Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Mundolibris
Wohnort: Frankfurt am Main
Über mich: ...unheilbarer Bookaholic
Danksagungen: 110 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 455 Bewertungen
Bewertung vom 05.10.2019
Der Sprung
Lappert, Simone

Der Sprung


sehr gut

Ich muss tatsächlich gestehen, dass mich das Buch nicht zu 100% erreichen konnte. Ich denke, dass der Grund dafür ist, dass durch die verschiedenen Sichtweisen der vielen Figuren, sich das ganze wie eine Kurzgeschichtensammlung liest. Und da bin ich meistens raus aus der Geschichte. Kurzgeschichten, egal ob von einem Autor oder in einer Sammlung von mehreren Autoren sind einfach nicht mein Ding. Je mehr Seiten desto besser ist es für mich.
Trotz alledem fand ich die Story sehr schön umgesetzt und ich bin überzeugt, dass dieses Buch viele Fans finden wird.
Nahezu von der ersten Seite an herrscht eine Spannung vor, die sich bis fast zum Ende hin auf einem hohen Niveau hält.
Interessante Figuren, die allesamt die nötige Tiefe haben, die alle ausreichend Raum haben und die mit zum Teil sehr schönen Dialogen aufwarten können.
Durch die sehr bildhaften Beschreibungen der Schauplätze gelang es mir leicht in meinem Kopf ein Bild darzustellen.
Wie Anfangs erwähnt, konnten mich das Buch und die vielen Szenenwechsel leider nicht ganz erreichen, weil es auf mich fast wie eine Kurzgeschichtensammlung wirkte. Ich persönlich mag keine Kurzgeschichten, aber ich bin fest davon überzeugt, dass dieses Buch seine Leser finden wird. Denn ich glaube, dass es sich dennoch lohnt das Buch zu lesen. Gerade dann wenn man kurze und schnelle Szenenwechsel mag.
Insgesamt komme ich dennoch auf 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.

Bewertung vom 02.10.2019
Der Käpt'n Jenseits der See
Rönnau, Jörg

Der Käpt'n Jenseits der See


ausgezeichnet

Das Buch liest sich so, als wenn man mit dem Käpt´n irgendwo an der Küste in einer Dorfschänke sitzt, bei einer Buddel mit Rum und einer Pfeife im Mundwinkel.
Es ist ein Buch zum Wohlfühlen und genießen, das heißt es ist ein Buch das man lieber in Ruhe und mit Genuss lesen sollte, vielleicht jeden Tag zwanzig Seiten.
Der Schreibstil wirkt für mich sehr gelungen und lässt sich sehr flüssig lesen. Jörg Rönnaus dritter Roman wirkt sehr reif und man würde nicht meinen, dass es erst die dritte Veröffentlichung des Autoren ist.
Die Figuren wirken gut durchdacht und real. Die Dialoge wirkten echt und erschienen nicht wie erdacht, sondern eher wie Gespräche zwischen echten Menschen und nicht wie die von erdachten Figuren.
Besonders die Rückblicke des Käptns in seine Laufbahn auf See und gerade die eher zufälligen Treffen mit den Klassikerautoren gefielen mir sehr gut. Auch wenn diese etwas sehr gehäuft auftraten tat dies dem Lesevergnügen keinerlei Abbruch.
Sehr gut gefallen konnten mir auch die Tage auf See als Pensionär.
Natürlich nicht zuletzt fand die Kriminalgeschichte mein Gefallen, denn diese verlief nicht ganz so wie ich es vermutet hatte.
Spannend mit schönen Wendungen versehen, konnte mich der Autor überraschen.
Insgesamt ist das Buch ein schönes Lesebuch für verregnete Herbsttage.
Für mich hat Jörg Rönnau hier ein glänzendes Debüt im neugegründeten Maximumverlag hingelegt und so vergebe ich hier verdiente 5 von 5 Sternen sowie eine Leseempfehlung!

