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Benutzername: Rosendorn
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Danksagungen: 2 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 31 Bewertungen
Bewertung vom 27.09.2020
Die Stimme
Tremayne, S. K.

Die Stimme


ausgezeichnet

Vom Cover und der Leseprobe angelockt, wollte ich unbedingt wissen, was Jo noch so widerfahren wird. Ob Electra, ihr Home Assistants System wirklich ihr einen Streich spielen will oder sie selber in den gleichen Wahn gelangt, dem schon ihr Vater erlegen ist. Und da liegt auch sofort mein Wermutstropfen, denn ich konnte bis zum Schluss des Buches leider nicht erfahren, warum Jo's Vater dem Irrsinn erlegen war und ob es mit den Geschehnissen der Vergangenheit zu tun hatte. Aber nichts desto trotz konnte ich diesen Thriller mit einem sehr befriedigenden Gefühl zuklappen.

Wie man schon vom Klappentext erfährt, wird Jo Angst und Bange, als Electra eines Tages gezielt zu ihr mit folgenden Worten: "Ich weiß was Du getan hast" spricht. Kann das sein, dass sie von ihren eigenen intelligenten Smart Tools bespitzelt wird oder bildet sie sich das alles wirklich nur ein? Wird sie schon so schizophren wie ihr Vater Jahre zuvor?

Der Autor hat meiner Meinung nach ein extrem spannendes Werk erschaffen, in dem man selbst von Seite zu Seite stärker in das Geschehen verwickelt wird und man sich ständig selber fragen muss: Was passiert hier? Was ist wirklich, was Fiktion? Was hat Jo nur schlimmes getan? Wie kann dieser Albtraum für sie enden?

Ich fand "Die Stimme" einer der besten Thriller, die ich je gelesen habe. Spannung pur bis zum Ende. Unerwartete Wendungen, kein Abdriften des eigentlichen Genres. Oftmals musste man schon den Atem anhalten, weil man kaum glauben konnte, was man da eigentlich liest. Hier gilt tatsächlich: was drauf steht ist auch drin !

Sehr gut durchdachter Thriller mit interessanten Protagonisten, die einem in Laune halten. Einzig und allein eine offene Frage, die mich noch beschäftigt und die ich gerne geklärt hätte, bringen mich zu der Auffassung, dass ich diesem herausragenden Roman deswegen einen halben Stern abziehen sollte. So vergebe ich gerne ganze

4,5 Sterne !

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 24.09.2020
Mord in Highgate / Hawthorne ermittelt Bd.2
Horowitz, Anthony

Mord in Highgate / Hawthorne ermittelt Bd.2


ausgezeichnet

Dies war mein drittes Buch des Autors "Anthony Horowitz" und ich muss sagen, enttäuscht wurde ich bis dato noch nicht. Der ganze Roman ist wirklich geschickt aufgebaut und an keiner Stelle trostlos oder langweilig. Eher kurzweilig und man möchte einfach immer nur weiter und weiter lesen.

Hawthorne mit seiner eigenen Art und eigenwilligem Charakter muss man dennoch mögen und genau dies macht für mich einen unverwechselbaren Ermittler aus. Beide Protagonisten ergänzen sich wundervoll und wechseln sich immer mal wieder ab aufgrund der Tatsache, dass beide für die Tatermittlung enorm wichtig sind. Auch wenn es anfangs nicht immer so wichtig erscheint.

Ich mag die Denk- und Schreibweise des Autors unglaublich gerne und auch die Einmaligkeit der Herangehensweise an seine Fälle. Interessante Charaktere, ausgeklügelte Verbrechen und intensive Ermittlungsarbeit machen dieses Buch zu einem Schmankerl und deswegen hat es auch mindestens ganze


4,5 Sterne verdient !

Bewertung vom 18.08.2020
Zeiten des Sturms / Sheridan Grant Bd.3 (eBook, ePUB)
Neuhaus, Nele

Zeiten des Sturms / Sheridan Grant Bd.3 (eBook, ePUB)


gut

Ich weiß gar nicht so recht wie ich mit meiner Rezension anfangen soll. Angelockt vom vielversprechendem Cover und natürlich der Tatsache, dass Nele Neuhaus mich schon immer mit ihren hessischen Kriminalfällen begeistern konnte, wollte ich unbedingt "Zeiten des Sturms" in der Hand halten und lesen dürfen.

