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Benutzername: Malin19
Wohnort: Wülfrath
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Danksagungen: 3 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 70 Bewertungen
Bewertung vom 16.06.2020
Die Farben der Schönheit - Sophias Träume / Sophia Bd.2
Bomann, Corina

Die Farben der Schönheit - Sophias Träume / Sophia Bd.2


ausgezeichnet

Ich bin angenehm überrascht
Auch der zweite Band um Sophia konnte mich fesseln und mit fiebern lassen . Die Suche in Paris nach ihrem verschollenen Sohn ist mir richtig ans Herz gegangen , ebenso das Treffen mit ihrer Freundin Henny , ich wollte nicht glauben, was aus der starken , durchsetzungsfähigen Henny geworden ist. Aus der im ersten Band noch zaghaft handelnden Sophia ist dagegen eine gut bezahlte , talentierte Angestellte des Kosmetikkonzerns Arden geworden, aber auch hier muss Sophia feststellen, es ist nicht alles Gold was glänzt.
Die Story um die zwei Kosmetikherstellerinnen Arden und Rubinstein fand ich äußerst spannend und interessant, besonders da sie auf wahren Begebenheiten beruhen. Die fiktive Protagonistin Sophia Krohn passt hervorragend in diese Story , mir gefällt ihr Kampfgeist ,ihr Urteilsvermögen und ihr Mitgefühl. Alles ist sehr bildhaft und lebendig beschrieben , auch das aufkommende Nazideutschland der dreissiger Jahre . Am Ende gab es noch eine Überraschung , mit der ich nicht gerechnet habe , es hat mir aber gefallen und ich würde am liebsten direkt weiter lesen .

Bewertung vom 10.06.2020
City of Girls
Gilbert, Elizabeth

City of Girls


ausgezeichnet

Lebendiger Rückblick
1940 : Die neunzehnjährige Vivian kommt aus einem begüterten Elternhaus und scheitert als zweit schlechteste Schülerin am College. Sie wird zu ihrer Tante Peg geschickt, der ein kleines , altes Theater gehört und Vivian ziemlich viel durch gehen lässt. Vivian freundet sich mit einem Revuegirl an und lässt an Vergnügungen nichts aus. . Auf Grund ihrer Nähkünste erreicht sie ein gewisses Ansehen , auch als es mit dem Theater von Tante Peg aufwärts geht , und umfangreiche Kostüme gebraucht werden , kann sie mit ihrem Talent überzeugen. Doch im betrunkenen Zustand , macht sie einen unverzeihlichen Fehler , den selbst die unkonventionelle Peg nicht hinnehmen kann.
Es ist selten , das mir eine Protagonist erst im Laufe der Geschichte ans Herz wächst. Im ersten Drittel fand ich Vivian wirklich unsympathisch und selbstsüchtig. Im weiteren Verlauf konnte ich mich aber durchaus mit dieser zwar nicht perfekten , aber starken , interessanten Persönlichkeit anfreunden. Ihre Entwicklung im Leben fand ich glaubhaft und gut beschrieben. Die Schilderung des Theatermilieus fand ich sehr gut gelungen, sehr bildhaft und detailreich .Im Gesamtbild ein sehr gut gelungener Roman , der das Sittenbild Mitte des vergangenen Jahrhunderts zeigt und eine Hommage an wahre Frauenfreundschaft ist. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und kann City of girls weiter empfehlen.

Bewertung vom 29.05.2020
Die Henkerstochter und der Fluch der Pest / Henkerstochter Bd.8
Pötzsch, Oliver

