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Benutzername: BuchimBlick
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Bewertungen

Insgesamt 13 Bewertungen
12
Bewertung vom 30.08.2019
Inselküsse (eBook, ePUB)
Kühne, Evelyn

Inselküsse (eBook, ePUB)


gut

Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht, so konnte ich gut in die Geschichte eintauchen und dem Geschehen mit Bildern im Kopf folgen. Die Charaktere sind gut gezeichnet, auch wenn mir Marie für ihr Alter zu naiv und teils unterwürfig rüberkommt.
Einer Mutter mit drei Kindern und einem Leben, in dem sie eigentlich mit beiden Beinen fest steht traue ich dann doch mehr zu. Natürlich ist mir bewusst dass nicht jeder Mensch gleich ist aber so wie das Leben Marie schon durchgeschüttelt hat hätte sie einen etwas größeren Panzer schon vertragen können. Ihre Kinder allerdings erinnern mich (leider) sehr an meine.

Die Umstände des Umzugs und Dinge aus Maries Alltag kommen ein wenig zu gewollt rüber. Vor allem ein Detail über ihr Liebesleben kam so plötzlich, niemals hätte ich dem Charakter das auf den Leib gezeichnet. So eben auch das Gefühl dass man Marie aus Berlin rauskriegen muss. Jaja klar ist das Sinn und Zweck, aber muss man es als Leser offensichtlich spüren?

Jetzt noch ein, für mich, großer Wermutstropfen: Ich habe mich unheimlich auf Rügen gefreut. Ich durfte es schon durch Bilder und Erzählungen von Freunden und Familie genießen, aber der Roman hat mich dort nicht abgeholt.

Gerade bei Landschaftsbeschreibungen kann man es niemals allen recht machen, die einen wollen mehr, die anderen weniger. Ich bin der Vertreter für das Mittelmaß aber ich brauche Umgebungen, die mich seufzen lassen, Beschreibungen bei denen ich mich fühle, als wäre ich gerade selbst da. Und für ihre große Liebe wurden die sehr flach abgehandelt und das hat mich am meisten "enttäuscht".

Aber das Buch ist nicht schlecht! Marie macht eine riesige Wandlung durch, kriegt den sogenannten Arsch in der Hose und baut sich ein neues Leben auf, weit weg von ihrem alten. Aber das lässt sich nie ganz abschütteln und als ihr Ex auftauchte war ich von ihrer Reaktion begeistert. Eine Szene hätte ich noch etwas dramatischer gestaltet aber es passte zu ihr. Die Kinder entwickeln sich durch das ganze Buch und Ruth, die alte Frau die mir sehr ans Herz gewachsen war wird zum Fels in der Brandung. Aber auch sie findet einen Ruhepol und so hat am Ende nahezu jeder seinen Deckel gefunden egal in welcher Weise ;)
Wer einen leichten Roman mit einer Portion Urlaubsfeeling sucht findet ihn hier ganz sicher.

Bewertung vom 22.08.2019
Gott wohnt im Wedding
Scheer, Regina

Gott wohnt im Wedding


gut

Als ich das Buch in Händen hielt war ich schon zwiegespalten. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte gab es genau einen Gedanken: "Kann genial sein oder in die Hose gehen." Es hat weder das Eine noch das Andere geschafft.

Das Buch ist keine leichte Kost, das wurde mir früh klar. Was mir auch früh klar wurde war dass man es nicht pausieren kann. Kaum habe ich es mal für zwei Tage aus der Hand gelegt war ich aus der Geschichte raus.
Es gibt so viele Personen in dieser Geschichte dass ich es nicht geschafft habe mir mehr als drei gut zu merken, manche musste ich immer wieder nachschlagen und andere behielt ich grob im Gedächtnis. Zu jeder Person gibt es eine eigene Geschichte. Mal kleinere wie die von Nira und Amir, eine Liebesgeschichte, oder mal große, tiefgehende wie die von Leo, dem Juden dessen Leben geprägt war von Flucht, Verrat, Verstecken, Freiheit, Erinnerung, Kummer und Groll. Es fiel mir wirklich sehr schwer jedem zu folgen und vor allem mich in sie hineinzuversetzen, mit ihnen zu fühlen.
Dazwischen die Stimme des Hauses. Die Idee allerdings muss ich sagen gefiel mir ausgesprochen gut und dieses leblose "Ding" schaffte es sogar mir einige Emotionen zu transportieren. Wer könnte auch besser von den Leben der Menschen erzählen als der, der sie jede Minute in seinem Dasein miterlebt?

