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Benutzername: cho-ice
Danksagungen: 6 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 133 Bewertungen
Bewertung vom 02.12.2019
Theo & Friedrichsen - Honig geht immer
Thordsen, Tanja; Timmer, Marc

Theo & Friedrichsen - Honig geht immer


sehr gut

Die lustigen Geschichten um die zwei Bären-Freunde Theo und Friedrichsen (zwei echte „Nordgewächse“) haben uns sofort begeistert. Ich habe sie mit meinem 5 ½-jährigen Sohn gelesen. Er hatte genau das richtige Alter. Aber auch ältere Kinder haben sicher ihre Freude daran (wie auch die erwachsenen Vorleser). Es geht um Freundschaft, Geburtstagfeiern, Tiere, Gemütlichkeit, Zusammenhalt und vieles mehr. Tolle Themen für jedes Alter.

Leider fehlt ein Inhaltsverzeichnis (das wäre mal ein Tipp für den Nachdruck, den ich diesem Buch wirklich gönne). Enthalten sind insgesamt 8 Geschichten. Unsere Favoriten waren: „Theo und Friedrichsen und das gemeine Faulfieber“, „… und die fiesen Zungenbrecher“. Die Geschichte „… auf Monsterjagd“ können wir übrigens bedenkenlos auch zartbesaiteten Kindern empfehlen, da von Anfang an klar ist, dass das „Monster“ eine Maus ist.

Die Zeichnungen von Yayo Kawamura passten sehr gut zum Text; es waren aber – wie leider so oft bei Kinderbüchern – gefühlt zu wenig. Für jüngere Kinder ist meiner Meinung nach besser, wenn wirklich auf jeder Doppelseite mindestens (!) ein Bild zu sehen ist. Hier gab es auch öfter mal welche ganz ohne.

Was man wissen sollte: Will man die Geschichten vorlesen, muss man sich Zeit dafür nehmen. Wir haben durchschnittlich 20 Minuten für eine Geschichte gebraucht – und ich bin keine langsame Vorleserin.

Die Wintergeschichte „Theo und Friedrichsen backen Kekse“ ist die einzige, die mich als Mama nicht überzeugt hat, denn: Freunde belügen wird hier als etwas Lustiges dargestellt. Da ich andere Werte vertrete, würde ich diese Geschichte meinem Jungen nicht mehr vorlesen.

Insgesamt ist es aber ein tolles Buch und ich hoffe, dass es noch weitere Bände von Theo und Friedrichsen geben wird.

Bewertung vom 28.11.2019
Weihnachten auf Carnton
Alexander, Tamera

Weihnachten auf Carnton


ausgezeichnet

„Weihnachten auf Carnton“ ist in der Reihe „Kleine Auszeit Roman“ erschienen und dieses Buch hält absolut, was diese Serie verspricht! Die Geschichte spielt um die Weihnachtszeit und passt damit einfach perfekt in diese Jahreszeit (und als Geschenk unter den Weihnachtsbaum!).

Im Mittelpunkt der Erzählung steht die junge Alexa Prescott, die nach der Nachricht vom Tod ihres Mannes sich und ihren Sohn allein durchbringen muss. Es gelingt ihr, eine Anstellung im Herrenhaus von Carnton zu erhalten, doch diese ist nur bis Weihnachten befristet. Die Zwangsversteigerung ihres eigenen Hauses droht. Hilfe erhält sie von ungeahnter Seite, doch dann erhält sie eine Nachricht, die ihre Welt erneut ins Wanken bringt …

Ich hatte zuvor bereits „Ich gab ihm mein Wort“ von Tamera Alexander gelesen, das als ebenfalls auf der Carnton-Plantage spielt. „Weihnachten auf Carnton“ spielt jedoch etwas früher; der Bürgerkrieg hat die Familie McGavock, der das Anwesen gehört, noch nicht unmittelbar erreicht. Man braucht auch wirklich kein Vorwissen, um dieses Buch genießen zu können! Wer jedoch schon weitere Romane von Tamera Alexander gelesen hat, wird vermutlich über die ein oder andere bekannte Figur „stolpern“ und sich über das Wiedersehen freuen.

Mein Fazit: Mit diesem Roman kann man nichts falsch machen, weder als Leser noch als Verschenker. Er hat Stil, Spannung, Gefühl und Tiefgang und ist historisch sauber recherchiert. Perfekt für eine „Kleine Auszeit“ vor und nach Weihnachten.

