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Benutzername: Malin19
Wohnort: Wülfrath
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Danksagungen: 3 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 42 Bewertungen
Bewertung vom 25.08.2019
Silberdrache
Sage, Angie

Silberdrache


ausgezeichnet

Drache der zwei Welten

In der einen Welt wurden die meisten Drachen von der herrschsüchtigen Familie Lennix unterjocht und zu kriegerischen Raptoren ausgebildet, in der anderen sind sie schon lange verschwunden. Nur wenige Menschen in der modernen Welt erinnern sich noch an die Drachen . Sirin ,ein 11jähriges Mädchen ist eine von ihnen, ihre Mutter erzählte ihr über diese geheimnisvolle andere Welt. Doch ein silberner Drache kann die Welten wechseln , und ist somit heiß begehrt . Ausgerechnet der arme Schäferjunge Joss findet ein Ei , aus dem ein silberner Drache entschlüpft. Der Lennix Clan braucht diesen Silbernen um ihre Macht noch zu stärken.
Ich habe mich auch als erwachsene Leserin gut unterhalten gefühlt, die Altersempfehlung ab 10Jahren halte ich für gerechtfertigt. Der Schreibstil ist flüssig und sicher auch für Kinder gut zu verstehen, aber es kommen doch teilweise recht grausame Handlungen vor. Was mir ein wenig fehlt , sind ein wenig mehr Humor und einige lustige Stellen zwischen den kriegerischen , wilden und traurigen Abschnitten .Das es auch im grausamen Lennix Clan durchaus Mitgefühl geben kann, hat mir dann wieder gut gefallen.

Bewertung vom 17.08.2019
Der Gesang der Flusskrebse
Owens, Delia

Der Gesang der Flusskrebse


ausgezeichnet

Ein Leben , das zu Herzen geht
1952 muss die erst sechsjährige Kya Clark erleben, das ihre Mutter die Familie verlässt . Bald lebt sie alleine mit ihrem trunksüchtigen Vater, der sich kaum um sie kümmert, in der Marsch . Nach Hänseleien am ersten Tag in der Schule, beschließt Kya nicht mehr hin zu gehen. Völlig frei wächst sie auf, verdient sich das notwendigste zum Leben selber . Doch Kya ist unvorstellbar einsam, in der kleinen Stadt will keiner etwas mit ihr zu tun haben, Marschleute gelten als Gesindel. Kya wächst zu einem sehr schönen Mädchen heran, was nicht immer nur Vorteile hat. Der zweite Erzählstrang beginnt 1969 , als Chase Andrews tot aufgefunden wird. Die beiden Erzählstränge nähern sich im Laufe der Geschichte an , und verweilen dann in 1970.
Für mich hätte Der Gesang der Flusskrebse noch viele, viele Seiten haben können, die Geschichte von Kya hat mich so gefangen genommen. Die Autorin hat nicht nur die Schönheit der Marschlandschaft wieder geben können, ohne den Leser zu langweilen. Sie hat mit Kya einen Charakter geschaffen , der zu Herzen geht .Man möchte gerne in die Geschichte springen und Kya beschützen und Hilfe gewähren. Das Ende konnte noch mit einer Überraschung aufwarten , mit der ich nicht gerechnet habe. Dieses Buch wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben !

