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Benutzername: Mundolibris
Wohnort: Frankfurt am Main
Über mich: ...unheilbarer Bookaholic
Danksagungen: 107 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 410 Bewertungen
Bewertung vom 11.12.2018
Der Engelmacher von Frankfurt
Schaub, Alexander

Der Engelmacher von Frankfurt


ausgezeichnet

Der „Engelmacher von Frankfurt“ ist der erste Band einer Trilogie. Nun nach dem Erscheinen des dritten und somit abschließenden Bandes der Trilogie, habe ich Band eins gelesen und die beiden weiteren Bände folgen nun in den nächsten Wochen.
„Der Engelmacher von Frankfurt“ ist das Debüt von Alexander Schaub und ich kann sagen dass ihm das Debüt sehr gut gelungen ist.
Besonderes Highlight für mich waren die einzelnen Abschnitte, die er jeweils mit Zeitstempel versehen hat, und so der Leser sehr gut der zeitlichen Abfolge des Geschehens folgen konnte.
Die Figuren sind sehr gut und bildhaft beschrieben, so dass ich bei jeder Figur auch ein Gesicht dazu vor meinem inneren Auge hatte. Dies ist nicht ganz leicht zu schreiben, ohne den Leser zu sehr mit Details zu langweilen, aber hier ist es dem Autor aufs Beste gelungen, da die Waage zwischen zu viel und zu wenig zu finden. So haben die Figuren fast durch die Bank die notwendige Tiefe, die es braucht um glaubhaft und echt zu wirken.
Besonders für mich als Frankfurter war es interessant zu erfahren wie der Autor die Schauplätze beschreibt. Ich muss sagen es ist ihm sehr gut gelungen, so dass selbst ein „Nicht“ Frankfurter sich gut zurechtfinden würde.
Gleich der Prolog nahm mich gefangen, und ich war neugierig wie sich der Roman entwickeln würde.
Und ich kann sagen, dass mich Alexander Schaub mit seinem Debüt sogleich abgeholt hat.
So spannend der Prolog, so spannend verlief das ganze Buch. Rasant ging es von Tatort zu Tatort, von Leiche zu Leiche. Dort wer glaubt nun leicht mitermitteln zu können ist auf dem Holzweg. Dank vieler geschickt eingefügter Wendungen wird man immer wieder in eine falsche Richtung geschickt. Den wahren Täter habe auch ich so nicht erwartet und auch das furiose Finale war so nicht zu erwarten.
Das kann man wirklich kaum besser machen. Mich hat Alexander Schaub zum Fan seiner Bücher gemacht und ich denke, da bin ich nicht der einzige.
Für mich sind das diesmal 5 von 5 Sternen sowie eine Leseempfehlung!

Bewertung vom 10.12.2018
Mein ist die Macht
Sachs, Leon

Mein ist die Macht


ausgezeichnet

Obwohl in meinem Bücherregal schon der Vorgänger „Eleven“ des Autors steht, habe ich ihn erst mit „Mein ist die Macht“ entdeckt. Für mich ist das Buch mein Thriller des Jahres, einfach nur weil mich kein anderer Thriller in diesem Jahr so abholen konnte wie dieser.
Der Thriller ist ein sehr amerikanischer und sehr aktueller Roman. Der Schreibstil erinnert sehr an amerikanische Autoren wie zB David Baldacci, ist sehr gut lesbar und so flog ich regelrecht durch die Seiten.
Fliegen ist das Stichwort überhaupt, denn die Story fliegt nur so durch das Buch, dass man kaum zum Atemholen kommt. Von einem Schauplatz zum nächsten, von einer Tat zur nächsten und nicht zuletzt immer wieder neue Wendungen, die es nahezu unmöglich machen mitzuermitteln.
Die Figuren sind großartig herausgearbeitet und wirken durchweg authentisch und sehr lebendig.
Kleinere Probleme wie sie jeder von uns auch hat lassen das ganze wirklich real erscheinen und nicht im Geringsten konstruiert. Es scheint wie eine Story aus dem Leben oder besser aus den Nachrichten herausgegriffen.
Die Schauplätze sind sehr gut beschrieben und lassen so die Story wie einen bunten oder hier eher blutigen Film vor dem inneren Auge des Lesers ablaufen.
So muss ein moderner Thriller geschrieben sein – rasant, bildhaft und nicht zuletzt mit einer Prise des wahren Lebens. Menschen wie Du und ich, Menschen mit ihren Macken und den Ecken und Kanten die es für eine Wahrhaftige Story braucht.
Ich finde, dass die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist, sondern dass da durchaus noch Möglichkeiten für einen zweiten oder dritten Band drinstecken.
Für mich sind das hochverdiente 5 von 5 Sternen sowie eine Leseempfehlung!

