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Deda
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Köln

Bewertungen

Insgesamt 26 Bewertungen
Bewertung vom 29.08.2025
Daywalt, Drew

Alle nennen mich Nein-Sam - Ein ahnungsloser Mops beißt sich durch


sehr gut

Skurril
Der kleine Mops Sam meint es eigentlich nur gut. Aber Sam denkt, er ist ein Mensch. Menschen, wie sein Herrchen Mike, der ihn meist alleine zu Hause lässt, sind für ihn ‘Nacktaffenwesen’. Als Sam dann aber wegläuft, weil sein Herrchen sich garnicht für ihn interessiert, landet er im Tierheim.
Als ihn eine neue Familie adoptiert, möchtest du ihm alles tun, damit es Ihnen gut geht und sie beschützen. Dadurch stiftet ihr aber sehr viel Chaos! Weshalb er nein Sam sehr oft hört.
Das Buch ist schon irgendwie süß gemacht, aber auch ein bisschen drüber. Für Kinder ist es bestimmt lustig, insbesondere weil Sam viele kleine Malheurs passieren.
Aus meiner Sicht eignet es sich insbesondere für Kinder im Grundschulalter, um ihre Lese-Fähigkeiten mit kurzweiligen Geschichten zu vertiefen.
Das Buch ist auf jeden Fall einen Kaufwert jeden Fall einen Kaufwert.

Bewertung vom 03.08.2025
Erdmann, Kaleb

Die Ausweichschule


gut

Grotesk
Der Hauptprotagonist der Geschichte hat als Elfjähriger den Amoklauf am Erfurter Gutenberg Gymnasium miterlebt. Dieses Buch beschreibt seinen Prozess des zu arbeitens und emotionalen Rückschlag 20 Jahre nach dem Anschlag. Während sich viele Nebenschauplätze auftun, ist von der im Titel erwähnten, Ausweichschule kaum die Rede. Stattdessen groteske Nebenschauplätze (Fleisch Performance mit Fleischabfällen, urinieren in die Volvic Flasche). Ein Neben-Erzählstrang mit dem „Dramatiker“ - sehr wirr und unnötig, löst Störgefühle aus. Der Hauptprotagonist sehr mit sich selbst beschäftigt - um ehrlich zu sein, bleibt unklar, weshalb das Buch überhaupt die Ersatzschule heißt, denn in der Hauptsache geht es um das Innenleben des Hauptprotagonisten, der nicht wirklich mit seinem Leben zurecht zu kommen scheint. Es wirkt fast so, als möchte der Autor ein möglichst groteskes, dissoziales und psychopathische Bild von seinem Hauptprotagonisten zeichnen.
Ich kann mich weder mit dem Schreibstil noch mit dem Wirrungen dieser Geschichte so richtig anfreunden.

Bewertung vom 23.07.2025
Fonthes, Christina

Wohin du auch gehst


ausgezeichnet

Mitreißend
Bijoux wächst die ersten Jahre ihres Lebens in Kinshasa auf. Als die Aufstände beginnen und schlimmer werden, bringt ihre Mutter Eugenie sie nach London. Dort soll sie bei Tantine Mireille Leben, die sehr streng gläubig ist, und ihr gegenüber immer kalt ist. Irgendwann, als sie danach fragt, wann sie zu ihren Eltern zurück darf, eröffne ihr Mireille , dass nicht Eugenie ihre Mutter ist, sondern sie. Im Laufe der Handlung, wird immer mehr offenbar, welch schwierige Familiengeschichte sich hinter Mireilled und Bijoux Vergangenheit befindet.
Das Buch ist sehr mitreißen, aber auch sehr emotional geschrieben. Insbesondere wenn die Beziehung zwischen Bijoux und Mireille beschrieben wird möchte man das Mädchen an die Hand nehmen und zurück zu ihrer Mutter nach Kinshasa bringen. Schwere Kost, aber eine klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 23.07.2025
Engelmann, Julia

