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Benutzername: sunshine-500
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Bewertungen

Insgesamt 39 Bewertungen
Bewertung vom 20.01.2020
Vicious - Das Böse in uns / Vicious & Vengeful Bd.1
Schwab, V. E.

Vicious - Das Böse in uns / Vicious & Vengeful Bd.1


ausgezeichnet

„Vicious“ - Das Böse in uns von V. E. Schwab erschien am 27.11.2019 im S. Fischer Verlag.
Das Cover wird von den Farben Rot und Schwarz dominiert und wirkt dem Genre entsprechend sehr düster.

Die beiden Studenten Eli Ever und Victor Vale sind Freunde und möchten mittels eines Versuch beweisen, dass es Menschen gibt mit besonderen Fähigkeiten sogenannte Eos. In einem Selbstversuch gelingt ihnen das, dafür mussten sie sterben. Dabei ging einiges furchtbar schief, das hat die nachfolgenden Ereignisse ausgelöst.......

V. E. Schwab hat mit „Vicious“dem Serienauftakt, eine besondere Geschichte geschrieben mit Helden die eigentlich keine sind, sie besitzen Superkräfte doch für das Gute werden sie nicht eingesetzt. Sehr spannungsvoll beginnt sie und wird auch so weiter betrieben, die kurzen Kapitel und Zeitsprünge, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, halten die Spannung gleichbleibend hoch. Die Autorin versteht es sehr orginell den Leser offene Fragen eine Augenblick später in einer anderen Zeitebene zu beantworten. Verschiedene Handlungsstränge hat sie sehr einfallsreich in Gegenwart und Vergangenheit verflochten, so bleibt die Spannung stets erhalten.
Die Charaktere sind gut belichtet, ihre Aktionen wirken glaubwürdig und authentisch. Den beiden Hauptprotagonisten fehlt es etwas an tieferen Einblicken in ihre Gedanken und Gefühlen.
Der Schreibstil lässt sich sehr flüssig lesen so fliegt man förmlich durch die Seiten.

Fazit: Eine spannungsvolle Geschichte mit Helden die überraschen, denn meiner Meinung nach sind sie Böse, oder besser gesagt Böse und Sehr – Böse. Die Geschichte fesselt und wartet mit unvorhergesehenen Wendungen auf. Ich wurde sehr gut unterhalten und gebe meine absolute Leseempfehlung. Sehr gut eignet sich die Geschichte für Fans von dunklen Charakteren.

Bewertung vom 18.01.2020
Der Elbische Patient
Backmann, Pia

Der Elbische Patient


ausgezeichnet

Es herrscht Krieg zwischen Menschen, Magiern und dem Volk der Elben. Das Großreich der Elben möchte sich an der von Menschen verübten Inquisition rächen, der sehr viele Elben zum Opfer fielen. Gemeinsam mit ihrer Wahlfamilie kämpft die behinderte Heilerin Karla in einem Gefecht, in dem die Elben immer mehr Teile Aomoris an sich reisen. Sie trifft auf Ionatoan den Kronprinz und Anführer der feindlichen Armee. Er kann Klara nicht besiegen, denn sie kontert jeden seiner Zauber. Um seine Feinde endgültig in die Knie zu zwingen, sucht er nach einem Druckmittel. Er findet es in einem Artefakt, doch beim Versuch es zu stehlen trifft ihn ein Fluch. Als er im Sterben liegt, bittet sein Vater Klara um Hilfe.......

