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Benutzername: BuchimBlick
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Bewertungen

Insgesamt 10 Bewertungen
Bewertung vom 11.12.2018
Für immer und einen Herzschlag
Murray, Tamsyn

Für immer und einen Herzschlag


ausgezeichnet

Bisher kannte ich Tamsyn Murray nur von ihrem Buch "Spooky Lucy" und finde, beide Bücher sind grundverschieden, nicht nur, weil eines davon Fantasy ist. Ich musste bei diesem Buch öfter überlegen, ob ich abbreche, weil es mich schon sehr getriggert hat.
Aber nun zum Buch und einer Geschichte, die mich sehr ergriffen hat.
Wie immer fange ich mit dem Cover an. Es gibt keinen Hinweis auf den Inhalt. Es ist wunderschön und beschreibt eine Leichtigkeit, die man auf keiner Buchseite wiedertrifft.
Die Protagonisten Jonny und Nia haben beide auf ihre Art eine Reise zu durchstehen. Jonny ist ein Nerd, der mit einem Herzfehler im Krankenhaus liegt und auf ein Spenderherz angewiesen ist. Er zeichnet unheimlich gerne und seine beste Freundin fand er im Krankenhaus. Beide albern viel trotz ihrer Situation und stehen sich sehr nahe.
Nia ist seit dem Tod ihres Bruders noch zurückgezogener als vorher. Auch sie hat eine beste Freundin, aber die größte Gemeinsamkeit mit Jonny ist, dass beide nicht wirklich ein richtiges Leben führen. Bis sie sich kennenlernen. Es klingt ein bisschen nach Klischee, aber das ist es doch unter anderem auch, was eine Jugendromanze ausmacht :)
Neben ihrer Liebe zueinander entdecken beide auch sich selbst, was alles komplizierter macht, als es eh schon ist. zu viele Geheimnisse, zu viele Gefühle und diese Bombe muss ja platzen.
Die Charaktere sind dadurch verletzlich, aber auch greifbar. Sie sind insgesamt gut gezeichnet, auch wenn mir bei Jonny schon negativ auffiel, wie er sich verändert hat. Ich kann und will mir kein Urteil bilden, wie man sich fühlen muss, aber es gefiel mir nicht und Emily tat mir sehr leid. Wenn man sieht wie sie anfangs miteinander umgegangen sind hätte ich von Jonny trotz allem anderes erwartet.

Dieses Buch ist keine leichte Kost, aber jede Minute wert, die es mich in seine Welt entführt hat.

Bewertung vom 11.09.2018
Der Verrat / Aura Trilogie Bd.2
Benedict, Clara

Der Verrat / Aura Trilogie Bd.2


ausgezeichnet

Vorab: Ich habe diesen Band unabhängig vom 1. gelesen. Man versprach mir aber, dass man die Bücher auch so lesen kann. Ob das stimmt, verrate ich euch jetzt ;)

Das Cover schließt sich dem ersten perfekt an. Wer einen Blick auf Band 3 geoworfen hat, oder noch wirft, stellt fest, dass sich die Trilogie treu bleibt. Mir gefällt es sehr, wenn die Cover einer Reihe oder Serie sich ähneln, aber doch einen eigenen Touch haben. Das wurde hier sehr gut erfüllt.
Über die Charaktere kann ich nicht viel sagen. Hier zeigte sich einer, der Nachteile daran, dass ich Band 1 nicht kannte. Mir fehlte es sehr, dass ich nicht spüren konnte, welche Entwicklung die Protagonistin durchgemacht hat. Ich weiß nicht, wie sehr sie über sich hinauswuchs, was sie im ersten Band geprägt hat. Nagut okay, was sie prägte, war ganz sicher der Tod ihres Freundes (?), aber wie erging es ihr außerdem?
Es war mir bis fast zum Ende nicht wirklich möglich, mich in sie hineinzufühlen.
Es gab aber auch viele neue Charaktere in dem Buch und die waren sehr rund gezeichnet. Dummerweise endet der Teil mit einem Ereignis, weswegen es .or noch nicht gelang rauszufinden, welchen Antrieb einzelne Personen hatten. Aber gut, dafür gibt es ja dann Teil 3 ;)

Die Welt erschloss sich mir auch nicht ganz, was es mit der Schule auf sich hat, mit dem Antagonisten und wofür Hannah steht. Aber ich finde dennoch, es hat mich gut unterhalten, ich durfte mit Hannah in einen neuen Lebensabschnitt starten.