Aber am Ende wollte die Geschichte vermutlich einfach zuviel. Zuviel Geschichte ausgraben, zu viele erfundene Menschen verbinden. Natürlich ließ mich das Leben der Personen nicht kalt. Ich bin die Generation "Kriegsenkel". Ich habe von meinen Großeltern viele Geschichten über den Krieg gehört, aber auch die beleuchten natürlich nicht jede Seite. Es ist wichtig sich zu erinnern und ich glaube diese Geschichte hat das Potenzial zum nachdenken zu bewegen. Leider wird das, wie schon erwähnt, überschattet von einem Overload im Kopf. Irgendwann schwebt man nur noch über die Zeilen und verliert noch mehr den Tiefgang. Ein Rattenschwanz.

Den Schreibstil an sich mag ich ganz gerne und ich glaube, bei einer anderen Geschichte, kann die Autorin mich durchweg begeistern. ich bin gespannt was sie noch zu Papier bringen wird.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 25.04.2019
Schönheit regiert / The Belles Bd.1
Clayton, Dhonielle

Schönheit regiert / The Belles Bd.1


weniger gut

Wollen wir wieder mit dem Cover anfangen?
Es hat ein tolles Feature, das ich euch aber nicht verraten will. Aber das Cover für sich ist insgesamt gesehen ja eh schon ein Feature. Das Cover spielt auf viele Symbole im Buch an, was man aber nicht wirklich erkennt wenn man das Buch nicht mindestens zur Hälfte gelesen hat und sich somit seinen Zusammenhang herauszieht. Unter anderem deutet es auf die oft verwendeten Bellerosen hin, die optisch sehr an Pfingstrosen erinnern.

Leider ist das Cover aber das Einzige, was mich an diesem Buch begeistert hat. Die Geschichte ist für mich gut mit einem Wort beschreibbar: Unruhig. Es gibt sofort zu Beginn so unheimlich viele Eindrücke, Menschen, Symbole und die ganze Welt um die Belles herum ist nicht vergleichbar mit irgendwas, das ich kenne, Ich wurde direkt hineingezogen, was mich daran aber gestört hat war, dass ich bis zum Ende keine wirkliche Einführung oder Erklärung der Welt und ihrer Funktionsweise bekam. Dabei erwartete ich natürlich keine Erklärung für Kleinkinder, ich liebe subtile Einführungen. Aber ich erwarte doch, dass mir irgendwann bewusst ist, wie das funktioniert und das war es am Ende in den wenigsten Fällen. Wenig hilfreich war dabei auch dass mal ein Gegenstand und mal die Belle selbst im Verlauf der Geschichte mehrmals ihren Namen änderten.

Die Charaktere sind auch insgesamt etwas unrund. Man erfährt zwar vor allem von den Belles einige Details, die gingen aber dabei nicht so tief, dass ich eine Verbindung zu den Figuren hätte aufbauen können. Camelia ist sehr naiv und träge. Ich hatte immer das Gefühl in einer faden Achterbahn zu sitzen. Immer wenn ich dachte dass sie endlich was auf die Reihe kriegt, etwas durchschaut oder einfach endlich mal auf den Putz haut ging es sofort fad bergab.

