Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Tira


Bewertungen

Insgesamt 20 Bewertungen
12
Bewertung vom 20.11.2019
Der falsche Bart des Weihnachtsmanns
Pratchett, Terry

Der falsche Bart des Weihnachtsmanns


weniger gut

Vor einiger Zeit hatte ich schon die Kurzgeschichtensammlung „Dralle Drachen“ von Terry Pratchett gelesen und war positiv überrascht. Leider kann ich das von diesem Buch nicht behaupten. Meine Erwartungen waren nicht hoch, doch auf ein paar unterhaltsame, wenn nicht sogar lustige, Geschichten hatte ich schon gehofft. Hier scheint es sich allerdings um eine zusammengefasste Ideensammlungen zu handeln und nicht um fertige Geschichten. Zumindest war das mein Eindruck. Ich konnte weder den Schreibstil noch den speziellen Humor Pratchetts darin entdecken. Eine einzige Geschichte (Der Computer der dem Weihnachtsmann schrieb) hat es geschafft mich gut zu unterhalten. Alles andere schien unfertig, zusammenhanglos, aus Textfragmenten zusammengesetzt zu sein und hatte meist nicht mal ein richtiges Ende. Ich bin absolut enttäuscht.

Gestaltung:
Das Cover hätte mich ehrlich gesagt nicht zum Kauf verleitet.
Die Zeichnung darauf ist sehr einfach und kindlich gehalten. Was mich persönlich nicht anspricht. Farblich passt es zum weihnachtlichen Thema.
Im Innenteil gibt es viele weitere Illustrationen, was ich erstmal sehr gut finde, auch wenn mir der Zeichenstil so gar nicht zusagt. Leider sind einige Zeichnungen so ungenau und schnell gezeichnet, dass ich Schwierigkeiten hatte das Dargestellte zu erkennen.

Fazit:
Ich bin überaus enttäuscht. Mit Terry Pratchett hat dieses Buch nicht viel zu tun. Ich gebe einen Stern für die Geschichte die mir gefallen hat. Und einen Stern für die Zeichnungen die mir zwar nicht gefallen haben, aber durch die der gute Wille das Buch interessant zu gestalten erkennbar war.

Bewertung vom 06.11.2019
Askeria
May, Juliet

Askeria


sehr gut

Die 14 jährige Piara wird nach dem Tod ihrer Eltern von ihren Zwillingsbrüdern großgezogen. Schon früh musste sie lernen ihre Hörner vor anderen zu verstecken. Ohne zu wissen was das eigentlich zu bedeuten hat. Als ihr Dorf plötzlich angegriffen wird, gelingt Piara mit Hilfe ihres Bruders Souta die Flucht. Ineas, ihr anderer Bruder bleibt zurück. Doch was hat das alles zu bedeuten? Was versuchen ihre Brüder zu verheimlichen? Warum hat der Orden das Dorf angegriffen? Und wieso hat sie als einzige in der Familie diese Hörner? Auf diese und noch mehr Fragen versucht Piara eine Antwort zu finden, denn sie lassen ihr keine Ruhe mehr.

Währenddessen bekommt Rigoras, ein Jäger und angehender Clanführer, den Auftrag ein Kind zwischen 12-16 Jahren zu suchen, welches eine Verbindung zu dem Volk der Ceri haben soll. Denn dieses Volk wird schon seit langer Zeit von den Menschen gefürchtet und wurde deswegen verbannt. Alle Aufzeichnungen und Verbindungen zu den Ceri sind verboten.


Meine Meinung:
Der Anfang des Buches hat mich sehr neugierig gemacht. Man startet mitten im Geschehen und begleitet Piara und ihren Bruder auf der Flucht. Danach beginnt für das Mädchen eine spannende Zeit in der sie versucht Antworten auf ihre Fragen zu finden.

So rasant die Geschichte auch anfing, verlor sie bald darauf leider an Spannung und kam nur langsam voran. Obwohl ich so neugierig war, fiel es mir schwer in die Geschichte reinzufinden. Die Beschreibungen der Umgebung waren wunderschön bildhaft und detailreich. Doch gerade zu Anfang waren sie für mich zu ausführlich und haben mich von der eigentlichen Geschichte abgelenkt. So ging viel Spannung verloren. Glücklicherweise wurde das Buch später wieder sehr viel unterhaltsamer und konnte mich doch noch richtig packen.

Die Welt wurde sehr komplex gestaltet. Man lernt unterschiedliche Regionen kennen und merkt ganz deutlich, dass sich die Autorin hier sehr viele Gedanken über die Eigenheiten der verschiedenen Städte und die Umgebung gemacht hat. Mit der Zeit kommen in der Geschichte ein paar düstere Elemente hinzu, die dem Ganzen eine etwas unheimliche Stimmung verleihen. Das hat mir sehr gut gefallen.