Bewertung vom 19.11.2019
Frau Chambers
Ule, Michelle

Frau Chambers


sehr gut

Das Andachtsbuch „Mein Äußerstes für Sein Höchstes“ ist weltbekannt und berühmt. Viele Leser ziehen daraus auch heute noch Kraft und Ermutigung für den Alltag. Wer daran interessiert ist, wie es entstand, erfährt hier seine erstaunliche Geschichte. Ohne die Frau des Autors, Biddy Chambers, wäre es nie geschrieben worden, da Oswald Chambers selbst jung starb.

Ich habe mich zwischendurch etwas schwer getan mit diesem Buch. Es ist ein Stück weit herausfordernd, als moderne Frau in der heutigen Zeit eine Biografie über eine Frau zu lesen, die sich völlig dem Dienst ihres Mannes verschrieben hatte. Doch letztlich hat mich Biddy Chambers´ Leben sehr beeindruckt – besonders die Art, wie sie ihr Leben nach dem unerwarteten, frühen Tod von Oswald als alleinerziehende Mutter einer Tochter und „Verlegerin wider Willen“ meisterte.

„Frau Chambers“ ist eine anschauliche Illustration, wie das Leben vor rund 100 Jahren für die Menschen in Europa und insbesondere England zur Zeit um den Ersten Weltkrieg aussah. Die spätere Ehefrau von Oswald Chambers war kein graues Mäuschen, sondern eine selbstbewusste, eigenständige Frau, als sie den charismatischen und bereits landesweit bekannten Bibellehrer traf. Sie heiratete ihn aus Liebe und war sich bewusst, dass ihre Ehe immer seinem Dienst untergeordnet sein würde. Sie war bereit, ihre eigenen Lebensziele hintanzustellen und blühte in dieser Ehe, in der ihr Mann ihr sehr zärtlich begegnete, auf.

Eine Zeit lang war sie die Leiterin einer Bibelschule in England, in der Oswald den Großteil der Lehreinheiten übernahm. Später hörte ihr Mann Gottes Ruf nach Ägypten zu einer Militärbasis, und sie beide folgten ihm gemeinsam mit ihrer Tochter. Nach seinem Tod stellte sich Biddy ganz in Gottes Dienst und ordnete ihr Leben dem Auftrag unter, ihre Mitschriften von Oswalds Vorträgen und Predigten zu veröffentlichen und anderen Menschen zugänglich zu machen. Es ist eindrücklich, wie Gott die Talente und Fähigkeiten von Biddy nutzte, um seine Botschaft verbreiten.

Ganz ehrlich: Das Buch hat seine Längen und enthält leider auch etliche Tippfehler. Es ist nichts für besonders emanzipierte Leserinnen. Doch besonders der zweite Teil, in dem man erfährt, wie es für Biddy nach Oswalds Tod weiterging, bewegt und berührt. Ich kann es daher aufrichtig empfehlen.

Bewertung vom 20.10.2019
Du bist einmalig - Alle Geschichten von Punchinello und seinen Freunden
Lucado, Max

Du bist einmalig - Alle Geschichten von Punchinello und seinen Freunden


ausgezeichnet

Endlich! Alle Geschichten von Max Lucado über die Wemmicks, allen voran natürlich Punchinello, in einem Band – und das zu einem super Preis.

Punchinello und die anderen Wemmicks sind Holzpuppen, die von dem Holzschnitzer Eli gemacht wurden. Sie leben in unmittelbarer Nähe zu seiner Werkstatt und sind – ähnlich wie der berühmte Pinoccio – lebendig. Oft verhalten sie sich wie Kinder, vergleichen sich mit miteinander, grenzen andere aus und halten so kleinen und großen Lesern den Spiegel vor. Über allem, was sie erleben, steht jedoch (spätestens am Ende der Geschichte) das Wissen: Sie sind geliebt und vom Schöpfer bewusst einmalig gemacht.

Der Sammelband umfasst insgesamt 6 Geschichten mit jeweils einer Lesezeit von 20-25 Minuten. Man muss sich Zeit nehmen, wenn man sie seinem Kind vorliest, und sicher auch manches erklären. Für die ganz Kleinen sind sie nicht geeignet, eher für Kinder ab 5, da ein gewisses Maß an Verständnis und eine angemessene Konzentrationsfähigkeit vorausgesetzt werden.