Die Idee hinter der Geschichte in einer Zeit, in der der Schönheitswahn regiert, in der aktuelle Probleme der Welt aufgegriffen und veranschaulicht werden, ist gut. Leider aber meiner Meinung nach nicht ausgereift und durchdacht. Es gäbe sehr viel Potenzial denn man wird durchaus angeregt mal über sein Weltbild oder die Umstände generell nachzudenken, aber man kratzt bei allem leider nur an der Oberfläche.

Bewertung vom 11.12.2018
Für immer und einen Herzschlag
Murray, Tamsyn

Für immer und einen Herzschlag


ausgezeichnet

Bisher kannte ich Tamsyn Murray nur von ihrem Buch "Spooky Lucy" und finde, beide Bücher sind grundverschieden, nicht nur, weil eines davon Fantasy ist. Ich musste bei diesem Buch öfter überlegen, ob ich abbreche, weil es mich schon sehr getriggert hat.
Aber nun zum Buch und einer Geschichte, die mich sehr ergriffen hat.
Wie immer fange ich mit dem Cover an. Es gibt keinen Hinweis auf den Inhalt. Es ist wunderschön und beschreibt eine Leichtigkeit, die man auf keiner Buchseite wiedertrifft.
Die Protagonisten Jonny und Nia haben beide auf ihre Art eine Reise zu durchstehen. Jonny ist ein Nerd, der mit einem Herzfehler im Krankenhaus liegt und auf ein Spenderherz angewiesen ist. Er zeichnet unheimlich gerne und seine beste Freundin fand er im Krankenhaus. Beide albern viel trotz ihrer Situation und stehen sich sehr nahe.
Nia ist seit dem Tod ihres Bruders noch zurückgezogener als vorher. Auch sie hat eine beste Freundin, aber die größte Gemeinsamkeit mit Jonny ist, dass beide nicht wirklich ein richtiges Leben führen. Bis sie sich kennenlernen. Es klingt ein bisschen nach Klischee, aber das ist es doch unter anderem auch, was eine Jugendromanze ausmacht :)
Neben ihrer Liebe zueinander entdecken beide auch sich selbst, was alles komplizierter macht, als es eh schon ist. zu viele Geheimnisse, zu viele Gefühle und diese Bombe muss ja platzen.
Die Charaktere sind dadurch verletzlich, aber auch greifbar. Sie sind insgesamt gut gezeichnet, auch wenn mir bei Jonny schon negativ auffiel, wie er sich verändert hat. Ich kann und will mir kein Urteil bilden, wie man sich fühlen muss, aber es gefiel mir nicht und Emily tat mir sehr leid. Wenn man sieht wie sie anfangs miteinander umgegangen sind hätte ich von Jonny trotz allem anderes erwartet.

Dieses Buch ist keine leichte Kost, aber jede Minute wert, die es mich in seine Welt entführt hat.

Bewertung vom 11.09.2018
Der Verrat / Aura Trilogie Bd.2
Benedict, Clara

Der Verrat / Aura Trilogie Bd.2


ausgezeichnet

Vorab: Ich habe diesen Band unabhängig vom 1. gelesen. Man versprach mir aber, dass man die Bücher auch so lesen kann. Ob das stimmt, verrate ich euch jetzt ;)

Das Cover schließt sich dem ersten perfekt an. Wer einen Blick auf Band 3 geoworfen hat, oder noch wirft, stellt fest, dass sich die Trilogie treu bleibt. Mir gefällt es sehr, wenn die Cover einer Reihe oder Serie sich ähneln, aber doch einen eigenen Touch haben. Das wurde hier sehr gut erfüllt.
Über die Charaktere kann ich nicht viel sagen. Hier zeigte sich einer, der Nachteile daran, dass ich Band 1 nicht kannte. Mir fehlte es sehr, dass ich nicht spüren konnte, welche Entwicklung die Protagonistin durchgemacht hat. Ich weiß nicht, wie sehr sie über sich hinauswuchs, was sie im ersten Band geprägt hat. Nagut okay, was sie prägte, war ganz sicher der Tod ihres Freundes (?), aber wie erging es ihr außerdem?
Es war mir bis fast zum Ende nicht wirklich möglich, mich in sie hineinzufühlen.
Es gab aber auch viele neue Charaktere in dem Buch und die waren sehr rund gezeichnet. Dummerweise endet der Teil mit einem Ereignis, weswegen es .or noch nicht gelang rauszufinden, welchen Antrieb einzelne Personen hatten. Aber gut, dafür gibt es ja dann Teil 3 ;)