Pia Backmann hat mit ihrer Fantasiegeschichte einige aktuelle Themen bearbeitet. Sie schreibt über Freundschaft, Feinde die ihre Vorurteile überwinden und sich annähern. Es gibt viele Parallelen in die reale Welt, selbst die Inquisition, Homophobie, Stigmatisierungen der jüdischen Bevölkerung der Nazi – Zeit hat Pia Backmann mit eingebaut. Die Annäherung zwischen zwei Feinden, die ihre Vorurteile langsam überwinden und sich verlieben, steht im Mittelpunkt der Handlung.
Der Einstieg in den Roman fällt relativ einfach, obwohl der Leser mit vielen Namen und Bezeichnungen konfrontiert wird. Die Gendersternchen können dagegen den ein oder anderen Leser etwas mehr irritieren, sie fallen auf und stören manchmal den Lesefluss.
Pia Backmann hat einen spannenden Roman aus dem Plot gezaubert. Der Spannungsbogen ist sehr gut gewählt, er nimmt von Anfang an Fahrt auf im Mittelteil wird es etwas ruhiger, am Ende wird es dann noch einmal spannungsvoll. Die Autorin überrascht mit unvorhergesehenen Wendungen, die sie an geeigneten Stellen platziert hat.
Der Schreibstil ist bildhaft, dadurch gewinnt die Fantasiewelt Konturen und der Leser wird mitten ins Geschehen versetzt. Sie schreibt fantasievoll und packend und die Geschichte lässt sich locker lesen.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und wirken authentisch bis zu den Nebencharakteren. Sie besitzen Gefühle und Emotionen ihre Handlungen sind nachvollziehbar. Die stärkste Persönlichkeit zeigt Klara, die unter Vorurteilen leidet und trotzdem ein selbstbestimmtes Leben führt. Sie und ihre Wahlfamilie leben ihre Lebensentwürfe jenseits der Norm.

Fazit: Pia Backmann hat eine fantasievolle Welt erfunden die mich emotional berührt haben, ich konnte mit ihnen mitfiebern. Die Themen die sie behandelt hat sind immer noch aktuell, egal ob es um gleichgeschlechtliche Beziehungen oder fremde Kulturen geht sie fallen heute noch ins Auge. Ich wurde gut unterhalten, die Tatsache das Vorurteile und verschiedene Ansichten sich nicht einfach in Luft auflösten, hat mich besonders und nachhaltig beeindruckt. Ich gebe meine absolute Leseempfehlung für diese etwas anders Fantasiegeschichte.

Bewertung vom 05.01.2020
Sinking Ships (ungekürzt) (MP3-Download)
Fischer, Tami

Sinking Ships (ungekürzt) (MP3-Download)


sehr gut

„Sinking Ships“ von Tami Fischer erschien am 26.11.19 im Audiobuch Verlag OHG.
Sprecher/in: Fanny Bechert und Oliver Dupont.
Das Cover passt vom Design sehr gut zum vorhergehenden Teil und dem Titel, zu sehen ist aufgewühltes Wasser.
Carla und ihre Brüder haben bis jetzt nicht so gut im Leben getroffen, ihr Vater sitzt im Gefängnis und ihre Mutter ist tot. Nur ihre Tante Alma und ihre Mitbewohnerin Lenny wissen davon. Carla schafft es mit viel Disziplin ihre keinen Brüder großzuziehen, neben Studium und Job in einer Bar. Bei einer Party fällt sie bei einem Streit in den Pool von Mitchells Familie und in letzter Sekunde rettet er die in Panik geratene Carla. Er bringt die völlig verstörte Carla ins Poolhaus, gegen ihren Willen bröckeln ihre Mauern in der nächsten Zeit, doch das Leben hält noch einige Stolpersteine für sie bereit.......

Der „. Teil der Fletcher-University-Reihe von Tami Fischer kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden, er ist außerdem in sich abgeschlossen. „Sinking Ships“ ist insgesamt etwas ruhiger und weißt im Mittelteil einige Längen auf. Tami Fischer hat nichts Neues erfunden, doch sie hat die Handlungen charmant in eine moderne Umgebung angesiedelt. Tami Fischers Geschichte rund um die Studentin Carla berührt und zeigt manchmal sollte man sich helfen lassen, denn das machen Freunde gerne.
Die Charaktere wirken authentisch und haben Ecken und Kanten und sprühen vor Lebendigkeit. Die Studentin Carla versorgt ihre Brüder und kümmert sich rührend um sie, Panik bekommt sie nur in der Nähe von Wasser. Von Mitchell hält sie sich fern, denn der könnte ihr gefährlich werden. Sie wirkt auf Freunde krätzbürstig und zickig, doch sie versucht damit Menschen auf Abstand zu halten. Carla versucht sich damit vor Gefühlen zu schützen, denn sie weiß wie ist enttäuscht zu werden und im Stich gelassen zu werden.
Mitchell dagegen ist ein Sunny Boy, der zwar eigene Probleme hat, doch davon bekommt keiner etwas mit. Er ist ein Überflieger; gute Noten, bester Schwimmer, Sportstipendium. Egal wie er ist ein Good Guy frei von Überheblichkeit, kein Angeber oder Aufschneider, doch auch sein Leben ist nicht perfekt.
Der Schreibstil ist modern flüssig zu lesen und dem Genre entsprechend locker. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus Sicht von Carla und Mitchell.
Die Autorin Fanny Bechert beweist viel Talent als Sprecherin. Sie gibt Carla Lebendigkeit. Sie setzt ihre Stimme variantenreich ein, von kratzbürstig bis emotionsgeladen, selbst spanische Ausrufe und der spanische Akzent klingt authentisch.
Oliver Dupont hat es dagegen etwas schwerer, er macht zwar einen guten Job. Doch seine Stimmfarbe klingt nicht jung genug für einen Studenten, an seine Stimme muss man sich erst gewöhnen.
Fazit: Tami Fischer hat einen soliden 2. Teil abgeliefert, der mich gut unterhalten konnte. Er hat zwar keine große Spannung, doch ich konnte mit Carla und Mitchell mitfiebern. Die Sprecherin und Autorin Fanny Bechert hat mich mit ihrer variantenreichen Stimme beeindruckt. Ich gebe meine Hörempfehlung denn die Studenten der Fletcher-University haben sich in mein Herz gestohlen. Jetzt heißt es warten bis Juli 2020, dann erscheint Teil 3 mit Lenny & Creeds Geschichte. „Sinking Ships“ eignet sich bestens für Fans des Genre New Adult und Fans der Fletcher-University-Reihe von Tami Fischer.

