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Rosendorn
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Hainburg

Bewertungen

Insgesamt 39 Bewertungen
Bewertung vom 06.11.2022
Isengrim
Görg, Christoph

Isengrim


ausgezeichnet

Der dritte Band dieser Reihe um Nikki, der im Jahre 1193 in Krems gelandet ist, handelt von den bestialisch zugerichteten Leichen dreier Bademägde. Blondie, wie Nikki auch genannt wird, versucht sich in der Aufklärung dessen und wird am Ende sogar selbst zum Schuldigen. Ob es ihm gelingt den Mörder zu fassen und wie er dabei vorgeht erinnert ein wenig an Sherlock Holmes und seine Fälle.

Das Cover hat mich sehr angesprochen und der Titel des Buches ließ mich einfach nicht mehr los. Ich liebe es in die Vergangenheit zu reisen und dort Orte und Leute zu treffen, die man in der Gegenwart schon fast vergessen hat. Dieser Roman hat wirklich dazu beigetragen, dass ich mir vorkam als befände ich mich selber im Hochmittelalter. Gerne hätte ich mal Mäuschen gespielt und dort für einige Zeit gelebt. Aber wenn man wunderbare Autoren kennt, die einem dabei helfen in diese Zeit reisen zu können, ist dies schon mal ein toller Ansatz. Will sagen: Christoph Görg konnte mir eindrucksvoll schildern wie es im Jahre 1193 wohl tatsächlich ausgesehen hat und wie die Menschen sich damals benahmen und lebten. Das kann er wirklich ausgezeichnet gut.

Ich habe das Buch nur so verschlungen, weil es extrem spannend ablief und der Schreibstil enorm dazu beitrug. Man wollte einfach nur wissen, ob und wie Nikki es schafft, den Mörder der Bademägde zu finden und zu überführen. Und dabei war keine einzige Stelle im Buch, welche mich langweilen konnte.

Doch muss ich ein wenig Kritik direkt an den Verlag senden. Denn ich habe noch nie ein Buch mit so vielen Rechtschreibfehlern gelesen wie dieses. Als Lektor/in hätte man darauf mehr achten müssen. Zudem sind einige Seiten auch tatsächlich verschwommen gedruckt. Dies tat manchmal meinen Augen weh. Und dafür ist der hohe Preis eher nicht gerechtfertigt. Aber nun gut, daran kann man jetzt nichts mehr ändern.

Fazit:

Ein wahrhaft meisterliches Werk eines tollen Autors, welches einem in die Vergangenheit zurückkatapultiert. Mit einer Prise Humor und der außergewöhnlichen Ermittlungsarbeit des eigentlich nicht allzu fähigen Protagonisten ein amüsanter Roman, der seinesgleichen sucht. Ich hatte viel Spaß beim Lesen und mit den Charakteren, die rundherum perfekt gezeichnet waren und würde es nur jedem ans Herz legen wollen, der gerne Kriminalromane liest, die nicht allzu alltäglich sind. Außer den schon erwähnten Fehlern des Verlages, die mich davon abhalten volle Punktzahl zu vergeben. Deswegen erhält "Isengrim" von mir ganze

4,5 Sterne !

Bewertung vom 30.10.2022
Das letzte Versprechen
Lind, Hera

Das letzte Versprechen


ausgezeichnet

"Das letzte Versprechen" beschreibt die unglaublich leidensvolle Geschichte der Anni Eckardt, die im Jahre 1944 von bewaffneten Partisanen in ein jugoslawisches Kinderheim verschleppt wird. Aus den Armen ihrer Mutter entrissen, die in einem Bergwerk schuften soll, versprechen die Großeltern Anni nie im Stich zu lassen und dies gelingt ihnen auch. Jahre der Folter und des Hungerns liegen vor der gesamten Familie.

Diese Lebensgeschichte beruht auf wahren Ereignissen und wurde von Hera Lind sehr eindrucksvoll geschildert.

Meine Meinung:

Wahre Ereignisse, vor allen Dingen, wenn sie um den zweiten Weltkrieg spielen, interessieren mich schon von jeher. Das berührende Cover, auf dem eine Mutter mit ihrer Tochter abgebildet ist, hat mich besonders angesprochen. Der Inhalt tat dann sein übriges. Und da ich schon viele Roman von der Autorin gelesen habe und sie mich immer begeistern konnten, wollte ich unbedingt dieses Buch besitzen und der Erzählung folgen.

