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Benutzername: Gabrielle


Bewertungen

Insgesamt 31 Bewertungen
Bewertung vom 04.02.2019
Der Duft des Regenwalds (eBook, ePUB)
Zapato, Rosa

Der Duft des Regenwalds (eBook, ePUB)


gut

Maya-Tempel, gefährliche Charaktere und heiße, heimliche Liebe im Regenwald Mexikos

Der Roman beginnt vielversprechend mit einer Szene, die zur Zeit der Mayas in Palenque spielt und in erwartungsvolle Mexiko-Stimmung versetzt. Dann schwenkt die Geschichte in die Zeit von 1903 und nach Berlin um. Leider kommt das Flair dieser Epoche hier gar nicht rüber. Das mag zum Teil auch an den meiner Meinung nach für diese Zeit untypischen Namen der Protas, wie Alice, Patrick und Harry liegen, aber auch an der schwachen Umgebungsbeschreibung. Die Handlung an sich lässt aber die Spannung anwachsen. Doch auch dies verpufft nach spätestens 200 Seiten, da sich das Buch als Liebesroman nach Schema F zeigt. Hübsche, junge, schlanke, blonde Frau stellt sich ständig dämlich an, obwohl sie angeblich klug ist, und muss darum von ihrem ebenfalls hübschen Galan ständig heldenhaft gerettet werden. – Lach! Dabei ist in der Realität doch alles immer anders, oder? -
Gerade noch rechtzeitig, bevor ich das Buch tatsächlich weggelegt hätte, kommt dann wieder Spannung in dem Buch auf, die mich erneut fesselt. Bücher abbrechen möchte ich nämlich nie, weil ich den Autoren immer noch eine Chance gebe, mich zu überzeugen. Dies gelang der deutschen Autorin, mit dem platten, sicher vom Verlag aufgezwungenen und an das Buchthema angepassten Pseudonym, dann auch in Folge noch einigermaßen.
Kurz zur Inhaltsangabe auf der Buchdeckelinnenseite der von mir gelesenen Printversion, die Widersprüche zum Roman aufweist, was die Zeit (hier 1910 statt 1903 – oder ist es umgekehrt richtig?) und auch den Namen eines wichtigen Protagonisten, nämlich des Mexikaners Andrés, der wohl ursprünglich Benicio heißen sollte, betrifft. Auch hier hätte Benicio besser gepasst: Die Malerin Alice Wegner begibt sich auf eine große Reise zu ihrem Bruder nach Veracruz. Ihr Bruder Patrick ist nach Mexiko ausgewandert, um dem Archäologen Dr. Scarsdale bei der Erforschung einer Maya-Ruine zu helfen und scheint in irgendwelche Schwierigkeiten geraten zu sein. In Veracruz wird Alice von dem attraktiven Mexikaner Juan Ramirez abgeholt, der ihr die Zeit vertreiben soll, bis Patrick aus dem Dschungel zurückkehrt. Juan und Alice verstehen sich blendend, doch ihr Glück wird getrübt, als sie von Patricks Tod erfahren, der im Dschungel Opfer eines Verbrechens wurde. Als Alice Näheres zu den Umständen wissen möchte, stößt sie überall auf eine Mauer des Schweigens, sogar Juan wendet sich von ihr ab. (Auch hier verhalten sich manche Protas meiner Meinung sehr unlogisch, realitätsfern und widersprüchlich zu ihrem tatsächlichen Charakter, was einzig dem Spannungsaufbau und der Verwirrung des Lesers dient.) Ausgerüstet mit Patricks Tagebuch beschließt Alice nun den Dingen auf den Grund zu gehen. Im Zuge ihrer Nachforschungen bringt sie nicht nur die Wahrheit über Patricks Unglück ans Licht, sondern kommt auch dem charismatischen Andrés näher.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr schön, fließend und auch über längere Phasen fesselnd. Mitunter wird jedoch zu oft Erklärendes zu Verhaltens- oder Denkweisen der Protagonisten wiederholt. Leider werden wieder zu viele Klischees bedient und auch manche Handlungsabläufe wirken sehr an den Haaren herbeigezogen. Dabei hat der Roman tatsächlich Potential zum Tiefgang, der auch hier und da etwas greift. Gefühle werden auch zu wenig transportiert.
Toller Stoff, der leider vom üblichen Liebesroman-Thema überdeckt wird und nur als Kulisse dient.