Himmel ohne Ende


ausgezeichnet

Traurig und gut geschrieben
Charlie ist Teenager, sie fühlt sich in ihrem Leben nicht wohl, hat das Gefühl, immer außen vor zu sein. Als ich dann selbst ihre beste Freundin von ihr abwendet und lieber mit einem anderen Mädchen, über, dass sie sonst gemein gelästert haben, was macht, fällt sie in ein tiefes Loch. Dann kommt Pommes ein neuer Schüler an die Schule. Und der nimmt sie, wie sie ist, besteht darauf, dass sie mit auf Partys etc. geht. Und auch wenn Charlie sehr oft an sich zweifelt, scheint es doch Pack auf zu gehen. Und dies trotz einiger Rückschläge in ihrer Freundschaft, aber auch mit den anderen Schülern. Man hat bis zum Schluss das Gefühl, dass Charlie sich nie richtig zugehörig fühlt. Das Buch ist sehr angenehm geschrieben, sowohl Schreibstil als auch länger sind angenehm zu lesen. Auch bringt es die Emotionen, die man selbst als Teenager verspürt hat, sehr klar, auf den Punkt: man hatte immer das Gefühl, funktionieren zu müssen, irgendwie dazugehören zu wollen, und es doch nicht zu tun.

Bewertung vom 27.06.2025
Neudert, Cee

tiptoi® Bildergeschichten über den Umgang mit Gefühlen - Amélie Amie und die Sache mit der Vielfalt


sehr gut

Alle sind Einzigartig
Zum Ferienbeginn begegnen Amelie und Lucky, ihrem neuen Nachbarn Ben, der eine Beinprothese hat. In ihrer Freizeit erkunden die Kinder den Hof, das Wohnkomplexes. Nicht nur entdecken Sie dort viel spannendes, Pflanzenblumen streichen die Wände an…, sie begegnen dort auch unseren Menschen, die alle unterschiedlich sind und auch viele Gemeinsamkeiten haben.
Was die Kinder entdecken ist eher für sehr kleine Kinder sehr kurz und prägnant erzählt, der Typ der Stift liefert ein paar zusätzliche Geschichten.
Von einem Buch über Vielfalt, habe ich mir tatsächlich aber noch mehr erhofft, das intensiver auf die vielen Unterschiede zwischen Menschen eingegangen wird (Haarfarbe, Hautfarbe, dick, dünn, mit Behinderung, groß, klein,…) und dann aufzulösen, dass jeder für sich individuell ist und wir doch sehr viel gemeinsam haben. Das sieht in dem Buch etwas, zwei verschiedene Menschen alle unterschiedlich aus, eine hat auch einmal ein Tattoo, aber die Vielfalt kommt neben den kleinen Abenteuern etwas zu kurz.

Bewertung vom 06.06.2025
Noort, Tamar

Der Schlaf der Anderen


ausgezeichnet

Fesselnd
Als Janis, Nachtwache im Schlaflabor, eines Abends ihrer Patientin Sina, die an fast schon chronisch im Schlafmangel leidet, zum ersten Mal begegnet, stellt sie ihr Leben infrage. Sina, als Lehrerin mit Ehemann und Kindern, hat seit langen Problemen mit dem schlafen, ist erschöpft und unzufrieden. Die beiden haben auf Anhieb eine Verbindung. Sie Strom an, in der Nacht, in der Sina eigentlich im Schlaflabor schlafen sollte, durch ihren Ort und entwenden ein kleines Sofa, welches sie in Sinas Klassenzimmer stellen.
Nach der Begegnung mit Sina beschließt Janis kurzerhand, ihrem Job im Schlaflabor den Rücken zu kehren. Sina hingegen stellt ihre Lebensentscheidungen infrage, und lässt ihrer Erschöpfung auf dem Sofa das nun in ihrem Klassenraum steht, freien Lauf während des Unterrichts.
Der Text drückt sehr deutlich die Unzufriedenheit der beiden, jeweils mit ihren Leben aus. Er ist angenehm und mitreißend geschrieben, so dass man das Buch nicht weglegen kann. Ich habe es in zwei Tagen durchgelesen! Eine klare Leseempfehlung

Bewertung vom 02.06.2025
Clavadetscher, Martina

Die Schrecken der anderen


gut

Sehr wirr
Ein Junge findet eingefroren im Eis eine Leiche als er mit den Schlittschuhen auf dem See herumfährt. Eigentlich wollte er eine Methanblase unter dem Eis finden und ein Feuerwerk zu veranstalten. Schibig, der als Polizist im Archiv der Polizei tätig ist, wird gebeten, sich das anzuschauen, da es ganz bei ihm um die Ecke ist. Der Fall lässt ihn nicht mehr los, und gemeinsam mit „der Alten“ einer Frau, die auf einem Campingplatz ganz in der Nähe lebt, beginnt er zu rätseln, ohne zu wissen, dass die Frau einer größeren Sache auf der Spur zu sein scheint.
Die Geschichte macht viele strenge auf, erzählt von einem Herrenclub, von der Nazizeit, aber bringt keine dieser Strände so wirklich wieder zusammen. Auch eine wirkliche Auflösung am Ende der Geschichte gibt es nicht.
Inhaltlich finde ich das Buch nicht ansprechend, es war anstrengend dran zu bleiben. Auch den Schreibstil finde ich sehr befremdlich, permanent auf hab-acht, ohne auflösende Elemente.

