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Benutzername: Rosendorn
Wohnort: Hainburg
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Danksagungen: 1 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 20 Bewertungen
12
Bewertung vom 05.07.2019
Die Frau aus Oslo
Dahl, Kjell Ola

Die Frau aus Oslo


gut

nhalt:

Im Jahre 1942 in Oslo lernt die junge Jüdin Ester den Widerstandskämpfer Gerhard kennen. Er wird des Mordes an seiner Frau verdächtigt und noch Jahrzehnte später beschäftigt Ester sich mit der Frage, ob er tatsächlich den Mord begangen hat. Denn plötzlich war er verschwunden und taucht erst Jahre später in ihrem Leben wieder auf.
Ester musste ebenfalls fliehen und ihre Eltern zurücklassen, die deportiert wurden. Auch dies macht der jungen Widerstandskämpferin zu schaffen und sie versucht die Schuldigen zu finden, die dies ihrer Familie angetan haben.


Meine Meinung:

Gleich zu Beginn wird man sofort in die Story hineingeworfen und man hat das Gefühl, ein wenig überfordert zu werden. Alleine die Tatsache, dass viele Gegenden wie Straßennamen, Gebäude für einen Nicht Schweden schwierig sind im Gedächtnis verankert zu werden.
Hinzu kommen dann noch die über etliche Seiten hinweg detailliert beschriebenen langweiligen Handlungen, die nicht Storyrelavant sind. Ich muss nicht wissen, wie man oder was man sich anzieht, wieviele Straßen man überquert oder wie man eine Stubenfliege mit einer Klatsche erledigt. Dadurch zieht sich meiner Meinung nach enorm die Handlung, die auch deswegen an Spannung verliert. Hinzu kommen dann Konzentrationslücken, die durch die vielen und schnellen Zeitsprünge ebenfalls entstehen.

Zur Verdeutlichung hier mal ein Beispiel:

"Sie fährt den Kirkeveien hinauf, kommt am Eisentor des Vigelandparks vorbei. Sie bleibt vor der roten Ampel an der Kreuzung mit der Middelthuns gate stehen, schaut in den Spiegel. Jetzt müsste sie normalerweise geradeaus fahren, zum Makrellbekken und der Njardhalle ....."


Im Grunde ist diese Geschichte schnell erzählt und nur am Anfang empfand ich sie eigentlich recht ungewöhnlich und interessant. Aber dieses Gefühl verschwindet rasch und die Lust am Weiterlesen wird getrübt. Schade, denn ich denke, hier wurde großes Potenzial verschenkt, obwohl der Schreibstil der Autorin leicht und locker durch die Seiten glitt.

Ich konnte mich auch mit keinem der Protagonisten besonders anfreunden und die Empathie blieb leider aus. Woran das genau gelegen haben könnte, kann ich gar nicht mal richtig erklären. Vielleicht einfach die Tatsache, dass gerade alle Personen im Gegensatz zu den anderen Dingen, nie wirklich beschrieben wurden. Ich konnte keinerlei Bezug zu ihnen aufnehmen und die Emotionen, die sie hätten empfinden müssen, wurden auch nur lapidar ausgedrückt oder waren gar nicht vorhanden. Oftmals empfand ich die Dialoge recht kalt, schwach und zusammenhanglos.

Bis zum Ende haben sich für mich keinesfalls alle offenen Fragen beantworten lassen und deswegen ist für mich weder die Aufklärung noch die Sichtweise einiger Protagonisten schlüssig. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, mit welchem Gefühl ich zurückgelassen werde. Auf jeden Fall mit Unverständnis und Unglaubwürdigkeit der dargestellten Geschehnisse.


Fazit:

Für mich einer der wenigen schlechteren Schweden Krimis. Viel zu viel lag der Fokus auf Nichtigkeiten und die eigentliche Story litt stark darunter. Auch die Schreibweise der Autorin konnte hierüber nicht hinwegtrösten. Schwach ausgereifte Geschichte, kaum klar gezeichnete Charaktere und eine mir nicht ganz schlüssige Auflösung des Ganzen vermiesten mir den Lesespaß. Daher kann ich keine klare Empfehlung aussprechen und vergebe auch nur gerade so

3 Sterne !!

Bewertung vom 31.07.2018
Der Schatten
Raabe, Melanie

Der Schatten


ausgezeichnet

Von rosendorn

Ich habe schon viel von Melanie Raabe gehört und dass ihre Thriller etwas ganz besonderes sein sollen. Nun ja, man glaubt ja erstmal nicht, dass eine deutsche Autorin besser schreiben könnte wie ein schwedischer Autor, dennoch muss ich sagen, dass ich sehr überrascht bin. Vor allen Dingen von dem sehr leichten Schreibstil, der aber ganz und gar nicht spannungslos scheint sondern mysteriös wirkt.