Ich persönlich finde, dass man sie auch gut an Erwachsene verschenken kann, da sie auf wunderschöne Weise Gottes Vaterherz veranschaulichen.

Bewertung vom 13.10.2019
Weil du mich hältst
Hedlund, Jody

Weil du mich hältst


ausgezeichnet

Jody Hedlund ist auch in Deutschland keine Unbekannte mehr – dies ist bereits ihr 6. Buch, das hierzulande erscheint. Wer gern historische Liebesromane mit klarem Bezug zum christlichen Glauben liest, wird den Kauf sicher nicht bereuen.

„Weil du mich hältst“ ist der Abschluss einer dreiteiligen Serie über drei deutschstämmige Schwestern, die sich im 19. Jahrhundert in den USA ein neues Leben aufzubauen versuchen. Die Geschichte ist aber in sich abgeschlossen – ich kannte die ersten beiden Bände nicht und hatte trotzdem nicht das Gefühl, dass mir Vorwissen fehlte.

Im Zentrum der Geschichte steht Sophie, die sich mehr schlecht als recht in New York durchschlägt. Sie hat die Verantwortung für zwei kleine Waisenkinder übernommen und kümmert sich wie eine Mutter um sie. Als die Umstände in New York schwierig werden, schließt sie sich unter Vorspiegelung falscher Tatsachen einem Waisenzug an, der in den Westen fährt. Die mitreisenden Kinder sollen dort in guten Familien unterkommen. Sophie hat eigentlich gar nicht vor, bis zum Ende mitzureisen, doch es kommt anders und bald schon steht sie vor schwierigen Entscheidungen. Kann sie sich zum Wohle der beiden Kinder von ihnen trennen? Und gibt es auch für sie die Chance auf einen Neuanfang?

Die Geschichte folgt natürlich letztlich einem bekannten Muster – ich verrate sicher nicht zu viel, wenn ich schreibe, dass es ein Happy End gibt. Trotzdem ist „Weil du mich hältst“ lesenswerter, als ich zunächst dachte. Mich hat die Zerrissenheit der beiden Hauptfiguren wirklich berührt. Beide führen einen Kampf mit sich selbst, dem schlechten Bild, das sie von sich haben, und ihren Charakterschwächen. Das macht das Buch erfrischend menschlich und lebensnah. Gleichzeitig wird deutlich, dass Gott die Kraft schenkt, alte Verhaltensmuster zu durchbrechen. Auch das kam sehr authentisch und überzeugend rüber.

Jody Hedlund versteht es, spannende Geschichten zu schreiben, die das Herz berühren und im Innern nachhallen. In meinen Augen kann sie sich durchaus mit einer Autorin wie Tamera Alexander messen. Wer noch kein Buch von ihr gelesen hat, sollte zugreifen. Alle anderen brauche ich sicher nicht mehr zu überzeugen. :-)

Bewertung vom 21.09.2019
Zwischen Liebe und Hass
Morris, Gilbert

Zwischen Liebe und Hass


sehr gut

Der erste Band der Wakefield-Saga, „Das Schwert der Wahrheit“, hat mich begeistert und berührt – umso mehr habe ich mich auf diesen 2. Band gefreut. Da die Handlung in sich abgeschlossen ist und der Fokus auf einer neuen Hauptfigur liegt, kann man auch mit diesem Buch in die Serie einsteigen und benötigt keine Vorkenntnisse.

„Zwischen Liebe und Hass“ spielt in der Regierungszeit von Elisabeth I. Robin Wakefield wächst nach dem tragischen Tod seiner Eltern bei seinen Großeltern auf. Lange ist er innerlich zerrissen und hasst die Katholiken („Papisten“), weil sie seinen Vater auf dem Gewissen haben. Sehr gut wird sein innerer Konflikt dargestellt, als er Katholiken kennenlernt, die so gar nicht in sein Feindesbild passen. Später verliebt er sich sogar in eine Frau der anderen Glaubensrichtung, doch diese Liebe hat aufgrund der Umstände keine Zukunft. So lebt er seinen Kindheitstraum und geht zur See. Doch der königliche Hof hat andere Pläne für ihn und macht ihn zum Agenten Seiner Majestät. Als die spanische Armada Kurs auf England nimmt, steht Robin auf der falschen Seite und muss um sein Leben fürchten …

Dieser Roman ist eine tolle Einführung in die englische Geschichte — ich kann ihn nur jedem Anglistikstudenten empfehlen, denn so wird Geschichte lebendig (und leichter zu merken). Doch er ist vor allem gut geschrieben und besonders im letzten Drittel sehr fesselnd, sodass man ihn nicht aus der Hand legen mag. Da ein großer Teil der Geschichte am Hof der Königin spielt, ist er allerdings nicht ganz so temporeich wie der erste Teil (dafür gibt es einen Stern Abzug).

