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Benutzername: sechmet
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Bewertungen

Insgesamt 22 Bewertungen
Bewertung vom 12.08.2018
Vier.Zwei.Eins.
Kelly, Erin

Vier.Zwei.Eins.


ausgezeichnet

Wenn man das Cover betrachtet, sieht man eine Frau zwischen zwei Bäumen stehen. Farblich ist diese Szene in Graustufen gehalten. Die auf dem Cover groß geschriebenen Zahlen stechen hier zunächst mit ihrer Größe und der orangenen Farbe ins Auge. Erst der Untertitel „Vier Menschen, zwei Wahrheiten, eine Lüge“ geben einen Hinweis auf den Inhalt des Thrillers. Denn hier geht es um vier Menschen, die zunächst eines gemeinsam haben. Sie sind alle auf einem kleinen Festival im Rahmen einer Sonnenfinsternis. Diese findet 1999 statt.

Das Buch ist so aufgebaut, dass man erst so nach und nach erfährt, was alles in der Vergangenheit passiert ist. Denn immer wieder wird hier zwischen Gegenwart und Vergangenheit gewechselt. Einige interessante und auch unerwartete Wendungen fügen zum Ende alles zusammen. Gerade das macht auch die Spannung dieses Thrillers aus. Denn immer fragt man sich, was denn nun die Lüge ist und was die Wahrheit.

Den Schreibstil von Erin Kelly finde ich sehr angenehm und flüssig zu lesen. Außerdem hat sie die Protagonisten sehr gut ausgearbeitet. Keiner von ihnen ist grau und farblos. Ganz im Gegenteil, denn alle haben ihre Ecken und Kanten und ihre Probleme. Geschrieben sind die einzelnen Kapitel jeweils in der ich-Form. Dabei lesen wir die Geschehnisse mal aus Lauras Sicht und mal aus der Sichtweise von Kit.

Erin Kelly hat mit „Vier.Zwei.Eins.“ einen sehr spannenden Thriller verfasst. Dadurch, dass die Kapitel mal in der Vergangenheit spielen und mal in der Gegenwart, sowie zusätzlich die einzelnen Kapitel oftmals mit einem Cliffhanger enden, wird die Spannung zusätzlich erhöht. Das Buch entwickelte sich für mich zu einem echten Pageturner.

Für mich war dieses Buch in diesem Jahr definitiv ein Highlight. Ich fand das Buch sehr spannend geschrieben, obwohl die Story an sich eher unspektakulär ist. Ob es tatsächlich in erster Linie dem Genre Thriller zugeordnet werden kann oder doch eher einem Spannungsroman, ist in diesem Fall wohl eine rein subjektive Entscheidung. Unter Strich ist es für mich egal, denn wichtig ist mir nur, dass ich dieses Buch gerne gelesen habe und es ungern zur Seite gelegt habe, da ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht. Wer spannend geschriebene Bücher dieses Genre gerne liest, sollte hier ruhig zugreifen. Ich wurde jedenfalls nicht enttäuscht.

Bewertung vom 22.01.2018
Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie
Joyce, Rachel

Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie


ausgezeichnet

In einer kleinen Seitenstraße findet man einen ganz besonderen Plattenladen. Nämlich den von Mister Frank. Hier treffen nicht nur Kunden, sondern auch Nachbarn und die anderen Ladenbesitzer. Sie alle treffen sich in diesem kleinen, urigen Laden, weil Frank eine ganz besondere Gabe besitzt: Er spürt, welche Musik die Menschen brauchen. Aber diese kleine Gemeinschaft ist bedroht, denn ein Laden nach dem anderen muss schließen. Eines Tages taucht eine junge Frau in Grün vor dem Plattenladen auf. Wie sehr Frank sich auch bemüht, er kann in ihr einfach keine Musik hören…

Rachel Joyce hat mich mit diesem Buch bereits auf der ersten Seite verzaubert. Ich war diesem Buch sofort verfallen. Dieses Buch ist nicht nur über Musik, es ist Musik. Eine Geschichte, mit einer eigenen Playlist. Die Hauptfigur, Frank, empfiehlt jedem die passende Musik. Viele Erläuterungen zu der entsprechenden Musik machen einen neugierig. Neugierig zu erfahren, ob man es auch hört. Und so fing ich an, mir das eine oder andere Musikstück von der Playlist anzuhören.