Natürlich gibt es wie in jedem Roman ein paar Ungereimtheiten oder Stellen, mit denen man sich nicht identifizieren kann. Oft auch stelle ich mir Fragen, die nicht beantwortet werden, aber das ist hier gar nicht unbedingt ein negativer Aspekt. Einzig und alleine der Plot ist es schon wert in das Werk hinein zu lesen, obwohl man auch hier mit wenig Action rechnen muss. Aber ich mag es sachte und deicht und ich bin nicht enttäuscht worden.

Mir haben vor allen Dingen die vielen Zwischenfälle unglaublich gut gefallen, in denen man sich immer wieder erwischt selbst mit zu rätseln wer denn nun unbedingt möchte, dass ein Mord geschieht oder was es mit diesem Arthur Grimm auf sich haben könnte.

Ich jedenfalls habe sehr viel Spaß am diesem Thriller haben dürfen und ich werde mit Sicherheit noch viel mehr von dieser außergewöhnlichen Autorin lesen, und das in naher Zukunft.

Bewertung vom 04.07.2018
Hoffnung und Schicksal / Die Charité Bd.1
Schweikert, Ulrike

Hoffnung und Schicksal / Die Charité Bd.1


ausgezeichnet

Inhalt:



Als Elisabeth im Jahre 1831 ihren Dienst im berühmten Krankenhaus "Charité" in Berlin antritt, lernt sie kurz darauf Alexander kennen. Doch schon bald muss sie sich wieder von ihm verabschieden und ihre Liebe zu ihm lässt sie in eine Schwesternschaft flüchten. Als Diakonisse hegt und pflegt sie liebevoll ihre Patienten und auch ihre Freundinnen Martha und Katharina.



Durch Dr. Dieffenbach, erfolgreicher Arzt und Chirurg an der Charité lernt sie viel über Medizin und wird durch ihre Beliebtheit bei den Patienten sehr geschätzt.



Während Dr. Dieffenbach zärtliche Gefühle für eine Gräfin verspürt, weiß Elisabeth nicht wohin mit ihren Gefühlen, als nach endlosen Jahren ihr Alexander wieder in ihre Arme flüchtet.



Im wohl bekanntesten Krankenhaus Deutschlands erleben wir Hoffnung, Liebe, Sorgen, schreckliche und wundervolle Schicksale.





Meine Meinung:



Sehr interessante Geschichten schüren sich in diesem Roman. Vor allen Dingen, wenn man bedenkt, dass viele der Figuren nicht erfunden sind und man sie hocherfreut kennen lernen darf. Ich finde es bewundernswert wie unglaublich schnell sich die Medizin von Jahr zu Jahr entwickeln konnte. Schauderhaft lesen zu müssen, dass man im 19.Jahrhundert meist noch bei Bewusstsein operiert wurde. Oder an vielen kleinen Wunden schon rasch sterben konnte. Auch wenn ich gerne diese Zeit erlebt hätte, solche Schilderungen halten mich dann doch davon ab.



Elisabeth war mir eine große Stütze im Fortgang der Geschichte. Sie hat mich sehr berühren können und ich fand sie von Anfang an sehr sympathisch. Auch zu Dr. Dieffenbach kann man sich hingezogen fühlen. Obwohl ich gestehen muss, dass ich nicht glauben kann, dass er nicht der Versuchung erlag seine platonische Liebe zu verführen. Ihn gab es übrigens, nach Recherchen der Autorin, wirklich und er starb mit nur fünfundfünzig Jahren viel zu früh.



Der Schreibstil von Ulrike Schweikert ist angenehm, locker, leicht und einfach zu genießen. Ich konnte wirklich in die Welt der Charité eintauchen ohne meine Umwelt wahr zu nehmen und dies bezeichne ich als große Erzählkunst. Mein Lob dafür!