Meine Lieblingsstelle ist die in der Ineas seiner kleinen Schwester ein faszinierendes Buch über Träume vorliest. Dieser Abschnitt hat eine kleine Gänsehaut bei mir hinterlassen.
Besonders schön fand ich auch, dass versucht wird durch Märchen und Kinderbücher die Wahrheit herauszufinden. Ein sehr schöner Ansatz. Denn in Geschichten steckt ja oft viel wahres.

Die Erzählweise ist sehr geheimnisvoll. In kleinen Häppchen, durch Zeitsprünge, Rückblicke und Perspektivwechsel werden immer mehr Einzelheiten enthüllt, die dabei helfen das große Ganze zu verstehen. Das hat mich zu Beginn etwas irritiert, doch später fand ich es genial. Die Autorin hat das wirklich sehr geschickt umgesetzt. Diese spezielle Erzählweise und die einzigartige Geschichte machen das Buch für mich zu etwas Besonderem.

Das Buch ist ein Mehrteiler, endet aber glücklicherweise nicht mit einem Cliffhanger sondern macht einfach neugierig auf den zweiten Teil.

Alle die Gedichte mögen werden sich freuen, denn davon tauchen so einige in diesem Buch auf. Mein Fall waren sie nicht unbedingt, aber das ist ja Geschmackssache.

Fazit:
Ein sehr geheimnisvolles Buch mit interessanten Charakteren und ein paar düsteren Elementen. Zeitsprünge, Rückblicke und Perspektivwechsel enthüllen immer mehr Einzelheiten. Der Beginn einer spannenden neuen Fantasy-Reihe.

Bewertung vom 03.09.2019
Der lange Weg zu dir
Widmark, Martin

Der lange Weg zu dir


sehr gut

Das Buch erzählt von dem Mädchen Sonia und ihrer Katze Miezi, die beide auf die andere Seite des Meeres gelangen möchten. Auf ihrem Weg erleben sie so einiges und es zeigt sich, dass Sonia ein aufmerksames und hilfsbereites Mädchen ist.

Ein Junge namens Adam lebt bei seiner Großmutter. Sein Hund Rufus ist sein bester Freund. Doch dieser ist schon sehr alt und muss Adam deshalb bald verlassen. Dieser traurige Verlust ist für den Jungen sehr schwer zu verkraften. Nichts scheint ihn trösten zu können.

Werden Sonia und Miezi den Weg zu Adam finden und ihm neue Hoffnung schenken?

Meine Meinung:
Das Buch ist wunderschön. Die Illustrationen haben einen ganz besonderen, verträumten Stil, der wunderbar zu der Geschichte passt. Viele seitenfüllende Zeichnungen geben der Geschichte eine zauberhafte Stimmung. Es ist ein Buch das man langsam liest und rundum genießt.

Die Geschichte der beiden Kinder ist absolut schön erzählt. Sie handelt von Verlust, Trauer, Freundschaft und Neubeginn. Die Perspektiven von Adam und Sonia wechseln sich immer wieder ab. Während Adam vollkommen von seiner Trauer beherrscht wird, erfährt man was Sonia gerade auf ihrer Reise erlebt und wo sie ihr Weg hinführt.

Vieles wird in diesem Buch nur durch die Bilder ausgedrückt. Der Text lässt einiges ungeklärt. Wodurch man die Möglichkeit hat, die Geschehnisse und Einzelheiten der Geschichte selbst zu deuten. Es regt dazu an, sich gemeinsam über das Thema auszutauschen. Mich als Erwachsene hat es nicht gestört, dass viele Fragen offen blieben, da ich mir vieles selbst beantworten konnte. Bei Kindern wird das aber sicher anders sein. Das Ende hat mich ein wenig enttäuscht, hier hätte ich mir tatsächlich etwas mehr Erklärung zur neuen Situation gewünscht. Allerdings bietet der Schluss auch wieder viel Gesprächsstoff. So kann man zusammen mit dem Kind erörtern was bei der Trauer helfen könnte und was nicht.

Gestaltung:
Schon das Cover hat mir wahnsinnig gut gefallen. Es hat einen untypischen Stil für ein Kinderbuch. Ganz anders als man es kennt, ist es nicht kunterbunt, sondern in natürlichen, unaufdringlichen aber auch etwas düsteren Farben gehalten und drückt damit sehr schön die Stimmung des Buchinhalts aus. Auf dem Cover ist Adam mit seinem Hund zu sehen. Die Pflanzen die um sie herum wachsen, sind mit einem Glanzeffekt versehen. Die Schriftgestaltung ist passend dezent gewählt und dabei gut lesbar. Der besondere Stil setzt sich im Innenteil fort. Fast jede Seite schmückt ein kleines Kunstwerk, oft sogar seitenfüllend, welches die gefühlvolle Geschichte wunderbar zum Ausdruck bringt. Es sind aber nicht nur die wunderschönen Illustrationen die einen tollen Eindruck hinterlassen. Auch die Schrift ist sehr schön passend integriert. Außerdem sind ab und zu schöne Einzelheiten wie Kritzeleien oder selbstgebastelte Tiere aus Steinen und Stöckchen um den Text herum zu finden. Hier passt einfach die gesamte Gestaltung, die so schön natürlich aber auch kindlich ist, dass man das Gefühl hat bei den Kindern am Meer zu sein. Die Seiten bestehen aus dickem Papier und sind daher schön griffig.