Bewertung vom 26.05.2025
Kempton, Beth

Kokoro


sehr gut

Ich bin zwiegespalten

Beth Kempten steigt in ihre Entdeckung des Kokoro mit dem Verlust von zunächst ihrer besten Freundin und kurze Zeit später dem Verlust ihrer Mutter ein. Auch referenziert sie des Öfteren auf Ihre Midlifecrisis, welche der Grund war, dass sie Schriftstellerin wurde und über japanische Philosophien zu schreiben, begann. Kokoro, das Thema dieses Buches, hat viele Bedeutungen, aber insbesondere bezieht es sich darauf, wie man die Welt wahrnimmt und mit diesen Wahrnehmungen umgeht, um sich so ein möglichst glückliches und bescheidenes Leben zu gestalten.
So richtig gut gefallen hat mir das Buch nicht, es ist aus meiner Sicht eine Aneinanderreihung verschiedener Theorien und Lehren, die auf unterschiedliche Art mit der Lehre des Kokoro verbundenen sind. Es werden verschiedene Meister Tempel und Schreine erwähnt. Die Autor reiht verschiedene Erlebnisse, teilweise auch, wie es mir scheint, nicht zeitlich chronologisch, aneinander, um ihre Sicht auf das Kokoro zu erklären. Mir fehlt ein roter Faden.

Bewertung vom 20.05.2025
Wen, Lai

Himmlischer Frieden


gut

Gewöhnungsbedürftig
Lai wächst in einfachen Verhältnissen in Peking auf. Mit jüngerem Bruder, dem von der Kulturrevolution gebrochenen Wissenschaftler Vater und ihrer verbitterten Mutter. Sie strauchelt damit, bei Kindern ihres Alters dazuzugehören. Gleichzeitig beschreibt sie ihr Familienleben sehr distanziert - sie ist auf der Suche nach sich selbst zwischen schwierigen Familienverhältnissen und Studenten Protesten. Erst mit der geheimnisvollen Madame Macaw scheint etwas Struktur und Selbstbewusstsein in ihren Charakter zu kommen.
Negativ fällt dabei auf, wie abfällig sich Lai über die meisten Menschen in ihrer Umgebung äußert. An Mutter und Vater lässt sie kaum ein gutes Wort, die Großmutter kommt da schon etwas besser weg. Auch über ihre Mitschüler*innen berichtet sie in herablassender Arroganz. Sie lässt kaum ein gutes Haar an ihren Mitmenschen und wirkt dadurch sehr unsympathisch. Die Art wirkt sehr überheblich und ich frage nicht, ob dieses weglassen jeglicher positiver Eigenschaften m kulturell bedingt ist. Es liest sich fast wie eine Abrechnung mit den Menschen in ihrer Umgebung.

Bewertung vom 29.04.2025
Schlosser, Antonia;Kestler, Katharina;Bartelmus, Lisa

Wilde Berge des Balkan


weniger gut

Leider uninteressant
Das Cover und der Klappentext von Wilde Berge des Balkan haben mich direkt angesprochen und ich habe mir einen informativen und spannenden Reisebericht erhofft. Dem ist aber leider nicht so. Die drei Autorinnen, welche abwechselnd die Kapitel geschrieben haben, gehen kaum auf Umgebung, Land und Leuten ein. Auch der Weg wird nur angerissen. Stattdessen werde konstant über alle Kapitel Wehwehchen beschrieben und diese auch, ständig wiederholt (die eine hat Knie, die zweite kaputte Schuhe und Alter, aufgescheuerte Brust, der dritten tut der Knöchel weh). Ehrlich gesagt ist das sehr anstrengend. Mich hätten vielmehr Land ins Leute interessiert, dass so ein Abenteuer Wehwehchen mit sich bringt ist klar und darf auch angerissen werden. Hier nehmen diese und der innerliche Monolog “sind wir jetzt Freundinnen oder nicht” allerdings zum Großteil der Erzählung ein, was das Buch langwierig und uninteressant macht. Land und Leute werden nur sporadisch erwähnt.
Ich bin leider sehr enttäuscht und hatte mir mehr erhofft