Obwohl das Gesamtpaket noch ein paar richtig gute Szenen hätte bieten können, war es mir ein richtiges Vergnügen in diesen Roman hinein zu schnuppern und ich werde ihn sicher nicht so schnell vergessen.





Fazit:



Ulrike Schweikert schafft es mit ihrer angenehmen Erzählart einen tollen historischen Roman zu erschaffen, in dem Figuren zum Leben erweckt werden die schon lange kein Thema mehr sind. Aber es gab sie und ebenso dieses Buch, welches ich jedem, der gerne in der Vergangenheit Einzug hält, empfehlen möchte. Ich selber habe dieses Abenteuer sehr genossen und vergebe gerne



4,5 Sterne !

Bewertung vom 08.01.2018
Das Erbe der Rosenthals
Correa, Armando Lucas

Das Erbe der Rosenthals


ausgezeichnet

Inhalt:



1939:

Hannah ist gerade mal elf Jahre alt als sie mit ihrer Familie aus Berlin fliehen muss. Als Juden verpönt und als unrein betitelt machen sich die Rosenthals auf den Weg in eine hoffentlich neue Heimat. Auf dem Weg nach Kuba wird die Familie jedoch auseinander gerissen, denn nur wenige Menschen dürfen das Schiff St. Louis verlassen.



2014:

Anna ist auch erst elf Jahre alt als sie beginnt nach den Wurzeln ihres verstorbenen Vaters zu suchen. Erste Hinweise und einige Fotos erhält sie von ihrer Großtante, die auf Kuba lebt. Mit ihrer Mutter möchte sie dort hinreisen und der Geschichte ihres Vaters näher kommen.



Was verbindet die beiden Mädchen? Und welche Geschichte wird Anna wohl erzählt bekommen?




Meine Meinung:



Es ist oftmals nicht leicht in Worte zu fassen welche Gefühle einem beim Schreiben übermannen. Doch eines kann ich klar und deutlich sagen: Dieser Roman hat mich im tiefsten Punkt meines Herzens berühren können. Die Tränen, die ich zum Ende vergoß werden so schnell nicht trocknen und dies nicht nur, weil es die St. Louis mit ihren Passagieren wirklich gab, sondern weil der Autor mich selber hat mitreisen lassen. Seine eindrucksvolle, emotionale, anrührende Erzählweise gespickt mit tiefer Traurigkeit der einzelnen Seiten können einem nur schlecht loslassen. Ein Talent, wie es selten der Fall ist wird einem hier geboten.



Wenn man das Leben von Hannah verfolgt, stellt man sich wohl öfter selbst die Frage: Hat sich mein Leben bisher gelohnt oder lebe ich auch nur so dahin? Die traurige Erkenntnis dessen kann einem leicht in Bestürzung bringen. Ich persönlich hatte bei fast allen Erzählsträngen, in denen es um Hannah ging, viel Mitleid mit ihr und ihrem Leben. Ich hätte sie gerne selber in die Arme genommen und ihr Trost gespendet. Schicksalsschläge dieser Art möchte man wirklich niemanden wünschen. Einsam und allein in einer fremden Welt aufwachsen zu müssen; dort wo man sich nie heimisch fühlt, nein das kann einem schon zermürben.



Anna hat es wesentlich besser getroffen, auch wenn sie schmerzlich ihren geliebten Vater vermisst, den sie aber noch nie zu Gesicht bekam. Ein tolles Mädchen, dass man gerne ins Herz schließen und an die Hand nehmen möchte.



Zu Tränen gerührt haben mich die Momente, als sich beide endlich begegnet sind und wahrlich zum Schluss, als Hannah endlich das Kästchen öffnen konnte, welches sie von Leo erhielt. Leo, ihrer Liebe in jungen Jahren, ihrer Liebe, die sie nie wieder zu Gesicht bekam und schlussendlich doch wieder mit ihm vereint sein wird.



Besonders beeindruckt hat mich zudem, dass der Autor eine Intelligenz aufweist, wie es selten der Fall zu sein scheint. Auch wenn öfter mal einige Erzählungen nicht interessant genug erschienen, hatte ich den Eindruck dass in in jeder ihrer eine Weisheit versteckt sei.

