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Benutzername: Mundolibris
Wohnort: Frankfurt am Main
Über mich: ...unheilbarer Bookaholic
Danksagungen: 107 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 417 Bewertungen
Bewertung vom 11.02.2019
Das Lied der Wächter - Das Erwachen
Erle, Thomas

Das Lied der Wächter - Das Erwachen


ausgezeichnet

Das Buch ist der erste Band einer auf drei Bände ausgelegten Reihe.
Nach der Lektüre des Klappentextes habe ich in erster Linie eine Dystopie erwartet. Doch bekommen habe ich viel mehr als das, eine Dystopie, einen Jugendroman und einen Abenteuerroman und vielleicht auch etwas Fantasy. Mystisch ist es auf jeden Fall und vor allem auch sehr spannend.
Das erste Kapitel besteht aus ganzen 55 Seiten, die so spannend geschrieben sind, dass mich der Autor gleich gefesselt hat. Es spielt in einer Zeit vor 16 Jahren als ein Atomunfall den Schwarzwald unbewohnbar gemacht hat.
Danach springt der Autor ins heute, wo der Schwarzwald hermetisch abgeriegelt ist und niemand hinein- oder auch herauskommen kann.
Im Heute beginnt, so wirkte es für mich, ein neuer Roman, der aber nicht minder spannend ist.
Interessante Charaktere, tolle Schauplätze und eine hochinteressante Story, die mich ebenso wie der erste Teil sofort fesselte und erst wieder losgelassen hat nachdem die letzte Seite gelesen war.
Das Buch schafft es, dass mein Kopfkino direkt zu rattern begann. Wie ein farbenfroher und zugleich auch düsterer Film lief die Story vor meinem inneren Auge ab.
Und ständig der Gedanke, was wäre wenn tatsächlich ein Atomunfall das einen Teil des Landes unbewohnbar machen würde.
Natürlich würde es dann ein solches Mysterium wie im Buch nicht geben, doch der Gedanke wie der Staat reagieren könnte und wie das Land abgeriegelt werden würde, war schon erschreckend.
Das Mysterium machte mich in erster Linie neugierig in Bezug darauf wie es aufgelöst wird was dahintersteckt. Doch darauf werde ich noch einen Weile warten müssen, ich denke das wird im dritten Band aufgeklärt.
Insgesamt war das Buch eine tolle Sache und für mich 5 von 5 Sternen Wert.
Ich bin sehr gespannt wie die Geschichte weitergeht und freue mich schon heute auf den zweiten Band.

Bewertung vom 29.01.2019
To Keep You Safe
Müller, Judit

To Keep You Safe


ausgezeichnet

Judit Müller legt mit diesem Roman ein großartiges Debüt vor.
Die USA sind durch Naturkatastrophen zerstört, nur wenige haben überlebt. Die Autorin erzählt hier die Geschichte von Judy und ihren beiden jüngeren Geschwistern Hope und Luke auf ihrer Reise durch die USA.
Das Buch ist nicht nur reine Unterhaltung, sondern auch eine Erzählung um Liebe, Hoffnung und Vertrauen.
Die Figuren gefallen sehr gut, besonders Judy und auch Raphael haben die notwendige Tiefe um sie echt und glaubhaft wirken zu lassen. Gerade auch deren Dialoge konnten mir sehr gut gefallen. Echt und lebendig wirken sie durch die interessant geschriebenen Dialoge.
Die Schauplätze sind schön und bildhaft beschrieben so dass sich der Leser diese gut vorstellen kann.
Der Spannungsbogen, zu Beginn auf einem eher niedrigen Niveau, steigert sich aber je weiter die Story voranschreitet.
Es ist Judit Müller direkt gelungen mich schon auf den ersten Seiten zu fesseln und mich erst loszulassen als ich auf die letzten Seiten kam.
Doch wie geht die Story weiter?
Ich meine das Ende lässt durchaus Spielraum dafür, dass da noch ein zweiter Band folgen könnte. Ich hoffe dies sehr, denn mich konnte nur selten eine Dystopie so fesseln wie diese.
Für mich war dies Beste Unterhaltung und so kann ich hier 5 von 5 Sternen vergeben sowie eine Leseempfehlung!

