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Benutzername: Mundolibris
Wohnort: Frankfurt am Main
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Bewertungen

Insgesamt 481 Bewertungen
Bewertung vom 30.06.2020
Eine Liebe zwischen den Fronten
Peter, Maria W.

Eine Liebe zwischen den Fronten


ausgezeichnet

„Eine Liebe zwischen den Fronten“ ist ein historischer Roman der eine Deutsch-Französische Liebe behandelt in den Wirren des Deutsch-Französischen Kriegs 1870/71. Kann die Liebe der Protagonisten den Krieg überstehen?
Ganz so wie man es von Maria W. Peter kennt ist auch dieser Roman bestens recherchiert. Viele Details waren mir in Bezug auf den Krieg 1870/71 so nicht bekannt und so konnte ich mal wieder etwas lernen in einem historischen Roman der Autorin.
In jeder Zeile, ja in jedem Wort spürt man die zerrissene Seele der Autorin, denn bekannterweise liebt sie Frankreich ebenso wie ihre Deutsche Heimat. Doch es ist nicht nur diese Zerrissenheit sondern vielmehr die Liebe zu beiden Ländern.
Und diese Liebe spürt man ganz besonders in den Beschreibungen der Schauplätze in und um Metz herum, der Stadt in der sie einen Teil ihres Studiums absolvierte. Die Beschreibungen sind so plastisch, dass der Leser sich sogleich in der Stadt befindet und so mitten in die Story gesogen wird.
Ihre Figuren wirken durchweg lebendig und echt. Und viele der Dialoge wirkten so als würde man sich tatsächlich im Jahre 1870 befinden.
In mehreren Erzählsträngen erzählt Maria W. Peter die Geschichte ihrer Protagonisten und man überlegt lange wie diese Stränge zueinanderfinden könnten. Aber keine Sorge, dies ist ihr wieder sehr gut gelungen.
Sehr gut gefallen haben mir die Szenen des Doktors in den verschiedenen Lazaretten der Front und den Zweifeln die bei ihm aufkamen ob der Grausamkeit des Krieges. Mir war bisher nicht bewusst, dass der Deutsch-Französische Krieg tatsächlich so grausam war.
Der Spannungsbogen ist fein gesponnen und hielt mich vom Anfang bis zum Ende in seinem Bann gefangen.
Nicht war so wie es schien und dank vieler kleiner Wendungen konnte man das Ende nicht erahnen. Apropos Ende, irgendwie habe ich das Gefühl und die Hoffnung, dass das eventuell noch ein zweiter Band möglich wäre.

Mein Fazit: „Eine Liebe zwischen den Fronten“ ist für mich schon jetzt einer der besten historischen Romane des Jahres.
Für mich sind das mehr als verdiente 5 von 5 Sternen sowie einer Leseempfehlung!

Bewertung vom 29.06.2020
Die Wächter
Grisham, John

Die Wächter


ausgezeichnet

Was soll man zu einem Roman des großartigen John Grisham schreiben.
Für mich ist das wieder ein toller Roman ganz in der Tradition von „Die Kammer“ oder „Die Jury“.
Wie üblich greift er aktuelle Themen auf wie den Rassismus und nicht zu vergessen seine Kritik am amerikanischen Justizsystem.
Mit geschickt eingefügten Wendungen macht er es den Hobbyermittlern unter seinen Lesern nicht leicht vor den letzten Seiten zu einem Ergebnis zu kommen.
Die Figuren sind wie immer fein herausgearbeitet und wirken durch die Bank echt und lebendig.
Er gibt dem Leser die Möglichkeit die Gefühle der Protagonisten nachzuvollziehen und so auch manche Entscheidung dieser Verständlich.
Die Schauplätze sind wie gewohnt zu einem Teil die Gerichtssäle Amerikas, was aber für mich die wichtigsten Schauplätze waren. Ich könnte auch mal wieder einen Roman aus seiner Feder lesen, der komplett in Gerichtssälen spielt.
Seine Kritik am Amerikanischen Justizsystem hat er teilweise versteckt angebracht und zum Teil auch offen. Erschütternd waren für mich die Vorverurteilungen, die doch bewiesen dass manche Urteile dem Angeklagten jede Chance zu einem fairen Prozess nahmen.
Die Spannung lag zu Beginn auf einem eher nicht allzu hohen Niveau, nahm aber stetig zu und steigerte sich bis zum furiosen Finale.
Natürlich gab es dank der Detailverliebtheit des Autors zu der einen oder anderen Länge, jedoch hat mich das seltsamerweise kaum gestört.
Für mich waren das hochverdiente 5 von 5 Sternen, sowie eine Leseempfehlung!