Bewertung vom 17.12.2019
Hurenglück / Hurentochter Bd.3 (eBook, ePUB)
Koenig, Tabea

Hurenglück / Hurentochter Bd.3 (eBook, ePUB)


sehr gut

„Hurenglück“ Die Lilien von London von Tabea Koenig erschien am 02.12.19 im Piper Verlag.
Das Cover passt vom Stil hervorragend zu den beiden ersten Teilen.

Die Zeit der Belle Époque neigt sich dem Ende. Auf Londons Straßen gibt es Unruhen, denn Frauen kämpfen um das Wahlrecht. Zur Londoner Saison 1908 fahren Emily Liam und ihre Töchter in die Hauptstadt Großbritanniens, Victor der Sohn der beiden studiert seit geraumer Zeit in London. Während Margery in die Gesellschaft eingeführt wird, kommt Ines den Suffragetten sehr nahe und möchte sich ihrer Sache anschließen. Victor indes befindet sich in einer schwierigen Lage denn er geht eine verbotene Liebe ein, die der gesamten Familie schaden kann.......

Tabea Koenig zieht den Leser wieder mitten ins Geschehen, sehr fesselnd erzählt sie die Erlebnisse der Kinder von Emily Liam Christine und John in einer Zeit des Umbruchs. Die Autorin beschreibt eindrucksvoll historische Ereignisse, wie die Forderungen der Suffragetten nach einem Wahlrecht. Sehr einfallsreich hat sie ebenfalls historisch belegte Personen mit Fiktion verwoben. Die Protagonisten der ersten Teile bilden nur eine angenehme Nebenrolle.
Im Fokus stehen die Ereignisse um Ines die sich den Suffragetten angeschlossen hat und Victor der eine verbotene Liebschaft eingegangen ist.
Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, sie wirken alle lebendig und authentisch, sie besitzen Ecken und Kanten, wie in der Realität. Emily und Liam haben alle Hände voll mit ihrer jüngsten Tochter zu tun und ihr Sohn gerät durch seine Liebe in große Gefahr. Einzig Margery gehtr einen geraden Weg. Christine und John Pike geben den Handlungen noch die gewisse Würze, denn sie haben sich durch viele Verpflichtungen etwas auseinander gelebt.
Der Schreibstil ist detailliert, bildhaft und leicht verständlich zu lesen, erzählt wird in der 3. Person.

Fazit: Tabea Koenig hat ihre „Flowers of Scotland“ Reihe mit Teil 3 zu einem guten Abschluss gebracht. Die Handlungen rund um die Protagonisten der früheren Teile weitergeführt und glaubhaft mit historischen Ereignissen verwoben. Hervorheben möchte ich die gute Recherchearbeit, der gesellschaftlichen und politischen Hintergründe, die sie gekonnt dargestellt hat. Mich hat Tabea Koenig mit „Hurenglück“ sehr gut untehalten, sie hat mich dazu gebracht einige historische Ereignisse nachzulesen. Ich bin gerne mit ihr nach Londen, Anfang des 20. Jahrhunderts gereist, denn die Erlebnisse der Kinder waren sehr fesselnd und spannend erzählt. Ich gebe meine Leseempfehlung. Ich kann sie Fans von historischen Geschichten sehr ans Herz legen.