Bewertung vom 23.01.2019
Vergessene Seelen / Max Heller Bd.3
Goldammer, Frank

Vergessene Seelen / Max Heller Bd.3


ausgezeichnet

Dresden im Sommer 1948.
Der dritte Fall für Kriminaloberkommissar Max Heller ist wie schon die ersten beiden mitreißend geschrieben und es ist unmöglich das Buch aus den Händen zu legen.
Der Autor schreibt so bildhaft, dass einem die vom Krieg zerstörte Stadt und die Figuren vor dem inneren Auge erscheinen und man bekommt das Gefühl mitten in der Story zu stehen.
Aber nicht nur die Schauplätze und Figuren sind dem Autor sehr gut gelungen, auch die Atmosphäre der Nachkriegszeit hat er aufs Beste eingefangen. Der Leser spürt in jedem Kapitel, jedem Satz, ja fast in jedem Wort die liebe des Autors zu seiner Heimatstadt.
Das Buch beginnt eher etwas ruhiger, doch darf man sich da nicht täuschen lassen, denn die Spannung nimmt im Verlauf immer mehr Fahrt auf und man wird gefesselt von der Story.
Gut gefallen haben mir persönlich auch die Dialoge die echt und lebendig wirken.
Für „Mitermittler“ ist dieser Roman nicht einfach, denn durch immer wieder geschickt eingefügte Wendungen macht es der Autor fast unmöglich am Ende den richtigen Täter/In zu finden.
Das ist großes Kino, so muss ein moderner Kriminalroman geschrieben sein.
Fans des Genres und besonders Kriminalromane die in der Nachkriegszeit spielen kommen hier voll auf ihre Kosten.
Ich war wieder sehr begeistert und es würde mich sehr freuen, diese Krimireihe von Frank Goldammer irgendwann einmal auf der großen Leinwand zu sehen.
Ich freue mich auf jeden Fall auf Band 4 der Reihe „Roter Rabe“ der bereits am 21. Dezember 2018 erschienen ist.
Insgesamt komme ich hier auf volle 5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung!

Bewertung vom 21.01.2019
Die rote Frau / August Emmerich Bd.2
Beer, Alex

Die rote Frau / August Emmerich Bd.2


ausgezeichnet

Anders als bei vielen anderen Lesern, denen dieser zweite Band nicht so gut gefallen hatte, konnte mich Alex Beer auch hier wieder begeistern.
Die besondere Atmosphäre der Nachkriegszeit nach dem ersten Weltkrieg konnte die Autorin wieder aufs Beste einfangen und beschreiben. Man spürt die Ängste, Nöte und Sorgen der Menschen, fast als wären es die eigenen Sorgen.
Wieder nimmt die Autorin den Leser gleich auf den ersten Seiten des Buches gefangen und lässt ihn erst wieder mit der letzten Seite los. Wie im ersten Band der Reihe sind Figuren und Schauplätze so gut und bildhaft beschrieben dass sie echt und lebendig wirken.
Dieses Mal konnte mich Alex Beer auch mit sehr gut durchdachten Dialogen überzeugen, die sehr echt und real wirken.
Die Spannung ist gut aufgebaut und wirkt nicht konstruiert. Schon gleich zu Beginn wird der Leser gefesselt und je weiter man im Buch voran kommt umso spannender wird es.
Dank des sehr schönen Schreibstils ist man nicht nur der Leser außen vor, sondern viel mehr mittendrin in der Story.
So muss ein moderner Krimi geschrieben sein, spannend, kurzweilig und mit tollen Figuren und Dialogen.
Für mich sind das wieder glatte 5 von 5 Sternen, sowie eine Leseempfehlung!