Selten passiert es mir, dass ich solche grauenhaften Szenen vor Augen hatte, wie sie beschrieben wurden. Ich musste sehr oft vor Schreck schlucken und hätte man liebsten der kleinen Anni zur Seite gestanden. So unendlich berührend fand ich die Aussagen, die Gedichte und den Leidensweg des wunderbaren Mädchens.

Besonders schön empfand ich es, dass man das gesamte Bild der Anni Eckardt zu Gesicht bekam. Nicht im Krieg, nicht im Leid, nicht bei schlechten Zeiten endete die Erzählung, sondern im Frieden, im Einklang und im hohen Alter der Tagebuchschreiberin. Ich nehme an, dass Frau Lind auch viele Worte und Passagen direkt von ihr übernahm, denn der eigentliche Schreibstil, den ich jedenfalls gewohnt bin, suchte ich vergebens. Das macht aber gar nichts, denn auch wenn der Schreibstil eher an ein noch unreifes Mädchen erinnert, konnte er mich in seinen Bann ziehen. Mit viel Spannung und fassungslosem Kopfschütteln wollte ich einfach nur wissen, wie die Geschichte endet und vor allen Dingen, dass sie hoffnungsvoll endet.

Wenn man solche Sätze hört oder liest: " Aus allen Richtungen brachten die serbischen Partisanen hilflose, zerlumpte deutsche Menschen, deren einzige Schuld es war im Banat gelebt zu haben, in dieses Vernichtungslager..." und einem nicht die Tränen in den Augen stehen, dann kann ich das auch nicht mehr verstehen. Mir jedenfalls ist dies sehr oft passiert und nach Zuschlagen dieses Romans denke ich immer noch oft an Anni und ihre schrecklichen Erlebnisse. Dieses Buch lässt einem so schnell nicht mehr los und ich bin froh, dass ich es lesen durfte.

Mein Fazit:

Ein berührender, sehr schockierender Tatsachenbericht über ein junges Mädchen, dass sich nichts hat zu schulden kommen lassen. Wir begleiten sie auf ihrem Weg bis ins hohe Alter und sollten glücklich darüber sein, ein solches Schicksal nicht erlebt zu haben. Man sollte nicht die Augen verschließen vor der Vergangenheit, sondern versuchen die Gegenwart und die Zukunft besser zu gestalten, damit ein solch abscheuliches Verbrechen gegen die Menschheit niemals wieder passieren wird. Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen. Mich hat es in jeder Hinsicht bereichert und deswegen vergebe ich auch gerne ganze

4,5 Sterne !!

Bewertung vom 16.10.2022
Ein Kind namens Hoffnung
Sand, Marie

Ein Kind namens Hoffnung


gut

Sara und Hanns Sternberg werden von den Nazis verschleppt. Ihre Köchin Elly gibt dessen Sohn Leon als den ihren aus um ihn zu retten und mit ihm zu flüchten. Ob beide die Sternbergs je wiedersehen oder erfahren werden, was mit ihnen geschieht?

Von dem berührenden Cover angezogen habe ich mich auf diese Geschichte eingelassen. Ich lese viel über diese Zeit und habe schon einige wirklich richtig bewegende Bücher gefunden. Bei "Ein Kind namens Hoffnung" hatte ich die Vermutung, dass es mich nicht ganz so mitreissen würde und ich hatte recht. Denn zum einen ist der Schreibstil der Autorin ein wenig irreführend und vor allen Dingen die Sprache die sie hier benutzt, ist schon arg gewöhnungsbedürftig. Zum anderen zeichnet sie keinen Charakter auch nur so detailliert, dass man sich mit ihm richtig anfreunden kann. Was ich sehr schade finde, denn davon lebt ein Buch, eine Geschichte. Ich kann doch keine Empathie für jemanden empfinden, den ich nicht richtig kennenlernen darf.

Leon kommt viel zu kurz, bis auf die Tatsache, dass er immer nur am jammern ist. Während die eigene Tochter von Elly, Mathilda genannt überhaupt nicht präsent ist. Erst im Epilog ein klein wenig Erwähnung ihrerseits. Ja es geht wohl hauptsächlich um Elly, aber auch diese Person wurde nicht warmherzig genug beschrieben, ich empfand sie sogar eher als primitiv und die Menschen ausnutzend. Für mich ist sie damit leider keine wahrhafte Heldin geworden.