Bewertung vom 06.01.2019
Die Seele der Pflanzen
Storl, Wolf-Dieter

Die Seele der Pflanzen


ausgezeichnet

Manche Bücher bergen so viel Wissen, dass man sich wünscht, sie sich einverleiben zu können, damit die ganze Information jederzeit abrufbar im Gehirn gespeichert ist. Aber in einem derart schönen Buch sollte man vielleicht auch öfter mal blättern. Die Fotografien von Frank Brunke sind zwar zur Pflanzenbestimmung absolut ungeeignet – aber dies ist auch kein reines Sachbuch zur Kräuterwanderung und Naturheilkunde – fangen jedoch in Nahaufnahmen Momente ein, die man mit dem Auge eines Spaziergängers gar nicht wahrnehmen würde. Diese Momentaufnahmen, in denen zum Beispiel der Augenblick des sich befreienden Samenkorns gezeigt wird, legen die Fragilität der Natur frei und lassen in die Tiefe des Schöpfergeistes blicken. Ein Fotograf, der nicht ebenso über botanisches Wissen verfügen würde wie über die Fähigkeit ein Auge für die Schönheit des Kleinen zu haben, könnte solche Bilder mit Sicherheit nicht liefern. Dazu kommen die sowohl poetischen als auch auf sehr unterhaltende Weise informativen Texte des Autors. Bei all dem Wissen ist es von Vorteil, dass dieses Buch am Ende ein Stichwortregister über Krankheiten, Kräuternamen und zitierte Personen und Persönlichkeiten hat.

Von ansonsten unscheinbaren Pflanzen wird hier nicht nur ihr heilender Nutzen für den Menschen aufgeführt, sondern auch von Mythen, Entstehung der Namen und Wissenschaftlichem berichtet. Ich habe hier auch sehr viel über die Weltsicht der Naturvölker – sprich: der alten Germanen – erfahren. Für mich persönlich fand ich hier sehr interessante Infos über die Rote Pestwurz. Außer ihrer Nutzung in früheren Zeiten im täglichen Gebrauch sind die ihr zugeschriebenen Heileigenschaften für mich eventuell hilfreich bei meiner Migräne. Werde mal gucken, ob man ein Produkt dieser Pflanze in der Apotheke kaufen kann...

Pflanzen sind Vermittler zwischen der dunklen feuchten Erde und der lichten Himmelswelt, sagt der Autor und öffnet mit diesem Buch den Blick des Lesers für die Zusammenhänge der Welt und den Geist dahinter.

Bewertung vom 27.11.2018
Mary Island Band 2
Jonathan, Phillippi

Mary Island Band 2


ausgezeichnet

Lehrreich, spannend und auch ansonsten pädagogisch wertvoll

Dieser zweite Band der Jugendbuchreihe Mary Island von Jonathan Philippi liest sich noch besser als der erste.
Mit viel Einfühlungsvermögen beschreibt der Autor die Gedankengänge seiner jugendlichen Protagonisten und wie sie die Erwachsenen sehen. Pubertäre Verhaltensweisen kommen dabei ebenso zum Tragen wie kindlicher Ungehorsam. Die Folgen daraus lassen nicht lange auf sich warten. Aber die Eltern und Erziehungsberechtigten und selbst die eigentlichen Gauner handeln letztendlich vorbildlich, womit das Buch auch hier lehrreich bleibt. Ein pädagogischer Schwerpunkt ist auf die Toleranz und Akzeptanz von Behinderten und Rassenzugehörigkeit gelegt, ohne Problematiken unter den Teppich zu kehren. Weitere Themen sind Gefahren im Internet und handfestes Mobbing.
Raffiniert streut Philippi außerdem Wissen über Gesellschaftliches der USA sowie natürlich speziell in diesem Band auch Geschichtliches über die indigenen Völker Amerikas in die Dialoge ein, ohne dabei trocken zu werden oder die Spannung zu vernachlässigen. Denn im Grunde ist es nicht nur ein Jugendroman über eine aus Deutschland stammende Familie, die in die Staaten ausgewandert ist, sondern eine an die moderne Technik angepasste Schatzsuche mit Hindernissen, die den detektivischen Eifer der deutschen Jugendlichen und ihrer Freundesclique weckt.