Der Schreibstil:
Die Sprache ist kindgerecht und gut verständlich, wirkt dabei aber nicht plump, wie ich es von anderen Büchern kenne, sondern hat einen leicht märchenhaften Stil, was mir sehr gut gefallen hat.

Fazit:
Ein wunderschön bebildertes Kinderbuch mit einer Geschichte die von Verlust, Trauer, Freundschaft und Neubeginn erzählt. Sie ist nicht nur für Kinder geeignet, sondern auch ein wahrer Genuss für Erwachsene. Vor allem eignet sich das Buch aber zum gemeinsamen Lesen. Denn vieles wird nur durch die Bilder ausgedrückt und ist für Kinder eventuell schwer zu erfassen. Außerdem lassen sich so am besten offene Fragen klären. Bis auf den Schluss, hat mir das Buch rundum gut gefallen.

4,5 Sterne

Bewertung vom 23.08.2019
Silberdrache
Sage, Angie

Silberdrache


sehr gut

Die Idee mit den verschiedenen Welten und einem Drachen der diese vereinen kann, hat mir gut gefallen. Vor allem im letzten Drittel wurde die Geschichte immer interessanter und spannender. Die starke Bindung zwischen Mensch und Drache und welche Auswirkungen dies hatte fand ich faszinierend.
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir allerdings eher schwer. Die Perspektiv-Wechsel gingen mir einfach viel zu schnell. Gerade wollte ich mich auf die Situation mit Sirin einlassen, schon war ich in einer ganz anderen Welt, ohne zu wissen warum. Außerdem fehlten mir wichtige Informationen. Es war mir lange nicht klar wer im Lennix Clan Drache oder Mensch war. Ich konnte mir einfach kein Bild von diesen Figuren und der Welt machen. Später wurde das wesentlich besser. Im Allgemeinen waren für mich die Passagen mit Sirin immer viel zu kurz, sodass ich sie nur als Unterbrechung der Hauptgeschichte wahrnahm. Es wäre sehr viel schöner gewesen wenn man ihre Geschichte als Prolog und Epilog erzählt hätte und sich ansonsten auf Joss Welt konzentriert hätte. Ich denke die Geschichte hat auf jeden Fall Potenzial. Einen weiteren Band würde ich allerdings eher nicht lesen, weil der Erzählstil einfach nicht meinem Geschmack entspricht.

Charaktere
Wie schon erwähnt, konnte ich mich auf Sirins Geschichte nicht richtig einlassen weil die Passagen jedes Mal zu schnell abgebrochen wurden.
Die Beziehung zu ihrer Mutter fand ich allerdings sehr schön. Mir hat es auch gut gefallen, dass sie an die gemeinsam erzählten Drachengeschichten zurückdachte als ihre Mutter im Krankenhaus lag und ihr dies neue Hoffnung gab.

Joss war für mich ein eher schwieriger Charakter. Er war mir eigentlich sympathisch, hat mich aber auch immer wieder mit seiner Naivität genervt. Seine Entscheidungen waren für mich oftmals völlig abwegig.
Seine Schwester Allie war da ganz anders. Sie ging viel überlegter an alles heran. Ihre Figur gewann immer mehr an Bedeutung und wurde immer interessanter. Ich mochte sie von allen Charakteren am liebsten und konnte ihr Verhalten am besten nachvollziehen.
Schön fand ich, dass es nicht nur den einen Helden gab, sondern jeder seine Geschichte hatte. Selbst im Lennix Clan fand ich den ein oder anderen für den ich Mitgefühl entwickelte. So vermittelt die Geschichte, dass es nicht nur gut oder böse gibt, sondern auch ganz viel dazwischen.
Die Freundschaft die sich zwischen Joss und seinem Drachen entwickelte war sehr schön mitzuverfolgen. Auch hier gab es nicht nur den einen Drachen der wichtig war sondern auch einige andere die eine große Rolle spielten.

Schreibstil
Der Schreibstil hat mir im Grunde gut gefallen, was ich aber erst spät gemerkt habe, als der Erzählstrang von Joss immer mehr Raum bekam. Erst da war der Lesefluss richtig angenehm. Zuvor haben mich die sprunghaften Wechsel immer wieder aus der Geschichte gerissen.
Für einen Jugendroman wurden mir zu viele Fremdwörter, wie z.B. austariert und Phalanx, benutzt.
Die Bezeichnung „Bundesgenosse“ fand ich unschön. Für diese eigentlich schöne Verbundenheit zwischen Drache und Mensch hätte ich mir ein passenderes Wort gewünscht.