Die Welt erschloss sich mir auch nicht ganz, was es mit der Schule auf sich hat, mit dem Antagonisten und wofür Hannah steht. Aber ich finde dennoch, es hat mich gut unterhalten, ich durfte mit Hannah in einen neuen Lebensabschnitt starten.

Fazit:
Auch wenn ich jedem empfehlen würde, Band 1 vorweg zu lesen, man überlebt es, wenn nicht. Ich konnte in die Welt eintauchen, verstand nach und nach einige der Intentionen. Leider fehlte mir wirklich die Entwicklung, so dass Hannah ziemlich flach rüberkam.

Bewertung vom 22.05.2018
Ein Pony verliebt sich / Bulli & Lina Bd.1
Scheunemann, Frauke; Szillat, Antje

Ein Pony verliebt sich / Bulli & Lina Bd.1


ausgezeichnet

Als das Buch ankam gab es hier verzückte Laute, auch von mir ;) Das Cover ist einfach unheimlich süß und auffallend gehalten. In „Ein Pony verliebt sich“ treffen zwei Charaktere auf einander die unterschiedlich und gleich zugleich sind. Lina mag keine Pferde, Bulli keine Kinder. Aber durch eine unerwünschte Wendung, müssen beide miteinander auskommen. Lina hatte sich die Sommerferien anders vorgestellt, Bulli auch. Aber Lina trifft etwas in ihm und so wird er immer anhänglicher. Dass auch aus der Sicht von Bulli erzählt wird, macht die Geschichte noch lockerer und man kann sehr gut nachvollziehen, was in den beiden vor geht. Die Illustrationen gestalten das Buch abwechslungsreich, überlagern es aber nicht. Auch süß finde ich die kleine "Familienwand" im Buchdeckel mit den Fotos von Linas Familie.
Bulli haben meine trotz dass er etwas mürrisch ist schnell ins Herz geschlossen. lina fand die Kleine ab und an etwas zickig aber ich finde die Charakterdarstellungen sehr gelungen, so erlebt man den Wandel viel näher und lernt auch, was Vorurteile bedeuten und wie falsch sie doch oft sind.

Wir freuen uns sehr auf die Fortsetzung der Reihe und hoffen, dass es dort genauso spannend abläuft. Bulli&Lina machen meine zwei Pferdenärrinnen noch zu kleinen Detektiven, denn natürlich fehlt auch hier die Spannung nicht, ob es genauso weitergeht? Wir lassen uns überraschen ;)