Bewertung vom 29.11.2018
Mathilda
Pätzold, Oliver

Mathilda


ausgezeichnet

Mathilda ist ein Katastrophenthriller der im heute spielt, jedoch auch in jeder anderen Zeit in der Zukunft spielen könnte.
Mathilda ist ein riesiger Asteroid der südlich von Grönland einschlägt. Die Folgen des Einschlags und wie die Menschen damit umzugehen lernen müssen, davon erzählt dieser Thriller.
Als ich eher zufällig einen Post bei Facebook zu diesem Buch gesehen habe, wurde ich neugierig, und nach der Lektüre des Klappentextes war für mich klar, dieses Buch musst du lesen.
Jetzt, nach der Lektüre bin ich vollauf begeistert und überzeugt von diesem Buch. Ein solches Szenario in einem Buch zu beschreiben ist sicherlich nicht ganz leicht und doch schreibt es der Autor mit einer Leichtigkeit, trotz der schwierigen Thematik.
Für mich als Leser fiel es sehr leicht in die Story hineinzukommen, kaum 20 Seiten gelesen hatte mich die Geschichte gepackt und es war für mich schon der Point of no Return erreicht und es wurde unmöglich das Buch aus den Händen zu legen. Und wenn ich es aus den Händen legte, nahm ich es immer wieder in die Hand um weiterzulesen, ja selbst beim Kochen hielt ich es in der Hand um zu lesen. Mich so extrem zu fesseln schaffen nicht viele Autoren, doch Oliver Pätzold gelang dies spielend.
Sehr gut beschrieben sind die Figuren, sie haben die nötige Tiefe, die sie erst wirklich glaubhaft machen, so dass sie wirklich echt und real wirken.
Besonders gut sind die Schauplätze, auf dem Weg des Protagonisten von Norddeutschland in Richtung Süden, beschrieben. Jeder dieser Schauplätze wirkte auf mich so, dass ich fast glaube diese Route problemlos abgehen zu können.
Der Roman spielt auf zwei Handlungsebenen, die eine ist die des Vaters in Norddeutschland und auf dem Weg nach Süden, und die andere ist die der Tochter und ihrem Freund in Österreich.
Diese beiden Handlungsebenen sind perfekt aufeinander zugeschnitten und der Leser bangt mit jeder Seite mehr, ob es dem Vater gelingt seine Tochter dort zu finden.
Der Spannungsbogen ist schon zu Beginn auf einem sehr hohen Level, kann sich aber noch steigern bis hin zum furiosen Finale.
Das war für mich ganz großes Kino und es würde mich nicht wundern, wenn da irgendwann ein Filmemacher bei Oliver Pätzold anklopfen würde um diese großartige Story zu verfilmen. Ich wäre auf jeden Fall einer der ersten der sich ein Ticket dafür kaufen würde.
Für mich sind das hochverdiente 5 von 5 Sternen, sowie eine Leseempfehlung!