Die Altersempfehlung ab 11 Jahren halte ich für etwas gewagt. Da auch ein paar unangenehme Szenen in dem Buch vorkommen, würde ich das Buch eher Jugendlichen ab 14 Jahren empfehlen. Auch für Erwachsene ist das Buch gut geeignet.

Gestaltung:
Das Cover hat mich sofort angesprochen. Der Drache blaue Drache auf dem dunklen Hintergrund gefällt mir absolut gut. Auch die Schriftgestaltung ist sehr gut gelungen.

Fazit:
Eine durchaus schöne und später auch spannende Drachengeschichte, die größtenteils in einer etwas finsteren Welt spielt und ein paar Schwachstellen hat.
Mich konnte das Buch wegen der sprunghaften Perspektiv-Wechsel nicht restlos überzeugen. Für andere ist sie aber vielleicht besser geeignet.

3,5 Sterne

Bewertung vom 22.07.2019
Prophezeiungen für Jedermann
Gozdek, Nicole

Prophezeiungen für Jedermann


sehr gut

Zacharias Geschichte hatte von Anfang an etwas wahnsinnig faszinierendes an sich. Ich wollte unbedingt mehr über ihn und seine Welt erfahren. Die Idee mit den Prophezeiungen fand ich absolut interessant. Vor allem weil sie so unterschiedlich waren und ich das Gefühl hatte, dass in jeder Aufgabe etwas gutes drin steckt. Es war aufregend mitzuerleben wie die unterschiedlichen Auserwählten mit ihrer Aufgabe umgingen und wie sie sie veränderte.

Auf seiner Reise begegnet Zach vielen unterschiedlichen Menschen die oft sehr undankbar sind und ihm teilweise sogar gefährlich werden. Es war manchmal schon echt zum Verzweifeln. Jedes mal wenn man dachte schlimmer kann es nicht mehr werden, wurde man mit einer weiteren unglaublichen Wendung überrascht die Zachs Situation noch aussichtsloser erscheinen ließ. Er tat mir teilweise richtig leid. Trotz all der Gemeinheiten die Zach erfahren musste, gab es aber auch viele schöne Dinge die er erleben durfte. Es entwickelte sich eine wunderbare Freundschaft die mir viel Freude bereitet hat. Es war so schön wieviel Verständnis und Vertrauen einander entgegengebracht wurde. Zachs Charakter war mir dabei immer sehr sympathisch. Ich konnte all seine Ängste und Selbstzweifel gut nachvollziehen und habe mich sehr über seine starke Entwicklung gefreut.

Zacharias Reise war auf jeden Fall sehr lehrreich und hat ihm in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet. Ich fand es total spannend ihn dabei zu begleiten. Ich habe mit ihm gelitten, gezweifelt, war stinksauer und manchmal sogar hasserfüllt. Aber ich habe mich genauso sehr über all die kleinen Erfolge gefreut und neue Hoffnung geschöpft.
Diese außergewöhnliche Reise war wahnsinnig aufregend. Auch wenn das Ganze eher ruhig erzählt wurde, so hatte ich doch immer das Gefühl ich würde gleich ein neues Geheimnis erfahren oder über eine neue Schwierigkeit stolpern die es zu bewältigen galt. Das hat die Geschichte irgendwie so besonders gemacht.

Der Schluss war nicht so ganz mein Ding und hat mich erstmal etwas unzufrieden zurückgelassen. Nachdem alles so schön ruhig erzählt wurde, ging es dann Schlag auf Schlag zu Ende. Das hat mich irgendwie überrumpelt. Letztendlich war es ein guter Abschluss, der aber für mich ein paar ausführlichere Erklärungen vertragen hätte.

Gestaltung:
Das Cover ist superschön und passt sehr gut zur Geschichte. Die Silhouette eines Mannes der allein auf einem Hügel steht und auf die Stadt hinabblickt. Über ihm ist das Questenzeichen abgebildet. Die Farbgebung verleiht dem Ganzen einen besonderes edlen und leicht magischen Touch.

Schreibstil:
Der Schreibstil hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Die Geschichte war flüssig und unterhaltsam geschrieben und ich konnte ihr größtenteils gut folgen. Allerdings muss ich gestehen, dass ich an manchen Stellen hängengeblieben bin, weil ich mir manches nicht richtig vorstellen konnte. Dabei geht es mir nicht um die Handlung an sich, sondern eher um die Hintergründe. Die Andersartigkeit der Welt wurde mir in zu kleinen unvollständigen Häppchen vermittelt. Wären zu Anfang mehr Informationen zu der Welt und zu den Hintergründen der Magischen erzählt worden, hätte ich mich besser hinein denken können. So fiel es mir manchmal schwer dem Ganzen zu folgen und ich hatte das Gefühl einige Stellen mehrmals lesen zu müssen um die Aussage richtig erfassen zu können.