Alle Figuren in diesem Buch sind fantastisch. Jeden einzelnen Charakter kann man sich sehr gut bildlich vorstellen. Denn jeder von ihnen ist einzigartig. Und vor allem ist jede Figur auf ihre Art sehr liebenswürdig. So, wie sie alle im Laufe des Buches beschrieben werden, sind sie so real. Es ist, als wenn diese Straße mit diesen Leuten gleich nebenan sein muss. Es ist nicht nur die Musik, die einen verzaubert, sondern auch jeder einzelne Charakter trägt dazu bei. Eine wirklich tolle Story.

Meiner Meinung nach ist „Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie“ das bisher beste Buch von Rachel Joyce. Ich habe mich schon auf den ersten Seiten in dieses Buch verliebt. Es ist ein Buch zum Wohlfühlen. Dieses Buch habe ich sehr genossen. Deshalb kann ich dieses Buch jedem wärmstens empfehlen. Ein wirklich tolles Buch über Musik, Liebe und die Ereignisse, die einen Menschen von Kindheit an prägen.

Bewertung vom 03.01.2018
Der Verfluchte / Die Chroniken von Azuhr Bd.1
Hennen, Bernhard

Der Verfluchte / Die Chroniken von Azuhr Bd.1


ausgezeichnet

Der Sohn von Nandus Tormeno, ist dazu auserwählt seinem Vater ins Amt des Erzpriesters zu folgen. Milan soll einer jener Auserwählten werden, die Azuhrs Geschicke lenken. Aber Milan rebelliert. Er kann sich mit seinem vom eigenen Vater ausgesuchten Schicksal nicht abfinden. Dadurch gerät er mit der Meisterdiebin Felicia und der Konkubine Nok in ein Netzwerk von Intrigen. Und dann ist da noch diese alte Prophezeiung, die von der Ankunft des schwarzen Mondes handelt, welcher ein Zeitalter voller Magie einläuten wird…

Ein absolut gelungener Auftakt der neuen Fantasy-Reihe von Bernhard Hennen. Hier wurde eine Welt erschaffen, die einem Märchen entsprungen sein könnte. Durch seinen fantastischen Schreibstil erschafft Bernhard Hennen hier eine märchenhafte Welt mit tollen Charakteren. Jede einzelne Person kann man sich bildlich vorstellen. Aber nicht nur das, auch die Landschaft und die Städte hat man direkt bildlich im Kopf. Von der ersten Seite an wird der Leser von diesem Buch in einen regelrechten Bann gezogen.

Die zum Teil recht kurzen Kapitel / Abschnitte lassen einen regelrecht durch das Buch fliegen. Außerdem gibt es so einige recht überraschende Wendungen, die den Leser durchaus fassungslos sitzen lassen. Bei diesem Buch kann man sich nicht sicher sein, ob der gerade so liebgewonnene Charakter nicht im nächsten Moment stirbt. Zuerst fragt man sich noch, wo denn die Fantasy-Elemente sind, aber diese tauchen im Laufe der Story immer mehr auf.

Für mich war es das erste Buch von Bernhard Hennen. Mit diesem Buch hat er mich derart begeistert, dass ich jetzt nicht nur fieberhaft auf den zweiten Band warte, sondern ich werde auf jeden Fall auch seine anderen Reihen lesen. Mit diesem Buch hat Bernhard Hennen sicherlich nicht nur mich als neuen Fan hinzugewonnen, sondern wird sicherlich noch viele andere Leser in seinen Bann ziehen.

Bewertung vom 09.07.2017
Die Fährte des Einhorns / Die eherne Garde Bd.2
Hohmann, Peter

Die Fährte des Einhorns / Die eherne Garde Bd.2


ausgezeichnet

Auf ihren Weg Richtung Süden finden die Gefährten Xurodas, auch er ist genau wie Lormak ein Gezeichneter. Allerdings sind ihnen auch die Dämonen dicht auf den Fersen. In dieser neuen Zusammensetzung muss die Gruppe wieder zueinander finden. Und leider schlagen alle Versuche, den Feind aufzuhalten, fehl. Voller Verzweiflung trifft die Gruppe die Entscheidung, dass sie ihre gesamte Hoffnung in die Vision der Priesterin Lantyria setzen. Allerdings beschwört diese auch neue Gefahren herauf…

Nach einer kurzen Zusammenfassung des ersten Teils ist man gleich wieder mitten im Geschehen. Wie schon im ersten Teil, nimmt auch in diesem Band die Geschichte rasant an Fahrt auf bzw. geht mit einem ähnlichen Tempo weiter, wie es bereits im vorherigen Band der Fall war. Die Bedrohung durch die Dämonen wird immer stärker, nahezu Hoffnungslos. Auch nähern sich die beiden Handlungsstränge immer mehr an. Düstere Vorahnungen des Lesers verdichten sich bzw. werden nahezu bestätigt.