Bewertung vom 10.10.2018
Kirche, öffne dich!
Glööckler, Harald

Kirche, öffne dich!


ausgezeichnet

Ein paar Wochen bevor ich dieses Buch in die Hände nahm, habe ich ein Interview mit Harald Glööckler im Radio gehört und war von seinen Aussagen bezüglich der Kirche und seinen negativen Kindheitserlebnissen getroffen und berührt. Die Tiefgründigkeit seiner Gedanken und Aussagen überraschte mich sehr, da ich ihn als schillernden Prominenten für oberflächlich und materiell hielt. Und damit hatte ich genau das getan, was man als christlich eingestellter Mensch eben nicht tun sollte und was genau auch eines der ersten Themen in seinem Buch ist - nämlich nicht über andere zu richten! Die Erfahrungen von Herrn Glööckler, die in seinem Radio-Interview kurz angesprochen wurden, haben mich sofort an meine eigenen Kindheitserfahrungen mit der Kirche erinnert, die mich letztendlich auch von ihr entfernten, weil ich mit meinen Fragen und Sorgen von Priestern und Nonnen alleine gelassen wurde und keine eindeutigen und befriedigenden Antworten sondern nur Floskeln zu hören bekam. Angefangen hat diese Entfernung bei mir als Kind von weniger als 10 Jahren, das sich sehr enttäuscht von Gott fühlte, weil Er meine kindlich frommen Gebete nicht so erhörte, wie es mir von der Kirche bei Gott gefälligem Leben versprochen wurde und die ich eifrig und vertrauensvoll auf Knien, unter Tränen und von Herzen in den Himmel sandte. Irgendwann sah ich darum schon im Kindesalter keinen Sinn mehr im Beten und weitere Erfahrungen bis ins junge Erwachsenenalter führten bei mir ebenfalls wie beim Autor trotz starkem Engagement in der Kirche und Teilnahme an Seminaren und mehreren Gottesdiensten in der Woche letztendlich mangels Antworten zum Bruch. Da die Existenz Gottes für mich zweifelsfrei immer feststand und auch noch heute feststeht, muss irgendetwas bei seiner „Verwaltung“ hier auf Erden falsch laufen. Inzwischen habe ich meine eigene Sichtweise entwickelt, welche ziemlich konform mit der des Autors geht und die Gott nicht mehr mit Religion und Kirche verbindet. Seither ist Gott mehr denn je der Mittelpunkt meines Lebens. Wenn ich die Kirche also dahingehend betrachte, dass diese von ihr unbefriedigt beantworteten Fragen mich nach langer Suche ebenfalls Jesus sehr nahe gebracht haben, muss ich dieser Institution heute für ihre lieblose Denkweise sogar danken.
Mich interessierte vor dem Lesen des Buches besonders, wieso – so wie es der Buchtitel suggeriert - Herr Glööckler trotz seiner Erfahrungen noch immer an der Kirche festhalten kann; welche Argumente seiner Ansicht nach für und welche gegen die Kirche sprechen. Und hier wies mich dieses einfach verständliche und simple Buch darauf hin, dass es mit meiner Vergebung und Nächstenliebe noch nicht zum Besten steht.
Beim subjektiven Schreibstil des Autors fühlt man sich in dessen privateste Erfahrungen und Gedanken eingeweiht. Mutig und offen spricht Herr Glööckler über seine traumatischen Erlebnisse und seine Meinung in Bezug auf Kirche und Religion, ohne dabei der Kirche etwas wütend nachzutragen, sondern er im Gegenteil tolerant und mit christlicher Güte anspricht, wo es in der Institution hakt. Über die Richtigkeit von Religionsansichten und ihren Quellen kann man ohnedies bis in alle Ewigkeit streiten und wird nie auf einen Nenner kommen. Und die Kirchen brauchen sich nicht zu ändern, so lange sie Gemeindemitglieder haben, die völlig mit ihnen konform sind und hinter den Dogmen über Tod und Verdammnis stehen. Denn auch wenn diese Ansicht aus marketingtechnischen Gründen heute von kaum einem katholischen Pfarrer mehr öffentlich gepredigt wird, so ist sie dennoch biblisch verankerte Grundlage der christlichen Religionen und ein großer Widerspruch zur ebenfalls gelehrten Liebe Jesu.
Dieses Buch, in dem kurz und knackig viele Fragen zusammengefasst werden, die so manchen Christen beschäftigen, gibt auch Hilfe auf der Suche nach Antworten. Über die Tiefgründigkeit und Belesenheit von Herrn Glööckler war ich sehr überrascht. Wenn nur jeder auf der Welt ein bisschen von seiner Güte und Toleranz hätte.