Fazit:
„Prophezeiungen für Jedermann“ ist eine sehr schön andersartige Geschichte, mit einem eher untypischen Protagonisten der mit seinen Ängsten zu kämpfen hat und sich einer schweren Aufgabe stellen muss. Den Leser erwartet eine außergewöhnliche Reise mit überraschenden Wendungen und einer Grundidee die zum Nachdenken anregt. Das Buch hat einen ganz besonderen Reiz.

Bewertung vom 14.07.2019
Zeit des Mondes
Almond, David

Zeit des Mondes


weniger gut

Das Cover hat mich sofort angesprochen. Ich habe die Ausgabe von 2016, darauf sieht man die schwarze Silhouette eines Jungen der auf dem Buchtitel sitzt, über ihm fallen ein paar Federn herab. Im Hintergrund ist, auf einem leichten Farbverlauf von Grün- und Blautönen, der Mond zu sehen. Es wirkt sehr schön rätselhaft und macht neugierig auf den Inhalt.

Meine Meinung:
Ich hatte über dieses Buch nur Gutes gehört. Es sollte wunderschön und berührend sein. Doch das kann ich leider nicht bestätigen. Die Stimmung empfand ich allgemein als trübsinnig und deprimierend. Die Geschichte wurde sehr schwergängig erzählt und konnte mich nicht in ihren Bann ziehen. Obwohl mich der Klappentext so neugierig gemacht hat, habe ich während des Lesens keinerlei Spannung empfunden. Eigentlich geht es ja hauptsächlich um das merkwürdige Wesen und um die Frage was es nun eigentlich ist. Aber das verlor schnell an Bedeutung, da mir das Wesen so unsympathisch war. Skellig war so gut wie immer mürrisch, missmutig und unfreundlich.

Leider konnte ich mich mit keinem Charakter so richtig anfreunden. Michael war mir zu deprimiert und Mina zu frech und altklug. Obwohl sie oft sehr schöne Dinge sagt, die schon philosophischen Charakter haben, verlieren diese Worte ihren Wert, durch die hölzerne Erzählweise. Michaels Eltern kümmern sich zwar gut um ihre Kinder, doch zumindest der Vater ist irgendwie merkwürdig. Er motiviert seinen Sohn zum Beispiel dazu tote Vögel anzufassen. Warum?
Vieles an der Geschichte hat für mich einfach keinen Sinn ergeben. Die Gespräche waren meist ziemlich unrealistisch und die Handlungen nicht nachvollziehbar. Vielleicht fehlt mir auch einfach das Verständnis für die philosophischen Gedanken dahinter.

Ich habe mich wirklich bemüht etwas positives in der Geschichte zu entdecken aber es wollte mir einfach nicht gelingen. Der Schluss war okay, konnte mich aber nicht überzeugen. Ich hatte mir einfach sehr viel mehr erhofft.
Da das Buch im Fantasybereich eingeordnet war, hatte ich allerdings auch völlig falsche Vorstellungen davon. Das ist wirklich nicht das richtige Genre. Es ist eher ein spirituell angelegtes Jugendbuch mit philosophischen Inhalten.

Schreibstil:
Wie schon kurz zuvor erwähnt, wirkte der Schreibstil auf mich schwergängig und stockend. Es gab Seiten da fing so gut wie jeder Satz mit Ich... an. Das las sich eher wie eine Liste, hatte aber keinen wirklichen Erzählcharakter.

Fazit:
In diese Geschichte kann man einiges hineininterpretieren und sich viele Fragen stellen, daher ist sie sicher gut für den Unterricht geeignet. Eine einfach nur schöne Lektüre die Freude am Lesen weckt, war sie für mich allerdings nicht. Vielleicht sehen das andere Leser ja nicht so. Man sollte auf jeden Fall bedenken, dass es ein Jugendbuch mit philosophischen Inhalten ist und kein Fantasybuch.

Bewertung vom 11.05.2019
Die Zauberfabrik (Oliver Blue und die Schule für Seher - Buch Eins) (eBook, ePUB)
Rice, Morgan

Die Zauberfabrik (Oliver Blue und die Schule für Seher - Buch Eins) (eBook, ePUB)


weniger gut

Der elfjährige Oliver Blue wird von seiner Familie nicht geliebt. Sein Bruder tyrannisiert ihn und die Kinder in seinem Alter schikanieren ihn weil er so schlau ist. Das einzige was Oliver aufmuntern kann, sind seine kleinen Erfindungen. Er liebt die Wissenschaft und möchte unbedingt seinen Lieblingswissenschaftler Armando Illstrom treffen. Als sie in eine neue Stadt ziehen, ist er seinem Ziel so nah wie nie. Denn Armando Illstrom lebt nicht weit von seinem Wohnort entfernt. Oliver beschließt die Fabrik des Wissenschaftlers aufzusuchen.
Als er eines Tages das scheinbar verlassene Gebäude betritt, verändert sich für ihn alles.