Bewertung vom 03.08.2019
R.I.P. / Kommissar Huldar Bd.3
Sigurdardóttir, Yrsa

R.I.P. / Kommissar Huldar Bd.3


sehr gut

Packendes Thema, spannend umgesetzt
In einem Kino wird ein junges Mädchen überfallen, schwer verletzt und gezwungen sich zu entschuldigen . Bilder von der Tat gehen online und werden von ihren gesamten Freunden gesehen . Einem Jungen passiert nur kurze Zeit später fast das gleiche Schicksal, wer kann solche Gräueltaten Teenager antun?
Schon zum dritten Mal arbeiten Kommissar Huldar und Psychologin Freyja in diesem komplexen Fall zusammen. Wobei die Beziehung Huldars zu Freyja in R.I.P deutlich weniger im Vordergrund steht , als in den ersten beiden Bänden . Das Grundthema handelt von Mobbing im Internet und in der Realität und ist teilweise sehr zu Herzen gehend geschildert , und leider jeder Zeit möglich. Die Suche und die Hintergründe des Täters sind für mich nicht ganz nachvollziehbar und kommt mir etwas zu konstruiert vor. Die Handlung konnte mich trotzdem zum größten Teil packen und gut unterhalten, da der Schreibstil flüssig und gut verständlich ist. Die ersten beiden Bücher der Reihe haben mir etwas besser gefallen , aber ich würde trotzdem gerne noch weitere Bücher dieser Reihe lesen .

Bewertung vom 01.06.2019
Das Versprechen der Islandschwestern
Baldvinsson, Karin

Das Versprechen der Islandschwestern


ausgezeichnet

Neubeginn in Island
1949 begeben sich die beiden Schwestern Helga und Margarete auf eine Reise in das für sie noch ziemlich unbekannte Island . Im zerstörten Nachkriegsland Deutschland hält sie nicht mehr viel , sie wollen hier neu anfangen. Trotz Verlust ihres Verlobten zögert aber gerade Helga und hadert bald mit Heimweh. Die forsche Margarete verliebt sich schon bald. 2017 reist Pia mit Tochter Leonie und ihrer Mutter Magarete nach Island um die Einladung zu Helgas Geburtstag zu feiern. Jahrelang gab es keinen Kontakt zwischen den beiden Schwestern..
Die Geschichte hat mich von Beginn an mitgerissen, ich habe es mir sehr bildhaft vorstellen können , was es für zwei junge Frauen heißt, in einer fremden Umgebung mit kaum vorhandenen Sprachkenntnissen neu anzufangen. Sehr gut gefallen haben mir auch die Landschaftsbeschreibungen , ausführlich , ohne Überhand zu nehmen. Obwohl ich ziemlich schnell ahnte, was zur Entfremdung der Schwestern führte, blieb für mich die Spannung auf einem guten Level bestehen. Die Charaktere der Protagonistinnen fand ich authentisch und gut gestaltet. Ich war sehr zufrieden, als ich die Islandschwestern in kürzester Zeit beendet hatte . Volle Punktzahl!

Bewertung vom 30.05.2019
Mit James auf Sylt
Thesenfitz, Claudia

Mit James auf Sylt


sehr gut

Leichte Sommerlektüre

Jana hat es nicht leicht, Job und Freund weg , sie bekommt zwar die Gelegenheit, in der Ferienwohnung ihrer Schwester zu wohnen , muss aber dafür den Neufundländer James hüten. Jana kann so gar nichts mit Hunden anfangen und James ist nicht besonders gut erzogen , daraus ergeben sich einige Wirrungen und Probleme. Geschichten mit und über Hunde lese ich sehr gerne , ich wurde nicht enttäuscht, als Hundebesitzer kann man sich schon mal wieder erkennen . Es hat einfach Spass gemacht, diesen leichten Sommerroman zu lesen . Besonderen Tiefgang sollte man natürlich nicht erwarten , aber man kann einige Male schmunzeln und die Beschreibungen der Sylter Landschaft haben mit gut gefallen. Mit James auf Sylt erzeugt schon ein Urlaubsgefühl , lässt sich leicht und flüssig lesen.

