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lisbethsalander
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Zossen

Bewertungen

Insgesamt 42 Bewertungen
Bewertung vom 11.01.2026
Xander, Iliana

Der Boss - Ist er ein Monster oder ein Genie?


sehr gut

Spannender Thriller mit ein paar kleinen Schwächen

Nachdem ich vom Vorgänger der Autorin ("Love, Mom") absolut begeistert war, hatte ich mit großer Ungeduld das neue Buch der Autorin erwartet. Im Mittelpunkt steht Natalie Olsen, eine junge Frau, deren beste Freundin Cara nach einem Clubbesuch in New York bewusstlos an einer Bushaltestelle aufgefunden wird. Was war passiert, nachdem diese mit einem attraktiven und offenbar schwer reichen Mann aus der Diskothek verschwunden war. Natalie will herausfinden, was ihrer Freundin in der Nacht widerfahren ist, zumal diese im Koma in einem Krankenhaus liegt. Als sie auf der Titelseite einer Hochglanzzeitschrift die Clubbekanntschaft von Cara entdeckt, schleußt sie sich bei Geoffrey Rosenberg, bei dem es sich bei der nächtlichen Bekanntschaft handelt, als Putzfrau ein, zufälligerweise wird in dem Millionärshaushalt aufgrund einer anstehenden Party gerade viel Personal benötigt. Ab sofort überschlagen sich die Ereignisse, in der Villa, wo Natalie nun täglich viele Stunden verbringt, scheint jeder irgendwie Geheimnisse zu haben. Die junge Frau findet durch ihr Herumschnüffeln einiges heraus, und doch bleiben die hauptsächlichen Zusammenhänge bis zum Schluss ungeklärt, ich tappte mit der Protagonistin lange im Dunkeln. Gott sei Dank klärt sich zum Schluss alles, leider war das Ende für meinen Geschmack etwas zu kitschig geraten, trotzdem hat mir dieser Thriller spannende Leseunterhaltung geboten.

Bewertung vom 09.01.2026
Ware, Ruth

The Woman in Suite 11


ausgezeichnet

Gelungene Fortsetzung

Lo Blacklock ist zurück! Die junge Journalistin, die wir bereits aus dem Vorgänger "Woman in cabin 10" kennen möchte sich nach einer jahrelangen Auszeit, die sowohl der Geburt ihrer zwei kleinen Söhne als auch einer offenbar aus ihren dramatischen Erlebnissen aus Band 1 erfolgten Psychose, nun wieder verstärkt ihrer Karriere widmen. Da kommt eine überraschend ins Haus flatternde Einladung zu einem Event anlässlich einer Neueröffnung eines Luxushotels in der Schweiz gerade recht. Doch in dem beschaulichen Alpendorf überschlagen sich die Ereignisse, Lo schlittert wieder in einen dramatischen Fall, eine verfolgte Frau bittet sie um ihre Hilfe. Ruth Ware inszeniert dies auf ihre gewohnte Weise in einem rasanten Schreibstil mit spannenden Plottwists. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, habe mit der sympathischen Protagonistin gebangt und gehofft, dass sich irgendwie alles zu ihrem Besten wendet, u. sie aus der beklemmenden Situation herauskommt und zurück zu ihrer Familie kann. Die Autorin hat mich einmal mehr perfekt unterhalten, dafür gibt es die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!

Bewertung vom 05.01.2026
Blake, Matthew

Sophie L.


