen Ortschaften jeweils kurz und knapp beschrieben sind. Bei den Städten gibt es auch Stadtpläne der Innenstädte im Buch, was ich sehr gut finde. Zu dem Ort, in dem wir waren, gab es Infos zum Ort selbst, seinen Sehenswürdigkeiten, ausgewählten Wanderwegen (ohne Karte), Schlafmöglichkeiten und Essenstipps, die auf der subjektiven Auswahl der Autorin beruhen, aber meist meinen Geschmack treffen. Leider nicht viel, was auf einer knappen Seite beschrieben werden kann. Immerhin gab es Hinweise auf Internetseiten, wo man sich weiteren Input holen kann. Unsere Intention war das Wandern, aber die Hinweise waren mehr als dürftig. Ich hätte mir eine kleine Wanderkarte zu den beschriebenen Wanderwegen gewünscht, wie sie teilweise im Buch zu anderen Orten auch abgebildet waren. Der Maßstab der großen Karte war leider zu groß. Aber es ist halt auch leider nicht möglich, alles abzubilden.

Das „Schwarzwald - Reise-Taschenbuch“ ist super für alle, die sich einen Überblick verschaffen wollen, welche Ecke im Schwarzwald sich anzuschauen lohnt bzw. wo die Interessen und Wünsche der Reisenden am ehesten erfüllt werden. Super ist er auch, wenn man eine Rundreise machen und möglichst viel sehen möchte. Für einen mehrtätigen Aufenthalt an einem Ort ist der Reiseführer jedoch eher nicht geeignet.

Die Aufmachung an sich ist abwechslungsreich, modern gestaltet und wirklich ansprechend. Besonders gut gefallen mir die Doppelseiten zum jeweiligen Landstrich des Schwarzwaldes, der auf den Folgeseiten beschrieben wird. Hier bekommt man gleich einen super Überblick über das, was die Autorin besonders schön findet.

Ich persönlich werde ihn sicher beim nächsten Schwarzwaldtrip wieder einpacken. Für meine Zwecke eignet er sich super und ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Bewertung vom 21.04.2025
Gellar, Sophie L.

Mein Herz in White Field Ein Second Chance Liebesroman (eBook, ePUB)


sehr gut

Schöne Liebesgeschichte mit Setting in Kanada

Riley arbeitet als Journalistin in New York. Seit sie vor einigen Jahren ihre Heimat White Field in Kanada überstürzt verlassen hat, war sie nicht mehr zu Hause. Zu viel war passiert. Doch auf Drängen ihrer Eltern entschließt sie sich zu einem Urlaub daheim, um auf der Farm zu helfen. Doch schon bei der Ankunft am Flughafen bereut sie, gekommen zu sein. Den niemand Geringeres als ihr Ex Jameson holt sie ab. Gleich zu Beginn kracht es zwischen ihnen und die Heimfahrt wird zu einer schweigenden Tortur…

Die Vergangenheit holt sie somit sofort ein, woran sie schwer zu knabbern hat. Auch Jameson ist ihr absolut nicht egal, und auch er scheint noch Gefühle für sie zu haben, obwohl er ständig wechselnde Frauengeschichten hat. Obwohl ich während des Lesens lange nicht wusste, was damals passiert ist, hatte ich doch so eine Ahnung, die sich tatsächlich später als richtig herausgestellt hat.

Die Geschichte hat mir von der ersten Seite an gefallen. Der Schreibstil hat es mir einfach gemacht, mich in die Protagonisten hineinzuversetzen. Die Geschichte ist aus beider Sicht geschrieben, was mir immer sehr gut gefällt. Riley ist eine ehrliche, fleißige und liebenswerte Person, die ich gerne als Freundin hätte. Und auch Jameson mochte ich von Seite zu Seite lieber. Es werden tiefgreifende Themen aufgefasst und behutsam behandelt, was mir wirklich sehr gut gefallen hat.

Es war mein erstes Buch der Autorin, aber bestimmt nicht das letzte. Auch wenn die Geschichte vorhersehbar war und mich die Geschehnisse der Vergangenheit der Protagonistin nicht wirklich überrascht haben, so habe ich mich auf der Farm in Kanada und mit den Protagonisten doch recht wohl gefühlt. Für mich ist diese Geschichte 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung wert für alle, die dieses Genre lieben.