Bewertung vom 22.11.2019
Das Leben ist auch nur eine Wolke
Moninger, Kristina

Das Leben ist auch nur eine Wolke


sehr gut

Nach einem Kurztrip nach New York, wobei Dalia Max am Flughafen kennen lernte, eröffnet ihr Moritz seine seit 9 Jahren bestehende Beziehung mit ihr zu beenden. Moritz hat sich neu verliebt und Dalia ist am Boden zerstört, sie mag keine Veränderungen. Sie hat schon früh lernen müssen wie flüchtig Glück ist, deshalb klammert sie sich an der Vorstellung Moritz kommt zu ihr zurück. Bis dahin braucht sie einen Mitbewohner, ausgerechnet ihre Flughafenbekanntschaft Max meldet sich auf die Anzeige und eignet sich hervorragend als Mitbewohner, denn er möchte in 6 Monaten in die USA auswandern. Was ursprünglich gedacht war Moritz eifersüchtig zu machen, geht einen anderen Weg. Sie werden Freunde und Max zeigt ihr die schönen Seiten des Lebens und dann.......

Kristina Moninger hat eine gefühlvolle und emotionale Geschichte erzählt. Sie steckt voller Geheimnisse, denn die Schicksalsschläge der Vergangenheit und ihre Auswirkungen, werden erst im Verlauf der Geschichte sichtbar. Die Handlung geht in die Tiefe, bietet kleine Überraschungen und kommt ganz ohne Klischees aus, sie wirkt authentisch.
Die Charaktere wirken sehr lebensecht sie haben Ecken und Kanten und entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter.
Dalia ist nicht perfekt, durch eine Tragödie in ihrer Jugend, die sie nie verarbeitet sondern nur verdrängt und den Glauben an dauerhaftes Glück verloren hat. Sie beendet ungern Dinge, so hat sie ihr Studium nicht beendet und hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Nur eine einzige Sache verfolgt sie sehr verbissen. Sie begegnet ihrer Vergangenheit auf eine besondere Weise, alle in ihrem Umfeld akzeptieren es. Erst Max kratzt an ihrem Kokon, er hat erkannt das Dalia Hilfe braucht um die Vergangenheit zu verarbeiten. Mit seiner umgänglichen und lockeren Art, findet er Zugang zu ihr.
Max ist freundlich, charismatisch, mitfühlend, doch auch er hat schon viel gelitten, fühlt sich schuldig, er gibt jedoch niemals auf.
Kristina Moningers Schreibstil ist gefühlvoll und liest sich sehr flüssig und Locker, sie versteht es sehr gut mit Worten umzugehen. Sie untermauert ihre Geschichte mit vielen Zitaten, die wohldosiert platziert sind, somit das Gesamtbild abrunden.

Fazit: Kristina Moninger konnte mich wieder begeistern, denn sie schreibt von Menschen , Charakteren an denen ich mich reiben kann, die sich weiterentwickeln. Ohne Klischees, berührend und emotionsgeladen. Ich gebe meine absolute Leseempfehlung. Sehr gut eignet sich die Geschichte für Leser die Liebesromane mit authentischen Charakteren lieben.

Bewertung vom 20.11.2019
Das weiße Gold der Hanse
Laurin, Ruben

Das weiße Gold der Hanse


sehr gut

„Das weiße Gold der Hanse“ von Ruben Laurin erschien am 31.10.2019 im Verlag Bastei LÜBBE.
Das Cover deutet den historischen Roman an. Der Titel ist etwas irreführend, denn es geht nicht um Salzhandel in der Geschichte.

Die Geschichte teilt sich in zwei Handlungsstränge. Der angesehene Lübecker Ratsherr Bertram Morneweg erzählt dem Maler Johannes die Lebensgeschichte eines schiffbrüchigen 8 Jährigen Jungen. Dieser überlebt einen Piratenüberfall und wird von einem Wismarer Handelsschiff gerettet. Der Kapitän behält ihn, er fristet ab da ein Sklavendasein. Einziger Lichtblick ist die Sklavin Rebecca, die ihn gesund gepflegt hat. Nach vielen Jahren kommen beide, nach einer Gewalttat, frei und durch einen Kaufmann und seinem Sohn nach Lübeck. In Lübeck wendet sich das Blatt für beide....