Und dies obwohl ein paar Fragen, die ich mir stellte, doch leider unbeantwortet geblieben sind. Aber dies sind Nebensächlichkeiten und haben für mich keinen negativen Einfluss.





Eine Aussage, die mich so schnell nicht mehr loslässt:



"Ist der Mensch ein Fehlgriff Gottes? Oder Gott nur ein Fehlgriff des Menschen?"



Ich glaube da bedarf es keinerlei weiteren Worte mehr.





Fazit:



Ein wunderbar berührender Roman, der ebenso auf Fakten beruht. Mit der Geschichte um Hannah und Anna und vielen interessanten Erzählphasen macht der Autor dieses Buch zu etwas ganz Besonderem. Wer gerne emotionale, leicht erzählte und doch überragende Romane liest, sollte unbedingt zu "Das Erbe der Rosenthals" greifen. Für mich in jedem Fall ein Highlight und daher auch verdiente



4,5 Sterne !!

Bewertung vom 20.11.2017
Der gefährlichste Ort der Welt
Johnson, Lindsey Lee

Der gefährlichste Ort der Welt


gut

Inhalt:


Mill Valley, ein Ort, so unscheinbar und doch voller Leben. Voller Jugendliche mit Träumen, Sehnsüchten, Sorgen und Alltagsproblemen.

5 Jahre nachdem sich Tristan von der Golden Gate Bridge gestürzt hat, weil er die Schmach nicht mehr ertragen konnte, die ihm zuteil wurde, als er Callista einen Liebesbrief zukommen ließ und diese ihn einfach zur Belustigung anderer zur Schau stellte; wird ihr selber erst bewusst, dass jede einzelne Person nicht nur ein Individuum darstellt sondern niemand davor geschützt ist, sich selbst oder andere in Gefahr zu bringen.

Was bedeutet Mill Valley für jeden einzelnen dieser Personen? Ist dieser Ort etwa indirekt mit den Schicksalen seiner Einwohner verbunden?


Meine Meinung:


Als ich dieses Buch zugeklappt habe, gingen mir nur zwei Gedanken durch den Kopf: Welch sinnloses Verschwenden eines noch so jungen Lebens und welche Macht bestimmt darüber eigentlich, wer leben darf, soll, will und wer nicht?
Viele der Namen, viele der Charaktere in diesem Buch, welchen ein paar Zeilen gewidmet wurden, hat man gleich wieder vergessen. Und weswegen? Weil ihr Leben oder ihr Schicksal unbedeutend wirken, weil sie zu langweilig sind um fesseln zu können?
Nur Tristan, der seinem Leben ein Ende bereitet hat und Callista, die sich die Schuld daran gibt, blieben mir im Gedächtnis.

Und da komme ich auch zu meiner eigentlichen Frage: Welchem Sinn kommt man auf die Spur, wenn man dieses Buch zur Hand nimmt? Bis auf die Tatsache, dass es immer Jugendliche gab und geben wird, die im Leben nicht zurecht kommen oder sich ausgeschlossen fühlen oder eben auf der Beliebtheitsskala ganz oben stehen, konnte ich dem Ganzen nicht mehr abgewinnen.

Dieser Roman liest sich wie eine Aufzeichnung einiger Schüler und beinhaltet leider viel zu wenig von der wohl eigentlich beabsichtigten These, dass in jungen Jahren schon dein Schicksal bestimmt werden kann. Vielleicht hätte man die Thematik und die Schwerpunkte besser auf nur 3, 4 Personen beschränkt und sicher wären dann diese Zeilen von wesentlicherer Bedeutung geworden.


Fazit:


Alles in allem kann ich mich zwar nicht über den Schreibstil beschweren, denn dieser hat mich recht gut unterhalten können, dennoch muss ich in Zukunft solche Geschichten nicht mehr aufwärmen. Der Roman an sich fand ich schon fast verschwenderisch und hat mich keineswegs von dessen Existenz überzeugen können. Aber vielleicht sehe ich dies auch ganz anders wie andere Leser und vielleicht interpretiere ich "Der gefährlichste Ort der Welt" auch in eine nicht ganz so ernst gemeinte Richtung.