Bewertung vom 08.10.2018
Ich muss verrückt sein, so zu lieben
Shanks, Shauna

Ich muss verrückt sein, so zu lieben


sehr gut

Ich begrüße jedes Buch, das in Zeiten, in denen man nur noch von Gewalt und Sex hört und sieht, seinen Schwerpunkt auf den Weg zur wahren Liebe legt. In diesem Buch, in dem Shauna Shanks ihre Erfahrungen als betrogene Ehefrau schildert, wird deutlich, dass nicht das, was allgemein unter Liebe verstanden wird, für eine glückliche Ehe ausreicht.

Diese etwas andere und durchaus aus sehr berührende biografische Erzählung zeigt auf, dass sich die Liebe kaum finden lässt, wenn man wie ansonsten üblich mit sogenannter Vernunft auf die Verletzungen durch den Partner reagiert. Die Autorin, die bereits von Jugend an stark von der christlichen Religion geprägt ist, vertraute auf ihre Intuition und ihre innere Zwiesprache mit Gott, der ihr half, selbstloser zu lieben, anstatt den Partner mit Vorwürfen und Schuldgefühlen an sich binden zu wollen oder beleidigt und gekränkt von sich zu stoßen. Dabei zitiert die Autorin auch viele Bibelstellen, die ihr in den jeweiligen Situationen begegneten, während sie alles daran setzte, ihre Ehe im Sinne Gottes zu retten.

Mich persönlich hat es etwas gestört, dass der Erfahrungsbericht zunehmend missionarisch predigend auf mich wirkte und mir bibeltreue, konfessionsabhängige Ansichten durch die Auslegung von alttestamentarischen Zitate regelrecht aufgedrängt wurden, die ich nicht teile wie z. B. dass Gott uns absichtlich leiden lässt, um uns zur Umkehr zu bewegen. Es gibt auch einen oder zwei Widersprüche in der Wahrnehmung der Autorin. Außerdem war mir die Denkweise in punkto wahrer Liebe noch zu erwartungsvoll und damit besitzergreifend. Da die Richtung aber, wie ich aus eigenem Erleben weiß, prinzipiell richtig ist, kann ich das Buch nur weiterempfehlen und hoffe, dass er als Vorlage für Liebesromane mit Tiefgang in dieser Form Schule machen wird.