Die Henkerstochter und der Fluch der Pest / Henkerstochter Bd.8


sehr gut

Ein schrecklicher Gegner
Diesmal bekommt es die Henkerstochter Magdalena und ihre gesamte Familie, es mit einem besonders schlimmen Gegner zu tun. Ein alter Freund von Jakob Kuisl kann ihm noch einige mysteriöse Worte zuflüstern , bevor er an der Pest stirbt . Doch scheint die Pest sich nicht nur auf natürlichen Wege aus zu breiten, es hat den Anschein , als helfe ein teuflischer Gegner kräftig nach. Im alt und nachlässig gewordenen Henker erwachen Tatkraft und Wille dieses Unglück auf zu halten .
Ein weiterer gelungener Roman aus der Henkerstochter Reihe , auch diesmal wieder sehr bildhaft und glaubhaft das 17.Jahrhundert beschrieben. Ich meine immer einen üblen Geruch wahr zu nehmen , wenn es um Abwässer und ähnliches geht. Kopfkino in Perfektion ! Die Handlung besticht durch viel Action und einige Wendungen , die vielen Handlungsstränge geben der Geschichte noch eine zusätzliche Dynamik. Das die Familie immer größer wird, und Magdalenas und Simons Kinder ihre eigenen Abenteuer erleben , tut der Story wirklich gut. Ich war wieder einmal sehr zufrieden , aber nicht restlos begeistert von Die Henkerstochter und der Fluch der Pest . Ich hatte das Gefühl der Vorgängerband war einfach besser . Obwohl ein Fan der Reihe und auch von Jakob Kuisl gefiel er mir diesmal am wenigsten von allen Protagonisten. Er ist eigentlich zu alt für Verfolgungsjagden , aber wenn es darauf ankommt , noch immer bei Schlägereien mit Bärenkräften gesegnet . Sorry, aber es kommt mir vor, als hätte ich es schon dutzende male in dieser Reihe gelesen. Wieder einmal des Lobes wert: Die Karte von Kaufbeuren und die Liste der vorkommenden Personen . Über 720 Seiten fast durchgehend sehr spannend zu gestalten ist schon eine sehr gute Leistung , ich würde mich über viele weitere Bücher freuen.

Bewertung vom 26.05.2020
Bloom
Oppel, Kenneth

Bloom


ausgezeichnet

Selten wurden Pflanzen spannender beschrieben
Auf den ersten Blick sind die drei Teenager Anaya, Petra und Seth ziemlich unterschiedlich, doch bald zeigt sich, das sie eins gemeinsam haben. Sie scheinen besser mit den plötzlich wachsenden Pflanzen klar zu kommen , die drohen die Erde zu vernichten.
Obwohl Bloom ein Jugendroman ist, hat er es geschafft , das ich mich auch im reifen Alter gut unterhalten gefühlt habe. Der Schreibstil ist dem Lesealter angepasst, aber auch nicht zu einfach oder nichtssagend gestaltet. Das Wachstum der neuen Pflanzenwelt ( und auch das Absterben der Vorhandenen) wird erschreckend real und bildhaft beschrieben. Der Spannungsbogen konnte fast durchgehend gehalten werden , und endet mit einem Cliffhanger , der auf eine Fortsetzung hoffen lässt. Ich werde Bloom weiter empfehlen , mir hat dieses spannende Jugendbuch sehr gut gefallen .

Bewertung vom 17.05.2020
Der Sommer der Islandtöchter
Baldvinsson, Karin

Der Sommer der Islandtöchter


sehr gut

Nicht hervorragend , aber über dem Durchschnitt
2018 : Gerade läuft es im Leben von Hannah nicht so toll. Die Ehe gescheitert, ihre Karriere wahrscheinlich beendet . Mit ihrem kleinen Sohn wagt sie einen Neubeginn in Island, und wundert sich erst über die Gewohnheiten der Menschen in dem für sie fremden Land , aber bald kann sie viel Positives erfahren.
1978 : Monika verbringt wie schon oft den Sommer mit ihren Eltern in Island, doch diesmal scheint es alles anders zu sein. Zwei Frauen an einem Scheideweg in ihrem Leben...
Der Sommer der Islandtöchter konnte mich mit dem bildlichen , lebendigen Schreibstil fesseln, die Charaktere sind gut beschrieben und ich konnte mit den Beiden mitbangen und besonders bei ider jungen Monika habe ich gehofft, das sich ihr Traum erfüllen werde . Hannahs Geschichte war auch interessant, für meinen Geschmack verhält sie sich aber etwas gekünzelt und klischeehaft, ähnliches meinte ich schon öfters gelesen zu haben..Geschichten über zwei Zeitebenen lese ich besonders gerne, auch wenn diesmal nur vierzig Jahre zwischen den Handlungssträngen liegen. Vieles habe ich erahnt, aber das Ende konnte doch noch mit einer Überraschung aufwarten . Die Beschreibung der Atmoshäre auf Island werte ich als Plus, es wirkt sehr gelungen auf mich.Fazit : Ein lesenwerter Roman , der nicht hervorragend ist, aber doch über dem Durchschnitt liegt .Von Karin Baldvinsson würde ich auch noch weitere Romane gerne lesen.