Oliver erfährt, dass er ein Seher ist und magische Fähigkeiten hat.
Mit einer Zeitmaschine reist er in die Vergangenheit. Dort soll er eine Schule für Seher besuchen. Er findet schnell Freunde und lernt mit seinen magischen Fähigkeiten umzugehen.

Meine Meinung:
Es stecken viele schöne Ideen in der Geschichte. Die Liebe zur Wissenschaft, magische Fähigkeiten die sich bei jedem auf eine andere Art und Weise entfalten und auch das Thema Zeitreisen spielt hier eine große Rolle. Doch leider wird nichts so richtig ausführlich behandelt. So kann man sich in keines der Themen vertiefen. Das fand ich sehr schade.
Die Ideen die man schon aus anderen Büchern kennt, ergeben leider kein schlüssiges Gesamtkonzept.
Viele Geschehnisse waren vorhersehbar, andere waren absolut abwegig.

Die Charaktere blieben alle sehr blass. Oliver war mir zwar durchaus sympathisch, ich fand aber viele Gedankengänge und Verhaltensweisen nicht nachvollziehbar. Vieles hat er einfach so hingenommen ohne es zu hinterfragen, anderes hat er wiederum angezweifelt obwohl es ziemlich eindeutig war.
Die Freundschaften entwickelten sich nicht, sondern schienen aus dem Nichts zu entstehen.
Innerhalb von zwei Tagen hatte er Freunde die alles für ihn tun würden ohne ihn wirklich zu kennen. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin mehr auf die Entwicklung der Gefühle eingegangen wäre und den Beziehungen mehr Zeit zum wachsen gegeben hätte. So schien mir das alles sehr unglaubwürdig.

Der Schreibstil:
… ist mein größter Kritikpunkt.
Anfangs lies sich die Geschichte noch flüssig lesen, doch es kamen immer mehr Schreibfehler und Wortauslassungen hinzu durch die der Lesefluss extrem beeinträchtigt wurde. Auch der sehr einfach gehaltene Schreibstil war nach einer Weile nicht mehr angenehm. Die Sätze waren kurz und abgehackt. Außerdem gab es ständige Wort-Wiederholungen. An einer Stelle im Buch fangen 5 Sätze hintereinander mit Er… an. Völlig irritiert war ich aber als auf einmal nicht mehr der Protagonist Oliver sondern sein Verfolger Lucas flüchten wollte. Hier wurden versehentlich die Namen vertauscht. Sowas bringt mich als Leser total aus dem Konzept und führt dazu, dass ich nicht mehr weiterlesen mag.
Das Buch las sich wie ein Erstlingswerk ohne Lektorat. Dabei hat die Autorin schon mehr als 20 andere Bücher geschrieben.

Gestaltung:
Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut und hat mich sehr neugierig auf die Geschichte gemacht. Das Bild vermittelt eine wunderbar mysteriöse Stimmung. Es zeigt eine große Uhr mit vielen Zahnrädern, und spricht dadurch gleichzeitig das Thema Zeitreise wie auch Olivers Leidenschaft zu seinen Erfindungen an.

Fazit:
Die Geschichte ist nicht richtig ausgearbeitet, der Schreibstil wirkt unbeholfen, das Lektorat lässt zu wünschen übrig und die Charaktere bleiben blass. Ich habe mich bis zum Schluss durchgekämpft und bin total enttäuscht.

Bewertung vom 16.04.2019
Wachen! Wachen! / Scheibenwelt Bd.8
Pratchett, Terry

Wachen! Wachen! / Scheibenwelt Bd.8


ausgezeichnet

In der großen und schmutzigen Stadt Ankh-Morpork regiert der Patrizier Lord Vetinari. Um die Verbrechen in der Stadt besser unter Kontrolle zu haben, hat er Gilden wie die Diebesgilde oder die Meuchlergilde eingeführt und legalisiert. Doch nicht alle sind mit seinen Methoden einverstanden.
Die Geheimgesellschaft „Die aufgeklärten Brüder der völlig schwarzen Nacht“ ist der Meinung, mit einem König würde es der Stadt viel besser gehen. Vor allem wenn es einen König gäbe den sie lenken könnten. Nun, um einen König zu finden braucht es üblicherweise einen Drachen. Einen großen, feuerspeienden Drachen, wie man ihn nur aus Mythen kennt…

Während die Aufgeklärten Brüder versuchen einen Drachen zu beschwören, muss Karotte, ein Mann der nach seiner Statur benannt wurde, von seinen Eltern erfahren, dass er kein Zwerg sondern ein Mensch ist. Seine Zieheltern kommen zu dem Entschluss, er solle mehr Zeit bei den Menschen verbringen und schicken ihn nach Ankh-Morpork. Dort soll er ein Mitglied der Wache werden.