Fazit:

Eine wirklich berührende Geschichte entstand mit diesem Werk meiner Meinung nach absolut nicht. Die Sprünge im Zeitgeschehen waren zu abrupt und oftmals gar nicht zusammenhängend. Dazu die Sprache und der schnelle und manchmal komplizierte Schreibstil haben mir so gar nicht gefallen. Dennoch habe ich diesen Roman an manchen Stellen interessant gefunden und nur deswegen hab ich ihn auch beendet. Für mich nicht unbedingt ein Buch, welches man gelesen haben muss. Aber wer möchte, der kann das gerne tun. Als reine Zeitverschwendung würde ich es nicht bezeichnen und deswegen vergebe ich auch gerne gute

3 Sterne !

Bewertung vom 16.10.2022
Ein dunkler Ort / Felix Bruch Bd.1
Goldammer, Frank

Ein dunkler Ort / Felix Bruch Bd.1


sehr gut

Ein kleines Mädchen verschwindet und allem Anschein nach erleidet sie wohl das gleiche Schicksal wie Linda, die einige Wochen zuvor für knapp 14 Tage verschwand und sehr verstört und unerwartet wieder zu Hause auftauchte.
Kommissarin Schauer und Bruch bearbeiten gemeinsam diesen mysteriösen Fall und nicht nur das, die beiden Ermittler finden überhaupt keinen gemeinsamen Nenner und kommen nicht wirklich zusammen. Das erschwert nicht nur die Suche nach dem Mädchen sondern auch die Beziehung zwischen den beiden.

Man, ich muss schon sagen, was ist dieser Bruch nur für ein Typ? Unfassbar still aber doch voller Geheimnisse, eigentlich sogar ein bisschen verrückt. Ich anstelle der Kommissarin würde total ausflippen mit solch einem Partner an meiner Seite. Aber genau das macht diese Figur so spannend. Man möchte einfach nur erfahren, warum Bruch so geworden ist, warum er sich so ungewöhnlich verhält.

Das Interessante an Kriminalromanen ist ja auch immer das Zusammenspiel der Ermittler und nicht nur die eigentlich Story und der Plot, um den es hauptsächlich gehen sollte. Ich finde oftmals die Protagonisten, die einen Fall klären sollen, interessanter und freue mich umso mehr wenn diese auch absolut authentisch und nicht alltäglich daherkommen.

Durch das Cover und den Autor, der mich mit seinem ersten Roman schon begeistern konnte, bin ich auf die neue Reihe aufmerksam geworden. Doch ich muss sagen, dass mir die vorherige Serie etwas besser gefallen hat, da sie auch in der Vergangenheit spielte und dies mir persönlich rein vom Input her mehr an Erfahrung gibt. Aber nichts desto trotz hat Frank Goldammer auch hier eine ungewöhnliche Reihe geschaffen, die es wert ist, auch weiterhin zu verfolgen.

Der Fall an sich war einfach gestrickt, nichts spektakuläres und auch der Schreibstil ist einfach gehalten, aber dennoch faszinierend und spannend bis zum Ende. Obwohl ich sagen muss, dass für meinen Geschmack das Ende einfach nicht rund genug war und ich mir ein besseres gewünscht hätte.

Fazit:

Ein solider Kriminalroman mit einem absolut außergewöhnlichen und teilweise verrückten Ermittler, der das ganze Szenario extrem spannend und unterhaltsam gestaltet. Alleine deswegen schon absolut lesenswert und da mich dieser Roman in mancher Hinsicht total fesseln konnte, vergebe ich doch gerne gute

4 Sterne !

Bewertung vom 16.10.2022
Die Nachricht des Mörders / Fräulein vom Amt Bd.1
Blum, Charlotte

Die Nachricht des Mörders / Fräulein vom Amt Bd.1


gut

Ein wunderschönes Cover, eine kurze interessante Leseprobe und die Aussicht auf ein fantastisches kriminalistisches Abenteuer haben mich zu diesem Buch geführt. Alma, eine Telefonistin hört eines Tages in einem Mitschnitt wie ein Unbekannter am anderen Ende der Leitung etwas verstörendes von sich gibt. Es klingt als hätte dieser eine Leiche beseitigt und als kurz darauf tatsächlich eine tote Frau gefunden wurde, möchte Alma gerne das Verbrechen aufklären.

Klingt ja alles ganz spannend und die Einführung in die Geschichte ist auch nicht ganz uninteressant geschrieben, aber der ganze Plot, die ganzen Erzählungen und die wirklich absolut ungeeigneten Handlungen plätschern und plätschern dahin. Ich dachte nun gut, halte noch ein wenig durch, aber ich bin nun fast bei Seite 200 und habe absolut keine Lust mehr in diesem Buch zu lesen.