Im zweiten Erzählstrang bekommt der Leser Einblick in das tägliche Leben des Ratsherrn Bertram Morneweg, er ist ein Förderer der Stadt Lübeck und der Kirche und mit dem Neubau des Heilig – Geist – Hospitals sehr beschäftigt. Bertram Morneweg ist ein angesehener Kaufmann der entlang der Ostsee erfolgreich Handel betreibt. Der junge Maler Johannes liegt ihm sehr am Herzen und als er in Schwierigkeiten gerät sucht der Ratsherr nach einem Ausweg......
Ruben Laurin hat zwei Handlungsstränge miteinander verwoben, in die er historische Fakten und Details eingebaut hat, am Ende der Geschichte schließt sich der Kreis. Sein Roman bietet reichlich Einblick in die Lebensweise, dem Glauben und die Ausbildung und arbeitsweise eines Kaufmanns, des 13. Jahrhunderts. Besonders das Strafrecht wirkt sehr befremdlich und barbarisch.
Die Geschichte nimmt von Anfang an Fahrt auf, der Spannungsbogen fließt im Mittelteil etwas schleppend dahin, am Ende nimmt er wieder Fahrt auf. Das Ende selbst wird vom Autor fast schon stenografisch erzählt, er beantwortet alle Fragen, doch nicht ausführlich.

Der Schreibstil von Ruben Laurin lässt sich sehr flüssig lesen und mit mittelalterlichen Worten versehen. Die detailreichen und bilhaften Beschreibungen erzeugen sofort Bilder vor dem inneren Auge und ziehen den Leser in die Zeit der Hanse des 13. Jahrhunderts.
Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet, es sind einige interessante Nebendarsteller zu finden, die einen besonderen Charme besitzen. Doch auch Charaktere die beim Leser Abscheu erzeugen, wuden von Ruben Laurin glaubwürdig beschrieben. Die Hauptprotagonisten entwickeln sich in der Geschichte, sie wachsen und reifen.

Fazit: Ruben Laurin konnte mich mit seiner Geschichte, den historischen Fakten und der spannenden Handlung fesseln. Ich wurde gut unterhalten. Besonders die historische Recherche des Autors möchte ich hervorheben, ich habe die bildhaften Details, teils staunend und mit großem Interesse wahrgenommen. Ich gebe meine absolute Leseempfehlung. Sehr gut eignet sich der Roman für Leser die historische Geschichten verwoben mit einer spannenden Handlung lieben.

Bewertung vom 15.11.2019
Kissing Lessons / Love, Kiss & Heart Bd.1 (MP3-Download)
Hoang, Helen

Kissing Lessons / Love, Kiss & Heart Bd.1 (MP3-Download)


ausgezeichnet

„Kissing Lessons“ von Helen Hoang erschien am 23.10.2019 als Hörbuch im Argon Audiobuch Verlag.
Sprecherin: Christiane Marx
Das Cover ist romantisch fast schon mädchenhaft und die Farben harmonieren gut miteinander.

Stella hat das Asperger – Syndrom, sie kann wunderbar mit Zahlen umgehen, doch hat große Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion und Kommunikation. Als ihre Mutter bei einem gemeinsamen Mittagessen hervorhebt sie wären bereit für Enkelkinder, kommt in ihr leichte Panik auf. Stella hat keine Beziehung, sie hat nur schlechte sexuelle Erfahrungen gemacht und Küssen findet sie schrecklich. Sie geht die Sache absolut pragmatisch an, ein Lehrer muss her! Sie mietet sich kurzer Hand einen Eskort, die Wahl fällt auf Michael, er soll ihr als erstes das Küssen beibringen. Für das weitere Vorgehen stellt sie einen Lehrplan auf, doch schnell begreift sie Liebe hat nichts mit Logik zu tun......