Bewertung vom 29.05.2019
Unbarmherzig / Gina Angelucci Bd.2
Löhnig, Inge

Unbarmherzig / Gina Angelucci Bd.2


ausgezeichnet

Meine hohe Erwartung wurde erfüllt
Gina Angelucci kehrt zurück in die Cold Case Abteilung der Münchener Kripo. Einfach wird ihr neuer Fall nicht, liegen die gefundenen Knochen doch schon seit dem 2. Weltkrieg dort. Bald deutet vieles darauf hin, dass die beiden Toten ein Liebespaar waren.
Wie immer versteht es Inge Löhnig mich von Anfang an zu fesseln.Ich weiß gar nicht, was mir besser gefällt, der eigentliche Mordfall und die fortschreitenden Ermittlungen , die weitere Entwicklung um Gina und ihrer kleinen Familie oder die hervorragend gezeichneten Charaktere.Die Rückblenden auf die Geschehnisse in der Vergangenheit wirken sehr authentisch und geben der Story noch mehr Aussagekraft und sorgen für ein besseres Verständnis und Spannung.Bis zum Ende konnte ich miträtseln um den wahren Täter , es wurde nicht zu viel und zu früh verraten , Spannung also bis zum Ende. Mir gefallen eigentlich alle Krimis dieser Serie, aber "Unbarmherzig" ist wieder 5 Sterne wert .

Bewertung vom 22.05.2019
Das Verschwinden der Stephanie Mailer
Dicker, Joël

Das Verschwinden der Stephanie Mailer


sehr gut

Zahlreiche Geheimnisse kommen ans Licht
Nach mehr als 20 Jahren Polizeiarbeit und einer 100 prozentigen Aufklärungsquote muss Jesse Rosenberg seinen schwersten Fall lösen. Die junge Journalistin Stephanie Mailer versucht ihn zu überzeugen , das er bei der Lösung seines ersten großen Mordfalls einer Täuschung erlegen ist. Kurz danach verschwindet sie.
Die ersten 200 Seiten konnte ich in einem Rutsch runterlesen , die Story war schlüssig und überaus spannend gestaltet.Abwechslungsreich , auch durch Wechsel der Zeiten , etwas skurile Charaktere ergaben eine fesselnde Geschichte.Aber ich kann gar nicht sagen ab wann genau, fing die Story an ,sich in Nebensächlichkeitn und Ausschmückungen zu verlieren , es wirkte auf mich etwas künstlich konstruiert . Es war für mich etwas zu viel des Guten.Zum Ende zieht die Handlung noch einmal an , und konnte mich zu mindestens teilweise überraschen.Im Großen und Ganzen ist Joel Dicker seinem Stil treu geblieben , wobei für mich: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert eindeutig am besten war.

Bewertung vom 07.05.2019
So schöne Lügen
Burton, Tara Isabella

So schöne Lügen


sehr gut

Hasserfüllte Freundschaft
Louise (29) lernt die jüngere Lavinia kennen. Im Gegensatz zu Louise muss sie nicht arbeiten , ihre Eltern stellen ihr eine große Wohnung zur Verfügung und ihr Konto ist gut gefüllt. Lavinia nimmt Louise in ihr Leben auf, schenkt ihr teure Eintrittskarten , Kleidung und bezahlt ihre Drinks. Doch dafür erwartet sie auch ungeteilte Aufmerksamkeit und hat kein Verständnis , das es tatsächlich Menschen gibt, die früh aufstehen müssen .Louise verliert immer mehr den Bezug zu einem normalen Leben.
Den größten Teil habe ich verschlungen und fand ihn sehr spannend, gegen Ende zieht sich die Story ein wenig und es gibt sehr ähnliche Situationen.
Der Schreibstil ist einfach und wirkt ein wenig abgehackt. Louise und Lavinia waren mir beide nicht sympathisch , aber im Laufe des Buches zeigt sich, das gerade Lavinia auf den ersten Blick naiv, zart und lieb wirkt , gerne Menschen wie Marionetten behandelt, solange sie nach ihrer Vorstellung sich benehmen ist es gut, aber wehe nicht. Die Story könnte wahrscheinlich so tatsächlich passieren , bis auf das Ende , das mir dann einfach "Zuviel" war.