Fazit:
Auch wenn ich jedem empfehlen würde, Band 1 vorweg zu lesen, man überlebt es, wenn nicht. Ich konnte in die Welt eintauchen, verstand nach und nach einige der Intentionen. Leider fehlte mir wirklich die Entwicklung, so dass Hannah ziemlich flach rüberkam.

Bewertung vom 22.05.2018
Ein Pony verliebt sich / Bulli & Lina Bd.1
Scheunemann, Frauke; Szillat, Antje

Ein Pony verliebt sich / Bulli & Lina Bd.1


ausgezeichnet

Als das Buch ankam gab es hier verzückte Laute, auch von mir ;) Das Cover ist einfach unheimlich süß und auffallend gehalten. In „Ein Pony verliebt sich“ treffen zwei Charaktere auf einander die unterschiedlich und gleich zugleich sind. Lina mag keine Pferde, Bulli keine Kinder. Aber durch eine unerwünschte Wendung, müssen beide miteinander auskommen. Lina hatte sich die Sommerferien anders vorgestellt, Bulli auch. Aber Lina trifft etwas in ihm und so wird er immer anhänglicher. Dass auch aus der Sicht von Bulli erzählt wird, macht die Geschichte noch lockerer und man kann sehr gut nachvollziehen, was in den beiden vor geht. Die Illustrationen gestalten das Buch abwechslungsreich, überlagern es aber nicht. Auch süß finde ich die kleine "Familienwand" im Buchdeckel mit den Fotos von Linas Familie.
Bulli haben meine trotz dass er etwas mürrisch ist schnell ins Herz geschlossen. lina fand die Kleine ab und an etwas zickig aber ich finde die Charakterdarstellungen sehr gelungen, so erlebt man den Wandel viel näher und lernt auch, was Vorurteile bedeuten und wie falsch sie doch oft sind.

Wir freuen uns sehr auf die Fortsetzung der Reihe und hoffen, dass es dort genauso spannend abläuft. Bulli&Lina machen meine zwei Pferdenärrinnen noch zu kleinen Detektiven, denn natürlich fehlt auch hier die Spannung nicht, ob es genauso weitergeht? Wir lassen uns überraschen ;)