Die Charaktere sind so schwach gezeichnet, haben keine Persönlichkeit und reden oft auch nur um den heißen Brei herum. Der Schreibstil ist nichtssagend, absolut nichts ungewöhnliches und manchmal sogar übertrieben farb- und glanzlos.

Ich weiß nicht was man sich bei diesem Titel und diesem Werk gedacht haben muss. Entweder ich versuche einen spannenden Kriminalroman oder aber einen schlichten Erzählroman, aber dann bitte doch mit mehr Tiefe, aufrüttelnden Dialogen, einem starken Plot und Charaktere, mit denen man sich identifizieren kann. Schade um meine vertane Zeit, es warten noch soviele schöne Worte und Bücher auf einen!

Fazit:

Für mich ein charakterloses Werk ohne interessante Handlungen und langweilige Charakter, sowie Szenen. An sich nichts wirklich spannendes im Repertoire, deswegen kann ich dieses Buch auch eigentlich gar nicht empfehlen und vergebe nur angesichts des tollen Covers

2,5 Sterne !!

Bewertung vom 10.10.2022
Élises Geheimnis
Druart, Ruth

Élises Geheimnis


ausgezeichnet

Inhalt:

1963 in der schönen Bretagne:

Als die junge achtzehnjährige Joséphine nach ihrer Geburtsurkunde sucht, entdeckt sie in einem großen alten Koffer ihrer Mutter erschütterndes. Jahrelang umhüllte sie ein Geheimnis um die Identität ihres leiblichen Vaters. Um die Wahrheit zu entdecken flüchtet sie zu ihrer Tante und erfährt nach und nach die unglaubliche Geschichte von Élise, ihrer geliebten Mutter.



Meine Meinung:

Ich möchte zum einen erstmal auf das wunderschöne Cover eingehen. Es umfängt einen mit Strahlen in den Augen, schürt romantische Gefühle und vor allen die Personen, die dort abgebildet sind spiegeln die Charaktere in diesem wundervollen Buch exakt wider. Man hat sofort das Gefühl, dass sich in diesen Seiten emotionale Szenen abspielen werden.

Und so kam es dann auch.

Ich finde man wird in "Élises Geheimnis" in eine Spirale von Freude. Leid und Trauer hineinkatapultiert. Und die Schreibweise der Autorin trägt grundsätzlich und massiv dazu bei. Wunderbare Zitate krönen das Ganze tatsächlich noch.

Die Charaktere werden absolut detailliert gezeichnet und man gewöhnt sich recht schnell an sie. Die Emotionalität, die sie bei sich tragen überträgt sich spielend leicht auf den Leser. Man schlägt die Hand an die Stirn, man lacht mit, man weint mit. Man leidet und schluchzt.

Ebenso spürt man, dass diese Geschichte auf Erinnerungen, Erzählungen beruhen, denn so kenne ich auch teilweise vieles aus Gedankengängen meiner Verwandten. Man kann sich eigentlich gar nicht vorstellen wie furchtbar diese Zeit und wie grausam es für die Menschen im zweiten Weltkrieg doch war.

Die Autorin schildert eindrucksvoll wie es sich gewisse Szenen abspielenab und lässt den Leser tief in ihr eigenes Empfinden eindringen. Schön, dass es auch mal wieder mal Zeitsprünge zwischen den Jahren 1944 und 1963 zu entdecken gab. Das Hier und Jetzt und die Vergangenheit zählen immer zu einem für mich anspruchsvollen Roman, der mir zeigt, dass es sich lohnt nochmal in diese Zeitspannen zu reisen und sei es nur per Buch.

Besonders haben es mir Sebastian und Élise angetan. Was ihnen widerfahren ist, sollte niemals mehr passieren. Ich litt richtig mit und konnte kaum einen klaren Gedanken fassen. Das typische Ende eines Liebesromans wird man hier zwar nicht finden, aber dennoch eine wunderbar erzählte, zutiefst eingehende Geschichte und deren Ausgang. Ich habe es extrem gerne gelesen und würde mir wünschen noch mehr auf solche Ereignis basierenden Erzählungen zu stoßen.


Fazit:

Eine sehr anrührendes und bewegendes Werk einer Autorin, die es versteht ihren Leser hautnah mitten ins Geschehen zu schicken. Die Wortwahl ist geistreich, weise und absolut nach zu empfinden. Alle Charaktere haben ihren Charme und sind detailliert gezeichnet. Wer gerne emotionale Geschichten genießt sollte hier zugreifen. Ich wollte gar nicht mehr, dass dieses Buch endet und vergebe deswegen sehr gerne und sehr gute

4,5 Sterne !!