Bewertung vom 20.04.2019
Das Leuchten jenes Sommers
Scott, Nikola

Das Leuchten jenes Sommers


sehr gut

Opferbereite Geschwisterliebe
1939 erwartet die 16jährige Maddy ihre schmerzhaft vermisste ältere Schwester zurück. Doch Georgiana scheint der einfachen Welt von Summerhill entwachsen, sie bringt ihre mondänen Freunde mit , und einen Mann der ihr näher steht.2009 erwartet Chloe ein Baby, doch ihre Freude ist getrübt, obwohl es auf den ersten Blick keine Bedenken geben sollte. Kummer bereitet ihr nur ihr jüngerer Bruder, der an einer seltenen Muskelkrankheit leidet und immer schwächer wird.
Ein gelungener Roman der auf zwei Zeitebenen beginnt und später zeitlich zusammen findet. Der flüssige Schreibstil hat mir gut gefallen , es gibt einige leicht poetische Beschreibungen , die aber nicht zu ausufernd sind, und den Lesefluss nicht stören. Im Anfang habe ich mich in der Gegenwart bei Chloe besser aufgehoben gefühlt, was sich aber im Laufe der Story noch annähert, ich konnte auch mit der jungen Maddy mitfühlen und ihre Handlungsweisen nach vollziehen. Im Vordergrund dieser Geschichte steht die besondere Verbindung von Geschwistern , die Opferbereitschaft und Verzicht , denen man manchmal auch nicht bewachsen sein kann. Eine schöne Geschichte , ein wenig Tiefgang und ein wenig Spannung. Warum dann " nur" vier Punkte? Chloes Mann erschien mir doch ein wenig klischeehaft , und es gibt einige Längen und Wiederholungen. Positiv dagegen wiederum das Ende, es werden Lösungen angedeutet , aber es gibt kein eskalierendes Happyend!

Bewertung vom 05.04.2019
Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem.
Läckberg, Camilla

Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem.


ausgezeichnet

Was Mann kann , kann Frau noch besser
Faye wähnt sich auf dem Höhepunkt ihres Lebens, ihr Ehemann ist dank ihrer Mithilfe sehr reich, ihre gemeinsame Tochter ist der Mittelpunkt ihres Lebens und sie vergöttert ihren Mann Jack geradezu. Wie wenig er das verdient zeigt sich bald, er stößt sie sehr unschön aus dem gemeinsamen Leben und gönnt ihr aber rein gar Nichts. Doch Faye erholt sich bald von dem Schock und beginnt um Kind und Anerkennung zu kämpfen...
Wieder mal eine Geschichte , die man verschlingt. Es war noch nicht mal so die Grundstory : betrogene Ehefrau nimmt Rache , sondern mich hat die Vorgeschichte und Hintergründe von Fayes Handlungen am meisten fesseln können . In Rückblicken wird ihr Leben beleuchtet und ich habe mich wirklich gewundert, wie aus einer starken, intelligenten, jungen Frau , ein kriecherisches Eheweibchen werden kann. Vieles an ihrer Rache ist wirklich nachvollziehbar und verständlich, aber es gibt auch Taten , die in ihrer Heftigkeit und Konsequenz erschrecken. Manchmal dachte ich , das die Realität doch etwas anderes ist , und Faye mit manchen Sachen einfach nicht durchkäme. Doch das tut der Spannung keinen Abbruch ,es gibt keine Hänger und der erzählerische Aufbau ist sehr gut gelungen. Den Untertitel : Trau ihm nicht. Trau niemandem. ist meiner Meinung nach nicht ganz richtig gewählt. In ihrer Freundin Chris und ihrer Vermieterin findet sie treue Verbündete. Vielleicht eher : trau keinem Mann?
Mir hat diese andere Seite von Camilla Läckberg durchaus gefallen , deshalb eine klare Empfehlung von mir!