Der Schreibstil von ihr ist wie gewohnt ein Leckerbissen, auch der Lesefluss wird durch Highlights versetzt, aber ich muss leider zugeben, dass die Geschichte sowie die Protagonistin Sheridan mich von Seite zu Seite mehr gelangweilt haben.
Ich konnte mich einfach nicht in die Story hineinfallen lassen, ich konnte nichts mit den Fahrten durchs Land anfangen und auch nichts mit einer Person, die an Gefühlskälte kaum zu übertreffen ist. Man mag zu Anfang gar nicht erkennen, dass Sheridan sich tatsächlich so entwickeln sollte, aber für mich persönlich empfand ich dies einfach so. Schon alleine deswegen, dass ein liebevoller Mann, der alles für sie täte, nur ein Nichts für sie war. Notgedrungen, um nicht ganz eiskalt dastehen zu müssen, ihm ein Andenken da zu lassen, krönt ja schon an Sarkasmus. Ich mag vielleicht mit meiner Meinung fast alleine da zu stehen, aber ich kann ja nur meine persönlichen Empfindungen und Zweifel darlegen.

Die Geschichte plätscherte nur so vor sich hin und brachte mich dazu, das Buch mehr auf die Seite zu legen als Spaß dran zu haben, darin zu schmökern. Und das passiert mir recht selten. Auch die Nebencharaktere konnten daran nicht viel ändern und ich finde es sehr schade, dass ich kein anderes Verständnis für diesen Roman aufbringen kann.

Für mich leider ein sehr langweiliges und undurchsichtiges Buch. Trotz herausragendem Schreibstil und schönen Landschaftszeichnungen eine Enttäuschung. Daher kann ich diesem Werk auch nur

3 Sterne verleihen !

Bewertung vom 24.07.2020
Willkommen im Flanagans / Das Hotel unserer Träume Bd.1
Hellberg, Åsa

Willkommen im Flanagans / Das Hotel unserer Träume Bd.1


ausgezeichnet

Asa Hellberg hat ein für mich sehr gelungen Roman erschaffen, in dem ich mich sogar ab und an widerspiegeln konnte. Nicht nur ihr Schreibstil, der auf einem hohen Niveau besteht und dennoch leicht und sauber zu lesen ist, hat mich wohlwollend gestimmt. Die gesamte Atmosphäre des Buches, die Schauplätze, das wundervolle Treiben im Hotel Flanagans und die zart und doch so aussagekräftig gezeichneten Charaktere haben mich vollends überzeugen können.

Ich liebe Geschichten a la Dowton Abbey, in denen auch die Gefühle und Ambitionen der Angestellten nicht zu kurz kommen. Das gegenseitige Spiel zwischen enorm reich und oftmals bettelarm bringt eine sehr würzige Mischung in das gesamte Geschehen.

Linda, die Besitzerin des Flanagans und ihre Freundin Mary muss man einfach sofort ins Herz schliessen. Genauso die Bediensteten Ellinor und Emma, ohne sie wären die Geschehnisse nur halb so spannend.
Und wenn man dann auch seine eigenen Emotionen spüren kann sowie mit den Protagonisten mitfiebert, dann hat man als Autorin alles richtig gemacht.

Das Flair der Städte, hier London kommt zwar ein wenig kurz, das hätte ich mir noch gewünscht, dass jemand, der diese tolle Stadt noch nie besucht hat, auch diese sich gedanklich wunderbar vorstellen kann. Aber nun gut, für was besitzt man sonst seine Fantasie?

Auch viele der Nebendarsteller blieben im Gedächtnis hängen und wurden meiner Meinung nach sehr gut dargestellt und gezeichnet. Das Schicksal von Robert, nun gut, mittlerweile schon eher ein Hauptcharakter, konnte mich genauso berühren und fesseln wie die Schicksale anderer. Und was auch nicht fehlen darf: Hasscharaktere. Ja es gibt sie und mehr als genug. Auch das gehört zum Talent einer berufenen Schriftstellerin. Denn wenn ich keinerlei Gefühle für nichts oder niemanden aufbringen kann, dann hat man mich einfach schlichtweg getäuscht. Und das benötige ich auch, um ein Buch vollends ehren zu können.


Mir ist ein wenig wehmütig zumute, da ich nicht sofort weiterlesen kann, denn ich warte sehnsüchtig auf die Fortsetzung dieser Reihe.

Für mich ein kleines Highlight im Jahre 2020 und ein Wohlfühlbuch schlechthin.

Deswegen vergebe ich gerne verdiente

4,5 Sterne !

Bewertung vom 10.03.2020
Die Geheimnisse meiner Mutter
Burton, Jessie

Die Geheimnisse meiner Mutter


ausgezeichnet

Ich habe von "Jessie Burton" vorher noch kein Buch gelesen und auch das Cover hat mich nicht unbedingt angesprochen, dennoch habe ich mich von Anfang an, geschuldet durch die Leseprobe, für diese Geschichte interessiert.