Bewertung vom 25.06.2020
Secrets - Am Rande des Abgrunds
Krafzik, Marion

Secrets - Am Rande des Abgrunds


ausgezeichnet

„Secrets – Am Rande des Abgrunds“ ist der mittlerweile sechste Roman von Marion Krafzik und wie ich finde ist ihr dieser am besten gelungen. Für mich scheint sie sich mit jedem ihrer Romane zu steigern.
Fünf davon habe ich gelesen, aber den fehlenden werde ich mir bei Gelegenheit auch noch zulegen.
Wie man es schon gewohnt ist hat sie wieder ein tolles Setting geschaffen. So spannend und das gleich auf den ersten Seiten, dass es kaum möglich ist das Buch zwischenzeitlich aus den Händen zu legen.
Die Schauplätze dieses Thrillers liegen in Schweden, das Land das schon einige großartige Autoren hervorgebracht hat. Marion Krafzik muss sich keineswegs vor ihnen verstecken, ganz im Gegenteil, sie passt ganz hervorragend in die Riege dieser großartigen Schriftsteller.
Dank ihrer sehr bildhaften Sprache kann man sich jeden Schauplatz sehr gut vorstellen und so kommt es dem Leser so vor als wäre er/sie direkt vor Ort und würde den Ermittlern oder auch dem Täter über die Schultern schauen.
Auch die Figuren wirken echt und lebendig und so ist es kein Wunder, dass mir gerade die Dialoge sehr gut gefallen konnten.
Die Autorin schafft es mit Leichtigkeit, dem Leser Bilder in den Kopf zu zaubern, fast so als würde man das Buch als Film auf der großen Leinwand sehen. Apropos Leinwand, ich könnte mir die Romane von Marion Krafzik sehr gut auf der großen Leinwand vorstellen, zumindest aber als TV Film.
Wie nur wenigen Krimi- oder Thrillerautoren gelingt es ihr Spannung aufzubauen ohne jedoch die Taten zu plastisch darzustellen. Sie deutet vielmehr an was geschehen ist und der Leser muss sich mit der eignen Phantasie den Rest denken. Das ist große Kunst, das können nicht alle, und das macht die Bücher von Marion Krafzik aus.
Für mich sind das hochverdiente 5 von 5 Sternen, sowie eine Leseempfehlung!

Bewertung vom 21.06.2020
Morgenröte / Gut Greifenau Bd.3
Caspian, Hanna

Morgenröte / Gut Greifenau Bd.3


ausgezeichnet

„Morgenröte“ ist der dritte Band der Gut Greifenau Reihe von Hanna Caspian.
In diesem dritten Band wird die Zeit vom 28. Dezember 1917 bis zum 19. August 1919 behandelt.
Fast wie ein guter Wein, der mit den Jahren immer besser wird, verhält es sich auch mit Hanna Caspian. Mit jedem Buch werden sie bzw. ihre Bücher immer besser.
Besonders konnte mir gefallen, dass die Autorin es sehr gut geschafft, hat die Atmosphäre wie sie vermutlich in der damaligen Zeit geherrscht hat, darzustellen.
Wer sich auf die Story einlässt bekommt ein sehr gut recherchiertes Buch, mit einer fiktiven Familiengeschichte, die den Leser fesseln und begeistern kann.
Ich war begeistert und freue mich schon heute auf die noch folgenden Bände.
Man kann sich dank ihrer besonderen Schreibweise gut in die Protagonisten hineinversetzen und so liest sich das Buch fast wie ein farbenfroher Film.
Jedoch, kann denn eine Geschichte die während des ersten Weltkriegs spielt tatsächlich farbenfroh sein? Nun, farbenfroh im Sinne von Freude oder Leichtigkeit vielleicht nicht, denn zu viel Leid geschah in diesem Krieg.
Aber es ist eine Story die sich leicht lesen und verstehen lässt.
Dank ihrer Bildhaften Schreibweise fällt es sehr leicht sich die Schauplätz vorzustellen und teilweise wirkte es wirklich so als wäre man selbst vor Ort.
Ebenso verhält es sich mit den Figuren, mit den man lachen, weinen und auch leiden konnte.
Insgesamt war das Buch für mich fast schon wie gewohnt 5 von 5 Sterne Wert. Sowie eine Leseempfehlung!

