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Benutzername: Essi
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Bewertungen

Insgesamt 2 Bewertungen
Bewertung vom 12.03.2019
Auerhaus
Bjerg, Bov

Auerhaus


sehr gut

Ein tolles Buch vom Erwachsenwerden!

Erstmal: Worum geht’s? 6 Jugendlichen in den 80er Jahren ziehen von Zuhause aus und gründen ein neues Zuhause im „Auerhaus“. Diese WG ist hauptsächlich dazu dar, dass sich die Jugendlichen bei unterschiedlichsten Problemen unterstützen. Vor allem tun sie das für ihren Freund Frieder, der nicht genau weiß, ob er überhaupt genug Lebensmut für solche Aktionen übrig hat.

Im „Auerhaus“ lernen die Jugendlichen alleine zu Leben und versorgen sich durch Diebstahl mit dem Nötigsten. Daher geraten sie öfters mit der Polizei in Konflikt. Sie wollen ein Zuhause schaffen, abseits der Realität und ihrer Eltern.

Themen des Buches sind Liebe und Freundschaft, Leben und Tod, aber auch Einsamkeit und Zukunft. Das Buch ist meiner Meinung nach sehr authentisch und spannend geschrieben. Ein bisschen verwirrend sind die Beziehungen der Jugendlichen untereinander. Eigentlich sind Vera und Höppner zusammen. Doch dann ist Vera auf einmal auch noch mit Harry zusammen, hä? Auch die Beziehung von Frieder und Pauline ist ehr nebensächlich erläutert. Außerdem weiß man manchmal nicht was jetzt Vergangenheit und was Gegenwart ist, weil der Autor häufig mit Ereignissen springt. Aber gerade diese spezielle Schreibweise macht den Roman noch spannender.

Dennoch lässt sich das Buch in einem Rutsch durchlesen, weil es in Jugendsprache geschrieben ist. Es ist teilweise echt spannend, sodass man gar nicht aufhören möchte zu lesen. Und gerade weil ich es so schnell durchlesen konnte, war es für mich leider viel zu schnell vorbei. Dennoch hat sich jede einzige Seite gelohnt!

Insgesamt kann ich das Buch aufjedenfall weiterempfehlen und bin schon sehr gespannt auf den Kinofilm.

Bewertung vom 15.01.2019
Ruhm

Ruhm


weniger gut

Der Versuch ein gutes Buch zu verfilmen ist hier leider gescheitert. Die Regisseurin Isabell Kleefeld versuchte den Roman „Ruhm“ von Daniel Kehlmann zu verfilmen - vergebens. Im dazugehörigen Roman sind 9 ganz verschiedene Geschichten zu einem Roman vernetzt. Somit ist der Roman anders als normale Bücher. Dies war schon gewöhnungsbedürftig, aber dennoch interessant. Ganz anders als im Film.

Im Film verliert man durch die neun vernetzten Geschichten einfach nur den Überblick. Der Film hat keine Spannung und durch die vielen Parallelen in den Geschichten, würde man den Film am liebsten gleich wieder abschalten. Wer vorher das Buch gelesen hat, wird dem Film folgen können. Alle anderen ehr mit großer Anstrengung. Und wer schaut schon gerne Filme mit großer Anstrengung? Auch die wenigen eigenen Ideen der Regisseurin haben nicht geholfen, die Literaturverfilmung ansehnlicher zu machen. Das einzige Gute an dem Film sind einige Schauspieler. Mit berühmten Schauspielern, wie Heino Ferch oder Senta Berger, ist der Film zumindest ein wenig sehenswert. Ansonsten ehr langweilig und emotionslos.

Insgesamt würde ich den Film nicht weiterempfehlen, außer man sucht einen Film ohne Spannung, aber zum Mitdenken oder zum Einschlafen. Wer jedoch ein gutes Buch sucht, was etwas außergewöhnlich ist, der trifft mit dem Roman „Ruhm“ die richtige Wahl.