Karotte hält es für eine ehrenvolle Aufgabe dem Gesetz zu dienen und für Recht und Ordnung zu sorgen. Er konnte ja nicht ahnen, dass die Nachtwache in Ankh Morpork das ganz anders sieht. Denn dort geht die Wache dem Verbrechen lieber aus dem Weg und freut sich wenn sie den Tag überlebt. Ein guter Schluck Whiskey ist dabei immer hilfreich.
Als jedoch ein Drache in der Stadt auftaucht, hilft ihnen ihre bisherige Einstellung nicht weiter. Ihr Einsatz ist gefragt. Mit Unterstützung von Lady Sybil Käsedick, einer Sumpfdrachenzüchterin, versuchen sie herauszufinden was es mit dem großen Drachen auf sich hat und wie sie die Stadt von ihm befreien können.

Meine Meinung:
Die Bücher von Terry Pratchett zu lesen ist immer wieder ein wahrer Genuss. Und nur so sollte man sie übrigens auch lesen, mit Genuss. Hier fliegt man nicht schnell über die Zeilen und giert danach, dass etwas aufregendes oder dramatisches passiert. Nein, man genießt jeden einzelnen Satz und freut sich über jede charmante Formulierung, jede Raffinesse und jeden Witz.

Charaktere:
In diesem Buch lernt man die Nachtwache kennen. Und es ist ein echtes Vergnügen mitzuerleben wie sich die einzelnen Mitglieder entwickeln. Mein absoluter Liebling ist Hauptmann Samuel Mumm. Er hat so eine herrlich sarkastische Art an sich, die mich immer wieder schmunzeln lässt. Er kann in gefährlichen Situationen sehr lässig und ruhig bleiben. Das finde ich sehr faszinierend.
Karotte bringt frischen Wind in die Truppe. Er ist mir mit seiner naiven und pflichtbewussten Art total sympathisch und schafft es damit bei den Mitgliedern der Wache neuen Ehrgeiz zu wecken.
Ich fand es sehr spannend mitzuverfolgen wie aus einer völlig hoffnungslosen Wache nach und nach eine nahezu pflichtbewusste Truppe wird.

Die Charaktere der Nachtwache werden hier besonders deutlich und authentisch dargestellt. Aber man lernt auch andere Figuren wie den Patrizier oder den Bibliothekar sehr gut kennen. Und dann wäre da noch die liebenswerte und sehr herzliche Lady Sybil Käsedick, die sehr energisch ihre Meinung vertreten kann. Ihr Sonnenscheinheim für einsame Drachen ist eine wunderbare Einrichtung und ihre Hingabe zu den kleinen Wesen macht sie noch viel sympathischer.

Schreibstil:
Die Geschichte ist einfallsreich und sehr gut durchdacht. Sie schafft es den Leser mit unerwarteten Ereignissen zu überraschen. Wie schon erwähnt ist der Schreibstil von Terry Pratchett absolut genial. Man muss allerdings die richtige Einstellung dazu haben und den speziellen britischen Humor genießen können.
Zwischendurch wurde es mal etwas langatmig, was sich dann aber schnell wieder gab.

Ich habe eine recht alte Ausgabe des Buchs (von 1991) gelesen und muss leider sagen, dass diese sehr viele Schreibfehler enthält, die den Lesefluss erheblich stören. Das fand ich wirklich schade. Die neue Ausgabe ist aber sicherlich besser überarbeitet.

Bewertung vom 10.04.2019
Das Geheimnis von Arranmore / Sturmwächter Bd.1
Doyle, Catherine

Das Geheimnis von Arranmore / Sturmwächter Bd.1


sehr gut

Leicht trübsinnige aber spannend erzählte Geschichte, mit einer außergewöhnlichen Magie.

Der 11-jährige Fionn und seine Schwester Tara reisen zu der irischen Insel Arronmore um dort ihren Großvater zu besuchen. Während ihre Mutter sich nicht gut fühlt, sollen die beiden bei ihm den Sommer verbringen. Doch diese Insel hat etwas Geheimnisvolles an sich. Sie scheint irgendwie magisch zu sein.
Welche dunklen Mächte schlummern in ihr? Was genau ist ein Sturmwächter und was hat es mit all den Kerzen auf sich, mit denen man in die Vergangenheit reisen kann? Auf diese und noch viel mehr Fragen versucht Fionn eine Antwort zu finden.

Meine Meinung:
Zu Anfang war ich nicht gerade begeistert von dem Buch. Die ständigen Zickereien der Kinder gingen mir gehörig auf die Nerven. Fionn hat zu Beginn der Geschichte eine ziemlich negative Einstellung, die aber durchaus nachvollziehbar ist. Glücklicherweise bessert sich seine Laune im Laufe des Buchs. Der Junge macht eine starke Entwicklung durch und wird dadurch immer sympathischer.
Die anderen Figuren wie seine Schwester Tara und ihr Schwarm Bartley haben es mir da doch sehr viel schwerer gemacht. Vor allen Dingen die Gehässigkeit der beiden hat mich arg gestört.
Meine absolute Lieblingsfigur war Fionns Großvater Malachy Boyle. Er strahlt so eine Ruhe und Vertrautheit aus, mit der ich mich als Leser richtig wohl gefühlt habe. Die Momente mit ihm und seinem Enkel habe ich sehr genossen.
Ich fand es toll wie gut sich die beiden verstanden haben und dass sie füreinander da waren. Besonders beeindruckend fand ich wie fürsorglich Fionn sich um seinen Großvater gekümmert hat.