Bewertung vom 26.05.2020
Tage der Hoffnung / Die Schwestern vom Ku'damm Bd.3
Riebe, Brigitte

Tage der Hoffnung / Die Schwestern vom Ku'damm Bd.3


ausgezeichnet

„Tage der Hoffnung“ ist der dritte Band der 50er-Jahre Trilogie von Brigitte Riebe.
In diesem dritten Band wird die Zeit von Februar 1958 bis Juni 1963 behandelt. Hauptfigur ist dieses Mal die jüngste der Thalheim-Schwestern, Florentine.
Nach Florentines Rückkehr aus Frankreich, schildert Brigitte Riebe, wie die Protagonistin versucht in Berlin wieder Fuß zu fassen. Ihre Versuche an der Kunstschule angenommen zu werden, ihr Liebesleben und auch familiäre Irrungen und Wirrungen beschreibt die Autorin sehr bildhaft.
Wie immer spürt man die Liebe der Autorin zu Berlin, obwohl sie doch selbst Münchnerin ist.
Sehr detailliert sind die Schauplätze beschrieben, sodass man sich irgendwie ein klein wenig in die Stadt verliebt.
Die Figuren sind so bildhaft beschrieben, dass man fast das Gefühl hat, es mit realen Menschen zu tun zu haben. Sie wirken durchweg sehr echt und lebendig und dank toller Dialoge hatte ich sofort ein Bild vor meinem inneren Auge. Sodass es mir eher so vorkam als wenn ich in einem Kinosaal sitze und mir einen Film auf der großen Leinwand ansehe.
Es ist wie eine große Reise durch die Geschichte der Stadt. Beginnend mit Band 1 und dem Kriegsende, über Band 2 mit dem Arbeiteraufstand in der SBZ und dann dem Mauerbau in Band 3.
Das ist lebendige Geschichte und wenn ich ganz ehrlich bin, würde ich mich sehr freuen, diese Lebendige Geschichte, tatsächlich für die große Leinwand verfilmt werden würde. Zu interessant und spannend ist die Geschichte um die Familie Thalheim.
Man könnte meinen mit Band 3 ist die Geschichte auserzählt. Doch ist sie das wirklich?
Klar, drei Schwestern, also drei Bände, doch was ist in den darauf folgenden Jahren seit dem letzten Kapitel passiert? Übersteht das Kaufhaus und die Familie Thalheim die fast sechzig Jahre seit dem Ende von Band drei 1963?
Ich muss gestehen, ich könnte mir gut vorstellen, dass 1963 nicht das Ende der Story ist.
Zumindest fügt Brigitte Riebe ein Prequel ein, eine Geschichte vor der Geschichte, die im Hungerwinter 1946 spielt. Dieses Prequel erscheint im Oktober 2020 und wird „Weihnachten am Ku’damm“ heißen.
Insgesamt war das wieder ganz großes Kino und ich vergebe hierfür volle 5 von 5 Sternen sowie eine Leseempfehlung!

Bewertung vom 24.05.2020
Vernichtung / Millennium Bd.6
Lagercrantz, David

Vernichtung / Millennium Bd.6


weniger gut

So sehr mich David Lagercrantz bisher mit der Fortsetzung von Stieg Larsens Krimireihe überzeugen konnte, so enttäuscht war ich dieses Mal.
Irgendwie erscheint es mir als wäre die Story um Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist zu Ende erzählt.
Positiv wieder die Figuren und Schauplätze. Die führen dazu, dass dieser Roman nicht mit nur einem Stern bewertet wird.
Negativ fiel auf, dass das Buch nur wenige spannende Wendungen aufweist. Vieles wirkte bekannt um nicht zu sagen, dass sich vieles wiederholte.
Aber, auch wenn mich dieser Band enttäuscht hat, denke ich, wird auch ein möglicher Folgeband eine neue Chance bekommen.
Leider sind es dieses Mal nur 2 von 5 Sternen