Auch im zweiten Teil schafft der Autor es mit seinem fabelhaften Schreibstil nicht nur den Leser zu fesseln, es wird auch die düstere Stimmung weiterhin sehr gut rüber gebracht. Trotz der sehr düsteren Stimmung, gelingt es dem Autor auch in diesem Teil wieder die Geschichte immer wieder aufzulockern. Denn zum Glück gibt es immer wieder Momente, in denen man schmunzelt oder gar lacht.

Wie auch beim ersten Teil, wollte ich auch dieses Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand legen. Auch dieser Teil ist wieder ein echter Pageturner. Eine wirklich gelungene Fortsetzung. Für mich sogar noch eine Steigerung zum ersten Teil. Bin jetzt sehr gespannt auf den dritten Teil, ob dieser auch noch einmal eine Steigerung erfährt. Für mich ist diese Trilogie bisher sehr empfehlenswert für jeden Liebhaber von Fantasy-Romanen.

Bewertung vom 07.06.2017
Sie sind da / Die Brut Bd.1
Boone, Ezekiel

Sie sind da / Die Brut Bd.1


ausgezeichnet

Überall auf der Erde taucht etwas auf, das sich rasend schnell vermehrt. Im Gebiet des Amazonas hört eine Wandergruppe ein Summgeräusch. Und schon im nächsten Moment sterben sie. Die Seismographen in Indien schlagen Alarm, aber ein Erdbeben ist es nicht. Angeblich ganz versehentlich zündet China eine Atombombe im eigenen Land. Als in Minneapolis ein Flugzeug abstürzt, findet Agent Mike Rich im Wrack nicht nur verkohlte Leichen. Aus einer kriecht etwas Schwarzes. Und die Biologin Melanie Guyer erhält in Washington eine mysteriöse FedEx-Sendung. Der Inhalt stammt von den Nasca-Linien…

Ein wirklich gelungener Auftakt der Trilogie. Ein absoluter Pageturner. Dieses Buch legt man nicht einfach zur Seite. Ezekiel Boone schafft es mit seinem Schreibstil den Leser zu fesseln. Kein langes Drumherum reden, sondern direkt und hart ist der Schreibstil. Dabei benutzt er auch immer wieder Kraftausdrücke. Aber gerade das macht die Figuren so real und glaubwürdig. Im Laufe des Buches lernt man sehr viele Figuren kennen, aber am Ende, denke ich zumindest, haben wir unsere Hauptfiguren gefunden. Alle Figuren haben Persönlichkeit und sind allesamt gut ausgearbeitet. Manche deutlich mehr als andere, aber das entspricht auch dem Stellenwert der Figuren innerhalb der Story.

Die einzelnen Kapitel sind zwar allesamt recht unterschiedlich von ihrer Länge, aber dennoch relativ kurz, was ich sehr angenehm finde. Vor allem bei einem Pageturner wie diesem. Zumal diese kurzen Kapitel zusätzlich die Spannung erhöhen, da sie oftmals mit einem Cliffhanger enden. Durch diese kurzen Kapitel findet zusätzlich auch ein ständiger Szenenwechsel statt. Dadurch wird die Handlung immer wieder von anderen Sichtweisen geprägt.

Auch wenn dieses Buch einen durchaus immer wieder an Frank Schätzing’s „Der Schwarm“ erinnert, ist es doch völlig anders. Bei Schätzing hatte man das Gefühl, dass alles deutlich fundierter ist, was den Wissenschaftlichen Hintergrund betrifft. Hier hätte Ezekiel Boone gerne noch etwas mehr über Spinnen ausführen können. Die Ansätze sind da, aber leider nicht so ausführlich wie es dem Buch durchaus gut getan hätte. Letztendlich spielt er hier mit der bei vielen Menschen mehr oder weniger stark ausgeprägten Furcht vor Spinnen.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Ich hoffe, dass auch in den beiden folgenden Bänden die Spannung gehalten werden kann. Ein sehr guter Thriller, bei dem man starke Nerven benötigt, denn so manch eine Szene ist schon recht gruselig. Gänsehaut und mulmiges Gefühl in der Magengegend sind hier garantiert. Für mich gehört dieser Thriller zu den Highlights des Jahres. Fiebere jetzt dem zweiten Band entgegen. Und dass, obwohl ich schon vor dem Buch Spinnen nicht wirklich mochte.