Bewertung vom 16.01.2019
Abendglanz / Gut Greifenau Bd.1
Caspian, Hanna

Abendglanz / Gut Greifenau Bd.1


ausgezeichnet

1913 – Das Jahr bevor der große Krieg, also der erste Weltkrieg begann. Das Buch erzählt von der Familie von Auwitz-Aarhayn den Gutsbesitzern des Landgutes Greifenau.
Die Geschichte beginnt mit dem Unfall des alten Grafen Donatus von Auwitz-Aarhayn. Hier jedoch möchte ich nicht weiter ausholen um dem Leser die Spannung nicht zu nehmen.
Der Autorin gelingt es die Atmosphäre der Vorkriegszeit gut einzufangen. Man sollte jedoch kein Buch erwarten in dem der Krieg im Vordergrund steht, sondern eher eine Familiengeschichte in der Zeit um den ersten Weltkrieg.
Die Figuren sind sehr gut beschrieben und man kann sich gut in sie hineinversetzen, egal ob adlige oder bürgerliche. Zusammen mit der wirklich sehr schönen Beschreibung der Schauplätze bekommt man als Leser so einen guten Einblick in die damaligen Lebensverhältnisse.
Hanna Caspian gelingt es, dank ihrer sehr schönen Schreibweise, den Leser neugierig zu halten. Damit meine ich, sie fesselt ihre Leser fast so wie bei einem Krimi, wo jedes Kapitel so endet, dass man das Buch nicht aus den Händen legen möchte. Und das möchte man wahrlich nicht, weil es eine Familiengeschichte wo man zu jeder Zeit wissen will wie es weiter geht, nicht morgen sondern jetzt gleich.
Man spürt recht stark die Standesunterschiede, die wohl zur damaligen Zeit noch sehr stark ausgeprägt waren.
Einen kleinen Kritikpunkt habe ich. Für mein Gefühl war es schade, dass unter den bürgerlichen nicht wirklich eine starke Persönlichkeit zu finden war. Doch dies kann sich ja im zweiten Band noch ändern. Ich meine, es ist die Zeit vor dem ersten Weltkrieg, und die bürgerlichen waren da noch recht obrigkeitshörig. Dies änderte sich im Lauf der Jahre bis zum Ende des Krieges, da bin ich gespannt wie das umgesetzt wird.
Insgesamt war dies wieder eine Meisterleistung von Hanny Caspian und so komme ich auf 5 von 5 Sternen sowie eine Leseempfehlung!

Bewertung vom 15.01.2019
Der Tod uns scheidet
Schwermer, Melisa

Der Tod uns scheidet


ausgezeichnet

„Der Tod uns scheidet“ ist der Beginn einer neuen Krimireihe um die beiden Ermittler Helga Kannengießer und Dieter Joachimstaler. Zwei Ermittler mit Ecken und Kanten und so haben die beiden auch untereinander ihre Reibereien.
Die Figuren sind Melisa Schwermer sehr gut gelungen und haben die nötige Tiefe die es braucht um sie authentisch wirken zu lassen.
Die Schauplätze sind gerade für Leser aus dem Raum Frankfurt gut wiederzuerkennen, aber auch für Ortsfremde sind sie gut beschrieben.
Durch geschickt gesetzte Wendungen ist es für den Leser kaum möglich mitzuermitteln, denn kaum hat man einen Verdächtigen, fällt dieser aus dem Schema heraus und man hat einen neuen Verdächtigen.
Spannend geht es los und steigert sich bis hin zum furiosen Finale, das ich so ganz sicher nicht erwartet hätte.
Auf den letzten Seiten tritt ein neuer Verdächtiger in den Focus der Ermittler und der hat es in sich. Es ist ein Mensch der zwar etwas merkwürdig rüberkam, jedoch eigentlich nie wirklich verdächtig wirkte. Doch wenn man nach dem Ende der Lektüre eins und eins zusammenzählte war es Sonnenklar, dass nur dieser Verdächtige der Täter sein konnte.
Genau so muss ein moderner Krimi geschrieben sein. Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite, der dem Leser Lust auf mehr macht. Daher hoffe ich dass es davon mehr gibt und die Reihe tatsächlich fortgeführt wird.
Für mich sind das 4 von 5 Sternen sowie eine Leseempfehlung!