Helen Hoang hat eine feinsinnige und authentische Geschichte geschrieben, sie wirkt absolut real. Da die Autorin selbst eine Asperger – Spektrum – Störung hat wirken die Handlungen nachvollziehbar und detailliert. Sehr ausführlich werden die Gedankengänge von Stella beschrieben, ihre Schwierigkeiten in der Kommunikation, sozial zu interagieren und wann muss sie lächeln. Der Einblick in die Psyche Stella ist der Autorin hervorragend gelungen. Es wirkt vorstellbar, dass Stella sich einen Eskort mietet, um von ihm zu lernen.
Helen Hoang hat einen angenehmen, abwechslungsreichen und lebendigen Schreibstil, der den Leser von der ersten Minute in seinen Bann zieht.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, auch die Nebendarsteller sind mit Leben gefüllt, dass man sich ein Bild von ihnen machen kann.
Stella macht von der ersten Minute an einen sympathischen Eindruck, sie ist bemüht alles reichtig zu machen, obwohl sie viele Dinge anders wahrnimmt, zwischenzeitlich wirkt sie verloren und manchmal ist sie unbeabsichtigt komisch.
Michael, der Eskort, besitzt eine ausgeprägten Beschützerinstinkt er tut alles für seine Familie, besonders für seine Mutter ist er immer da. Er schleicht sich mit seiner liebenswürdigen Art sehr schnell in die Herzen der Leser. Die beiden zusammen harmonieren wunderbar, doch lange Zeit wollen sie sich nicht eingestehen.
Die Sprecherin Christiane Marx macht das Hörbuch zu einem Genuss, sie verfügt über eine enorme Bandbreite an Variationen wie sie ihre Stimme, für die einzelnen Protagonisten, einsetzt. Sie zieht den Hörer mit ihrer ausdrucksstarken Stimme förmlich mitten ins Geschehen.

Fazit: Die Autorin konnte mich mit ihrer Geschichte überraschen, denn mit einer emotionalen und authentischen Geschichte hatte ich nicht gerechnet. Sie ist außerdem romantisch, sinnlich und besitzt eine gute Portion Humor, natürlich gibt es auch die obligatorischen Stolpersteine, die die besondere Würze eines Liebesromans ausmacht. Was die Erotik betrifft, wäre ich auch mit weniger zufrieden gewesen, doch sinnlich ist es auf jeden Fall. Ich bin begeistert und gebe meine absolute Lese/Hörempfehlung. Besonders herausheben möchte ich die Leistung der Sprecherin, Christiane Marx, sie hat mich mit ihrer ausdrucksstarken Stimme überzeugt. Sehr gut eignet sich die Geschichte für Leser von Young – Adult und Liebesromanen.

Bewertung vom 06.11.2019
Von Sternen gekrönt / One True Queen Bd.1
Benkau, Jennifer

Von Sternen gekrönt / One True Queen Bd.1


ausgezeichnet

„One true Queen“ von Sternen gekrönt von Jennifer Benkau erschien am 01.09.2019 im Ravensburger Verlag.

Das Cover, ist ein absoluter Eyecatcher, wurde sehr fanatsievoll und edel gestaltet, im Fokus steht ein Gesicht mit Krone überzogen von Zweigen.

Gerade noch befand sich Mailin in der Umkleidekabine ihres Kendo Dojos, im nächsten Augenblick hat sie das Gefühl zu fallen, zu zerfallen wie Sand. Plötzlich befindet sie sich nicht mehr in ihrer irischen Heimat, sondern in einem befremdlichen Wald, wo es ganz anders aussieht als zuhause. Sie gerät in eine tödliche Falle, aus der sie ein mysteriöser Fremder befreit. Er erzählt ihr sie befindet sich im Königreich Lyaskye, ein Zurück ist fast unmöglich, wenn dann kann sie sich Hilfe nur in der Hauptstadt erhoffen. Der Fremde bietet ihr nach großem Bitten Mailin in die Hauptstadt zu begleiten, ein gefährliches Unterfangen und was sie in der Hauptstadt erwartet, damit hat sie nicht rechnet........