Da es in diesem Genre weitaus bessere Werke konstruiert und nieder geschrieben wurden und ich keinen großartigen Sinn in Diesem sehe, vergebe ich auch nur


3 Sterne !!

Bewertung vom 20.11.2017
Die Lichter von Paris
Brown, Eleanor

Die Lichter von Paris


weniger gut

Von rosendorn
Die ersten Seiten dieses Romans konnten mich dazu verleiten weiter in die Welt der beiden Protagonistinnen einzutauchen. Ich habe mich so sehr darauf gefreut eine Welt zu erkunden, die denen anderer Schriftsteller dieses Genres ähneln. Aber schnell wurde mir klar, dass "Die Lichter von Paris" keinesfalls meinen Ansprüchen gerecht werden würden.

Zum einen passiert in diesem Buch rein gar nichts, man möchte viel unterbringen aber eigentlich mehr gewollt als wirklich vollbracht.
Und zum anderen, sehr wichtigen Punkt: Die Schreibweise der Autorin wird mit der Zeit immer schwerfälliger und langweilte mich zum Schluss sehr. Die Wärme der Personen, die Handlungen, die Perspektiven, nichts konnte mich dazu animieren dieser Geschichte zu folgen.

Ich habe mich noch nie so lange mit einem Buch beschäftigt und doch oder gerade deswegen kam mir die gelesene Zeit schon fast wie Zeitverschwendung vor.

Fazit:

Leider konnte "Die Lichter von Paris" mich nicht begeistern, mir nicht mein Herz erwärmen und meine geliehene Zeit auch nicht verschönern. Für mich ein 0815-Roman, der langweiliger von Seite zu Seite dahin triefte. Sehr schade, denn ich hätte gerne einen Knüller erwartet.

Ich vergebe deswegen nur

2 Sterne !

Bewertung vom 20.11.2017
The Ending - Du wirst dich fürchten. Und du wirst nicht wissen, warum
Reid, Iain

The Ending - Du wirst dich fürchten. Und du wirst nicht wissen, warum


gut

Inhalt:

Jake fährt mit seiner Freundin durch die winterliche Weite Kanadas. Während seine Freundin sich mit den Gedanken trägt Schluss zu machen, werden die Gespräche zwischen den Beiden immer unheimlicher.
Warum hält Jake´s Freundin ihren Stalker geheim und warum gibt er selber nur ab und zu etwas von sich preis?

Ohne ersichtlichen Grund steuert das junge Paar in eine Katastrophe hinein.


Meine Meinung:

Ich weiß gar nicht wie ich das Gelesene in Worte fassen soll. Am Anfang des Buches kam für mich wenigstens noch enorm viel Spannung auf, obwohl ich stellenweise überflogen habe, da mich die Themen der Gespräche zwischen Jake und seiner Freundin (!) nicht wirklich interessiert haben. Das nur mal am Rande.

Im Endeffekt besticht dieser Roman damit, dass man einfach neugierig dem Ende zublickt. Wer ist der Stalker von Jake´s Freundin? Was ist mit Jake überhaupt nicht in Ordnung? Warum reagieren seine Eltern so komisch bei ihrem Besuch? Wie wird diese Geschichte enden? Man möchte einfach nur wissen, was der Autor mit diesem Buch bezweckt und ob es tatsächlich so grandios endet wie beschrieben.

Ich muss ganz ehrlich und bedauerlicherweise zugeben, dass ich schon ziemlich schnell meine Vermutungen bestätigen konnte und das Ende speziell für mich ein ziemliches Durcheinander war. Nicht nur, dass ich keinerlei Sinn in dieser Geschichte entdecken konnte noch kann ich nach Zuschlagen des Buches behaupten, ich hätte etwas außergewöhnliches gelesen.

Ja die Schreibweise des Autors kann einem fesseln und man möchte auch gerne mehr von ihm lesen, aber dann diesmal vielleicht doch eine besser ausgereifte spannungsgeladene Story. Vergleiche mit den großen Schriftstellern halte ich ebenfalls für absolut übertrieben.