Bewertung vom 06.05.2020
Die Mitte ist ein guter Anfang
Bloom, Franka

Die Mitte ist ein guter Anfang


sehr gut

Manchmal kommt es anders, als man denkt
Mit fast fünfzig bekommt Eva von ihrem langjährigen Lebensgefährten einen Heiratsantrag. Die gemeinsame Tochter Frida jubelt , doch Eva sieht Alles mit gemischten Gefühlen , gehen doch gerade jetzt in ihrem Freundeskreis Ehen auseinander. Gehört nicht doch auch nach zwanzig Jahren Sehnsucht und Romantik zu einer Ehe dazu, oder hat Evas Urlaubsflirt mit ihrem Zögern zu tun?
Tiefgang, Humor , einen flüssigen,angenehmen Schreibstil , glaubwürdige Charaktere , das Alles kann man in Die Mitte ist ein guter Anfang finden . Wobei ich finde, das die weiblichen Protagonistinnen noch besser getroffen sind , als die männlichen . Das Grundthema ist nicht gerade neu, aber unterhaltsam beschrieben , regt zum nachdenken an, besonders wenn man auch in der Mitte des Lebens steht ,kennt man einige der Probleme , mit der sich Eva auseinander setzen muss. Ein kleines Minus: Ich hatte etwa nach einem Viertel des Buches das Gefühl, die Geschichte zog sich ein wenig zäh dahin , was sich aber bald wieder legte und wieder Fahrt aufnahm. Ich war mit dem Ende sehr zufrieden und kann diese unterhaltsame Lektüre nur weiter empfehlen.

Bewertung vom 28.04.2020
Pandatage (eBook, ePUB)
Gould-Bourn, James

Pandatage (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Skurril , aber zu Herzen gehend
Als Dannys Frau vor einem Jahr bei einem Autounfall starb, geriet sein einfaches , aber trotzdem sehr schönes Leben in Schieflage . Sein Sohn Will war bei dem Unfall dabei und spricht seitdem nicht mehr. Danny gibt sein Bestes , doch er kann die Miete kaum begleichen und verliert auch noch seinen Job .Absolut kein neuer Job in Sicht, aus der Not heraus versucht sich Danny als Straßenkünstler im Pandaköstüm . Kann das lange gut gehen , ohne das sein Sohn erfährt in welcher Lage sich Danny wirklich befindet?
Aus dieser traurigen Ausgangsposition entwickelt sich eine zu Herzen gehende , manchmal aberwitzige Geschichte , die vor allem von ihren sympathischen Protagonisten lebt. Ein Schuß Sozialkritik gibt dem Ganzen dagegen wieder etwas mehr bodenständiges . Der Schreibstil war flüssig und angenehm , und konnte mich fesseln. Pandatage vereint so vieles in einer Geschichte : Liebe ( auch wenn Dannys Frau tot ist, sind seine Erinnerungen und Gedanken ganz bezaubernd geschildert), Vater / Sohn Beziehung , Freundschaften , und auch ein wenig Angst um Danny. Pandatage ist ein Roman , in das man am liebsten springen möchte, um Danny bei seinem aussichtslosen erscheinenden Kampf gegen den Vermieter beizustehen , oder Will gegen die Schulrüpel zu helfen. Mich konnte Pandatage begeistern, auch wenn Krimi/Thriller mein allerliebstes Genre ist. Nur das Cover hat mir nicht besonders gefallen, zwar zum Thema passend, aber für mich nichtssagend.