Bewertung vom 10.10.2022
Unsterblich sind nur die anderen
Buchholz, Simone

Unsterblich sind nur die anderen


weniger gut

Durch das mystische Cover, welches mir wirklich nicht nur gut gefällt sondern mich sogar in seinen Bann gezogen hatte, bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden. Auch der Inhalt hat mich mehr als interessiert, denn in diesem Roman geht es um 3 Männer, die spurlos nach einer Fährenfahrt verschwinden. Um nach ihnen zu suchen machen sich ihre Freundinnen bald auf den Weg und nehmen genau diesselbe Nordatlantikfähre um das Rätsel aufklären zu können. Doch sie wissen nicht, dass sie wahrscheinlich nie wieder an Land gehen könnten und das merkwürdiges geschieht.

Hört sich das nicht irre spannend an? Da muss man doch einfach zugreifen und sich in diese Geschichte hineinlesen. Aber wer tatsächlich einen Kriminalroman oder ähnliches erwartet, wird ganz schön arg enttäuscht sein. Und ja auch ich bin sehr enttäuscht. Was ist das nur für eine komische Zusammenstellung irgendwelcher Ereignisse und wie ist der Schreibstil angehaucht? Ich muss sagen, es sollte ja um Liebe und Freundschaft gehen, aber das erste, was mir einfällt, wenn ich an die Lesezeit zurückdenke, sind Charaktere, die auf fast jeder Seite sich Zigaretten genehmigen. Eine merkwürdige Entwicklung der Geschichte kommt noch hinzu und Passagen, die ich gar nicht verstanden oder mich gefragt habe, was das jetzt eigentlich zu bedeuten hat.

Diese Erzählung konnte mich weder überzeugen noch grandios unterhalten. Ehrlich gesagt habe ich nur weiter gelesen, da ich wissen wollte wie so eine absolut hanebüchene Story wohl enden könnte. Auch das Ende ging an mir vorbei. So komme ich fast zu dem Schluss, dass ich wohl mit Aufschlagen des Buches meine Zeit vergeudet habe.

Zudem wäre "Unsterblich sind nur die anderen" eher im Fantasy Genre zu suchen und aufgehoben.

Fazit:

Für mich persönlich ein Werk, welches nicht wert ist zu lesen. Die Charaktere konnten mir kein angenehmes Gefühl vermitteln, sie waren schwach gezeichnet und Emotionen blieben fern. Zudem hat die Geschichte die wohl eigentliche Message in meinen Augen nicht rüberbringen können und für die wenigen Leseseiten zudem ein stolzer Preis. Ich kann mit gutem Gewissen dieses Buch nicht weiter empfehlen und vergebe auch deswegen nur ganze

2 Sterne !!

Bewertung vom 12.09.2022
SCHNEE
Sigurdardóttir, Yrsa

SCHNEE


gut

Was treibt eine junge Gruppe an mitten im tiefsten Schnee in den Hochlanden von Island eine Tour zu planen? Warum waren sie nicht in geschützten Gebieten und was hat es mit diesen absolut mysteriösen Geschehnissen auf einer Radarstation ganz in der Nähe auf sich?

Zum einen muss ich leider anmerken, dass ich sehr schlecht in die Geschichte hineingefunden habe. Zuviel Charaktere auf einmal, zuviel unzusammenhängende Ereignisse erschwerten mir den Einstieg. Dann aber endlich hielt ich den Faden in meinen Händen und konnte sogar ab und an die Spannung spüren, die uns die Autorin vermitteln wollte. Dies hielt auch dann bis ganz zum Schluss. Ich wollte einfach wissen, wie das Ganze endet, wer oder was für den Tod der jungen Gruppe verantwortlich war oder was ihnen eigentlich wirklich zugestoßen war.

Aber Leute, ehrlich? Ich war ja so enttäuscht vom Ende und meine Fragen, die sich die ganze Zeit ins Hirn brannten wurden leider auch nicht erklärt. Ich hätte mir eine ganz andere Lösung erhofft und vor allen Dingen ein wenig mehr Authenzität. Im Endeffekt nicht mal ein wirklicher Thriller, eher ein Gruselroman, der bei mir aber nicht zu wirken schien.