Fazit:

Sehr spezielles Thema, sehr spezielle Art diese Geschichte zu erzählen. Aber für mich zu vorhersehbar, zu undurchsichtig und nicht ernsthaft genug. In diesem Genre habe ich schon viel viel mehr und weitaus bessere Romane lesen dürfen. Aber da der Schreibstil dennoch hervorstechen konnte, vergebe ich gerne noch


3 Sterne !!

Bewertung vom 22.03.2017
Rache und Rosenblüte / Tausend und eine Nacht Bd.2
Ahdieh, Renée

Rache und Rosenblüte / Tausend und eine Nacht Bd.2


gut

Inhalt:

Der zweite Teil um Sharzad und Chalid. Endlich haben sie sich gefunden und obwohl ihre Gefühle füreinander unzerbrochen sind, lauern immer noch Gefahren und auch der Fluch, der Chalid auferlegt wurde. Kann er ihn lösen? Können die beiden endlich in Frieden leben und ihre große Liebe genießen?


Meine Meinung:

Nachdem ich den ersten Band wirklich verschlungen habe und er mir unglaublich gut gefallen hat, bin ich doch vom zweiten Band ein wenig enttäuscht zurückgelassen worden. Natürlich ist Sharzad in ihrer Person gewachsen, ihre Entwicklung fand ich grandios und auch Chalid konnte endlich mal Herz zeigen. Die anderen Protagonisten, insbesondere Irsa und Rahim haben mich auch sehr oft unterhalten, aber irgendwie fand ich den Erzählstil gewagter und undurchsichtiger wie im ersten Teil.

Zudem hat sich die gesamte Geschichte wieder in eine Richtung entwickelt, die ich schon so oft vor Augen hatte. Ich dachte zum Schluss doch tatsächlich, dass sich hier ein ganz anderes Ende ergeben könnte, aber nein, dem war nicht so. Sondern in jedem Roman, in fast jedem Fantasyroman überleben immer die Hauptcharaktere, sie sind fast unzerstörbar. Und sollten sie tatsächlich sterben, nun ja, dann gibt es eben Magie oder Zaubersprüche. Ganz ehrlich, das ist eine Übertreibung dessen, welche ich nicht gerne lesen möchte. Natürlich mag ich keine offenen Enden oder unbedingt traurige Geschichten, aber ich möchte auch mal so richtig überrascht werden. Muss jede Fantasystory immer gleich ablaufen?

Zum anderen haben mich die vielen fremdartigen Begriffe und auch die vielen Namen gestört. Dadurch kam ich ziemlich durcheinander und auch der Lesefluss wurde extrem gestört. Einen spannenden Schreibstil kann ich auch nicht unbedingt verbuchen und somit hat mich leider der gesamte Roman größtenteils enttäuscht.


Fazit:

Kein überraschendes Ende, kein überragender Schreibstil und dennoch für Liebhaber des Genres und all diejenigen, die den ersten Band geliebt haben, wohl ein unverzichtbarer zweiter Teil. Obwohl tatsächlich mit Fantasy-Elementen gespart wurde, konnte man schon das Feeling dessen spüren. Aber da mich so einiges an der Art, der Schreibweise und auch an der Geschichte selbst gestört hat, ist meine Unzufriedenheit über das Ende doch zu spüren und somit kann ich auch nur


3 Sterne !

vergeben ...

Bewertung vom 26.01.2017
Minus 18 Grad / Fabian Risk Bd.3
Ahnhem, Stefan

Minus 18 Grad / Fabian Risk Bd.3


sehr gut

Inhalt:

Ein mysteriöser Todesfall stellt Fabian Risk vor eine fast schon unlösbare Aufgabe, denn an der schwedischen Westküste wird ein Auto aus dem Hafenbecken gezogen. Wie erst angenommen, dass der Fahrer des Wagens ertrunken wäre, scheint nicht zu stimmen. Laut Obduktion ist er schon zu lange tot und doch will ihn jemand noch vor kurzer Zeit gesehen haben. Wie ist das möglich? Kann Fabian Risk den Fall lösen, obwohl er so absurd erscheint?


Meine Meinung:

Dies ist der zweite Teil des Autors Stefan Ahnhem über den Ermittler Fabian Risk. Den ersten Teil fand ich überragend, während der nun hier vor mir liegende zweite Fall mich nicht zu 100 Prozent überzeugen konnte.
Aber das liegt nicht daran, dass der Fall nicht spannend aufgebaut war oder die Charaktere nicht wunderbar und detailliert beschrieben wurden, sondern daran, dass ich mich selten bei einem Kriminalroman so hoch konzentrieren musste, sodass ich kaum abschalten konnte.