Die Streitereien sind glücklicherweise meist nur eine Randerscheinung. Die eigentliche Geschichte ist wirklich schön erzählt. Man erfährt Stück für Stück immer mehr über die Magie des Sturmwächters und der Insel, was überaus spannend war.
Besonders fasziniert hat mich die Magie mit der man Erinnerungen in Kerzen festhalten kann. Auch die Art und Weise wie man diese Erinnerungen abrufen und neu durchleben kann, hat mir sehr gut gefallen.

Sehr interessant fand ich, dass in diese Fantasygeschichte so ernste Themen wie Depression, Alzheimer und Verlust mit eingeflochten wurden. Allerdings sind das ganz schön viele Probleme mit denen der junge Fionn da klar kommen muss. Nicht nur er, sondern die Geschichte im allgemeinen wird dadurch recht trübsinnig. Dies ist für manch einen Leser vielleicht nicht so gut verträglich.
Ich war mir oftmals nicht sicher ob das Buch wirklich als Kinderbuch einzustufen ist. Obwohl einiges recht kindlich geschrieben war, gab es doch Stellen die für Kinder eventuell nicht so gut geeignet sind.

Der Schreibstil war wunderbar flüssig und brachte die Handlung schnell voran. Die Geschichte wurde sehr spannend und überaus stimmungsvoll erzählt. Die stürmische und leicht düstere Atmosphäre wurde sehr schön bildhaft beschrieben.

Gestaltung:
Mit der Illustration auf dem Cover wurde die düstere und geheimnisvoll Atmosphäre sehr gut eingefangen. Von Finsternis umgeben, geht Fion mit der Kerze in der Hand auf das Licht zu welches ihm Hoffnung gibt. Die schwarzen Raben unterstreichen dies sehr schön.

Fazit:
Obwohl ich zu Anfang sehr genervt war, war ich später doch auch beeindruckt von den wunderschönen Ideen die in dieser Geschichte enthalten waren. Ab der Mitte des Buchs wurde es immer interessanter und die Figuren entwickelten sich weiter. So wurde es doch noch zu einem schönen Leseerlebnis, welches mich zum Schluss sogar zum Weinen gebracht hat.

Bewertung vom 10.04.2019
Das gefälschte Siegel / Die Neraval-Sage Bd.1
Ilisch, Maja

Das gefälschte Siegel / Die Neraval-Sage Bd.1


weniger gut

Leider kann ich kaum positives über dieses Buch sagen. Das oben geschriebene ist im Grunde schon die ganze Geschichte. Viel mehr passiert auf den fast 500 Seiten nicht.
Der Prolog war wirklich gut geschrieben und versprach eine spannende Geschichte. Mir gefiel der Schreibstil so gut, dass ich erst gar nicht aufhören wollte zu lesen. Doch im Laufe der ersten Kapitel wurde die Geschichte immer langweiliger. Ich kann es leider nicht anders sagen. Ich musste mich regelrecht durch die Geschichte quälen. Und das nachdem ich anfangs so begeistert war.
Es gab hier überhaupt keinen Höhepunkt, keinen Spannungsbogen, nichts was die Geschichte irgendwie interessant gestaltet hätte. Es ging im Grunde nur um die Zwietracht der einzelnen Figuren und die leider allesamt unsympathisch waren.
Die Geschichte wird aus vier verschiedenen Perspektiven erzählt. Man liest von den Zweifeln und Ängsten der Protagonisten und erfährt wie sehr sie einander misstrauen. Und obwohl man soviel von den vier Hauptcharakteren erfährt, bleiben sie doch blass. Das finde ich sehr erstaunlich und schade.
Auch die Orte an die sie reisen sind nicht richtig greifbar. Alles wird durchaus ausführlich beschrieben aber es hat einfach keine Seele.
Was zum Schluss passiert ist ziemlich vorhersehbar und macht keineswegs neugierig auf den nächsten Teil.
Ich denke aus der Idee hätte man durchaus etwas machen können. Der Dämon in der Schriftrolle und die steinernen Wächter waren vielversprechend.

Gestaltung:
Das Cover ist ansprechend gestaltet. Man sieht die vier Protagonisten auf einer steinernen Brücke, umgeben von schlanken Türmen die in die Höhe ragen. Die Schrift ist in ein Polygon gesetzt, welches wie ein Siegel mit magischen Schriftzeichen anmutet.

Fazit:
Ein Buch mit unsympathischen Protagonisten und einer zu ereignislosen Story die mich leider nicht begeistern konnte. Sehr schade um die Idee die dahinter steckt.

12