Bewertung vom 14.12.2017
Dann schlaf auch du
Slimani, Leïla

Dann schlaf auch du


weniger gut

Ich habe den Roman vor einer Weile gelesen, und sacken lassen. Aber leider, hat sich meine Einstellung zu dem Buch dadurch nicht geändert. Ich dachte: Da musst du drüber nachdenken, da hast du sicher was falsch verstanden, die Prämisse nicht gefunden. Bei all den Lobeshymnen muss doch... Nein, es muss nicht und es tat nicht.
Dann schlaf auch du ist ein gut gewählter Titel. Das Cover bedrückend. Dadurch dass der Klappentext schon verrät, was zwangsläufig passieren muss, spiegelt das Cover die perfekten Gefühle wider. Direkt zu Beginn wird einem die ungeschönte Wahrheit an den Kopf geworfen. Was bringt mich also jetzt noch dazu, das Buch zu lesen? Die Frage, nach dem Warum? Was geht in einem Menschen vor, was hat er erlebt, dass er zu so einer Tat fähig ist? Bis heute frage ich mich das, denn die Antwort gab es am Ende nicht. Man erfährt einiges aus dem Leben der Familie, aus Louises Leben, aber nicht genug. Die Geschichte wird aus einigen verschiedenen Perspektiven geschrieben, ist mit ihren damit verbundenen Zeitsprüngen anstrengend zu lesen. Immer wieder denkt man, nun kommt sie, die Lösung. Jetzt erfahren wir, was es mit der Frau auf sich hat. Aber selbst einblicke in andere Familien, in denen sie die Kinder gehütet hat, Rückblenden auf ihr Leben, ihren Mann, ihre Tochter, bringen keinen genauen Aufschluss. Man kann munkeln, wieso sie in einer heruntergekommenen Baracke haust, in ihrem Alter noch arbeiten geht und so unglaublich fit ist. Sie arbeitete ihr Leben lang, der Antrieb dazu wird auch schnell klar, aber wo ist das Geld? Es ist einfach zu unlogisch. Sie zeigt der Familie und den Kindern gegenüber hin und wieder ein Verhalten, das mich gruseln lässt, das mich den Begriff: Psychopathin denken lässt. Aber weder die Kinder wehren sich dagegen, noch die Eltern. Unlogisch! Ich verstehe den Zwiespalt der Familie. Paul und Myriam wollen arbeiten, eigenständig sein, aber wenn ich mitbekomme, dass die Kinder vergammeltes Fleisch essen, damit sich Louise an der Mutter "rächen" kann, dann wird mir ganz schlecht dabei wenn ich sehe, dass nichts getan wird.
Leider kein Buch, das mich begeistert zurück lässt. Eher leer und unbefriedigt.

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Bewertung vom 17.08.2017
Ein angesehener Mann / Captain Sam Wyndham Bd.1
Mukherjee, Abir

Ein angesehener Mann / Captain Sam Wyndham Bd.1


weniger gut

Direkt vorab: Ich habe dieses Buch abgebrochen und verrate euch ein bisschen darüber, warum.

Der Klappentext sprach mich nicht so sehr an und ich war unsicher, ob das ein Buch für mich ist. Aber da ich prinzipiell alle Genre lese und das Grundgerüst der Geschichte doch hätte interessant werden können, habe ich mich darauf eingelassen.
Mich machte etwas skeptisch, dass der Klappentext wie eine Mischung aus Krimi, Thriller und Dystopie klingt. Da es als Roman bezeichnet und somit nicht näher definiert ist, ging ich erst einmal von Krimi aus. Allerdings liest sich der Anfang wie ein Thriller. Mich erwarteten detaillierte, mir zu detaillierte Beschreibungen von Opfern. Was jetzt vielleicht klingt, wie das Gejammer einer zart besaiteten Mimose ist wirklich ärgerlich. Bei einem Roman erwarte ich sowas einfach nicht.
Leider hat sich dann aber irgendwann mein Gefühl zu sehr bestätigt. Der Schreibstil hat es leider nicht geschafft mich an das Buch zu fesseln. Er wirkte unruhig, wenn auch wirklich nicht schlecht. Wenn man davon absieht, dass für mich einfach zu viele Komponenten zusammenkamen ist der Schreibstil meist verständlich. Ich hatte nur das Gefühl es wirft mich von A nach B zu X, als ich versucht habe, dem Verlauf zu folgen.

Mich hat, außer dem Cover, leider nichts an dem Buch überzeugt. Natürlich schließe ich nicht aus, dass es noch eine unglaubliche Wendung genommen hätte...vielleicht. Aber wenn es mich nicht nach einigen Seiten packt, dann passt es einfach nicht.