Bewertung vom 14.12.2017
Dann schlaf auch du
Slimani, Leïla

Dann schlaf auch du


weniger gut

Ich habe den Roman vor einer Weile gelesen, und sacken lassen. Aber leider, hat sich meine Einstellung zu dem Buch dadurch nicht geändert. Ich dachte: Da musst du drüber nachdenken, da hast du sicher was falsch verstanden, die Prämisse nicht gefunden. Bei all den Lobeshymnen muss doch... Nein, es muss nicht und es tat nicht.
Dann schlaf auch du ist ein gut gewählter Titel. Das Cover bedrückend. Dadurch dass der Klappentext schon verrät, was zwangsläufig passieren muss, spiegelt das Cover die perfekten Gefühle wider. Direkt zu Beginn wird einem die ungeschönte Wahrheit an den Kopf geworfen. Was bringt mich also jetzt noch dazu, das Buch zu lesen? Die Frage, nach dem Warum? Was geht in einem Menschen vor, was hat er erlebt, dass er zu so einer Tat fähig ist? Bis heute frage ich mich das, denn die Antwort gab es am Ende nicht. Man erfährt einiges aus dem Leben der Familie, aus Louises Leben, aber nicht genug. Die Geschichte wird aus einigen verschiedenen Perspektiven geschrieben, ist mit ihren damit verbundenen Zeitsprüngen anstrengend zu lesen. Immer wieder denkt man, nun kommt sie, die Lösung. Jetzt erfahren wir, was es mit der Frau auf sich hat. Aber selbst einblicke in andere Familien, in denen sie die Kinder gehütet hat, Rückblenden auf ihr Leben, ihren Mann, ihre Tochter, bringen keinen genauen Aufschluss. Man kann munkeln, wieso sie in einer heruntergekommenen Baracke haust, in ihrem Alter noch arbeiten geht und so unglaublich fit ist. Sie arbeitete ihr Leben lang, der Antrieb dazu wird auch schnell klar, aber wo ist das Geld? Es ist einfach zu unlogisch. Sie zeigt der Familie und den Kindern gegenüber hin und wieder ein Verhalten, das mich gruseln lässt, das mich den Begriff: Psychopathin denken lässt. Aber weder die Kinder wehren sich dagegen, noch die Eltern. Unlogisch! Ich verstehe den Zwiespalt der Familie. Paul und Myriam wollen arbeiten, eigenständig sein, aber wenn ich mitbekomme, dass die Kinder vergammeltes Fleisch essen, damit sich Louise an der Mutter "rächen" kann, dann wird mir ganz schlecht dabei wenn ich sehe, dass nichts getan wird.
Leider kein Buch, das mich begeistert zurück lässt. Eher leer und unbefriedigt.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 17.08.2017
Ein angesehener Mann / Captain Sam Wyndham Bd.1
Mukherjee, Abir

Ein angesehener Mann / Captain Sam Wyndham Bd.1


weniger gut

Direkt vorab: Ich habe dieses Buch abgebrochen und verrate euch ein bisschen darüber, warum.

Der Klappentext sprach mich nicht so sehr an und ich war unsicher, ob das ein Buch für mich ist. Aber da ich prinzipiell alle Genre lese und das Grundgerüst der Geschichte doch hätte interessant werden können, habe ich mich darauf eingelassen.
Mich machte etwas skeptisch, dass der Klappentext wie eine Mischung aus Krimi, Thriller und Dystopie klingt. Da es als Roman bezeichnet und somit nicht näher definiert ist, ging ich erst einmal von Krimi aus. Allerdings liest sich der Anfang wie ein Thriller. Mich erwarteten detaillierte, mir zu detaillierte Beschreibungen von Opfern. Was jetzt vielleicht klingt, wie das Gejammer einer zart besaiteten Mimose ist wirklich ärgerlich. Bei einem Roman erwarte ich sowas einfach nicht.
Leider hat sich dann aber irgendwann mein Gefühl zu sehr bestätigt. Der Schreibstil hat es leider nicht geschafft mich an das Buch zu fesseln. Er wirkte unruhig, wenn auch wirklich nicht schlecht. Wenn man davon absieht, dass für mich einfach zu viele Komponenten zusammenkamen ist der Schreibstil meist verständlich. Ich hatte nur das Gefühl es wirft mich von A nach B zu X, als ich versucht habe, dem Verlauf zu folgen.