Die Kapitel wechseln so häufig zwischen einzelnen Protagonisten und mehreren Ermittlungen hin und her, wobei es mir recht schwer fiel dem Ganzen zu folgen. Wenn ich dann mal in einem Kapitel sehr intensiv versunken war, kam schon wieder das Nächste dazwischen und wieder ließ die Konzentration ein wenig nach. Schade, denn gerade wenn mehrere Charaktere ein Buch füllen und sie wirklich so ausschmückend betrachtet werden, finde ich das immer sehr zugunsten der Lektüre und des Lesens. Es gibt nicht faderes wie Personen, die blass wirken oder die man sich nicht bildlich vorstellen kann. Das hat der Autor mit viel Detail und Liebe mir aber dennoch vermitteln können.

Im Großen und Ganzen war es für mich eine Reise in absurde Sichtweisen, in unglaubliche Verwicklungen und gelungenen Darstellungen des Bösen. Trotz der kleinen Schwächen ist für mich Stefan Ahnhem einer der besten Autoren auf diesem Gebiet.


Fazit:

Auch der zweite Fall von Fabian Risk und seinem Team konnte mich wieder im Schreibstil, Idee und Darstellung begeistern. Hohe Konzentration ist allerdings gefragt und die vielen Kapitelwechsel können einem im Lesefluss stören. Aber da die beiden parallel laufenden Fälle enorm mit Spannung bespickt waren und man bis zum Schluss ständig wechselnde Lösungen im Kopf hatte, die sich dann mal wieder als falsch herausstellten, ist für mich "Minus 18 Grad" ein hervorragender, eiskalt erzählter Kriminalroman für jedermann. Alle, die dieses Genre lieben, kann ich ihn nur wärmstens ans Herz legen. Für mich hat er ganze

4 Sterne

verdient !

Bewertung vom 10.10.2016
Die silberne Königin
Seck, Katharina

Die silberne Königin


sehr gut

Inhalt:

Emma lebt in einer beschaulichen Stadt namens Silberglanz, in der es nur Schnee zu geben scheint. Doch die Anmut dessen ist trügerisch und als sie zum ersten Mal in die Chocolaterie von Madame Weltfremd erscheint, muss sie bald feststellen, dass nichts so ist wie es scheint.
Das Märchen der Silberkönigin, die sie dort zu hören bekommt, löst seltsame Gedanken in ihr aus. Ziemlich schnell wird ihr klar, dass sie die Wahrheit über den kaltherzigen König, der über ihr Land herrscht, herausfinden möchte. Und dabei sieht sie auch ihrer eigenen Geschichte ins Auge.


Meine Meinung:

Katharina Seck hat es geschafft mich an die Hand zu nehmen und ihrem Märchen zu lauschen. Ein berührend und zauberhafter Schreibstil ließ mich sofort in eine Welt abtauchen, in dessen Umgebung sogar ich das kühle Eis spüren konnte. Leider umgab das gesamte Werk eine trübe und düstere Stimmung, womit ich nicht immer klar kam. Doch gedenke ich zu wissen, welche Message hinter dem Ganzen steckt und tatsächlich ließ mich dies öfteren manche Worte und Sätze nachdenklich stimmend zurück.
In jedem Fall ein Märchen, dass einem einen Weg ebnen kann, den man vorher nicht kannte. Ein einziges Wort kann tatsächlich das Leben eines Menschen verändern. Solche und viele weitere kleine Botschaften befinden sich zwischen den Zeilen.

Natürlich gibt es auch hier wieder das typische "und wenn sie nicht gestorben sind, dann ..." , hatte ich selber ja schon zu Anfang an vermutet und war für mich deswegen auch nicht überraschend. Dennoch war für mich "Die silberne Königin" ein zartes, bezauberndes, anmutiges Märchen, welches sogar noch nachhallt.


Fazit:

Katharina Seck hat mit "Die silberne Königin" ein düsteres, aber dennoch zartes Märchen geschaffen, dass nicht nur einige Anekdoten enthält, sondern auch mit der zauberhaften Handschrift der Autorin zum Nachdenken anregt. Da diese Geschichte und ihre Atmosphäre für mich sehr ungewöhnlich war und ich sie jedem Fantasy-/Märchen-Fan empfehlen kann, vergebe ich sehr gerne gute

4 Sterne !

12