Bewertung vom 18.09.2019
Das Versprechen des Bienenhüters
Lefteri, Christy

Das Versprechen des Bienenhüters


sehr gut

Der Autorin ist mit „Das Versprechen des Bienenhüters“ ein ebenso beeindruckendes wie auch bedrückendes Werk gelungen. Das Buch ist mehr oder minder die Geschichte der Flucht einer Familie aus Syrien. Aber lest es selbst, denn ich denke, jeder Leser wird dieses Buch anders einordnen.
Die Geschichte ist auf mehreren Zeitebenen angesiedelt. Zum einen die noch friedliche Zeit in Syrien, die Zeit in Syrien im Krieg und nicht zuletzt die Zeit während der Flucht und der Ankunft im für die Protagonisten gelobten Land.
Ich gebe zu, dass es anfangs etwas schwierig zu lesen war wegen der vielen Zeitsprünge. Zugegeben habe ich die Zusammenhänge zunächst nicht verstanden, aber nachdem ich das verstanden habe war das Buch wirklich kurzweilig und gut zu lesen.
Die große Stärke dieses Romans waren für mich die teilweise wirklich tollen Dialoge. Dank dieser Dialoge wuchs in mir auch das Verständnis für einige Entscheidungen der Protagonisten.
Die Figuren sind fein gezeichnet und wirken fast durch die Bank sehr authentisch.
Noch besser als die Figuren war für mich die Darstellung der Schauplätze. Diese Beschreibung schaffte es tatsächlich mein Kopfkino in Gang zu bringen, sodass ich bunte und teilweise düstere Bilder in meinem Kopf hatte.
Ich denke es ist wichtig sich für dieses Buch Zeit zu nehmen und es nicht innerhalb eines Tages wegzulesen. Dafür ist die Story zu wichtig und man sollte der Geschichte wirklich Zeit lassen sich zu entfalten und vor allem sollte man sich zwischen den Zeilen auch die Zeit nehmen um über das gelesene nachzudenken.
Mich konnte die Autorin mit ihrem Buch wirklich gut unterhalten, insbesondere die Abschnitte als Bienenzüchter im noch friedlichen Syrien konnten mich sehr begeistern.
Insgesamt komme ich hier auf sehr gute 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.

Bewertung vom 09.09.2019
Die Todesbotin / Viktor Puppe Bd.2
Elbel, Thomas

Die Todesbotin / Viktor Puppe Bd.2


ausgezeichnet

Viktor Puppe und seine Kollegen haben schon jetzt, nach den zweiten Band für mich Kultstatus.
Es ist ein Team von Bullen mit Ecken und Kanten und sind nicht wie so oft so weichgespülte Charaktere die man zuhauf in Buch und TV wieder findet.
Das Buch beginnt gleich recht spannend und interessant, mit dem Fund einer Leiche. Viktor Puppe und sein Team sind gleich vor Ort und eine der Beamtinnen scheint eine persönliche Beziehung zum Opfer zu haben. Doch ist das wirklich so? Was steckt dahinter?
Ich möchte nicht zu viel verraten, aber ich kann sagen es wird hochspannend und dramatisch werden.
Wie man es schon von Thomas Elbel kennt sind sowohl die Figuren als auch die Schauplätze sehr schön beschrieben, sodass man sich beides gut vorstellen kann.
Insbesondere die Figuren haben bei mir das Kopfkino in Gang gebracht und ich hatte bei den Beschreibungen jeder Figur fast jedes Mal ein Bild im Kopf. Mit dieser bildhaften Schreibweise begeistert mich Thomas Elbel, neben der spannenden Story, jedes Mal aufs Neue. Das kann man nicht lernen das hat man im Blut oder man hat es nicht, doch Thomas Elbel hat es im Blut.
Wer jedoch so wie auch ich gerne mitermittelt, wird vom Autor enttäuscht, denn durch immer wieder geschickt eingefügte Wendungen wird es nahezu unmöglich den oder die Täter vor dem hochdramatischen Finale zu ermitteln.
Mich konnte Thomas Elbel zum wiederholten Male aufs Beste unterhalten.
Und so komme ich wie schon bei Band 1 der Reihe auf 5 von 5 Sternen, sowie eine Leseempfehlung.