Auf den ersten Seiten spürt man sofort die warmherzige Sprache und den Umgang der Autorin mit den liebevollen Figuren. Durch die Zeitensprünge und der Erzählart könnte man daraus schließen, dass es sich bei "Die Geheimnisse meiner Mutter" um ein typisches Klischeebuch handelt und schon zigmal zu Papier gebracht wurde.
Aber nein, keinesfalls, an keiner Stelle, in keinem Kapitel habe ich dies so empfunden. Für mich persönlich hat mir diese Geschichte gezeigt, dass es wirklich wichtig im Leben ist, sich selber zu finden. Auch auf die Gefahr hin, alles hinter sich zu lassen. Eine kluge Message verbinde ich immer mit einem hervorragenden Roman und das ist hier absolut gegeben.

Ich fand Connie, obwohl sie ein sehr schwieriger Charakter war, äußerst inspirierend und Laura alias Rose musste man ja sofort in sein Herz schließen. Nur mit Elise wurde ich nicht so richtig warm, obwohl sie ja eine der Hauptpersonen spielte.

Der Schreibstil, die warme Atmosphäre und die Dialoge konnten mich absolut begeistern. Ich habe mir aufgrund meiner Euphorie schon ein anderes Werk der Autorin bestellt und freue mich darauf.

Dennoch blieb mir ein kleiner, ganz kleiner Wermutstropfen, denn ich hätte zu gerne am Ende des Romans erfahren, was nun tatsächlich mit der Mutter von Rose geschah und ob sie noch am Leben ist. Da wird es für einen Leser sehr schwierig, dies herauszufinden, aber man kann ja spekulieren. Dennoch wird mir dieses Buch noch lange in Erinnerung bleiben und deswegen vergebe ich auch gerne

4,5 Sterne !

Bewertung vom 02.03.2020
Die Königin von Berlin
Roth, Charlotte

Die Königin von Berlin


gut

Ich war extrem gespannt auf dieses doch außergewöhnliche Buch und da ich den Schreibstil von Charlotte Roth sehr gerne mag, habe ich mich gleich in die Welt von Carola Neher fallen lassen.

An sich ist die Geschichte und ihr Werdegang, gespickt von Einblicken zu Berthold Brecht und anderen kleineren Charakteren auch höchst interessant, doch muss ich zugeben, dass ich mich sehr oft auch gelangweilt habe. Das lag daran, dass ich vom Theater an sich nicht sehr begeistert bin und die vielen Szenen in und um der früheren Stücke nicht Herr wurde. Die Konzentration ließ dann jedesmal nach und ich habe sogar schon überlegt nicht mehr weiter zu lesen. Dann kamen aber wieder Stellen, in denen Alfie Henschke (Klabund) mit eingebunden wurde und schon befand ich mich wieder im Sog des Buches.

Klabund war mir von Anfang an sehr sympathisch und mir erschien es so, als wäre er der Einzige mit Herz und Verstand. Bei seinem Schicksal kamen mir sogar sehr oft die Tränen und durch seine Sichtweise erschienen mir der sogenannte Berthold Brecht sowie leider auch Carola Neher sehr kaltherzig. Während Brecht nur seine eigenen Interessen im Kopf hatte, wurde Carola wenigstens im Laufe der Jahre ein wenig herzlicher und mitfühlender. Das hatte sie sicher Klabund zu verdanken und sein Abschied fiel mir unglaublich schwer.

Am Schreibstil der Autorin gibt es nichts zu bemängeln, einzig und allein die vielen Theaterszenen und die benutzten Begriffe, die ich vorher noch nie gehört hatte, hinterließen bei mir einen bitteren Beigeschmack. Daher kann ich auch nur

3 Sterne

vergeben !

Bewertung vom 20.02.2020
Abgefackelt / Paul Herzfeld Bd.2
Tsokos, Michael

Abgefackelt / Paul Herzfeld Bd.2


ausgezeichnet

Inhalt:

Nachdem der Pathologe Petersen bei einem Brand umgekommen ist, soll Rechtsmediziner Herzfeld für ihn die Pathologie übernehmen. Doch schon nach einigen Tagen und merkwürdigen Vorkommnissen zweifelt Herzfeld an der Tatsache, dass sein Vorgänger Selbstmord begangen haben soll. Jegliche Untersuchungsunterlagen des ehemaligen Pathologen sind nicht mehr auffindbar, seine Kollegen verstricken sich in Ungereimtheiten und niemand scheint sich für diesen Fall zu interessieren. Und ganz schnell gerät der Rechtsmediziner deswegen in den Fokus einer skrupellosen Killerin.