Der christliche Glaube ist ein elementarer Teil der Geschichte und damit untrennbar verwoben, gleichzeitig aber weder platt noch aufgesetzt oder „anpredigend“. Bewegend fand ich die Gotteserfahrungen in dem Buch, die sich wohltuend von manch engen Vorstellungen der heutigen Zeit abheben. (Überhaupt ist es eine interessante Frage: Wie konnte man Gott in einer Zeit erfahren, in der nur wenige eine eigene vollständige Bibel besaßen?).

Fazit: Auch dieser zweite Teil der Saga ist sehr empfehlenswert — und erhält von mir nur einen Stern Abzug, weil er sich mit dem ersten Teil messen muss. Für alle Liebhaber historischer Romane die perfekte Lektüre.

Bewertung vom 18.09.2019
Übermorgenland
Spieker, Markus

Übermorgenland


ausgezeichnet

Ich habe schon einige Bücher von Markus Spieker gelesen und kann mich noch gut erinnern, wie mich sein erstes Buch „Mehrwert“ als Studentin geflasht hat. Dieser Mann kann schreiben!, dachte ich damals. Und das denke ich immer noch, auch wenn ich mittlerweile keine Studentin mehr bin. Der langjährige ARD-Korrespondent ist unheimlich gut darin, knapp und klar die Dinge auf den Punkt zu bringen.

Umso gespannter war ich auf sein neuestes Buch, „Übermorgenland“, das quasi das Resümee seiner vier Jahre als Korrespondent für Südasien ist. Der Untertitel „Eine Weltvorhersage“ ist dabei keineswegs zu vollmundig. Markus Spieker wagt nicht weniger als eine Prognose, wo es mit Deutschland, Europa, Asien und der Welt im Allgemeinen in den nächsten 30 Jahren hingehen wird. Das ist ausgesprochen spannend zu lesen.

„Übermorgenland“ besticht darüber hinaus durch seine hochwertige Aufmachung — durch die goldenen Elemente auf dem Cover und den festen Einband mit Klappen an beiden Seiten des Buchdeckels. Schöne Haptik, ansprechend fürs Auge. Innen ist zudem ein Fototeil zu finden, das den Autor an vielen Schauplätzen im Asien und im Gespräch mit Menschen beschreibt, die im Text zu finden sind.

Das Buch ist aufgeteilt in drei Abschnitte: „Gesternland“, „Morgenland“ und „Übermorgenland“. Im ersten Teil macht der Autor eine Art Bestandsaufnahme von Deutschland und Europa, im zweiten Teil skizziert er aktuelle globale Entwicklungen und im dritten Teil geht es dann an die Vorhersagen. Alles wirkt in sich stimmig und gut durchdacht. Über manche Phänomene hatte ich schon gelesen, andere waren mir neu und haben mich verblüfft. Bei manchen hätte ich mir gewünscht, dass der Autor noch mehr in die Tiefe geht, aber es ist nicht sein Anspruch, hier alles erschöpfend zu beschreiben – daher ist die Liste mit Anmerkungen eine wahre Fundgruppe voll Literaturtipps zum Weiterlesen.

Was mich angesprochen hat: Spieker hinterfragt geschickt auch sog. große Denker wie Nietzsche, Seneca, Hawking, Harari („21 Lektionen für das 21. Jahrhundert“), indem er ihre Kernthesen auf den Prüfstand stellt und teilweise auch ihr Leben beleuchtet. Sehr interessant fand ich außerdem seine Gedanken zur zukünftigen Rolle der Kirche im letzten Kapitel.

Mein Fazit: Durch „Übermorgenland“ sollte man nicht durchjagen, um die Informationsdichte gut aufnehmen zu können. Wenn man das – trotz des bestechenden Schreibstils – schafft, ist es im besten Sinne zukunfts- und richtungsweisende Lektüre.