Bewertung vom 21.05.2017
Tod in der Provence / Commissaire Leclerc Bd.1 (eBook, ePUB)
Lagrange, Pierre

Tod in der Provence / Commissaire Leclerc Bd.1 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Dieses ist der erste Band mit dem pensionierten Commissaire Albin Leclerc. Obwohl er im Ruhestand ist, kann er es nicht sein lassen, sich in aktuelle Ermittlungen einzumischen. Aber es geht dabei ja auch um einen alten Fall von ihm. Alles nimmt seinen Lauf, als das Hamburger Ehepaar Hanna und Niklas ein Chateau in der Provence erben. Genauer gesagt in dem kleinen Örtchen Carpentras. Was sich für Hanna zuerst wie die Erfüllung eines Traumes anhört, entwickelt sich schon bald zu einem Alptraum. Denn in der Gegend gibt es einen Serienmörder. Dieser hat es auf Frauen mit roten Haaren abgesehen. Und Hanna hat rote Haare…

Ein wirklich gelungener Auftakt um den pensionierten Commissaire Albin Leclerc. Pierre Langrange schafft es, den Leser bereits ab der ersten Seite zu fesseln. Denn gleich im Prolog deutet alles auf einen psychisch gestörten Täter hin.

Ein sehr angenehmer Schreibstil lässt einen diesen Krimi flüssig lesen. Aber nicht nur das gefällt mir an diesem Krimi. Da sind die wirklich gut ausgearbeiteten Figuren, die allesamt so gut beschrieben sind, dass man sich diese sehr gut vorstellen kann. Nicht nur die Hauptcharaktere haben hier die entsprechende Tiefe und auch Charme, sondern auch alle anderen Figuren. Und dann ist da noch die fantastische Beschreibung der Provence. Einfach fantastisch. Dazu kommt ein Spannungsbogen, der sich sehr gut aufbaut und dann ein fantastisches Finale erlebt.

Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen. Albin Leclerc ist mit seinem Mops einfach liebenswert. Da ich dieses Buch sehr kurzweilig fand, freue ich mich schon auf den nächsten Band und kann dieses Buch absolut empfehlen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 07.05.2017
Vier Farben der Magie / Weltenwanderer-Trilogie Bd.1
Schwab, V. E.

Vier Farben der Magie / Weltenwanderer-Trilogie Bd.1


ausgezeichnet

Vier Welten – und jede hat ihre eigene Farbe, denn in jeder ist die Magie eine andere. Das Weiße London hat den Geruch von Blut und Kampf. Denn hier wird die Magie versklavt, kontrolliert und auch unterdrückt. Und jeder giert nach Macht. Im Gegensatz dazu steht das Rote London. Hier herrscht ein Gleichgewicht der Magie. Und es riecht nach Blumen. Eine lebensfreudige Welt. Im Grauen London ist die Magie nahezu verschwunden und es riecht nach Rauch. Was das Schwarze London angeht, hier hat die Magie alles Leben vertilgt. Kell ist einer der wenigen Antari und ist somit fähig von einer Welt in die andere zu wechseln. Diese Fähigkeit macht ihm zum Überbringer von Botschaften von dem einen Herrscher zu dem anderen. Aber er nutzt diese „Reisen“ auch zum Schmuggeln. Und genau diese Tätigkeit spielt ihm einen schwarzen Stein zu. Schon bald wird er genau wegen diesem Stein gejagt. Auf seiner Flucht trifft er die Diebin Delilah Bard. Zuerst raubt diese Kell aus, aber dann werden sie zu einem Team…

V. E. Schwab hat hier eine wundervolle Welt geschaffen. Eigentlich sogar vier, die miteinander verbunden sind. Jede einzelne Welt ist fabelhaft ausgearbeitet. Ob nun das Graue, das Weiße oder das Rote London, man kann sich jede einzelne Welt sehr gut vorstellen. Nicht nur das, ich fühlte und roch regelrecht jede einzelne Welt, so wie Kell es tut. Die Autorin hat alle Figuren sehr gut ausgearbeitet. Jeder einzelne Charakter hat tiefe. Selbst die Nebenfiguren sind so gut, dass man sich sofort wünscht, dass es noch mehr Szenen mit ihnen gibt. So lernen wir drei Welten kennen, nur das Schwarze London nicht. Welche Rolle genau diese untergegangene Welt spielt, erschließt sich dem Leser erst im Laufe der Geschichte.