Bewertung vom 03.10.2018
Tochter der Taiga / Anastasia Bd.1
Megre, Wladimir

Tochter der Taiga / Anastasia Bd.1


ausgezeichnet

Zur Veränderung der Weltsicht und Ausstieg aus dem Materialismus
Schon seit einigen Jahren weiß ich von diesem Buch bzw. dieser Buchreihe, hatte es aber nie gelesen, da ich wegen seines Bekanntheitsgrades zu viel Oberflächliches darin vermutete. – Wie sehr ich wieder geurteilt und mich damit verschätzt habe! -
Der Autor erzählt seine eigene Lebensgeschichte, die durch das Zusammentreffen mit Anastasia, einer ursprünglich lebenden Frau in der russischen Taiga, eine völlig neue Wendung vom erfolgsorientierten und Luxus verwöhnten Unternehmensberater zum traditionsbewussten, nachdenklichen Aussteiger nahm.
Nachdem ich in letzter Zeit einige Bücher über spirituelle Meister, die besondere Fähigkeiten neben ihrer uneingeschränkten, urteils- und erwartungsfreien Liebe entwickelt haben, bereits begeistert las, war ich nun überrascht, auch in Anastasia auf eine spirituelle Meisterin dieser Art gestoßen zu sein. Sehr gefreut hat es mich, dass ich auch in hier wieder Betätigung für eine Lebenseinstellung gefunden habe, die nachahmungswürdig ist und wachrüttelt. Allerdings gibt es bei der Erzählung über Anastasia Unterschiede, die sich unter anderem in einer eingängigen Sprache und ebenso einfach verständlichen spirituellen Weltsicht ausdrücken. Es wird noch nicht so sehr der Schwerpunkt auf rein geistige Arbeit gelegt, wenn man seine Lebenssituation verändern möchte, sondern mehr auf Hilfe aus der Kraft der Natur. Darum halte ich dieses Buch und die anderen Werke von Wladimir Megre für einen guten Einstig in die Spiritualität für diejenigen, die gerade erst anfangen, aus dem Hamsterrad von Leistungsdruck und Materialismus auszusteigen.

Bewertung vom 19.09.2018
Ein Boss zum Verlieben (Liebe, Chick-Lit, Frauenroman)
Albers, Laura

Ein Boss zum Verlieben (Liebe, Chick-Lit, Frauenroman)


ausgezeichnet

Verführerisch wie ein Eclair, spritzig und prickelnd wie Champagner und spannend bis zum Ende wie die Fahrt in einem alten, kleinen Franzosen… Auch wenn der Roman alle Klischees erfüllt und nach dem üblichen Schema „Verlieben mit Hindernissen“ vorgeht, so ist man doch nur allzu gerne Voyeur, wenn zwei sich gegen ihren Willen allmählich annähern, oder?

Ich fühlte mich herrlich unterhalten, denn der Liebesroman war nur zu spannend und ich konnte das Ende gar nicht schnell genug erreichen. Die Protagonisten handeln in der Story logisch nachvollziehbar, so dass man sich gut – als Frau natürlich besonders in die Hauptperson Sophie – hineinversetzen und in die Persönlichkeiten der Figuren schlüpfen, mitfiebern, mitärgern und mitschmachten kann. Und da es auch einen nachvollziehbaren Hinderungsgrund gibt, kann man sogar ein bisschen den Monsieur „Unwiderstehlich und Unerreichbar“ verstehen. Ein bisschen… grins!
Ich hätte mir ja gewünscht, dass Sophie den anderen nimmt. Aber vielleicht gibt es eine Fortsetzung, die ein paar Jahre später zeigt, ob die Liebe über das Verliebtsein und Begehren hinausgewachsen ist… Oder sie am Ende dann doch noch den anderen heiratet, der eine wahre Liebe schon durch Selbstlosigkeit bewiesen hat. Man kann ja als Leser auch selbst die Geschichte aus seiner eigenen Lebenserfahrung heraus weiterspinnen…
Ein schönes Buch zum Träumen und Schwelgen!

Bewertung vom 13.09.2018
Die Illusion des Universums
Renard, Gary R.