Bewertung vom 12.04.2020
Die Begine von Ulm
Stolzenburg, Silvia

Die Begine von Ulm


sehr gut

„Die Begine von Ulm“ ist der erste Band einer Trilogie.
Das Buch ist ein historischer Kriminalroman.
Spannend erzählt Silvia Stolzenburg die Geschichte der Begine Anna, die nicht nur ihren Aufgaben als Begine nachkommt, sondern auch, vielleicht etwas vorwitzig, versucht einen etwas seltsam erscheinenden Tod aufzuklären. Und es kommt wie es kommen muss, sie begibt sich so in Gefahr.
Mehr möchte ich allerdings vorab nicht erzählen, lest es selbst, ich denke ihr werdet ähnlich begeistert sein wie ich.
Die Reise geht dieses Mal ins Jahr 1412, Ulm ist wie so oft bei der Autorin, der Schauplatz.
Schon mit dem Prolog ist man gleich mitten in der Story. Man ist gleich gefesselt und lässt bis zum Finale nicht wieder nach.
Sehr gut gefielen mir die Figuren und deren Dialoge, die ihnen Leben einhauchten. So wirken sie so als wären sie reale Menschen und nicht wie fiktive Figuren.
Einen kleinen Einblick erhält der Leser in das medizinische Wesen durch die Arbeit der Beginen.
Aber auch einen kleinen Einblick in die Arbeit der Justiz- und Polizeibehörden der damaligen Zeit.

Es regt zum Nachdenken an, denn man überlegt ständig wäre die eine oder andere Handlung von Anna und anderen Figuren so wirklich möglich gewesen oder eher nicht?
Durch die sehr bildhafte Beschreibung der Schauplätze hatte ich schnell ein sehr genaues Bild der Örtlichkeiten in und um Ulm herum.
Silvia Stolzenburg gelingt es immer wieder aufs Neue, den Leser zu fesseln und ihn über die gesamte Länge des Buchs nicht wieder loszulassen. So hatte ich auch sehr bald bunte Bilder im Kopf, sodass die Geschichte wie ein Film in meinem Kopf abgelaufen ist.
So muss das sein, das war wieder großes Kino.
Von mir sind das 4 von 5 Sternen, sowie auch eine Leseempfehlung.

Bewertung vom 11.04.2020
Die Letzten: Zerfall
Pätzold, Oliver

Die Letzten: Zerfall


ausgezeichnet

Wer hätte gedacht, dass ich ausgerechnet jetzt auf die Idee komme, eine Dystopie zu lesen, die eine weltweite Pandemie zum Thema hat? Nun, der Autor hat meines Wissens nach zwei Dystopien bestehend aus einem Stand Alone und einer Dilogie geschrieben. Den Stand Alone, „Mathilda“ habe ich gelesen und war hellauf begeistert. Darin geht es um ein Szenario, in dem ein Komet die Zivilisation mehr oder minder auslöscht. Ich denke, dass es das erste Buch des Autors war, warum ich diesen Roman gerade jetzt lesen wollte.
Übrigens ist dazu auch meine Rezension auf meinem Blog https://mundolibris-buchblog.de erschienen.
Die Dilogie deren ersten Band ich hier vorstelle, behandelt das Ende der Zivilisation durch einen Virus. Im Gegensatz zu Corona ist dieser Virus zu 100% tödlich.
Die Erlebnisse der wenigen Überlebenden erzählt Oliver Pätzold in diesem Buch.
Es gelingt ihm die düstere Stimmung der Zeit der Ansteckung und des Sterbens einzufangen.

Sehr interessant gezeichnete Figuren, wie auch toll beschriebene Schauplätze lassen das Kopfkino langsam aber sicher anlaufen.
Die Ängste und Nöte der Überlebenden sind nahezu körperlich zu spüren. Das ist für mich ganz großes Kino.

Die Spannung ist von der ersten Seite an gleich auf einem sehr hohen Niveau und bleibt bis zum Ende auf diesem hohen Niveau und steigt zum Finale hin nochmals an.

Ja was wäre wenn? Das ging mir ständig durch den Kopf und gerade jetzt in Coronazeiten denkt man darüber nach, was geschieht wenn die Einschränkungen noch länger dauern und/oder die Sterberate weiter ansteigt.