Ein sehr angenehmer Schreibstil und ein guter Spannungsbogen versetzen den Leser in eine rasante Geschichte. So gibt es immer wieder überraschende Momente. Alles in allem ein sehr lesenswerter Auftakt dieser Trilogie. Mit hat das Buch sehr gut gefallen. Es hat riesig Spaß gemacht es zu lesen. Zum Glück lässt der zweite Teil nicht allzu lange auf sich warten. Bereits Ende November können wir lesen, wie es mit Kell und Lila weitergeht. Für mich ist dieses Buch ein absolutes Muss für jeden Fantasy Fan. Sicherlich bietet dieses Buch auch allen gute Unterhaltung, die bisher kein Fantasy gelesen haben. Ich denke, dass diese Geschichte einen fabelhaften Einstieg in dieses Genre bietet. Für mich gehört dieses Buch auf jeden Fall zu den Highlights des Jahres.

Bewertung vom 29.04.2017
Dunkelheit
Willis, Connie

Dunkelheit


sehr gut

Zeitreisen sind möglich – zumindest im Jahre 2060. In Oxford haben Historiker die Möglichkeit in die Vergangenheit zu reisen, um die Geschehnisse selbst mitzuerleben. Drei Historiker entscheiden sich für den Zweiten Weltkrieg. Alle drei gehen an verschiedene Orte in England um das Jahr 1940 dort zu erleben bzw. genauer gesagt, um die Menschen dieser Zeit zu beobachten, wie diese mit den Geschehnissen um sie herum umgehen. Doch dann verlieren die drei Historiker ihr Sicherheitsnetzt…

An den Schreistil von Connie Willis musste ich mich erst ein wenig gewöhnen, aber dann ließ sich das Buch hervorragend lesen. In diesem Buch sind nicht nur die Hauptcharaktere hervorragend ausgearbeitet, sondern auch die Nebenfiguren. So leidet man stellenweise schon mit den Nebenfiguren mehr mit, als mit den drei Hauptfiguren. Aber gerade das macht dieses Buch so lesenswert. Denn hier ist alles so fantastisch ausgearbeitet, dass es alles andere als oberflächlich ist. Bei diesem Buch hat man das Gefühl tatsächlich im Jahre 1940 zu sein.

Obwohl es in dem Buch einige Längen gibt, kommt aber immer wieder genau im richtigen Moment der Spannungsbogen, der nötig ist, dass man das Buch doch nicht aus der Hand legt. Leider kommt bei Story der SF-Anteil deutlich zu kurz. Aber wenn man sich trotzdem auf dieses Buch einlässt, ist es absolut fantastisch. Selten bewegt mich ein Buch so sehr wie dieses. Und komischerweise sind es ausgerechnet einige der Nebenfiguren an die ich immer denken muss. Glücklicherweise gibt es ja noch die Fortsetzung „Licht“.

Auch wenn es nicht gerade wirklich ein SF-Buch ist, mal abgesehen von dem Zeitreisenaspekt, ist es alles in allem ein sehr gutes Buch. Und gerade weil wir hier hauptsächlich den historischen Bereich haben, kann ich dieses Buch jedem empfehlen. Dieses Buch wird sicherlich auch alle begeistern, die für SF nichts übrig haben, dafür aber gerne etwas eher Zeitgenössisches / historisches lesen. Ich kann dieses Buch absolut empfehlen.

Bewertung vom 11.03.2017
Das Geräusch der Dinge beim Fallen
Vásquez, Juan Gabriel

Das Geräusch der Dinge beim Fallen


ausgezeichnet

Antonio Yammara wird im Sommer 2009 durch die Nachricht, dass ein Nilpferd aus dem ehemaligen Privatzoos des Drogenkönigs Pablo Escobar entflohen ist, wieder an die Zeit erinnert, als der Krieg zwischen Escobar’s Drogenkartell und den Regierungstruppen eskaliert. Und während genau dieser Zeit wird ein Freund von Antonio auf offener Straße ermordet.