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Bewertung vom 09.05.2017
Die Geschichte der Bienen
Lunde, Maja

Die Geschichte der Bienen


sehr gut

Als ich das Buch erhielt war ich ehrlich gesagt erst etwas skeptisch. Bienen? Wirklich? Dann habe ich mir den Klappentext durchgelesen und wurde neugierig. Insgesamt ist es ein sehr spannendes und fesselndes Buch. Über das Thema: Was passiert mit uns wenn die Bienen sterben? philosophiert man schon lange. Dieses Buch schafft es aufzurütteln und sich mal Gedanken zu machen, was die Bienen für uns bedeutet. Sie sind nicht nur "nervig", "aggressiv", "gefährlich". Nein, sie sind wichtig!
Das Cover ist schlicht und doch sehr deutlich. Was soll man da auch noch zeigen? Soll man es ausschmücken mit Blümchen? Nein, es passt sehr gut zu der Gesamtaussage des Buches.

In die einzelnen Geschichten kam ich ziemlich schnell rein und auch der Übergang fiel mir nur zu Beginn etwas schwer aber dann kommt man gut zurecht.
Allerdings hatte ich zu Beginn eine andere Vorstellung davon, wie es wohl verläuft. Plötzlich gibt es da dutzende andere Probleme, die mich beim Lesen vom Hauptthema weggezogen haben wie ein Gummiband um dann in China, plötzlich losgelassen zu werden und mittendrin zu stecken. Denn für mich gab es nur dort den großen Bezug zum Thema

Das Buch schafft es trotzdem deutlich zu machen wie wir leben. Auch mit den anderen Problemen ist es wie mit dem Bienensterben. Wir sind selbst dafür verantwortlich. Allerdings zieht es mir dann doch etwas zu weiter Kreise.

Alles in allem ein Buch zum Wachwerden, zum Nachdenken und hoffen, dass uns sowas niemals blüht!

1 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 30.01.2017
Sherlock & Co jagen den Museumsräuber / Die Schule der Detektive Bd.1
Hearn, Sam

Sherlock & Co jagen den Museumsräuber / Die Schule der Detektive Bd.1


ausgezeichnet

Holmes, Watson, Moriarty, Baskerville... alles Namen die sogar meinem Opa schon ein Begriff waren und nun den Kopf meiner großen Tochter erobern.
Als ich das Buch bekam und es aufschlug war ich überrascht, neutral überrascht und dann etwas erschlagen. Ich hatte was völlig anderes erwartet, aber ich muss sagen, ich liebe es.

Ich kann gar nicht wirklich sagen wie das Buch einzuteilen ist. Es liest sich großteils wie ein Comic, abgesetzt durch Zeitungsartikel, Blogposts, Flyer und allem voran unglaublich geniale Illustrationen. Den meisten dürfte Sherlock ein Begriff sein und mit dieser Art seine Geschichte(n) zu erzählen hat Sam Hearn meiner Meinung nach voll ins Schwarze getroffen.

Die Charaktere: Ich weiß nicht was man dazu noch sagen kann. Locker, witzig, versessen, auch schon etwas fies, draufgängerisch und alles verpackt in kindlichem Charme.

Das erste Abenteuer liest sich wie der Einstieg in ein grandioses, junges Leben eines Hobbydetektivs und der Entstehung der unzertrennlichen Holmes & Watson. Dabei ist nicht nur der Diebstahl ansich und die darauffolgende Jagd unheimlich spannend sondern wird durch die lockeren Dialoge noch aufgewertet. Ihr kennt das wenn in einem Film im spannendsten Moment diese Musik ertönt? So ging es mir im Buch mit den Zeichnungen. Sie haben die jeweilige Situation passend wiedergegeben.
Durch diese Mischung würde ich die Altersempfehlung von 9 Jahren auf 12 erweitern. Meine Tochter ist 11 und freut sich schon auf viele weitere Abenteuer, ich denke bei Jungs ist das Abenteuergen auch da noch groß genug und sie langweilen sich auch mit ca. 12 nicht.

Vielen Dank für diese tolle Erfahrung und ich muss feststellen dass Schneiderbuch seit meiner eigenen Kindheit an nichts verloren hat, ein wundervoller Verlag für Kinder und ihre Abenteuer!

