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Benutzername: anfranle
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Bewertungen

Insgesamt 4 Bewertungen
Bewertung vom 26.07.2019
Ultimatum
Ditfurth, Christian von

Ultimatum


sehr gut

Dieses Buch ist einmal etwas anderes. Ich habe noch nie ein Buch von Herrn v. Ditfurth gelesen. Am Anfang habe ich mich etwas schwer getan mit der "abgekackten" Schreibweise. Nach einer Gewöhnungsphase von einigen Seiten, las sich das Buch dann aber plötzlich fast wie von selbst. Man fliegt fast über die Wörter und ist so mitten in der Geschichte drin, die dann nicht mehr nur aus den Wörter besteht, sondern direkt zu Bilder im Kopf wird. Ich habe bislang nicht gewusst, dass so kurze Sätze, die sogar teilweise ohne Verb auskommen so aussagekräftig und prägnant sein können. Auch die Kapitel sind sehr kurz und werfen den Leser innerhalb kürzester Zeit und ohne viel Umschweife von das eine Geschehen ins nächste bzw. von einem Ort der Welt an den nächsten.

Es ist schon erstaunlich, wie aktuell das Buch ist. Die Geschichte könnte - erschreckenderweise - genau in diesem Moment eine reine Tatsache sein. Das Buch führt den Leser auf unheimliche Weise vor, welche Schwächen unsere Gesellschaft hat und wie dies durch Verbrecher (oder auch hochrangige Politiker) auf die schlimmsten Weisen ausgenutzt werden könnte. Dieses unheimliche Gefühl, dass man mitten in einer Katastrophe steckt, die zum jetzigen Zeitpunkt genau so passieren könnte, ist eine Besonderheit des Buches. Das Buch mach den Leser Angst über die Verletzlichkeit der heutigen Welt. Super, dass es einen Kommissar gibt, der die Welt - auf sehr alternative und spezielle Weise - noch retten kann - zumindest teilweise. Auch nach dem guten Ende des Buches bleibt das unheimliche Gefühl, dass es noch weiter gehen kann, dass jederzeit so etwas in Wirklichkeit passieren kann. Ich gehe auch einmal ganz stark davon aus, dass Herr v. Ditfurth die Geschichte in irgendeiner Form in einem weiteren Buch fortführt. Ich würde mich jedenfalls freuen und dieses Buch auf jeden Fall lesen wollen.

Das Buch bietet spannende Unterhaltung und erweitert den Horizont im Hinblick auf Innen- und Außenpolitik, Atomkraft, Stromnetze, Schutz der Bevölkerung in einem Katastrophenfall .... und regt auch lange noch zum Nachdenken darüber an. Es hinterlässt aufgrund der Aktualität ein leichtes "Gänsehautfeeling".

Ich habe einen Stern abgezogen, da ich mich erst eingewöhnen musste und nicht sofort "in die Geschichte starten konnte" und weil einige Situationen für mich nicht ganz schlüssig waren. Der Abzug ist aber nur mein persönliches Empfinden. Das Buch ist absolut empfehlenswert.

Bewertung vom 30.05.2019
Nordlicht - Die Tote am Strand / Boisen & Nyborg Bd.1
Hinrichs, Anette

Nordlicht - Die Tote am Strand / Boisen & Nyborg Bd.1


ausgezeichnet

Wunderbar. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Das Buch überhaupt zwischendurch einmal aus der Hand zu legen, war richtig schwer. Es ist super spannend und vor allem "leseleicht" geschrieben. Die Sätze sind kurz und klar, keine abschweifenden Verschnörkelungen. Die von der Autorin geschriebenen Wörter verwandeln sich sofort zu lebendigen Bilder im Kopf. Die Geschichte ist sehr gut und bleibt wirklich bis ganz zum Schluss spannend. Als Leser war ich einmal von dieser Person als Täter überzeugt, auf der der nächsten Seite dann aber von einer anderen und auf der nächsten Seite kam gefühlt keiner als Täter in Frage. Die unerwartete Lösung kommt erst ganz am Ende in einem sehr spannenden Schlussteil. Das Buch hat mir viel Freude und Spaß am Lesen bereitet. Es hat überhaupt keine langatmigen langweiligen Stellen zwischendurch. Der Leser erhält nebenbei einige bekannte und auch unbekannte Einblicke in das Nachbarland Dänemark. Die Zusammenarbeit zwischen den Ermittlerteams aus Deutschland und Dänemark ist realistisch beschrieben. Die Figuren und auch die Handlung wirken echt. Das Buch liest sich so, als wäre der Fall wirklich genau so vorgekommen. Ich möchte der Autorin ein ganz großes Lob aussprechen und würde noch sehr gerne viel mehr von ihr lesen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 28.04.2019
Alexandra
Bell, Natasha