Bewertung vom 30.08.2019
Brennende Narben / Mara Billinsky Bd.3
Born, Leo

Brennende Narben / Mara Billinsky Bd.3


ausgezeichnet

Mara Billinsky ist wieder da!
Die softeste und weiblichste Billinsky, die es bisher gab. Nicht dass sie jetzt nicht mehr die Krähe wäre, hart und abweisend. Doch sie legt dieses Mal einige Wesenszüge an den Tag, die man bisher von ihr so nicht kannte.
Mit Brennende Narben legt Leo Born nun den dritten Band seiner Thrillerreihe um die Frankfurter Ermittlerin Mara Billinsky vor. Es ist ihr bis jetzt persönlichster Fall, sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld.
Die Story startet gleich mit einem brutalen Mord. Aber keine Sorge, zu detailliert schreibt Leo Born nicht, so dass die eigene Phantasie noch genügend Spielraum hat sich das ganze vorzustellen.
Wer aber Leo Born kennt weiss spätestens jetzt, nach dem ersten Kapitel, dass es zur Sache geht, und das hohe Niveau der Spannung zwischendurch nur geringfügig absinkt, um dann zum Finale wieder explosionsartig anzusteigen.
Wie man es gewöhnt ist sind die Schauplätze, allesamt in und um Frankfurt am Main angesiedelt, wieder aufs allerbeste beschrieben, und auch Leser die Frankfurt nicht kennen, können sie sich aufs Beste vorstellen.
Wie immer haben Leo Borns Figuren die notwendige Tiefe, um real und echt auf den Leser zu wirken. Sehr interessante Dialoge runden die Figuren gut ab, sodass es wirklich so wirkt dass sie real sind und das ohne konstruiert zu wirken. Leo Born erschafft Charaktere die wie aus dem wahren Leben gerissen erscheinen.
Wenn man einen Fall von Mara Billinsky liest, fragt man sich natürlich ob sich der Autor derart in Gefahr begeben hat um für das Buch zu recherchieren. Es scheint fast so, zu echt erscheint die Story, zu real die Figuren und natürlich auch die Schauplätze.
Leo Born hat es im Blut glaubhafte und harte aber nicht zu harte Thriller zu schreiben. Das aber, wo ich ihn als Autor in einem ganz anderen Genre kennen gelernt habe. Aber hier möchte ich nicht zu viel verraten. Vielleicht erzählt er irgendwann einmal was er außer Thrillern sonst noch so schreibt.
Die Thrillerreihe um Mara Billinsky hat für mich schon lange das Zeug zur Kultreihe und Mara Billinsky ist für mich lange schon die Kultermittlerin schlechthin. Mara Billinsky „Die Krähe“.
Ich bin schon jetzt, wenige Stunden nach dem Ende des dritten Teils sehr auf Band vier gespannt.
Natürlich spreche ich für diesen dritten Band eine absolute Leseempfehlung aus.
Und ohne Frage sind das für mich hochverdiente 5 von 5 Sternen.

Bewertung vom 28.08.2019
The Extinction Cycle - Buch 4: Entartung
Smith, Nicholas Sansbury

The Extinction Cycle - Buch 4: Entartung


ausgezeichnet

Es ist klar, dass in einer siebenteiligen Reihe sich das eine oder andere wiederholt. Aber der Autor hat für jeden Band der Reihe neue Schwerpunkte gesetzt, sodass es nie langweilig wird.
Natürlich sind viele der Figuren bekannt, jedoch bleibt man als Leser gespannt wie es ihnen denn ergehen könnte. Mich konnte der Autor nun mit Band vier und fünf ebenso begeistern wie mit den ersten drei Teilen. Oftmals ist es doch so, je mehr Teile erschienen sind, umso langweiliger wird es. Dies ist hier absolut nicht der Fall, denn der neue Schwerpunkt lässt neue Blickwinkel und Wendungen zu, die den Leser mit auf eine ganz neue Reise nimmt. Eine Reise zu altbekannten und auch neuen Schauplätzen, die der Autor sehr bildhaft beschreibt. So bildhaft, dass man das Gefühl bekommt man wäre mit vor Ort.
Die Story ängstigt einen und man denkt, was wäre wenn so etwas tatsächlich möglich wäre?
Dieses permanente gruseln macht die Story gerade so interessant und es fällt wirklich sehr schwer das Buch aus der Hand zu legen. Mehr noch, man möchte nach jedem Band unbedingt den nächsten Band lesen und so muss auch ich mich die beiden letzten Teile noch kaufen um zu wissen wie geht es denn letzten Endes aus. Wird die Menschheit komplett ausgelöscht? Oder besiegen die Menschen die Mutanten und man kann mit dem Neuaufbau beginnen? So viele offene Fragen und so viele Antworten in den folgenden Teilen dieser Reihe. Ich bin auf das Ende sehr gespannt und freue mich schon heute auf die Lektüre dieser letzten beiden Bände.
Insgesamt komme ich hier auf volle 5 von 5 Sternen, sowie eine Leseempfehlung!