Meine Meinung:

Ich finde einen True Crime Thriller zu lesen verleiht noch einen zusätzlichen Kick, denn in jeder Zeile, in jedem Abschnitt kommen Fragen auf, was denn nun auch tatsächlich wahr sein könnte und was erfunden wurde. Allein diese Tatsache lässt mich immer und immer wieder zu Büchern des Autors "Michael Tsokos" greifen, denn er legt auch einen Schreibstil an den Tag, dem man sich nicht entziehen kann. Man möchte einfach nicht mehr aufhören und das Buch am Besten noch am gleichen Tag beenden.

Ich finde es auch sehr interessant nach dem Prolog den Worten des Autors noch mal folgen zu können und detailliert zu erfahren, welche Szenen genau so geschehen sind und welche er dazu gedichtet hat. Doch steckt sehr viel Wahres in diesen Büchern.

Natürlich ist das Ende nicht wirklich überraschend und eigentlich gibt es immer ein Happy End, aber dennoch sind die Seiten vorher einfach extrem spannend und sehr leicht zu lesen. Auch wenn manche Begriffe der Rechtsmedizin mir nicht bekannt waren, kann man danach ja gerne im Internet auf die Suche gehen.

Paul Herzfeld, muss ich aber zugeben, ist kein besonders im Gedächtnis verbleibender Charakter, man hat ihn schon zu Hauf in Thrillern erlebt. Wäre schön gewesen wenn man ihn von vornherein einmalig gezeichnet hätte, vielleicht mit einigen liebenswürdigen Makeln oder einer Sprache, die nicht jeder Ermittler eines x-beliebigen Romans besitzt.


Fazit:

Wer gerne True Crime Thriller mag, sollte bei "Michael Tsokos" immer zuschlagen, denn ein leichter lockerer Schreibstil, eine hohe Spannung und undurchsichtige Personen sind im jedem seiner Bücher anzutreffen. Mir hat "Abgefackelt" eine Menge Spaß beim Lesen bereitet und deswegen vergebe ich gerne ganze


4,5 Sterne !!

Bewertung vom 10.02.2020
Die Frauen von Richmond Castle
Rees, Tracy

Die Frauen von Richmond Castle


gut

Der Klappentext des Buches verspricht eine kluge, mitreißende Geschichte um Blue und einem großen Geheimnis. Angeregt dadurch habe ich mich auf diesen Roman eingelassen. Man lernt gleich zu Anfang Blue kennen,die sich gerne verlieben möchte und ihr Vater den Vorschlag wählt, ihre Verehrer könnten ja in Briefen ihre Avancen bereiten. Kurze Zeit später lernt sie Delphine kennen, die sich ihrem gewalttätigen Ehemann entzieht und nicht weiß, wo sie unterkommen könnte.

Bis dahin dachte ich noch, welch eine interessante Grundidee und der Schreibstil der Autorin ließ auf vieles hoffen. Doch von Kapitel zu Kapitel gestaltete sich der Spannungsbogen immer mehr in die falsche Richtung. Die Sprachwahl der damaligen Zeit löste sich auch immer wieder mit der modernen Literatur ab und ich hatte oftmals das Gefühl, dass versucht wurde nach Jane Austen zu klingen, aber zu wenig Kenntnis der richtigen Rhetorik besteht.

Wäre es nur dieser eine Fauxpas gewesen, hätte ich noch lieber weitergelesen aber von Seite zu Seite wurde die Story immer langweiliger und bis das angeblich so große Geheimnis gelüftet wurde musste man sich tatsächlich durch ganze 370 Seiten quälen. Und die Offenbarung dessen war natürlich auch kein Knaller. Alles schon zu Hauf da gewesen, alles schon zu oft erzählt. Da man dann auch sofort mit dem Ende rechnen kann, werden einem die langgezogenen Sichtweisen der einzelnen Charaktere schnell überdrüssig.

Die Zeichnung der mitgestalteten Personen sind auch nicht ausreichend gewesen um mir ein vollständiges Bild von ihnen machen zu können. Die führte auch dazu, dass ich keinerlei Beziehung zu einem der Charaktere aufbauen konnte.

Für mich eine einfache, schlicht gestaltete Geschichte, die man zwar lesen kann aber nicht unbedingt muss. Der erste Roman der Autorin konnte mich sehr begeistern, die Nachfolgewerke leider nicht mehr. Schade, denn ich denke manchmal, wenn man sich nur intensiv und vielleicht ein wenig mehr Zeit beim Schreiben solcher Werke nehmen würde, könnten eher Bestseller entstehen.