ausgezeichnet

Toller Thriller - für mich ein absoluter Pageturner

Natürlich war ich auf dieses neue Buch von Matthew Blake sehr gespannt, nachdem mir der Vorgänger "Anna O." aus seiner Feder bereits extrem gut gefallen hatte! Als Anfangslage lernen wir die Großmutter Josephine der Protagonistin und Psychologin Olivia kennen. Die junge Frau hat sich auf das Thema "Gedächtnisstörungen" spezialisiert, und ist natürlich genau die richtige, um ihrer Großmutter, die von Demenz betroffen ist, in Paris plötzlich und unerwartet einen Mord gesteht, der viele Jahrzehnte zurückliegen soll. Was verbirgt sich dahinter? Die Erzählweise und der flüssige Schreibstil des Autors lassen einen nur so durch die Seiten fliegen. Ihr weiteres tun die extrem kurzen Kapitel, die mich als Leser dazu veranlasst haben, immer noch eines lesen zu wollen/müssen, da ich aufgrund der hohen Spannungslage unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht, u. wie alles zusammenhängt. Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven fast aller handelnden Personen und abwechselnd zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Wir haben es als mit mehreren Handlungssträngen zu tun, was mir sehr gut gefallen hat. Wer steckt hinter dem Mord, der kurz nach Kriegsende angeblich in dem sagenumwobenen Hotel Lutetia in Paris begangen wurde? Was für eine Rolle hat der Psychologe und Mentor Olivias, der alte Louis mit der ganzen Sache zu tun? Und wo ist Tom geblieben, der Liebhaber Olivias, der plötzlich und ohne Erklärung komplett von der Bildfläche verschwunden ist? Hat der auch etwas mit dem Fall zu tun? Ja, man kann vielleicht darüber streiten, ob es sich wirklich um einen echten Thriller handelt oder nur um einen guten Krimi! Aber das war für mich ehrlich gesagt nebensächlich! Ich fühlte mich grandios unterhalten, konnte das Buch kaum aus der Hand legen, u. es bekommt deshalb von mir die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!

Bewertung vom 02.01.2026
Alvarenga, Daniel

Ruf der Leere


gut

Interessante Geschichte, jedoch zum Ende hin ein paar Längen

Im Buch "Ruf der Leere" von Daniel Alvarenga lernen wir als erstes Felix kennen, einen jungen Mann, der beim Beginn seines Medizinstudiums die Kommilitonin Laura kennen- und bald auch lieben lernt. Als sein bester Freund Ben nach einem Auslandssemester in Australien zurückkehrt, gibt Felix in einer abgelegenen Waldhütte eine Wiedersehensparty. Allerdings ist er nicht allzu begeistert, als sowohl Ben als auch Laura unangekündigt einige Gäste mitbringen, die nicht in Felix' Konzept zu passen scheinen. Als dann auch noch ein unbekannter alter Mann, der sich als "der Tod" vorstellt, auftaucht, droht die ohnehin schon brenzlige Stimmung vollends aus dem Ruder zu laufen. Alvarenga hat eine spannende Geschichte geschrieben, die mich von Beginn an komplett gepackt hat und in die Handlung hineingezogen. In einem sehr flüssigen packenden Schreibstil schildert er die zwischenmenschlichen Beziehungen innerhalb der Clique der jungen Menschen. Eigentlich jeder scheint irgendeine Art von Geheimnis zu haben, das wir als Leser nach und nach erfahren. Nichts ist so wie es scheint, der Autor baut gekonnt einen Spannungsbogen auf, der mich das Buch nicht aus der Hand legen ließ, weil ich wissen musste, wie alles zusammenhängt. Einzig im letzten Teil gibt es ein paar Längen, doch dies hat meinem Lesegenuss nicht wirklich einen Abbruch getan. Deshalb gibt es von mir trotzdem eine Leseempfehlung!

Bewertung vom 14.12.2025
Bjergfeldt, Annette

Mr. Saitos reisendes Kino


ausgezeichnet

Eine wirklich faszinierende Geschichte

Annette Bjergfeldt nimmt uns in ihrem Buch "Mr. Saitos reisendes Kino" mit ins Jahr 1927. Wir lernen die Protagonistin kennen, die auf der Tanzfläche beim Tango, man kann es kaum glauben, ein Kind zeugt. Ihre so entstandene Tochter Lita steht mit ihr im Mittelpunkt der Geschichte. Die beiden verlassen gezwungenermaßen ihre Heimat, es verschlägt sie nach Neufundland. Hier finden sie zahlreiche neue Freunde, die ihnen quasi die Familie ersetzen. Die Autorin hat wunderbare teils skurrile Charaktere geschaffen, die man einfach ins Herz schließen muss. Als dann auch noch Mr. Saitos auftaucht, der sein reisendes Kino aufschlägt und alle mit seinen Filmen fasziniert, war für mich das Märchen perfekt. Das ganze wird in einem fast schon poetischen Schreibstil erzählt, der mich als Leser wirklich begeistert hat. Deshalb die volle Punktzahl und eine unbedingte Leseempfehlung für alle, die sich hierauf einlassen können!