Bewertung vom 27.08.2019
Ebbelwoijunkie
Fischer, Gerd

Ebbelwoijunkie


ausgezeichnet

Der bisher emotional härteste Fall für Kommissar Rauscher. Aber nicht nur das, er lässt den Leser dieses Mal auch tief in sein innerstes blicken, erlässt den Leser tief in sein Seelenleben schauen.
Ganz so wie man es von Gerd Fischer kennt, beginnt es zunächst etwas gemächlicher, um dann aber wie immer rasant an Spannung zuzunehmen.
Gewohnt fein beschrieben sind die Schauplätze, die man besonders als Frankfurter leicht wieder erkennt. Aber auch auswärtige würden fast jeden Schauplatz in der Stadt wiedererkennen.
Die Akteure, teilweise altbekannt und andere zum Teil neu, machen es dem Leser leicht sich in sie hineinzuversetzen. Manche Reaktion ist leicht nachzuvollziehen andere dafür umso unverständlicher.
Aber durchweg wirken sie sehr echt und sehr menschlich.
In nahezu jeder Zeile hat man das Gefühl, die liebe des Autors zu seiner Heimatstadt.
Es gewährt dem Leser einen Einblick ins Milieu in dieser Stadt und auch ins Leben und Wirken unserer EU-Politiker. Wen er da wohl gezeichnet hat, denn eine solche Posse um unseren Äppler hat es tatsächlich gegeben. Ein Schelm der da böses denkt.
Nachdem es wie gesagt eher gemächlich begann, nimmt die Story mit jeder Seite immer mehr an Fahrt auf um dann in einem furiosen Finale zu gipfeln.
Das Buch ist der mittlerweile 9. Fall um den etwas kautzigen Kommissar Rauscher und sein Team.
Und auch Band 10. Ist schon erschienen. Für mich war „Ebbelwoijunkie“ mein bislang zweiter Fall, aber ich kann heute schon sagen, dass es nicht der letzte sein wird. Ich plane mir nach und nach alle Fälle von Kommissar Rauscher zu besorgen.
Daher sind es auch wieder 5 von 5 Sternen, sowie eine Leseempfehlung!

Bewertung vom 23.08.2019
Forderung
Grisham, John

Forderung


weniger gut

Eine eigentlich tolle Idee eher mäßig umgesetzt, sehr schade!
Dass John Grisham gerne mal etwas ausschweifender und langatmig schreibt ist durchaus bekannt, aber bei seinen meisten Romanen nicht schlimm. Weil er es dennoch schafft jedes Mal durch geschickte Wendungen und interessante Kniffe, die dadurch aufkommende Langeweile auszugleichen.
Jedoch hier ist ihm das so richtig in die Hose gegangen.
In drei Worten beschrieben könnte man sagen, dass es langatmig, flach und langweilig erscheint.
Hätte außen nicht John Grisham draufgestanden, ich hätte nicht geglaubt dass es ein Buch von ihm ist.
Das Buch erscheint als wäre hier nur die Idee vom Meister des Gerichtsromans, jedoch die Ausführung hätte ein Ghostwriter übernommen.
Es ist für mich unverständlich dass John Grisham nicht Wert auf die gewöhnte Qualität legt sondern, ein Buch heraus haut, nur um wieder etwas neues auf dem Markt zu haben.
So sind es für mich leider nur 2 von 5 Sternen.
Sehr schade denn ich hatte mich auf eine toll erzählte Story gefreut.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.08.2019
Aufbruch in ein neues Leben / Das Weingut Bd.2
Lacrosse, Marie