Bewertung vom 20.04.2020
Das Dorf der toten Seelen
Sten, Camilla

Das Dorf der toten Seelen


sehr gut

Pageturner mit kleinen Schwächen
Silvertjärn - ein von der Welt vergessenes Dorf.Doch geschah gerade dort in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts etwas sehr Merkwürdiges . Fast tausend Menschen verschwanden scheinbar spurlos , nach einer brutalen Tötung , und nur ein Baby wurde unversehrt aufgefunden. Alice, die von einer der Familien aus Silverjärn abstammt, sieht ihre große Chance und will mit einem vierköpfigen Team eine Dokumentation über den rätselhaften Fall drehen.
Ich konnte sehr gut in die Story einsteigen, der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm . Ein Wechsel zwischen den Geschehnissen um Alice und ihre Crew und den Berichten von Alices Urgroßmutter geben der Geschichte eine zusätzliche Abwechslung. Die Kapitel sind recht kurz und enden oft mit einem Cliffhanger .Die meiste Zeit konnte mich" Das Dorf der toten Seelen" positiv überzeugen , die gruseligen Szenen werden erst behutsam in die Geschichte eingebaut und wirken spannend Die Charaktere handeln überzeugend und realitätsnah.Doch etwa in der zweiten Hälfte erinnert mich die Story an Blair Witch Project, was nicht unbedingt schlecht sein muss. Aber es gab einige Situationen , die langatmig aufgebaut wurden, um sie Kapitel später als Nebensache zu behandeln.Auch entgleitet hier die Story für meinen Geschmack ein wenig , die Protagonisten benehmen sich eher wie Teenager und nicht wie Erwachsene um die dreißig. Ein Pageturner mit kleinen Schwächen , aber absolut lesenswert.

Bewertung vom 31.03.2020
Rendezvous in zehn Jahren
Pinnow, Judith

Rendezvous in zehn Jahren


sehr gut

Werden Träume wahr ?
Valerie und Ted lernen sich auf unkonventionelle Weise in Amsterdam kennen .Sie sind sich Beide gleich mehr als sympathisch, und trotzdem machen sie nicht direkt ein neues Date aus und tauschen ihre Kontaktdaten. Nein, in zehn Jahren wollen sie sich erst wiedersehen , um fest zu stellen , ob sich ihre Träume und Lebensziele erfüllen konnten. Doch Ted will nicht warten...
Rendezvous in zehn Jahren konnte mich über die Mehrzahl der Seiten bezaubern und fesseln. Der Schreibstil ist flüssig,angenehm und leicht zu verstehen, die Seiten flogen dadurch nur so dahin. Die Protagonisten und auch die Nebencharaktere sind ausführlich und bildhaft beschrieben , ich konnte sie mir sehr gut vorstellen. Ein wenig Humor blitzt auch auf , das kann ja selten schaden. Kleine Minuspunkte : Es waren für mich etwas zu viel Zufälle , an denen die Beiden sich verpassen ( aber nur um Haaresbreite). Auf jeden Fall möchte ich Rendezvous in zehn Jahren weiter empfehlen, es ist ein gelungener , romantischer Roman , den ich nach Beendigung mit einem zufriedenen Seufzen zur Seite gelegt habe. Auch wenn ich fast doppelt so alt wie die Protagonistin bin, hat es mein Lesevergnügen nicht gestört

Bewertung vom 12.03.2020
Die Magier von Paris
Wolff, Christina

Die Magier von Paris


ausgezeichnet

Zauberhafte Nachwuchsmagier
Die 12jährige Claire entstammt einer alten Zauberfamilie und muss verfrüht aus der Schule heimkehren. Ihr Zuhause teilt sie mit einer chaotischen , aber liebenswürdigen Tante , einem kleinen Geist und ihrem verstorbenen Vater , der aber noch in einer Gartenmauer präsent ist. Sie lernt Rafael kennen, ebenfalls ein viel versprechender Zauberschüler , leider sind ihre Familien sich spinnefeind. Doch die beiden Kinder merken bald, das ihre Familien ihnen etwas verschwiegen haben und das auf sie noch eine große Aufgabe wartet, die sie nur gemeinsam lösen können.
Ein wunderbares magisches Abenteuer, das auch Erwachsene erfreuen kann. Eine spannende Zaubergeschichte in einem tollen , kindgerechten Schreibstil , mit einem gelungenen Spannungsaufbau und einigen überraschenden Wendungen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und liebevoll gezeichnet , genau wie das Flair von Paris. Lobend erwähnen möchte ich auch die Illustrationen , sie wirken modern, detailreich , lebendig. Die Länge der einzelnen Kapitel sind gerade richtig für junge Leser , und das angegebene Lesealter ab 10 ist in Ordnung, ich denke , wenn vorgelesen wird, ist" die Magier von Paris" auch für etwas jüngere Kinder geeignet.