Bewertung vom 12.01.2019
Hippie
Coelho, Paulo

Hippie


ausgezeichnet

Hippie ist ein wunderschönes Lesebuch für Erwachsene oder auch für heranwachsende.
Paulo Coelho hat mich mehr oder minder in meine Kindheit zurückgeführt, in der einer meiner Onkels das Leben als Hippie gelebt hat, inkl. dem Versuch sich in Holland auf den Hippie-Trail zu begeben.
Es ist kein Buch welches man schnell weg lesen sollte. Es ist vielmehr ein Buch welches man genießen sollte.
Es war für mich im speziellen, ein Buch, welches mir nach einer längeren Erkrankung während der ich kaum den Nerv zum Lesen hatte, mir die Freude am Lesen zurückgegeben hatte.
Es ist ein farbenfroher Roman, der dem Leser die Leichtigkeit der Hippiebewegung nahebringt.
Ein Roman voller Menschen die den Traum von Freiheit leben, Sex, Drugs and rock ´n roll so ihr Motto.
Sehr schön erzählt von Paulo Coelho, der darin einen Teil seiner Lebensgeschichte verarbeitet.
Ich habe das Buch genossen, das heißt, ich habe nur wenige Seiten am Tag gelesen.
Wie man es vom Autor kennt sind die Schauplätze und die Figuren sehr schön beschrieben. Doch dieses Mal ist es etwas anders, denn diese Figuren und Schauplätze hat Coelho selbst bereist, die Menschen kennen gelernt, die Atmosphäre erlebt.
Apropos Atmosphäre, diese haben scheinbar alle dieser Zeit ähnlich erlebt. Man könnte fast dieses Buch und die Erzählungen meines Onkels übereinanderlegen und nur wenig würden sie sich von diesem Roman unterscheiden. Es ist Paulo Coelho sehr gut gelungen diese Atmosphäre so einzufangen wie sie damals tatsächlich gewesen sein muss.
Alles in allem ist Paulo Coelho hier ein Buch gelungen welches den Leser in die Flower Power Zeit entführt und damit aller bestens unterhält.
Insgesamt hat das Buch volle 5 von 5 Sternen verdient, sowie eine Leseempfehlung!

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Bewertung vom 11.12.2018
Der Engelmacher von Frankfurt
Schaub, Alexander

Der Engelmacher von Frankfurt


ausgezeichnet

Der „Engelmacher von Frankfurt“ ist der erste Band einer Trilogie. Nun nach dem Erscheinen des dritten und somit abschließenden Bandes der Trilogie, habe ich Band eins gelesen und die beiden weiteren Bände folgen nun in den nächsten Wochen.
„Der Engelmacher von Frankfurt“ ist das Debüt von Alexander Schaub und ich kann sagen dass ihm das Debüt sehr gut gelungen ist.
Besonderes Highlight für mich waren die einzelnen Abschnitte, die er jeweils mit Zeitstempel versehen hat, und so der Leser sehr gut der zeitlichen Abfolge des Geschehens folgen konnte.
Die Figuren sind sehr gut und bildhaft beschrieben, so dass ich bei jeder Figur auch ein Gesicht dazu vor meinem inneren Auge hatte. Dies ist nicht ganz leicht zu schreiben, ohne den Leser zu sehr mit Details zu langweilen, aber hier ist es dem Autor aufs Beste gelungen, da die Waage zwischen zu viel und zu wenig zu finden. So haben die Figuren fast durch die Bank die notwendige Tiefe, die es braucht um glaubhaft und echt zu wirken.
Besonders für mich als Frankfurter war es interessant zu erfahren wie der Autor die Schauplätze beschreibt. Ich muss sagen es ist ihm sehr gut gelungen, so dass selbst ein „Nicht“ Frankfurter sich gut zurechtfinden würde.
Gleich der Prolog nahm mich gefangen, und ich war neugierig wie sich der Roman entwickeln würde.
Und ich kann sagen, dass mich Alexander Schaub mit seinem Debüt sogleich abgeholt hat.
So spannend der Prolog, so spannend verlief das ganze Buch. Rasant ging es von Tatort zu Tatort, von Leiche zu Leiche. Dort wer glaubt nun leicht mitermitteln zu können ist auf dem Holzweg. Dank vieler geschickt eingefügter Wendungen wird man immer wieder in eine falsche Richtung geschickt. Den wahren Täter habe auch ich so nicht erwartet und auch das furiose Finale war so nicht zu erwarten.
Das kann man wirklich kaum besser machen. Mich hat Alexander Schaub zum Fan seiner Bücher gemacht und ich denke, da bin ich nicht der einzige.
Für mich sind das diesmal 5 von 5 Sternen sowie eine Leseempfehlung!