Bewertung vom 14.11.2016
Dein perfektes Jahr
Lucas, Charlotte

Dein perfektes Jahr


ausgezeichnet

Ich habe "Dein perfektes Jahr" skeptisch begonnen. Das Cover ist wunderschön und verspielt, die Beschreibung lässt eine lockere Liebesgeschichte von zwei Menschen vermuten, die unterschiedlich sind, sich am Ende aber doch verlieben. Der Beginn des Buches ernüchterte mich, ich dachte es sei eine flache Geschichte über den Sinn des Lebens.
Aber, WOW, es ist soviel mehr als irgendwas davon, es ist alles. Alles, aber weder flach, noch locker. Schon beim Umblättern der Seiten fühlte ich mich besonders. Ich fühlte mich, als hätte ich ein Stück besonderer Weltliteratur in der Hand, die Seiten so leicht, glatt, knisternd. Nennt mich bekloppt, ich hab mich jedesmal gefreut wenn ich wieder eine Seite zwischen die Fingerspitzen nehmen durfte.

Das Buch ist "getrennt" geschrieben und zeitversetzt. Aus Hannahs Sicht und aus Jonathans. Die Zeiten nähern sich an und man fiebert mit, wann wohl der große Knall kommt an Tag 1 ihrer gemeinsamen Geschichte. Aber erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Nach und nach tauchen erstmal viele weitere Personen auf, die die Geschichte weiter voran treiben. Langeweile kennt die Geschichte nicht. An Tag null ist es auch nicht einfach vorbei und das hat mich am meisten begeistert. Stellenweise habe ich mir überlegt einfach bei der Person weiterzulesen bei der ich gerade bin um schneller zu wissen, wie es weiter geht, aber ich hab es nicht getan, zum Glück.
Man erfährt dann doch relativ schnell, was es mit dem ein oder anderen Ereignis auf sich hat und so stellt man sich immer wieder neue Fragen!

Ein rundum gelungenes Buch das Erwartungen übertrifft, ob es sie erfüllt hat, verrate ich euch nicht, findet es heraus ;)
Das Leben ist lebenswert, egal welche Höhen und Tiefen man durchlebt, irgendwas zieht uns immer weiter. So ging es auch Hannah, Jonathan und vielen der anderen, und so geht es auch uns!

Bewertung vom 23.08.2016
Die Entflammten / Secret Fire Bd.1
Daugherty, C. J.; Rozenfeld, Carina

Die Entflammten / Secret Fire Bd.1


ausgezeichnet

Secret Fire ist mein erstes Buch der Autorin, daher startete ich unbefangen mit dem Lesen. Als ich den Klappentext las war ich ziemlich aufgeregt, weil das doch echt mal wieder was ziemlich einzigartiges ist.

Sacha kann nicht sterben, wieso nicht? Was ist das für eine Kraft die Taylor beherrschen muss/sollte? Ich war neugierig und auch schnell im Buch gefangen. WOW!

Das Cover des LE gefällt mir persönlich etwas besser als das, welches dann erschienen ist und ich hoffe dass das Tb dann auch dieses haben wird. Aus egoistischen Gründen, ich mag im Regal keine 2 verschiedenen Ausgaben oder sehr verschiedene Cover einer Reihe :D. Wobei Reihe etwas hochgegriffen ist. Secret Fire ist eine Dilogie und macht mich damit richtig glücklich, jetzt hoffe ich nur noch, dass der 2. Band nicht allzu lange auf sich warten lässt.

Die Charaktere sind sehr nah beschrieben, man kann sich trotz ihrer Eigenschaften sehr gut in sie hineinversetzen und mit ihnen fühlen. Taylor schien mir allerdings ab und an zwiegespalten. Sie ist weder taff noch schüchtern, aber eben doch eher normal und hat einen sehr anerkannten Freund und nimmt die Tatsache, dass sie Kräfte hat, ziemlich gelassen hin.
Sacha....er ist ziemlich draufgängerisch, was ich sehr gut verstehen kann. Wenn ich nicht sterben könnte wären mir die Schmerzen trotzdem noch zuviel, aber ein Spiel mit dem Feuer würde ich trotzdem eingehen, was hat man schon zu verlieren?