Bewertung vom 20.11.2018
Ruhrpiraten
Steinhausen, Mike

Ruhrpiraten


sehr gut

Nicht alle waren stramme Nationalsozialisten!
Deutschland - Ruhrgebiet, 1942, im dritten Kriegsjahr.
Widerstand! Nicht alle Widerstandsgruppen waren so bekannt wie „Die weiße Rose“ der Geschwister Scholl. Dieses Buch erzählt die Geschichte einer Wderstandsgruppe Namens Edelweisspiraten, und setzt den Widerstandskämpfern im Dritten Reich damit zugleich ein würdiges Denkmal.
Mike Steinhausen gelingt es trefflich die Stimmung im dritten Kriegsjahr einzufangen, wie die Menschen unter den Bombardierungen durch die Alliierten litten, jedoch vor allem auch unter den Repressalien durch die Gestapo und anderen staatlichen Stellen.
Es ist die Geschichte der beiden Freunde Egon und Fritz und ihren Kameraden.
Was zunächst im Kleinen beginnt, Bespitzelung durch die Hitlerjugend, weitet sich im Verlauf aus und die Gruppe findet sich von der Gestapo bespitzelt und verfolgt wieder.
Die Figuren sind gut beschrieben und man kann sich die Figuren sehr gut vorstellen. Sehr gute Dialoge lassen die Figuren echt wirken und man versteht ihre Hintergründe.
Die Schauplätze sind ebenfalls sehr gut beschrieben und die Bilder der Stadt erscheinen wie auf einer großen Leinwand vor dem inneren Auge des Betrachters.
Der Schreibstil des Autors nimmt den Leser sofort mit auf die Reise durch die Story und schon nach wenigen Seiten erreicht man den Point of no Return, den Punkt an dem man nicht mehr aufhören kann zu lesen.
Das Buch ist ein echter Pageturner und so hat man das Buch sehr schnell durchgelesen.
Mike Steinhausen schreibt die Story ohne dabei wertend zu wirken, also eher aus einer neutralen Warte, und genau das macht das Buch so stark.
Für mich sind das 4 von 5 Sternen. Den einen Punkt ziehe ich ab wegen einiger weniger längen, die den Lesefluss zwar etwas stören, jedoch nicht so sehr, dass es die Lesefreude trüben könnte.

Bewertung vom 19.11.2018
Erhebung
King, Stephen

Erhebung


sehr gut

Erhebung ist eine hübsche kleine Story des Meisters Stephen King. Es ist eine ideale Geschichte um sich mit der Schreibweise des Autors anzufreunden, spannend, mystisch und nicht zu grausam, genau das richtige für Anfänger.
Wie man es kennt von Stephen King sind die Figuren und Schauplätze sehr schön beschrieben und wirken wie immer sehr real.
Das Ende ist dieses Mal leicht vorauszusehen, und das ist in der Tat anders als man es gewohnt ist.
Dennoch ist es eine Story, die den Leser von Beginn an bis zum Ende fesselt und man liest es in kurzer Zeit durch ohne es auch nur einmal abzusetzen.
Doch ich denke, wichtiger als die Story an sich, ist die Botschaft die uns der Autor mit auf den Weg geben möchte. Es ist eine Geschichte die um Toleranz wirbt, um das Miteinander zwischen denen die „normal“ sind und denen die etwas „anders“ sind, wie zb Homosexuelle. Darum dass man niemanden ausgrenzen sollte. Gerade in der heutigen Zeit, in der viele wegen ihrer sexuellen Ausrichtung oder ihres Glauben ausgegrenzt werden ist eine solche Botschaft sehr wichtig.
Insgesamt sind das für mich 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung

Bewertung vom 16.11.2018
Stille Sünden
Ziegler, Silke

Stille Sünden


sehr gut

Stille Sünden ist ein solider Kriminalroman, mein zweiter von der Autorin. Mit ihrem Roman Tödlicher Verrat, der erste den ich von ihr gelesen habe, konnte sie mich leider nicht überzeugen, das ist hier ganz anders. Manchmal lohnt es sich eben doch, nochmal ein Buch von einem Autor zu lesen, auch wenn er/sie einen vorher enttäuscht hat.
Silke Ziegler legt hier einen Roman der das aktuelle Zeitgeschehen aufgreift und auch ein verschwundenes Kind spielt eine große Rolle. Mehr mag ich an dieser Stelle nicht verraten, kauft das Buch und lest es selbst. Ich denke es lohnt sich allemal.
Das Buch ist der zweite Band der Reihe um die Ermittlerin Sina Engel und ihren Kollegen Matthias Sommer, der der ehemalige Partner ihres ermordeten Verlobten war.
Das Buch beginnt eher mit einer leichten Spannung, steigert sich aber, je weiter man in der Story vorankommt.
Die Figuren sind durchweg gut beschrieben und wirken allesamt sehr echt. Die Ermittler sind keine glattgeschliffenen, angepassten Durchschnittsbullen, sondern sie ecken doch hier und da an, und genau das macht sie glaubhaft. Zwischen Sina Engel und ihrem Partner im Dienst Matthias Sommer scheint es auch im außerdienstlichen zu knistern und man darf gespannt sein wie sich das in Zukunft entwickelt. Ich finde auch eine kleine Liebesgeschichte gehört in einen Krimi hinein, denn auch ein Polizist hat ein Leben neben dem Dienst.
Die Schauplätze wurden sehr gut beschrieben und ich denke, dass ich mich hier und da auch auskennen könnte.
Für mich als Leser der einen Krimi gerne mit den Ermittlern zu lösen versucht war das Buch nicht einfach, denn durch geschickte Wendungen gelingt es Silke Ziegler immer wieder, mich aufs Glatteis zu führen, so dass ich erst ganz zum Schluss, dem Täter oder den Tätern auf die Spur zu kommen.
So mag ich das, so muss ein moderner Kriminalroman geschrieben sein, dafür muss man ein Gespür haben. Und die Autorin hat das Gespür dafür Definitiv.
Für mich sind das sehr gute 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.