Die Illusion des Universums


ausgezeichnet

Natürlich ist alles eine Frage der religiösen Ansicht und Weltsicht und für Suchende, die wissenschaftliche Belege wollen, kann ich dieses Buch nicht empfehlen. Aber wer kann schon den Geist Gottes beweisen? Jeder hat seinen Weg und man wird dieses Buch entweder lieben oder hassen. Wer sich mit dem Kurs in Wundern beschäftigt, bekommt hier auf den Punkt gebrachte Erklärungen, die in der Lebenspraxis anwendbar sind und das Verständnis des KiW erhöhen. Und Baird T. Spalding verschlungen hat, sollte auch dieses Buch ebenfalls lesen, denn es bringt nochmals eine Weiterentwicklung in Sachen Meisterschaft ans Licht.
Die Seiten der ersten Hälfte musste ich mir allerdings aufgrund ihres tiefen Sinnes auch hier langsam erarbeiten, Danach freute ich mich auf jede Stunde, die ich dem Buch widmen konnte. Ich bin dankbar für jede Seite und ich werde es nach dem Kurs sicher nochmals lesen! Vergebung hat bereits in mein Leben schöner gemacht. Danke!

Bewertung vom 04.09.2018
Die Nebelsängerin / Das Erbe der Runen Bd.1
Felten, Monika

Die Nebelsängerin / Das Erbe der Runen Bd.1


sehr gut

Dies ist eine von Beginn an fesselnde Geschichte um eine Sechzehnjährige, die ein geheimnisvolles und gefährliches Erbe antreten muss. Die Sprache der Autorin ist sehr gut, leicht fließend und ohne Wortwiederholungen; ihre Beschreibungen lassen lebhafte Bilder im Kopf entstehen, weshalb mir das Buch nie langweilig wurde. Die Protagonisten handeln logisch und nachvollziehbar – auch wenn sich deren Leben in einer Fantasiewelt abspielt. Dies ist alleine ist schon genug, um hundertmal besseren Lesestoff, als der vielgelobte Hohlbein, zu liefern. Gefallen hat mir außerdem, dass sich Bestrebungen zeigten, den Krieg zwischen den verfeindeten Parteien möglichst ohne Gegengewalt abzuwenden und sich nicht zu viel am Tod der Feinde ergötzt sowie das böse Nachbarvolk als ganzes Volk nicht immer nur als böse und verroht dargestellt wird.
Leider hat der Roman gegen Ende einen Stern eingebüßt, weil das Buch zu sehr auf Fortsetzung ausgelegt ist und der Leser wohl auch darum allzu unbefriedigt zurückgelassen wird. Außerdem fehlen gerade am Ende Emotionen, die noch leicht durch mehr Hinweise, wie es denn beispielsweise mit der scheinbar gerade aufkeimenden Liebe zwischen der Protagonistin und dem jungen Falkner steht, anzufachen wären. Außerdem bleibt völlig offen und zusammenhanglos, was es mit der Gefangenen auf sich hat, die zu diesen ebenfalls ansonsten unerwähnten Menschen geflohen ist, die versteckt zwischen den Kriegsparteien in Höhlen leben. Auch hier hätte die Autorin ein bisschen mehr verraten dürfen, um das Interesse an einem Nachfolgebuch der Serie zu steigern.

Bewertung vom 03.08.2018
Engel in meinem Haar
Byrne, Lorna

Engel in meinem Haar


ausgezeichnet

Ich weiß nicht mehr, wann ich das letzte Mal ein Buch derartig verschlungen habe! Wunderschön geschrieben und tief berührend ist die Lebensgeschichte von Lorna Byrne, die für ihre Andersartigkeit in jungen Jahren schwer gemobbt wurde. Ich teile nicht alle Ansichten, die die Autorin in dem Buch vertritt – oder besser gesagt: ich benenne die Dinge teilweise anders, aber dies mindert in keinem Fall die Tiefe des Buches. Denn letztendlich hat jeder seinen eigenen Schwerpunkt im Leben und seinen eigenen Weg, der allerdings zum gleichen Ziel führt.
Außer, dass ich durch diese Biografie wieder zu mehr Kontakt mit der spirituellen Welt bewegt wurde, fühlte ich mich auch selbst sehr verstanden, bestätigt und durch alle Gefühlsregungen – von Lachen bis Weinen – geschickt. Das Buch kann ich nur jedem empfehlen, der einen Sinn für Übersinnliches und Spiritualität hat. Es bewegt…