Aber gut, er kann nur bis zu seinem 18. Geburtstag nicht sterben und bis zu diesem Tag ist es nicht mehr lange hin. Ab dem Zeitpunkt wo ihnen beiden klar wird dass sie auf irgendeine Weise verbunden sind geht die Geschichte ziemlich rasant aber vor allem auch viel leidenschaftlicher und gefühlvoller voran. Der Anfang ist nicht langweilig, aber ich fand ihn doch eher ruhig ;)

Herauszufinden wie sie dann letztendlich verbunden sind war wirklich interessant. Mit keiner Gehirnzelle hätte ich genau diese Wendung vorhergesehen, aber sie ist so logisch und aufregend zugleich. Das Ende des Buches hinterlässt keinen fiesen Cliffhanger, aber ich muss gestehen ich hatte eine üble Vorahnung und bin gespannt ob ich recht behalte.

Bewertung vom 01.07.2016
Weil wir Flügel haben
Diffenbaugh, Vanessa

Weil wir Flügel haben


sehr gut

Das Cover des Buches ist endlich mal wieder was anderes. So einfach wie es gehalten ist, es hat mich mehr angesprochen als so mancher Newcomer im Buchladen.

Der Schreibstil ist teilweise ser komplex. Nicht im Handlungsstrang an sich aber die Geschichte schlägt oft Haken die ich sehr abrupt empfand.

Die Charaktere haben alle für sich ein schweres Päckchen zu tragen. Und wo ich Lettys Eltern verflucht habe, da war ich stolz auf sie selbst dass sie doch alles so gut gemeistert hat. zu gut? Ja, manchmal. Meine Eltern hätten nach so einer "Aktion" sicher sobald nichts von mir bekommen. Für die die das Buch schon kennen (sicher kann ich tiefgründiger denken, aber ich war sauer und das hätte Letty, zumindest erstmal, auch sein sollen)

Ich muss sagen zu Anfang des Buches hatte ich einige Schwierigkeiten mit den Konstellationen. Es gibt manche Verwirrungen da irgendwann Namen auftauchen die man irgendwie aus dem Kontext herausfiltern muss. Wer ist das nun? Was hat derjenige/diejenige mit der Geschichte zu tun.

Im großen und ganzen kann man sich mit diesem Buch gut identifizieren, nachvollziehen wieso einzelne Personen Handlungen vollziehen die für uns eigentlich absolut unnachvollziehbar sind. Klingt unlogisch? Ja fand ich am Anfang auch, aber dieses Buch regt sehr zum nachdenken an. Ich hatte es nicht mal eben runtergelesen.

Letty, die ihr Leben lang nichts mit ihren Kindern zu tun hatte muss sich plötzlich um ales kümmern und ich fand dass ihr Sohn Alex das weitaus besser gemeistert hat als sie. Zumindest bis zur Mitte des Buches. Letty handelt recht überstürzt und hat oft Glück im Unglück. Mich als Leser freut das denn sonst hätte das Buch ein schnelles Ende, aber es war nicht immer logisch.

Ich glaube aber dass man mit Logik bei diesem Buch sowieso nicht weit kommt. Man muss sich einfach darauf einlassen, dann kann man auch die Emotionen miterleben die sich durchs Buch ziehen. Man kann förmlich spüren wie sich das Leben der drei verändert und das gefiel mir dann doch sehr gut. Daher nur 1 Stern Abzug wegen dem stolpernden Beginn und der vielen Personen die am Ende zwar alle ihren Teil irgendwie beitragen, aber doch einfach zu schnell aufeinander hineingeworfen wurden.