Alexandra


sehr gut

Ich möchte dieses Buch mit vier Sterne bewerten. Der Schreibstil war fast durchgehend sehr spannungsreich. Ich habe des Öfteren gar nicht gemerkt, wie schnell die Zeit verflog. Obwohl die Geschichte zeitlich hin und her springt, gelingt es der Autorin, den Leser zu fesseln. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass ich unbedingt mehr über die Vergangenheit der beiden Hauptpersonen wissen muss und freute mich schon, wenn das nächste Kapitel wieder zur Vergangenheit sprang. Die Geschichte in der Gegenwart wird bis zum Ende mit vielen Wendungen um gleich mehrere Ecken und irreführenden Gedanken schon sehr kurios. Das Ende beschäftigt mich auch immer noch gedanklich. Es zeigt eindeutig, dass eine komplette Selbstaufgabe der Frau für Ehe und Mutterschaft nicht gut gehen kann. Das Ende ist schon sehr erschreckend. Ich als Leser wollte - als sich so allmählich das ganze Ausmaß erahnen ließ - am liebsten in die Geschichte springen und schreien: "Das geht doch auch anders. Das muss so nicht enden." Es ist nicht gut, wenn sich eine Frau komplett für die Familie aufgibt, es ist aber bestimmt auch nicht gut, wenn sie ihre Familie aufgibt, um sich zu komplett selbst zu verwirklichen. Diese zweite Variante nimmt in diesem Buch ein unheimlich tragisches Ende, bei dem es absolut nur Verlierer gibt. Das Buch ist schon speziell und irgendwie "anders", eine Kunst so zu schreiben. Ich finde schon, dass das Buch ein Thriller ist. Es ist nur eben ein spezieller Thriller, bei dem nur "wenig" Blut vergossen wird, bei dem das Ende aber mehr als grausam und unverständlich ist.Das Buch ist durchgehend spannend, der Leser wird durch viele Undurchsichtigkeiten geführt. Er ahnt manchmal hier und da etwas, verwirft seine Gedanken wieder und zwischendurch bekommt er kleine scheinbar harmlose und nette Geschichten aus der Vergangenheit von einer perfekten kleinen Familie vorgeführt. Ich möchte eine Empfehlung für das Buch als sehr lesenswert aussprechen. Es ist erfrischend anders, neu und greift Themen auf, wie die Rolle der Frau als Ehefrau und Mutter, die ansonsten in einem Thriller eher nicht vorkommen. Nicht zu vergessen ist hier auch noch der kleine große Ausflug in die Welt der Kunstformen, die sich nicht jedem erschließen bzw. von denen ich nicht einmal wusste, dass so etwas existiert. Wie schon gesagt, das Buch an sich ist auf seine Weise eine Kunst.

Bewertung vom 28.05.2018
Agnetas Erbe / Die Frauen vom Löwenhof Bd.1
Bomann, Corina

Agnetas Erbe / Die Frauen vom Löwenhof Bd.1


gut

Das Buch ist eine ganz tolle Sommerlektüre. Ich habe lediglich nur ein "gut" vergeben, da der geschichtliche Hintergrund für meinen Geschmack zu kurz kommt und nur am Rande erwähnt wird. Die Geschichte ist jedoch einfach zu lesen und bewahrt die Spannung während des ganzen Buches. Man möchte einfach wissen, was aus dem Löwenhof wird.