Aufbruch in ein neues Leben / Das Weingut Bd.2


ausgezeichnet

Auf diesen zweiten Band habe ich mich so sehr gefreut wie selten zuvor auf eine Fortsetzung.
Und ich muss sagen, die Vorfreude hat sich gelohnt, denn die Fortsetzung ist mindestens ebenso gut wie Band eins, wenn nicht sogar ein klein wenig besser.
Und auch dieses Mal freue ich mich schon jetzt auf den dritten und damit abschließenden Band der Trilogie.
Die Geschichte wird in mehreren Erzählsträngen erzählt, die jeder für sich schon eine spannende Geschichte zu erzählen hatten. Für mich erschien es so, dass jeder dieser Erzählstränge eigentlich ein eigenes Buch verdient hätte.
Die Autorin, auch bekannt unter dem Namen Marita Spang, scheint mit jedem ihrer Bücher besser zu werden, fast so wie ein guter alter Wein.
Ihre Bücher sind für mich inzwischen echte „Wohlfühlbücher“, das heißt es sind Bücher die ich nicht schnell weglesen möchte, sondern sie lieber Kapitel für Kapitel, mit jeweils kleinen Pausen dazwischen lese. Klar, so brauche ich für ihre Bücher durchaus auch mal zwei oder drei Wochen, aber es ist ein Genuss sich so viel Zeit dafür zu lassen.
Wie man es von der Autorin kennt sind sowohl die Schauplätze und auch die Figuren sehr fein gezeichnet.
Besonders die Figuren wirken lebendig und so kann der Leser mit ihnen Leben, Lieben und Lachen, aber auch Leiden, trauern und weinen. Das ist eine Kunst die man, glaube ich nicht erlernen kann, das muss einem im Blut liegen.
Und für mich ganz klar, Marie Lacrosse liegt dies im Blut.
Es gelingt Marie Lacrosse jedes Mal mein Kopfkino in Gang zu bringen und es rattern zu lassen bis zum Ende ihrer Bücher.
Wie schon im ersten Buch dieser Reihe habe ich die Dialoge genossen, die wieder sehr echt und real wirkten.
Die Schauplätze konnten vor meinem inneren Auge entstehen und es schien fast als würde ich kein Buch lesen, sondern viel mehr einen Farbenfrohen Film anschauen.
Wer also eine schöne Familiengeschichte aus der Zeit um den Deutsch-Französischen Krieg 1870-1871 lesen möchte, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Ich denke, der Leser wird es nicht bereuen.
Für mich sind das zum wiederholten Male 5 von 5 Sternen für Marie Lacrosse/Marita Spang.

Bewertung vom 31.07.2019
Die Rose des Herzogs
Spang, Marita

Die Rose des Herzogs


ausgezeichnet

Schon seit meiner Schulzeit waren die französische Geschichte und ich ein eher zerstrittenes Paar.
Doch dank Marita Spang und diesem Buch haben wir uns nun wieder sehr angenähert. Sie hat mir die Freude an dieser Epoche und der französischen Geschichte zurückgegeben, dafür herzlichen Dank!
Marita Spang gelingt es immer wieder aufs Neue, ihren Figuren Leben einzuhauchen und zwar so gut, dass man das Gefühl hat es handle sich komplett um historische Figuren, selbst die die nur in Marita Spangs Kopf historisch real wurden.
Immer wieder schafft sie es in meinem Kopf das Kopfkino in Gang zu setzen und es so lange rattern zu lassen, bis ich das Buch aus den Händen lege und zum Teil auch darüber hinaus.
Die historischen Schauplätze sind so bildhaft beschrieben, so dass man das Gefühl bekommt, man wandle durch diese Schauplätze. Das ist in meinen Augen ganz großes Kino und für mich sind ihre Bücher mehr und mehr Wohlfühlbücher. Und es ist fast zu schade, diese schnell herunterzulesen. Deshalb habe ich für mir entschieden, gerade dieses Buch gemächlich zu lesen, das heißt jeden Tag nicht mehr als 20 Seiten und so konnte ich es richtig genießen und ich hatte zwischendurch sogar die Zeit über das gelesene nachzudenken und auch Teilweise eigne Recherchen im Netz durchzuführen.
So kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass dieses Buch von Marita Spang, wie auch schon ihre vorherigen Bücher wirklich aufs Beste recherchiert wurden.
Die Spannung war zu Beginn eher etwas gemächlicher aufgebaut um dann jedoch immer mehr anzusteigen bis hin zum Finale, das in meinen Augen sehr gut gelungen ist.
Dies ist wieder mal ein historischer Roman den ich gerne verfilmt sehen würde, ich bin gespannt ob das irgendwann einmal jemand auf die Idee kommt dies zu tun.
Insgesamt komme ich hier auf mehr als verdiente 5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.