Jennifer Benkau hat mit „One true Queen“ eine fantastische und magische Welt erschaffen, die zusätzlich sehr gefährlich ist. Der Leser begibt sich einem Roadmovie gleich auf eine emotionale Reise, denn Mailin hat in Lyaskye viele gefährliche Situationen zu bestehen. Jennifer Benkau hat das Spagat von Abenteuerfantasie zu Romantik problemlos gemeistert, denn die Story versinkt nicht in romantischem Geplänkel. Der Leser kann mit Mailin mitfiebern, denn in Lyaskye ist nichts so wie es scheint und trauen kann man auch niemand.
Die Charaktere besitzen Ecken und Kanten, doch hauptsächlich die Hauptcharaktere besitzen Charisma, die Nebendarsteller werden nur knapp beleuchtet. Mailin ist eine starke junge Frau, die in Lyaskye an ihre Grenzen stößt, sie muss sehr schnell lernen dass sie niemand vertrauen kann. Sie besitzt sehr viel Empathie, dadurch findet sie eine Verbündete, mutig stellt sie sich gegen alle Widerstände und manchmal agiert sie zu unüberlegt.
Ihr Retter ist ein geheimnisvoller und undurchsichtiger junger Mann, er besitzt viele Namen, er fasziniert, doch wer ist er wirklich?
Der Schreibstil von Jennifer Benkau ist klar und lässt sich sehr flüssig lesen, fast schon poetisch ohne ins Lächerliche abzugleiten. Sie erschafft mit Worten eine farbenprächtige und magische Welt, die als Bilder im Kopf des Lesers erscheint.
Erzählt wird die Geschichte aus der Ich – Perspektive von Mailin so nimmt der Leser ausschließlich an ihren Gedanken und Gefühle teil, dies ist wahrscheinlich von der Autorin so gewollt, der Leser tappt genau wie Mailin im Dunkeln.

Fazit: Jennifer Benkau hat mich sehr schnell in eine atemberaubende und magische Welt gezogen. Ich habe mit Mailin mitgefiebert und habe sie begleitet, auf ihrer gefährlichen emotionalen Reise, durch Lyaskye. Vollkommen verzaubert und begeistert warte ich nun gespannt auf Band 2. Ich gebe deshalb meine absolute Leseempfehlung. Die Geschichte eignet sich sehr gut für alle Fantasyfans.

Bewertung vom 28.10.2019
Schonungslos offen
Matt, Irene

Schonungslos offen


ausgezeichnet

„Schonungslos offen...“ von Irene Matt erschien am 01.10.2019 im Verlag am Eschbach.
Das Cover ist widersprüchlich, denn es zeigt eine Holztür mit geschlossenem Riegel, das Rot des Riegels hat Signalwirkung.

Die Kommissarin Alexandra Rau und ihr Assistent Isidor Rogg habe gerade einen Fall abgeschlossen, schon liegt der nächste auf ihrem Tisch. Doch dieser hat es in sich, denn der oder die Täter hinterlassen keine Spuren, weder beim ersten Mordfall auf einem Grillplatz, noch beim spurlosen Verschwinden einer jungen Frau. Als dann auf der schweizerischen Rheinseite ein Zwillingspaar spurlos verschwindet, drängt die Zeit, denn längst vermutet die Polizei einen Serientäter hinter den Geschehnissen, kann die Polizei ihn stoppen?

Irene Matt hat mit „Schonungslos offen“ einen kurzweiligen und überaus spannenden Krimi abgeliefert, der sehr an den Nerven des Lesers zerrt. Sie versteht es mit einer großen Intensität den Leser mitten in die Handlung zu ziehen. Die Autorin schildert das Geschehen, die unfassbar menschenverachtenden Handlungen des Täters, sehr glaubwürdig, auch unvorhergesehene Wendungen wurden von ihr mit eingebaut.
Irene Matt erzählt aus zwei verschiedenen Perspektiven, somit ist der Leser hautnah bei den Kommissaren, der realistisch dargestellten Polizeiarbeit, selbst Einblicke ins Privatleben von Alexandra Rau wurden interessant von ihr verpackt. Der Täter kommt durch eine Art Selbsttherapie zu Wort, die er durch Niederschreiben verwirklicht. Dem Leser offenbart er damit tiefe Einblicke in seine krankhafte und narzisstische Psyche, schonungslos erzählt er von seiner Kindheit und seinen niederträchtigen Taten. Er entlarvt sich als menschenverachtender Soziopath.
Irene Matt bringt den Leser, mit den Offenbarungen des Täter, an den Rand des erträglichen, doch durch geschickt eingestreute humorvolle Szenen kommt der Leser wieder zu Atem.
Ausgeklügelt zieht sie den Täter ins Netz der Ermittlungen, denn in seiner krankhaften Selbstüberschätzung macht er auch vor Kommissarin Alexandra Rau nicht halt.
Die Charaktere sind bis zu den Nebendarstellern sehr gut ausgearbeitet, sie besitzen Ecken und Kanten wirken lebendig und echt.
Der Assistent Isidor Rogg hat eine Affinität zur Etymologie, die ihn sehr menschlich wirken lässt.
Alexandra Rau geht in ihrer Arbeit vollkommen auf, wirkt sehr sympathisch keinesfalls verbissen.
Irene Matts Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen, abwechslungsreich, er fesselt und zieht den Leser vollkommen in seinen Bann.