Mich hat, außer dem Cover, leider nichts an dem Buch überzeugt. Natürlich schließe ich nicht aus, dass es noch eine unglaubliche Wendung genommen hätte...vielleicht. Aber wenn es mich nicht nach einigen Seiten packt, dann passt es einfach nicht.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 09.05.2017
Die Geschichte der Bienen
Lunde, Maja

Die Geschichte der Bienen


sehr gut

Als ich das Buch erhielt war ich ehrlich gesagt erst etwas skeptisch. Bienen? Wirklich? Dann habe ich mir den Klappentext durchgelesen und wurde neugierig. Insgesamt ist es ein sehr spannendes und fesselndes Buch. Über das Thema: Was passiert mit uns wenn die Bienen sterben? philosophiert man schon lange. Dieses Buch schafft es aufzurütteln und sich mal Gedanken zu machen, was die Bienen für uns bedeutet. Sie sind nicht nur "nervig", "aggressiv", "gefährlich". Nein, sie sind wichtig!
Das Cover ist schlicht und doch sehr deutlich. Was soll man da auch noch zeigen? Soll man es ausschmücken mit Blümchen? Nein, es passt sehr gut zu der Gesamtaussage des Buches.

In die einzelnen Geschichten kam ich ziemlich schnell rein und auch der Übergang fiel mir nur zu Beginn etwas schwer aber dann kommt man gut zurecht.
Allerdings hatte ich zu Beginn eine andere Vorstellung davon, wie es wohl verläuft. Plötzlich gibt es da dutzende andere Probleme, die mich beim Lesen vom Hauptthema weggezogen haben wie ein Gummiband um dann in China, plötzlich losgelassen zu werden und mittendrin zu stecken. Denn für mich gab es nur dort den großen Bezug zum Thema

Das Buch schafft es trotzdem deutlich zu machen wie wir leben. Auch mit den anderen Problemen ist es wie mit dem Bienensterben. Wir sind selbst dafür verantwortlich. Allerdings zieht es mir dann doch etwas zu weiter Kreise.

Alles in allem ein Buch zum Wachwerden, zum Nachdenken und hoffen, dass uns sowas niemals blüht!

1 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 30.01.2017
Sherlock & Co jagen den Museumsräuber / Die Schule der Detektive Bd.1
Hearn, Sam

Sherlock & Co jagen den Museumsräuber / Die Schule der Detektive Bd.1


ausgezeichnet

Holmes, Watson, Moriarty, Baskerville... alles Namen die sogar meinem Opa schon ein Begriff waren und nun den Kopf meiner großen Tochter erobern.
Als ich das Buch bekam und es aufschlug war ich überrascht, neutral überrascht und dann etwas erschlagen. Ich hatte was völlig anderes erwartet, aber ich muss sagen, ich liebe es.

Ich kann gar nicht wirklich sagen wie das Buch einzuteilen ist. Es liest sich großteils wie ein Comic, abgesetzt durch Zeitungsartikel, Blogposts, Flyer und allem voran unglaublich geniale Illustrationen. Den meisten dürfte Sherlock ein Begriff sein und mit dieser Art seine Geschichte(n) zu erzählen hat Sam Hearn meiner Meinung nach voll ins Schwarze getroffen.

Die Charaktere: Ich weiß nicht was man dazu noch sagen kann. Locker, witzig, versessen, auch schon etwas fies, draufgängerisch und alles verpackt in kindlichem Charme.

Das erste Abenteuer liest sich wie der Einstieg in ein grandioses, junges Leben eines Hobbydetektivs und der Entstehung der unzertrennlichen Holmes & Watson. Dabei ist nicht nur der Diebstahl ansich und die darauffolgende Jagd unheimlich spannend sondern wird durch die lockeren Dialoge noch aufgewertet. Ihr kennt das wenn in einem Film im spannendsten Moment diese Musik ertönt? So ging es mir im Buch mit den Zeichnungen. Sie haben die jeweilige Situation passend wiedergegeben.
Durch diese Mischung würde ich die Altersempfehlung von 9 Jahren auf 12 erweitern. Meine Tochter ist 11 und freut sich schon auf viele weitere Abenteuer, ich denke bei Jungs ist das Abenteuergen auch da noch groß genug und sie langweilen sich auch mit ca. 12 nicht.

Vielen Dank für diese tolle Erfahrung und ich muss feststellen dass Schneiderbuch seit meiner eigenen Kindheit an nichts verloren hat, ein wundervoller Verlag für Kinder und ihre Abenteuer!

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