Bewertung vom 11.09.2019
Die Drei vom Ast - Die Hörspiel-Sammelbox, 4 MP3-CDs
zur Nieden, Eckart

Die Drei vom Ast - Die Hörspiel-Sammelbox, 4 MP3-CDs


sehr gut

Die 3 vom Ast sind ein geniales Trio aus der Feder von Eckart zur Nieden: das witzige Eichhörnchen Waldemar, die freche Elster Kleopatra und die weise Eule mit dem langen Namen (Eulalia Hedwig Sophie Gräfin von Eichenhain-Uhland). Das Eichhörnchen und die Elster entdecken in jeder Folge neues in ihrer kleinen Wald-Welt und erleben zahlreiche Abenteuer. Wenn sie nicht weiterwissen oder Hilfe brauchen, wecken sie die Eule und fragen sie um Rat – das ist das Grundprinzip der Hörspielreihe.

Die ersten Folgen der Reihe erschienen vor über 20 Jahren. Ich kann mich noch gut erinnern, wie begeistert meine (kleinen) Brüder davon waren. Heute ist es mein fünfjähriger Sohn, der tage- und wochenlang nichts anderes hören wollte und sich unglaublich über die Hörspiel-Sammelbox gefreut hat.

Die 3 vom Ast sind wahrscheinlich deshalb schon so lange erfolgreich, weil sie absolut zeitlos sind. Im Wald hat sich seit 20 Jahren nicht viel verändert und die Themen, die sie bewegen, sind für Kinder heute noch genauso aktuell wie damals. Es geht um Freundschaft, die Zeit, die Wahrheit, den Herbst, Streit und Versöhnung … und natürlich immer auch den Schöpfer, der alles gemacht hat. Außerdem sind die Dialoge von Eckart zur Nieden so genial geschrieben und voller Witz, dass man ihnen auch als Erwachsener gern zuhört.

Eine Veröffentlichung aller Folgen in einer Sammelbox war meiner Meinung nach längst überfällig. Enthalten sind 4 mp3-CDs und ein 24-seitiges Booklet, in dem alle Tracks (Lieder und Geschichten) einzeln aufgeführt sind. Auf der schön stabilen Pappbox wird damit geworben, dass „alle 92 Geschichten enthalten sind“. Das hat bei mir etwas zu Verwirrung geführt, denn wir hatten bereits mehrere CDs von den 3 vom Ast, sodass ich dachte, es wären insgesamt wesentlich mehr mp3-CDs. Allerdings enthält jede normale CD bereits 6 Geschichten, sodass es am Ende dann doch eben „nur“ 4 mp3-CDs sind. Trotzdem ist der Preis meiner Meinung nach absolut angemessen, da man insgesamt 17 (!) Folgen erhält und so im Prinzip nur 2€ pro (einfacher) CD bezahlt.

Zwei Hinweise noch zum Schluss:

1) Die Folge „Die 3 vom Ast … in Gefahr“, in der gleich zu Beginn ein Iltis vorkommt, war für unseren Jungen mit 5 Jahren (noch) zu spannend, sodass er Angst bekam und ziemlich geweint hat. Das lag vielleicht auch daran, dass er nicht wusste, was ein Iltis ist. Ich würde daher das empfohlene Alter etwas heraufsetzen auf 5-6 Jahre. Die Box ist sicher auch ein tolles Geschenk zur Einschulung!

2) Es wäre hilfreich gewesen, wenn der Titel der einzelnen Folgen zu Beginn kurz angesagt worden wäre. Die meisten kleinen Hörer können noch nicht lesen und wenn man als Eltern nicht jede Folge mithört, ist es bei der Menge an Folgen etwas schwierig, die richtige zu finden, wenn das Kind „die mit der Schlange“ hören will. Daher gibt es von mir (auch wegen der etwas irreführenden Werbung mit den 92 Geschichten) 1 Stern Abzug.

Insgesamt ist es aber eine tolle Serie, die jedes Mädchen und jeden Jungen begeistern wird!

Bewertung vom 17.08.2019
Einfach mal anklicken!?
Duwe, Chris

Einfach mal anklicken!?


ausgezeichnet

30 Minuten gegen die Sprachlosigkeit

Wie spricht man mit seinem Kind über Pornografie und andere ungesunde Formen von Sexualität? Wie bringt man ihm bei, gute Entscheidungen zu treffen, ohne dabei sein gesundes Interesse an Sexualität zu verurteilen?