Bewertung vom 10.12.2018
Mein ist die Macht
Sachs, Leon

Mein ist die Macht


ausgezeichnet

Obwohl in meinem Bücherregal schon der Vorgänger „Eleven“ des Autors steht, habe ich ihn erst mit „Mein ist die Macht“ entdeckt. Für mich ist das Buch mein Thriller des Jahres, einfach nur weil mich kein anderer Thriller in diesem Jahr so abholen konnte wie dieser.
Der Thriller ist ein sehr amerikanischer und sehr aktueller Roman. Der Schreibstil erinnert sehr an amerikanische Autoren wie zB David Baldacci, ist sehr gut lesbar und so flog ich regelrecht durch die Seiten.
Fliegen ist das Stichwort überhaupt, denn die Story fliegt nur so durch das Buch, dass man kaum zum Atemholen kommt. Von einem Schauplatz zum nächsten, von einer Tat zur nächsten und nicht zuletzt immer wieder neue Wendungen, die es nahezu unmöglich machen mitzuermitteln.
Die Figuren sind großartig herausgearbeitet und wirken durchweg authentisch und sehr lebendig.
Kleinere Probleme wie sie jeder von uns auch hat lassen das ganze wirklich real erscheinen und nicht im Geringsten konstruiert. Es scheint wie eine Story aus dem Leben oder besser aus den Nachrichten herausgegriffen.
Die Schauplätze sind sehr gut beschrieben und lassen so die Story wie einen bunten oder hier eher blutigen Film vor dem inneren Auge des Lesers ablaufen.
So muss ein moderner Thriller geschrieben sein – rasant, bildhaft und nicht zuletzt mit einer Prise des wahren Lebens. Menschen wie Du und ich, Menschen mit ihren Macken und den Ecken und Kanten die es für eine Wahrhaftige Story braucht.
Ich finde, dass die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist, sondern dass da durchaus noch Möglichkeiten für einen zweiten oder dritten Band drinstecken.
Für mich sind das hochverdiente 5 von 5 Sternen sowie eine Leseempfehlung!

Bewertung vom 29.11.2018
Mathilda
Pätzold, Oliver

Mathilda


ausgezeichnet

Mathilda ist ein Katastrophenthriller der im heute spielt, jedoch auch in jeder anderen Zeit in der Zukunft spielen könnte.
Mathilda ist ein riesiger Asteroid der südlich von Grönland einschlägt. Die Folgen des Einschlags und wie die Menschen damit umzugehen lernen müssen, davon erzählt dieser Thriller.
Als ich eher zufällig einen Post bei Facebook zu diesem Buch gesehen habe, wurde ich neugierig, und nach der Lektüre des Klappentextes war für mich klar, dieses Buch musst du lesen.
Jetzt, nach der Lektüre bin ich vollauf begeistert und überzeugt von diesem Buch. Ein solches Szenario in einem Buch zu beschreiben ist sicherlich nicht ganz leicht und doch schreibt es der Autor mit einer Leichtigkeit, trotz der schwierigen Thematik.
Für mich als Leser fiel es sehr leicht in die Story hineinzukommen, kaum 20 Seiten gelesen hatte mich die Geschichte gepackt und es war für mich schon der Point of no Return erreicht und es wurde unmöglich das Buch aus den Händen zu legen. Und wenn ich es aus den Händen legte, nahm ich es immer wieder in die Hand um weiterzulesen, ja selbst beim Kochen hielt ich es in der Hand um zu lesen. Mich so extrem zu fesseln schaffen nicht viele Autoren, doch Oliver Pätzold gelang dies spielend.
Sehr gut beschrieben sind die Figuren, sie haben die nötige Tiefe, die sie erst wirklich glaubhaft machen, so dass sie wirklich echt und real wirken.
Besonders gut sind die Schauplätze, auf dem Weg des Protagonisten von Norddeutschland in Richtung Süden, beschrieben. Jeder dieser Schauplätze wirkte auf mich so, dass ich fast glaube diese Route problemlos abgehen zu können.
Der Roman spielt auf zwei Handlungsebenen, die eine ist die des Vaters in Norddeutschland und auf dem Weg nach Süden, und die andere ist die der Tochter und ihrem Freund in Österreich.
Diese beiden Handlungsebenen sind perfekt aufeinander zugeschnitten und der Leser bangt mit jeder Seite mehr, ob es dem Vater gelingt seine Tochter dort zu finden.
Der Spannungsbogen ist schon zu Beginn auf einem sehr hohen Level, kann sich aber noch steigern bis hin zum furiosen Finale.
Das war für mich ganz großes Kino und es würde mich nicht wundern, wenn da irgendwann ein Filmemacher bei Oliver Pätzold anklopfen würde um diese großartige Story zu verfilmen. Ich wäre auf jeden Fall einer der ersten der sich ein Ticket dafür kaufen würde.
Für mich sind das hochverdiente 5 von 5 Sternen, sowie eine Leseempfehlung!