Juan Gabriel Vásquez schreibt in diesem Roman über die jüngste Geschichte Kolumbiens. Und vor allem darüber, wie die Zeit des Drogenkönigs Pablo Escobar eine ganze Generation geprägt hat. Die Hauptfigur Antonio Yammar erinnert sich in diesem Roman an seinen Freund Ricardo Laverde. Die beiden Männer haben sich in Bogotá beim Billardspielen kennengelernt. Antonio ist 26 Jahre und Professor an der juristischen Fakultät. Ricardo ist Pilot und hat 20 Jahre im Gefängnis gesessen. Die beiden wissen nicht viel voneinander, als sie eines Tages nach dem Besuch der Billard-Kneipe auf offener Straße auf die beiden geschossen wird. Für Ricardo endet es tödlich. Antonio überlebt zwar schwerverletz, aber zurück bleiben Schmerzen und Ängste, die ihn nahezu auffressen.

So begibt Antonio sich auf die Suche nach Antworten. Dabei taucht er nicht nur in die Geschichte von Ricardo ein, sondern ebenso auch in die eigene. Eine Geschichte, die den Leser in die Zeit der Drogenkartelle in Kolumbien führt. Eine Zeit, die das Land und besonders ihre Bewohner mit Gewalt und Angst prägte. Ironischerweise wurde in dieser Zeit für die Kinder ausgerechnet ein Besuch im Privatzoo von Pablo Escobar zu einem wichtigen Ereignis in ihrem Leben. Ansonsten lehrte das Kolumbien der 80er Jahre ihnen nur Gewalt und Angst.

Dem Autor gelingt es auf fantastische Art und Weise mit seiner Ich-Erzählung den Leser zu fesseln. Auf diese Weise taucht der Leser immer tiefer mit hinein in die Suche nach dem warum und dabei auch immer tiefer in Psyche einer Generation, die Angst als festen Bestandteil ihres Lebens hat. Ein sehr guter Schreibstil, der den Figuren genug Tiefe gibt und gleichfalls einem die jüngere Geschichte Kolumbiens auf eine völlig andere Art und Weise näher bringt.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Es ist eine wirklich beeindruckende Geschichte, die hier von Juan Gabriel Vásquez sehr gut erzählt wird. Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. Deshalb von mir die klare Empfehlung dieses Buch zu lesen.

Bewertung vom 19.02.2017
Die Krone der Sterne Bd.1
Meyer, Kai

Die Krone der Sterne Bd.1


ausgezeichnet

Ein Hexenorden herrscht mit der Gottkaiserin über das galaktische Reich Tiamande. Der Gottkaiserin werden von den Hexen regelmäßig Bräute zugeführt. Diese werden auf den Welten der Baronien ausgewählt. Dieses Mal fällt die Wahl auf die Baroness Iniza. Sie wird mit ihrer Leibgarde an Bord einer Raumkathedrale gebracht, um zu der Gottkaiserin gebracht zu werden. Unter der Leibgarde befindet sich auch Iniza‘s heimlicher Geliebter Glanis. Gemeinsam mit dem Kopfgeldjäger Kranit können sie fliehen, aber um den Plan der Hexen zu vereiteln, tun sie sich auch och mit der Alleshänlerin Shara Bitterstern zusammen…

Auf Grund des angenehmen Schreibstils, lässt sich dieses Buch sehr flüssig lesen. Dazu kommt dann noch eine actionreiche Story. Sehr gut gewählt sind auch die einzelnen Charaktere. Mal abgesehen von Glanis, der leider etwas farblos bleibt, haben alle anderen Hauptfiguren einen sehr ausgeprägten Charakter. Aber auch die Raumschiffe und die einzelnen Welten sind sehr gut beschrieben.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Das Tempo der Story wird von der ersten bis zur letzten Seite gehalten. Dazu kommen sehr viele Fragen bzw. Geheimnisse, auf die man kleine Bröckchen als Ansatz einer Antwort bekommt. Gerade so viel, dass man darauf fiebert weiterlesen zu können. Es gibt einige Elemente in diesem Buch, die einen an den einen oder anderen Science Fiction Film bzw. Serie erinnern. Dieses Buch, das den Auftakt einer Trilogie bildet, kann ich jedem Liebhaber des Genres Science Fiction wärmstens empfehlen.