Bewertung vom 15.11.2018
Der Insasse
Fitzek, Sebastian

Der Insasse


ausgezeichnet

Er ist wieder da! Der Sebastian Fitzek, dessen Bücher ich so kennen- und schätzen gelernt habe ist wieder da. Damit meine ich die Art von Psychothrillern, die er in seiner Anfangszeit geschrieben hat, sind durchaus mit diesem hier zu vergleichen.
Endlich besinnt er sich wieder seiner Stärken und das ist genau diese Art von Psychothrillern.
Das Buch besticht durch ganz stark herausgearbeitete Figuren, die wirklich echt wirken. Die aber zugleich immer wieder denken lassen – warum tust Du dies denn jetzt?
Gleich das erste Kapitel lässt ahnen in welche Richtung der Roman gehen könnte. Sehr spannend geht es da schon los und diese Spannung hält bis zum Ende an, nein, sie steigert sich sogar noch, bis man es kaum noch aushalten kann und unbedingt das Ende lesen will. So hat es mich ein rechtes Maß an Überwindung gekostet, nicht gleich zur letzten Seite weiterzublättern.
Der wichtigste Schauplatz, eine Psychiatrische Klinik, hat etwas Düsteres und Beklemmendes an sich. So wird es für den Leser nicht einfach das Buch zu genießen. Es stößt stellenweise ab und doch ist man neugierig wie es weitergeht und kann das Buch nicht beiseitelegen, ähnlich wie bei einer Katastrophe, es stößt ab und doch schafft man nicht wegzuschauen.
Viele geschickt eingefügte Wendungen machen es unmöglich den Schluss vorauszuahnen. Und der hat es in sich, es kommt ganz sicher nicht so, wie es seine Leser vielleicht denken.
Nach einigen etwas schwächeren Büchern, schaffte es Sebastian Fitzek dieses Mal mich wieder voll und ganz zu überzeugen.
Und so sind das für mich verdiente 5 von 5 Sternen, sowie eine Leseempfehlung.

Bewertung vom 12.11.2018
Tattoo / Carver & Lake Bd.1
Dyer, Ashley

Tattoo / Carver & Lake Bd.1


gut

Ein Buch auf das ich mich eigentlich sehr gefreut hatte und doch, keine Chance, ich kam nicht in die Story hinein. Trotz mehrerer Versuche kam ich zwar dann doch in die Story hinein, aber leider konnte mich das Buch nicht wirklich begeistern.
Eigentlich schade, denn die Idee ist im Ansatz wirklich gut, war nur leider nicht so berauschend umgesetzt.
Die Figuren wirkten flach und nicht gut durchdacht. Für mich waren sie und ihre Handlungen nur schwer nachzuvollziehen.
Der Schreibstil ist etwas zu sehr detailverliebt und erzeugte so leider etliche Längen, die ich eigentlich durchaus mag, doch hier war es des Guten zuviel. Zwischenzeitlich dachte ich tatsächlich daran das Buch abzubrechen, doch ich war neugierig auf das Finale. Jedoch konnte mich das Finale auch nicht wirklich überzeugen.
Ich denke, das Buch wird ganz sicher seine begeisterten Leser finden, ich war es jedoch leider nicht. Dennoch, sollte es einen zweiten Band geben, werde ich diesem, eine Chance geben mich zu begeistern.
Leider komme ich bei diesem Buch nur auf 3 von 5 möglichen Sternen.