Bewertung vom 09.12.2025
Stern, Anne

Die weiße Nacht


ausgezeichnet

Für mich ein absolutes Highlight

Mit "Die weiße Nacht" hat Anne Stern, zugegebenermaßen eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen, mal wieder ein für mich persönliches Highlight abgeliefert. Zuallererst einmal danke dafür! Es handelt sich hier um perfekte Leseunterhaltung genau nach meinem Geschmack. Aber ich greife vor! Wir befinden uns im sogenannten Hungerwinter 1946/47 in meiner Heimatstadt Berlin. Die junge Hobbyfotografin Lou findet im Schnee eine Leiche und lernt in diesem Zusammenhang den Kriminalkommissar König kennen. Die beiden verbindet von Beginn an etwas, wobei der Leser noch nicht konkret weiß, worum es sich hierbei handelt. Die Leiche wirkt drapiert, sie hat auf eindringliche Art und Weise die Hände gefaltet, was steckt dahinter. König steht unter Druck, zumal bald weitere Leichen auftauchen. Lou wird mehr oder weniger unfreiwillig in die Ermittlungen mit einbezogen, da sie Fotos von der Toten geschossen hat. Anne Stern hat wieder einmal perfekte Recherchearbeit geleistet und die Atmosphäre und Gegebenheiten kurz nach Kriegsende in der deutschen Hauptstadt großartig wiedergegeben. Auch das verwendete Lokalkolorit ist genial gelungen, für mich als gebürtige Berlinerin war allein schon aus diesem Grund die Lektüre ein Hochgenuss, alle Schauplätze sind überzeugend wieder gegeben. Aber auch der Kriminalfall ist überaus spannend, man fliegt nur so durch die Seiten, ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Gott sei Dank wird es (hoffentlich bald!) ein Wiedersehen mit König und Lou Faber geben, denn es handelt sich bei "Die weiße Nacht" um den Auftakt einer Reihe. Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Teil! An dieser Stelle aber erstmal eine absolute Leseempfehlung!

Bewertung vom 21.11.2025
Illies, Florian

Wenn die Sonne untergeht


ausgezeichnet

Gelungenes Portrait einer einmaligen Künstlerfamilie

Seit meiner Schulzeit, die tatsächlich schon recht lange zurückliegt, bin ich bekennender Fan der Familie Mann, allen voran natürlich über allen stehenden Vater Thomas. Für mich sind sie eine Ausnahmephänomen, gibt es so etwas überhaupt noch ein zweites Mal? Solch zahlreiche individuelle unterschiedliche sich aneinander reibende Persönlchkeiten, die jeder für sich großartige meist literarische Kunst hervorgebracht haben? Und so war auch dieses neuste Werk von Florian Illies, das uns eine Art neuen Blickwinkel auf eben diese Familie Mann beschert, für mich ein absolutes Muss! Mit großem Genuss und Interesse bin ich von Anfang an im Buch versunken, Illies’ brillanter Schreibstil macht‘s möglich! Wir folgen den Manns im Jahr 1933 nach Südfrankreich ins Exil, anfangs noch ins Hotel, später in ein Haus. Viele kleine Momentaufnahmen führen uns zudem das Zeitgeschehen nochmal detailliert vor Augen, wir treffen Bekannte und Freunde der Familie. Mich hat die Lektüre fasziniert, auch wenn ich schon so einiges über diese Ausnahmetalente wusste. Von mir gibt es hierfür natürlich eine absolute Leseempfehlung!