Da ich ab und an den Schreibstil doch wiedererkannt habe und manche Stellen lesenswert erschienen, gebe ich dem Buch doch noch

3 Sterne !

Bewertung vom 24.01.2020
Die Frauen vom Alexanderplatz
Schneefuß, Elke

Die Frauen vom Alexanderplatz


gut

Hanna, Fritzi und Vera. Drei Frauen die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch muss man jede von ihnen in sein Herz schließen. Während Hanna um ihre lesbische Liebe mit Cora kämpft, versucht Fritzi ihren lang verschollenen Verlobten Benno zu finden, um ihm von seiner Tochter zu erzählen. Vera hingegen hat nicht nur ihren Vater verloren, nein auch ihre Werkstatt, in der sie so gerne ihre Schneiderei eingerichtet hätte. Dann läuft ihr eines Tages ein Mann über den Weg, und dieser Mann nennt sich Benno.

Eigentlich dachte ich ja gerade deswegen, dass die nächsten Zeilen wohl wahnsinnig aufregend werden würden. Zumindest dass sich Hanna, Fritzi und Vera bald gegenüberstehen könnten. Aber keiner meiner Wunschgedanken ging in Erfüllung. Die Geschichte an sich dümpelt so langsam vor sich hin. Alles Geschriebene ist irgendwo schon zigfach da gewesen und absolut nichts besonderes.

Mir fehlten die gesamten Hintergrundinfos, die detaillierten Zeichnungen der einzelnen Charaktere und das gewisse Etwas. Elke Schneefuss hat natürlich einen sehr angenehmen, langsamen und netten Schreibstil und auch die Protagonisten waren liebenswürdig, aber das war es auch schon. Mir fehlte einfach das gewisse Sahnehäubchen. Im Endeffekt ist dieses Buch nur ein weiterer Frauenroman, welcher hauptsächlich in Berlin spielt und zum x-ten Male zum Happy End führt. Leider war das Ende auch relativ schnell erzählt.

Ich hätte mir mehr erwartet und mir mehr erwünscht, aber da "Die Frauen vom Alexanderplatz" mir dennoch meine Langeweile vertreiben konnten und ich mich ab und an wohlfühlte in gewissen Kapiteln, vergebe ich gerne noch

3, 5 Sterne !

Bewertung vom 10.01.2020
Diabolic - Fatales Vergehen / Wyoming Bd.2
Jackson, Lisa;Bush, Nancy;Noonan, Rosalind

Diabolic - Fatales Vergehen / Wyoming Bd.2


sehr gut

Da ich noch nie einen Thriller von Lisa Jackson gelesen habe, war ich natürlich umso neugieriger auf ihren neuesten Roman. Hochgelobt und schon immer sehr beliebt ihr Schreibstil und ihre Plots. Und ich muss sagen, dass ich schon recht begeistert von ihrer Art bin, wie sie es schafft Charaktere und Situationen so zu beschreiben, dass man sich vorkommt als wäre man mitten im Geschehen. Auch die Sprache, die sie benutzt hat die Aufgabe einem sofort in ihren Bann zu ziehen.

Die eigentliche Story und die eigentlichen Taten des Täters kamen aber dennoch viel zu kurz, diabolisch kann ich daher weder den Thriller noch das Drumherum bezeichnen. Im Grunde beschrieb sie zu sehr und zuviel um den Kern der Geschichte herum und man hatte oftmals das Gefühl als hätte sich ein reiner Erzählroman eingeschlichen. Die 3 Protagonisten kamen in verschiedenen Abschnitten sehr ausführlich zu Wort und deren Leben wurde immens unter die Lupe genommen. Dennoch kann ich an keiner Stelle des Buches von Langeweile reden, denn wie ich schon oben erwähnt habe, hält der Schreibstil von Lisa Jackson einem absolut bei der Stange. Es macht großen Spaß ihren Ausführungen zu folgen und da erst ganz zum Schluss die Aufklärung erfolgt, hat man diesen Thriller in ganz schneller Zeit verschlungen.

Jeder Protagonist wurde so gut ausgearbeitet, dass man ihn sich bildlich vorstellen konnte. Die Umgebungsbeschreibungen waren auch ganz hervorragend.

Leider hat mir ein wenig mehr Action gefehlt, ein paar mehr Gänsehaut- und Gruselmomente und dieser Thriller wäre ein klares Highlight für mich geworden. Doch das hat mir im Gesamten ein wenig aufgestoßen und deswegen kann ich nur

4 Sterne

vergeben !!