Ich hoffe jedoch, dass wir alle gemeinsam Corona besiegen werden, so wie die Menschheit auch die Pest und andere Epidemien besiegen konnte.

Für mich ist Oliver Pätzold einer der besten Autoren insbesondere für Dystopien in Deutschland. Das kann man, finde ich, kaum besser machen.

So komme ich hier auf die volle Punktzahl, volle 5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung!

Bewertung vom 08.04.2020
U-Turne Welcome
Schuttwolf, Jo

U-Turne Welcome


sehr gut

Jo Schuttwolf erzählt hier die Geschichte von Thomas, dem irgendwie alles zu viel wird und der die Reißleine zieht und kurzentschlossen „aussteigt“. Ohne sich groß vorzubereiten begibt er sich auf die Reise nach…
Stopp, mehr möchte ich hier nicht erzählen, lest das lieber selbst.
Dem Autor sind einige sehr interessante Figuren gelungen, die er sehr bildhaft beschreibt, sodass der Leser schnell ein Bild von ihnen im Kopf hat.
Das Buch ist nicht gewöhnlich, aber es ist originell und unterhaltsam, also genau das richtige für Leser die auf der Suche nach einer Story sind, die sie gleich abholt und erst zum Ende der Story wieder loslässt.
Der Schreibstil von Jo Schuttwolf, nimmt den Leser gefangen, ist unterhaltsam und lässt erst mit dem spannenden Finale wieder los.
Mir ging dauernd im Kopf herum, was wäre wenn. Ja, was wäre wenn man tatsächlich aussteigt? Ich fand darauf keine befriedigende Antwort, aber das muss sich jeder für sich beantworten.
Sehr gut gefallen haben mir die Beschreibungen der Schauplätze und der Umgebung gefallen, die wie schon bei den Figuren bunte Bilder in den Kopf gezaubert haben.
Negativ anzumerken wäre nur, dass es mir zum Ende hin fast so vorgekommen ist, als müsste der Autor schnell fertig werden. Aber die ist nur meine persönliche Meinung, das kann anderen durchaus nicht so vorkommen.
Überrascht war ich über das eher große Schriftbild.
Insgesamt hat mich Jo Schuttwolf überzeugen können und so vergebe ich hierfür 4 von 5 Sternen.

Bewertung vom 26.03.2020
Nachtfeuer / Gut Greifenau Bd.2
Caspian, Hanna

Nachtfeuer / Gut Greifenau Bd.2


ausgezeichnet

Sehr einfühlsam erzählt Hanna Caspian von den Sorgen und Nöten der Bewohner des Gutes und der sonstigen Zivilbevölkerung.
Sehr gut getroffen ist die durchaus düstere Grundstimmung der Kriegsjahre. Für mich erschien es in der Tat so, dass ich mich schon nach den ersten Seiten mitten in der Story wiedergefunden habe, genauso wie auch schon im ersten Band.
Die große Stärke von Hanny Caspian ist die Erzeugung von Stimmungen und Atmosphären, sodass es dem Leser so vorkommt, dass er nicht nur am Rande dabei ist, sondern eher mitten drin zu sein.
Die Figuren sind fein gezeichnet und ganz besonders die Dialoge haben mir besonders gut gefallen. Dies hilft dem Leser die Figuren als sehr authentisch zu empfinden.
Dazu kommt die sehr bildhafte Beschreibung der Schauplätze, die dem Leser Bilder in den Kopf zaubern, fast so als wäre dies ein Kinofilm.
Apropos Kinofilm, ich könnte mir das Buch gut auf der großen Leinwand vorstellen und ich bin echt gespannt, ob es tatsächlich irgendwann einmal verfilmt werden wird.
Viele geschickt eingefügte Wendungen lassen es nicht zu den Ausgang dieses Buches zu erahnen. Gut gemacht, das ist ganz großes Kino.
Die Autorin schafft es wie nur wenige Autoren, mich in ihren Büchern gleich auf den ersten Seiten abzuholen und erst dann wieder loszulassen, wenn die letzte Seite gelesen ist.
Für mich sind das in der Summe zum wiederholten Male 5 von 5 Sternen sowie eine Leseempfehlung!