Der Schreibstil ist schon eines Autors würdig und man kommt gut durch die Seiten, das bestreite ich gar nicht. Auch die Idee und der Plot ließen kaum Wünsche übrig, aber die Aufklärung schien mir einfach nur hanebüchen und so getarnt, als wolle die Schreiberin nur schnell zum Ende kommen. Zwischendrin langatmige Passagen, die man auch hätte weglassen können und kaum Zeit sich mit den Charakteren anzufreunden. Das ist auch so eine Sache: Lernt man die Protagonisten nicht wirklich kennen, kann man auch keine Empathie empfinden. Jedenfalls denke ich so und deswegen komme ich mir vor, als hätte ich etwas Zeit verschwendet mit einem Roman, von dem ich mir soviel mehr erhofft habe. Da ich zwischenzeitlich aber schon sehr unterhalten wurde und die Spannung schön die Stange hielt, vergebe ich auch noch gerne ganze und gute

3 Sterne !!

Bewertung vom 27.09.2020
Die Stimme
Tremayne, S. K.

Die Stimme


ausgezeichnet

Vom Cover und der Leseprobe angelockt, wollte ich unbedingt wissen, was Jo noch so widerfahren wird. Ob Electra, ihr Home Assistants System wirklich ihr einen Streich spielen will oder sie selber in den gleichen Wahn gelangt, dem schon ihr Vater erlegen ist. Und da liegt auch sofort mein Wermutstropfen, denn ich konnte bis zum Schluss des Buches leider nicht erfahren, warum Jo's Vater dem Irrsinn erlegen war und ob es mit den Geschehnissen der Vergangenheit zu tun hatte. Aber nichts desto trotz konnte ich diesen Thriller mit einem sehr befriedigenden Gefühl zuklappen.

Wie man schon vom Klappentext erfährt, wird Jo Angst und Bange, als Electra eines Tages gezielt zu ihr mit folgenden Worten: "Ich weiß was Du getan hast" spricht. Kann das sein, dass sie von ihren eigenen intelligenten Smart Tools bespitzelt wird oder bildet sie sich das alles wirklich nur ein? Wird sie schon so schizophren wie ihr Vater Jahre zuvor?

Der Autor hat meiner Meinung nach ein extrem spannendes Werk erschaffen, in dem man selbst von Seite zu Seite stärker in das Geschehen verwickelt wird und man sich ständig selber fragen muss: Was passiert hier? Was ist wirklich, was Fiktion? Was hat Jo nur schlimmes getan? Wie kann dieser Albtraum für sie enden?

Ich fand "Die Stimme" einer der besten Thriller, die ich je gelesen habe. Spannung pur bis zum Ende. Unerwartete Wendungen, kein Abdriften des eigentlichen Genres. Oftmals musste man schon den Atem anhalten, weil man kaum glauben konnte, was man da eigentlich liest. Hier gilt tatsächlich: was drauf steht ist auch drin !

Sehr gut durchdachter Thriller mit interessanten Protagonisten, die einem in Laune halten. Einzig und allein eine offene Frage, die mich noch beschäftigt und die ich gerne geklärt hätte, bringen mich zu der Auffassung, dass ich diesem herausragenden Roman deswegen einen halben Stern abziehen sollte. So vergebe ich gerne ganze

4,5 Sterne !

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 24.09.2020
Mord in Highgate / Hawthorne ermittelt Bd.2
Horowitz, Anthony

Mord in Highgate / Hawthorne ermittelt Bd.2


ausgezeichnet

Dies war mein drittes Buch des Autors "Anthony Horowitz" und ich muss sagen, enttäuscht wurde ich bis dato noch nicht. Der ganze Roman ist wirklich geschickt aufgebaut und an keiner Stelle trostlos oder langweilig. Eher kurzweilig und man möchte einfach immer nur weiter und weiter lesen.

Hawthorne mit seiner eigenen Art und eigenwilligem Charakter muss man dennoch mögen und genau dies macht für mich einen unverwechselbaren Ermittler aus. Beide Protagonisten ergänzen sich wundervoll und wechseln sich immer mal wieder ab aufgrund der Tatsache, dass beide für die Tatermittlung enorm wichtig sind. Auch wenn es anfangs nicht immer so wichtig erscheint.

Ich mag die Denk- und Schreibweise des Autors unglaublich gerne und auch die Einmaligkeit der Herangehensweise an seine Fälle. Interessante Charaktere, ausgeklügelte Verbrechen und intensive Ermittlungsarbeit machen dieses Buch zu einem Schmankerl und deswegen hat es auch mindestens ganze


4,5 Sterne verdient !