Bewertung vom 12.11.2018
Der zweite Reiter / August Emmerich Bd.1
Beer, Alex

Der zweite Reiter / August Emmerich Bd.1


ausgezeichnet

Oftmals ist es so, dass gerade ausgezeichnete Bücher nicht unbedingt den Geschmack der breiten Masse treffen. Doch hier trifft es den Geschmack, mehr noch es ist in der Tat so ausgezeichnet, dass es den Leser gleich auf den ersten Seiten abholt und bis zur letzten Seite fesselt.
Die Gewinnerin des Leo-Perutz-Preises Alex Beer, schafft es den Leser so in die Geschichte hineinzuziehen, dass es nahezu unmöglich ist das Buch aus den Händen zu legen für Pausen oder um schlafen zu gehen. So gesehen, hat mich Alex Beer viel Schlaf gekostet. Ich bin sehr gespannt ob ihr dies auch mit dem zweiten Band gelingen wird.
Sie schafft eine Atmosphäre, die durchaus an die Zeit direkt nach dem ersten Weltkrieg erinnert. Die Not der Menschen, der allgemeine Aufruhr ließen Wien auch nach dem Ende des Krieges nicht zur Ruhe kommen. Von Ende Oktober 1918 bis Juni 1919 war Wien Schauplatz blutiger Demonstrationen und Zusammenstöße. Und genau diese Atmosphäre fängt Alex Beer aufs Beste ein. Das Kann man denke ich kaum besser machen.
Ihre Figuren wirken lebhaft und echt und es kommt dem Leser so vor als wären sie keine fiktiven Personen, sondern reale Personen. Das Buch ist wie gelebte geschichtliche Realität und wirkt nicht wie eine Fiktion.
Die Schauplätze sind gut ausgewählt und erscheinen so gut beschrieben, dass auch diese real wirken und der Leser sie auf Anhieb in Wien wiederfinden würde.
Dieses Gesamtpaket zusammen mit dem gut lesbaren Schreibstil macht das Buch zu einer wirklich runden Sache.
Insgesamt sind das für mich mehr als hochverdiente 5 von 5 Sternen, sowie eine Leseempfehlung!

Bewertung vom 07.11.2018
Die Melodie der Schatten
Peter, Maria W.

Die Melodie der Schatten


ausgezeichnet

Wer die düstere Grundstimmung der britischen Schauerliteratur des 18.- und 19. Jahrhunderts mag, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Das Buch ist allerdings weniger als ein Kriminalroman zu verstehen, denn hierbei handelt es sich um einen historischen Roman mit sowohl mystischen, wie auch historischen Elementen. Schaurig schön, so könnte man das Buch durchaus mit nur zwei Worten beschreiben. Jedoch, es war nicht nur schaurig schön, es war auch mit einer weiteren Zutat garniert, mit der ich zumindest zu Beginn nicht gerechnet hätte. Doch lasst Euch überraschen.
Wäre das Buch ein Krimi oder eine Horrorstory, könnte man die Autorin durchaus mit Edgar Allen Poe oder mit Mary Shelley vergleichen.
Gekonnt hält sie nahezu über die gesamte Länge der Geschichte eine düstere, Beklemmung verursachende Stimmung bei und schafft es so den Leser einzufangen und erst mit der letzten Seite loszulassen.
Die Figuren haben die notwendige Tiefe und wirken sehr glaubhaft. Die Dialoge zwischen Lady Hemington und dem Herrn zu Thristane, Sir Aidan gefielen mir besonders gut, denn die zu Beginn zumindest vorhandene Eiseskälte zwischen den beiden war nahezu körperlich zu spüren.
Die beiden Protagonisten sind unterschiedlicher wie man es kaum für möglich gehalten hätte, zumindest zu Beginn.
Der Schauplatz  wirkt wie aus einer Geschichte von Edgar Allen Poe entliehen, so düster und bedrohlich wirkt das Setting. Es kommt einem fast so vor, als sei es ein Ort an dem niemals die Sonne scheint, und doch so reizvoll, dass ich gerne einmal dort sein möchte.
Mit ihrem Vorgängerroman, „Die Festung am Rhein“ konnte Maria W. Peter in diesem Jahr den Goldenen Homer gewinnen. Und ich bin davon überzeugt dass sie auch mit diesem hier vorliegenden Roman wieder allerbeste Chancen hat, auch im kommenden Jahr den Sieg davonzutragen.
Für mich sind das hochverdiente 5 von 5 Sternen, sowie eine Leseempfehlung.