Fazit: Irene Matt hat mit „Schonungslos offen...“ einen absolut spannenden Krimi abgeliefert. Mich konnte sie sehr gut unterhalten, mehr als einmal hat sie mir Gänsehaut beschert . Der Krimi besticht mit glaubwürdigen und realistischen Charakteren, gibt einen realistischen Einblick in die Ermittlungsarbeit der Polizei und der Psyche des Täters. Ich bin begeistert und gebe meine absolute Leseempfehlung, sehr gut eignet sich die Geschichte für Krimifans die den Nervenkitzel lieben.

Bewertung vom 25.10.2019
Burning Bridges / Fletcher-University Bd.1 (1 MP3-CD)
Fischer, Tami

Burning Bridges / Fletcher-University Bd.1 (1 MP3-CD)


gut

„Burning Bridges“ von Tami Fischer erschien am 08.10.2019 als Hörbuch im Audiobuch Verlag.
Spieldauer: 14 Std. 30 Mi.
Sprecher: Lisa Müller und Matthias Hinz
Das Cover ist stimmig, man sieht brennendes Holz einer Brücke, wie im Titel.

Die Studentin Ella wird in höchster Not, von einem geheimnisvollen jungen Mann, gerettet. Am nächsten Morgen trifft sie ihn wieder, er ist verletzt, sie lädt ihn deshalb zum Frühstück bei sich zuhause ein. Obwohl er nicht viel, außer seinem Namen, von sich preis gibt und ohne weitere Verabredung wieder verschwindet, treffen Ella und Ches immer wieder aufeinander, dabei sprühen Funken und es knistert gewaltig. Doch da Ches im Untergrund lebt möchte er Ella auf Abstand halten, doch Ella gibt nicht auf.......

„Burning Bridges“ ist der erste Teil der Fletcher – University – Reihe und das Debüt von Tami Fischer. Die Autorin erzählt keine reine Liebesgeschichte, sie enthält viel Spannung und Dramatik kommt ebenfalls vor. Der Plot ist sehr gut gelungen, die Idee dazu gut durchdacht. Manchmal fühlt man der Geschichte das Debüt an, einige Handlungen wirken zu konstruiert und die Gedankengänge der Hauptprotagonistin sind teilweise zu ausführlich und langatmig. Den ein oder anderen logischen Fehler, der zu einer unnatürlichen Dramatik führte, schreibt man gerne dem Debüt zu. Tami Fischer hat in ihrer Geschichte den Humor nicht vergessen, so kann man viele geschickt eingebaute lustige Szenen lesen. Die Liebesgeschichte die zwischen Ella und Ches entsteht, wurde von Tami Fischer sehr gefühlvoll und berührend beschrieben, so spürt man das Knistern zwischen den beiden, schon beim Kennenlernen sprühen Funken.
Die Charaktere sind bis zu den Nebendarstellern gut ausgearbeitet sie besitzen Ecken und Kanten, wirken sehr lebendig und real.
Ella ist sehr naiv dargestellt, sie lässt fast kein Klischee aus, auf der andren Seite grübelt sie sehr oft. Manchmal mangelt es ihr an Selbstbewusstsein, dann wirkt sie wieder tough und kopflos.
Ches ist geheimnisvoll und dunkel, doch dieser dunkle Eindruck verfliegt sehr schnell. Er versucht Ella auf Abstand zu halten, das gelingt ihm nicht.
Der Schreibstil ist lebendig, abwechslungsreich, leicht verständlich. Die Autorin verwendet dem New – Adult Genre entsprechende Sprache, die den Leser fesselt.

Fazit: Für mich ein gelungenes Debüt mich konnte die Geschichte, abgesehen der kleinen Schwächen, gut unterhalten. Die Mischung aus Liebesgeschichte und spannungsvoller Handlung, war abwechslungsreich. Da mich Lisa Müller, mit ihrem roboterhaftem Vorlesen, nicht überzeugen konnte, würde raten das Print zu lesen. Sehr gut eignet sich die Geschichte für Fans des Genre
New – Adult.