„Einfach mal anklicken!?“ ist eine geniale Hilfe gegen die „Sprachlosigkeit“, die Eltern erfassen kann, wenn sie mit ihren Kindern über solch brisante Themen reden (möchten). Es hat rund 40 Seiten. Den Hauptteil bildet eine Bildergeschichte über den ca. 10-jährigen Thomas, der von den coolsten Typen seiner Klasse die Einladung bekommt, sich im Internet ein paar seltsame Filme anzuschauen. Im kurzen Vor- und längeren Nachwort finden sich weiterführende Gedanken für Eltern und Vorschläge für das Gespräch mit dem eigenen Kind.

Gut zu wissen: Die Autoren vertreten eine christliche Weltsicht und ein biblisches Verständnis von Ehe und Sexualität. Dies kommt auch in der Bildergeschichte zum Tragen. Sex wird als etwas Wunderbares innerhalb einer Ehe zwischen Mann und Frau beschrieben, und Pornografie wird als billige Imitation und Täuschung entlarvt. Außerdem wird (insbesondere im Anhang) mit den Lügen über Pornofilme aufgeräumt.

Der Verlag hat das Buch vom Sprachexperten Roland Werner ins Deutsche übertragen lassen und die Familienexpertin Regula Lehmann als Fachfrau hinzugezogen. Diese Investition hat sich gelohnt: Das Buch ist absolut auf Höhe der Zeit, ohne sich durch eine unangemessene Wortwahl etc. anzubiedern oder abzuschrecken.

Die reine Lesezeit für „Einfach mal anklicken!?“ beträgt maximal 30 Minuten. Sich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen und mit seinem Kind darüber zu sprechen, wird länger dauern, sich aber meiner Ansicht nach tausendfach auszahlen. Ich empfehle es ausdrücklich ALLEN gläubigen Eltern mit Kindern zwischen 8 und 12 Jahren, sowohl für Jungen als auch Mädchen, und unabhängig der Konfession.

Bewertung vom 13.08.2019
Die Geister, die ich rief
Rehkopf, Sabine

Die Geister, die ich rief


ausgezeichnet

Sabine Rehkopf hat wirklich ein bewegtes Leben hinter sich. Durch familiäre Erlebnisse kommt sie schon früh mit dem Übersinnlichen in Berührung und probiert im Laufe ihres Lebens alles Mögliche aus. Sie wirkt als Heilerin, beschäftigt sich mit Reiki, Tarotkarten, Pendeln, verschiedenen Meditationstechniken und weiteren esoterischen Praktiken.

Mit der Zeit bemerkte sie an sich selbst sowie Freunden und Kollegen, dass dieses Öffnen für übernatürliche Kräfte Konsequenzen hatte, die nicht eigentlich nicht erwünscht waren. Schließlich gelang ihr mit Gottes Hilfe der Ausstieg und sie distanzierte sich von ihrem früheren Leben und Wirken.
In „Die Geister, die ich rief“ erzählt sie nicht nur ihre Geschichte, sondern nutzt ihre profunden Kenntnisse und Erfahrungen mit dem Übernatürlichen, um aufzuklären und zu warnen. Dabei ist sie sehr klar und differenziert und verweist immer wieder auf Jesus Christus – den Einzigen, der echte Freiheit schenken kann.

Die gute Gliederung des Buches hilft, sich schnell zurechtzufinden. Es ist unterteilt in 7 Kapitel, von denen sich 6 jeweils einem Bereich der Esoterik widmen (u. a. Wahrsagen, Geistheilung, mentale Methoden). Das letzte Kapitel beschäftigt sich mit der „Lösung von spirituellen Bindungen“.

Die Autorin hat ein sehr wichtiges Buch geschrieben, das ich nur jedem empfehlen kann, der mehr über die Hintergründe von Yoga, Traumfängern, Pendeln, Kartenlegen, Reiki, Ayurveda und Co. erfahren möchte. Es richtet sich explizit auch an Menschen, die selbst bereits Erfahrungen mit esoterischen Praktiken gemacht haben und ist mit viel Wärme geschrieben.

Das Besondere an „Die Geister, die ich rief“ ist, dass Sabine Rehkopf selbst Teil dieser Esoterik-Szene war und so als echte Insiderin schreibt. Ich wünsche diesem Buch weite Verbreitung und bin überzeugt, dass es Leben retten kann.