Bewertung vom 19.11.2025
Hart, Emilia

Unbeugsam wie die See


gut

Interessanter Plot, jedoch für meinen Geschmack etwas zu mystisch

Aufmerksam geworden war ich auf "Unbeugsam wie die See" auf jeden Fall durch das wunderschön gestaltete Cover, das ein unglaublicher Eyecatcher ist. Auch der Klappentext verheißt eine tolle spannende Geschichte und hatte mich neugierig gemacht. In dem neuen Buch von Emilia Hart lernen wir eine junge Frau namens Lucy kennen, die nach einem dramatischem Ereignis in ihrer Beziehung zu ihrer Schwester Jess flieht. Als sie diese zu Hause nicht antrifft, fängt sie an, über deren Leben zu recherchieren. Dies stellt den zweiten Erzählstrang dar, der zwanzig Jahre zurückliegt. Wir erfahren über eine seltene Hautkrankheit, eine Art Allergie, unter der Jess litt und was sich dahinter wohl verborgen hat. In Träumen entwickelt sich die dritte zeitliche Ebene, u. wir lernen die Schwestern Mary und Eliza, die sich auf einem Sträflingsschiff Richtung Australien befinden. Der Schreibstil von Emilia Hart ist sehr angenehm und die Geschichte leicht und flüssig zu lesen. Trotzdem waren mir die Zusammenhänge insgesamt zu verwirrend, und vor allem die fantastischen Elemente der Handlung zu dominant. Ich hatte mir tatsächlich mehr versprochen und vergebe deshalb nur drei Sterne.

Bewertung vom 05.11.2025
Xander, Iliana

Love, Mom


ausgezeichnet

Ein absoluter Pageturner

In ihrem packenden Roman mit Thriller-Elementen hat Iliana Xander eine extrem spannende Geschichte vorgelegt, die mich dieses Buch kaum noch aus der Hand legen ließ! Im Mittelpunkt steht die junge Mackenzie Caspar, die lange Zeit im Schatten ihrer Mutter, der Bestseller Autorin Elizabeth Dunne steht. Als diese bei einem Unfall ums Leben kommt, hegt die junge Frau Zweifel an der Geschichte rund um den Tod ihrer Mutter. Was geschah mit dieser tatsächlich? Ein Unbekannter schickt ihr Tagebuchseiten zu, die immer mehr Rätsel aufgeben und nach und nach Unfassbares ans Licht bringen werden. In großartigem spannenden Schreibstil hat Iliana Xander eine Story verfasst, die mich von der ersten Seite an gepackt und nicht mehr losgelassen hat. Für mich ein Highlight, das von ihr eine absolute Leseempfehlung bekommt. Schon jetzt freue ich mich auf das nächste Werk der Autorin, das Gott sei Dank schon in Sichtweite ist!

Bewertung vom 02.11.2025
Georg, Miriam

Die Verlorene


ausgezeichnet

Extrem gelungene Leseunterhaltung

Zu Miriam Georgs neuem Roman "Die Verlorene" hatte mir bereits die Leseprobe extrem gut gefallen, deshalb wollte ich ihn unbedingt in Gänze lesen! Sowohl Cover als auch Schreibstil haben mich in ihren Bann gezogen, ich konnte das Buch so gut wie nicht aus der Hand legen und fühlte mich großartig unterhalten! Vor allem die Schilderung der Handlung auf zwei verschiedenen Zeitebenen, Vergangenheit in den letzten Kriegstagen um 1943 und Gegenwart haben das Ganze sehr sehr spannend gestaltet. In Schlesien lernen wir die Schwestern Änne und Luise kennen, die eine Mutter bzw. Großmutter der beiden Protagonistinnen, Mutter und Tochter, die uns den Handlungsstrang der Gegenwart berichten. Die Autorin nimmt sich dabei auf abwechslungsreiche Art und Weise einem sehr wichtigen Kapitel der Geschichte unseres eigenen Vaterlandes an und bringt es uns nahe. Für mich war es auf jeden Fall eins der Highlights meines bisherigen Lesejahres, und ich kann eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen!